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Die Geschichte der Bienen

Roman. Originaltitel: Bienes historie.
Buch (gebunden)
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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die al … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Geschichte der Bienen
Autor/en: Maja Lunde

ISBN: 3442756847
EAN: 9783442756841
Roman.
Originaltitel: Bienes historie.
Übersetzt von Ursel Allenstein
Btb

20. März 2017 - gebunden - 528 Seiten

Beschreibung

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?




Portrait

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Ein wichtiges Thema in einem tollen, packenden Roman." Karla Paul, ARD Buffet

"Ein vielleicht prophetischer Roman, der lange nachhallt." 4 von 5 Sternen Stern, Heft 16/2017

"Eine begnadete Erzählerin" Petra Hartlieb, ORF FS heute leben

"Drei ganz wunderbare Geschichten aus drei Epochen (…) ein gelungenes Debüt von Maja Lunde" Ariane Wick, hr2

"Ein Buch, das aufrüttelt." Barbara, Heft 5/2017

"… das ist großartig geschrieben." deutschlandradio Lesart
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Neubrandenburg Stargarder Str. - 18.09.2018
Wie alles zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt die Autorin von Verlust und Hoffnung und stellt damit wichtige Fragen unserer Zeit, vom unsichtbaren Band zwischen Natur und Mensch.
Volker Stein
Nicht nur für Imker
von Volker Stein - Hugendubel Buchhandlung Wismar Hinter dem Rathaus - 11.01.2017
Die Geschichte der Bienen erhielt in Norwegen den Preis der Buchhändler(innen) als ihr persönliches Lieblingsbuch. Da Norwegen wiederum mein Lieblingsland ist, wollte ich das natürlich umgehend überprüfen und wurde nicht enttäuscht. In diesem Roman, wohlgemerkt kein Sachbuch, wie der Titel vermuten läßt, beschreibt die Autorin Maja Lunde die Geschichte dreier Imkerfamilien auf drei Kontinenten über Zeitraum von 250 Jahren seit 1852. Ein ehrgeiziges Vorhaben, aber es funktioniert tatsächlich auch in den Köpfen der Leser. Ausgehend von einem Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird, nämlich dass beim Aussterben der Bienen auch der Mensch nicht lange überleben würde, wird die Entwicklung der Imkerei beschrieben. Gerade der Teil des Buches, der im China des Jahres 2098 spielt und der damit zunächst etwas abwegig erscheint, bewegt den Leser dabei besonders. In einer Welt, die einige Naturkatastrophen hinter sich und das alte, einst mächtige, Europa praktisch keine Bedeutung mehr hat, versucht die junge Mutter Tao für ihren Sohn Wei-Wen eine bessere Zukunft zu erreichen. Auf der einen Seite kämpft sie dabei gegen die Politik der chinesischen Staatsführung, auf der anderen Seite muss sie auch ihren Mann überzeugen, der sich mit seiner Situation bereits abgefunden hat. Ein sehr lesenswertes Buch mit Bedeutung auch für unsere Gegenwart.
Bewertungen unserer Kunden
Von Menschen und Bienen
von Kaffeeelse - 05.05.2018
In diesem Roman wird die Bedeutung der Bienenzucht für uns alle dargestellt. Einerseits dürften Teile dieser Informationen uns allen bekannt sein, aber der Mensch zeichnet sich ja von jeher dadurch aus, vor bestimmten Problemen die Augen zu verschließen, zumindest ein großer Teil der Menschheit. Deshalb ist dies auch ein wichtiger Roman, der uns zeigen soll, wohin die Reise gehen könnte ... ! Die Handlung des Buches wird in drei Erzählstränge gegliedert, die auch unterschiedlich geschrieben sind, ersterer dysphorisch, düster, beklemmend, packend, der Zweite altmodisch, kalt, beklemmend und der Dritte kühl berichtend. Erst am Ende des Büches wird das Erzählen etwas wärmer und es taucht etwas ein hoffnungsvoller Grundgedanke auf. Ersterer Erzählstrang spielt 2098 in Shirong, Sichuan, China; hier wird die Geschichte von Tao und ihrer Familie erzählt. Tao arbeitet als menschliche Bestäuberin in einer Obstplantage, ist in ihrer Rolle recht unglücklich und hängt alten Träumen nach. Durch das Verschwinden der Bienen hat sich die Erde in ein destruktives Endzeitszenario verwandelt und die Menschheit ihre Menschlichkeit verloren. Als ihr Sohn Wei-Wen einen Unfall erleidet, verändert sich für Tao alles. Der Zweite spielt 1852 in Maryville, Hertfordshire, England; hier beschreibt uns Lunde die Welt von William und seiner Familie. William, ein Biologe und Samenhändler, der durch die Erfindung eines neuartigen Bienenstockes die Bienenzucht revolutionieren möchte und sich auch der Umwelt beweisen möchte, ist ein recht depressiver Charakter. Er möchte ein Vorbild für seinen Sohn Edmund sein und erreicht jemand Anderen. Und der dritte und letzte Erzählstrang spielt 2007 in Autumn Hill, Ohio, USA; dort lebt George und seine Familie. George ist ein Bienenzüchter, der mit dem Szenario des Bienenverschwinden/-sterbens konfrontiert wird, auf Hilfe und Übernahme des Hofes durch seinen Sohn Tom hofft und erlebt das es diesen in ein gänzlich anderes Genre zieht. Das ganze Buch ist in einer sehr informativen Art verfasst, man erfährt viel über die Imkerei und genauso viel über deren Bedeutung, sowie auch der Bedeutung der Wildbienen. Und genauso werden die Folgen des Fehlens dieser emsigen Insekten verdeutlicht. Und es werden mögliche/oder erwiesene Ursachen des Verschwindens genannt. Für mich in der zusammengetragenen Fülle an Informationen ein durchaus lehrreiches, gut recherchiertes Werk. Am Ende laufen die drei Erzählstränge in einer gut gemachten und interessanten Art zusammen. Und was ich besonders schön fand, am Ende kommt auch noch etwas Hoffnung in diesem etwas melancholischen Buch auf. Sprachlich ist dieses Buch in einem etwas kühlen Ton gehalten, der sich ab der Mitte aber etwas verändert/etwas wärmer wird. Das Buch lässt sich gut lesen und ist spannend geschrieben. Es ist auch ein leiser Sog merkbar. Die Beschreibung der Imkerei wird in einem interessanten Stil vermittelt. Unbedingt Lesen. Die Bienen flogen ein und aus, ein und aus. Sie hatten Nektar und Pollen dabei, Nahrung für die Nachkommen. Doch nicht nur für die eigenen, wenigen, denn jede einzelne Biene arbeitete für das Volk, für alle, für den Organismus, den sie gemeinsam mit den anderen bildete.
