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Das weibliche Prinzip

Roman. Originaltitel: >The Female Persuasion<. mit farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen.
Buch (gebunden)
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Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das weibliche Prinzip
Autor/en: Meg Wolitzer

ISBN: 3832198989
EAN: 9783832198985
Roman.
Originaltitel: >The Female Persuasion<.
mit farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen.
Übersetzt von Henning Ahrens
DuMont Buchverlag GmbH

16. Juli 2018 - gebunden - 494 Seiten

Beschreibung

Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, und sie ist das, was Greer gerne wäre: unerschrocken, schlagfertig, kämpferisch. So sehr Greer ihren Freund Cory liebt und sich auf die gemeinsame Zukun freut, wird sie doch von einer Sehnsucht umgetrieben, die sie selbst kaum benennen kann. Durch die Begegnung mit Faith Frank bricht etwas in der jungen Frau auf, und sie stellt sich die entscheidenden Fragen: Wer bin ich, und wer will ich sein?
Jahre später, Greer hat den Abschluss hinter sich, geschieht, wovon sie nie zu träumen gewagt hätte: Faith lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein - und führt Greer damit auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, manchmal steinigen Weg, letztlich den Weg zu sich selbst.

Mal mit funkelndem Witz, mal tief berührend und stets mit großer Empathie erzählt Meg Wolitzer von Macht in all ihren Facetten, von Feminismus, Liebe und Loyalität und beweist sich als hellwache Beobachterin unserer Zeit.

'Wenn alles gesagt ist, bleibt Wolitzers unerschöpfliche Fähigkeit, Menschen zu erschaffen, die so real sind wie die Schrift auf dieser Seite, und ihre Liebe zu ihren Charakteren scheint heller als jede Agenda.'
Lena Dunham in The New York Times

Portrait

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen der SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) sowie ›Die Stellung‹ (2015) und zuletzt ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde.

Meg Wolitzer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in New York City.

Pressestimmen

"Meg Wolitzer ist in 'Das weibliche Prinzip' wieder witzig, empathisch und frauensolidarisch, dass es einfach nur Spaß macht."
Barbara Meixner, BUCHMARKT

"Lesen, weil...das literarische Frauenpower ist."
COSMOPOLITAN
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Eine berührende Geschichte
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg Holm 37 - 03.08.2018
Drei Frauen, die sich aus unterschiedlichen Beweggründen für die Rechte der Frauen einsetzen. Zwei junge Studentinnen, Greer und Zee, lernen auf einer Veranstaltung Faith Frank kennen, die sich seit längeren vehement für die Rechte der Frauen einsetzt und als Mitbegründerin der Frauenbewegung gilt. Während Greer unbedingt für und mit Faith arbeiten will, schlägt Zee auf Wunsch ihrer Eltern erst mal einen anderen Weg ein. Eindrucksvoll beschreibt Meg Wolitzer die unterschiedlichen Lebenswege dieser Frauen mit all den Höhen und Tiefen, den Erfolgen und Rückschlägen. Das Ende war für mich etwas unerwartet, aber durchaus nachvollziehbar. Ein Roman, der mich sehr beeindruckt hat. Ein Thema, das immer aktuell bleiben wird.
