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Kühn hat Ärger

Roman.
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"Martin Kühn fragte sich, warum diese Leute reich und trotzdem sympathisch waren"
Buch

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Kühn hat Ärger als Buch

Produktdetails

Titel: Kühn hat Ärger
Autor/en: Jan Weiler

ISBN: 3492057578
EAN: 9783492057578
Roman.
Piper Verlag GmbH

1. März 2018 - gebunden - 393 Seiten

Beschreibung

Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage, seine Frau Susanne benimmt sich seltsam, und er selbst ist dabei, einen amourösen Fehltritt zu begehen. Auch der heutige Tag beginnt wechselhaft, denn Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist.

Trailer

Portrait

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt s nicht!« gehört zu den erfolgreichsten Büchern der vergangenen Jahrzehnte. Es folgten unter anderem: »Antonio im Wunderland« (2005), »Mein Leben als Mensch« (2009), »Das Pubertier« (2014), »Kühn hat zu tun« (2015) und »Im Reich der Pubertiere« (2016). Jan Weiler verfasst zudem Hörspiele und Hörbücher, die er auch selber spricht. Jan Weiler lebt bei München.

Pressestimmen

"'Kühn hat Ärger" ist ein richtig schöner Roman zum Genießen. Eine Polizeigeschichte, wie wir sie eigentlich gerne Sonntagsabends im Tatort hätten.", feuilletonscout.com, 25.11.2018

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von Gabriele W. - Hugendubel Buchhandlung Ingolstadt Am Westpark - 22.11.2018
Ein toller Krimi. Spannend von der ersten Sekunde an. Kühn soll dem Mörder eines jungen Mannes finden und das führt ihn in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Sozialkritisch - psychologisch und sehr realistisch.
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Siegen Am Bahnhof - 22.10.2018
Dieser zweite Band rund um Kommissar Kühn gefiel mir noch besser als der erste. Neben der Kriminalhandlung ist es besonders interessant, der Gedanken- und Gefühlswelt Kühns zu folgen. Absolut kurzweilig!
Tobias M.
von Tobias M. - Hugendubel Buchhandlung Dresden Webergasse - 22.10.2018
Jan Weiler wurde bekannt mit seinen Kolumnen für verschiedene Zeitungen, mit "Maria, ihm schmeckt's nicht!" und mit seinen Geschichten vom "Pubertier". Sein neuer Roman ist nach "Kühn hat zu tun" bereits der zweite Kriminalfall von Martin Kühn - und er gehört zum Besten, was man derzeit lesen kann.
Bewertungen unserer Kunden
In der Ruhe liegt die Kraft
von fredfred - 15.04.2019
Von Jan Weiler kannte ich nur diesen netten Roman Maria, ihm schmeckts nicht , doch das ist kein Vergleich zu Kühn hat Ärger . Kommissar Kühn hat nach einem Burnout gelernt, seine Intuition als besondere Gabe zu akzeptieren. Nun versucht er in seiner alten Truppe wieder Fuss zu fassen, was für seinen Kollegen, der sich schon als zukünftigen Leiter gesehen hat, ein Ärgernis darstellt. Die Ermittlungen führen in das Milieu einer sehr, sehr reichen Familie, deren Gutmenschtum fast aus allen Nähten quillt. Kühn läßt sich bezaubern, ehe er die häßlichen Seiten hinter der schönen Fassade erkennt. Ein krimineller arabischer Teenager hat sich unsterblich in das Töchterchen aus gutem Haus verliebt und unter dem Einfluss dieser perfekten, liebevollen Familie ändert er sein Leben. Er verläßt sein schädliches Umfeld, steckt Energie in einen guten Schulabschluss und ist auf dem besten Weg, die soziale Leiter zu erklimmen, als er auf brutalste Weise totgeschlagen wird. Mir gefällt, wie Kühn das Verbrechen aufklärt. Unaufgeregt folgt er der Spur, auch wenn seine Sympathien ihm zeitweise das Denken vernebeln. Er hat sowohl private Probleme als auch gesundheitliche. Mit keinem kann er darüber sprechen, aber er will es auch gar nicht. Obwohl Kühn sich so abkapselt, ist sein Blick auf die Dinge nicht fokussiert, sondern sieht Menschen und Tatorte immer in ihrem Zusammenhang. Bei einem Kommissar mit soviel Tiefgang freut man sich schon auf Folgebände.
