50% und mehr sparen mit den eBook Schnäppchen der Woche** >>
Die Entdeckung des Unmöglichen als Buch
PORTO-
FREI

Die Entdeckung des Unmöglichen

Forschung an den Grenzen des Wissens. Originaltitel: Impossibility. Auflage 1999. 56 Abbildungen. Book.
Buch (kartoniert)
Grenzen sind dazu da, daß man sie überschreitet. In diesem Sinne denkt John D. Barrow in seinem Buch über die Grenzen der Wissenschaft nach - mit den Methoden moderner Wissenschaft, und zeigt wie die Entdeckung des Unmöglichen die Irrtümer der Wissen … weiterlesen
Buch

25,00 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Die Entdeckung des Unmöglichen als Buch

Produktdetails

Titel: Die Entdeckung des Unmöglichen
Autor/en: John D. Barrow

ISBN: 3827411106
EAN: 9783827411105
Forschung an den Grenzen des Wissens.
Originaltitel: Impossibility.
Auflage 1999.
56 Abbildungen.
Book.
Übersetzt von Heiner Must
Spektrum-Akademischer Vlg

6. März 2001 - kartoniert - 411 Seiten

Beschreibung

Warum ist ein Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit unmöglich? Und warum kann kein mathematisches Theoriengebäude die Welt vollständig beschreiben? Durch Grenzen, die jeder wissenschaftlichen Forschung gesetzt sind, werden bei John D. Barrow zu einer "spannenden und überaus ansprechenden dargebotenen Reise" für den Leser, der nach Antworten auf die alte philosophische Frage sucht: Was können wir wissen?
Barrow untersucht klassische Theorien wie die inflationäre Kosmologie, die Relativitätstheorie oder die Quantentheorie, aber auch die evolutionären Bewußtseinstheorien und mathematische Logik auf die Grenzen ihrer Anwendungs- und Erklärungsbereiche. Anders als Kant, der unser Erkenntnisvermögen und seine Grenzen auf eine Transzendentalphilosophie gründete, stellt Barrow eine pragmatisch-unkonventionelle Vermutung zur Diskussion: Könnte es sein, daß die fraktalen Grenzen unseres Wissens mehr beinhalten als dieses Wissen selbst?

Inhaltsverzeichnis

Kap.1.Die Kunst des Unmöglichen
Kap.2.Die Hoffnung auf Fortschritt
Kap.3.Zurück in die Zukunft
Kap.4.Mensch sein
Kap.5.Technische Grenzen
Kap.6.Kosmologische Grenzen
Kap.7.Immanente Grenzen
Kap.8.Das Unmögliche und wir
Kap.9.Das Unmögliche: Eine Bilanz
Anmerkungen
Index

Portrait

John D. Barrow ist seit 1999 Professor für angewandte Mathematik und Physik an der Universität Cambridge am DAMTP (Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics), wo er das Millenium-Mathematik-Projekt leitet, das ein besseres Verstehen und Anwenden mathematischen Wissens bei Schülern, Studenten und in der breiten Gesellschaft zum Ziel hat. Davor war er viele Jahre Direktor des Astronomischen Zentrums an der University of Sussex in Brighton. Mit seinen wissenschaftlichen Publikationen und seinen populärwissenschaftlichen Bestsellern - darunter die bei Spektrum Akademischer Verlag auf deutsch erschienenen Klassiker Theorien für Alles, Die Natur der Natur, Ein Himmel voller Zahlen und Die Linke Hand der Schöpfung (zusammen mit J. Silk) - hat sich Barrow international einen Namen gemacht.

Pressestimmen

Der britische Astrophysiker John D. Barrow...ist ein breit gebildeter und begabter Wissenschaftsautor. Sein neuestes Buch ist alles andere als entrüstete Replik auf Horgan (The End of Science). Statt dessen erwartet den Leser eine spannende und überaus ansprechend dargebotene Reise zu den Grenzen naturwissenschaftlichen Wissens...Alles hochinteressante und äußerst lesbar geschriebene logische Kabinettstückchen, von denen der Leser am Ende mehr hat als von vermeintlichen Antworten auf große Fragen.
DIE ZEIT
Bild der Wissenschaft-Preis 1999: Kategorie Überblick: 3. Platz. John Barrow, Die Entdeckung des Unmöglichen
Barrows Buch liefert eine profunde Studie über Bereiche,die für uns unerreichbar oder unerkennbar sind, ohne jedoch dewegen in Wissenschaftsfeindlichkeit oder Fatalismus abzugleiten. Es ist für jeden, der an den grundlegenden Problemen der modernen Forschung interessiert ist, eine packende und informative Lektüre, die zu weiterem Nachdenken anregt.
Biologie in unserer Zeit 2/00 (auch in) Physik in unserer Zeit 2/00
In dieser erhellenden, gut geschriebenen Darstellung [des Unmöglichen] schildert und erläutert John D. Barrow die Grenzen der Wissenschaft als Wirklichkeit schaffenden Mechanismus.
Mitgerissen von einer Wirbelwind-Tour des Geistes, von Gödels Theorem, freiem Willen, Paradoxien bei Wahlsystemen, Zeitreisen, Berechenbarkeit, Computerschach, menschlichem Bewußtsein, künstlicher Intelligenz, Unschärferelation, mag man sich fragen, wie sich alle diese Dinge in eine zusammenhängende Darstellung über die Grenzen der Wissenschaft ein-passen lassen. Wider alle Erwartung schafft es Barrow, sie passend zusammenzufügen - und das in nur 250 Seiten!
Wer also eine gute Darstellung für den Aufbruch von dort, wo die Wissenschaft endet, sucht, der lese dieses Buch! Es wird keine endgültige Antwort liefern. Aber die Reise ist weitaus interessanter - und bedeutender - als das Reiseziel.
John L. Casti, Nature, 2.April 1998
(..) eine aufregende (und bildende) Gedanken-Reise!
PM - Der Praxis der Mathematik

