Wisting und der Tag der Vermissten

Kriminalroman. Originaltitel: Katharina-koden. 2. Auflage.
Buch (kartoniert)
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Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann … weiterlesen
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Wisting und der Tag der Vermissten als Buch

Produktdetails

Titel: Wisting und der Tag der Vermissten
Autor/en: Jørn Lier Horst

ISBN: 3492061419
EAN: 9783492061414
Kriminalroman.
Originaltitel: Katharina-koden.
2. Auflage.
Übersetzt von Andreas Brunstermann
Piper Verlag GmbH

1. Oktober 2019 - kartoniert - 447 Seiten

Beschreibung

Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden.

Portrait

Jørn Lier Horst, geboren 1970 in Bamble/Norwegen, war Kriminalhauptkommissar bei der norwegischen Polizei, bevor er 2004 als Kriminalschriftsteller debütierte. Seitdem schrieb er sich mit seinen Romanen um den Polizisten William Wisting in die erste Liga der norwegischen Krimiautoren.
 

Pressestimmen

"Überzeugt mit seinem geradlinigen Ermittler.", idowa.de (Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung online), Andreas Seidl, 16.10.2019

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Wisting und der fensterlose Raum
Buch (kartoniert)
von Jørn Lier Horst
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Bewertungen unserer Kunden
Klassischer Krimi
von raschke64 - 13.11.2019
Kommissar Wisting hat zu Hause immer noch die Akten zu einem mehr als 20 Jahre lang offenem Fall liegen. Eine junge Frau verschwand spurlos. Der Ehemann hat ein Alibi, alle anderen Spuren verliefen ins Leere. So trifft er sich seitdem jedes Jahr zum Tag es Verschwindens mit dem Ehemann und über die Jahre hat sich eine Art Freundschaft herausgebildet. Als Ermittler Stiller in einem anderen Fall einer Entführung dazukommt und auf einmal an Zusammenhänge zwischen beiden Fällen sieht, bekommt Wisting einen sehr speziellen Auftrag ¿ Das Buch ist ein ganz klassischer Krimi. Ich habe vorher nie von dem Autor etwas gelesen und muss sagen, dass war wohl ein Fehler. Denn "Wisting" hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wird zwar ruhig, aber trotzdem keinesfalls spannungslos erzählt. Die Ermittler haben einen privaten Hintergrund, der aber nie die Hauptrolle spielt und bei Wisting sogar sehr geschickt in die Ermittlungen eingebunden wird. Es ist ganz klassische ordentliche Polizeiarbeit, irgendwelche aufsehenerregenden Dinge sind überhaupt nicht nötig. Das finde ich einfach richtig gut und werden den Nachfolger gern lesen.
Ein rundum gelungener Krimi
von nellsche - 12.11.2019
Vor 24 Jahren verschwand Katharina Haugen spurlos. Seitdem lässt dieser Fall den Kommissar William Wisting nicht los und er nimmt sich an jedem Jahrestag des Verschwindens die Fallakte erneut vor. Außerdem trifft er sich jedes Jahr mit Martin Haugen, dem Ehemann der Vermissten, der damals auch der Hauptverdächtige war. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn die Fingerabdrücke von Martin Haugen tauchen in einem anderen Fall auf und er selbst ist spurlos verschwunden.  Als Krimiliebhaberin hat mich dieses Buch sofort angesprochen und ich war sehr gespannt darauf.  Ich kam sofort in die Geschichte rein und konnte der Handlung gespannt folgen. Das Buch ließ sich sehr angenehm und flüssig lesen und ich hatte es zügig fertig.  William Wisting fand ich sofort sympathisch. Er war bereits älter, verwitwet und hatte Kinder und eine Enkelin. Also ein normaler Charakter. Zudem gab es interessante Einblicke in sein Privatleben, die ihn als Hauptprotagonisten einer Reihe prima abrundeten. Auch seine ruhige und besonnene Art fand ich sehr angenehm, so dass ich ihn bei den Ermittlungen gerne begleitet habe.  An diesem Buch gefiel mir sehr, dass der Fall nicht künstlich aufgepuscht wurde, sondern eher ruhiger erzählt wurde und dann immer mehr Fahrt aufnahm. Dennoch war die Spannung bei mir durchgängig vorhanden und ich war stets neugierig, wie es weitergeht. Auch dass Wistings Tochter, die als Journalistin arbeitete, in die Ermittlungen involviert wurde, fand ich stimmig.  Ein rundum gelungener Krimi, der Lust auf die weiteren Cold-Cases-Bände um Wisting macht. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Ein rundum gelungener Krimi
von nellsche - 12.11.2019
Vor 24 Jahren verschwand Katharina Haugen spurlos. Seitdem lässt dieser Fall den Kommissar William Wisting nicht los und er nimmt sich an jedem Jahrestag des Verschwindens die Fallakte erneut vor. Außerdem trifft er sich jedes Jahr mit Martin Haugen, dem Ehemann der Vermissten, der damals auch der Hauptverdächtige war. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn die Fingerabdrücke von Martin Haugen tauchen in einem anderen Fall auf und er selbst ist spurlos verschwunden.  Als Krimiliebhaberin hat mich dieses Buch sofort angesprochen und ich war sehr gespannt darauf.  Ich kam sofort in die Geschichte rein und konnte der Handlung gespannt folgen. Das Buch ließ sich sehr angenehm und flüssig lesen und ich hatte es zügig fertig.  William Wisting fand ich sofort sympathisch. Er war bereits älter, verwitwet und hatte Kinder und eine Enkelin. Also ein normaler Charakter. Zudem gab es interessante Einblicke in sein Privatleben, die ihn als Hauptprotagonisten einer Reihe prima abrundeten. Auch seine ruhige und besonnene Art fand ich sehr angenehm, so dass ich ihn bei den Ermittlungen gerne begleitet habe.  An diesem Buch gefiel mir sehr, dass der Fall nicht künstlich aufgepuscht wurde, sondern eher ruhiger erzählt wurde und dann immer mehr Fahrt aufnahm. Dennoch war die Spannung bei mir durchgängig vorhanden und ich war stets neugierig, wie es weitergeht. Auch dass Wistings Tochter, die als Journalistin arbeitete, in die Ermittlungen involviert wurde, fand ich stimmig.  Ein rundum gelungener Krimi, der Lust auf die weiteren Cold-Cases-Bände um Wisting macht. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Nach all den Jahren...