Bewertungen unserer Kunden
Sanfter Feminismus
von KrimiElse - 19.08.2018
Ein bisschen weichgespült mutet Meg Wolitzers neuestes Buch "Das weibliche Prinzip" an, nachdem man nach Verlagswerbung und Klappentext eigentlich einen feministischen Roman erwartet. Ich habe das Buch dennoch gerne gelesen, denn die Autorin kann schreiben und verknüpft Amerikanische Familiengeschichte und Coming-of-Age-Roman Geschichte mit einer Geschichte zur Frauenbewegung, letztere allerdings eher wenig kämpferisch. Geer Kadetsky, ein schüchternes Kleinstadt-College-Mädchen und Faith Frank, seit Jahrzehnten eine Ikone der amerikanischen Frauenbewegung, begegnen sich bei einem von Faiths College-Auftritten. Die damals 63jährige Faith besitzt alle Attribute, die Greer gerne hätte: sie ist charismatisch, kämpferisch und unerschrocken. Die unsichere Greer verändert sich durch diese Begegnung und beginnt, sich wichtige Lebensfragen außerhalb ihrer kleinen heilen Welt mit ihrem Freund Cory, den sie seit Kindestagen kennt, zu stellen. Nach ihrem Abschluss bietet Faith Greer einen Job in einem neuen Frauen-Projekt an, Greer zieht nach Brooklyn und verabschiedet sich damit vollends aus ihrem alten Leben und ihren kleinlichen Zukunftsplänen. Viele positive und auch negative Erfahrungen prägen von da an ihren nicht immer leichten Weg, der sie zur Selbsterkenntnis, Einsicht und letztlich wieder zur zufriedenen Gelassenheit führt. Meg Wolitzer zeichnet das feministische Erwachen und das Erwachsenwerden der Greer Kadetsky nach, eine Heldin, die sich letztlich versucht selbst zu verwirklichen, aus ihrem kleinen beengten Kreis auszubrechen und statt dessen einen steinigen aber idealistischen Weg einschlägt. Mit vielen Rückschauen und sehr differenzierten Nebenfiguren und Nebenschauplätzen ergibt sich ein unterhaltsames Konstrukt. Interessante Blicke auf die Geschichte der Frauenbewegung, denn auch wenn Faith Frank eine fiktive Figur ist, findet man Entsprechungen in der Frauenbewegung weltweit, und nicht zuletzt aktueller Bezug zu den Machtfragen der Trump-Ära hätten einen wirklich großartigen Roman hervorbringen können, wenn die sprachliche Spritzigkeit der Autorin bei der stellenweise hausbackenen und althergebrachten Übersetzung nicht auf der Strecke geblieben wären und wenn sich Meg Wolitzer nicht weitestgehend auf die kuschelige Gemütlichkeit der weißen weiblichen Mittelschicht beschränkt hätte, die auf Frauen-Konferenzen mit Appetizern in Edelklamotten frisch frisiert die schreckliche Welt ein bisschen zu verbessern versucht. So ist es eben ein gut lesbarer, unterhaltsamer Roman, dem aber jeglicher feministischer Kampfgeist fehlt, der die Heldinnen seltsam unproduktiv verharren lässt, da die Frage nach Intersektionalität hinsichtlich wirtschaftlicher, sexistischer und rassistischer Benachteiligung nicht einmal gestellt wird und die statt dessen in Drogenschwadigen Erinnerungen schwelgen. Auch bezüglich Greers Weg dreht sich die Geschichte letzten Endes im Kreis, denn auch sie erhebt, als sie desillusioniert auf unbequeme Wahrheiten stößt, nicht wirklich ihre Stimme, sondern gibt den Stab letztlich nur weiter und zieht sich zurück.
Das richtige Buch zur richtigen Zeit.
von Simone Finkenwirth - 17.08.2018
Meg Wolitzer schreibt in ihrem neuen Roman über starke Frauen und solche, die es werden wollen. Das gilt natürlich auch für Männer. Das weibliche Prinzip ist auch ein Buch über Träume, Selbstverwirklichung und Schicksalsschläge. Hoffnungslos wird es mit der Autorin jedoch nie. Im Gegenteil viel mehr leuchtet ist es leuchtend, kraftvoll, humorvoll und aufrichtend.
Was für ein Mensch man wird und der Feminismus hilft dabei.
von BigZ - 13.08.2018
Greer Kadetsky ist durch die Schuld ihrer Eltern nicht an dem erträumten Elitecollege gelandet, an dem sie zusammen mit ihrem Freund Corey studieren wollte, sondern an dem recht mittelmäßigen ländlichen Ryland-College. Sie war als Schülerin zusammen mit Corey in fast allen Bereichen die Nummer 1 und sie hätte Princeton verdient gehabt. Eher schüchtern, sehr pflichtbewusst und natürlich mit guten Noten vor allem im sprachlichen Bereich, besucht die recht unzufriedene Studienanfängerin Greer zusammen mit ihrer Freundin Zee eine Veranstaltung mit Faith Frank, einer charismatischen Feministin. Und dieser Abend verändert ihr Leben. Denn sie bekommt die Gelegenheit, Faith persönlich kennen zu lernen und Greer macht Eindruck. Jahre später, nach ihrem Studienabschluss, holt sie die gut aufgehobene Visitenkarte, die sie damals von Faith erhalten hat, heraus und nimmt Kontakt mit ihr auf, für einen Job bei deren feministischer Frauenzeitschrift. Es bedarf mehr wie einem Anlauf, aber schließlich wird sie Mitarbeiterin von Faith und ihr Weg von der schüchternen jungen Frau zu der Persönlichkeit, die sie 12 Jahre später ist, beginnt. Dieser wunderbar vielschichtige und sehr ruhig dargebotene Wegeabschnitt, von Greers Zeit als Schülerin und Studentin bis hin zu der erwachsenen meinungsstarken Feministin der neuen Tage, wird hier in einem sehr feinen und detaillierten Erzählstil an uns Leser weitergegeben. Sehr beeindruckend, dieses Buch. Für mich ein kleines Juwel, das ich jedem uneingeschränkt ans Herz legen kann.
