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Der Freund der Toten

von Jess Kidd
Roman. Originaltitel: Himself. Gebunden mit Lesebändchen und farbigem Vorsatz.
Buch (gebunden)
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Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Der Freund der Toten
Autor/en: Jess Kidd

ISBN: 3832198369
EAN: 9783832198367
Roman.
Originaltitel: Himself.
Gebunden mit Lesebändchen und farbigem Vorsatz.
Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
DuMont Buchverlag GmbH

19. Mai 2017 - gebunden - 380 Seiten

Beschreibung

Der charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony glaubte immer, seine Mutter habe ihn aus Desinteresse 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben. Sechsundzwanzig Jahre später erhält er einen Brief, der ein ganz anderes, ein brutales Licht auf die Geschichte seiner Mutter wirft. Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an. Mahony schürt Aufregung bei den Frauen, Neugierde bei den Männern und Misstrauen bei den Frommen. Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Furchtlos, wie sie ist, macht die Alte nichts lieber, als in den Heimlichkeiten und Wunden anderer herumzustochern. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören ...

Portrait

Jess Kidd hat Creative Writing an der St. Mary's University in Twickenham studiert. Seit 2011 unterrichtet sie dieses Fach. Bei DuMont erschien 2017 ihr Debütroman >Der Freund der Toten<, der auf der Krimi-Bestenliste stand. Die Autorin lebt mit ihrer Tochter in West London.

Pressestimmen

"Die Autorin schlägt einen sehr besonderen Ton an, der fast märchenhaft anmutet. Unbedingt lesenswert."
Merle Wuttke, FLOW

"Man möchte sich verneigen vor Jess Kidd."
Susanne Mayer, DIE ZEIT

"Was für ein Buch! Jess Kidd gelingt es, in 'Der Freund der Toten' atemberaubend schreckliche und atemberaubend schöne Momente zu erschaffen."
Markus Brügge, WDR 5 Lesefrüchte

"So schräg, so witzig und so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. [...] Jess Kidd ist eine Sprachvirtuosin."
Petra Pluwatsch, KÖLNER STADT-ANZEIGER Bücher Magazin

"Ich habe jedenfalls noch nie einen Krimi gelesen, der Fantasy und Märchen, Dorfgeschichte, Comedy und Thriller derart gekonnt vermischt."
Jochen Vogt, WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

"[Jess Kidd] gelingt es mit ihrer eigenwilligen genre-Mischung auch sprachlich hervorragend, einen eigenen Stil zu etablieren."
Jörn Meyer, BUCHMARKT

"[...] wilden Western-Horror-Krimi-Mix so überzeugend geschrieben, dass der Roman einfach ein großer Spaß geworden ist."
Britta Bode, BERLINER MORGENPOST

"'The Sixth Sense' trifft 'Die Asche meiner Mutter' plus etwas Monty Python geht in die richtige Richtung, aber eigentlich hilft nur Selberlesen."
Meike Schnitzler, BRIGITTE

"'Der Freund der Toten' von der britischen Autorin Jess Kidd ist so witzig wie klug und berührt dabei sogar noch das Herz."
Saskia Stöcker, FREUNDIN

"Fantasievoll, mutig, witzig, unterhaltsam, einfach ganz anders als der Rest: Hier geht ein heller Stern auf, der noch von sich reden machen wird."
Hendrik Heisterberg, GALORE

"Erschreckend unterhaltsam."
Sonja Hartl, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR Lesart

"Ein schaurig-schräger Totentanz!"
Janis Voss, EMOTION

"Ein wildromantischer Spaß mit einer Prise Tragik und Suchtfaktor: Man blättert immer wieder zurück, um ja keine Anspielung zu verpassen."
Vanessa Müller, HEILBRONNER STIMME

"Schön an dem Buch ist der bissige britische Humor, eine Mischung aus Boshaftigkeit und Liebreiz mit tragischem Unterton."
Anke Breitmaier, DARMSTAEDTER TAGBLATT

"Dieser magische Realismus - das Gegenteil eines Noir-Romans, obwohl es düster und auch mal brutal zugeht - ist Balsam für die Seele."
Joachim Schneider, BADISCHE ZEITUNG

"Jess Kidd erzählt in einer wunderbaren Sprache - großartig."
Jutta Günther, RADIO BREMEN

"Planen Sie am besten gleich ein Wochenende dafür ein!"
Sonja Bauli, LAVIVA

"Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es eine wunderbar gelungene Mischung aus Krimi, Schauergeschichte und Komödie ist."
Sabine Abel, BAYERISCHES FERNSEHEN

"Ein wunderschön geschriebener Roman mit herrlich skurrilen Figuren."
Renate Pinzke, HAMBURGER MORGENPOST

"Jess Kidd hat hier so etwas wie die irische Variante des lateinamerikanischen Magischen Realismus erfunden."
Günther Grosser, BERLINER ZEITUNG

"In dieser schaurig-schönen Atmosphäre entwickelt sich ein tragikomisches Spiel. Wunderbar!"
Jörn Pinnow, LITERATURKURIER

"Witzig-tragische Unterhaltung, die spannend bleibt, handwerklich gut gemacht ist und Freude beim Lesen bereitet."
Sophie Reyer, DIE PRESSE

"Ein sehr skurriler irischer Krimi, der ein wenig an Isabelle Allendes 'Geisterhaus' erinnert."
Britta Heidemann, WESTDEUTSCHE ZEITUNG

"Packendes Porträt einer irischen Dorfgemeinschaft und ihrer Lebenslügen"
Pia Pritzel, FÜR SIE

"Jess Kidds 'Der Freund der Toten' ist sowohl Krimi als auch Fantasy, vor allem aber eine gallige Provinzerkundung."
Thomas Klingenmaier, STUTTGARTER NACHRICHTEN

"Der Freund der Toten ist ein wahnsinnig sympathischer und packender Whodunnit, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde, und obendrein ein richtig schön aufgemachtes Buch, wie keinesfalls unerwähnt bleiben soll."
Christian Endres, TOR-ONLINE.DE