von fredfred - 11.11.2019
William Wisting ist ein erfahrener norwegischer Ermittler aus der Feder von Jørn Lier Horst. Es gibt wohl schon einige Bände mit ihm als Hauptperson, aber Wisting und der Tag der Vermissten ist der Auftakt einer neue Reihe mit alten Fällen. Jedes Jahr am Tag ihres Verschwindens trifft sich Wisting mit dem Ehemann von Katharina Haugen. Der Fall läßt ihn nicht los, die Akten hat er -verbotenerweise- bei sich zu Hause. Immer wieder schaut er hinein, ohne jedoch einen neuen Ermittlungsansatz zu entdecken. Dieses Jahr tritt aus Oslo ein Kommissar Stiller auf ihn zu. Auch er befasst sich mit ungelösten Fällen und hat Beweise, dass sein Fall einer verschwundenen Frau eng mit dem von Katharina Haugen verknüpft ist. Stiller ist ein Karrieretyp, der sich von keinem in die Karten schauen lässt. Er benutzt die Menschen nach Gutdünken, so wie es seinen Plänen zu Gute kommt. Auch Wistings Tochter Line wird zu seiner Schachfigur. Dieser Krimi ist sehr ruhig gestaltet. Er lebt von den Taktiken und Gedankengängen der Ermittler. Als Leser versucht man erfolglos sich einen Reim aus den Aktivitäten des Verdächtigen zu machen. Langsam kommen neue Indizien an den Tag. Selbst als sich das Netz um den Täter zuzieht, kommt die Spannung mehr vom psychologischen Faktor her als von tatsächlicher Action. Mir gefällt diese Art von Krimi, die man häufig bei den skandinavischen Krimiautoren findet. Man blickt in die Seele der Menschen, anstatt dass es wilde Verfolgungen und blutige Gemetzel gibt. Wem es genauso geht, der liegt mit diesem Buch richtig.
Gut ermittelt, und das nach 24 Jahren
von gerlisch - 10.11.2019
Inhalt: Die Ehefrau von Martin Haugen wird seit 24 Jahren vermisst. Seitdem versucht Kommissar Wisting in den Fallakten einen Hinweis zum Täter zu finden, mittlerweise aber nur noch am Vorabend ihres Verschwindens. Den Tag danach verbringt er aber seit dem mit Martin Haugen. Doch an diesem Jahrestag ist Martin nicht zu Hause. Meinung: Der Ermittler William Wisting war mir sofort sympathisch, er strahlt nach außen hin Ruhe und Gelassenheit aus. Auch die anderen Protagonisten sind authentisch und sehr gut beschrieben. Der Krimi hält keine besonders spannende Szenen bereit, dafür punktet er aber sehr mit logischen Verknüpfungen. Für mich war er realistisch geschrieben und ich war gespannt auf die Auflösung. Zu einem guten Krimi gehört für mich auch Informationen zum Privatleben des Ermittlers, dies hat Jorn Lier Horst hier sehr gut beschrieben. Obwohl der Cold Case zum Schluss gelöst wurde, wurden in dem Fall noch nicht alle losen Enden verknüpft. Ich freue mich daher auf den nächsten Teil. Fazit: Wer einen ruhigen, gut ermittelten Cold-Case-Krimi lesen möchte, für den ist dieser eine sehr gute Wahl.
Wisting gibt nicht auf
von Isabell - 09.11.2019
Vor 24 Jahren ist die Ehefrau von Martin Haugen spurlos verschwunden. Hinterlassen hat sie eine mysteriöse Nachricht, Blumen und einen gepackten Koffer. Was ist damals passiert? Dieser Fall lässt William Wisting, mittlerweile Witwer, Vater von zwei erwachsenen Kindern und Opa einer Enkeltochter und Kommissar auch nach so vielen Jahren nicht los. Immer am Jahrestag besucht er Martin Haugen und auch so haben sie schon Zeit miteinander verbracht. An diesem Jahrestag ist Martin Haugen zum ersten Mal nicht zu Hause. Während Wisting noch darüber nachdenkt, tauchen die Fingerabdrücke Haugen bei Ermittlungen eines anderen Cold Case auf. William Wisting als Ermittler war mir sofort sehr sympathisch und ich merkte schnell, dass ich ihn völlig unterschätzt hatte, denn während er nach außen auf mich ruhig, fast bedächtig und beharrlich wirkte, so waren seine Gedankengänge äußerst komplex und schnell. Adrian Stiller, der als Ermittler der Cold Cases in Oslo zu Wisting stieß, wirkte dagegen auf mich eher unsympathisch, teilweise überhastig und dann wiederherum sehr geplant und berechnend in seinem Handeln. Interessant fand ich die Einblick in das Familienleben Wistings, da ich stückchenweise mehr von seinen Kindern erfuhr, wobei seine Tochter Line als Journalistin auf einmal eine wichtige Rolle im Rahmen der Ermittlungen einnahm. So gemächlich die Story begann, so nahm sie an Tempo zu, denn die Hinweise zum Verschwinden von Katharina Haugen konnten gedeutet werden. Mich hat beeindruckt, dass hier in einem Kriminalroman nicht nur gut und böse - schwarz und weiß gesehen wurde, sondern ich mit dem Gefühl zurückblieb, dass es ganz viele Schattierungen gibt. Obwohl der Fall/ die Fälle am Ende geklärt werden können, bleibt eine Frage offen und ich hoffe, dass diese im nächsten Fall beantwortet wird, Eine klare Leseempfehlung von mir!
