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Neujahr

von Juli Zeh
Roman.
Buch (gebunden)
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Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, lässt er seine Lebens … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Neujahr
Autor/en: Juli Zeh

ISBN: 3630875726
EAN: 9783630875729
Roman.
Luchterhand Literaturvlg.

10. September 2018 - gebunden - 192 Seiten

Beschreibung

Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, lässt er seine Lebenssituation Revue passsieren. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Mit seiner Frau Theresa praktiziert er ein modernes, aufgeklärtes Familienmodell, bei dem sich die Eheleute in gleichem Maße um die Familie kümmern. Aber Henning geht es schlecht. Er lebt in einem Zustand permanenter Überforderung. Familienernährer, Ehemann, Vater - in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit Geburt seiner Tochter leidet er unter Angstzuständen und Panikattacken, die ihn regelmäßig heimsuchen wie ein Dämon. Als Henning schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier in Femés. Damals hatte sich etwas Schreckliches zugetragen - etwas so Schreckliches, dass er es bis heute verdrängt hat, weggesperrt irgendwo in den Tiefen seines Wesens. Jetzt aber stürzen die Erinnerungen auf ihn ein, und er begreift: Was seinerzeit geschah, verfolgt ihn bis heute.




Portrait

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Mit leichter Feder kombiniert Juli Zeh eine kluge Meditation über moderne Männerrollen mit einem düsteren Buch über ein Kindheitstrauma zum Psychothriller." Denis Scheck / Der Tagesspiegel
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Tobias M.
von Tobias M. - Hugendubel Buchhandlung Dresden Webergasse - 22.11.2018
Ein junges Paar fährt mit den zwei kleinen Kindern über den Jahreswechsel nach Lanzarote. Während einer Fahrradtour gerät Henning in immer größere Zweifel über seine Lebenssituation, vollends verwirrt ist er, als er feststellt, dass er nicht das erste Mal in seinem Leben auf der Insel ist. Denn nach und nach geraten verdrängte Kindheitserinnerungen an die Oberfläche. Spannend und von der ersten Seite an einen unglaublichen Sog entwickelnd.
Stefan G.
von Stefan G. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt/Main Steinweg - 22.10.2018
Nach "Nullzeit" der zweite Roman von Juli Zeh, der auf Lanzarote spielt. Offenbar gutes Pflaster - auch dieser Roman hat mir sehr gefallen! "Neujahr" ist ein packender Familienroman im doppelten Sinn: einerseits die intensive Schilderung einer modernen Familie, andererseits ein aufwühlender Blick zurück in die Kindheit des Ehemanns. Feine Unterhaltungsliteratur.
Jens M.
von Jens M. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt/Main Steinweg - 22.10.2018
Auch die "neue" Juli Zeh hat mich wieder wunderbar unterhalten, nicht unbedingt wegen der Literarizität, sondern wegen des aktuellen "Tabuthemas" Panikattacken. Am Neujahrsmorgen auf Lanzarote macht Henning eine Radtour und gerät in einen bedrückenden Strudel der Erinnerungen.
Felicitas N.
von Felicitas N. - Hugendubel Buchhandlung Wiesbaden Kirchgasse - 22.10.2018
Auch der neue Roman von Juli Zeh fasziniert wieder durch einen brillanten Erzählstil. Die Autorin schafft es immer wieder, ein neues gesellschaftliches Thema zu finden ... Henning, ein überforderter Familienvater mit Panikattacken, bricht im Urlaub auf Lanzarote an Neujahr zu einer Radtour auf, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dieser eher kleine Roman entwickelt sich zu spannender, überraschender Lektüre mit regelrechter Sogwirkung. Äußerst lesenswert!
Bewertungen unserer Kunden
Beschwerlicher Anfang, aber dann äußerst stark und bewegend!
von Lia48 - 16.01.2019