Die Kraft der Frauen
von SusanneSH68 - 11.08.2018
Greer Kadetsky ist neu auf dem College und noch sehr schüchtern. Auf einer Veranstaltung lernt sie Faith Frank kennen, eine Schlüsselfigur der Frauenbewegung. Diese Begegnung hinterlässt bei Greer einen bleibenden Eindruck. Einige Jahre später lädt Faith sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein, Greer soll Sponsorenveranstaltungen zu Gunsten der Frauenbewegung mit organisieren. Faith fördert Greer dann beruflich und persönlich. Daneben muss Greer aber auch ihre Erfahrungen im privaten Bereich sammeln, was nicht immer einfach ist. Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Man bekommt einen interessanten Einblick in die amerikanische Frauenbewegung und verfolgt gebannt die Lebensgeschichte der beiden Frauen. Das ist so spannend und packend geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Neben der Lebensgeschichte der beiden Frauen geht es dabei auch noch um viele gesellschaftliche und moralische Fragen. Die Autorin arbeitet geschickt mit mehreren Rückblenden, so dass man nachher das Gefühl hat, noch viel mehr Personen näher kennenzulernen als nur die beiden Hauptfiguren. Trotzdem ist das Buch flüssig zu lesen, insgesamt eine absolute Leseempfehlung.
Feministische Entwicklungen
von orfe1975 - 31.07.2018
Cover: ------------------ Das Cover gefiel mir nicht, es sieht irgendwie psychedelisch aus und wirkt von den Farben her wie 1970er Jahren. Ich finde es eher nichtssagend und hätte es mir im Laden nicht angesehen. Dafür wirkt das Hardcover mit Schutzumschlag sehr hochwertig und das Lesebändchen rundet die Qualität perfekt ab. Inhalt: ------------------ Die Studentin Greer ist eher ein introvertiertes, schüchternes Mädchen mit viel Gerechtigkeitssinn und dem Willen, Karriere zu machen. Am College sieht sie sich erstmals dem Thema sexueller Belästigung ausgesetzt, ihre Proteste sind leise und führen letztendlich zu keiner Verbannung des Übeltäters. In dieser Situation trifft sie Faith Frank, eine berühmte Feministin. Diese Begegnung verändert Greers Leben grundlegend. Mein Eindruck: ------------------ »Du gibst diesen Frauen eine Stimme«, hatte Faith kürzlich gesagt. »Wir haben darüber geredet, wie schwer es dir manchmal fällt, den Mund aufzumachen. Aber vielleicht konntest du das ausgleichen, denn du bist eine blendende Zuhörerin, das muss ich schon sagen. Und das ist genauso wichtig wie das Reden. Hör weiter zu, Greer. Sei eine ... Seismologin, die ihr Stethoskop auf die Erde drückt. Achte auf die Vibrationen.« (S. 187) Der Anfang des Buches gefiel mir gut: Greer ist eine sympathische Protagonistin, in die sich jede introvertierte Leseratte gut einfühlen kann. Der Sprachstil begeisterte mich von Anfang an: leise, unaufgeregt und mit einer Prise Humor. Ich tauchte sofort ein in die Geschichte und freute mich darauf, Greers Entwicklung mitzuerleben. Überraschenderweise wird hier jedoch nicht nur ihre Geschichte erzählt, sondern auch die der Personen, die wesentliche Rollen in der Handlung einnehmen: ¿ Zee, ihrer besten Freundin, lesbisch und Tierschützerin, Vegetariern und immer irgendwie anders ¿ Ihr bester Freund und späterer Partner Cory, der mit ihr die Zwillings-Rakete bildet und durch einen tragischen Schicksalsschlag in seiner Karriere zunächst zurückgeworfen wird ¿ Faith Frank und ihr Weg zu einer Art feministischer Ikone ¿ Emmet Shrader, Risikokapitalist und Unterstützer von Faith, weil er in ihr eine ebenbürtige Partnerin sieht im Gegensatz zu seiner Ehefrau Sie alle kämpfen auf ihre Art um Selbstbestimmung Selbstverwirklichung. Interessanterweise entdeckt man auch bei den Männern eine gewisse emanzipatorische Entwicklung, die nachdenklich macht. Faith, Greer und Zee sind völlig unterschiedliche Charaktere und haben oft