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Bell und Harry als Buch
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Bell und Harry

Roman. Originaltitel: The Hollow Land.
Buch (gebunden)
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Ein "wunderschönes Buch darüber, wie Menschen leben - in Familien, in Gemeinschaften, in kleinen Flecken der Welt." (Meg Wolitzer, The New York Times) Von Jane Gardam, Bestseller-Autorin der Trilogie um "Old Fith".
Buch

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Bell und Harry als Buch

Produktdetails

Titel: Bell und Harry
Autor/en: Jane Gardam

ISBN: 3446261990
EAN: 9783446261990
Roman.
Originaltitel: The Hollow Land.
Übersetzt von Isabel Bogdan
Hanser Berlin

13. Mai 2019 - gebunden - 187 Seiten

Beschreibung

London ist laut und anstrengend, die Batemans sehnen sich nach Ruhe und haben sich für den Sommer auf dem Land in Yorkshire eingemietet. Vor allem der Vater, ein nervöser Journalist, hofft auf Entspannung in der bäuerlichen Umgebung. Hier trifft sein kleiner Sohn Harry auf Bell, den jüngsten Sohn der Vermieter, und eine tiefe Jungenfreundschaft beginnt. Sommer für Sommer und mit jedem gemeinsam erlebten Abenteuer wird diese Freundschaft erneuert, so unterschiedlich die Sphären, in denen sie mit ihren Familien leben, auch sind. Ein hell leuchtendes Ferienbuch von Jane Gardam, in dem die Spannung zwischen Stadt- und Landmenschen mit so viel Weisheit und Humor eingefangen ist.

Portrait

Jane Gardam wurde 1928 in North Yorkshire geboren und lebt heute in East Kent. Für ihr viel bewundertes schriftstellerisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Nach der Bestseller-Trilogie um Old Filth sowie dem Erzählungsband "Die Leute von Privilege Hill" erschien bei Hanser Berlin zuletzt ihr Roman "Weit weg von Verona" (2018).

Pressestimmen

"Jane Gardam hat etwas zu sagen, und das tut sie charmant, lustig, ironisch - und zuweilen mit einer Prise Bullerbü gewürzt. Zum Schluss sei Isabel Bogdan gelobt. Sie hat das Buch makellos und mit merkbar großem Vergnügen übersetzt." Maria Frise, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.19

"Der Charme des frühen Romans liegt zum einen in dem einprägsamen Personal, zum anderen in dem ungekünstelten Tonfall." Maike Albath, Süddeutsche Zeitung, 06.07.19

"Jane Gardam verfügt über diesen ganz eigenen subtil, liebevoll, ironischen Ton. Ein großes, leichtes Sommervergnügen." Ursula May, hr2 Kultur, 01.07.19

"Wenn mich jemand am Ende des Jahres nach meinen liebsten Büchern 2019 fragen wird, dann gehört dieses Buch aus dem Juni ganz sicher dazu." Christine Westermann, WDR 5, 28.06.19

"Gardams Buch hat einen ähnlichen Charme wie Astrid Lindgrens 'Ferien auf Saltkrokan' ... als Sommerlektüre ein großes Vergnügen." Claudia Voigt, Der Spiegel, 15.06.19

"Mit diesem Buch kann man träumen: Noch einmal jung sein, Sommerferien, Bauernhof, Freundschaft." Kurier, 08.06.19

"Die fabelhafte britische Autorin fängt die Gerüche, die Farben, die Wunder ein und erzählt davon, wie sich Städter und Dorfbewohner miteinander versöhnen können, wenn sie sich gegenseitig ein bisschen sein lassen, wie sie sind." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 28.05.19

"Ein Ferienbuch, das alle Generationen mit großem Vergnügen lesen können." Manuela Reichart, Deutschlandfunk Kultur, 20.05.19

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 31.07.2019

Mit einer Prise Bullerbü
Jane Gardam erzählt vom ländlichen Yorkshire

Jane Gardams endlich auch bei uns erschienener Roman "Bell und Harry" ist ein wunderbares Buch für Leser jeden Alters. Zusammen lachen, nachdenklich werden und teilnehmen an den Sorgen und Freuden der Bewohner eines Dorfes im Norden von England - nicht nur für verregnete Ferientage ist der Roman eine ideale Lektüre. In der kargen Gegend Yorkshires, dem Hohlen Land, wie der Roman im Original heißt, kennt sich die Autorin gut aus, sie ist dort geboren. Sie taucht also auch in ihre Kindheitserinnerung ein, wenn sie am Anfang den achtjährigen Bauernsohn Bell erzählen lässt und sich für ihn und seinen noch jüngeren Freund Harry aus London Abenteuer ausdenkt, die die von Tom Sawyer und Huckleberry Finn weit übertreffen. In diesem buchstäblich hohlen Land, am Rande eines Hochmoors gelegen und durchzogen von unterirdischen Flüssen und Schächten verlassener Silberminen, lauern und locken stets Gefahren. Die Landschaft bietet also die beste Szene für Abgründiges, Naturkatastrophen eingeschlossen.