Über die Bienen und Menschen - nachdenklich stimmend
von Lasszeilensprechen - 16.04.2018
England, 1852: William ist Biologe und Samenhändler. Seit sein Mentor sich von ihm abgewendet hat und er sich als Forscher und Biologe gescheitert sieht, schafft er es nicht mehr, sein Bett zu verlassen. Durch neuen Input durch sein Kind rafft er sich auf, einer neuen Idee nachzugehen - ein neuartiger Bienenstock, der die Imkerei völlig revolutionieren soll. Ohio, 2007: George ist Imker und er möchte sein florierendes Geschäft irgendwann an seinen Sohn Tom vererben. Dieser hat jedoch ganz andere Pläne für sein Leben -bis auf einmal die Bienen verschwinden. China, 2098: Mittlerweile haben die Menschen die Arbeit der Bienen übernommen und bestäuben die Blumen per Hand. Denn schon lange gibt es keine Bienen mehr. Tao ist eine von den fleißigen Arbeiterinnen. Sie hofft auf ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Nach einem mysteriösen Zwischenfall ist Wei-Wen weg und Tao sucht nicht nur nach ihm, sondern auch nach einer neuen Zukunft für die gesamte Menschheit. Ein Buch über Bienen? Wäre das Buch nicht Bestseller des vorangegangen Jahres gewesen, hätte ich das Buch wohl eher nicht lesen müssen. Als meist verkauftes Buch muss Maja Lunde doch etwas richtig gemacht haben und so wollte ich mich auch selbst von diesem Roman überzeugen lassen. Zuallererst: Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn eine Geschichte über Bienen erst einmal etwas eigenartig klingt, genauso wie die Inhaltsangabe des Buches. Zuerst werden alle drei Geschichten kurz eingeführt und dann abwechselnd erzählt. Je nach Erzählhöhepunkt wechselt die Geschichte auch mal nur zwischen zwei Geschichten, sie werden also nicht starr abwechselnd erzählt, was auch wirklich Sinn macht. Alle 3 Zeitachsen für sich sind interessant, aber überzeugen so richtig erst in Kombination miteinander. William ist depressiv, nachdem er sich als gescheitert betrachtet. Erst durch den Besuch seines Sohnes und die Aussicht auf ein neues Projekt, auf das er sämtliche Lebensenergie fokussieren kann, kann er wieder neuen Lebensmut gewinnen. George geht in seinem Beruf auf, und wünscht sich, wie so viele Eltern, sein aufgebautes Imperium einmal an seinen Sohn zu geben. Es kommt mehrfach zu Konflikten, weil Sohn und Vater einfach unterschiedliche Lebenspläne haben. Die Handlung in China hat ein wenig Endzeitstimmung. Die Menschen sind eher Sklaven, es herrscht Lebensmittelknappheit und diverse Teile sind nicht mehr bewohnt. Die Frage nach Wei-Wens Schicksal steht im Raum - auch wenn durch die Thematik den meisten Lesern schnell klar sein dürfte, was es mit dem Zwischenfall auf sich hat. Das Buch macht wirklich nachdenklich, was die Rolle der Bienen angeht und wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Maja Lunde überzeugt aber vor allem auch dadurch, dass sie sich so eingehend mit der Eltern-Kind-Beziehung auseinandersetzt. Mit der Frage, was wir unseren Kindern hinterlassen wollen, was wir uns für sie wünschen und wie weit wir für sie gehen würden. Auch wenn das Buch zwischenzeitlich etwas ruhig ist, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Gut unterhalten, weil es zum Denken anregt. Ich vergebe 5 Sterne.
Wie alles begann, wie alles werden wird
von Anyah Fredriksson - 04.12.2017
Im China des Jahres 2098 gibt es keine Bienen und andere Insekten mehr. Die junge Tao sowie ihr Ehemann leben als Sklaven. Demokratische Regierungen gibt es schon lange nicht mehr. Der Staat bestimmt das Leben der Menschen. Tao arbeitet als Bestäuberin von Fruchtbäumen, tagein und tagaus. Alle Menschen leben vegetarisch, da eine Bestäubung von Viehfutter viel zu teuer und aufwändig wäre. Taos große Angst ist, dass auch ihr 3jähriger Sohn bald mit der Arbeit beginnen muss. Nur herausstechend kluge Kinder dürfen nach dem 8. Lebensjahr noch weiter die Schule besuchen, für die anderen beginnt das Arbeitsleben. Verzweifelt versucht Tao dem Kind Wissen zu vermitteln. Ohio im Jahre 2007. Der Imker George hat es immer schwerer. Seine Bienen produzieren zwar noch Honig, aber die Produktionskosten sind immens hoch und der Verkauf ist nur schleppend. Seine Frau möchte ihn bewegen, mit ihr nach Florida zu gehen und ihren Alterswohnsitz dorthin zu verlegen. George hatte gehofft, dass sein Sohn Tom sein Bienengeschäft eines Tages übernehmen würde, doch der junge Student hat ganz andere Pläne für sein Leben. Im Jahre 1852 in England ist der schwer depressive Samenhändler William ans Bett gefesselt, nichts bringt ihn mehr dazu aufzustehen. Seine Familie kann er schon lange nicht mehr ernähren. Da hat er eine Idee, die seine Familie aus der Not heraus bringen könnte. Er entwickelt einen neuartigen Bienenkorb, in dem ein Bienenstock Honig produzieren soll. Die Autorin Maja Lunde malt in ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen" eine sehr düstere Zukunft der Menschheit auf und beim Lesen frage ich mich immer wieder, wie weit wir noch von dem China des Jahres 2098, das sie beschreibt, entfernt sind. Und ich frage mich auch, ob dieser Weg zu stoppen ist. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin über die ersten professionellen Imker und darüber, wie schrecklich alles enden könnte. Die Figuren sind wunderbar angelegt, Maja Lunde erzählt die Geschichten in Kapiteln abwechselnd und ich brenne geradezu darauf, zu den jeweiligen Plätzen zurückzukehren. Maja Lundes Sprache und Schreibstil sind mitreißend und fesselnd. Die Szenarien sind eindrucksvoll und detailliert erzählt. Natürlich ist der Stoff des Buches zudem brandaktuell, denn das Bienensterben hat - wie wir alle wissen - längst begonnen und es wäre an der Zeit, das Steuer herum zu reißen. Sehr gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es selbstverständlich weiter an Leser, die ein Buch lesen möchten, dass nicht nur eine Geschichte erzählt sondern noch so viel mehr ist, nämlich ein Lehrbuch über das Leben.
