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Alle Menschen werden Brüder als Buch
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Alle Menschen werden Brüder

Roman. Sonderausgabe.
Buch (gebunden)
»Ich weiß, daß sich Abgründe auftun werden, wenn Sie zu erzählen beginnen. Aber Sie müssen erzählen, denn ich muß die Wahrheit kennen, die ganze Wahrheit.« Das sagt Staatsanwalt Paradin zu Richard Mark, dem ehemals gefeierten Romanautor, der jetzt in … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Alle Menschen werden Brüder
Autor/en: Johannes Mario Simmel

ISBN: 3426188546
EAN: 9783426188545
Roman.
Sonderausgabe.
Droemer Knaur

2. Februar 1974 - gebunden - 691 Seiten

Beschreibung

»Ich weiß, daß sich Abgründe auftun werden, wenn Sie zu erzählen beginnen. Aber Sie müssen erzählen, denn ich muß die Wahrheit kennen, die ganze Wahrheit.« Das sagt Staatsanwalt Paradin zu Richard Mark, dem ehemals gefeierten Romanautor, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt. Und Richard Mark erzählt: Von Lillian Lombard, seiner großen Liebe; von seinem Bruder Werner, der ihn ermorden lassen will und den er selbst ans Messer liefert; von allen Menschen, die unlösbar mit seinem tragischen Schicksal verbunden sind. Es ist nicht nur das Leben des Richard Mark, das Johannes Mario Simmel lebendig werden läßt. Es ist die jüngste Vergangenheit und die Gegenwart unseres Volkes, unseres Landes, mit der der Autor uns schonungslos konfrontiert.

Besprechung

»Ich weiß, daß sich Abgründe auftun werden, wenn Sie zu erzählen beginnen. Aber Sie müssen erzählen, denn ich muß die Wahrheit kennen, die ganze Wahrheit.« Das sagt Staatsanwalt Paradin zu Richard Mark, dem ehemals gefeierten Romanautor, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt. Und Richard Mark erzählt: von Lillian Lombard, seiner großen Liebe, die ihn wie ein mächtiger Zauber, aber auch wie ein noch mächtigerer Fluch niemals verläßt und immer bedroht; von seinem Bruder Werner, der ihn in Kairo für dreitausend ägyptische Pfund ermorden lassen will und den er selbst ans Messer liefert; von Boris Minski, der das Grauen überlebt hat, von ihrer beider Goldgrube, der exklusiven Bar in Frankfurt, in der Vanessa strippt; von Professor Mohn, der in jenen Jahren seine unheilbar kranken Patienten vor dem tödlichen Gas rettete; vom anderen Professor, Delacorte, der damals mit dem tödlichen Gas Karriere machte und untertauchte, als man die Mörder suchte.

Die beiden Brüder Werner und Richard sind Kain und Abel in unserer Zeit. Wo begann ihr mörderischer Konflikt? Genaugenommen schon im Kinderzimmer der beiden - und nicht erst, als Richard die Maske des sich so gütig gebenden Professors Delacorte durchschaute, ihn der Gerechtigkeit ausliefern wollte und dabei, in einem wahren Alptraum einander jagender unheimlicher Geschehnisse, fast selbst zugrunde ging. »Alle Menschen werden Brüder« - so nennt Simmel sein Buch, nicht nur deshalb, weil in einer alten Partitur der Neunten Symphonie, die eine wichtige Rolle spielt, gerade diese Worte einmal fehlen, sondern weil das Fehlen jenes Satzes das große Unglück unserer Zeit symbolisiert: Den Menschen, die Brüder sein sollten und Brüder sein könnten, fehlt allenthalben die Brüderlichkeit.

Man weiß nicht, was man mehr bewu

Portrait

Johannes M. Simmel, geb. 1924 als Sohn eines jüdischen Chemikers und einer Lektorin in Wien, verbrachte seine Kindheit in Wien und England. Nach seiner Ausbildung zum Chemie-Ingenieur war er ab 1943 als Heilmitteltechniker tätig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete er als Dolmetscher für die amerikanische Militärregierung in seinem Land. Seit 1948 war er als Journalist tätig, schrieb Drehbücher, Reportagen und Serien. Seit 1963 arbeitete Simmel als freier Schriftsteller und lebte in München oder Frankreich. Der große Wurf gelang ihm 1960 mit dem Romantitel 'Es muss nicht immer Kaviar sein' und dem Bühnenstück 'Der Schulfreund'. Es folgten regelmäßige Veröffentlichungen von Romanen, von denen viele zum Erfolg wurden. Der Literaturbetrieb stufte Simmels Romane teilweise noch als Trivialliteratur ein. Die Kritik an seinen Werken betraf die literarische Ästhetik, aber nicht die Inhalte. Seine Themen waren unter anderem Drogenhandel, Undurchschaubarkeit der Geheimdienste, Neonazismus oder Umweltverschmutzung. Im März 2005 bekam der österreichische Schriftsteller das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.§ eit dem Jahr 1983 lebte der Autor im schweizerischen Zug, wo er am 1. Januar 2009 im Alter von 84 Jahren verstarb.

Leseprobe

Mein Bruder fragte seinen Mörder, wie dieser den Mord zu begehen gedenke.

»Auf die ehrwürdige Weise«, antwortete der Inder. »Mit einem malaiischen Kris. Das ist am sichersten und geht am schnellsten. Ein einziger Schnitt genügt. Genügte noch jedesmal.« »Gut«, sagte mein Bruder. Sie sprachen Englisch miteinander. »Ich hatte es natürlich stets mit Menschen zu tun, die im Bett lagen oder schliefen.«

»Natürlich«, sagte mein Bruder Werner.

»Das ist die Voraussetzung«, sagte sein Mörder. »Tiefer Schlaf. So tief wie möglich. Betrunkene machen es mir leicht. Sich auch.« »Ich werde Whisky nehmen«, versprach mein Bruder. »Whisky ist gut«, sagte sein Mörder. Er sah viel älter aus, als er tatsächlich war: hohlwangig und ausgezehrt. Die schwarzen Augen trugen einen verzückten Ausdruck, die Zähne hatten beinahe ihre Farbe, und wenn der Inder ausspuckte, war sein Speichel rot. Er spuckte häufig aus, denn er kaute Betel. Betel macht die Zähne schwarz und den Speichel rot. Der körperliche Verfall und die beständige Glückseligkeit des Mörders waren zum kleineren Teil Folgen dieser Betelkauerei, zum größeren die eines gewiß langjährigen und gewiß enormen Konsums von Haschisch. Ein Rauschgifthändler in Kairos Altstadt hatte meinen Bruder Werner mit seinem Mörder zusammengebracht. Das war gestern gewesen, und die beiden hatten sich grundsätzlich geeinigt. Heute trafen sie einander noch einmal bei dem alten Kilometer an der äußersten Südspitze der Flußinsel Roda - um dreiundzwanzig Uhr am Mittwoch, dem 14. Dezember 1966. Es war geradezu unglaublich warm für Dezember und für eine Gegend mit im allgemeinen extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Die beiden Män

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