Wie Kinder denken und sprechen, weiß Jane Gardam. Sie hat es in vielen preisgekrönten Kinderbüchern erprobt. Die beiden Freunde verstehen sich, obwohl sie aus unterschiedlichen Lebenswelten kommen. Gespenster und unheimliche Gestalten, die sich dann doch als nicht so bedrohlich entpuppen wie befürchtet, sind für sie Realität, die man respektieren muss. Sie gehören zu uralten Geschichten, die Jane Gardam nie belehrend, vielmehr immer in ihrem besonderen ironischen und humorvollen Tonfall dazwischen einstreut. Wikinger, Kelten und Römer kommen darin vor. Bis heute kann man ihre Spuren finden.

In die kleinen, zum Teil schon lange leerstehenden Steinhäuser ziehen allmählich immer mehr Londoner ein, die eine Alternative zur Stadt suchen. Weil sie sich nicht anpassen, sind sie unbeliebt. Anders die Familie von Harry. Die ist einfach nett und natürlich, alle hören gerne zu und bieten Tee an, wenn jemand vorbeikommt. Sie helfen sogar bei Katastrophen. Der Vater ist Journalist. Einmal besucht ihn eine Kollegin vom Fernsehen, eine "Institution". Sie bietet Anlass für eine hinreißende Karikatur. Ein bisschen Boshaftigkeit und Spott müssen nicht nur die Londoner, auch die Nachbarn in Schottland und Irland ertragen.

Über einen Zeitraum von dreißig Jahren kommen wechselnde Erzähler zu Wort. Es sind abgeschlossene Kapitel, locker verbunden und stets so frisch und spontan erzählt, dass von der ersten Seite an bis zum Schluss nie auch nur ein Hauch von Langeweile aufkommt. Nichts von Larmoyanz und Nabelschau. Jane Gardam hat etwas zu sagen, und das tut sie charmant, lustig, ironisch - und zuweilen mit einer Prise Bullerbü gewürzt. Zum Schluss sei Isabel Bogdan gelobt. Sie hat das Buch makellos und mit merkbar großem Vergnügen übersetzt.

MARIA FRISÉ

Jane Gardam: "Bell und Harry". Roman.

Aus dem Englischen von Isabel Bogdan. Hanser Berlin Verlag,

Berlin 2019.

