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Lebenserschreibung

Veröffentlichte und nachgelassene autobiographische Schriften.
Buch (gebunden)
"Wenn ich nichts mehr zu leben habe, schreib' ich mein Leben." Schon mit den Formen seines Namens, "Jean Paul", "Richter", spielt er seine Metamorphosen durch, und erst recht mit seinen fiktiven Figuren. Dieses Buch versammelt wichtige autobiographis … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Lebenserschreibung
Autor/en: Jean Paul, Thomas Meißner

ISBN: 3446205535
EAN: 9783446205536
Veröffentlichte und nachgelassene autobiographische Schriften.
Herausgegeben von Helmut Pfotenhauer, Thomas Meißner
Hanser, Carl GmbH + Co.

9. August 2004 - gebunden - 480 Seiten

Beschreibung

"Wenn ich nichts mehr zu leben habe, schreib' ich mein Leben." Schon mit den Formen seines Namens, "Jean Paul", "Richter", spielt er seine Metamorphosen durch, und erst recht mit seinen fiktiven Figuren. Dieses Buch versammelt wichtige autobiographische Texte und unveröffentlichte Notizen aus dem Nachlass des immer noch unbekannten Klassikers.

Portrait

Jean Paul (d. i. Johann Paul Friedrich Richter), 21.3.1763 Wunsiedel (Fichtelgebirge)-14.11.1825 Bayreuth. Der aus einer armen Pastoren- und Lehrerfamilie stammende J. P. wuchs in beengten, dürftigen Verhältnissen in oberfränkischen Dörfern auf, besuchte 1779-80 das Gymnasium in Hof und studierte von 1781 an Theologie in Leipzig, ohne allerdings je die Absicht zu haben, Pfarrer zu werden. 1784 kehrte er auf der Flucht vor seinen Leipziger Gläubigern nach Hof zurück. Hier lebte er zunächst bei seiner Mutter, bis er von 1787-94 als Haus- und Privatlehrer in Oberfranken seinen Lebensunterhalt verdienen konnte. Der mit dem Erfolg des 'Hesperus' plötzlich einsetzende Ruhm brachte ihm, neben enthusiastischen Briefen von Verehrern und v. a. Verehrerinnen, 1796 eine Einladung nach Weimar, wo er sich mit Charlotte v. Kalb, dem Ehepaar Herder und C. M. Wieland anfreundete. Nach dem Tod seiner Mutter zog er 1797 nach Leipzig, wohnte dann 1798-1800 in Weimar. 1800-01 lebte er in Berlin und heiratete Karoline Mayer (1777-1860) - und keine von den adeligen Damen, die ihn umwarben. Über Meiningen (1801-02) und Coburg (1803-04) kehrte er in seine fränkische Heimat zurück, ließ sich im August 1804 in Bayreuth nieder und blieb hier bis zu seinem Tod.

Leseprobe

[-] nicht blos die Ausmalung iugendlicher, sondern überhaupt aller vergangenen Freuden verdanke ich meiner Phantasie. An die Vergangenheit verschwendet sie alle ihre Kunst und karg gegen die Gegenwart, verschönert sie diese blos durch die Verschönerung iener. Alle meine Zustände borgen von der Entfernung ihren Reiz, und blos ihre Unerreichbarkeit stimt meine Wünsche für sie. [1]
Den 30 Jenner.
An mir mach' ich die meisten Bemerkungen; und ich kenne vielleicht die Menschen nicht, aber ich kenne doch mich. - [2]
Feine Laune (die yorikische) scheint dem ungebildeten Geschmak wizelnd und läppisch und gezwungen; gezwungene, läppische und wizelnde fein.[3]
Eine Digression ist bei dem 2ten Durchlesen nicht mehr beschwerlich; daher sie guten Büchern nicht schadet.[4]
Der Mensch kömt alzeit in Verlegenheit, wenn er et-was von vorn erzählen oder eine Geschichte anfangen sol.[5]
[ ... ]
15. Nov. Wichtigste[r] Abend meines Lebens: denn ich empfand den Gedanken des Todes, daß es schlechterdings kein Unterschied ist ob ich morgen oder in 30 Jahren sterbe, daß alle Plane und alles mir davonschwindet und daß ich die armen Menschen lieben sol, die sobald mit ihrem Bisgen Leben niedersinken - der Gedanke gieng bis zur Gleichgültigkeit an allen Geschäften.[1]
1791
Jenner
9. sie [die Mutter] ist krank - mein Schaudern vor der Vernichtung des Ichs.[2]
Den 22. März
Ich wolte eine Lüge und 21. März schreiben, weil gestern mein Geburtstag und zugleich der von vielen Entschlüssen und Besserungen war.
[-]
Mein Gefühl der Sterblichkeit dauert fort, ieder Tag fliegt mir wie ein fallender Körper immer schneller nieder (fallende Körper und Leben im Alter schnel-
ler) -
[-]
Vorsaz: allemal nach dem Aufstehen wil ich den vorigen Tag silhouettieren.
Der Frühling und mein Leben fiengen mit einander an und der gütige Schöpfer wolte, daß sie noch mehrere Aehnlichkeiten hatten.[3]


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