Auf den Punkt gebracht
von Gisel - 30.05.2018
Als ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund tot aufgefunden wird, ist es an Martin Kühn und seinem Team, nach den Hintergründen zu dem Mord zu recherchieren. Dabei bewegt er sich bald im Milieu der Reichen und Wohltätigen. Wer jedoch sollte einen Grund haben, Amir zu ermorden? Währenddessen muss Kühn sich einerseits im polizeilichen Alltag wieder zurechtfinden, andererseits plagen ihn die Überlegungen, ob seine Frau fremdgeht. "Kühn hat Ärger" ist der zweite Band um den Kommissar Martin Kühn, der nach einer Rehabilitation wieder in sein Berufsleben zurückfinden und sich dabei gleichzeitig in einen recht verzwickten Mordfall knien muss. Es menschelt in jeder Hinsicht. Sehr detailliert beschreibt der Autor Jan Weiler die Lebenswelten seiner Protagonisten, lädt den Leser ein, sie zu begleiten, ihre Motivationen nachzuvollziehen. Er spart dabei auch nicht mit einem Schuss Sozialkritik, seine satirische Ader verwandelt manches Lachen in eine nachdenkliche Gedankenspirale. Dennoch nimmt er seine Protagonisten in jeder Hinsicht ernst. Die Auflösung ist von langer Hand vorbereitet und gut nachvollziehbar. Jan Weilers journalistische Ader schimmert durch jeden Satz des Buches hindurch, sein Schreibstil ist eine besondere Freude beim Lesen. Auf den Punkt gebracht hat der Autor einen leicht sozialkritischen Roman mit Krimihandlung und viel Situationskomik, gerät dabei aber nie ins Alberne. Dafür gebe ich gerne alle fünf möglichen Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Ganz klar bin auch ich bei Kühns nächster Ermittlung wieder dabei!
Aktuelles Thema
von Schlumpfstrumpf - 20.05.2018
Bei dem Werk handelt es sich weniger um einen Krimi als um eine süffisante Gesellschaftsstudie. Mit Bezug zu aktuell herrschenden Debatten entwirft Weiler eine Geschichte die sich zwischen zwei Welten bewegt, die sich räumlich sehr nahe sind und in ihren Lebensweisen doch unendlich weit voneinander entfernt scheinen. Abwechselnd taucht man als Leser in diese entgegengesetzten Welten ein. Die dezente Ironie, die dabei über der gesamten Handlung schwebt, verleiht dem Szenario einen ganz besonderen Reiz. Überspitzte Darstellungen regen so manches Mal zum Schmunzeln an, wie z. B. als die gutbetuchte Gesellschaft mehr zum eigenen Zeitvertreib als zum Nutzen der sozial benachteiligten Jugendlichen Unterricht erteilt. Und natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz, für den die kriminalistische Komponente des Romans sorgt. Hinter all dem steckt eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe des Autors, der unsere derzeitige gesellschaftliche Lage gekonnt in seinem Roman einzusetzen versteht.
Aktuell
von raschke64 - 05.05.2018
Kommissar Kühn muss einen Mord aufdecken an einem jungen Ausländer. Dieser wurde zusammengeschlagen und starb an den Folgen. Die rechte Szene begrüßt den Mord. Und Kühn kommt nur langsam voran. Er hat eine Menge andere Probleme mit der Familie, der Gesundheit, seiner Kollegin ¿ Die ist der 2. Teil um Kommissar Kühn. Ich kenne den Vorgängerband nicht, konnte aber problemlos dem Geschehen folgen. Das Buch ist ein Krimi in einem Roman. Denn die Ermittlungen laufen eher nebenher. Stattdessen schafft es Weiler sehr gut, die heutige Gesellschaft - speziell in München - mit sehr reich und sehr arm, rechts und gut bürgerlich darzustellen. Natürlich arbeitet er da mit starken Klischees und vereinfacht manches. Trotzdem erkennt man in den Figuren die aktuelle Zeit gut wieder. Oft verfällt er auch in einen ironischen Stil. Auf jeden Fall ist das Buch gut lesbar und der eigentlich wenig sympathische Kühn wächst einem irgendwie ans Herz.
Martin Kühns 2. Runde
von Miss Marple - 08.04.2018
Martin Kühn ist Kommissar in München und hat nach einem gesundheitlichen Tief nun einen weiteren Fall zu lösen, der ihn vor ein Rätsel stellt: Wie schaffte es Amir, Sohn libanesischer Einwanderer, der bereits als Kleinkrimineller aktenkundig wurde und bisher am Rande der Gesellschaft existierte, in die elitären Kreise der wohlhabenden van Hautens? Wir begleiten Kühn durch einen Dschungel gesellschaftlicher Gegensätze: Wohltätigkeitsveranstaltungen als Alibi für die Reichen, Armut und Überlebenskampf von Migrationsfamilien, Skandale und Affären, die bis in Kühns privates Leben hineinreichen. Das Buch ist kein Krimi der herkömmlichen Art, auch wenn sich Martin Kühn mit einem brutalen Mord konfrontiert sieht- vielmehr erlebt der Leser mit der Schilderung der täglichen Lebens der Figuren einen Einblick in unsere Gesellschaft und erinnert hierdurch sehr an Mankells Wallander, wo auch immer gesellschaftliche Vorgänge im Mittelpunkt stehen. Jedoch muss ich hier auch kritisch anmerken, dass die Fülle und Vielfalt der Themen, auch die Gefahr birgt, dass am Schluss zu viele Fäden zusammengebracht werden müssen, was nicht durchweg gelungen ist und den interessierten Leser auf eine Fortsetzung hoffen lässt.