190 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Jens M.
von Jens M. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt/Main Steinweg - 31.07.2019
"Bell und Harry" heißt die neueste Publikation von Jane Gardam auf Deutsch. Auf vergnügliche Art und Weise führt uns Jane Gardam die unterschiedliche Lebensweise von Stadt und Land vor Augen. Fast so ein englisches "Saltkrokan" für Erwachsene.
Bewertungen unserer Kunden
Vergnügliche und herzerwärmende Geschichten vom Landleben in Yorkshire
von Xirxe - 24.07.2019
Harry ist gerade einmal vier oder fünf Jahre alt, als er mit seinen Eltern, seinem älteren Bruder und dessen Freunden in den Ferien nach Yorkshire fährt. Es ist Landleben pur, doch nach leichten Startschwierigkeiten sind alle begeistert und so pachten sie ein kleines ehemaliges Farmhaus und kehren jedes Jahr mehrmals wieder. Harry freundet sich schnell mit Bell an, dem etwas älteren Sohn der Vermieter und nach einigen Jahren ist es, als ob Harry und seine Familie schon immer zu dem kleinen Dorf gehört hätten. Das Cover verspricht einen Roman, doch tatsächlich sind es neun Erzählungen, die mit jeweils einigen Jahren Abstand eine Geschichte berichten, die sich während der Ferien von Harrys Familie ereignet. Dabei geht es nicht immer um seine Familie, doch als Teil des Dorfes sind sie natürlich stets dabei. Es ist eine Idylle die Jane Gardam hier präsentiert, versehen mit kleinen Spitzen, die in das beschauliche Landleben etwas Aufregung und Unruhe bringen. Ich mag den Stil der Autorin, die die Figuren in ihren Büchern sehr hingebungsvoll und mit leichter Ironie beschreibt, sodass selbst die unheimlichsten Gestalten überraschenderweise sehr liebenswert wirken (ich denke da nur an die Eierhexe). Auch ihre Beschreibungen der Umgebung sind sehr einprägsam und detailliert, es macht so richtig Lust, den nächsten Urlaub vielleicht in Yorkshire zu verbringen und die Bewohner dort kennenzulernen. Sollten sie nur halb so freundlich sein wie in diesem Buch, ist Yorkshire auf jeden Fall eine Reise wert ;-) Eines hat mich noch überrascht: Die letzte Geschichte spielt im Jahre 1999, das Buch datiert allerdings aus 1981, sodass man sie fast als Science fiction bezeichnen könnte. Ich wunderte mich beim Lesen bereits, in welch desolaten Verhältnissen das Land sich befindet. Aber nach einem Blick auf das eigentliche Erscheinungsjahr erklärte es sich.
Kindheitserinnerungen
von Julia Lindner - 21.07.2019
Mit Bell und Harry hat der Hanser-Verlag nun eines der frühen Werke von Jane Gardam in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Und so angenehm ihr Schreibstil auch hier schon erscheint, so merkt man dem Buch die Kinderschuhe sprichwörtlich noch an. Dass das Buch zu seiner Zeit eine bekannte Auszeichnung in der Rubrik Kinderbuch gewonnen hat, sagt meiner Meinung nach viel aus. Die Geschichte erzählt episodenhaft von der Freundschaft zweier sehr verschiedener Jungen. Ab dem ersten Sommer, in dem Harry mit seiner Familie aus London den Hof Light Trees von Bells Familie gepachtet hat, kann man beobachten, wie sich die Großstädter immer mehr an das Landleben und seine Eigenheiten gewöhnen und wie die beiden familien über die Jahre zusammenwachsen. Die Geschichte ist ruhig erzählt, enthält aber trotzdem einen feinen versteckten Humor, der lange nachklingt. Durch die kurz gehaltenen Sätze und die recht einfache Wortwahl passt die Einordnung als Kinderbuch aber auch sehr gut. Fazit: Ich empfand das Buch als sehr angenehmen Wohlfühlroman, der mich an meine eigenen Kindheitserlebnisse auf dem Land erinnert hat. Ich würd jedem eine solche Freundschaft wie die von Bell und Harry wünschen.
Stadt- oder Landmensch
von cabotcove - 14.07.2019
Stadt- oder Landmensch ? Es gibt ihn tatsächlich: diesen kleinen, feinen Unterschied zwischen Stadt- und Landmenschen... Einige Menschen können ja nicht in der Stadt leben, weil es ihnen einfach zu laut und schmutzig erscheint. Wieder anderen ist es auf dem Land viel zu langweilig, wenn nicht die nächste Shopping-Gelegenheit um die Ecke ist... 192 Seiten sind schnell gelesen für einen Viel- und Schnellleser wie mich, doch möchte ich empfehlen, sich für dieses Buch Zeit zu nehmen, damit es auch richtig wirken kann, denn es wurde nicht umsonst dem Genre "Literatur" zugeordnet. Es ist ein wunderschönes Buch über Menschen und ihr Zusammenleben, ein interessanter Einblick in verschiedene Familien. Ein Buch über Freundschaft, so schön erzählt, voller Humor und Weisheit.
Hollowland
von Pedi - 08.07.2019
In Bell und Harry erzählt die bei uns erst sehr spät mit ihrer Old-Filth-Trilogie bekanntgewordene Jane Gardam über das Landleben in North Yorshire und zwei Jungen, die sich dort kennenlernen. Die neun Geschichten sind chronologisch angeordnet, aber nur lose miteinander verbunden. In der ersten erzählt der achtjährige Dorfjunge Bell selbst von seiner Begegnung mit dem etwas jüngeren Stadtkind Harry. Bis auf die letzte, sind danach alle in der personalen Perspektive erzählt. Sie erzählen in unregelmäßigen Zeitsprüngen von einem Angelausflug im strömenden Regen, einer beinahe schief gegangenen Expedition in einen unterirdischen Stollen und einem Fahrrad-Eis-Ausflug, von der Eier-Hexe und ihrer alten Mutter und wie Jimmy Meccer auf dem Pferdemarkt in Appleby unerwartet reich wurde. Am Ende sind die Jungen im Teenageralter, bevor die letzte Geschichte einen großen Sprung in die Zukunft macht. Diese letzte Geschichte hat mich nicht überzeugt. Sie spielt im Jahr 1990, bei Veröffentlichung des Buches 1981 also Zukunft. Alle anderen Geschichten sind sehr schön erzählt, freundlich, und doch mit dem Gardam typischen britischen Humor. Deshalb eine Empfehlung!