gegensätzliche Temperamente, aber die Botschaft ist, dass jede auf ihre Art kämpft und gleichwohl die Art der anderen Frauen akzeptiert. Miteinander kämpfen statt gegeneinander ist das Motto. Die Handlung wird dabei aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der einzelnen Protagonisten abwechselnd und teils in Rückblenden erzählt, sodass am Ende ein vollständiges Bild über ihr Leben und ihr Beziehungsgeflecht entsteht. Das ist ein geschickter Schachzug der Autorin. Obwohl ich die Sprache mochte, kann ich nicht unerwähnt lassen, dass sie eher altbacken wirkt. Man bekommt den Eindruck, der Roman spiele in den 1950er Jahren, obwohl die Handlungsspanne zum überwiegenden Teil von den 1990ern bis zur aktuellen Zeit reicht. Das passt leider nicht zusammen, scheint jedoch größtenteils an der Übersetzung zu liegen. Im Original wirkt die Sprache nicht so altmodisch. Die Entwicklungen der einzelnen Personen haben mir gut gefallen und die Hintergründe haben einige Überraschungen zu Tage gebracht, die ich nicht erwartet hatte. Dennoch gab es auch einige Längen und am Ende sehnte ich das Ende herbei. Mir fehlte es am Ende etwas an Spannung und der Schluss fühlte sich nicht rund an. Es fällt mir schwer, den Roman zu bewerten. Stellenweise fand ich ihn großartig mit vielen denkwürdigen und poetischen Zitaten, an anderen Stellen aber auch zu langatmig und ausschweifend. Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten, die ich auf 4 aufrunde. Fazit: ------------------ Ein vielschichtiger Roman über Feminismus und seine Bedeutung in unserer Zeit
Tolles Buch mit wichtigen Botschaften und authentischen Charakteren
von booklover2011 - 22.07.2018
Inhalt (dem Klappentext entnommen): Die schüchterne Greer Kadetsky ist noch nicht lange auf dem College, als sie der Frau begegnet, die ihr Leben für immer verändern soll: Faith Frank. Die charismatische Dreiundsechzigjährige gilt seit Jahrzehnten als Schlüsselfigur der Frauenbewegung, und sie ist das, was Greer gerne wäre: unerschrocken, schlagfertig, kämpferisch. So sehr Greer ihren Freund Cory liebt und sich auf die gemeinsame Zukunft freut, wird sie doch von einer Sehnsucht umgetrieben, die sie selbst kaum benennen kann. Durch die Begegnung mit Faith Frank bricht etwas in der jungen Frau auf, und sie stellt sich die entscheidenden Fragen: Wer bin ich, und wer will ich sein? Jahre später, Greer hat den Abschluss hinter sich, geschieht, wovon sie nie zu träumen gewagt hätte: Faith lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein - und führt Greer damit auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, manchmal steinigen Weg, letztlich den Weg zu sich selbst. Meinung: Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, bereits nach wenigen Seiten war ich so in der Geschichte gefangen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Der Roman ist aus der Perspektive von mehreren Charakteren, Greer, Zee, Faith und Cory, geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Wir begleiten Greer (und ihre Freunde) über mehrere Jahre und erleben gemeinsam mit ihnen, dass der geplante Lebensweg nicht immer so geradlinig verläuft wie gedacht und so manche Schicksalsschläge verarbeitet werden müssen. Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufühlen und mitzufiebern. Ich habe sie sehr gerne auf ihrem Lebensweg begleitet und freue mich sehr, eine neue Autorin für mich entdeckt zu haben. Ein sehr nachdenklich stimmendes Buch, das viele wichtige Botschaften enthält, so dass sicherlich jeder etwas für sich mitnehmen kann. Absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl. Fazit: Ein kluges Buch mit wichtigen Botschaften, das zum Nachdenken anregt. Es war das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe, aber sicherlich nicht das Letzte.
