Gedichte 1756 - 1799 als Buch
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Gedichte 1756 - 1799

'Bibliothek deutscher Klassiker'.
Buch (gebunden)
Gedichte haben ihn sein Leben lang begleitet. "Dasjenige, was mich erfreute oder quälte oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln, und darüber mit mir selbst abzuschließen", so hat Goethe in 'Dichtung und Wahrheit' seinen Impuls … weiterlesen
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Gedichte 1756 - 1799 als Buch

Produktdetails

Titel: Gedichte 1756 - 1799
Autor/en: Johann Wolfgang von Goethe

ISBN: 3618602103
EAN: 9783618602101
'Bibliothek deutscher Klassiker'.
Herausgegeben von Karl Eibl
Deutscher Klassikerverlag

1. Januar 1987 - gebunden - 1336 Seiten

Beschreibung

Gedichte haben ihn sein Leben lang begleitet. "Dasjenige, was mich erfreute oder quälte oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln, und darüber mit mir selbst abzuschließen", so hat Goethe in 'Dichtung und Wahrheit' seinen Impuls zur Lyrik gekennzeichnet. Stets fand er kleinere ebenso wie "bedeutende" Gelegenheiten, das "Allgemeine, Innere, Höhere", das "dem Dichter vorschwebte", in ein Bild, in ein Symbol zu fassen. Geradezu universal ist die Vielfalt der Themen und Formen seiner Lyrik. In Liedern und Sonetten, Hymnen und Elegien, Epigrammen, Sprüchen und Balladen entfaltet sich ihr Reichtum. In ihnen breitete er seine Empfindungen und Bekenntnisse aus, legte er seine Weltanschauung vor, reagierte er polemisch oder freundlich auf Tagesereignisse und Zeitgenossen. Lyrisch verarbeitete er seine Erlebnisse, entwarf er seine Visionen und Utopien in jenen symbolischen Verdichtungen, die sein Werk überdauern ließen.

Inhaltsverzeichnis

Gedichte 1756-1799 - Kommentar von Karl Eibl

Portrait

Johann Wolfgang Goethe, am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren, absolvierte ein Jurastudium und trat dann in den Regierungsdienst am Hof von Weimar ein. 1773 veröffentlichte er Götz von Berlichingen (anonym) und 1774 Die Leiden des jungen Werthers. Es folgte eine Vielzahl weiterer Veröffentlichungen, zu den berühmtesten zählen Italienische Reise (1816/1817), Wilhelm Meisters Lehrjahre (1798) und Faust (1808). Johann Wolfgang Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 16.08.2001

Besuch von Schlegel und Novalis
Disziplinierte Notate: Goethes Tagebücher, glänzend kommentiert

Das große Unternehmen der "historisch-kritischen Ausgabe" von Goethes Tagebüchern schreitet auf erfreuliche Weise termingerecht voran. Zwei Jahre nach dem ersten Band, der die Tagebücher der Jahre 1775 bis 1787 umfaßt, liegt der zweite Band vor, der die Tagebücher der Jahre von 1790 bis 1800 präsentiert. Letzte Zweifel am Sinn des aufwendigen Projektes werden spätestens durch diesen Band zerstreut, und dies ist vor allem ein Verdienst des großartigen Kommentars, der die sprödeste aller Quellen zu Goethes Leben und Werk erstmals systematisch erläutert.

Das Kernstück des ersten Bandes bildet das im September und Oktober 1786 zwischen Karlsbad und Rom geführte Tagebuch für Charlotte von Stein, das bereits durch vorzügliche Kommentare erschlossen war. Im Falle des zweiten Bandes hingegen war für die Kommentatoren noch fast alles zu tun, sieht man von den Tagebüchern der Reise in die Schweiz 1797 ab, die Eckermann, redigiert und um Briefe erweitert, bereits 1833 in der Ausgabe letzter Hand als "Reise in die Schweiz 1797" veröffentlicht hatte, weshalb sie in den modernen Ausgaben als Werk Goethes kommentiert worden sind. Die auf wenige Stichworte sich beschränkenden Tagesbilanzen jedoch, die Goethe im Alter als "tägliche Buchführung mit sich selbst" bezeichnete, wieder mit jenem Leben zu füllen, dessen allerkargstes Stenogramm sie bilden, bedeutet eine einzigartige Herausforderung für jeden Kommentator. Wolfgang Albrecht und Edith Zehm - es ist, als signalisierten Anfang und Ende des Alphabets hier die Ausmaße des einschlägig benötigten Wissens - sind ihrer Aufgabe jedenfalls auf beeindruckende Weise gerecht geworden.

Ein Jahrzehnt in Goethes Leben: Es sind die im Zeichen der Französischen Revolution stehenden Krisenjahre nach der Rückkehr aus Italien, die Teilnahme an der "Campagne" in Frankreich, das erste Jahrfünft der Freundschaft mit Schiller, eine Zeit intensiver Beschäftigung mit der Farbenlehre, die Entstehung von "Wilhelm Meisters Lehrjahren", "Hermann und Dorothea" und der Übersetzung von "Benvenuto Cellini", die Jahre der Hoffnungen und der Enttäuschungen, die sich mit dem Zeitschriftenprojekt "Propyläen" verbanden, ein Jahrzehnt verzweigter ministerieller Tätigkeiten und des Lebens an der Seite derer, die im Tagebuch in der Regel als die "Meinigen" (manchmal auch nur als "M.") erscheinen: Christiane Vulpius und der 1789 geborene Sohn August - dies alles in einem Text komprimiert, der im 1888 erschienenen Erstdruck in der Sophienausgabe nicht viel mehr als 300 Seiten umfaßt: ein Lebenskonzentrat, das sich auch Kennern oft nur schwer erschließt.