Ferien in Yorkshire
von Klaraelisa - 07.07.2019
Im Mittelpunkt von Jane Gardams Roman "Bell und Harry" steht die Freundschaft zwischen zwei Jungen. Bell Teesdale und Harry Bateman werden als Kinder Freunde, seit die Batemans aus London Jahr für Jahr im ländlichen Yorkshire ein Bauernhaus mieten. Anfangs sind die Gegensätze zwischen den Städtern und den Bauern und Schafzüchtern aus der Region groß, aber allmählich werden nicht nur die Kinder Freunde. Die Jungen erleben zum Teil gefährliche Abenteuer, z. B. in einer still gelegten Silbermine oder im eisigen Schneesturm bei einem Fahrradausflug. Wer die Faszination dieser Landschaft mit ihren Sagen und Bräuchen und der langen Geschichte von Invasoren erfahren hat, kommt immer wieder zurück oder bleibt wie Poppet, Tochter einer namenlosen prominenten Londonerin, die hier als 11jährige einige Tage verbringt, danach immer wieder zurückkehrt und schon beim ersten Treffen beschließt, sechs Jahre später Harry Teesdale zu heiraten und für immer zu bleiben. Die Autorin reiht neun Geschichten um die beiden Familien und andere Dorfbewohner aneinander. Sie decken einen Zeitraum von fast 30 Jahren ab und zeigen Bell und Harry auch im Erwachsenenalter. Gardams im Original unter dem Titel "The Hollow Land" bereits 1981 veröffentlichtes Buch wurde mit dem Whitbread Book Award in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet, wendet sich aber inzwischen an Leser jeden Alters. Das Buch ist humorvoll und mit großer Wärme geschrieben und zeigt, wie tief die Menschen in ihrer Heimat verwurzelt sind und das schon seit Generationen. "Bell und Harry" macht alle Fans von Gardams berühmter Trilogie um den Richter Edward Feathers mit dem lohnenden Frühwerk der Autorin bekannt. Ein schönes kleines Buch.
Eine Freundschaft fürs Leben
von Gisel - 07.07.2019
Die Londoner Familie Bateman hat sich für den Sommer auf einer Farm in Yorkshire eingemietet. Es ist der Beginn einer Freundschaft zwischen den Jungen Bell und Harry, zwischen den beiden Familien Teesdale und Bateman. Sommer für Sommer wird diese Freundschaft erneuert und vertieft, auch wenn die Unterschiede zwischen den Stadtmenschen und den Landmenschen zunächst viel zu groß erschienen. Die Autorin Jane Gardam beschreibt in diesem Buch die Sommerfreuden zweier Jungen, die die Basis für eine Freundschaft fürs Leben entstehen lassen. Im Mittelpunkt stehen das Landleben mit seinen manchmal etwas kauzigen Bewohnern, aber auch der Zusammenhalt der Menschen, die füreinander einstehen. Wie Anekdoten reihen sich die Erzählungen aneinander und bilden eine einzigartige Geschichte voller sprachlicher Eleganz. Dieses besondere Buch über eine Freundschaft fürs Leben strahlt einen besonderen Charme aus, deswegen möchte ich es sehr gerne weiter empfehlen.
Eine Freundschaft fürs Leben
von Gisel - 07.07.2019
Die Londoner Familie Bateman hat sich für den Sommer auf einer Farm in Yorkshire eingemietet. Es ist der Beginn einer Freundschaft zwischen den Jungen Bell und Harry, zwischen den beiden Familien Teesdale und Bateman. Sommer für Sommer wird diese Freundschaft erneuert und vertieft, auch wenn die Unterschiede zwischen den Stadtmenschen und den Landmenschen zunächst viel zu groß erschienen. Die Autorin Jane Gardam beschreibt in diesem Buch die Sommerfreuden zweier Jungen, die die Basis für eine Freundschaft fürs Leben entstehen lassen. Im Mittelpunkt stehen das Landleben mit seinen manchmal etwas kauzigen Bewohnern, aber auch der Zusammenhalt der Menschen, die füreinander einstehen. Wie Anekdoten reihen sich die Erzählungen aneinander und bilden eine einzigartige Geschichte voller sprachlicher Eleganz. Dieses besondere Buch über eine Freundschaft fürs Leben strahlt einen besonderen Charme aus, deswegen möchte ich es sehr gerne weiter empfehlen.
Kinderglück auf Light Trees
von Emmmbeee - 25.06.2019