Chapeau!
von lesebiene - 19.07.2018
Meinung : Im Falle dieses Buches, möchte ich ausnahmsweise nichts vom Inhalt vorwegnehmen, denn dieses bestärkende und außergewöhnliche Buch, gilt es selbst zu entdecken. Wie von der Autorin Meg Wolitzer gewohnt, ist ihr Stil einmalig, denn sie findet stets genau die richtige Mischung zwischen literarisch anspruchsvoll und großartigem Stil und dennoch der Kunst, es für jeden gut lesbar und nahbar zu gestalten. In diesem Thema bearbeitet sie, wie fast immer eine so wichtige Botschaft, die sie durch ihre wunderbar gestalteten Charaktere kraftvoll zu vermitteln weiß !  Fazit:  Für mich eines der besten Bücher des Jahres, welches durch eine anspruchsvolle Intensität besticht und den Leser von Seite eins zu fesseln weiß
Auf der Suche nach dem eigenen Weg
von westeraccum - 18.07.2018
In Zeiten, in denen ein amerikanischer Präsident sich rühmt jeder Frau an die Pussy fassen zu dürfen, ist ein Buch über Feminismus hochaktuell. Die junge Greer ist unsicher und schüchtern, als sie der Frauenrechtlerin Faith Frank bei einer Veranstaltung begegnet. Faith ermutigt sie ihren eigenen Weg zu gehen und Jahre später darf Greer für die verehrte Frau arbeiten. Doch dann kommt es zum Bruch und Greer muss allein für ihre Ideale kämpfen. Dabei hinterfragt sie sich selbst immer wieder und fokussiert sich neu. Wolitzer schildert wie auch in ihren anderen Büchern das Geschehen aus der Perspektive unterschiedlicher Hauptpersonen. Neben Greer tauchen auch ihr Freund Cory, ihre Freundin Zee und Faith selbst als Hauptpersonen auf. Eindringlich schildert Wolitzer die Lebensgeschichten dieser Personen, ihre Erfolge und Enttäuschungen. Das Buch ist politisch durch den hoch aktuellen Hintergrund, aber auch sehr gut zu lesen, weil viel persönliches Schicksal hineinspielt. Man fragt sich, warum nicht mehr Frauen gegen das Bild aufbegehren, das in den Medien und an den Stammtischen von ihnen gezeichnet wird. Besonders gut hat mir das Cover gefallen, die vielen bunten Streifen strahlen einerseits Lebensfreude aus, setzen sich aber auch zu einem weiblichen Dreieck zusammen. Die teilweise hinter den Streifen verschwindenden Buchstaben stehen für mich für die Frauen, die sich selbst nicht ganz trauen selbstbewusst aufzutreten und sich hinter Rollenbildern verstecken. Ich finde das Buch unbedingt lesenswert.
Stressiges Frauenleben
von Mathias Lenk - 16.07.2018
Als Greer Kadetsky wollte schon immer ans College. Sie wird auch aufgenommen, aber leider dort, wo sie sich beworben hat. Auch das Geld reichte nicht für dieses College. Das Schlimmste. Ihre Eltern konnten noch nicht einmal die notwendigen Unterlagen ausfüllen. Mit Hilfe der Ratschläge ihres Freundes versucht sie das Beste aus der Situation zu manchen. Während die Campustour mit einem Schock endet, weil sie von einem Mann angemacht und angebaggert wird. Immerhin schafft sie es, sich verbal und akustisch Hilfe zu holen. Es herauskommt, dass diese Geschichte kein Einzelfall ist. Normalerweise darf es für den Mann nur eine Strafe geben, aber die Sache wird zu den Akten gelegt. Dies will sich Greer nicht bieten lassen und besucht mit ihrer besten Freundin einen Vortrag einer Frauenrechtlerin namens Faith Frank. Das Buch bekommt von mir ein Daumen hoch für die ungewöhnliche Aufmachung und 5 Sterne für den Inhalt.