"Eine herrlich böse, mystisch angehauchte Geschichte, die zu lesen großen Spaß macht und die auch an Spannung nichts zu wünschen übrig lässt."
Susanne Mündel, AMEISBUCHECKE
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Sigrun Richter
Schräg, Phantasievoll und sehr unterhaltsam!
von Sigrun Richter - Hugendubel Buchhandlung Hannover Bahnhofstraße - 24.07.2017
Endlich mal ein etwas anderer Krimi! Mahony ist in einem Waisenhaus in Dublin aufgewachen, nicht immer auf der geraden Bahn geblieben und bekommt jetzt einen Hinweis auf seine Herkunft. So macht er sich auf in das kleine Dorf Mulderring, um etwas über seine Mutter zu erfahren. Bei seiner Suche trifft er nicht nur auf die exzentrische Mrs. Cauley, einen verschlagenen Pastor und andere schräge Dorfbewohner, sondern auch auf die Toten des Dorfes. Wer Geschichten mit viel schrägem Humor und Phantasie in Kombination mit einem guten Erzählstil mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es hat seinen Platz auf der Krimibestenliste im Juli wahrlich verdient!
Bewertungen unserer Kunden
Was geschah damals in Mulderrig ... ?
von Kaffeeelse - 29.08.2018
Im irischen Mulderrig sind Fremde nicht willkommen. Auch der sympathisch-abgerissene Mahony nicht, der obendrein etwas beunruhigend Vertrautes an sich hat. Dass er das mysteriöse Verschwinden seiner blutjungen Mutter vor mehr als 20 Jahren aufklären will, stimmt die Dorfbewohner nicht gerade freundlicher. Ganz im Gegenteil. Einzig die exzentrische und scharfzüngige alte Mrs Cauley unterstützt ihn tatkräftig - denn sie glaubt schon lange, dass jeder weiß, was wirklich geschah. (Klappentext) Die Art wie Jess Kidd hier erzählt hat etwas Herzerfrischendes. Da ist eine Prise eines beißenden Humors, der mir sehr gefallen hat. Die Art, wie sie die etwas verschrobenen Bewohner des Dorfes und ihre menschlichen Eigenheiten und auch Abgründe beschreibt, hat schon einen besonderen Charme. Und zeigt das sie die Eigenheiten solcher auf dem Land befindlichen in sich geschlossenen Gesellschaften gut zu zeichnen weiß. Und man darf auch nicht ver5gessen zu erwähnen, dass der Roman 1976 angesiedelt ist. Da waren noch etwas andere mediale Verbindungen zur Außenwelt etwas völlig Normales. Das ist etwas was man sich heutzutage kaum mehr vorzustellen vermag. Und auch das Charisma, das sie dem Haupthelden, dem Mann mit dem unwiderstehlichen Lächeln, verpasst, hat schon etwas Bezauberndes. Ich habe ihn gemocht diesen Mahony. Und gemocht habe ich auch die Art, wie Jess Kidd die weibliche Umgebung des Mahony zeichnet, hat mich erreicht, der Esprit der Damen Cauley und Doosey, und die Menschlichkeit von Róisín und Shauna. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, kommt das Magische. Mahony kann Tote sehen und mit ihnen kommunizieren. Dies empfand ich als interessant umgesetzt, ist aber meiner Meinung nach noch ausbaufähig. Aber das war ja ein Erstling der Autorin. Mal schauen. Auch erwähnenswert ist die Fähigkeit der Autorin die Natur zu zeichnen. Da kommt eine etwas blumige Art der Beschreibung zum Tragen, fast schon in einer betörenden und poetischen Art, die mir sehr gefallen hat. Und genauso auch Elemente des Phantastischen, die den gesamten Roman hervorheben aus dem ganzen Einerlei. Der Roman hat einen starken Sog und ist spannend geschrieben. Jess Kidd hat die Geschichte in zwei Erzählstränge gegliedert, einmal die Handlung 1976 und zweitens die Rückblicke in die Geschehnisse bis zu Orlas Tod. Eine geschickte Erzählweise, die ich hier auch wieder genießen konnte.
Absolute Leseempfehlung!
von Buchliese - 08.08.2017
Der Prolog führt den Leser ins Jahr 1950. Mahony, der 26 Jahre später aus einem ihm zugespielten Brief erfahren wird, wie sein wirklicher Name ist, ist gerade erst geboren, als seine Mutter brutal aus dem Leben geprügelt wird. 1976 sieht er seine Mutter auf einem Foto. Fast noch ein Kind, hält sie ihn behutsam auf dem Arm. Mahony macht sich mit Sack und Pack auf die Suche nach den Spuren seiner Herkunft. Entspannt macht er sich auf nach Mulderrig, um in Erfahrung zu bringen, warum er und seine Mutter getrennt wurden, und findet in Mrs Cauley rasch eine Verbündete. Die thront in der örtlichen Pension in einem Zimmer voller Bücher und Zeitschriften auf ihrem Bett, das sie nur mit Hilfe ihres Gehwägelchens verlassen kann. Alljährlich inszeniert die alte Dame das unkonventionelle Theaterspektakel im Dorf. Und wie sich das der gemeine Leser vorstellt, halten alle Dorfbewohner auch beinhart zusammen. Ein Verbrechen? In ihrem Dorf? Unmöglich! Aber nach und nach tauchen die Untoten auf, die für Mahony nach und nach die Schleier der Vergangenheit lüften. Jess Kidd erzählt von einem Mann, den man einfach mögen muss. Nach einem brutalen Einstieg in den Roman schlendert Mahony in die Geschichte und mit ihm bekommt "Der Freund der Toten" genau die Spur Leichtigkeit und Humor, die es braucht, um das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Im ersten Moment haben mich die Untoten etwas verschreckt. Ich mag es eigentlich nicht so gern lesen, bin aber für einen kleinen Sprung über meinen Lesegewohnheitsschatten mit einer großartigen Geschichte belohnt worden. Besonders sympathisch war mir die kleine Ida, die vor vielen Jahren starb und ihr Jojo noch heute vermisst. Und natürlich ist das kleine gelbe Ding eine Spur zu den damaligen Ereignissen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
Spannend, humorvoll, slurril!
von Buecherdanny - 24.07.2017