Es ist sehr zu bedauern, dass die Bücher von Jane Gardam erst so spät ins Deutsche übersetzt worden sind. 38 Jahre mussten vergehen, bis auch wir in den Genuss von Bell und Harry (und ihren anderen ganz besonderen Büchern) gekommen sind. Es ist die Geschichte einer Kindheit auf dem Land, irgendwo in Grossbritannien. Die Londoner Familie Bateman hat ein heruntergekommenes Bauernhaus in der Einöde gepachtet und wird anfangs mit etwas Distanz von ihren Wirten, dem Ehepaar Teesdale, betrachtet. Eines Nachts, als der kleine Bell pflichtbewusst das Weidegatter kontrolliert, wird er vom schlaflosen Harry beobachtet. Eine innige Bubenfreundschaft beginnt, die regelmässig zu Ferienzeiten ihre Fortsetzung findet. Einerseits führen die beiden teils waghalsige Unternehmungen durch, andrerseits haben sie selbst als Erwachsene das Staunen über Naturschönheiten nicht verlernt. Sie zweifeln auch nach Jahren keineswegs an der Existenz von Geistern und Feen - aber das tut der Schornsteinfeger Kendal auch nicht. Jane Gardam hat einen poetischen Blumenstrauss gebunden aus beinah märchenhaften Geschichten, kleinen Weisheiten, kostbaren Kindererlebnissen und Bubenseligkeit, garniert mit anschaulich dargebotenen Naturschilderungen. Schon, wie sie die Kristallwelten der Eiszapfen beschreibt, ist ein einziger Genuss. Die einfache Sprache (hervorragend übersetzt von Isabel Bogdan) mit kurzen Sätzen wirkt fast so, als sei der Roman für Kinder geschrieben. Doch die immer wieder eingestreuten Humorbeilagen benötigen die Denkweise von Erwachsenen. Ich habe immer wieder hell aufgelacht und empfehle das schmale Bändchen auch all jenen, die sich nicht oft an ein umfangreicheres Werk wagen.
Diese Story ist eine tolle Ferienlektüre
von sommerlese - 25.06.2019
Jane Gardams Buch The Hollow Land wurde bereits 1981 veröffentlicht und mit dem Whitbread Book Award in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung Bell und Harry durch Isabel Bogdan erscheint im Hanser BerlinVerlag. Jedes Jahr im Sommer entflieht Harry Batemans Familie dem hektischen Großstadtleben in London und macht Urlaub in Yorkshire im alten Farmhaus der Familie Teesdale. Die Eltern entspannen sich und die Kinder erleben eine Welt voller ländlicher Eindrücke. Zwischen Großstädtern und Landbewohnern prallen unterschiedliche Weltbilder aufeinander, aber Harry freundet sich mit dem achtjährigen Bell Teesdale an. Sie erleben gemeinsame Abenteuer und die Freundschaft lebt jedes Jahr in den Ferien wieder auf. Was wollen die denn mit ner Farm? Die sitzen da nur drin rum. Die machen gar nichts. Sie ruhen sich aus , sagte mein Grandad, Die nehmen die Häuser zum Ausruhen von London. Zitat Seite 8 In Bell und Harry geht es um die Freundschaft zweier Jungen in den Ferien auf dem Land. Bell ist eines Farmers und Schafzüchters im "Hollow Land", dem hohlen Land. Diesen Namen trägt es, weil die Gegend von unterirdischen alten Bergwerksstollen durchzogen ist. Harry ist der Sohn eines Journalisten aus London. Beide erklären sich gegenseitig ihre Welt, aber in erster Linie erleben sie spannende Abenteuer und herrliche Ferien auf dem Land. Zwischen den Städtern und den Bauern herrscht anfangs noch eine Kluft aus Gegensätzen, die auf Unkenntnis beruht. Die Batemans suchen Ruhe vom Lärm der Großstadt, doch die Heuernte steht gerade an und muss vor dem nächsten Regen unbedingt erledigt werden. Die erholsame Ruhe ist dadurch natürlich gestört. Bell und Harry stört das nicht, sie freunden sich als Kinder schnell an und auch die Erwachsenen kommen sich näher. Die Jahre vergehen und es gehört einfach zum Leben dazu, dass die Batemans jeden Sommer wiederkehren. Die schönste Zeit im Jahr für die Jungen, denn sie hecken alles mögliche aus und erleben tolle Abenteuer. Inhaltlich sind die neun Geschichten chronologisch geordnet, sie sind allerdings nur lose wie besondere Episoden aneinander gereiht. Man begleitet die Jungen bei ihren kindlichen Abenteuern bis ins Teenageralter, und der besondere Charme zeigt sich in jedem Alter auf seine Weise. Mal erlebt man reine Feriengefühle, mal Abenteuer und es zeigen sich immer wieder ernste Dinge des Lebens, denn das Landleben ist nicht friedlich, es bedeutet harte Arbeit und ist anstrengend. Die Autorin beschreibt ihre Charaktere recht warmherzig und heiter, sie lässt herrliche Bilder der Hochmoore, Weiden und Berge entstehen, in denen man schwelgen kann. Es wird deutlich, wie sehr die Menschen auf dem Land schon über Generationen mit ihrer Heimat verwurzelt sind. Jane Gardam schreibt wunderbar, sie erweckt spezielle und eigensinnige Figuren zum Leben, mit denen man sich als Leserin sofort anfreundet. Der Großvater mit seinen Geschichten und seiner Sense, die Eier-Hexe und ihre Mutter, die im Bett lebt und andere Figuren sorgen für heitere Wohlfühlstimmung. Als ich das Buch gelesen habe, wurde ich an meine eigene Kindheit erinnert, an Sommer, Landleben und unbekümmerte Freiheit in den großen Ferien mit Freunden und Großeltern. Ich konnte mich richtig in die Geschichten fallen lassen. Ich habe die Welt aus Kinderaugen gesehen Bells und Harrys Ausflüge im strömenden Regen, die waghalsige Exkursion in den unterirdischen Stollen und das Treffen mit der Eier-Hexe sehr genossen. Während mir die ersten acht Geschichten mit ihrer Leichtigkeit gut gefallen haben, brachte die letzte eine Änderung im Erzählstil mit sich. Mit diesem Wechsel in der Tonart könnte man auch den Zeitsprung erklären. Dennoch hat gerade dieser Teil das Buch zu einem angenehmen Abschluss gebracht. Diese heitere, in leisen Tönen erzählte Story sorgt für ein Abtauchen in Kindheitserinnerungen an die Sommerferien auf dem Land und vermittelt eine Wohlfühlstimmung.
die Leichtigkeit des hohen Landes
von Stefany Pham - 25.06.2019