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 09.11.1999

Wunder gibt es immer wieder
Ohne das Nichtwissen wäre das Wissen nicht: John D. Barrow probiert die Unmöglichkeiten durch

Zu den weit verbreiteten Formen modernen Aberglaubens gehört die Auffassung, dass nichts unmöglich sei. Tatsächlich haben uns die Naturwissenschaftler in den letzten Jahrzehnten vorgeführt, dass bis dato als unmöglich geltende Dinge ohne weiteres möglich sind. Paradoxerweise ist Naturwissenschaft jedoch nur möglich, weil bestimmte Dinge unmöglich sind.

John D. Barrow sieht die wissenschaftliche Forschung wie den Sinn des Menschen für Kunst als ein Nebenprodukt einer Reihe von Eigenschaften, die sich evolutionär durchgesetzt haben, weil sie für das Überleben in einer weit entfernten Vergangenheit besser geeignet waren. Über den Sinn für Ästhetik hat er in seinem Buch "Der kosmische Schnitt" geschrieben (F.A.Z. vom 26. März 1998), jetzt widmet er sich den Naturwissenschaften. Dabei kehrt er hervor, dass das Universum klarer durch die Dinge beschrieben wird, die unmöglich sind, als durch das, was möglich ist.

Der Glaube an Unmöglichkeiten erfordert die Befreiung vom Glauben an die eigene Allmacht. Der Einfluss von Religionen auf die Einstellung zum Unmöglichen wird sehr unterschiedlich bewertet. Einerseits scheint der Monotheismus, der einen allmächtigen, in das Weltgeschehen eingreifenden Gott propagiert, den Glauben an das Unmögliche zu untergraben, andererseits kann gerade der Monotheismus die Idee allgemein gültiger Naturgesetze begünstigen.

Heute finden wir das Unmögliche in den Werken zahlreicher Künstler, von denen Barrow René Magritte und Maurits Escher hervorhebt, ebenso wie in den beiden großen physikalischen Theorien unseres Jahrhunderts. Die Quantentheorie behauptet die Unmöglichkeit, Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens gleichzeitig mit beliebiger Genauigkeit messen zu können, die Relativitätstheorie baut auf der Unmöglichkeit, Informationen schneller als das Licht zu übertragen, auf.

Ganz allgemein können wir nur über den Teil des Universums Informationen erlangen, der innerhalb des von der Lichtgeschwindigkeit festgelegten Horizonts liegt. Wir können nicht feststellen, ob es endlich oder unendlich ist. Vermutlich befinden wir uns in einer expandierenden Blase eines komplexen Universums und können nicht in Erfahrung bringen, was sich jenseits des Horizonts unserer Blase abspielt. Wir werden nie erfahren, ob es andere Blasen wie die unsrige gibt, selbst der Anfang des für uns sichtbaren Teils des Kosmos bleibt uns verborgen.

Die Grenzen der wissenschaftlichen Erkenntnis scheinen, wie Barrow ausführt, durch zwei soziologische Phänomene gesteckt. Zum einen lassen sich neu formulierte Ideen immer schwieriger überprüfen, wie man am Beispiel der Teilchenphysik sieht, die immer größere und teurere Experimente zur Bestätigung ihrer Theorien benötigt und somit an eine finanzielle Obergrenze stößt. Zum anderen beschert uns der wissenschaftliche Fortschritt soviel Komfort, dass wir durch das Wirtschaftswunder dick und fett geworden sind und völlig verweichlicht, weshalb die Motivation zur Innovation nachlässt.

