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Sei nicht nett, sei echt! als Buch
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Sei nicht nett, sei echt!

Ein Gleichgewicht zwischen Liebe für uns selbst und Mitgefühl mit anderen finden. Handbuch für Gewaltfreie…
Buch (kartoniert)
Bewußt den eigenen Standpunkt vertreten
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Sei nicht nett, sei echt! als Buch

Produktdetails

Titel: Sei nicht nett, sei echt!
Autor/en: Kelly Bryson

ISBN: 3873875985
EAN: 9783873875982
Ein Gleichgewicht zwischen Liebe für uns selbst und Mitgefühl mit anderen finden. Handbuch für Gewaltfreie Kommunikation.
Originaltitel: Don't be nice, be real.
'Reihe Kommunikation, Gewaltfreie Kommunikation'.
Übersetzt von Theo Kierdorf
Junfermann Verlag

5. Mai 2006 - kartoniert - 319 Seiten

Beschreibung

In diesem Buch finden Sie eine der wirksamsten Techniken zur Erhaltung von Liebe und Harmonie in Beziehungen, die jemals formuliert wurden. Der Autor hat mit Hilfe der beschriebenen Methoden sowohl in Krisengebieten (z.B. Nordirland, Naher Osten oder Bosnien) zwischen verfeindeten Gruppen vermitteln können als auch Kämpfe zwischen Eltern um das Sorgerecht zu einem friedlichen Abschluß bringen können. Sie lernen die Grundlagen und den Geist der Mitfühlenden Gewaltfreien Kommunikation kennen, mit deren Hilfe Sie die Erbkrankheit des Nettseins kurieren können. Das Buch geleitet Sie auf eine Reise, die Sie von einem Dasein als depressiver Fußabtreter oder aggressiver Tyrann zum erfolgreichen und bewußten Vertreter Ihres eigenen Standpunktes führt. Es beschreibt die Prinzipien und Werkzeuge, die Sie für die Entwicklung einer selbstverantwortlichen, nicht verurteilenden, klaren und bewußten Ehrlichkeit benötigen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort von Klaus-Dieter Gens Vorwort von Marshall B. Rosenberg Don`t Pay the Price of Being Nice Perfektionieren Sie Ihre Selbstbezogenheit Füttern Sie Ihr Aufmerksamkeitstier Das Loch in der Seele füllen Der Pflichtgeber Bekenntnisse eines >>Cling-on<< Möchten Sie Recht bekommen oder bedeutsame Beziehungen haben? Heilung des blindmachenden Beschuldigens Vom fairen Kämpfen zu einem Kampf, der Spaß macht Die Ekstase der Empathie Die Gefahren des Verdienens Der Mythos von der Motivation Mitgefühl unter Feuer - Heiße Gespräche über heiße Eisen Wie man ein nichthastender Unorthodoxer wird Vorsicht vor netten Therapeuten Unsere Kultur funktioniert nicht mehr Die neue Kultur schaffen

Portrait

Kelly Bryson ist seit mehr als 30 Jahren Familientherapeut. Zwölf Jahre verbrachte er als Mönch in einem Ashram und 20 Jahre war er als Trainer für das Center for Nonviolent Communication tätig.

Leseprobe

Eines der populärsten Disziplinierungsprogramme in amerikanischen Schulen trägt den Namen Assertive Discipline. Es hält Lehrer dazu an, die alte "Gehorche oder leide"-Methode anzuwenden, um ihre Schüler "zur Raison zu bringen". Allerdings wird dabei die Androhung einer Bestrafung verschleiert, indem sie als Entscheidung bezeichnet wird, die das Kind selbst trifft. Beispielsweise heißt es dann: "Du hast die Wahl: Du kannst entweder deine Hausaufgaben machen oder am kommenden Wochenende auf den Ausflug verzichten." Wenn das Kind sich dann dafür entscheidet, angesichts dieser Form von Terror seine Würde zu bewahren, indem es sich weigert, die Hausaufgaben zu erledigen, kann man ihm entgegenhalten, es habe die logische, natürliche Konsequenz, von der Teilnahme am Ausflug ausgeschlossen zu werden, selbst gewählt. Diese Formulierung hilft den Eltern oder Lehrern, den Eindruck abzuwehren, daß sie selbst schlecht sind und Schuld haben, denn sonst würde ihnen klar werden, daß ihr Verhalten nicht den Prinzipien mitfühlender Kommunikation entspricht. Diese hinterlistige Methode ist noch schädlicher als unverhohlenes Bestrafen, denn bei letzterem kann der Bestrafte zumindest gegen den Bestrafenden rebellieren. Die hinterhältige Argumentation der "natürlichen" Konsequenzen jedoch vermittelt dem Kind die unzutreffende und verrückt machende Überzeugung, es habe selbst gewollt, daß es etwas Unangenehmes oder Schmerzhaftes erlebe. Außerdem verfolgen solche Programme erklärtermaßen die Absicht, das Kind wütend auf sich selbst zu machen, weil es eine schlechte Entscheidung getroffen hat. In diesem vernebelnden Spiegelgefecht sind die Kinder immer die "Verursacher", und die Lehrer sind angeblich die Marionetten der von den Kindern selbst getroffenen Entscheidungen. Die Erwachsenen brauchen für ihre Handlungen keine Verantwortung zu übernehmen. Eine andere Zwangsstrategie besteht in der Nutzung von "peer pressure" - Gruppendruck, um Einverständnis zu erzwingen. Beispielsweise sagt eine
Lehrerin zu ihrer Klasse, wenn irgend jemand sich schlecht benehme, müßten alle auf ihre Pizza-Party verzichten. Was für eine großartige Methode, Kinder gegeneinander aufzuhetzen! All dies tun Erwachsene, um Kindern zu helfen (Übersetzung: sie zu zwingen), sich "gut" zu benehmen. Aber die Kinder benehmen sich natürlich trotzdem nicht "gut": Sie "werden benommen" - von den Erwachsenen. Wohlmeinende Lehrer und Eltern versuchen, den Kindern beizubringen, motivierte Menschen (Übersetzung: die langweilige oder unliebsame Dinge tun, ohne sich zu fragen, weshalb sie so etwas tun sollen) und verantwortungsvolle Bürger (Übersetzung: konformistische und die Schulordnung gedankenlos akzeptierende Menschen) zu sein. Wenn Schüler im vierten Schuljahr gefragt werden, was es heißt, gut zu sein, antworten über 90 Prozent "ruhig sein". Und wenn Lehrer gefragt werden, was eine erfolgreiche Klasse ausmacht, sagen sie meist: "Der Lehrer ist in der Lage, die Schüler bei der Sache zu halten" (Übersetzung: sie dazu zu bringen, daß sie tun, was ihnen gesagt wird). Wenn Consulting-Unternehmen die Kompetenz von Lehrern beurteilen, sehen sie in dieser von den Lehrern selbst beschriebenen Fähigkeit ein wichtiges Kriterium für das Leistungsvermögen der Betreffenden. Mit anderen Worten: Wenn die Schüler still tun, was ihnen aufgetragen wird, wird der Lehrer als gut beurteilt. Wenn zwanzig bis vierzig Kinder wirklich lernen, ist es meiner Auffassung nach völlig normal, daß es ein wenig laut und chaotisch wird. Andernfalls spielen Kinder nur ein auf Indoktrinierung basierendes nettes Schulspiel, das wenig mit integrierter und nachhaltiger Erziehung zu tun hat. Bestrafungen wie Belohnungen fördern die Konzentration auf ein engstirniges, egozentrisches Interesse an sich selbst, das positive Werte unterminiert.

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