Diese Serie von miteinander verbundenen kurzen Geschichten die die Freundschaft zweier Jungen erzählt, die in unterschiedlichen Umfeldern aufgewachsen sind und dennoch eine innige Verbindung pflegen, wird von Gardam wundervoll porträtiert, mit einer solchen Zuneigung und Fertigkeit für die Charaktere welche uns schnell mit ins hohle Land nehmen und mitfühlen lassen. Bell und Harrys Freundschaft verbindet Abenteuer, Erzählungen von Geistern und Legenden, die Freude draußen zu sein und das Land, auf dem Bell aufwächst und Harry jeden Sommer über Jahre immer wieder besucht. Gardams Beschreibungen der moorigen Landschaft, der Gewässer und Minen scheinen wie magisch zu sein. Sowohl Erwachsene als auch Kinder, und lokale Exzentriker wurden hervorragend und glaubhaft dargestellt. Sie sind lebendig, humorvoll und absolut charmant. Nicht nur die Freundschaft der beiden Jungen bringt sie jedes Jahr wieder zusammen. Beide Familien erleben soziale und kulturelle Veränderungen, und trotz des Komforts neuer Technologien hält ihre Liebe zum hohlen Land sie am Boden. Ein wundervolles Buch um den Trubel und die Hektik des Alltags zu entschwinden und in die ruhige Natur einzutauchen, die Gardam mit einer Präzision fürs Detail malt, und einem Ton von Frische und Witz wiedergibt.
Die Zeit, die so wichtig ist
von a.n. - 24.06.2019
Eine Kindheit, die man sich vielleicht selbst gewünscht hätte. Die Jungen Bell und Harry machen das beste daraus, unterstützt von ihren Familien. Eine tiefe Freundschaft beginnt, sie wächst und hält vielleicht bin ins Erwachsenenalter an. Heranreifen, gemeinsam erleben, sich verstehen. Und das, obwohl sie aus ganz verschiedenen Sphären aufeinander getroffen sind. Eine Wonne, dies zu lesen. Harmonie, Ruhe, Einigkeit. Keine Action und dennoch so ereignisreich und eindrucksvoll. Bewegung ist auch im Inneren der Hauptpersonen. Ein zielgerichteter warmer Sommerwind, der den Leser trägt und erfrischt. Eine Inspiration. Einfach Kind sein dürfen, die Freiheit erleben; aber mit Sinn und Verstand. Sich selbst erinnern, seinen eigenen Kindern Möglichkeiten geben jenseits von Handyspielen und der neuesten Mode. Schmunzeln, denken, schwelgen, mitfiebern - alles ist erlaubt und sehr willkommen. Aufmerksames Lesen erleichtert das Hineinkommen in die Handlung und der etappenhaften Erzählweise. Für den einen werden diese empfundene Langsamkeit im Erzählen und Erleben, die sich wiederholenden Sommerabenteuer vielleicht langweilig vorkommen. Doch vielleicht ist genau dies ein Ritual als Voraussetzung für Beständigkeit; eben die Zeit, die wichtig ist und die sich heute kaum mehr jemand nimmt oder einem gestattet wird. Plätschernd, mit wohl platzierten Untiefen. Ein wenig aus dem Hier und Heute gefallen scheint die Geschichte der Jungen tatsächlich. Doch gerade das macht dieses Buch lesenswert. Das Bild von einer schönen heilen Welt wird gezeichnet. Nicht Weltfremdheit gleichzusetzen. Es bringt ein gedankliches Idyll zum Vorschein. Rückblicke, Vergangenheit, die Gegenwart beeinflusst. Und die große Frage, ob diese Freundschaft auch wirklich halten wird, egal, was noch kommt, sorgt dafür, dass man das Buch einfach bis zu Ende lesen muss. Vorhersehbar ist dies nämlich nicht.
Das Leben auf dem Land
von Lea - 21.06.2019
"Bell und Harry" hat mir gut gefallen. Die Beschreibungen dieses Fleckchens Erde, der besonderen Charaktere harmonieren gut zu einer gesamten Geschichte. Dafür vergebe ich vier Sterne. Harry und seine Familie kommen aus London in den Ferien aufs Land nach Yorkshire. Dort pachten sie ein Haus von Bell und seiner Familie. Schnell freunden sich die beiden Jungen miteinander an und erleben auch das ein oder andere verrückte Abenteuer. In verschiedenen Kapiteln wird die Entwicklung der beiden Jungen bis in das Erwachsenenalter geschildert. Natürlich muss man berücksichtigen, dass man es hier nicht mit einem Kinder- oder Abenteuerbuch zu tun hat, sondern mit einem literarischen Text. Viele Sachen werden nur angedeutet, oder es werden ganz andere Sachen beschrieben, als erwartet. Aber genau das fand ich so erfrischend an diesem Buch. Der Schreibstil war dabei sehr interessant, ist oft zwischen Stilmitteln, wie abgehackten Sätzen, Dialogen oder anderen Sachen, hin und her gewechselt. Das bringt Abwechslung. Deswegen lässt sich das Buch auch so gut und schnell lesen und man stockt nicht, wie ich das bei Literatur schon öfter hatte. Manchmal weicht der Text auch zu Geistergeschichten ab, das fand ich interessant mit eingebaut. Besonders gefallen hat mir auch, wie die Arbeiten auf dem Land beschrieben wurden. Man konnte so richtig in das Leben der Leute miteintauchen und alles hautnah miterleben. Die beiden Hauptcharaktere sind sehr nett zu verfolgen, aber fast stehlen ihnen die skurrilen Dorfbewohner die Show, wie zum Beispiel die Eierhexe. Es war immer interessant, wenn solch eine Person aufgetaucht ist, vor allem, weil es einfach so gut zu dieser ländlichen Szenerie gepasst hat. Das konnte man sich sehr bildlich vorstellen. Ich habe die Lektüre insgesamt wirklich sehr genossen und empfehle das Buch gerne weiter.
Sommer der Kindheit
von simi159 - 21.06.2019