Wisting gibt nicht auf
von Isabell - 09.11.2019
Vor 24 Jahren ist die Ehefrau von Martin Haugen spurlos verschwunden. Hinterlassen hat sie eine mysteriöse Nachricht, Blumen und einen gepackten Koffer. Was ist damals passiert? Dieser Fall lässt William Wisting, mittlerweile Witwer, Vater von zwei erwachsenen Kindern und Opa einer Enkeltochter und Kommissar auch nach so vielen Jahren nicht los. Immer am Jahrestag besucht er Martin Haugen und auch so haben sie schon Zeit miteinander verbracht. An diesem Jahrestag ist Martin Haugen zum ersten Mal nicht zu Hause. Während Wisting noch darüber nachdenkt, tauchen die Fingerabdrücke Haugen bei Ermittlungen eines anderen Cold Case auf. William Wisting als Ermittler war mir sofort sehr sympathisch und ich merkte schnell, dass ich ihn völlig unterschätzt hatte, denn während er nach außen auf mich ruhig, fast bedächtig und beharrlich wirkte, so waren seine Gedankengänge äußerst komplex und schnell. Adrian Stiller, der als Ermittler der Cold Cases in Oslo zu Wisting stieß, wirkte dagegen auf mich eher unsympathisch, teilweise überhastig und dann wiederherum sehr geplant und berechnend in seinem Handeln. Interessant fand ich die Einblick in das Familienleben Wistings, da ich stückchenweise mehr von seinen Kindern erfuhr, wobei seine Tochter Line als Journalistin auf einmal eine wichtige Rolle im Rahmen der Ermittlungen einnahm. So gemächlich die Story begann, so nahm sie an Tempo zu, denn die Hinweise zum Verschwinden von Katharina Haugen konnten gedeutet werden. Mich hat beeindruckt, dass hier in einem Kriminalroman nicht nur gut und böse - schwarz und weiß gesehen wurde, sondern ich mit dem Gefühl zurückblieb, dass es ganz viele Schattierungen gibt. Obwohl der Fall/ die Fälle am Ende geklärt werden können, bleibt eine Frage offen und ich hoffe, dass diese im nächsten Fall beantwortet wird, Eine klare Leseempfehlung von mir!
Ein ruhiger, spannender Thriller - Cold Case durch und durch
von LadyNinily - 04.11.2019
"Wisting" hat mich beim Lesen stark an Serien wie Cold Case und diverse gerichtsmedizinische Sendungen (solche, über die man typischerweise nachts stolpert) erinnert. Auch dort werden sogenannte "Cold Cases" behandelt, die viel mit dem Fall in diesem Buch gemeinsam haben: es sind Fälle, in denen es schon früher einen Verdächtigen gab, der aber einfach mit den damaligen Mitteln nicht dingfest gemacht werden konnte. Oder eine heiße Spur, für die es aber keine Beweise gab. Dem sollte man sich unbedingt bewusst sein, wenn man dieses Buch liest: Es ist keine aberwitzige Geschichte, die einen vollkommen abstrusen und so nie von der Polizei bedachten Tathergang zeichnet und plötzlich einen vollkommen unbekannten Täter aus der Westentasche zaubert. "Wisting" erzählt vielmehr die Geschichte einer Ermittlung, die sehr realitätsnah und vor allem realistisch wirkt. Das hat mir persönlich um Welten besser gefallen, als ein Buch, dass gerade noch so logische Verknüpfungen herbeizaubert und plausible Täter scheinbar im Nirvana findet. Erstaunlich bleibt dabei aber, dass das ganze Buch eine ziemlich hohe und konstante Spannung erzeugt, obwohl man ja einen Fall verfolgt, der schon Jahre zurückliegt (und dessen Ende, seien wir ehrlich, schon nach dem Lesen des Klappentexts erahnbar ist). Ein großer Teil dieser Spannung stammt aber auch von der Neugier des Lesers. Man möchte wissen, warum der Ehemann verschwunden ist, was er zu verheimlichen hat, was die Verschwundene zu verbergen hatte und am Ende doch ganz simpel: einfach nur, was damals wirklich geschehen ist. Abgerundet wird das Ganze dann noch mit Wisting selbst, der einem zu Anfang irgendwie nicht ganz koscher ist, sich aber schnell zu dem kauzigen und hochintelligenten Ermittler entwickelt, den man einfach mögen muss. Dessen Perspektive wechselt sich aber noch mit der seiner Tochter - einer jungen Mutter und überaus neugierigen Journalistin - und der eines weiteren Ermittlers - der nicht immer ganz mit offenen Karten spielt - ab. Eine Romanze und intime Begegnungen findet man hier übrigens keine. Fazit Im Großen und Ganzen ist die Kriminalgeschichte in diesem Buch kein Bombeneinschlag, denn man merkt auch als Leser schnell, worauf das Ende hinausläuft (das sollte bei diesem Klappentext aber wahrlich kein Wunder sein). Gleichzeitig war das Buch für mich dennoch spannend, da das etwas vorhersehbare Ende in ein sehr logisches und homogenes Story-Konstrukt verbaut wurde. Leser, die aber immer etwas Neues und immer diesen "Wow"-Effekt brauchen, sollten sich mit Vorsicht und vor allem nicht allzu großen Erwartungen an dieses Buch wagen.