Interessant, aber nicht fesselnd
von Jashrin - 14.09.2017
"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Albert Einstein Dieser Satz wird vielfach zitiert, auch wenn nicht wirklich belegt ist, das Einstein sich jemals derart über Bienen geäußert hat. Doch er passt fast perfekt zu Maja Lundes Roman. "Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählsträngen erzählt und beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung die Bienen für unser Leben haben. Der englische Samenhändler William setzt 1852 alles daran, einen neuartigen Bienenstock zu entwickeln und die Bienen zu erforschen. Seine Beschäftigung mit den Insekten hilft ihm wieder mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Mehr als hundert Jahre später versucht der Imker George in Ohio seinen Sohn davon zu überzeugen, den Betrieb später einmal zu übernehmen, auch wenn Toms Interessen eher beim Journalismus liegen. Doch als ein weitreichendes Bienensterben einsetzt, scheint der Beruf des Imkers bald keine Option mehr zu sein. 2098 verbringt Tao ihre Tage damit, Blüten von Hand zu bestäuben. Es ist ein hartes Leben, doch das Aussterben der Bienen hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Maja Lunde erzählt ihre Geschichte in sehr ruhiger Art und Weise. Auch dramatischere Szenen, wie etwa Taos verzweifelte Suche nach ihrem Sohn, bilden da keine Ausnahme. Daher war das Buch über weite Teile für mich zwar interessant, aber nicht fesselnd, so dass es mir nie schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen. Das ist wirklich schade, da ich die Grundidee des Buches sehr gut finde. Einerseits wird eine Geschichte erzählt, in der es um Hoffnung, um Verlust und um die ganz persönlichen Sorgen innerhalb der Familien geht, andererseits geht es auch um die Frage, wie weit wir in die Natur eingreifen sollen und dürfen. Die Bienen sind das verbindende Glied über die Jahrhunderte hinweg. Während William die Bienen erforscht und hofft, über seine Arbeit wieder wissenschaftlich erfolgreich zu sein, bedeuten die Bienen für George das tägliche Brot. Er pflegt seine Bienen, fährt mit den Bienenstöcken übers Land, damit sie bei den Bauern die Pflanzen bestäuben, und er würde gerne expandieren, als plötzlich das Bienensterben einsetzt. Auch für Tao spielen die Bienen eine wesentliche Rolle und das gleich in doppelter Hinsicht. Ihre Arbeit, die mühselig und eintönig ist, haben einst die Bienen mit lautem Gesumm erledigt, doch das ist nicht alles: auf völlig unvorhersehbare Weise verändern die Bienen auch Taos Zukunft auf dramatische Weise. Ich finde es unglaublich schwer, über dieses Buch zu schreiben. Einerseits war es wirklich interessant und ich fand es spannend, dass es diesmal ein Roman ist, der sich mit dem Bienensterben auseinandersetzt und kein weiterer Fachartikel über CCD (Colony Collapse Disorder), trotzdem fand ich es stellenweise etwas zäh und mehr als einmal dachte ich, dass mir das Buch besser gefallen hätte, wenn man es etwa um ein Drittel gekürzt hätte. Zudem hätte ich mich gefreut, wenn die Verbindung zwischen den einzelnen Erzählsträngen nicht nur in den Bienen gelegen hätte. Gut gelöst fand ich den Wechsel zwischen den einzelnen Zeitebenen. Nicht nur, dass jedes Kapitel mit Tao, William und George überschrieben ist, auch unten auf jeder Seite ist der Name des jeweiligen Protagonisten zu finden, so dass nie Unklarheit darüber herrschte, zu welcher Zeit und an welchem Ort man sich befand. Mein Fazit: Mir wird "Die Geschichte der Bienen" wohl hauptsächlich wegen des schlichten, aber dennoch sehr gelungenen Covers im Gedächtnis bleiben, der Inhalt konnte mich trotz der tollen Idee leider nicht ebenso überzeugen.
Hochgelobt und das zurecht!
von jegelskerboger - 16.08.2017
Schon vor dem Erscheinen wurde dieses Buch für Erwachsene von Maja Lunde hochgelobt- und das zu Recht! Das Buch ist sehr fesselnd, allerdings auch traurig. Es regt zum Nachdenken an: wie konnte es soweit kommen? Was hat der Mensch im Laufe der Jahrhunderte mit der Erde und der Natur gemacht? Wenn die Umweltverschmutzung weiter so zunimmt, wird dieses Buch auch in Zukunft eine große Rolle spielen! Um dies zu bekräftigen liefert Lunde wahre Ereignisse, wie Colony Collapse Disorder , eine aus den Vereinigten Staaten stammende Bezeichnung für eine bestimmte Form des Bienensterbens. Die drei Geschichten/ Handlungsstränge, die in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielen, zeigen unterschoedliche Orte zu unterschiedlichen Zeiten: ein Wissenschaftler aus England, ein Imker aus den USA und China in der Zukunft.
von Gisela Block - 24.07.2017
Von allen Seiten ist mir dieser Roman empfohlen worden und die Bestsellerlisten führt er nun schon seit Wochen an. Eigentlich wollte ich ihn gar nicht lesen, weil er mich nicht sonderlich interessiert hat, aber dann habe ich doch angefangen und konnte ihn seitdem nicht mehr aus der Hand legen. Sprachlich hervorragend erzählt Maja Lunde hier drei Geschichten auf einmal, in drei unterschiedlichen Jahrzehnten, bzw. Jahrhunderten, die alle miteinander verbunden sind, weil sie sich mit Bienen beschäftigen. Ende des 19. Jahrhunderts spielt es in England und handelt von einem gescheiterten Wissenschaftler, der plötzlich die Bienen, ihre Lebensweise und Nestbau erforscht und eine fast manische Leidenschaft entwickelt. Der zweite Erzählstrang spielt in der Gegenwart, um 2007, in den USA, und handelt von einem Bienenfarmer, der mit den ersten unerklärlichen Bienenschwunden zu kämpfen hat. Und der dritte Part spielt im Jahr 2098 in China, in dem es keine Bienen mehr gibt. Der Mensch muss die Bäume und Pflanzen mühevoll selber bestäuben um sein karges Überleben zu sichern. Das es mit dem Bestand der Bienen heutzutage nicht zum Besten steht ist Fakt und allseits bekannt. Pestizide und Rodungen haben vielen Bienenvölkern den Garaus gemacht und lassen den interessierten Leser in eine düstere Zukunft blicken. Deshalb ist dieser Roman so wichtig ! Er rüttelt auf und bohrt in der Wunde. Gleichzeitig ist es ein literarisches Meisterstück und grandioses Debüt !