Martin Kühn fragte sich, warum diese Leute reich und trotzdem sympathisch waren.
von Inge Weis - 22.03.2018
Zwischen allen Stühlen. Nach einer längeren Auszeit, wegen Burn-out Syndrom, kehrt Kommissar Martin Kühn zurück an seinen Schreibtisch. Alles ist wie immer, glaubt er zunächst. Martin Kühn lebt. Und er hat immer noch viel zu tun. Denn wenn das Leben weitergeht, dann wachsen auch die Aufgaben. Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage. Nicht nur, dass er sein Haus auf giftigem Boden gebaut und weder seine Karriere noch seinen Sohn unter Kontrolle hat. Nun verhält sich auch noch seine Frau seltsam, in der Nachbarschaft geht ein Erpresser um und Martin Kühn begeht einen schweren amourösen Fehler. Als die übel zugerichtete Leiche eines Jugendlichen an der S-Bahnstation gefunden wird, sieht es zuerst wie ein Fall von brutalem Ausländerhasss aus- zumal ein bekannter Rechtsradikaler auftaucht, mit dem Kühn schon früher aneinandergeraten ist. Die Ermittlungen zu den Lebensumständen des Opfers führen Kühn, den einfachen Polizisten, in die Welt der Reichen und Wohltätigen, die ihn fasziniert aber auch verunsichert. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist. Er fühlt sich bald zwischen allen Stühlen. Wurde der aus schwierigen Verhältnissen stammende Freund der Tochter nur zur Fassade im reichen Elternhaus aufgenommen? Und warum liegt der Junge jetzt im Leichenschauhaus? Gesellschaftskritischer Roman, der als Krimi getarnt daherkommt. Der Autor Jan Weiler, legt eine clevere Gesellschaftsanalyse mit schönem Spannungsbogen vor. Sozialkritisch und engagiert trifft er auf packende Art und Weise so manchen Nerv. Guter Stoff.
Armes reiches München
von Island - 20.03.2018
Ich habe den ersten Teil der Krimireihe um den Münchener Kommissar Martin Kühn nicht gelesen, sondern bin direkt mit dem zweiten Teil eingestiegen. Andere Bücher von Jan Weiler kenne ich aber schon und mochte seinen Schreibstil auch immer sehr, so war ich sofort neugierig darauf, auch einmal einen Krimi von ihm zu lesen. In diesem Band muss Martin Kühn in einem Mordfall ermitteln, der ihn sowohl in das Milieu der Reichen und Schönen in München Grünwald führt, als auch in einen Hochhausstadtteil führt, in dem die sozial Abgehängten wohnen. Kühn selbst repräsentiert wohl die Mittelschicht, die sich das Wohnen in der überteuerten bayerischen Metropole auch kaum noch leisten kann. Daran kann man schon erkennen, dass das Buch nicht unbedingt (nur) ein klassischer Krimi ist, sondern viel mehr auch eine Milieustudie, verbunden mit Kritik an den aktuellen Entwicklungen, der Explosion der Preise auf dem Immobilienmarkt, dem oft sehr dekatentem Verhalten der wenigen Reichen, aber auch der vermehrten Anfälligkeit für rechte Propaganda durch AfD, Pegida und Co. Der Charakter des Ermittlers selbst, wird genau wie die Charaktere der weiteren Hauptpersonen, von Jan Weiler sehr scharf gezeichnet, mit all seinen Stärken und Schwächen. Ich konnte mich so sehr gut in ihn hineinversetzen und empfand ihn als recht sympathisch. Was man dem Buch vielleicht etwas vorwerfen oder je nach vorheriger Erwartung auch zugute halten kann, ist, dass die Krimihandlung zu Gunsten der Gesellschaftskritik und der detailgenauen Ausgestaltung der Protagonisten etwas in den Hintergrund tritt und der Ausgang vielleicht etwas, wenn auch nicht vollkommen, vorhersehbar ist. Der Schreibstil von Jan Weiler ist, wie auch bereits aus seinen anderen Werken bekannt, sehr pointiert und unterhaltsam und angenehm zu lesen. Dass ich den 1. Band der Kühn-Reihe nicht kannte, stellte kein Problem dar, man kann diesen Krimi auch sehr gut lesen, ohne Vorwissen zu haben.