Dem Täter auf der Spur
von claudi-1963 - 01.11.2019
Schlimm ist es, einen geliebten Menschen zu vermissen, von dem man nicht weiß, was ihm zugestoßen ist. 24 Jahre ist es her, das Katharina Haugen spurlos verschwunden ist. Wie jedes Jahr lässt Kommissar William Wisting dieser ungelöste Fall nicht los. Nach wie vor ist er der Überzeugung, dass Katharina nicht mehr am Leben ist, nur wie und warum musste sie sterben? Wie jedes Jahr nimmt er sich erneut die Akten des Falls vor, um neue Erkenntnisse zu bekommen. In all den Jahren hat er sich mit Katharinas Mann Martin Haugen angefreundet und trifft sich immer um dieselbe Zeit mit ihm. Doch diesmal ist Martin nicht zu Hause und Wisting macht sich Sorgen, nachdem er ihn mehrmals nicht antrifft und er nicht ans Handy geht. Wenige Tage darauf taucht der Ermittler der europäischen Cold-Case-Unit Adrian Stiller bei ihnen auf. Stiller berichtet, dass man bei einem älteren Entführungsfall Martin Haugens Fingerabdrücke gefunden hat und man deshalb Wistings Hilfe benötigt, um näheres über Haugen herauszubekommen. Doch wie will er ihnen helfen, wenn er nicht weiß, wo und was mit Haugen ist? --- Meine Meinung: Der Klappentext und insbesondere das Wissen, das dieses Buch durch eine wahre Begebenheit inspiriert wurde, hat mich neugierig gemacht. Ebenso wie das Jørn Lier Horst selbst leitender Kriminalbeamte in Norwegen gewesen ist, bevor er Autor wurde. Der Schreibstil ist interessant, aufschlussreich und spannend, wobei die Schreibweise eher einem Aufzählen an Ereignissen erinnert. Trotzdem hat mich dieses Buch gepackt und in den Bann gezogen, weil es viele Einblicke in die wirkliche Polizeiarbeit gab. Ich hatte das Gefühl, ständig mitten bei den Ermittlungen dabei zu sein. Und trotzdem man den Täter recht früh kannte, hat es riesigen Spaß gemacht mitzuraten und zu erleben. Ob es ums Pläne schmieden ging, wie man den Täter nervös machen kann oder man die Presse benutzt um einen Täter zum Überführen. Jedes diese Details war für mich recht stimmig und ich konnte mir gut vorstellen, das es durchaus Wirklichkeit so abläuft. Mit William Wisting hat der Autor hier einen sehr angenehmen, warmherzigen, jedoch durchaus engagierten Ermittler erschaffen. In seinem Privatleben ist er ein zuvorkommender, liebevoller Großvater und Vater, der sich gerne um seine Enkelin Amalie kümmert. Tochter Line, die freie Journalistin ist und wie ihr Vater sich sehr für ihren Beruf einsetzt, bekommt hier die große Chance aktuell durch Artikel und einen Podcast zu berichten. Allerdings kommt dadurch Wisting in die Bredouille, sodass er sie teilweise belügen muss. Mit Sohn Thomas ist die Familie Wisting komplett. Selbst wenn sich Vater und Sohn wenig sehen hatte ich den Eindruck, dass sie sich gut verstehen, zudem ist er ein liebevoller Onkel. Bei Adrian Stiller war ich zunächst skeptisch, seine etwas eigenartige und ungestüme Herangehensweise an den Fall hat mich manchmal etwas misstrauisch gemacht. Dazu noch seine eigenartigen Schlafprobleme und das Aufputschen mit Koffeinpulver, das für mich etwas eigenartig war. Doch zum Glück wurde er von Mal zu Mal etwas offener und sympathischer. Ich merkte einfach, dass es seine Art war, Fälle zu bearbeiten und lösen. Selbst wenn hier nicht alles so abläuft, wie bei uns in Deutschland hatte ich das Gefühl, das viel Wahres an der Arbeit der Kripo dahintersteckt. Und trotzdem die Spannung recht unblutig ablief, konnte mich das Buch begeistern. Für mich war es bisher mein bester Kriminalfall aus Norwegen, den ich hier unbedingt empfehlen möchte und der 5 von 5 Sterne bekommt.
Den Autor muss man sich merken
von Bibliomarie - 27.10.2019
Jedes Jahr nimmt sich William Wisting einige Kartons mit den Unterlagen zum Vermisstenfall Katharina Haugen vor. Er konnte diesen Fall nie auflösen und er fühlt sich für ihn wie ein Stachel an, der immer wieder in die Haut bohrt. Zum Ehemann Martin Haugen, der auch als Verdächtiger galt, hat er im Lauf der Jahre ein besonderes, fast freundschaftliches Verhältnis aufgebaut, obwohl sich Wisting sicher ist, dass Haugen etwas vor ihm verbirgt. Man sieht sich hin und wieder und der Jahrestag des Verschwindens von Katharina hat sich als Treffen eingebürgert. Doch dieses Jahr kommt eine neue Dynamik in den Fall. Adrian Stiller, ein junger, sehr ehrgeiziger Kommissar, der eine EU Einheit zu Cold Cases leitet, hat eine neue Spur entdeckt. Fingerabdrücke aus einem nie geklärten Entführungsfall, die erst jetzt im Rahmen der fortschreitenden Technik Martin Haugen zugeordnet werden können. Stiller bezieht auch die Presse mit ein, ganz gezielt wählt er Wistings Tochter Line aus, die freiberufliche Journalistin arbeitet. Ein Krimi, der eigentlich ganz unspektakulär daher kommt, aber einen unglaublichen Sog entwickelt. Die Polizeiarbeit wird in ihrer Kleinteiligkeit durchaus realistisch geschildert, ist aber dabei überhaupt nie langatmig. Eine besondere Faszination übten die Protagonisten auf mich aus. Der Autor hat zwei ganz gegensätzliche Ermittler beschrieben. Wisting, als älterer, abgeklärter Ermittler, der sich in seine Gegenüber hineinversetzen kann und auch auf kleinste Regungen in Mimik und Sprache achtet und deuten kann. Stiller ist eher das Gegenteil, ein auf Erfolg geeichter Ermittler, der mit Manipulation und Provokation zu seinem Ziel kommen möchte. Das sind zwei Generationen und zwei Charaktere mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Der Leser lernt die Protagonisten aus verschiedenen Perspektiven kennen und kommt deshalb auch dem Geschehen sehr nah. Besonders intensiv empfand ich die Gespräche zwischen Wisting und Haugen, die um das Verschwinden Katharinas kreisen und in den vieles unausgesprochen bleibt, aber jeder Satz, jede Geste eine ganz besondere Bedeutung haben. Das Buch entspricht genau den Erwartungen, die ich an einen intelligenten Krimi habe und hat mir deshalb auch ausgesprochen gut gefallen. Dass ich schon sehr früh ahnte, wohin Wisting Martin Haugen steuerte, war das Ende keine Überraschung, aber völlig schlüssig gelöst. Das ist ein Autor, den ich im Auge behalten werde und auf dessen andere Bücher ich schon sehr gespannt bin.