Wenn das Summen verstummt
von jenvo82 - 19.06.2017
"Im einen Moment waren die Bienenvölker gesund, hatten genug Nahrung und Brut, alles in bester Ordnung. Und plötzlich, im Laufe weniger Tage, ja sogar Stunden, war der Bienenstock so gut wie leer. Die Bienen waren weg, hatten ihre eigene Brut verlassen, alles verlassen. Und kamen nie wieder zurück." Inhalt William entkommt 1852 seiner Depression, indem er sich zu Forschungszwecken mit dem optimalen Bau eines Bienenstocks beschäftigt, der den Imkern ermöglichen soll, das Leben im Bienenstock optimal zu erforschen und die immense Leistung des fleissigen Insekts besser beobachten und nutzen zu können. George versucht ein Jahrhundert später seinen feinen Imkereibetrieb optimal zu nutzen und den Bienen ein angemessenes Zuhause zu schaffen. Doch aus schier unerfindlichen Gründen sterben ihm seine Schützlinge einfach weg, die Bienen kommen nicht zurück zu ihrer Brut und die Königin ist dem Untergang verdammt, ebenso wie der Betrieb von George, indem sein ganzes Herzblut steckt. Für Tao werden die Bienen erst wieder interessant, als sie sich auf die verzweifelte Suche nach ihrem kleinen Sohn macht, der plötzlich unheimlich krank wurde und in einen anderen Landesteil verlegt wurde - niemand kann ihr sagen wohin. Hat ihr Sohn womöglich Kontakt mit jenen Insekten gehabt, die es angeblich nicht mehr gibt? Hat ihr Sohn gefunden, was die ganze Welt sucht? Bienen, die auf natürliche Art und Weise die Blüten bestäuben und damit einen unheimlich wertvollen Beitrag zur Ernährungsgrundlage der Menschen leisten! Meinung Maja Lunde entfaltet ihren Roman anhand dreier Lebensschicksale, deren Gemeinsamkeit die Bienen sind, wenn auch aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven und innerhalb verschiedener Jahrhunderte. Diese Grundidee, die ein eher biologisches Thema gekonnt mit einer belletristischen Erzählung verknüpft, hat mir gut gefallen. Tatsächlich sind es zwar die Bienen, die sämtliche Handlungen der drei Hauptprotagonisten beeinflussen, dennoch zieht sich ihr Vorhandensein bzw. Fehlen eher wie der rote Faden durch das Buch. Die Einzelgeschichten und der jeweilige Charakter stehen vielmehr im Fokus des Geschehens. Dadurch entsteht ein irgendwie dreigeteiltes Werk, bei dem sich die Übergänge und die Aussagekraft nicht so formschön finden, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür ist es Maja Lunde ausgesprochen gut gelungen, die Hintergründe und Lebensweisen der einzelnen Abschnitte einzufangen. Historisch konnte man sich sehr gut in die Vergangenheit, Gegenwart und sogar in die Zukunft einleben. Obwohl der dystopische Teil der Erzählung den wohl spannendsten Part innehat, einfach weil die geschilderten Lebensumstände so bedrückend und grausam erscheinen, weil es hier auch darum geht, wie die Menschheit nicht nur ihre Lebensgrundlagen verliert, sondern auch ihre Menschlichkeit, haben mir persönlich die Schilderungen aus der Vergangenheit und Gegenwart besser gefallen, weil dort unsere summenden Bienenvölker noch so schön lebendig wirken. Sprachlich trifft der Leser auf einen leicht lesbaren Unterhaltungsroman, der schnell und effektiv das entsprechende Wissen vermittelt, welches man sich wünscht, ohne ausufernd zu werden oder in langweiliges Geplänkel abzudriften. Vorkenntnisse sind nicht nötig, man erfährt aber auch nichts wirklich Neues. Die verschiedenen Charaktere werden gut beschrieben, bleiben aber dennoch etwas blass, zumindest konnte ich mich mit keinem der Protagonisten so wirklich identifizieren, was weder an der Handlungsebene noch am Geschlecht der Person festzumachen war. Hier wäre mir ein klares Bild vor Augen lieber gewesen, doch die geschilderten Personen verlieren sich derart in ihren Handlungen, dass ich nicht recht einzuschätzen wusste, ob ich die Person nun mag oder nicht und warum überhaupt. Fazit Ich vergebe 4 Lesesterne für einen ansprechenden Unterhaltungsroman, der den klassischen Familienroman durch summende, kleine Lebewesen ausschmückt, die so viel oder auch so wenig bedeuten, dass es sich lohnt darüber nachzudenken, wie wir Menschen mit unserer Umgebung, mit den natürlichen Ressourcen umgehen, um unseren derzeitigen Standard beizubehalten oder ihn sogar zu verbessern. Das Buch macht darüber hinaus aufmerksam auf Missstände und entwirft ein gar grausiges Zukunftsszenario, in welchem der Einzelne überhaupt nicht mehr zählt, weil es verpasst wurde, das Leben lebenswert zu erhalten und sowohl Menschen als auch Lebewesen mit Respekt zu behandeln. Ein lesenswertes Buch, mit kleinen Mängeln aber großen Aussagen, sofern wir ihnen Gehör verschaffen können.