Lost in translation
von Sursulapitschi - 16.07.2018
Zu diesem Buch habe ich viel Positives gehört. Insbesondere der wunderbare Erzählstil wird gerne gelobt. Allerdings war ich gerade damit schon auf Seite 10 im Krieg. Man stelle sich vor, dass sich im Jahr 2010 junge Leute für eine "abendliche Sause" vorbereiten und Greer im Wohnheim des Colleges eine der raren eigenen "Buden" ergattert. Das ist die Jugendsprache der 50er, die in diesem Zusammenhang deplatzierter nicht sein könnte und die dem Buch eine prüde, altbackene Note verleiht, die das Original nicht hat, wie man schnell anhand der englischen Leseprobe feststellen kann. Das war mein erstes Buch von Meg Wolitzer, bei der ich Eloquenz und eventuell sogar Witz vermute, was diese Übersetzung leider nicht transportiert. Auch inhaltlich wirft es einen nicht direkt um. Greer ist schüchtern, hochintelligent, ein Bücherwurm, und tief beeindruckt von der berühmten Feministin Faith Frank, die einen Vortrag an ihrem College hält. Später ergattert sie einen Job bei Faith`s Stiftung, brennt dafür, will Gutes bewirken, Frauenrechte stärken, bis sie merkt, dass ihre Heldin nicht makellos ist. Hier tummeln sich die taffen engagierten Frauen, leider kauft man keiner davon ihr Engagement wirklich ab. Die Vita eines jeden Protagonisten wird zwar gründlich skizziert. Näher kommt man ihnen dadurch nicht. Man hat eher den Eindruck, es wird jede Stereotype Amerikas angerissen, die gemeinhin als originell gilt. Da haben wir die Lesbe, die erfolgreiche Superfeministin, den Bücherwurm, der zu Höherem berufen ist und den knallharten Businessman und Frauenhelden. Selbst Greer, mit einer solide traurigen Kindheit im Rücken, wird nicht lebendig. Sie engagiert sich wacker, aber ihre Gründe dafür sind eher schwammig. Natürlich ist es auch nobel, Gutes zu tun, nur um Gutes zu tun. Das kann man bewundern, aber es trifft einen nicht. Einzig die Geschichte von Greers Highschoolliebe Cory nimmt einen mit. Zum Ende hin tischt Frau Wolitzer dann doch noch eine gute Idee auf und merkt an, dass der Kampf um Frauenrechte heute wieder hoch aktuell ist. Da ist was dran, wenn man die zunehmend konservativen politischen Strömungen beobachtet, die Frauen wieder zurück an den Herd schicken möchten. Das wäre ein innovatives Kernthema gewesen, ist hier aber nur eine Schlussbemerkung. Dieses Buch wirkt wie eine Abhandlung der Geschichte des Feminismus seit den 60er Jahren. Das ist mäßig interessant aber nicht neu. Vielleicht werde ich noch mal ein anderes Buch der Autorin lesen, das von einem anderen Übersetzer bearbeitet wurde. Dieses hier ist wohl nicht ihr bestes Buch und dazu noch absolutely lost in translation.
Lost in translation
von Sursulapitschi - 15.07.2018
Zu diesem Buch habe ich viel Positives gehört. Insbesondere der wunderbare Erzählstil wird gerne gelobt. Allerdings war ich gerade damit schon auf Seite 10 im Krieg. Man stelle sich vor, dass sich im Jahr 2010 junge Leute für eine "abendliche Sause" vorbereiten und Greer im Wohnheim des Colleges eine der raren eigenen "Buden" ergattert. Das ist die Jugendsprache der 50er, die in diesem Zusammenhang deplatzierter nicht sein könnte und die dem Buch eine prüde, altbackene Note verleiht, die das Original nicht hat, wie man schnell anhand der englischen Leseprobe feststellen kann. Das war mein erstes Buch von Meg Wolitzer, bei der ich Eloquenz und eventuell sogar Witz vermute, was diese Übersetzung leider nicht transportiert. Auch inhaltlich wirft es einen nicht direkt um. Greer ist schüchtern, hochintelligent, ein Bücherwurm, und tief beeindruckt von der berühmten Feministin Faith Frank, die einen Vortrag an ihrem College hält. Später ergattert sie einen Job bei Faith`s Stiftung, brennt dafür, will Gutes bewirken, Frauenrechte stärken, bis sie merkt, dass ihre