Auch der zweite Fall ist wieder unterhaltsam und vielschichtig
von cabotcove - 14.03.2018
Nach "Maria, ihm schmeckt¿s nicht" war ich recht rasch begeisterter Jan-Weiler-Fan. Ich mochte seinen augenzwinkernden, lustigen Stil und war nun gespannt auf einen "Krimi" von ihm. Das Buch ist ja aber im Genre "Literatur" angesiedelt, was auch durchaus Sinn macht meiner Meinung nach, denn der Kriminalfall steht hier nicht im Vordergrund, also kann man das Buch auch nicht als Krimi bezeichnen. Aber es hat eben Krimi-Aspekte, was mir ganz gut gefallen hat. "Kühn hat zu tun", den ersten Fall von Martin Kühn, kannte ich bislang nicht, hatte aber auch nicht das Gefühl, dass man ihn zwingend gelesen haben muss, um dieses Buch zu verstehen. Einige Bezüge gibt es, von daher soll jeder selbst entscheiden, ob er "Kühn hat zu tun" zuerst lesen möchte oder nicht. Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage, seine Frau Susanne benimmt sich seltsam, und er selbst ist dabei, einen amourösen Fehltritt zu begehen. Auch der heutige Tag beginnt wechselhaft, denn Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist. 400 wirklich unterhaltsame Seiten, bei denen es keine großartigen Längen gab, so dass mein Lesefluss nicht unterbrochen wurde. Ein wenig Gesellschafts-Psychogramm, ein paar Krimi-Aspekte, lustige Stellen - so ganz lässt sich dieses Buch "nicht fassen"/in keine Schublade pressen. Aber genau das finde ich auch gut. Man entdeckt immer wieder einen neuen Aspekt, prima gemacht.
Beklemmende Verhältnisse
von Kruems - 13.03.2018
Das Cover gibt schon einen recht guten Vorgeschmack: Willkommen in der fabelhaften Welt der Reichen und Schönen, in diesem Fall speziell der Münchner High Society. Denn dorthin in das Noble Viertel Grünwald verschlägt es Kühn nach einem brutalen Mord an einem jungen Mann mit Migrationshintergrund der eine enge Beziehung zur Tochter einer gut situierten Familie unterhalten hat. Urlaube, eine zärtliche Beziehung - Amir ist in eine neue Welt hineingekommen. Mit bösem Ausgang. Kühn erfährt im Rahmen der Ermittlungen nicht nur das auch die High Society nett sein kann und charitymässig bestens gelaunt, sondern das die Realität nichts mit dem vorgeführten Privatleben zu tun haben muss. Quasi nebenbei muss er sich auch noch mit seinem Leben und Beziehungs- bzw. Gesundheitsstatus auseinandersetzen - viel Inhalt für die Seiten, die von Jan Weiler sehr gesellschafthumoristisch und interessant umgesetzt worden ist.
Mehr gesellschaftskritischer Roman als Krimi
von Ameland - 12.03.2018
Kommissar Martin Kühn ist nach seinem Burn-out wieder zurück im Berufsleben und er wird direkt mit einem brutalen Mord an einem libanesischen Jugendlichen konfrontiert. Man könnte jetzt meinen, dass es sich um einen Krimi handelt, aber damit würde man der Geschichte nicht gerecht. Ja, es gibt einen Kommissar und ja es gibt einen Mord. Aber in diesem Fall ist der Krimiteil nur Rahmenprogramm und der Autor benutzt ihn geschickt für die Auseinandersetzung mit sozial- und gesellschaftskritischen Themen. Anhand der Beziehung von Amir - dem Sohn einer libanesischen Einwandererfamilie - und Julia - der Tochter aus einer reichen und angesehenen Münchener Dynastie - wird die Diskrepanz zwischen arm und reich sehr anschaulich dargestellt. Bei einem Mord an einem Ausländer dauert es auch nicht lange bis die Sprache auf Neonazis und die ausländerfeindliche Haltung in Deutschland zur Sprache kommt. Bei diesem Thema werden sehr viele Klischees bedient. Aber auch in Kühns Privatleben gibt es genug Probleme. Da ist u. a. sein Haus, denn wie sich herausstellt wurde die gesamte Neubausiedlung auf verseuchtem Boden errichtet. Der Baufirma, die eine Tochter der finanzierenden Bank ist, soll diese Tatsache bekannt gewesen sein. Bei dieser Vielschichtigkeit gerät die Ermittlung etwas in den Hintergrund und Spannung geht verloren. Sprachlich befinden wir uns auf einem ganz anderen Niveau wie bei den meisten Regionalkrimis. Jan Weiler weiß mit Worten und Sprache umzugehen, ohne dass er den Leser mit Fremdwörter oder Schachtelsätzen überfordert. Ich vergebe wohlverdiente 4,5 Sterne.