Berührender Beitrag zum Umweltschutz
von Sursulapitschi - 17.06.2017
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich so mitgenommen hat, dabei fängt es ganz harmlos an. Wunderhübsch und einfühlsam beschreibt Maja Lunde das Schicksal dreier Menschen, das eng mit der Bienenzucht zu tun hat. 1852 in England lebt William, ein depressiver Wissenschaftler, der verzweifelt versucht, Anerkennung für seine Arbeit zu erhalten. Er möchte fortschrittliche Bienenbeuten entwickeln. 2007 in Ohio kommt George mit seinem Imkerbetrieb so gerade über die Runden. Sein großer Kummer ist, dass sein Sohn und Erbe sich mehr für Bücher als für den Familienbetrieb interessiert. In China arbeitet Tao 2089 als Bestäuberin für Obstbäume. Eine wichtige Arbeit, weil nach dem großen Bienensterben die Landwirtschaft zusammengebrochen ist und es nur noch sehr wenige Lebensmittel gibt. Ihr kleiner Sohn ist ihr ganzer Stolz. Zäh sparen Tao und ihr Mann, das Geld für ein zweites Kind zusammen. Das Wohlergehen der Bienen hat unmittelbaren Einfluss auf das Leben dieser Drei, zu ganz unterschiedlichen Zeiten, über die Welt verstreut. Das erstaunt als Erstes. Wer hätte gedacht, dass Bienen so wichtig sind? Dann allmählich, stellt man fest, dass sie auch noch etwas miteinander zu tun haben. Und wenn auch nicht jeder der Protagonisten ein Sympathieträger ist, kommt man ihnen doch sehr nahe. Maja Lunde macht sie lebendig, leicht und eindrucksvoll. Man ist ganz nah dran, fühlt mit ihnen und leidet mit, wenn das Geschehen in jedem Handlungsstrang tatsächlich dramatische Formen annimmt. Nach und nach verbinden sich die drei Geschichten tatsächlich zu einer "Geschichte der Bienen". Vom Beginn der professionellen Bienenzucht bis zu ihrem Untergang hat man alles miterlebt, sieht, welchen Einfluss Bienen auf das Leben der Menschen haben können und ist erschüttert. Kann es wirklich so weit kommen? Dieses Buch fesselt, unterhält und macht auch sehr nachdenklich. Man sollte es als dringende Warnung verstehen, die Natur und die Umwelt mehr zu schützen und zu schätzen. Vielleicht ist es genau zur richtigen Zeit geschrieben worden. Oder ist es schon zu spät? Auf jeden Fall sollte man es unbedingt lesen.
Bienensterben
von Lesehörnchen99 - 17.06.2017
Tao lebt ihm Jahr 2098, die Bienen sind schon lange ausgestorben und Tao und ihre Gefährten bestäuben die Blüten auf den Obstbäumen von Hand. George lebt in den USA im Jahr 2007. Sein Lebenswerk ist die Imkerei. Schon seit Generationen lebt seine Familie von den Bienen und ihrem Honig. William ist Saathändler in England und lebt im Jahr 1852. Diese drei Menschen gaben zweierlei Dinge gemeinsam, ihre Liebe zu ihren Söhnen und die Bienen... Die Geschichte ist faszinierend. Jeder Protagonist hat sein Schicksal und trägt es mit Fassung. Jeder für sich erzählt von seiner Geschichte, man könnte gerade meinen, es hat nicht gemeinsam, aber am Ende werden die Fäden zusammengefasst und es ergibt eine stimmige, nachdenkliche Story, die mich total fasziniert hat. Nur zu gerne vergisst man die Notwendigkeit der Bienen für die Natur und vor allem für uns Menschen. Und damit meine ich nicht den Honig ;)
Umweltroman mit düstern Visionen
von Willi - 14.06.2017
William, George und Tao leben in drei verschiedenen Jahrhunderten und mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten. Doch das Leben aller drei Personen ist eng mit den Bienen und ihren Söhnen verbunden und alle müssen sie mit den Widrigkeiten ihrer Zeit ruckrechtkommen. William blickt im 19. Jahrhundert auf eine gescheiterte Karriere als Forscher zurück. Seine Ehe hat ihm acht Kinder beschehrt, jedoch lediglich einen missratenen Sohn. Er verfällt in Depressionen bis er den modernen Bienenstock erfindet. Doch sein Geistesblitz soll ihm leider keinen Ruhm einbringen. Anfang des 21. Jahrhunderts verdient George seinen Lebensunterhalt als Imker. Auch er steht im Konflikt zu seinem Sohn. Denn dieser entscheidet sich gegen das traditionsreiche Familienunternehmen der Imkerfamilie und will stattdessen Journalismus studieren. Unterdessen ist eine rätselhafte Krankheit unter den Bienen ausgebrochen, die diese massenweise sterben lässt. Kurz vor Beginn des 22. Jahrhunderts sind die Bienen durch Umweltverschmutzung, moderne Landwirtschaft und Parasiten ausgestorben, daher müssen in Taos Welt die Pflanzen aufwendig von Menschen bestäubt werden. Es ist ein einseitiges, karges und anstrengendes Leben. Doch dieses ändert sich schlagartig als ihr kleiner Sohn während eines seltenen Familienausflugs schwer erkrankt. Das mysteriöse Bienensterben ist inzwischen wohl jedem bekannt. Lundes Roman zeichnet diesen Weg fort, in eine Zukunft ohne Bienen, mit all seinen Folgen für die Menschen und die Umwelt. Zugleich erhält der Leser auch Einblicke in den Beginn der Imkerei sowie der aktuellen Probleme des Bienensterbens. Dahinter steht außerdem eine spannende Familiengeschichte über mehrer Generationen und Jahrhunderte, deren Zusammenhang dem Leser erst gegen Ende des Romans offenbahrt wird. Fazit: Ein spannender, lehrreicher und mahnender Roman, der in eine düstere Zukunft blickt und uns an unersere Verantwortung gegenüber der Umwelt und kommender Generationen erinnert.
Etwas besonderes
von küchenqueen - 06.06.2017
England, 1852. Der Biologe und Samenhändler William liegt seit Wochen bettlägerig. Ihm kommt die Idee eines völlig neuen Bienenstockes.  Ohio, 2007. Imker George will seinen Hof vergrößern. Sohn Tom, der den Hof übernehmen soll, will jedoch Journalist werden. Doch dann verschwinden die Bienen.  China, 2098. Es gibt keine Bienen mehr. Die Arbeiterin Tao muß die Bäume von Hand bestäuben. Ihr Sohn soll einmal ein besseres Leben führen. Doch er wird in einen mysteriösen Unfall verwickelt.  Dies Buch ist ein Plädoyer an das Umweltdenken. Es führt dem Leser vor Augen, wie abhängig man auch von den kleinsten Tieren ist. Die Autorin beschreibt hier sehr eindringlich, in welchem Zusammenhang der Mensch zu der Natur steht und wie alles aus dem Ruder läuft, wenn ein Glied der Kette fehlt. Dabei läßt sich das Buch sehr gut lesen, der Schreibst ist nicht abgehoben oder übertrieben "professorisch".
