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Goldschatz

Roman. Originaltitel: Goldschatz.
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Mancher Schatz bleibt besser unentdeckt.
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Goldschatz als Buch

Produktdetails

Titel: Goldschatz
Autor/en: Ingrid Noll

ISBN: 3257070543
EAN: 9783257070545
Roman.
Originaltitel: Goldschatz.
Diogenes Verlag AG

1. März 2019 - gebunden - 358 Seiten

Beschreibung

Fünf junge Leute wollen es der Wegwerfgesellschaft zeigen: Tante Emmas altes Bauernhaus soll nicht abgerissen, sondern in eine alternative Studenten-WG verwandelt werden. Doch für die Renovierung fehlt das Geld. Da taucht in Emmas Trödel ein Säckchen mit wertvollen Goldmünzen auf. Aber der Schatz holt sie nicht etwa aus der Bredouille. Im Gegenteil, er führt sie mitten hinein und macht sie mit den unschönen Regungen des menschlichen Herzens bekannt.

Portrait

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk.
Bewertungen unserer Kunden
WG auf den Lande, die an der Eigensucht scheitert
von Daggy.m - 16.03.2019
Das Buch ist gut zu lesen und plätschert so vor sich hin. Es gibt keine besondere Spannung, keine wirklichen Abgründe. Ob junge Leute so zusammen leben und Volkslieder singen, ich weiß es nicht. Der Schatz besteht aus Goldmünzen, die ein Deserteur aus dem 2. Weltkrieg aus Russland mitgberacht hat. Seine Knochen liegen jetzt im Garten von der verstorbenen Erbtante. Trixie will das alte Bauerhaus gegen den Rat ihrer Eltern renovieren. Dazu läd sie Freunde zur WG Gegenstrom ein. Man will nachhaltig handeln und versucht zunächst alte Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Da tauchen die ersten Münzen auf. Trixie und ihre Freudin machend ie ersten Münzen zu Geld und kaufen wild teure Kleidung für sich. Die nächsten Münzen pressen sie dem alten Nachbarn ab. Jetzt werden neue Fenster eingesetzt. Die gemeinsamen Essen werden blumig beschrieben, im Laufe der Geschichte werden sie immer karger und auch die Gruppe verfällt zusehens. Am Ende bleibt Trixie allein, hat aber den Grundstein zu ihrem Reichtum. Das Buch hat mich nicht sehr angesprochen, die Figuren waren nicht auf der Höhe der Zeit.
Ja die menschlichen Schwächen ...
von Connie Ruoff - 04.03.2019
Rezension "Goldschatz" von Ingrid Noll Ingrid Noll nimmt in "Goldschatz" den Menschen und seine "Abgründe" in den Focus. Fünf junge Leute, die nicht so schnell erwachsen werden wollen, sondern ihre Studentenzeit intensiver ausleben und es sich, ihren Eltern und den Nachbarn beweisen wollen, gründen eine alternative WG. Im Zentrum stehen Henry, Trixi und ihre beste Freundin Saskia. Als vermeintlicher Gegenspieler tritt der alte Nachbar Gerhard Gläser auf den Plan. Trixi, die "Hausbesitzerin" (eigentlich gehört es ihren Eltern), Henry ihr Lebensgefährte und Saskia, ihre beste Freundin stellen Grundregeln für das Zusammenleben in der WG auf und überlegen, wen sie noch in die Gemeinschaft aufnehmen können. Wer würde dazu passen? Das Geld für die nötigen Renovierungen fehlt. Der Fund des Goldschatzes gibt ihnen Hoffnung und ist der Anfang vom Ende. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und ist nicht mehr zu stoppen. Inzwischen sind noch Oliver und Katharina als Mitbewohner dazugekommen. Sollen die Neuen über den Goldschatz informiert werden? Und es fängt mit den Geheimnissen und Lügen an. Zu verschweigen ist auch eine Art Lüge. Henry ist überzeugter Konsumverweigerer. Die Mädels finden es schön, Konsumverweigerer zu sein und solange sie über kein Geld verfügen, gibt es darüber auch keine Zweifel. Geheimnisse, Lügen und der Goldschatz machen es den fünf WG-Bewohnern und dem alten Nachbarn schwer, ein "guter Mensch" zu sein oder zu bleiben. Wer Ingrid Noll schon gelesen hat, weiß dass ihre Krimis nicht ins normale Gerüst passen. Täter, Opfer und Ermittler werden immer von der zwischenmenschlichen Seite gezeigt. Die Leser sind oft auf Seiten des Täters, weil er (meist eher sie) so sympathisch ist. Und dennoch: Auch hier gibt es mindestens einen Kriminalfall, mindestens eine Leiche und es gibt Verdächtige. Vom Entwenden eines Grills, über Lüge und Intrige, Diebstahl und Betrug, bis hin zum Tötungsdelikt, findet der Leser in "Goldschatz" kriminelle Unterhaltung mit ironisch bissigem Flair und einem lächelnden Auge. 5/5 Punkten Protagonisten Das Zicklein und der gute Hirte. Trixi und Henri geben sich diese Kosenamen. Ich dachte, gleich fall ich vor Lachen, oder war es doch vor feministischer Empörung von der Couch. Ingrid Noll zeichnet fantastische Charaktere. Vor allem ihre Frauenbilder sind genial. Gleichwohl, in welcher Lage sich die weiblichen Figuren befinden, nehmen sie tatkräftig ihr Schicksal in die Hand und versuchen, es zu ändern. Die Frauen sind keine Opfer sondern Akteure. Ingrid Noll in Playlist: Die mörderische Welt der Ingrid Noll Sprachliche Gestaltung Die Kapitelllänge ist sehr angenehm. Trixi erzählt in der Ichform die Geschichte. Ich glaube, ich habe das Buch die meiste Zeit mit einem Schmunzeln auf den Lippen gelesen. Oftmals ertappt man sich, dass man ähnlich oder genauso wie Trixi gehandelt hätte. Ingrid Noll findet immer wieder die kleinen menschlichen Schwächen und hält uns den Spiegel vor. 5/5 Punkten Cover und äußere Erscheinung Covermotiv: Gemälde von Cyprien Eugène Boulet, [Femme au châle vert[ (Ausschnitt) © Historic Collection / Alamy Stock Photo Das Cover zeigt eine hübsche junge Frau. Ingrid Noll macht einfach Spaß. Sie zeigt uns menschliche Schwächen. Der Schreibstil ist ein wenig bissig, ein bisschen ironisch, manchmal fast schon sarkastisch. Obwohl der Leser ahnt, dass die Blase der Konsumverweigerung und der alternativen WG platzt, (es ist nicht die Frage, ob die Blase platzt, sondern wann und warum sie gerade an diesem Punkt platzt), verliert Ingrid Nolls Roman keineswegs an Spannung, sondern im Gegenteil. Man mag gar nicht mit Lesen aufhören. Ich war so gern dabei. Ich war gerne bei der Musiksession dabei. Ich habe so gern die nächtlichen Besuche von Saskia und Trixi beim Nachbarn begleitet. Die Autorin holt den Leser ganz nahe ans Geschehen ran. Die Kunst von Ingrid Noll ist es, alltägliche Geschehen so zu erzählen, dass wir die Verhaltensweise gut erkennen, weil wir selbst schon ähnlich reagiert haben oder reagieren und wir als Beobachter hoffen, dass alles ein gutes Ende nimmt, obwohl wir es besser wissen. Ihre Charaktere sind gut gezeichnet. Man leidet mit ihnen und freut sich mit ihnen. Ich hatte beim Lesen selbst ein schlechtes Gewissen Henri gegenüber, weil er mir mit seinem "Gutmensch sein" auch mir schon etwas auf die Nerven ging und ich Trixi gut verstehen konnte. Ich hätte gerne Trixis Leben noch weiter begleitet. Sie ist mir ans Herz gewachsen. Es ist doch schön, dass sie das alte Bauernhaus bewahren möchte, anstatt es niederzureißen. Trotzdem ist es natürlich aus wirtschaftlicher Sicht unvernünftig. Aber es hat etwas von Romantik. Ich habe das Buch in 1 ¿ Tagen gelesen, weil es einfach so leicht zu lesen und dabei so amüsant war. @Diogenes Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar! Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.
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