1976 erhält der in Dublin lebende, charmante Hippie Mahony einen Brief, der ihm Anlass gibt in sein Heimatdorf Mulderrig zurückzukehren. Mahony ist als Findelkind im Waisenhaus aufgewachsen. Bis jetzt hat er geglaubt, seine Mutter hätte ihn dort abgegeben, weil sie ihn nicht haben wollte. Doch im Brief, den er von einer Nonne erhalten hat ist ein Foto seiner Mutter und eine Botschaft, die ein ganz anderes Licht auf das Leben seiner Mutter Orla wirft. In seinem Geburtsort will Mahony das mysteriöse Verschwinden seiner Mutter aufklären. Zusammen mit der alten, ehemaligen Schauspielerin Mrs Cauley, fängt er an, in der Vergangenheit des Dorfes zu forschen. Mrs Cauley glaubt, dass Orla ermordet wurde. Das ungleiche Paar versucht alles, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen, doch die Einheimischen versuchen zu verhindern dass Mahony die Wahrheit erfährt. Aber Mahony bekommt Hilfe von einigen Lebenden und auch einigen Toten.... Mit seiner poetischen Sprache konnte mich das Buch schnell in seinen Bann ziehen. Die Charaktere sind ungewöhnlich, etwas schräg und die Story bietet eine Mischung aus Krimi, Märchen und Übersinnlichem und ist sehr abwechslungsreich und skurril. Auch der Humor kommt nicht zu kurz! Sogar die Charaktere der Toten, zu denen Mahony bei der Suche nach Orla immer wieder Kontakt hat, sind überzeugend und liebenswert beschrieben. Jess Kidd hat mit ihrer bildlichen Sprache wunderschöne Landschaftsbilder dargestellt. Mir hat es viel Spaß gemacht, die "Ermittlungen" des ungleichen Paares Mahony und Mrs Cauley zu verfolgen. Mrs Cauleys schräger Charakter hat mich oft schmunzeln lassen. Gut gefallen hat mir auch der Wechsel der Zeit zwischen 1950 und 1976. So konnte man Orlas Leben im Dorf genauso erleben wie Mahonys Zeit. Mir hat dieses außergewöhnliche Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter!
Skurrile Perfektion
von lesebiene - 07.07.2017
Ein großartiges Werk, mit einer so beeindruckenden und schönen Sprache/ Prosa, wie man sie nur selten zu lesen bekommt. Mit diesem Werk beweist Jess Kidd, welches sprachliche Können sie besitzt! Von teilweise unfassbarer Schönheit, in einer ruhigen und dennoch kraftvollen Sprache, setzt sie die Worte in beeindruckende Bilder um und dies in einer solch präzisen Form, dass selbst die trivialsten Geschehnisse Begeisterungsstürme im Leser auslösen, da es die Autorin auf unfassbare faszinierende Art versteht, mit seinem dichten einprägsamen Stil zu spielen.  Kidd setzt in diesem Werk zum Teil auf klassische Elemente.  Der Protagonist der Geschichte macht eine innere Entwicklung durch, die faszinierend zu beobachten ist, wie er seine Veränderung beobachtet, sie selbst Revue passieren lässt.  Jess Kidd spielt mit ihrem Lesern, sie gibt Andeutungen, sprachlich ausgefeilte Bilder, er schließt Brücken zum Ich des Lesers, wirft ihm kleinste Teile von gesellschaftlicher Kritik entgegen, doch das Urteil darüber oder die Interpretation seines Textes, überlässt sie dem Leser selbst.  Die Charaktere die die Autorin erschaffen hat, sind in authentischste, präzisester und einprägsamster Art und Weise gezeichnet. In einer Spirale der eigenen Vorstellungen und der Nichtigkeit dieser Vorstellungen und die gerade darin liegende Entwicklung des Protagonisten macht befangen, wütend und traurig zugleich. Doch vor allem lassen sich dadurch Parallelen auf unsere Zeit beziehen, die nachdenklich stimmen, lange nachhallen und den Leser auf intensivste Art befangen machen.  Gleichzeitig verfällt Kidd nicht in eine von Gefühlen geprägten Sprache, sondern sie bleibt ihrem Stil treu, authentisch rein und scheinbar ohne große Gefühlsregungen, führt sie den Leser durch die Geschichte und vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der den Leser noch mehr gefangen nimmt und ihn in einen unnachahmlichen Sog zieht.  Eine weitere, selten in einer solchen Perfektion erlebten Stärke, liegt in der Kraft der Worte, in seiner Einzigartigkeit, wie sie es versteht Atmosphäre über die Geschichte zu legen, mit der er den Leser in eine andere Welt zieht, sodass dieser sich fast körperlich in der Geschichte wiederfindet.  und nebenbei ist dieses Buch noch ein unfassbar guter Thriller  Fazit:  Ein Buch, welches von einer unglaublichen sprachlichen und erzählerischen Kraft ist, die einen packt und sehr lange nachwirken wird.  Jess Kidd wirft in diesem Roman die monumentalen Fragen des Lebens auf, führt den Leser sanft und routiniert in eine Richtung und lässt ihm doch seine ganz eigene Beantwortung auf die subjektiv wahrgenommene Frage.  Ein literarisches Meisterwerk, welches eine Prosa von großer Schlagkraft beinhaltet, die sich doch so sanft auf die Geschichte und deren Leser legt, wie der Schnee über die Landschaft, mit Witz, Humor und herrlich skurrilen Charakteren Ein Buch, welches man in diesem Jahr gelesen haben sollte !
anders als erwartet
von XY - 05.07.2017
Wenn ich nach dem Titel des Buches meine Erwartungen oder Vorstellungen hätte aufschreiben müssen, wäre sicher etwas ganz anderes dabei rausgekommen, als nach Beenden dieses Buches... Auch nach dem Lesen der Inhaltsangabe war ich sehr unschlüssig darüber, was mich hier erwarten wird. Irgendwie ging ich von einer Art Krimi aus. Doch nach wenigen Seiten wurde ich von dieser Meinung schon abgebracht. Mahony sieht die Toten und diese helfen ihm zum Teil das aufzudecken, wozu er in dieses Dörfchen mit misstrauischen und sehr zurückgezogenen Menschen gekommen ist. Der Schreibstil ist spannend und lässt sich recht flüssig lesen. Stellenweise etwas skurill, aber dennoch lustig. Ein Buch, das mich gut unterhalten hat und ich weiterempfehlen kann.
Leider nicht mein Buch
von eulenmatz - 27.06.2017