Geschichten von Bienen
von Klaraelisa - 04.06.2017
Mit "Die Geschichte der Bienen" legt die Norwegerin Maja Lunde nach mehreren Jugendbüchern ihren ersten Roman für Erwachsene vor - einen Roman wohlgemerkt und kein Sachbuch. In drei auf unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelten Handlungssträngen erzählt sie in vielen kurzen Kapiteln mit ständig wechselnder Perspektive die Geschichte von drei Familien, die alle irgendwie mit Bienen zu tun haben. William lebt im 19. Jahrhundert in England. Er musste seine Träume von einer Karriere als Wissenschaftler angesichts seiner schnell wachsenden Familie aufgeben und verdient sein Geld als Samenhändler. Irgendwann hat er die Idee für einen neuartigen Bienenstock. Allerdings ist eine Anmeldung als Patent nicht möglich, weil es so etwas anderswo schon gibt. George ist Imker und lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Ohio. Finanziell wird es sehr eng für ihn, als 2007 der größte Teil seiner Bienenvölker von einen Tag auf den anderen verschwindet wie in vielen anderen Teilen der USA auch. Der dritte Teil spielt im China der Zukunft. Im Jahr 2098 gibt es dort keine Bienen mehr. Millionen von Arbeitern bestäuben die Obstbäume von Hand. Die Menschen arbeiten sehr schwer und sind trotzdem arm, haben kaum genug zu essen. In diesem Teil geht die Autorin auf die Probleme ein, die uns auch aktuell beschäftigen. Wie sieht die Zukunft für uns Menschen aus, wenn es keine Bienen mehr gibt? Was können wir tun? Mich hat das Buch sehr interessiert. Allerdings bin ich nach der Lektüre etwas enttäuscht. Es passiert nicht allzu viel auf den gut fünfhundert Seiten. Es gibt keine bedeutenden oder überraschenden Entwicklungen. Auf mich wirkte es eher wie eine endlose Wiederholung des ewig Gleichen. Mich stört aber vor allem auch der irreführende Titel. Bei diesem Roman handelt es sich nicht um eine Geschichte der Bienen und der Imkerei, wie man erwarten könnte, und auch das Thema "Bienensterben" wird nicht besonders ausführlich dargestellt. Auf der anderen Seite spielt eine zweite Thematik eine große Rolle: Die Autorin beschreibt sehr ausführlich familiäre Beziehungen, vor allen Dingen das Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern und die Sprachlosigkeit in großen Krisen. Das ist nicht uninteressant, hat aber mit Bienen nichts zu tun. Aus all diesen Gründen kann ich den Roman nur bedingt empfehlen.
Wir müssen die Bienen schützen
von marpije - 03.06.2017
Das Buch ist in drei verschiedenen Handlungssträngen erzählt auf unterschiedlichen Zeitebenen - William lebt in England im 19 Jahrhundert , er ist ein Wissenschaftler welche muss seine Kariere wegen seine große Familie aufgeben , er liegt mit schweren Depression monatelang im Bett bis sein Sohn ihn auf ein Buch aufmerksam gemacht hat. George ist ein Imker in USA, im 2007 passiert etwas schreckliches, größte Teil von seinen Bienen ist verschwunden und er gerät in finanzielle Probleme. Die dritte Handlungsstrang nimmt uns in Zukunft , nach China in 2098, dort die Leute müssen die Arbeit von die Bienen übernehmen und die Bäume von Hand bestäuben, weil in der Zukunft lebt keine Biene mehr.... Die Autorin hat sehr geschickt in die drei Familiengeschichten die traurige Geschichte von die Bienen hinzugefügt und sie hat uns aufmerksam gemacht welche Auswirkungen auf die gesamte Menschheit das verschwinden von die Bienen hat. Ich bin mir sicher , dass einigen von die Leser welche eigene Garten haben werden für die Bienen schöne Blumenwiesen anbauen ohne Giftstoffe , weil ohne Bienen schrumpft der Nahrung und ohne Nahrung schrumpft der Menschheit..... Der Schreibstil ist einfach zu lesen mit viele schönen, poetischen Sätzen , aber für mich ein bisschen kühl und distanziert , genauso habe ich hier die Probleme mir die männlichen Protagonisten  - die sin für mich nicht erreichbar, William und Georg sind Egoisten ,unter die Haube ich mache das alles für meine  Familie merken nicht dass die Familienmitglieder  seelisch leiden und die Verhältnisse sind immer schwieriger. Die Nähe habe ich nur zu Tao gefunden , ihre große Verzweiflung, Angst, Liebe und Gier nach Wissen habe ich gut gespürt und zusammen mit ihr, als Mutter die Leere und der Schmerz empfunden. Die Autorin hat mir noch eins hier sehr deutlich gezeigt und das  hat überhaupt nichts mit die Bienen zu tun - der große und unterschätzte Wert von Reden . Hier die alle drei Familie sind mit Schweigen geplagt, die reden über die Probleme nicht, die kapseln sich in eigenem Frust , die leben neben aber  nicht zusammen und nicht für die andere. Das ist ein Buch welche bestimmt nach den lesen noch langzeitige Wirkung hat, ich bin nachdenklich und traurig geworden, weil der Mensch langsam vernichtet alles und am Ende wird aus eigener Hand selber sterben....
Hat einige Längen, aber trotzdem lesenswert!
von MaggyGray - 01.06.2017
Maja Lunde hat mit Die Geschichte der Bienen ein schönes Stück Literatur vorgelegt, auch wenn ich mit dem Hype, der um das Buch gemacht wurde und wird, nicht so ganz nachvollziehen kann. Aber wahrscheinlich ist soetwas irgendwann ein Selbstläufer. In drei verschiedenen Erzählsträngen beschreibt die Autorin Menschen, die direkt oder indirekt mit Bienen zu tun haben: in der nicht mehr ganz so fernen Zukunft bestäubt Tao in ihrer chinesischen Heimat zusammen mit hunderten anderen Arbeiterinnen die Blüten von Bäumen, um Früchte zu produzieren . Bienen gibt es nicht mehr, und somit auch keine Pollenweitergabe. Im England mitte des 19. Jahrhunderts pirscht sich der Händler William an die Konstruktion eines neuen Bienenstocks heran und in den USA der Jetzt-Zeit sieht sich der Imker George von einer Gefahr bedroht, die ihn, seine Bienen, aber auch seinen Sohn hart treffen könnte. Alle drei Stränge werden abwechselnd erzählt, wobei es am Anfang ein bisschen mühsam ist, in die Geschichte hinein zu kommen. Gerade die Erlebnisse von Tao sind stellenweise sehr futuristisch und kühl. Das mag an der Atmosphäre liegen, mich hat es aber als Leser ein bisschen unbehaglich zurückgelassen. Auch ihre Ambitionen, mit denen sie in die Großstadt fährt, und was sie dort erlebt, war ein bisschen unrealistisch. Ganz anders die beiden anderen Stränge, die zwar sprachlich ebenfalls auf einem sehr simplen Niveau waren, aber irgendwie näher an der Realität waren, sodass ich mich damit besser identifizieren konnte. Teilweise hatte ich den Eindruck, die Autorin verheddert sich ein bisschen in ihren Fäden, bevor sie sie am Schluss dann aber doch recht gut miteinander verwebt. Die Charaktere bleiben durch die Bank etwas blass; vielleicht wäre die Konzentration auf ein paar wenige besser gewesen, aber auch das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Der Schreibstil ist nicht allzu anspruchsvoll, was aber nicht heißt, dass die Übersetzung schlecht wäre. Insgesamt also ein netter Schmöker, dem man die eine oder andere Länge verzeiht.