Schein und sein
von Elise - 12.03.2018
Die Leseprobe hat mich extrem neugierig auf deas Buch gemacht - und sie hat mich nicht enttäuscht! Im Gegenteil; das Buch ist in meinen Augen kein herkömmlicher Krimi, hat allerdings durchaus spannende Komponenten und auch der Fall um Amir ist nicht ohne, aber dennoch - es überwiegt doch sehr das Schicksal von Kühn, der sehr menschlich dargestellt wird mit seinen Problemen (Burn-Out, Arztdiagnose, Zwischenmenschliche Beziehungen und Co.). Das Buch offenbarht einen Blick hinter die Kulissen der oberne Gesellschaftsschicht - und das eben nicht alles nur Charitiy ist und das viel Geld auch nicht vor Schicksalsschlägen bewahrt. Trotz alledem wird versucht, den SChein zu wahren ohne zu berücksichtigen, das dadurch noch viel größere Probleme entstehen können.Somit mein Fazit: Ein sehr guter Gesellschaftskritischer Krimi und ich freue mich schon auf weitere Erlebnisse mit Kühn!
Wunderbar!
von FreizeitLeser - 09.03.2018
Vorab: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Kühn hat Ärger hebt sich von den beiden Büchern, die ich bisher von Jan Weiler kannte, ab. In diesen Reihen reihte sich ein Witz an den nächsten, und nun lag plötzlich ein gesellschaftskritischer (Kriminal)roman des Autors vor mir. Schnell wurde ich aber eines besseren belehrt: Jan Weiler hat seinen unglaublich erfrischenden, flüssigen Schreibstil beibehalten und der Humor kommt auch in diesem Buch nicht zu kurz. Man fühlt mit dem Kommissar, kann sich in ihn hineinversetzen und Gesellschaftskritik wird eingebracht, ohne belehrend zu wirken - wohldosiert gelingt es Weiler, den Leser zum Nachdenken anzuregen. Ein tolles Buch! Die Gestaltung des Einbandes hat mich persönlich nicht besonders angesprochen - wenn ich nicht den Namen des Autors gelesen hätte, wäre ich vermutlich nicht darauf aufmerksam geworden. Und für alle die, die den ersten Band Kühn hat zu tun noch nicht kennen: Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen, denn hier wird ordentlich gespoilert, was den ersten Band anbelangt. Ich habe mir diesen jetzt dennoch bestellt, einfach weil mir der Schreibstil des Autors so gut gefällt und sehe dann drüber hinweg, dass ich die Aufklärung des Falles bereits kenne. Tolles Buch, klare Leseempfehlung!!!
Kühn - Klappe die Zweite
von nickilotta - 07.03.2018
Nach gut drei Jahren Wartezeit erlöst uns der Erfolgsautor Jan Weiler endlich mit dem zweiten Teil der Kühn -Reihe. Kühn hat Ärger lautet der Titel dieses Romans. Erschienen im Piper Verlag als schön gebundene Hardcover-Ausgabe und für 20 Euro zu haben. Kühn hat Ärger - oh ja. Und zwar nicht nur im Berufsleben sondern auch privat. Nachdem er an einem Burnout litt steigt er nun mit dem Fall um den brutal ermordeten Libanesen Amir wieder in die Arbeitswelt ein. Und muss zu seinem Seelenleid in der gehobenen Münchner Gesellschaft ermitteln. Dort fühlt er sich nicht wohl - oder ist neidisch, wie man es auch immer sehen mag. Denn dort erscheint das Leben so lebenswert im Vergleich zu seiner derzeitigen privaten Situation. Es kriselt in seiner Ehe, sein Sohn distanziert sich von ihm, eine Affäre lockt und die Angst vor Prostatakrebs beherrscht seine Gedanken. Aber zurück zum Fall Amir: Der libanesische Kleinkriminelle war nämlich der Freund einer Tochter aus gutem Haus. Zwar wurde er von den Eltern freundlich in der Familie aufgenommen doch ob dieser Schein trügt? Lasst euch überraschen. Meine Meinung: Zunächst brauchte ich ein wenig um wieder in Kühn`s Gedankenwelt anzukommen. Doch dann bedachte er mich wieder mit grandiosen Ideen, sicherem Ermittler-Spürsinn und seiner besonderen Art von Humor. In erster Linie geht es im vorliegenden Roman nicht nur um den Fall Amir an sich - gesellschaftskritisch zeigt uns der Autor an Hand vieler Beispiele die Kluft zwischen Reich und Arm, dem Gutmenschen und dem schlechten Erdbürger, dem Wohlstand und der Unterschicht. Jan Weiler hat für mich eine schöne Art zu erzählen, es finden sich einige Längen im Buch und doch liest es sich im Großen und Ganzen recht flüssig. Vielleicht ist die Bandbreite der Themen im Buch zu viel. Ob es um die verseuchte Neubausiedlung geht in der Kühn mit seiner Familie lebt - seine Krankheit - seine beruflichen Konflikte wegen der anstehenden Beförderung - dann natürlich der Fall Amir an sich usw. Und doch holt mich Herr Weiler genau damit ab und verschafft mir ein tolles Leseerlebnis. Der Autor hat mit Martin Kühn einen sonderbaren Charakter erschaffen. Einerseits der geniale Ermittler der es scheinbar mühelos schafft seine Fälle zu lösen. Doch hinter seiner Stirn steckt ein Typ der sein Leben nicht leicht nimmt. Der viel in seiner Gedankenwelt lebt und sehr tiefgründig ist. Der Angst hat vor der Zukunft. Nicht umsonst landete er im Burnout. Mein Fazit: Jan Weiler hat es einfach drauf. Ich freue mich immer wieder auf seine Bücher und hoffe auch auf mehr Bände dieser Reihe. Und doch kann ich für Kühn hat Ärger nicht die volle Punktzahlt vergeben - aber von Herzen vier hoch glänzende Sterne und eine eindeutige Leseempfehlung für alle Weiler-Fans und die, die es noch werden wollen.