Naturgesetze sind einfach und zahlenmäßig gering, ihre Folgeerscheinungen hingegen sind vielfältig und kompliziert. So hoffen die Physiker eine "Theorie für Alles" zu finden, die alle Vorgänge in der Natur auf eine relativ einfache Formel zurückführen könnte, doch würden die komplexen Folgeerscheinungen der Naturgesetze dadurch nicht weniger kompliziert, die Wettervorhersage bliebe nach wie vor schwierig. Die Weltformel wäre also noch längst nicht das Ende der Wissenschaft.

Der wissenschaftliche Fortschritt scheint einer Baustelle vergleichbar, auf der man mit unvollständigen Plänen begonnen hat. Während des Bauens tauchen immer weitere, neue, verbesserte Baupläne auf, weshalb manchmal bereits fertig gestellte Gebäudeteile wieder abgerissen und neu aufgebaut werden müssen. Trotz dieser chaotischen Zustände macht die entstehende Konstruktion einen tragfähigen Eindruck. Wir wissen allerdings weder, ob der Vorrat an zu entdeckenden fundamentalen Informationen über die Natur begrenzt oder unbegrenzt ist, noch wissen wir, ob die Fähigkeit des Menschen, Wissen anzuhäufen begrenzt ist oder nicht.

Das menschliche Gehirn ist das komplizierteste Ding, das uns bisher im Universum begegnet ist. Seine Intelligenz wurde nicht im Hinblick auf wissenschaftliche Betätigung konzipiert, vielmehr ist es das Produkt einer Anpassung an eine frühere Umwelt. Es stellt ein Bündel von Veranlagungen zur sozialen Interaktion bereit, die uns in die Lage versetzen, für sichere Unterkunft zu sorgen, Nahrung zu finden, uns vor Hitze und Kälte zu schützen, Geschlechtspartner zu finden, Gefahren und Feinden aus dem Weg zu gehen und so viele Nachkommen zu zeugen wie möglich. Das bedingt nicht notwendig die Fähigkeit zum Verständnis des Kosmos. Es besteht auch kein Grund zu der Annahme, dass das Universum auf die Erkenntnisfähigkeit des Menschen zugeschnitten sei. Möglicherweise lassen sich die zum Verständnis des Universums nötigen subtilen Konzepte Stück für Stück aus so einfachen, uns vertrauten Ideen wie Zählen, Ursache - Wirkung, Entweder - Oder aufbauen. Diese einfachen Operationen können wir inzwischen in großer Zahl und mit hoher Geschwindigkeit von Computern durchführen lassen, doch sind viele Probleme so komplex, dass ihre Bearbeitung - selbst durch modernste Computer - mit so ungeheurem Zeitaufwand verbunden wäre, dass sie praktisch unlösbar sind.

Manche mathematischen Probleme sind sogar grundsätzlich nicht lösbar, andere können grundsätzlich nicht von Rechenmaschinen gelöst werden. Gödels Theorem besagt, dass die Konsistenz und Vollständigkeit der Arithmetik nicht mit den Mitteln der Arithmetik bewiesen werden kann. Es gibt also stets arithmetische Aussagen, deren Wahrheit oder Falschheit sich nicht mit Hilfe der Axiome und Rechenregeln der Arithmetik beweisen lässt. Weil also die Mathematik unbeweisbare Aussagen macht, kann die Physik, die auf Mathematik basiert, nicht alle Wahrheiten entdecken. Turing zeigte zudem, dass die von ihm erdachten Rechenmaschinen nur einen Teil der Gesamtmenge entscheidbarer Wahrheiten generieren können.

Der Mensch hingegen, der riesige Mengen von mathematischen Operationen nicht dermaßen fehlerfrei wie eine Maschine ausführen kann, hat diese seine Fehlbarkeit durch Intuition, Vermutung, Induktion und andere Möglichkeiten nicht-deduktiven Denkens zu kompensieren gelernt. Mit diesen Fähigkeiten ist der Mensch heutigen Hochleistungsrechnern weit überlegen. So ist er in der Lage, über sich und sein Denken und Handeln selbst zu reflektieren, was die Maschinen bisher noch nicht können.

Barrow geht das Thema des Unmöglichen von sehr vielen Standpunkten aus an, von denen jeder einzelne, wie philosophische Betrachtung, Kosmologie, Chaostheorie und Komplexität, Psychologie, künstliche Intelligenz oder Gödels Theorem, ein ganzes Buch füllen könnte. Daher bleibt Barrow bei vielen Themen oberflächlich und kann nicht in allen Fällen ein tieferes Verständnis vermitteln. Auf jeden Fall weckt er aber das Interesse, sich eingehender mit dem Unmöglichen zu beschäftigen, denn vielleicht offenbart uns das, was wir nicht wissen können, mehr als das, was wir wissen.

HARTMUT HÄNSEL

John D. Barrow: "Die Entdeckung des Unmöglichen". Forschung an den Grenzen des Wissens. Aus dem Englischen von Heiner Must. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999. 411 S., 56 Abb., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.