Ein nachdenkliches Buch von Bienen und Menschen
von Gisel - 28.05.2017
Im England des Jahres 1852 sieht sich der Biologe und Samenhändler William gescheitert und droht in der Depression zu versinken. Doch dann entdeckt er ein neues Lebensziel für sich in seiner Arbeit mit den Bienen. - 2007, Ohio, USA: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum, seinem Sohn Tom eine gute Zukunft vorzubereiten, doch der sieht sein Lebensglück eher im Studium. Erst als die Bienen verschwinden, finden die beiden wieder zueinander. - China, 2098: Die Bienen sind schon längst verschwunden, die Bäume werden von Hand bestäubt, in einer trostlosen, vorgeplanten Welt scheint es nur wenig Freude für die Arbeiterin Tao zu geben. Als ihr kleiner Sohn nach einem mysteriösen Unfall verschwindet, macht sie sich auf die Suche nach ihm und lässt dabei nicht locker. In drei Zeitebenen rollt die Autorin Maja Lunde drei Geschichten auf, die scheinbar nicht zusammenhängen und doch durch die losen Fäden um die Bienen miteinander verknüpft sind. Verlust und Hoffnung der Protagonisten schimmern durch alle drei Erzählstränge, dabei greift die Autorin die bedenklichen Rückmeldungen über das Sterben und Verschwinden der Bienen in den letzten Jahren auf. Können wir uns überhaupt eine Welt ohne Bienen vorstellen? Was bedeutet das für unsere Nachkommen? Gibt es ein Zurück der Menschheit, um auch weiterhin eine lebenswerte Umwelt zu erhalten? Ganz unversehens findet sich der Leser in diesen Fragen wieder, die Maja Lunde halbwegs optimistisch beantworten lässt in ihrer Zukunftssequenz zum Ende dieses Jahrhunderts. Ungewöhnlich erscheint diese Zusammenstellung der drei Geschichten, die abwechselnd erzählt werden und so allmählich die Spannung in der Erzählung aufbauen. Die einzelnen Kapitel sind kurz geraten, enden aber oft mit einem Cliffhanger, so dass man gerne weiterlesen möchte. Erst in der Verknüpfung der drei Geschichten entsteht ein ganz besonderes Buch, das die Zusammenhänge um die Bedeutung der Bienen aufzeigt. Eine nachdenkliche Geschichte, die mich mit vielen Gedanken hinterlassen hat, die noch lange nachwirken werden.
Großartig und wichtig
von Beate Stüber - 27.05.2017
...denn um in der Natur und mit der Natur zu leben, müssen wir uns von der eigenen Natur entfernen. Ein düsteres Zukunfts-Szenario einer Welt ohne Bienen ist der Beginn des preisgekrönten Buches Die Geschichte der Bienen der Norwegischen Autorin Maja Lunde. Mit großer Erzählkraft entfaltet sich dieses Debüt vor dem Leser, das ein anspruchsvoller und spannender Familienroman gespickt mit interessanten Sachdetails und zugleich Historienbuch und ebenso Dystopie ist. Die Kinder ernten die Zahlen und einige Schriftzeichen, davon abgesehen war die Schule aber nur eine Form der kontrollierten Verwahrung. Der Verwahrung und der Vorbereitung auf das Leben draußen. Das Buch spielt in drei Zeitebenen, deren Verbindung die Bienen sind. Es setzt ein in einer Zukunft ohne Bienen mit Tao, der jungen chinesischen Arbeiterin, den Aufgabe zusammen mit tausenden anderen das Bestäuben von Obstbäumen ist und die sich für ihren kleine Sohn Wei-Wen eine bessere Zukunft erträumt. Doch plötzlich verschwindet der Junge auf unerklärliche Weise und Tao begibt sich auf die Suche nach ihm. Im England des Jahres 1852 begleitet der Leser den gescheiterten und depressiven Biologen William. Als achtfacher Vater hatte er große Hoffnungen in seinen gescheiterten Sohn gesetzt und seine klügste Tochter Charlotte nicht beachtet. Als er mit der Erforschung der Bienenstöcke beginnt und einen perfekten Bienenstock entwirft, bekommt Williams Leben neuen Aufschwung. Die dritte Geschichte erzählt vom Imker George in Ohio im Jahr 2007, der mitansehen muss, wie seine Bienen verschwinden und immer weniger werden. Der Sohn Tom soll den Hof mit der Imkerei übernehmen, dieser hat jedoch andere Pläne. Maja Lunde spannt den Bogen von den Wurzeln der professionellen Imkerei Mitte des 19. Jahrhunderts zum Beginn des Bienensterbens Anfang des 21. Jahrhunderts bis zu einer Welt ohne Bienen im Jahr 2098. Alle drei Geschichten dienen letztlich der Frage, wie eine Welt ohne Bienen aussehen würde und wo und wie der Anfang vom Ende begann. Sie vermittelt das Gefühl der Freude am Erfinden und Forschen für den Biologen William, die massive Hilflosigkeit und Ohnmacht von George, der seinen Bienen beim Sterben zusieht ebenso wie den Mut und die Kraft einer jungen Mutter, die ihren Sohn finden möchte und auf der Suche nach einem kleinen Hoffnungsschimmer gegen das System rebelliert. Gleichzeitig hat die Autorin ein feines Gespür für familiäre Beziehungen von Eltern und Kindern, insbesondere die Erwartungshaltung von Vätern an ihre Söhne, die sich über die Jahrhunderte nicht geändert hat, und die Kraft der Frauen, die der Sprachlosigkeit und Enttäuschung Paroli bieten können. Wie verwachsene Vögel balancierten wir auf unseren Ästen, das Plastikgefäß in der einen Hand, den Federpinsel in der anderen. ... Das kleine Plastikgefäß war gefüllt mit dem luftigen, leichten Gold der Pollen, das zu Beginn des Tages exakt abgewogen und an uns verteilt wurde, jede Arbeiterin erhielt genau die gleiche Menge. Nahezu schwerelos versuchte ich, unsichtbar kleine Mengen zu entnehmen und in den Bäumen zu verteilen. Vieles, was wir essen, hängt von der Bestäubung durch Insekten ab, und wenn Menschen wie Vögel mit Pinsel in Bäumen hängen um Blüte für Blüte selbst zu bestäuben erinnert das nicht nur an Mao, der in China vor Jahrzehnten alle Insekten ausrotten wollte und die Blüten auf die im Buch dargestellte Weise bestäuben ließ, sondern ist für den Leser eine durchaus greifbare Version einer vom Hunger geprägten und streng kontrollierten Zukunft. Ein weltweites Bienensterben hat verheerende Folgen für uns alle, und Maja Lunde ist nicht nur eine Autorin, die einen spannenden und sehr gut recherchierten Roman zum Thema geschrieben hat, sondern auch besorgte Mutter, die aufrütteln will. Das ist ihr gelungen, und ich vergebe begeisterte fünf Sterne für das Buch.