Familie Bateman verbringt ihre Feriensommer auf dem Land. Um dem hektischen London zu entfliehen geht es nach Yorkshire. Entspannung für die Eltern und für den jüngsten Sohn, eine Welt voller ländlicher Abenteuer. Diese erlebt er Jahr um Jahr mit Bell, dem Sohn des Vermieters. Da treffen unterschiedlichste Welten, Ansichten und Erleben aufeinander. Fazit: Schade, schade, schade.nach den ersten Kapiteln mit den Erlebnissen von Bell und Harry hatte ich mich auf dieses Buch mit seiner ruhigen, dahin plätschernden Erzählweise gefreut, doch leider passiert nicht wirklich etwas. Kapitel um Kapitel hängt man als Leser in dieser langsamen Zeitschleife, der immer wieder kehrenden Sommer auf dem Land. Die Jungs werden älter, doch wirklich entwicklen tun sie sich nicht. Auch gibt es wenig Tempo und Spannung, das ist wirklich Schade. Denn die Sprache der Autorin, Jane Graham, läßt so tolle entspannte Bilder im Kopf entstehen, man riecht förmlich den Wald, die Felder die Erde, das war auch das was mich bei dieses dünne Buch zu Ende lesen lies. Die Charaktere passen zu dieser Art Geschichte/Erzählung, wirken auch authentisch und sympathisch. Doch für mehr als drei Sterne reicht das nicht.
Eine Schriftstellerin mit einem begnadeten Gefühl für Sprache!
von lesebiene - 20.06.2019
Meine Meinung zum Buch: Das Buch Bell und Harry erzählt viele kleine Geschichte rundum das Leben von unseren Protagonisten Bell und Harry und einzeln widergespiegelten Erzählungen, die die unterschiedlichsten Emotionen im Leser hervorrufen. Mal sind diese Erzählungen anrührend und tiefgründig und rufen genau diese Emotionalität im Leser hervor, man beginnt über die einzelnen Sequenzen nachzudenken, wird zum Teil auch wehmütig, aber es gibt auch die Szenen, die mit sehr feinem, intelligenten und sprachwitzigen Humor versehen sind, sodass es im Leser, dass ein oder andere Schmunzeln bewegt. Besonders der Schreibstil der Schriftstellerin konnte mich sehr von sich überzeugen und überraschen, denn dieser ist zu jeder Zeit durchdacht und zeugt von einem großen Gefühl für Sprache und Intelligenz der Schriftstellerin. Mein Fazit: Eine ungemein talentierte Autorin, die ich weiterhin im Augen behalten werde, da mich ihr schriftstellerisches Können bis zum letzten Satz überzeugen konnte!
Ländliche Idylle und ein schriftstellerischer Schatz
von Sarahliest - 20.06.2019
Jane Gardam ist eine fabelhafte Schriftstellerin, die mit ihrem Schreibstil nicht nur die eigensinnigen und oftmals sehr speziellen Charaktere zum Leben erweckt, sondern auch den Leser sofort in die Welt der Geschichte hineinversetzt. Wenn ich ein Buch von Gardam lese, habe ich das Gefühl etwas Bedeutendes zu tun. In Bell und Harry dreht es sich um das Hohle Land - so lautet auch der englische Originaltitel The Hollow Land, der meines Erachtens so viel besser zu der Geschichte passt. Es geht um das ländliche Leben in England und um zwei Jungen und deren Familien, die einen langjährige Bewohner des Hohlen Landes, die anderen Städter, die gerade erst her gezogen waren. Die einzelnen Kapitel des Buches tragen jeweils eigene Überschriften und könnten auch als Kurzgeschichten durchgehen. Jedoch bauen sie auch in gewisser Weise auf einander auf. Faszinierend ist, dass man bei Gardams Geschichten selten etwas voraus ahnt und sich öfters fragt, warum dies oder jenes geschieht und wie ein simpler Fahrradausflug von zwei Jungs so interessant und tiefgehend sein kann. In der Geschichte geht es um alltägliche Dinge, die den Leser trotzdem in den Bann ziehen. Ich kann Bell und Harry sowie auch andere Werke von Jane Gardam nur weiterempfehlen. Sie erschafft mit ihren Geschichten etwas, dass nicht viele Autoren können!
Freundschaft
von Andreas Rahe - 14.06.2019
Ich habe von dieser Autorin noch kein Buch gelesen und war überrascht,wie schön sich dieses Buch lesen lies. Zwei Familien , die sich anfreunden, obwohl sie sehr unterschiedlich sind und vor allen die beiden Jungen verleben sehr viel Zeit miteinander und knüpfen eine Freundschaft fürs Leben.Dies ist schön zu lesen, der Lesestil ist sehr angenehm , die Figuren sehr gut beschrieben, sodass man sich gut in die Figuren hinein verdenken kann. Die Handlung ist jetzt nicht besonders spektakulär und spannend,sondern eine Geschichte, die manchmal auch ein bisschen vor sich hinplätschert.Es ist auch wohl ein älteres Werk dieser Autorin, wie es wohl oft geschieht, wenn der Autor erfolgreich ist, werden auch ältere Werke wieder aufgelegt.
Urlaubslektüre
von Rabentochter - 12.06.2019
Bell und Harry lernen sich in den Ferien kennen und begründen eine Freundschaft, die ein Leben lang hält. Nicht nur aufgrund der schlanken Seitenzahl (nicht mal 200 Seiten) ist dieses Buch es wert mit in den Urlaub genommen zu werden. Die Atmosphäre, die über den Buchdeckel schwappt entführt den Leser sofort nach Nordengland. Das raue Leben dort erscheint doch überraschend leicht auf seien schnörkellose Art und Weise. Der Clou bei diesem Roman liegt in dem, was nicht gesagt wird. Zwischen den Zeilen zeigt sich das Zwischenmenschliche: all die ungeschriebenen Worte und Gesten, die eine Londoner Familie in eine eingeschworene nordenglische Gemeinde hineinwachsen lässt. Die großen und kleinen Erlebnisse von Bell und Harry lassen mich an all die Abenteuerromane denken, die ich als Kind so liebte, nur dass sie hier in einer Romanversion für Erwachsene erzählt werden. Weglegen konnte ich das Buch dennoch nur schwer. Es fesselt auf schlichte und natürliche, ja sehr angenehme Weise, wodurch es zum perfekten Buch für ein freies Wochenende oder einen Kurzurlaub wird. Urlaub für den Kopf und eine kurze Reise nach Nordengland erwarten einen zwischen den Seiten und machen das Buch unvergleichlich schön. Fazit: Das ideale Buch für die Ferien!