MEINUNG: Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart befinden wir in 1976 und in der Vergangenheit in den 1950er Jahren. In Episoden der Vergangenheit lernt man Orla, Mahonys Mutter besser kennen. Gleich zu Beginn des Romans erfährt man was mit ihr passiert ist. Sie nehmen aber den geringeren Teil des Romans ein. Die Autorin bringt eine ganze Reihe von skurrilen Charakteren auf das Tablett. Für meinen Geschmack zu viele, denn bis auf wenige Ausnahmen, prägt sie diese einfach nicht genug aus, sodass der typische Wiedererkennungseffekt erzielt werden konnte. Ich habe jedes Mal aufs Neue überlegt, wer das nun war und in welchen Verhältnis er zu Orla/ Mahony stand. Eine Namensliste wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen. Ich konnte mich also mit keinem der Charaktere eine richtige Beziehung aufbauen und somit fiel es mir auch schwer das Buch zu mögen. Sprachlich ist die Geschichte eine sprichwörtliche Wucht. Die Autorin schafft es ihre Geschichte sowohl Düsternis als leichtfüßigen Humor einzuhauchen. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen und ist auch sehr außergewöhnlich. Ich bin auch kein Freund von Tierquälereien, welche aber leider hier häufiger vorkommen und auch recht ausführlich beschrieben werden. Damit muss man also zurechtkommen, wenn man das Buch lesen möchte. Auch wenn ich kein Freund von Übernatürlichem in "normalen" Roman, als keine Fantasyromane, hat die Autorin diesen Aspekt recht gut verpackt. Mahony hier aber als Freunde der Toten zu bezeichnen, finde es etwas weiter her geholt. Sie helfen ihm auch nicht unbedingt. Es macht den Roman natürlich besonders, aber dieser Aspekt hätte getrost weggelassen werden können, denn es gibt genug andere skurrile Charaktere in diesem Roman. Letztendlich hat mir hier aber einfach die Spannung gefehlt. Natürlich ist es kein Krimi oder Thriller, auch wenn viele Stellen recht brutal sind, aber immer wieder schweift die Handlung von der Aufklärung des Falls ab und verliert in irgendwelchen sinnlosen Zwischenszenen, die die Handlung kein Stück voran bringen. Es fehlte einfach eine stringente Handlung. FAZIT: Leider war es überhaupt nicht mein Buch. Es konnte mich bis zum Schluss nicht für sich einnehmen. Ich habe wenig Drang verspürt weiterzulesen und habe die letzten Seiten nur noch quer gelesen. Ich bin aber überzeugt, dass das Buch viele Fans finden wird, weil es trotz allem außergewöhnlich und ein absoluter Genre-Mix ist.
von Gisela Block - 16.06.2017
Was für ein Debüt ! In dieser herrlich-skurrilen Geschichte, die in einem kleinen irischen Dorf in den 70-er Jahren spielt, geht es um den jungen, attraktiven Mahony, der auf der Suche nach seiner Mutter in deren Heimatdorf Nachforschungen betreibt, und dabei nicht nur auf Hilfe, sondern vorallem auf viel Widerstand trifft. Unerwartete Hilfe erfährt er dabei auch auch von den im Dorf umher geisternden Toten, die nur er sehen kann. Was absurd klingt, ist dabei höchst amüsant, spannend und einfach großartig geschrieben ! Unbedingte Leseempfehlung !
Ein Krimi mit einer bezaubernden Sprache
von Willi - 14.06.2017
Jess Kidd ist mit Der Freund der Toten ein überzeugendes Erstlingswerk gelungen. Der Inhalt ist einfach erklärt. Der Waisenjunge Mahony kommt in sein irisches Heimatdorf zurück um nach seiner Herkunft und seiner verschwundenen Mutter zu suchen. Anscheinend wissen die Dorfbewohner nur allzugut über diese Bescheid, doch keiner mag sich an sie erinnern und letzlich ist auch Mahony nicht mehr willkommen. Doch Unterstützung erhält er von der alten und gewitzten Mrs Cauley. Nebenschauspieler und immer mit dabei sind nicht nur sämmtliche Dorfbewohner sondern auch die Toten. Auf Schritt und Tritt verfolgen sie das Geschehen ihrer Mitmenschen. Doch gesehen werden sie lediglich von Mahony und dem Leser. Und auch die Natur scheint ihr Anteil an der Geschichte zu nehmen. Was an dem Roman am meisten hervorsticht ist die überwältigende Sprache, die irgendwo zwischen träumerischer Poesie und schwarzem Humor einzuordnen ist. Schon nach wenigen Sätzen taucht der Leser ab in eine fantasievolle Welt voller Witz und Magie. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Vor allem Mrs Cauley ist in ihren Nachforschungen resolut und so kommt sie zusammen mit Mahony dem wahren Geschehen immer mehr auf die Schliche. Die unterschiedlichen Charaktere des Dorfes sind großartig beschrieben und Geister die wie selbstverständlich allgegenwärtig sind verleihen der Geschichte auch innhaltlich eine ganz besondere Mystik. Besonders gut gelungen ist auch das fantasievolle und exotische Cover. Den wie schon im Buch beschrieben lebt der Wald um das kleine magische Dorf, er hatgerazu Augen und Ohren und erlebt als stiller Beobachter alles mit. Weniger gelungen ist dagegen die Übersetzung des Titels, der im Original Himself lautet. Fazit: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Satierische Beschreibungen wechseln sich mit einer großartigen Poesie und dem kriminalistischen Gespür einer alten Dame sowie eines unangepassten Ausenseiters ab. Der Freund des Toten lässt keine Langweile aufkommen.
In diesem Dorf sind eben wirklich nicht nur die Lebenden zu Hause...
von trucks - 12.06.2017