Die Bienen und die Menschen
von Reader - 24.05.2017
"Die Geschichte der Bienen" ist in drei Handlungsstränge unterteilt. In der Vergangenheit (England, 1852) wird die Geschichte des Biologen und Samenhändlers William erzählt. Nach einer längeren depressiven Phase entwickelt er, mit Hilfe seiner Tochter Charlotte, einen - wie er glaubt - neuartigen Bienenstock. Wird er damit sich selbst und die Familie retten/ernähren können? In der Gegenwart (USA, 2007) arbeitet der Imker George hart für den Erhalt seiner Bienenstöcke und den Ausbau seines Hofes. Leider schlägt sein Sohn, Tom, einen anderen Weg ein und ist nicht begeistert von der Idee den Hof zu übernehmen. Als die Bienen aber plötzlich verschwinden steht Tom an der Seite seines Vaters. Können Sie gemeinsam den Hof und die Bienen retten? In der Zukunft (China, 2098) ist es die Aufgabe der Menschen, die Bäume von Hand zu bestäuben weil es keine Bienen mehr gibt. Eine dieser Arbeiterinnen ist Tao, deren Sohn Wie-Wen während eines Familienausflugs plötzlich krank wird und vor den Eltern versteckt gehalten wird. Tao macht sich auf die Suche nach ihrem Sohn und der Wahrheit hinter seinem "Unfall". Wird sie Wie-Wen wiederfinden und was hat das mit dem Fortbestand der Menschheit zu tun? Zu Beginn habe ich mir schwer getan - mit den einzelnen Handlungssträngen, die mir so "kalt" erschienen, so lieblos in den Eltern-Kind-Beziehungen. Es fiel mir schwer, die Vergangenheit und Gegenwart-Stränge auseinanderzuhalten und ich sah den übergeordneten Sinn nicht. Nach den ersten etwa 100 Seiten nahm die Handlung Fahrt auf, gespickt mit diversen Cliffhangern entwickelte sich das Buch zum Pageturner. Die Auflösung des Zusammenhangs der einzelnen Handlungsstränge hat mir gut gefallen, wenngleich ich schnell auf die Ursache von Wei-Wens Beschwerden/Krankheit kam. Die Thematik rund um die Bienen und auch ihre Bedeutung für die Menschheit und ihren Fortbestand ist meiner Meinung nach nicht zu kurz gekommen und ganz gut in die Gesamtgeschichte eingewoben. An manchen Stellen hätte man sicher etwas Umfang sparen können, aber da sich das Buch insgesamt gut und flüssig lesen lässt, fällt dieser Punkt nicht wirklich ins Gewicht.
sehr spannend
von XY - 12.05.2017
Ein Buch, das eigentlich gar nicht in meinen Lesegeschmack passt, jedoch hat mich von Anfang an irgendwas dazu getrieben, es trotz aller Zweifel zu lesen. Und somit bin ich nun wirklich froh, denn es war wirklich ein interessantes und lesenswertes Buch. Mit viel Spannung und eigenem Charakter. Es ist wirklich flott, flüssig und einfach zu lesen und kaum hat man damit begonnen, will man es eigentlich auch gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Geschichte drei unterschiedlicher Menschen, in drei unterschiedlichen Ländern, hinzu kommen drei unterschiedliche Zeiten... Am besten gefallen, haben mir in dem Fall die kurzen Kapitel, somit konnte ich besser den Überblick behalten und das Umspringen auf eine andere Geschichte war somit erleichtert.
Ungewöhnlich und klug
von Sylvia Mangl - 12.05.2017
Drei Geschichten über drei außergewöhnliche Menschen in unterschiedlichen Epochen. William, der verhinderte Wissenschaftler, der im 19. Jahrhundert einen neuartigen Bienenstock erfindet und dann feststellen muss, dass ein Australier ihm zuvorgekommen ist. George, ein Imker, dessen Familie seit Generationen Bienen züchtet und der seinem Beruf mit ganzem Herzen nachgeht. Er wird vom großen Bienensterben getroffen. Tao, eine chinesische Arbeiterin, die 2092 die Obstbäume von Hand bestäuben muss, weil es keine Bienen mehr gibt. Drei Schicksale, die eng mit den Bienen verbunden sind und die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Erst gegen Ende erschließen sich die Zusammenhänge. Ein geniales, einfühlsames Buch, das sehr nachdenklich macht. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Wenn es die Bienen nicht gäbe
von Jonas1704 - 07.05.2017
Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. In drei Zeitebenen und in drei verschiedenen Ländern werden die Auswirkungen von einem peau a peau Austerben der Bienen geschildert, das fatale Folgen für die Menscheit haben könnte. Im Jahr 1852 erfahren wir von dem englischen Samenhändler William, der versucht eine neue Lebensart der Bienen zu erforschen, hat aber wenig Erfolg damit und verfällt immer wieder in tiefer Auswegslosigkeit. In der nahen Gegenwart und zwar im Jahr 2007 erleben wir einen Imker in den Usa der sein ganzes Hab und Gut an seinen Sohn weiterreichen möchte, damit er die Tradition der Bienenzucht weiterführt, doch dessen Sohn hat andere Pläne. Als die Bienen anfangen aus einem unerklärlichen Grund auszusterben, wird das Problem landesweit erkannt. Letztendlich finden wir uns im Jahr 2098 wieder und zwar in China. Die Bienen sind schon längst ausgestorben und die Menschen bestäuben nun von Hand die Blumen. Doch nicht nur das hat tragische Folgen. Eine einfühlsame Geschichte, die uns erneut klarmacht wie wichtig jeder Lebensteil unserer Welt ist, und sei er noch so klein.
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