Beharrlichkeit zahlt sich aus
von Langeweile - 27.10.2019
langeweile Inhalt übernommen: Jedes Jahr nimmt sich Kommissar William Wisting die Fallakte von Katharina Haugen vor. Immer am Jahrestag ihres Verschwindens vor 24 Jahren. Dieser Cold Case lässt ihm keine Ruhe, er spürt einfach, dass ein Verbrechen begangen wurde, auch wenn er es bisher nicht beweisen kann. Die junge Frau tauchte nie wieder auf - weder tot noch lebendig. In diesem Jahr sind zwei Dinge anders: Adrian Stiller, ein Ermittler der Cold - Case - Unit in Oslo, stößt auf eine Verbindung zu einem anderen Fall - die Fingerabdrücke von Martin Haugen,dem Ehemann der Vermissten, wurden an einem Tatort sichergestellt. Und als Wisting Haugen befragen will, ist dieser zum ersten Mal in all den Jahren nicht auffindbar, sondern spurlos verschwunden. Meine Meinung: Die Figur des William Wisting war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ein ruhiger, besonnener Kommissar, mit Ecken und Kanten und einer unvergleichlichen Beharrlichkeit. Der 24 Jahre zurückliegende Fall lässt ihm einfach keine Ruhe, immer wieder blättert er in den alten Akten, in der Hoffnung, etwas zu finden, was damals übersehen wurde. Zu dem Ehemann der verschwundenen Frau unterhält er seit damals einen ziemlich guten Kontakt, der schon fast an Freundschaft grenzt, obwohl er spürt, dass er ein Geheimnis mit sich herum trägt. Als Adrian Stiller,ein junger dynamischer Ermittler aus Oslo auftaucht, um wegen einer anderen Sache zu ermitteln, gerät auch dieser alte Fall wieder in Bewegung. Es ist mein erstes Buch dieses Autors und ich bin sehr begeistert von seinem Schreibstil. Auf eine sehr unaufgeregte Art, versteht er es, von Anfang an den Spannungsbogen hoch zu halten. Man begleitet als Leserin das Ermittler Team, dem es gelingt, Stück für Stück ein lange gehütetes Geheimnis zu lüften. Zwischendurch gab es auch immer wieder kurze Einblicke in das Privatleben der Protagonisten. Fazit: Ein spannender Krimi, der fast ohne Blutvergießen auskommt. Von mir eine Leseempfehlung, verbunden mit fünf Sternen.
Wistings weißer Wal
von elke17 - 27.10.2019
Jede/r Ermittler/in hat ihn, den "weißen Wal", den einen Fall im Laufe seines/ihres Berufslebens, den er nicht zum Abschluss bringen konnte, weil der letzte Beweis fehlt, um den/die Verdächtige zu überführen. Dann werden die Unterlagen in eine Kiste gepackt und in den Regalen mit den ungelösten Fällen verstaut, bis sie Staub ansetzen. In William Wistings Fall ist das Katharina Haugen, eine junge Frau, die vor 24 Jahren spurlos verschwand und ihn seither umtreibt, da er den Hauptverdächtigen kennt, im Lauf der Jahre sogar eine Art von Beziehung zu ihm aufgebaut hat, ihn aber nicht überführen kann. Und jedes Jahr um den Tag ihres Verschwindens holt er die Kiste mit den Beweismitteln hervor. Hoffend, etwas zu finden, das er bisher übersehen hat, damit er den Fall endlich zum Abschluss bringen kann. In diesem Jahr kommt jedoch unerwartete Hilfe von anderer Seite. Stiller, der Kollege von einer Cold Case-Spezialeinheit, trifft auf dem Revier ein, um einen lange zurückliegenden Entführungsfall im gleichen Ort aufzuklären und glaubt, dass beide Fälle zusammenhängen könnten. Vielleicht sogar, dass man es mit dem gleichen Täter zu tun hat. Zwischen den beiden Ermittlern entwickelt sich eine ganz besondere Dynamik, besonders dann, als auch noch Line, Journalistin und Wistings Tochter, in eine medienwirksame Aktion hineingezogen wird¿ "Wisting und der Tag der Vermissten" ist ein astreiner "Police procedural". Der Autor, früher selbst Polizist, verzichtet allerdings auf die Beschreibung spektakulärer Aktionen, sondern schildert stattdessen minutiös die Polizeiarbeit und lässt den Leser an dieser teilhaben. Das ewige Klein-Klein zieht sich zwar deshalb manchmal in die Länge, bietet aber doch ein genügendes Maß an Spannung, das den Leser bei der Stange hält. Die Auflösung beider Fälle ist sauber hergeleitet und lässt keine Fragen offen. Aber mir hat das Überraschungsmoment gefehlt, der Knaller am Schluss, der den Fällen eventuell noch eine andere Richtung gegeben hätte. Und dennoch kann man diesen Einführungsband von Jørn Lier Horsts Cold Case-Reihe, in deren Zentrum abermals (wie in den bereits vorliegenden Krimis des norwegischen Autors) Kommissar William Wisting steht, durchaus als realitätsnah und gelungen bezeichnen.
Beharrlichkeit zahlt sich aus
von Readaholic - 25.10.2019
Vor vierundzwanzig Jahren verschwand Katharina Haugen spurlos. Ein rätselhafter Fall, denn sie hinterließ einen gepackten Koffer und handschriftliche Notizen, aus denen die Polizei nicht schlau wurde. Einer der Ermittler in dem Fall, William Wisting, treibt der Fall noch heute um, weshalb er sich jedes Jahr am Jahrestag von Katharinas Verschwinden von Neuem der Akte widmet, in der Hoffnung auf etwas zu stoßen, das er bisher übersehen hatte. Im Laufe der Jahre hat sich Wisting außerdem mit Katharinas Ehemann Martin angefreundet, den er jedes Jahr am Jahrestag ihres Verschwindens besucht. In diesem Jahr trifft er Martin erstmalig nicht an, obwohl dieser mit Sicherheit mit Wistings Besuch gerechnet hat. Zur selben Zeit wird Wisting von Adrian Stiller, einem Cold Case Ermittler aus Oslo, kontaktiert und um Zusammenarbeit gebeten. Stiller hat in Zusammenhang mit einer alten Entführung Martin Haugens Fingerabdrücke auf Beweismitteln entdeckt. Sollte Martin Haugen etwa der Entführer der jungen Nadia Krogh gewesen sein? Da Stiller von Wistings Freundschaft zu Haugen weiß, schlägt er vor, dass Wisting das Wochenende mit Haugen verbringen soll, um diesen auszuhorchen. Ohne Wistings Wissen bittet Stiller außerdem Wistings Tochter Line, die Journalistin ist, eine Artikelserie über den alten Entführungsfall zu schreiben. Line hat keine Ahnung, dass ihr Vater ebenfalls in diesem Fall ermittelt, und Wisting darf seine Tochter auch nicht darüber informieren, da er der Schweigepflicht unterworfen ist. "Wisting und der Tag der Vermissten" ist ein spannender und gut zu lesender Krimi, dessen Autor früher selbst als Ermittler gearbeitet hat. Insofern weiß er genau über Ermittlungsmethoden Bescheid und mir stellte sich die Frage, ob die Polizei wirklich so weit gehen würde, einen ihrer Ermittler als Lockvogel einzusetzen und ihn ein Wochenende mit einem potentiellen Mörder verbringen lassen würde. Die Lektüre des Buchs war insgesamt kurzweilig, gegen Ende ließ die Spannung allerdings ein wenig nach, weshalb ich nur 4 von 5 Sternen vergebe.