Der Debütroman von Jess Kidd wäre mir im Buchhandel wahrscheinlich nicht wirklich ins Auge gestochen... Von daher bin ich sehr froh, dass ich hier eine Leseprobe entdecken durfte, die meine Nase auf ein wirklich sehr gutes Buch gestoßen hat, das mir sonst entgangen wäre und das wäre wirklich sehr schade gewesen..! Hippie Mahony ist nicht nur ein sehr witziger Name, sondern auch noch eine absolut glaubwürdige und authentische Person. Er ist ein Dieb und weiß sich mit Tücke und Charme "durchs Leben zu schlagen" wie kein Anderer. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und dachte immer, seine Mutter hätte ihn nicht haben wollen... Doch 26 Jahre später wirft ein Brief ein ganz anderes Licht auf seine Vergangenheit... Mahony reist daraufhin in seinen Geburtsort Dublin, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Sein geradezu unheimlich vertrautes Gesicht beunruhigt die Bewohner von Anfang an und sie sind nicht sonderlich hilfreich, sondern eher sehr misstrauisch... Bei der Aufklärung des mysteriösen Verschwindens seiner Mutter hilft ihm die alte Mrs Cauley, eine ehemalige Schauspielerin. Sie ist fest davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Das ungleiche Paar heckt einen raffinierten Plan aus, um die Dorfbewohner zum Reden zu bringen. Auch wenn einige alles daran setzen, dass Mahony die Wahrheit nicht herausfindet, trifft er in dem Ort auf die eine oder andere exzentrische Person, die ihm hilft. Dass es sich dabei manchmal auch um einen Toten handelt, scheint Mahony nicht weiter zu stören ¿ Der Schreibstil liest sich flüssig, die Geschichte ist toll erzählt und hat mich von der ersten Seite an schon gefesselt, so dass ich für die 384 Seiten auch nicht viel Zeit gebraucht habe. Einfach nur toll, ich freue mich auf weitere Bücher von dieser talentierten Autorin !
Eine ungewöhnliche Literatur-Entdeckung
von Diamondgirl - 07.06.2017
Mahony (Jahrgang 1950) wächst in einem Waisenhaus in Dublin auf. Stets wurde ihm erzählt, dass seine Mutter ihn aus Desinteresse dort abgegeben hat. 26 Jahre später erhält er einen Brief, indem es Hinweise gibt, dass alles doch anders war. Daraufhin reist er in seinen Heimat-Ort Mulderrig, ein Dorf, das im wahrsten Sinne des Wortes am Ende der Welt liegt. Dorthin verläuft sich niemand zufällig. Er möchte das Geheimnis lüften, was mit seiner Mutter wirklich geschah. Ein Geheimnis, das der Leser bereits auf den ersten Seiten des Buches erfährt, auch wenn ihm die Person des Täters vorerst verborgen bleibt. Ein solch ungewöhnliches Buch habe ich lange nicht gelesen! Eine bunte Mischung aus Krimi, Thriller, Mystery, Fantasy und außerdem noch humorvoll. Dabei in einer üppigen, bildhaften Sprache geschrieben, dass es wirklich eine wahre Freude ist ihm zu folgen. Geradezu wunderbar sind Jess Kidd, die hier ihren Debütroman vorlegte, die Charaktere gelungen. Wobei gerade die Nebenrollen herzerfrischend und raumfüllend ausgearbeitet wurden. Ob es sich um die dahinsiechende ehemalige Theaterschauspielerin Mrs. Cauley handelt, die in einem Labyrinth von Büchern lebt, die selbst ein Eigenleben zu besitzen scheinen. Oder ihre Freundin Bridget, die schon etwas besonders ist, den Dorfgeistlichen Father Quinn, die verbiesterte Witwe Annie Farelly, die hellsichtige Mrs. Lavelle und deren Tochter Teasy oder den Wirt Tadhg (wie auch immer das ausgesprochen wird). Es gibt noch etliche mehr und jede hat ihren ganz eigenen Charakter. Ganz zu schweigen von den Toten, die Mahony regelmäßig sieht und mit manchem auch spricht. Auch diese sind liebevoll ausgearbeitet mit allen möglichen Schrullen und oft sehr skurril, weil Tote eben nicht die sind, die sie einmal waren. Meist haben sie keinen Einfluss auf die Nachforschungen, jedoch ergeben sie insgesamt ein rundes Gesamtbild und eine dichte Atmosphäre. Ich gebe zu, dass ich vor allem nach Lesepausen manchmal Probleme hatte, die einzelnen Personen problemlos wieder zuzuordnen. Ich habe mit Namen generell so meine Probleme. Ein Personenregister wäre hier hilfreich gewesen. Die Geschichte selbst ist durchaus abwechslungsreich und spannend und schlägt so manchen Haken. Manches ist wirklich fast absurd - man darf nicht erwarten, dass es immer mit rechten Dingen zugeht. Man muss sich einfach auf eine verwegene Story einlassen, was aber eigentlich von vornherein klar sein dürfte bei einem Buch, in dem der Protagonist mit Toten plaudert. Dabei beweist die Autorin, dass sie auch Sinn für Humor hat. Vor allem Situationskomik liegt ihr. Ein Beispiel (Seite 348/349): Der Priester blinzelt hinauf in die Wolken, während sich Schaum in seinen Mundwinkeln sammelt. Dann rollt er auf den Bauch, rappelt sich mühselig hoch und humpelt den Gartenweg hinunter davon. Unter Drogen, ohne Hose und nach Rache schreiend. Bei allem kommt die Spannung nicht zu kurz, wobei sie keine Horroreffekte verwendet. Etwaige Brutalitäten werden nicht ausgespart, aber keinesfalls effekthaschend eingesetzt, sondern für mich angenehm sachlich und distanziert beschrieben. Sehr gut gefiel mir die immer wieder wechselnde Zeitebene. Mal das Jahr 1950, mal 1968 jedoch meist 1976. So kommt der Leser Stück für Stück näher an die Wahrheit heran. Fazit: Insgesamt ein spannender, abwechslungsreicher Roman für Leser, die sich auch auf etwas mystische Romane einlassen können. Die bildhafte Fabulierkunst und die phantastischen Charaktere machen einfach nur Spaß!
Ganz okay
von Anonym - 07.06.2017
Mahoney ist auf Spurensuche nach seiner verstorbenen Mutter in einem irischen Dorf und erhält dabei Hilfe von Toten, die Mahoney sehen kann. Nicht von allen im Dorf wird diese Spurensuche gerne gesehen. Denn Mahoneys Mutter ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Die Story als solche hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Hervorzuheben sind die Charaktere, Mahoney allen voran. Dieser unabhängige, eigenwillige und etwas introvertierte Junge hat es mir wirklich angetan. Wie er seine Fäden spinnt, mit Hilfe der Tote, zeigt aber auch, dass er in der Lage sein kann mit Menschen zu reden, sie zu überzeugen um damit seinem Ziel näher zu kommen. Die Sprache ist unkonventionell. Die Story ist spannend, ein wenig mystisch, packend und mit einer gehörigen Prise Humor. Mir gefiel das Buch, hauptsächlich wegen der Figuren, ganz gut.