Heldin nicht makellos ist. Hier tummeln sich die taffen engagierten Frauen, leider kauft man keiner davon ihr Engagement wirklich ab. Die Vita eines jeden Protagonisten wird zwar gründlich skizziert. Näher kommt man ihnen dadurch nicht. Man hat eher den Eindruck, es wird jede Stereotype Amerikas angerissen, die gemeinhin als originell gilt. Da haben wir die Lesbe, die erfolgreiche Superfeministin, den Bücherwurm, der zu Höherem berufen ist und den knallharten Businessman und Frauenhelden. Selbst Greer, mit einer solide traurigen Kindheit im Rücken, wird nicht lebendig. Sie engagiert sich wacker, aber ihre Gründe dafür sind eher schwammig. Natürlich ist es auch nobel, Gutes zu tun, nur um Gutes zu tun. Das kann man bewundern, aber es trifft einen nicht. Einzig die Geschichte von Greers Highschoolliebe Cory nimmt einen mit. Zum Ende hin tischt Frau Wolitzer dann doch noch eine gute Idee auf und merkt an, dass der Kampf um Frauenrechte heute wieder hoch aktuell ist. Da ist was dran, wenn man die zunehmend konservativen politischen Strömungen beobachtet, die Frauen wieder zurück an den Herd schicken möchten. Das wäre ein innovatives Kernthema gewesen, ist hier aber nur eine Schlussbemerkung. Dieses Buch wirkt wie eine Abhandlung der Geschichte des Feminismus seit den 60er Jahren. Das ist mäßig interessant aber nicht neu. Vielleicht werde ich noch mal ein anderes Buch der Autorin lesen, das von einem anderen Übersetzer bearbeitet wurde. Dieses hier ist wohl nicht ihr bestes Buch und dazu noch absolutely lost in translation.
Komplexes Romankonstrukt - durchhalten lohnt sich
von Webervogel - 09.07.2018
Anfangs hatte ich mit diesem Roman ein bisschen zu kämpfen. Alles an ihm schien sperrig: Der Beginn, die Charaktere, die Handlung. Autorin Meg Wolitzers Art, Dinge zu beschreiben, fand ich jedoch von Anfang an ansprechend - in "Das weibliche Prinzip" gibt es weise Sätze wie "Beziehungen waren ein Luxus, den sich nur Menschen leisten konnten, die nicht in einer Krise steckten". Oder: "Ich denke manchmal, dass Introvertierte, die sich beigebracht haben, extrovertiert zu sein, die effektivsten Menschen der Welt sind." Ich habe mir einige interessante Gedanken markiert, doch manchmal wirkte der Stil der Autorin auch etwas überladen auf mich. Und dann sprang der Funke doch noch über. Rückblickend denke ich, dass das geschah, nachdem der größte Coming-of-Age-Teil überstanden war. Natürlich verhalten sich die Hauptfigur und ihre Freunde mit Anfang/Mitte 20 noch nicht ganz erwachsen, aber die Irrungen und Wirrungen, die Schulabschluss und Universitätsbeginn mit sich bringen, waren irgendwann überstanden - für sie und für mich. "Das weibliche Prinzip" handelt von der ehrgeizigen Greer Kadetsky, die zu Beginn des Buches ihr Studium am Ryland College beginnt, nachdem ihre Eltern ihre Anmeldung in Yale vermasselt haben. Während ihre Jugendliebe Cory nach Princeton geht und ihm die Welt von nun an zu Füßen zu liegen scheint, fühlt sich Greers neues Leben im Vergleich zunächst minderwertig an - zumindest für sie selbst. Doch sie findet bald Freunde am Ryland College und obwohl die Dichte an interessanten Abendveranstaltungen natürlich nicht mit der in Princeton mithalten kann, hört Greer an ihrer Hochschule einen Vortrag, der ihr Leben verändern wird: Den der Feministin Faith Frank. Diese Figur, die zu Beginn des Romans Mitte 60 ist, habe ich mir als eine Art Alice Schwarzer vorgestellt: bekannte Feministin und Bestsellerautorin mit eigener Zeitschrift, die ihre erfolgreichste Zeit bereits hinter sich hat. Im Roman ist Faith Frank immer noch eine Galionsfigur der Frauenbewegung, der man gerne zuhört, doch die Auflagenzahlen ihres Magazins "Bloomer" sinken und andere Feministinnen mit radikaleren Ansichten erhalten inzwischen mehr Aufmerksamkeit