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Aufgeklappt

Roman. Gb.
Buch (gebunden)
Das Porträt eines vergessenen Autors, ein ungewöhnlicher Lebensweg eines Außenseiters der Gesellschaft, die behutsame Durchleuchtung einer Künstlerseele.
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Produktdetails

Titel: Aufgeklappt
Autor/en: Ludwig Laher

ISBN: 3852184177
EAN: 9783852184173
Roman.
Gb.
Haymon Verlag

1. März 2003 - gebunden - 160 Seiten

Beschreibung

1804 wird im salzburgischen Werfen Ferdinand Sauter geboren, ein bemerkenswerter Dichter, der sich sträubt, Bücher zu veröffentlichen, ein merkwürdiger Mensch, der es sich und den anderen nicht leicht macht. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt er in einem Wien, wo Spitzelwesen, absolute Staatsmacht und soziale Probleme in krassem Widerspruch zur vielbesungenen Idylle des Biedermeier stehen.
In über vierzig kurzen Kapiteln nimmt sich Ludwig Laher dieser schillernden Figur an, entlang ihrer ungewöhnlichen Lebenspraxis und außergewöhnlichen Literatur gewinnt Vernebeltes scharfe Konturen zurück, gestaunt darf werden, geschmunzelt, geschwelgt.
Authentisch, poetisch, emotionell, v.a. immer unterhaltsam, erzählt Ludwig Laher die Geschichte eines Mannes, viel aber auch aus der Geschichte Österreichs um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Autor schlägt den Bogen zur Gegenwart, löst zeitliche Gebundenheit in nichts, macht begreifbar, wie Österreich werden mußte, was es ist. Ein engagierter Roman, der die Augen öffnet.
Kurz vor seinem Tod verfaßt Ferdinand Sauter seine eigene Grabschrift. "Und der Mensch im Leichentuch / Bleibt ein zugeklapptes Buch" heißt es da lapidar. Ludwig Lahers Annäherung beweist, daß das nicht so sein muß.

Portrait

Ludwig Laher, geb. 1955 in Linz, studierte Germanistik, Anglistik und Klassische Philologie in Salzburg, Dr. phil. und lebt in St. Pantaleon (Oberösterreich). Er schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele, Drehbücher und Übersetzungen.

Pressestimmen

In Zeiten wie diesen eine notwendige Lektüre.
(Helmut Sturm, Salzburger Nachrichten)

Lahers Buch ist der Versuch, diesem schrulligen Dichter ein Stück Gegenwart zurückzugeben. Berichtigend und sorgfältig kommentierend leuchtet er dazu in sämtliches Sautermaterial ... In diesem Roman wächst ein plastisches Bild von einem selbstironischen, räsonierenden Dichter. Aufgeklappt ist das Dokument einer gelungenen Verknüpfung von Authentizität und Fiktion.
(Maria Renhardt, Die Furche)

"Gerühmt werden muss die sprachliche Präzision, mit der Laher schon in seinen früheren Romanen über den Hamburger Maler Victor Emil Janssen und Mozarts Sohn Franz Xaver brillierte.
Roman und Biografie gleichzeitig ist dieses wundervolle Stück Literatur über einen "unvergleichlichen Dichter", der für seine Verse eine scharfe Klinge bevorzugte ... Sauter ist kein Vergessener; mit ihm lebt das alte Österreich fort und rückt dank Laher in die Gegenwart." (Ostthüringer Zeitung)

"Es ist ein zwischen Melancholie und Heiterkeit wechselndes Buch, ganz so wie Sauter selbt war, der es verdient, bekannter zu werden." (Peter Vodosek, ekz)

"Ausgangspunkt ist die lapidar-schöne Grabinschrift, die Ferdinand Sauter selbst komponiert hat: 'Und der Mensch im Leichentuch Bleibt ein zugeklapptes Buch'. Dieses Buch klappt Ludwig Laher kunstvoll auf, in 44 Kapiteln und gleich zwei Epilogen gibt es als Gerüst den Lebenslauf zu lesen, wie man ihn in Konversationslexika vorfinden könnte. Um diese fein aufgeschnittene Vita herum sind Szenen in atmosphärisch einwandfreier Nuancierung eingebaut, wie sie teils im Werk Sauters, teils von Zeitgenossen überliefert sind. Und die dritte Komponente neben Biographie und Atmosphäre ist die Gegenwart des Nachfahren. Immer wieder setzt sich ein kommentierendes, staunendes und rettendes Ich in Bewegung, um aus dem Stoff der Verlorenheit eine Biographie für Leser der Gegenwart zu rekonstruieren ... Zeitgenossen schätzen Sauter, aber er ve
rschenkt ständig seine Gedichte nach dem klugen und anti-germanistischen Konzept, wonach sich eine gute Literatur selbst auflösen muß, damit sie nicht in die Hände der Forscher und Archivare fällt. Ludwig Laher gelingt etwas Sonderbares: indem er von der Auflösung der Literatur berichtet, schafft er sie neu und aktuell. Seine Biographie ist also nicht nur eine Lebensbeschreibung sondern nahezu eine Inkarnation des Beschriebenen. Berührend ist letztlich die Erkenntnis, daß Literatur eine Community schafft, die über alle Epochen und Regime hinausragt." (Helmuth Schönauer)

"... das fesselnde Porträt eines unangepassten, widerspruchsvollen Lyrikers, changierend zwischen Interpretation und Polemik, philologischer Archivforschung und imaginierender Biografie." (Uwe Schütte, Wiener Zeitung)

"Mit Akribie und Leidenschaft tritt Laher zur Verteidigung Ferdinand Sauters an und rückt in seinem Buch, das formal zwischen Roman und Biografie angesiedelt ist, das Bild des Dichters zurecht. Sauter, ein hoch begabter Zerrissener, der zeit seines Lebens kaum etwas veröffentlichte, in den Wiener Vororten als Schöpfer zahlloser Gstanzeln allseits bekannt war und dem 'süßlichen Leichengeruch über dem Metternich'schen Österreich' mit politisch engagierter Klarsicht begegnete, bekommt in 40 kurzen Kapiteln neue Gestalt. Einfallsreich wechselt Laher immer wieder Perspektive, Ton und Stil, mischt Sauter-Gedichte in seinen Text und formt dabei aus einer bewusst romanhaften Annäherung ein besonders authentisches Menschenbild." (Julia Kospach, Profil)


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