Freunde fürs Leben
von liesmal - 02.06.2019
Es ist, als käme man in eine andere Welt, wenn man aus der großen und lauten Stadt London aufs Land nach Yorkshire kommt. Das erleben die Batemans, die zunächst einen Sommer in Light Trees, einem alten Farmhaus, verbringen wollen in der Hoffnung, dort Ruhe und Entspannung zu finden. So lernen sich Bell, dessen Grandad Hewitson den Batemans die Farm verpachtet, und Harry, der Sohn der Batemans kennen. Zunächst sieht es so aus, als ob die Batemans sofort wieder ihre Koffer packen und zurück nach London wollten, doch dann werden aus dem einen Sommer viele Jahre, in denen sie auf Light Trees ihre Ferien verbringen. So unterschiedlich das Leben von Bell und Harry bisher auch verlaufen sein mag, hier in Yorkshire beginnt eine Freundschaft der beiden Jungen, die viele Abenteuer bestehen, die mal weniger, mal mehr gefährlich sind. Mit jedem Sommer wird die Freundschaft stärker und fester. Viele kurze abenteuerliche Geschichten werden in diesem Buch zu einem großartigen Gesamtwerk zusammengefasst. Ein außergewöhnlicher Schreibstil einer besonderen Autorin, der mir als Leser die naturbelassene Schönheit einer Gegend sehr nahe bringt - mit all ihren einzigartigen Menschen, mit ihren Eigenarten, die mal schroff und mal herzlich sind, mit ihrem Leben und Wirken auf dem Land, mit ihren Mythen und Legenden, die spannend, gruselig oder auch lustig sind. Ein Buch mit einem ganz besonderen Charme und auf eine gewisse Art anders als alles, was ich bisher gelesen habe.
Urlaub auf dem Land
von Curin - 02.06.2019
Im ländlichen Yorkshire lebt der Junge Bell Teesdale mit seiner Familie auf einer Farm. Eines Sommers lernt er den Sohn der Urlaubsgäste seiner Eltern kennen und freundet sich mit dem etwas jüngerem Harry an. Beide erleben eine tolle Zeit mit einigen witzigen, aber auch gefährlichen Episoden... . Auch in diesem Roman schafft es die Autorin Jane Gardam, den Leser mit nach England zu nehmen und mit einigen skurrile Situationen zum Schmunzeln zu bringen. Ebenso wird in der Handlung der Kontrast von Stadt- und Landmenschen hervorgehoben und gezeigt, welche Vorurteile es gibt und wie diese auch überwunden werden können. Bell ist in der Geschichte der typische Farmersohn, der schon verantwortungsvolle Aufgaben auf dem Hof übernehmen muss und sich des Nachts sorgt, ob das Viehtor auch wirklich geschlossen ist. Er nimmt den Part des mutigen Jungen in der Freundschaft mit Harry ein, der sich allerdings auch während des Urlaubs weiterzuentwickeln scheint. Am Anfang der Handlung ist Harry eher das brave Stadtkind, doch in einigen ziemlich merkwürdigen und skurrilen Situationen und Begegnungen unter anderem mit der ,,Eierhexe verändert er sich und zeigt auch, dass er ein rebellisches Kind sein kann. Wenn man diesen Roman liest, kann mich sich herrlich entspannen und bis auf einige wenige Stellen ist das Buch auch wirklich nicht langatmig. Wie immer schreibt Jane Gardam flüssig und mit einer Art trockenem, aber dafür umso schwärzerem Humor. Wer solche Geschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Insgesamt hat mir ,,Bell und Harry sehr gut gefallen und ich empfehle diesen Roman hier sehr gerne weiter.
Eine britische Milieustudie
von Sabine Mach - 02.06.2019
Die Londoner Familie Bateman verbringt jeden ihrer Sommer in Yorkshire im alten Farmhaus der Familie Teesdale. Bell Teesdale, der achtjährige Sohn, und Harry Bateman, elf, fangen an sich anzufreunden. Und jedes gemeinsame Abenteuer bringt die beiden näher zueinander. Als Kind war ich ganz begeistert von den Gaylord-Geschichten von Eric Malpass. Jane Gardams Bell und Harry hat die Erinnerung daran, in mir wieder hervorgeholt. Schon damals mochte ich, ohne dass ich es benennen konnte, diesen unvergleichlichen, trockenen, britischen Humor, dieses Gefühl der Weite und Freiheit, von Sommer und Sorglosigkeit. Genau das finde ich auch in diesem Buch. Leise und herrlich unaufgeregt plätschert die Geschichte dahin, es passiert wenig. Es fühlt sich an, wie der Sommer, als man noch Kind war. Der Duft von Heu, das Summen der Insekten, der unnachahmliche Geruch einer nassen Straße. Man alle Zeit der Welt hat, keine Sorgen, keine Ängste. Diese Unbeschwertheit konserviert die Autorin in ihren Büchern und auch hier möchte man mit den Protagonisten auf Entdeckungsreise gehen, um noch einmal diese Zeit zu erleben und zu fühlen, wie es war, einfach nur frei zu sein. Schade, dass der Roman so kurz ist. Ich hätte noch ewig so weiter lesen können.
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