Thriller mit Stil
von bücherwurm10 - 24.10.2019
Wisting und der Tag der Vermissten von Jorn Lier Horst ist in Norwegen schon ein Bestseller. Nach dem Lesen des Buches weiß ich auch warum und ich hoffe, dass das Buch auch hier bei uns zu einem Jahresbestseller wird! Eine junge Frau ist seit 24 Jahren verschwunden. Kommissar William Wisting ermittelt seit dieser Zeit an diesem Fall. Jedes Jahr aufs Neue packt er die alten Fallakten aus und vertieft sich in die Zeugenaussagen und Fotos. Was hat es auf sich mit dem mysteriösen Katharina-Code und dem seltsamen Nachbarn der verschwundenen Frau? Bereits ab der ersten Seite ist man gefangen von der Schreibweise des Autors. Er beherrscht auch die Kunst, Spannung zu erzeugen, die ohne Action und Blutvergießen auskommt! Das Buch war für mich ein wahrer Lesegenuss! Daher verteile ich 5 Sterne und eine unbedingte Kauf-und Leseempfehlung!
Wirkt ausgesprochen realistisch
von Xirxe - 23.10.2019
William Wisting ist seit vielen Jahren ein erfolgreicher Kommissar. Und so ist es kein Wunder, dass ihn das nicht geklärte Verschwinden von Katharina Haugen vor 24 Jahren noch immer keine Ruhe lässt. Jedes Jahr trifft er sich an dem Tag, an dem sie verschwand, mit ihrem Ehemann Martin Haugen, den er damals verdächtigte, aber dem nie etwas nachgewiesen werden konnte. Doch in diesem Jahr erfährt Wisting, dass Haugens Fingerabdrücke in einem anderen Fall aufgetaucht sind. Und am Tag ihres jährlichen Treffens ist er nicht aufzufinden. Ob William Wisting tatsächlich der beste Kommissar Norwegens ist, wie das Cover behauptet, sei dahingestellt - immerhin gibt es da beispielsweise Harry Hole (und vermutlich noch andere ;-)). Und in puncto Überraschungen, Action und Gewalt kann Wisting mit Harry Hole definitiv nicht mithalten. Dies hier ist ein sich fast schon gemächlich entwickelnder Krimi, bei dem man gefühlt beinahe in Echtzeit die Ermittlungen und Gedankengänge der jeweiligen ProtagonistInnen nachvollziehen kann. In erster Linie ist es natürlich Wisting, der diesen Vermisstenfall mittlerweile seit Jahrzehnten verfolgt. Dazu kommen noch seine Tochter Line, die als Journalistin an einer Reportage über eine unaufgeklärte Entführung schreibt. Und Adrian Stiller, ein Ermittler aus Oslo, der sich um alte ungelöste Fälle kümmert. Durch dieses sich langsame Annähern war ich als Lesende in der Lage, praktisch zeitgleich mit den handelnden Personen zu ähnlichen Folgerungen zu kommen wie diese. Das führt dazu, dass es zwar keine allzu grossen Enthüllungen und Aha-Effekte gibt, aber das starke Gefühl entsteht, hier einer echten Geschichte zu folgen. Vermutlich ist dies der Grund, weshalb trotz vergleichsweise wenig Action und Überraschungen dieser Krimi bis zum Ende packend und spannend blieb. Ich schätze, ich werde mir die anderen Krimis mit Herrn Wisting auch mal anschauen :-)
Interessanter Cold Case aus Norwegen
von Leselottchen - 21.10.2019
William Wisting, das ist die Hauptfigur einer norwegischen Krimireihe, die ich schon vor zwei Jahren für mich entdeckt habe. Und nun startet mit diesem sympathischen, etwas eigenbrötlerischen Kommissar eine neue Cold Case Buchreihe, auf die ich mich sehr gefreut habe. Der Fall hört sich äußerst spannend an. Vor 24 Jahren verschwindet Katharina Haugen. Wisting kann den Fall bis heute nicht klären, doch er beschäftigt ihn so sehr, dass er die Akten zuhause lagert und sie immer wieder von neuem durcharbeitet. Der von Katharina zurückgelassene Zettel beinhaltet verschiedene Zahlen, nach deren Bedeutung er unaufhörlich sucht. Kann der den sogenannten Katharina-Code nach so langer Zeit doch noch knacken. Bringt ihn die lockere Freundschaft mit Katharinas Ehemann Martin Haugen weiter oder behindert ihn diese eher? In die Karten spielt ihm ein junger Kollege namens Adrian Stiller, der damit betraut wird, Cold Cases neu aufzurollen. Und er holt Wisting ins Team. Auf den Tisch kommt ein anderer Vermisstenfall. Doch das Mysteriöse ist, die Fingerabdrücke von Katharinas Ehemann werden nun auch mit diesem Fall in Verbindung gebracht. Vor Jahren verschwand bei einer Party ein junges Mädchen, Nadia Krogh. Eine Unternehmerstochter, deren Vater Tage später eine Lösegeldforderung erhält. Auch sie ist nie mehr aufgetaucht. Wichtig wird auch Wistings Tochter Line, die mit ihrem kleinen Töchterchen neben dem Kommissar wohnt. Als Journalistin wird sie von Stiller mit ins Boot geholt. Sie soll die Menschen hellhörig machen und ihr Interesse an dem Verschwinden von Nadia neu entfachen. Ein absolut fesselnder Kriminalroman, der mir einige lesevergnügliche Stunden auf dem Sofa beschert hat. Die Story ist so fesselnd, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Kommissar Wistings Ermittlungsarbeiten sind eher wohlüberlegt und leise. Er neigt nicht zu unüberlegten Taten und wer mit Grausamkeiten oder blutigen Szenen rechnet, sucht sie in diesem Krimi vergebens. Die Situationen überschlagen sich nicht, man kann bei Wisting eher sagen, in der Ruhe liegt die Kraft. Genau das zeichnet seine Ermittlungen aus, immer dran zu bleiben und aus jeder Gegebenheit das beste rauszuholen. Gleichwohl lernt man auch die private Seite dieses Mannes kennen. Als Witwer freut er sich über seine kleine Enkelin, auf die er ganz gerne aufpasst. Seine kleine Familie ist ihm wichtig. Ich mag diese Art von skandinavischen Krimis, die sehr naturverbunden in wunderschönen Landschaften spielen. Die Schreibweise dieses Autors gefällt mir außerordentlich gut, man ist gleich mitten im Geschehen, egal ob man die Vorgänger Reihe mit diesem Ermittler kennt oder nicht. Die Fälle mit Wisting sind wirklich lesenswert und ich freue mich auf weitere Bücher mit diesem interessanten Kommissar. Einen kleinen Vorgeschmack gibts schon auf den letzten Seiten des Buches. Das Cover passt zum Land und zum Titel. Der dickgedruckte Name Wisting hat mich gleich neugierig gemacht.