Skurrile Komödie
von Rina - 05.06.2017
Irland, 1976. Mulderrig, ein kleines irisches verschlafenes Dorf, wird wachgerüttelt, als der charmante Hippie Mahony unerwartet auftaucht und Fragen über seine Mutter und ihr Verschwinden vor über 20 Jahren stellt. Fragen, die für viele Dorfbewohner unbeantwortet bleiben sollen. Die Beschreibung könnte auch zu einem Krimi mit ernsten Ermittlungen passen, doch dieses Buch ist ganz anders: es ist eine skurrile und schräge Geschichte mit viel Humor, interessanten und teilweise exzentrischen Charakteren und paranormalen Elementen. Das Buch lässt sich in einem Rutsch lesen: man wird von dem poetischen Schreibstil der Autorin, den schrägen Ereignissen und Dialogen schnell in den Bann gezogen. Wer bei diesem Buch einen Krimi mit viel Spannung, überraschenden Wendungen und unerwarteter Auflösung erwartet, wird enttäuscht sein: die Geschichte ist sehr einfach und die Auflösung ist schon ziemlich früh hervorsehbar; wer aber ein unterhaltsames Buch mit tollen Dialogen und skurrilen Charakteren sucht, wird mit diesem Buch einen Volltreffer landen.
Toll geschrieben
von Buecherfreund - 04.06.2017
Dieses Buch hat es mir echt angetan. Erstmal ist die Handlung wirklich spannend. Der junge Mahony kehrt an den Ort zurück, in dem er geboren wurde, um das Rätsel um seine Herkunft zu lösen. Trotz der Ablehnung, die ihm fast überall entgegen schlägt, geht er zielstrebig und unerschrocken vor, um herauszufinden, was nach seiner Geburt mit seiner Mutter passiert ist. Mahony ist wunderbar einzigartig. Er ist ein Einzelgänger, unabhängig und lässt sich von niemandem etwas vormachen, doch gleichzeitig weiß er genau, wie er sich verhalten muss, um jemanden um den Finger zu wickeln und so zu erreichen, was er möchte. Seine erfrischende Art wird mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. Auch die anderen Charaktere dieser Geschichte sind faszinierend und haben alle ihre ganz eigene Art und Weise, was sie zu wirklichen Individuen macht. Die Sprache, in der das Buch geschrieben ist, ist absolut schön. Ich habe selten etwas in einem so poetischen Stil gelesen, das gleichzeitig noch so packend und spannend war. Ich würde dieses außergewöhnliche Buch jedem weiter empfehlen, der auf der Suche nach einer guten Geschichte mit außergewöhnlichen Charakteren ist.
Skurril und spannend
von kindder80er - 01.06.2017
Der Prolog erzählt davon, wie eine sehr junge Mutter 1950 vor ihrem Baby grausam ermordet wird. Nachdem der Täter die Frau verscharrt hat, will er auch das gemeinsame Kind holen, doch das wurde auf wundersame Weise von den Pflanzen des Waldes in der Kürze der Zeit überwuchert und von Tieren versteckt. 26 Jahre später landet Mahony, wie das Baby von damals nun heißt in seinem Heimatdorf Mulderrig. Von diesem Ort und dass er eigentlich Francis heißt, weiß er erst seit ein paar Tagen, denn der Brief, der mit in seinem Körbchen lag, als er vor einem Waisenhaus ausgesetzt wurde, hat er erst nach dem Tod einer herrschsüchtigen Schwester bekommen. Mulderrig scheint stehen geblieben in der Zeit. Am Ar*** der Welt scheint alles abzuprallen, selbst das Wetter ist anders. Rundherum gibt es nichts und für gewöhnlich gehen die Bewohner nie weg von dort, denn schon allein die Tatsache, dass Mulderrig im Tal liegt, macht das Weggehen durch bergauf führende Straßen beschwerlich... Mahony will dort etwas über sich und seine Mutter herausfinden, sagt aber den Bewohnern zunächst nichts von seiner Herkunft. Es schwirren einige Tote als Geister umher, die er sehen und mit denen er sogar kommunizieren kann. Einige sind blasser als andere, manche sind wütend, wieder andere scheinen noch nicht richtig begriffen zu haben, dass sie tot sind. Beim Lesen dieses Buches muss man schon offen sein für fantastische Gegebenheiten. Trotzdem ist es aber vor allem eine Art Krimi, denn es dreht sich ja darum, die Umstände des Todes von Orla (Mahonys Mutter) herauszufinden, wobei auch die alte Mrs. Cauley Mahony tatkräftig zur Seite steht. Mrs. Cauley ist auch diejenige, die dem Buch so einige humorvolle Momente beschert. Ich kann mir die alte Frau, die dem Alkohol mehr als zuspricht, richtiggehend vorstellen! Sie hat mir viel Freude bereitet! ;-) Insgesamt gefällt mir das Buch durchaus gut und ist mal etwas anderes. Der Schreibstil ist auch etwas Besonderes und sehr bildhaft.
Einfach schön!
von lupallium - 01.06.2017
Bevor ich zum Rest des Buches komme, möchte ich erst noch einmal betonen wie schön das Buchcover ist. Wie es zum Inhalt des Buches passt, war mir nicht direkt klar. Wie so ein malerischer Wald zu einem Mord passt, fand ich sehr interessant herauszufinden. Das klärt sich dann direkt im Prolog, durch diese kleine Geschichte gefällt mir das Cover nur noch besser. So schön wie das Buchcover ist auch das ganze Buch. Die Handlung ist verträumt und generell hat die Atmosphäre irgendwie etwas Magisches an sich. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was mir wirklich gut gefallen hat. Die beiden Hauptcharaktere finde ich echt sympathisch und die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was mir immer sehr gut gefällt. So fügt sich nach und nach das Gesamtbild zusammen. Dieses Buch hat mir wirklich unglaublich gut gefallen! Sehr empfehlenswert!
Der Erzählstil hatte mehr Potential als die Handlung
von sommerlese - 28.05.2017