Tolles Buch!
von Opa53 - 06.03.2018
Ich war nach der tollen Leseprobe sehr gespannt auf diesen Krimi und wurde wirklich nicht enttäuscht. Obwohl ich den ersten Band "Kühn hat zu tun" von Jan Weiler nicht kannte, habe ich sofort in die Handlung dieses Krimis hinein gefunden. Kommissar Martin Kühn hat nach einem Burnout gerade wieder angefangen zu arbeiten, als er schon in Schwierigkeiten gerät. Sein guter Freund und Kollege wird zum Rivalen, er bekommt von seinem Arzt eine schlimme Diagnose und auch sein neuer Fall macht ihm sehr zu schaffen und bringt ihn oft an seine Grenzen des Verstehens. Damit, ein Kleinkrimineller verliebt sich in Julia, eine Tochter aus einer reichen Familie. Obwohl es erst so aussieht, als sei diese Liebe hoffnungslos, aber Juli as Familie nimmt ihn sogar mit in Urlaub und mag ihn gerne. Jedoch findet man eines Tages Amirs Leiche verschwunden und geprügelt und Kommissar Kühn möchte diesen Fall trotz aller Widrigkeiten unbedingt lösen. Der Krimi ist spannend geschrieben und ich habe ihn verschlungen. Die Charaktere sind super beschrieben und man wird in die Handlung mit hinein genommen.
Zwischen Austern und Realität
von herrzett - 05.03.2018
Achtsam ist das neue Nachhaltig. Vater holt Glas. Sohn holt Geschenk, beide werden später die Mutter streicheln. Es ist ein großes Gekuschel und Geschmuse hier. Komische Menschen. Oder sollte es vielleicht so sein? Anderswo schlafen die Frauen im Wohnzimmer auf der Couch, und die Nachbarn erpressen Supermärkte. Martin Kühn, der sich gerade erst von einem Burn-out erholt hat, stellt sich auf dem Polizeirevier und auch im normalen Leben neuen Herausforderungen. Es könnte alles so schön sein, doch irgendwie zieht er die Probleme einfach nur an. Sein Haus steht auf verseuchtem Boden, eine mögliche Beförderung mit mehreren Mitstreitern, ein nerviger Arzttermin, seine Frau verheimlicht ihm irgendwas und in seiner Nachbarschaft geht irgendwas vor sich. Ein Mordfall bringt ihn dann auch noch in die wohlhabenden Gegenden Münchens, wo alles so toll zu sein scheint und auch noch die Limonade besser schmeckt als zu Hause. Kühn hat es nicht leicht zwischen all jenem einen kühlen Kopf zu bewahren, seine Ehe zu retten und den Mordfall zu lösen. Eilmeldung! Offenbar wurde heute Nacht in München ein krimineller Flüchtling von aufmerksamen Mitbürgern verurteilt und gerichtet. Mit Kühn hat Ärger erscheint Jan Weilers zweiter Roman um den eher einfachen und bodenständigen Kommissar Martin Kühn. Was ich an diesem Roman mag? Jan Weiler beschäftigt sich hier neben dem Hauptplot mit zahlreichen gegenwärtigen Themen, mit scheinbarer Wohltätigkeit, Rassismus, Karieredruck und einer Menge unvorhersehbarer Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. Ein Krimi in Romanform, mit viel persönlicher Charakterentwicklung macht dieses Buch so leicht, spannend, menschlich und anders. Kein anderer Roman greift aktuelle Themen in dieser unterhaltenden, hinterfragenden und kritisierenden Form so auf wie dieser. Jan Weiler schafft es die Gesellschaft anzukreiden, ohne dies in den Vordergrund zu stellen. Tiefgründige Literaten und Gesellschaftskritiker wären mit diesem Buch falsch beraten, aber so für zwischendrin kam dieses Buch für mich genau richtig. Der einzige Minuspunkt, den ich zu vergeben hätte, wäre der Mordfall, dessen Auflösung recht schnell vorhersehbar und für mich am Ende doch etwas zu stark in die Länge gezogen wurde. Bei Tageslicht betrachte, ist es niemals langweilig, selbst wenn nichts geschieht. Denn es besteht immer die Möglichkeit, es könne etwas geschehen.