Cold Case
von cabotcove - 18.10.2019
Cold Case Band 1 der Cold Cases-Reihe hat mich an sich von sich überzeugen können, wenn auch nicht von der ersten Seite an. Aber das macht ja auch nichts. Hauptsache, es packt einen dann doch noch... Und ich gebe jedem Buch um die hundert Seiten "Chance", mich zu fesseln - wenn das dann immer noch nicht der Fall ist, lege ich es weg . Das kann natürlich auch schon vorher der Fall sein, wenn es so gar nichts für mich ist oder ich einfach nicht "rein komme" ins Buch... Hier bin ich ganz froh, dass ich am Ball geblieben bin, denn anfangs dachte ich hier auch, das Buch ist so gar nichts für mich, denn ich kam einfach irgendwie nicht in die Geschichte hinein... Den Klappentext "Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden." fand ich noch sehr ansprechend, doch dann kam ich einfach nichts ins Buch rein... Es "hakte" irgendwie, ich kann das schwer beschreiben... Doch dann nahm ich mir ein wenig mehr Zeit und mittlerweile gefiel mir das Buch auch recht gut. Es ist spannend, wenn auch nicht nervenaufreibend, aber auf diese etwas "ruhigere" Art gefällt mir das manchmal auch ganz gut und der Autor macht das hier wirklich geschickt. Alles in allem vier Sterne.
Auftakt der Cold-Case-Reihe
von Isa - 16.10.2019
"Wisting und der Tag der Vermissten" ist der erste Band der Cold-Cases Reihe von Jørn Lier Horst. Jedes Jahr holt Kommissar Wisting zum Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen die Fallakten (die Kartons hat er bei sich zu Hause deponiert) hervor. Dieser ungeklärte Fall lässt ihn nicht los. Ein Notizzettel der im Haus der Verschwundenen gefunden wurde, gibt Rätsel auf, das bisher noch nicht gelöst wurde. Auch besucht Wisting jedes Jahr den Ehemann Martin Haugen, der sein Hauptverdächtiger war, aber ihm konnte kein Verbrechen nachgewiesen werden. Dann treten in einem anderen Fall neue Spuren auf, die Martin Haugen mit diesem in Verbindung bringen und der Fall wird neu aufgerollt. Gelingt es Wisting mit Hilfe von Adrian Stiller, dem Ermittler einer Cold-Case-Einheit, die beiden Fälle aufzuklären? Wistings Tochter Line, Journalistin im Erziehungsurlaub, wird von ihrer Zeitung beauftragt, mehrere Artikel zu schreiben und bekommt somit eine Rolle bei den Ermittlungen. Dieser Krimi zeichnet sich vor allem durch Ermittlungsarbeit aus, die spannend beschrieben wird, und kommt ohne "Blutrünstigkeit" und Action aus. Der Roman lässt sich aufgrund der kurzen Kapitel und dem angenehmen Schreibstil gut lesen und man befindet sich schnell im Geschehen wieder. Wisting ist eine sympathische Figur, ein Kommissar ohne gravierende private oder psychische Problemen. Die Personen des Romans haben auch ihre Probleme, aber diese sind meistens realistisch dargestellt. Auf eine Fortsetzung mit Wisting und hoffentlich auch seiner Tochter Line und Adrian Stiller, freue ich mich.
Dass ein so spannender Krimi so wunderbar entspannt daher kommen kann...!
von sbbsnl - 15.10.2019
Meine Rezension zu "Wisting und der Tag der vermissten" von Jorn Lier Horst Inhalt: Kommissar William Wisting lässt der 24 Jahre zurückliegende Fall der verschwundenen Katharina Hauser nicht los. Immer wieder durchforstet er die Akten nach neuen Hinweisen und besucht regelmäßig den Ehemann der Verschwundenen. Überraschender Weise wird genau dieser Fall nun interessant für den ehrgeizigen Kripo Beamten Adrian Stiller, da er in Zusammenhang mit einem ungelösten Entführungsfall steht bzw. scheint Martin Hauser plötzlich verdächtig und in diesen verwickelt zu sein. Eine schwierige Aufgabe für Wisting, denn Stiller zieht auch die Tochter Wistings mit in die Geschichte hinein und plötzlich erscheint alles in einem anderen Licht, als Jahrzehnte lang geglaubt. Autor: Jorn Lier Horst ist ein norwegischer Autor und war früher selbst Kriminalkommissar, er hat zahlreiche Bände mit Kommissar Wisting als Hauptfigur veröffentlicht, die in Norwegen Bestseller sind. Mit diesem Buch eröffnet er eine neue Reihe, zwar auch mit Wisting als Hauptfigur, aber es geht um "Cold Cases", bereits abgelegte, aber noch ungeklärte Kriminalfälle. Schreibstil & Spannung: Jorn Lier Horst hat eine angenehme, ruhige und mitreißende Art zu schreiben. Man fühlt sich schnell mitgenommen, weil man sofort in die Geschichte "geworfen" wird, es benötigt wenig Vorlauf, sondern nach und nach lernt man die Hauptpersonen kennen. Mit viel Liebe zum Detail, aber nie übertrieben, werden uns die Personen näher gebracht. Die Geschichte selbst wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und das erhält die Spannung durchgängig auf einem angenehmen Level. Fazit: Der Autor war mir bis zu diesem Buch gänzlich unbekannt. Das stellt sich als großer Fehler meinerseits heraus! Da ich eher dem Thriller Genre zugetan bin, gehe ich oft über den klassischen Kriminalroman hinweg. Das wird sich jetzt allerdings ändern müssen, denn das Buch von Jorn Lier Horst ist ganz wunderbarer Lesestoff. Es war wie ein Eintauchen in eine andere Schreibwelt. So ruhig und entspannt geschrieben, aber mit der perfekten Portion Spannung um in einem Rutsch durchlesen zu wollen (was leider zeitlich nicht immer gelingt). Die Hauptperson Wisting möchte man vom ersten Moment in seinem Freundeskreis unterbringen, so korrekt, ehrlich, engagiert und schnörkellos irgendwie, aber mit viel Herz! Auch seine Tochter mag man gleich und ihre spätere Verwicklung in den Fall macht die Sache von Anfang an spannend. Der etwas undurchsichtige Adrian Stiller von der Kripo gibt mir zunächst Rätsel auf und das bleibt auch lange so. Die Geschichte an sich ist auch einfach gut geschrieben, gut durchdacht und durchgängig interessant für den Leser. Gerade diese alten Fälle haben ja viel Spannungspotenzial. Immer tauchen neue Hinweise auf, andere Personen, neue Ansätze werden überdacht, weiter verfolgt oder verworfen und man möchte irgendwann einfach nur noch wissen, wer, was, wie, wann und warum getan hat! Ich habe einfach weiterlesen müssen, damit auch ich endlich Bescheid weiß. Ach, einfach ein gutes Buch, treffender kann ich es nicht schreiben. Es macht einfach Spaß, ist so unaufregend spannend und das war neu für mich. Eine wirkliche Neuentdeckung, die mich auf ganz ruhige Art in diese Geschichte rund um William Wisting eintauchen lässt. Ich freue mich schon sehr auf den 2. Fall aus dieser neuen Reihe Eine klare Empfehlung meinerseits - 5 Sterne!