INHALT: Henning macht über Weihnachten und Neujahr mit seiner Familie Urlaub auf Lanzarote. Schon lange hatte er keine Zeit mehr für sich selbst. Für das neue Jahr hat Henning sich vorgenommen, wieder regelmäßig Fahrrad zu fahren. Denn dabei kann er sich etwas entspannen und hoffentlich etwas Abstand zum anstrengenden Alltag gewinnen. So begibt sich der Familienvater am Neujahrsmorgen auf eine Radtour. Bald muss er jedoch feststellen, dass sein gemietetes Fahrrad eigentlich zu schwer ist und er keine geeignete Ausrüstung dabei hat. Doch er fährt weiter, mit einem Ziel vor Augen. Dabei denkt er über seinen Alltag nach. Über seine Überforderung und die Ängste, die ihn regelmäßig begleiten. Seit der Geburt seiner Tochter leidet er regelmäßig unter Panikattacken. Und während er den beschwerlichen Weg bergauf nach Femés bezwingt und den Pass erreicht, muss er nach und nach feststellen, dass er als Kind schon einmal dort war. Die Erinnerungen kommen plötzlich wieder an die Oberfläche. Er hatte alles verdrängt. Zu schrecklich, was damals geschehen war... MEINUNG: Mein erstes Buch von Juli Zeh begann relativ langatmig: Detailreiche Beschreibungen der Umgebung, und ein Familienvater der sich mit dem Fahrrad unter großer Anstrengung den Berg hinaufquält. Zwar empfand ich ab und zu kurz auch mal Mitgefühl, wenn Henning von seinen Ängsten berichtet hat, aber sonst fand ich den Protagonisten hier einfach unglaublich anstrengend! Immer wieder dachte er an seine Ängste und Sorgen, wodurch die Stimmung sehr gedrückt war. Teilweise wirkte Henning richtig egoistisch auf mich (z.B. gegenüber seiner Frau) und gleichzeitig war ich kurioserweise dann aber wieder wütend auf ihn, dass er so wenig auf seine eigenen Bedürfnisse und sein Wohlergehen achtete und stattdessen nur noch im Funktionsmodus lebte. Eines muss man der Autorin lassen - ich konnte diesen beschwerlichen Weg bergauf, regelrecht selbst spüren und war wohl mindestens genauso froh, endlich oben angekommen zu sein, wie der Protagonist selbst. Ich muss gestehen, dass ich nach knapp der Hälfte des Buches nicht mehr damit gerechnet hätte, dass sich die Geschichte für mich noch zum Positiven entwickeln würde. Ab etwa der Mitte gab es dann aber einen Zeitsprung, zurück in die Kindheit von Henning. Und diesen Teil schildert die Autorin unglaublich fesselnd und bewegend! Das Buch konnte ich nun nicht mehr zur Seite legen. Ich fand es wirklich grandios, wie gut sie sich dabei in die Kinder hineinversetzte und wie sie deren Situation für den Leser spürbar machte. Bei mir entstand großes Mitgefühl und der Inhalt hat mich auch danach noch lange bewegt und beschäftigt. Zwar kommt das Ende recht plötzlich und ich hätte es mir etwas ausführlicher und weniger konstruiert gewünscht, doch richtig gestört hat es mich nicht. Denn der Inhalt zuvor wirkte immer noch in mir nach... FAZIT: Nach einem beschwerlichen Anfang, konnte mich die zweite Hälfte des Buches unglaublich bewegen. Auch wenn das Ende etwas kurz und konstruiert auf mich wirkte, hat mich die Geschichte insgesamt sehr begeistert und zum Nachdenken angeregt. 4/5 Sterne!
Die Schatten der Vergangenheit
von leseratte1310 - 07.09.2018
Henning hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann - eine intakte Familie, beruflichen Erfolg und ein Urlaub auf Lanzarote ist auch drin. Aber seit einiger Zeit wird er von Panikattacken heimgesucht. Am Neujahrsmorgen macht er sich schlecht ausgestattet mit dem Fahrrad auf, um den Femés zu bezwingen. Während er sich den Steilaufstieg hinaufquält, denkt er über sein Leben nach. Endlich oben angekommen, wird er in seine Kindheit versetzt. Was er damals erlebt hat, prägte sein gesamtes Leben. Dies ist mein erstes Buch von Juli Zeh und ich muss sagen, dass mir ihr klarer, gut zu lesender Schreibstil gefällt. Wir lernen Hennings jetzige Lebenssituation kennen, die ihn überfordert. Er möchte alles richtig machen, aber irgendwie stößt er an seine Grenzen. Doch dann kommen die schrecklichen Ereignisse seiner Kindheit wieder in sein Gedächtnis. Sie machen betroffen und man kann gut nachvollziehen, was das bei einem kleinen Kind anrichtet. Natürlich weiß man, dass so traumatische Geschehen verdrängt werden können und doch ist es immer wieder schwer vorstellbar. Ich habe mit Henning und seiner kleinen Schwester gefühlt und war wütend auf die Erwachsenen, die für das alles verantwortlich sind. Es ist klar, dass Vergessen nicht helfen kann. Das Trauma, welches einen prägt, muss aufgearbeitet werden. Es ist eine aufwühlende Geschichte, die mich gepackt hat und nachdenklich macht.
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