Goethe hat in dieser Zeit nicht kontinuierlich Tagebuch geführt. Erst zu Beginn des Jahres 1796 hat er sich dazu entschlossen, die wichtigsten Ereignisse, Ergebnisse und Begegnungen Tag für Tag zu verzeichnen. Dabei sollten ihm, dessen künstlerische Produktivität in der Gemeinschaft mit Schiller neu erwacht war, die diaristischen Tagesresümees auch zur optimalen Nutzung seiner Zeit verhelfen. Tatsächlich ist die Faszination der Tagebücher nicht zuletzt diejenige eines flexibel organisierten Tagesrhythmus, der Goethe ungeheuer viel - Amtliches, Künstlerisches, Wissenschaft, Besuche, Gespräche, Geselligkeiten, Briefe - zu bewältigen erlaubte, ohne ihn jemals die Herrschaft über die Zeit verlieren zu lassen. Es geschah sehr viel an einem Tag Goethes - Erich Trunz hat dies am Beispiel des 12. April 1813 in einer schönen Studie gezeigt -, und doch geschah es mit jener Ruhe, die aus der Selbstdisziplin erwächst, deren Medium nicht zuletzt das Tagebuch war.

Sein nüchterner Duktus und der Verzicht auf alle die äußeren Tagesabläufe und Arbeitszusammenhänge überschreitenden persönlich-privaten Mitteilungen gerade in diesem Jahrzehnt sind stilistischer Ausdruck ebendieser Selbstdisziplin. Es um seiner selbst willen zu lesen, wäre deshalb nicht nur aus ästhetischen Gründen eine wunderliche Entscheidung, sondern würde auch gegen den Geist des Tagebuchs verstoßen. Als Dokumentation des von Goethe Tag für Tag Geleisteten ist es aber ein wunderbares Arbeitsinstrument, und es erschließt sich in seinem ganzen Nutzen erst jetzt durch den Kommentar. Was sich etwa hinter den spartanischen Tagesrapporten Goethes beim Frankreichfeldzug (Valmy, 20. September 1792: "Marsch bis an die Chaussée, Kannonade. Nachts unter fr. Himmel; übel Wetter") an militärischen Abläufen wirklich verbirgt, zeigt der Kommentar anhand ausführlicher Exzerpte aus dem während des Feldzugs geführten Tagebuch von Johann Conrad Wagner, dem Kämmerer des Herzogs Carl August, aber auch mit Hilfe von Berichten aus der "Vossischen Zeitung".

Die Verfasser geben sich keineswegs mit der Identifikation der genannten Bücher, Personen, Theaterstücke oder Opern zufrieden, sondern erläutern die von Goethe festgehaltenen Stichworte durch Briefe, Gesprächsaufzeichnungen und Dokumente, die der Benutzer des Tagebuchs sich bisher aus oft entlegenen Quellen hatte zusammensuchen müssen. So muß sich Goethe am 29. März 1798 aus seiner Lektüre der Alten ausgerechnet von August Wilhelm Schlegel und Novalis aufschrecken lassen: "Schema zur Aeneis. In der Ilias gelesen. Rath Schlegel und von Hardenberg kamen zu mir". Welches Miniaturdrama im sich anbahnenden Konflikt Goethes mit der Frühromantik sich hier ereignete, gibt der Kommentar dem Leser durch ein Zitat aus einem Brief von Novalis an Schiller zu erkennen: "Mein Unstern wollte, daß ich Ihren Freund nicht in der Stimmung fand, wie ich ihn mir so sehnlich gewünscht hätte."

Nüchterne Bemerkungen wie "Briefe dictirt", "Mittag bey Hofe" oder "Abends Comödie" erfüllt der Kommentar mit Inhalt und Leben; er teilt dem Leser mit, an wen Goethe morgens Briefe geschrieben, mit wem er mittags bei Hofe gespeist, welche Komödie er abends gesehen hat. Selbst bei wenig bekannten Personen läßt er den Leser nicht im Stich. So besucht Goethe am 8. Januar 1799 ein "Bürger Conrad". Monate später erfährt Goethe allerdings, es habe sich in dieser Maske ein ganz anderer verkappt. Er vertraut dem Tagebuch aber nicht an, wer dies war - aus einsehbaren Gründen, wie nun der Kommentar mitteilt: Es handelte sich nämlich um den als Jakobiner verschrienen Schriftsteller und Diplomaten Konrad Engelbert Oelsner.

Bei soviel Kommentierungsakribie hat es etwas Tröstliches, daß an wenigen Stellen ein "Nicht identifiziert" stehengeblieben ist, etwa bei den am 21. November 1798 notierten Worten: "Geschichte. Ich diene meinem Gott." Wer aber dem Gotte der Philologie dient, dürfte das 140 doppelspaltige Seiten umfassende kommentierte Register zu schätzen wissen - wird doch das Gesamtregister der auf zehn Bände berechneten Ausgabe von Goethes Tagebüchern eine einzigartige Prosopographie der Goethezeit ergeben.

ERNST OSTERKAMP

Johann Wolfgang Goethe: "Tagebücher". Historisch-kritische Ausgabe. Herausgegeben von Jochen Golz. Bd. II, 1: Text 1790-1800. Hg. von Edith Zehm. Bd. II, 2: Kommentar 1790-1800. Hg. von Wolfgang Albrecht und Edith Zehm. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000. 987 S., geb., je

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