Der irische, charmante Gelegenheitsdieb und Hippie Mahony geht davon aus, dass seine Mutter ihn 1950 in einem Waisenhaus in Dublin abgegeben hat. 26 Jahre später erfährt er aus einem Brief, Andeutungen, die ganz anders lauten. Was geschah damals wirklich? Er fährt nach Mulderrig, um seiner eigenen Geschichte auf die Spur zu kommen. Sein Auftreten beschert ihm die Blicke der Frauen, Männer und Fromme werden mistrauisch. Nur die alte Mrs Cauley hilft ihm, sie ist davon überzeugt, dass Mahonys Mutter ermordet wurde. Doch wie sollen sie nach sovielen Jahren noch Informationen von den Dorfbewohnern bekommen. Sie bekommen Hilfe von Toten. Große Farne hatten sich rings um den Jungen entrollt, Baumwurzeln hatten ihn umschlossen, und Efeu hatte ihn geschwind eingehüllt. Äste hatten sich tief über seinen winzigen Kopf gebeugt und einen Blättersegen über ihn geschüttelt. Maulwürfe hatten sich blind und entschlossen durch den Boden gegraben und mit ihren kräftigen Krallen um ihn herum Erde aufgehäuft, Zitat Seite 9 Meine Rezension enthält Spoiler! Im irischen Dorf Mulderrig sind Fremde nicht unbedingt willkommen, noch weniger ist es Mahony, der auf Frauen zwar charmant wirkt, aber doch etwas Beunruhigendes an sich hat. Er besucht das Dorf, um die wahren Hintergründe des Verschwindens seiner Mutter vor 26 Jahren zu erfahren. Aber die Dorfbewohner schweigen. Das facht die Entschlossenheit Mahonys nur um so mehr an und er versucht, sogar mit außergewöhnlichen Mitteln an die Informationen zu kommen. Er besitzt die Gabe, mit Toten sprechen zu können. Neben einer poetischen fast märchenhaften Erzählweise, Spannung und schwarzem Humor bietet das Buch eine tolle Story mit ungewöhnlichen Charakteren und ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so viel Abwechslung zu bieten hatte. Diese ungewöhnliche Mischung aus Spannung, Fantasy und Märchen ist einfach einmal etwas anders und überrascht ungemein. Auch mit ihrer wunderbar poetischen Erzählweise hat mich Jess Kidd gepackt. Sie vermag es Bilder mit Worten zu malen und das gelingt ihr besonders gut in den Landschaftsbildern. Es gibt singende Holzwürmer, tanzendes Sonnenlicht, die leuchtende Feder eines Feuervogels und einige Besonderheiten mehr. Von diesen Bildern konnte ich nicht genug bekommen. Doch die Autorin beschreibt auch einige Grausamkeiten, die ich erschrocken und verwundert zur Kenntnis genommen hebe, wie das monströses Küken oder andere tierische Barbareien. Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Auf jeden Fall schafft die Autorin mit ihrer Erzählkraft eine unglaubliche Atmophäre, die mich gefesselt hat. Was ich allerdings von der bunten Mischung verschiedenster Genres nicht behaupten kann. Der Inhalt enthält kriminalistische Ansätze, Fantasy, schwarzen Humor, mystische Figuren und übernatürliche Fähigkeiten. Das erfordert vom Leser schon eine gewisse Fähigkeit, Wahrheit und paranormale Dinge nicht zu hinterfragen, sondern die gemeinsame Koexistenz als gegeben hinzunehmen. Ich bin sehr realistisch und daher haben sprechende Tote bei mir auch keine Chance. Protagonist Mahony befragt auf seiner Suche nach der Wahrheit über seine Mutter nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch die verstorbenen Figuren, mit denen er dank einer besondere Gabe kommunizieren kann. Wer nun lebendig oder tot war, hat sich mir nicht immer eindeutig erschlossen. Daher bin ich bei diesem Werk mit meiner Beurteilung auch eher zwiegespalten. Da es sich um ein Debüt handelt, gebe ich noch gerade 4 Sterne. Dieser Erzählstil ist etwas ganz besonderes und ich möchte gern mehr von der Autorin lesen. Vielleicht findet ihr nächstes Buch mal realistischere Anklänge, denn hier ging es doch recht speziell zu. Auch die Tierquälereien haben in Romanen nichts zu suchen.
Eine kleine Literaturperle
von Julia Lindner - 28.05.2017
Dieses Buch hat mich von vorne bis hinten überrascht. Schon allein das Cover führt einen auf eine Rätsel-Reise: Ist es ein Krimi? Ist es ein Fantasy-Roman? Man kann es weder vom Aussehen, och vom Inhalt her wirklich in eine Schublade stecken, so außergewöhnlich ist es geschrieben. Schon mit der ersten Seite wird der Leser fließend in eine kleine Welt verschrobener Dorfbewohner entführt, die ihn so schnell auch nicht wieder loslässt (selbst wenn man sich bei den meisten nicht wirklich willkommen fühlt). Die Sprache ist blumig, aber nicht zu geschwollen. Gerade besonders genug, dass einem das Lesen endlich mal wieder Spaß macht und man das Gefühl hat, etwas besonderes in der Hand zu halten. Auch die Geschichte ist ungewöhnlich und nicht vorhersehbar. Sie überfällt und entführt einen in eine Jagd voller unvorhergesehener Wendungen, sodass man bis zum Schluss den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen kann. Ein absoluter Geheimtipp!
Die Toten unter uns
von Ecinev - 26.05.2017
In einem kleinen Dörfchen Mulderig im County Mayo in Irland steigt ein junger Mann aus dem Bus, angeblich um Abstand von der Großstadt zu gewinnen. Der ungepflegt wirkende Mahony freundet sich als erstes mit dem Wirt an. Nach etlichen Bier bringt dieser ihn in ein Gästehaus am Rande des Ortes. Dort pflegt Shauna die Wirtin eine ältere Schauspielerin die seit Jahren in der Bibliothek wohnt. Schnell gewinnt Mahony deren Herz und erzählt das er in einem Waisenhaus aufgewachsen ist. Als er erwachsen ist erhielt er einen Brief in dem er erfährt das seine Mutter, Orla aus dem kleine Ort stammt und er vor der Tür des Waisenhauses ausgesetzt wurde. Mit Hilfe der alten Merle versucht er mehr über seine Mutter zu erfahren. Schnell ist er der Mittelpunkt des Dorfes. Die Männer neiden ihn und die Frauen und Kinder liegen ihm zu Füßen. Und nicht nur die Lebenden, auch die Toten sind immer um ihn herum. Denn er sieht die längst Verstorbenen in allen Winkeln. Das Buch springt immer wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart. Teilweise mit Witz aber auch ernst erfährt man nach und nach was mit Orla geschah und wie fest die Dorfgemeinschaft zusammenhält. Der Schreibstil ist poetisch fantasievoll. Die einzelnen Personen, lebend und tot werden gut beschrieben und trotz einiger Längen mit allzu blumigen Beschreibungen wird es einem nicht langweilig bei dieser Lektüre.