So viel mehr als ein Krimi
von Diamondgirl - 05.03.2018
Martin Kühn lebt mit seiner Familie in einem Außenbezirk Münchens, der umgangssprachlich genannten Tetris-Siedlung die auf einem alten, verseuchten Firmengelände einer ehemaligen Munitionsfabrik errichtet wurde. Nach und nach zeigen sich jetzt die Folgen dieses Erbes und die Häuser und Grundstücke drohen immens an Wert zu verlieren. Nach einem kürzlich überstandenen Burnout macht sich Kühn an seinen ersten Fall nach Rückkehr an seinen Arbeitsplatz. Ein jugendlicher Kleinkrimineller libanesischer Herkunft wird an einer Bahnhaltestelle aufgefunden - brutal zu Tode geprügelt. Die Ermittlungen führen Kühn in die Welt der besseren Gesellschaft von München-Grunwald, da der Ermordete mit der Tochter des Hauses liiert war. In Kühns Privatleben läuft es momentan auch alles andere als rund. Seine Frau verhält sich seltsam, sein Sohn ist distanziert und eine latent drohende Anklage wegen Körperverletzung setzen ihm zu. Obendrein droht er eine leichtfertige Liaison mit einer Kollegin einzugehen, was eigentlich so gar nicht seine Art ist. Außerdem hat er mächtig Angst vor einer potentiellen Krebserkrankung, weil sein Arzt ihm dringend eine Facharztkonsultation anrät aufgrund auffälliger Blutwerte. Und wie es oft so ist, scheut er die möglichen Ergebnisse einer solchen Untersuchung mehr als die Ungewissheit, weshalb er diesen Termin vor sich her schiebt. In dieser unaufgeräumten Verfassung macht er sich also an die Ermittlungen und stellt gleichzeitig sein ganzes Leben auf den Prüfstand. Warum kann er nicht so leben wie die wohltätige Grunwalder Familie? Wieso ist dort alles so perfekt und bei ihm weit davon entfernt? Würde er gerne dazu gehören? Es machte mir großes Vergnügen, Kühns Gedanken- und Gefühlswelt zu folgen und ich fand es keine Seite langweilig, auch wenn ich die Lösung des Falles bereits sehr früh ahnte. Denn in diesem Krimi geht es um eindeutig mehr als nur die Lösung des Falles. Kühn beobachtet sehr genau. Jede Geste wird registriert, jeder Blick gedeutet und jede Veränderung zur Kenntnis genommen. So lässt er den Leser an der Lösung mitarbeiten und sich Urteile bilden über die Protagonisten des Buches - die Familie und das Umfeld des Opfers, die höhere, durchaus wohltätige Gesellschaft von Grundwald, das Umfeld in der Tetris-Siedlung und natürlich Kühns Familie und Kollegen. Vor allem mit seinem Untergebenen Steierer hadert er gewaltig, denn dieser hat sich für eine Beförderung beworben - genau wie Kühn. Steierer hatte ihn während der langen Arbeitsunfähigkeit vertreten und scheint nun der Meinung, dass er diesem gegenüber gleichberechtigt ist und vor allem: gleich gut zu ermitteln. So knirscht es entsprechend während der Ermittlungen und es kommt nicht so gut voran, wie es sollte. Weiler zeigt eine sehr flüssige und vor allem humorvolle Schreibweise, die jedoch nie wirklich ins Alberne abgleitet. Trotzdem fand ich hier die wohl komischste Bettszene, die ich bis jetzt lesen durfte. Immer wieder tauchen amüsante Kleinigkeiten auf, die einen schmunzeln lassen. Und Informationen gibt es noch obendrein, denn von Bonsai-Parkett hatte ich bisher noch nie etwas gehört. Fazit: Ein rundum gelungener gesellschaftskritischer Krimi leichter Art, der genügend Raum für nette Accessoires bietet. ...ich werde mir den ersten Kühn jetzt auf jeden Fall erstehen (ehe sie verfilmt werden) und hoffe sehr, dass auch weitere Bände erscheinen!
Gutmenschen
von Anonym - 04.03.2018
Der Kommissar Martin Kühn ermittelt in einem Umfeld zwischen reich und arm, zwischen Gutmenschen und Hassenden, zwischen Angesehenen und der Unterschicht. Amir als Sohn libanesischer Einwanderer wuchs in einer armen Gegend in München auf, er war bereits kriminell geworden und die Schule interessierte ihn nicht mehr. Das änderte sich schlagartig, als er Julia kennenlernte und die beiden sich verliebten. Die extrem reichen und einflussreichen van Hautens nahmen Amir in ihre Familie auf, er wurde ein Freund Florins, Julias Bruder. Sie kauften neue Kleidung, nahmen ihn mit auf Urlaubsreise, es war wie ein Traum für Amir. Bis er auf dem Heimweg einer Feier an der Straßenbahnhaltestelle so zusammengeschlagen wurde, dass er an den Folgen starb. Kann der Täter aus dem Umfeld Kühns stammen? Die Weberhöhe ist ein toxisch vergiftetes Gebiet auf dem sie ihre Häuser bauten. Alle sind hoch verschuldet und wissen nicht weiter. Der Rechtsextremismus steht bei einigen hoch im Kurs. Parallel zur Aufklärung des Mordfalles hat es Kühn auch mit der Erpressung in einem Supermarkt zu tun. Ein vergifteter Joghurt führte zu dem Tod eines jungen Mädchens. Und auch sein Privatleben wird immer komplizierter, seine Frau verheimlicht ihm etwas. Ein hervorragend geschriebener Kriminalroman, dem es mehr um die Psyche, über die Gesellschaft und Auswirkungen von Taten geht. Sehr vielschichtig und keiner Schublade zugehörend beschreibt Jan Weiler die Eigenheiten der Protagonisten.