Der "Katharina-Code" und vierzehn rote Rosen
von LEXI - 15.10.2019
Der "Katharina-Code" und vierzehn rote Rosen Der mysteriöse "Katharina-Code", der nie entschlüsselt werden konnte, und vierzehn rote Rosen beschäftigen den erfahrenen Ermittler William Wisting auch noch vierundzwanzig Jahre nach dem Verschwinden von Katharina Haugen aus Kleivervei. Der professionell agierende Abteilungsleiter befasst sich seit damals mit diesem ungeklärten Fall, ein jährlicher Besuch bei dem Ehemann Martin Haugen führte im Laufe der Zeit zu einer eigenartig anmutenden Freundschaft zwischen dem damals Tatverdächtigen und dem Ermittler. Wisting hatte nie wirklich an Martin Haugens Unschuld geglaubt, doch sein Alibi war und blieb hieb- und stichfest. Als ein Ermittler der neu gegründeten Cold-Case-Unit in Oslo seinen ersten Fall in Angriff nimmt, stößt er bei der Wiederaufnahme des Entführungsfalles um die Unternehmerstochter Nadia Krogh auf Parallelen zum Verschwinden von Katharina Haugen. Der zielstrebige Kripo-Beamte Adrian Stiller rollt gemeinsam mit William Wisting beide Fälle neu auf und Wistings Erfahrung, sein Feingefühl und diplomatisches Geschick sind gefordert, um die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen. Jørn Lier Horst liefert mit seiner aktuellen Neuerscheinung einen grandiosen Einstieg in eine neue Buchreihe. Seinem liebenswerten Protagonisten William Wisting stellt er einen korrekten, ergebnisorientierten und sympathischen jungen Ermittler zur Seite, der alle Hebel in Bewegung setzt, um seinen ersten Fall erfolgreich abzuschließen. Polizeijuristin Christine Thiis sowie Wistings Kollege und Stellvertreter Nils Hammer spielen hierbei jeweils nur eine untergeordnete Rolle. Die sprachlich-stilistische Gestaltung dieses Kriminalromans hat mir ausgezeichnet gefallen. Der ruhige, bedächtige Erzählstil, seine akribischen Beschreibungen von Personen und Handlung sowie seine interessant gestrickten Fälle haben mich bereits bei meiner ersten Lektüre des Autors Jørn Lier Horst vollends überzeugt. Auch im vorliegenden Krimi blieb er seinem Schreibstil treu und sorgte erneut für Lesevergnügen vom Feinsten. Altvertraute Fakten werden dem Leser zur Kenntnis gebracht, verschiedene Aspekte dieser komplexen Fälle neu beleuchtet, längst erkaltete Spuren dank neuer technischer Errungenschaften nachverfolgt. Neben der Ermittlungsarbeit der Polizei wird auch dem Privatleben des Protagonisten große Aufmerksamkeit zuteil. Williams Tochter Line ist als engagierte Journalistin beruflich in die beiden Fälle involviert, Lines Tochter Amalie und Wistings Sohn Thomas bereichern jene Handlungsstränge, die Wistings Privatleben thematisieren. Darüber hinaus richtet sich der Fokus zeitweilig auf einige Zeugen und Verdächtige von damals. Sind Martin Haugens manipulative und rachsüchtige Ex-Ehefrau, sein wortkarger und vorbestrafter Nachbar und der Ex-Freund des zweiten Opfers tatsächlich von jedem Verdacht erhaben? Oder sticht Wisting durch seine erneuten Befragungen in ein Wespennest und provoziert damit unbedachte Äußerungen und Handlungen? Der Spannungsbogen wurde die gesamte Handlung über konstant aufrecht gehalten. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und wurde durch das ungewisse Schicksal der beiden verschwundenen Frauen, Sprache und Handlung vollständig in den Bann dieser Geschichte gezogen. Ein hochwertiges Cover und eine lesefreundliche Schriftgröße runden meinen positiven Gesamteindruck ab. FAZIT: Dieser Roman aus der Feder meines favorisierten nordischen Krimiautors hat meinem Lesegeschmack in jeder Hinsicht entsprochen. Die komplexe Handlung, die Konzentration auf die Ermittlungsarbeit, das bedächtige und ruhige Erzähltempo und die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere machen den Reiz dieses beschaulichen Krimis aus. "Wisting und der Tag der Vermissten" bescherte mir ein unterhaltsames und interessantes Lesevergnügen und ich genoss es, an Kommissar Wistings Seite dem Rätsel um das Verschwinden der beiden Frauen auf die Spur zu kommen. Dem nächsten Band dieser Reihe sehe ich bereits jetzt mit großer Erwartungshaltung und Freude entgegen. Völlig begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!
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