Ein märchenhafter Krimi
von bücherbelle - 20.05.2017
"Sieh dich vor. Es gibt in diesem Dorf keine vertrauenswürdige Seele. Jeder von ihnen hat mindestens zwei Gesichter." (S. 75) Zusammenfassung. In "Der Freund der Toten" entdecken wir gemeinsam mit dem Hippie Mahony das grausige Schicksal seiner Mutter, das von den Bewohnern ihres Heimatdorfes sorgfältig verborgen gehalten wird. Denn so richtig schön ist vieles nicht, das in diesem Zuge ans Tageslicht zu kommen droht, und Schweigen ist diesem kleinen irischen Dorf schon immer das Mittel der Wahl gewesen. So bleiben Mahony auf seiner Mission nicht viele Verbündete, wenn man von den vielen Toten absieht, die seinen Weg säumen und immer wieder (mal mehr und mal weniger) hilfreich sind. Erster Satz. Sein erster Schlag: Sie gab keinen Laut von sich, riss nur die dunklen Augen weit auf. Cover. Das Cover gefällt mir ziemlich gut, zum einen hat es mich optisch direkt angesprochen, zum anderen illustriert es auch so wunderschön die märchenhafte Sprache, mit der dieser Roman immer wieder aufwartet. Es passt in meinen Augen im Besonderen ganz wunderbar zu meiner unten zitierten Lieblingsstelle. Inhalt. Vor allem anderen ist "Der Freund der Toten" ein wirklich spannender Roman. Schon während sich die Handlung langsam entrollt, gegen Ende dann jedoch ganz besonders, mochte ich das Buch kaum zur Seite legen. Ein Knackpunkt, der es mir erschwert, das Buch uneingeschränkt jedem zu empfehlen, ist das exzessive Auftauchen Toter, mit denen Mahony spricht und die teils Hinweise liefern, teils wirre Informationen mitzuteilen scheinen und die der Handlung einen leicht abgedrehten Touch verleihen. Mir selbst haben diese Elemente unwahrscheinlich gut gefallen, sie machen einen nicht unerheblichen Teil meiner eigenen Begeisterung aus, doch gleichzeitig weiß ich durch diesen Faktor, der die Geschichte in einigen Teilen deutlich unheimlicher machte als ich es erwartet hatte, einfach nicht, wem ich das Buch nahe legen möchte. Schwiegermama, die spannende Krimis und Thriller liest? Meiner eigenen Mama, die tiefgehende Romane vorzieht? Dem Freund, der an sich gar nicht gerne liest und der sein Herz allenfalls an Fantasy-Titel hängt? Dieses Buch macht es mir nicht leicht. Personen. Obwohl sehr viele Charaktere vorkommen und relevant sind, gelingt es der Autorin in meinen Augen ganz wunderbar, uns (beinahe) jeden näher zu bringen. Sie wechselt zwischen Perspektiven hin und her und bietet uns als Lesern auf diese Weise einen ziemlich umfassenden Einblick in die Geschichte, Hintergründe, Gedanken und Gefühle der meisten Figuren. Ein besonderes Faible hatte ich für die vorkommenden Toten, die zum Teil auf wirklich anrührende Weise versucht haben, am Geschehen teil zu haben, und die eine gewisse Komik mit in jede Situation gebracht haben. Zitate. "Doch während der Mann sich wusch, hatte der Wald das Kind verborgen. [...] So kam es, dass der Mann, als er sich umschaute, das Kind nicht mehr finden konnte, so gründlich er auch suchte." (S. 9) "Ich hab ein Jo-Jo gehabt, aber ich hab¿s verloren. [...] Ich glaube, der Wald hat¿s gestohlen. Der stiehlt alles, was hübsch ist." (S. 31) Fazit. Ich persönlich bin ein wenig verliebt, in die Sprache, in das Märchenhafte und das Besondere. Ich weiß bloß nicht, wem es ähnlich ergehen könnte und wem die abgedrehten Aspekte nur befremdlich erscheinen würden. Mein Tipp: Wenn man reinliest und alles ein paar Seiten auf sich wirken lässt, dann weiß man (glaube ich) ziemlich schnell, ob dieses Buch einen ansprechen kann oder ob man eher die Finger davon lassen sollte.
Geister unter uns
von Fredhel - 18.05.2017
Das Buch Der Freund der Toten besticht durch ein wunderschönes, farbenfrohes Cover. Die Inhaltsangabe fand ich sehr vielversprechend und so habe ich eine Art Krimi erwartet, auf jeden Fall aber eine spannende Story. Leider wurde ich enttäuscht. Der sexy Hauptdarsteller Mahony reist aus Dublin in die irische Provinz, um das Rätsel seiner Herkunft zu ergründen. Er ist in einem Waisenhaus groß geworden und hat erst spät seinen richtigen Namen und Geburtsort erfahren. Hier in Mulderrig geht es nicht mit rechten Dingen zu. Die Dorfgemeinschaft hält eng zusammen, um das Geheimnis um den Tod seiner Mutter weiterhin unter Verschluss zu halten. Doch Mahony hat das gewisse Etwas, das die dörfliche Damenwelt in Verzückung versetzt, und zwar Damen jeglichen Alters. Sie helfen ihm auf jede erdenkliche Art und Weise, allen voran die steinalte verschrobene Theaterdiva Mrs. Cauley. Jeder Dorfbewohner ist ein skurriler Charakter für sich, und hier übertreibt die Autorin in meinen Augen zu sehr. Nach und nach nehmen die Geistererscheinungen überhand und was im Klappentext als Märchenhaft beziehungsweise beißender Humor genannt wird, empfinde ich zunehmend als grotesk bis hin zum Klamauk. Trotzdem habe ich das Buch zu Ende gelesen. Jess Kid verfügt über eine Sprachgewalt, die mich über den Inhalt hinaus gefesselt hat. Und irgendwie wollte ich dann doch wissen, warum Mahony im Waisenhaus gelandet ist und nicht bei der ihn liebenden Mutter bleiben konnte. Positiv anmerken möchte ich auch noch, dass das Buch sehr hochwertig verarbeitet ist. Schönes Papier, angenehmer Druck und vor allem ein Lesebändchen, was mir immer gut gefällt, eben weil es so praktisch ist.
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