Ein anderer Weiler!
von Ilmo - 02.03.2018
Ich kannte bisher von Jan Weiler nur die Romane im Sinne von Maria, ihm schmeckts nicht und war dahr sehr gespannt auf den Kriminalroman mit Kommissar Kühn. Der behandelte Fall (die Fälle eigentlich) ist sehr interessant und spannend gestaltet: Das Opfer aus dem Migrantenmilieu, die Vertreter der Rechten, kritische Bewohner der Vorstadt-Siedlung und die Grünwalder High Society treffen aufeinander. Da ist doch jede Gruppe schon per se verdächtig und typische Kriminalfälle sind vorprogrammiert, sowohl im Bereich der Umweltvergiftung als auch der Fremdenfeindlichkeit. Einige Ergebnisse kommen überraschend, andere waren mir schon sehr früh am naheliegendsten. Die privaten Probleme nehmen für meinen Geschmack einen zu großen Raum ein, daher nur 4 von 5 Sternen.
Nicht nur ein Krimi!
von Ingeborg Ilg - 02.03.2018
In Kühn hat Ärger schildert der Autor Jan Weiler den zweiten Fall von Ermittler Marin Kühn. Der Roman ist aber nicht nur eine klassische Kriminalgeschichte, vielmehr werden verschiedene gesellschaftskritische Themen aufgegriffen (das Mordopfer ist ein Kleinkrimineller mit ausländischen Wurzeln der eine Beziehung zu einer Tochter aus reichem Hause pflegt, auch Martin Kühn betritt voll Staunen die Welt der Reichen und Schönen) und fast philosophische Fragestellungen über das Leben im allgemeinen sowie Beziehung(sprobleme) gestellt. Die kriminalistische Handlung im engeren Sinne gerät hierbei fast in den Hintergrund. Das Cover ist interessant gewählt, und greift für mich die Eingangsszene auf, als Kühn die Welt der Familie van Hauten betritt. Alles in allem eine interessante und unterhaltsame Mischung!
Unterhaltsame Bauchnabelschau
von amena25 - 02.03.2018
Als der 17-jährige Amir, Sohn libanesischer Einwanderer, erschlagen an einer Trambahnhaltestelle gefunden wird, ermitteln Kommissar Martin Kühn und seine Kollegen von der Kripo. Kurz vor seinem Tod befand Amir sich bei seiner Freundin Julia, Tochter einer mehr als wohlhabenden Familie in der noblen Münchner Wohngegend Grünwald. Wie passt der aus mehr als prekären Verhältnissen stammende und kleinkriminelle Amir in die Familie van Hauten, die sich nur über Bonsai-Parkett oder Austern-Frühstücke den Kopf zerbrechen müssen? Die Krimihandlung selbst bildet allerdings nur den Rahmen oder eher noch den Hintergrund dieser Geschichte. Eigentliche Hauptperson ist Martin Kühn, der, wie der Titel ja verrät, Ärger hat. Nachdem er erst kürzlich nach einem Burnout und erfolgreicher Reha wieder ins Arbeitsleben eingestiegen ist, beschäftigen ihn sehr viele Dinge. Da ist einmal die Veränderung seiner Frau Susanne, die neuerdings ins Yoga geht, Martin Kühn aber bald einen Liebhaber dahinter vermutet. Außerdem versucht er die Diagnose einer Prostata-Erkrankung zu verdrängen, was ihm aber mehr schlecht als recht gelingt. Und so testet er seinen Marktwert bei jüngeren Kolleginnen, ärgert sich über die Nachbarschaft und die verseuchte Erde in seinem Wohngebiet, wundert sich über Worte wie "Achtsamkeit" und die van Hautens, die trotz ihres Reichtums nett und sympathisch sind. Das Ganze wirkt etwas wie die Bauchnabelschau des sensiblen Martin Kühns, die ausschweifend-essayistisch, aber durchaus sehr unterhaltsam und in einer interessanten Sprache erzählt wird. Lesens- und empfehlenswert, wenn man beachtet, dass es sich in erster Linie um einen Roman und erst in zweiter Linie um einen Krimi handelt.
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