als sie. Dennoch ist Faith Franks Vortrag für Greer eine Art Erweckungserlebnis, der ihr Leben nachhaltig prägt - nicht zuletzt, weil sie danach noch ein kurzes Gespräch mit der Rednerin führen kann und sich nach dem Studium bei "Bloomer" bewirbt. Greer wird nach und nach eine begeisterte Feministin und bleibt dabei eine glühende Bewunderin Faith Franks. Doch nach ihrem Abschluss am Ryland College, wenn der Leser sie durch die ersten Jahre ihres Arbeitslebens begleitet, muss die Hauptfigur entdecken, dass man zwar für das Wohl der Frauen im Allgemeinen kämpfen kann, das jedoch nicht bedeutet, dass man sich den eigenen Freundinnen immer loyal und fair gegenüber verhält. Was macht erfolgreicher - Kompromisslosigkeit oder Abwägen? Greer lernt, kämpft und muss sich schließlich selbst behaupten - und das regt zum Nachdenken an. Wichtige Nebenrollen spielen neben Faith Frank Greers Freundin Zee und Cory, der mit Princeton das große Los gezogen zu haben schien. Aber: "Er würde immer ein Mensch sein, der nicht weglief, sondern half" - wieder so ein starker Wolitzer-Satz von der Art, wie sie in diesem Roman massenhaft zu finden sind. Schon für diese Art von Beschreibungen lohnt es sich, "Das weibliche Prinzip" zu lesen. Die Selbstfindung der Protagonisten mitzuerleben sowie kapitelweise auch mal hinter die Fassade von Faith Frank und anderen Figuren blicken zu können, riss mich nach dem ersten Buchdrittel doch mit. Die Charaktere in diesem komplexen Romankonstrukt sind außergewöhnlich vielschichtig. Autorin Meg Wolitzer macht es ihren Lesern nicht immer leicht, doch die Lektüre lohnt sich. "Das weibliche Prinzip" bietet jede Menge gedankliche Anregungen, nicht nur über Bedeutung und Entwicklung des Feminismus in der heutigen Zeit, sondern auch darüber, was wirklich wichtig im Leben ist.
Female Power ohne i-Tüpfelchen
von Isaopera - 09.07.2018
"Das weibliche Prinzip" verrät bereits im Titel, dass hier Frauen im Vordergrund stehen. Gut so? Absolut! Meg Wolitzer beschreibt spannende, diverse und sehr unterschiedliche Frauenfiguren, die ihren Weg suchen und spannt dabei eine Zeitspanne über mehrere Jahre. Protagonistin Greer ist dabei immer sehr authentisch, menschlich und ich habe ihre Geschichte sehr gerne gelesen. Der Kontakt mit zwei sehr überzeugenden Persönlichkeiten, zunächst ihrer College-Kommilitonin Zee, und später der Feministin Faith Frank, lässt sie aufblühen, aber auch kritisch reflektieren, was sie nicht möchte. Greers langjähriger Partner Cory, der in der Leseprobe noch eher schlecht wegkam, ist für mich dabei eine sehr wichtige und sympathische Figur geworden, denn ich finde, er hat die Geschichte unheimlich bereichert. Hier fand ich manche Zeitraffer fast schade, denn ich hätte über die beiden gerade gegen Ende gerne noch mehr erfahren - ebenso wurde der Konflikt zwischen Greer und ihren Eltern für mich nicht ausreichend thematisiert. Dass der fünfte Stern fehlt, hat aber vor allem mit dem fehlenden "i-Tüpfelchen" zu tun. Es ist ein toll geschriebener Roman, der mich gefesselt hat. Gerade die feministische Perspektive ist am Anfang deutlich, verliert sich aber über die Zeit etwas. Im letzten Drittel verliert der Roman für mich etwas an Profil und bleibt sehr gut, aber kein Knüller. Daher vier Sterne und eine Lessempfehlung!
Persönliche Entscheidungen lenken deinen Weg
von jenvo82 - 08.07.2018
"Wenn sie für das kämpfen, was ihnen wichtig ist, werden sie auf Widerstände stoßen, und das kann nicht nur verstörend sein, sondern auch dafür sorgen, dass sie aus der Bahn geworfen werden. Die Wahrheit lautet, dass sie nicht nur Zustimmung ernten werden." Inhalt Die junge Studentin Greer Kadetzky, die selbst ihren Weg im Leben sucht, da ihre Eltern für sie keine Vorbildfunktion haben, begegnet der charismatischen Feministin Faith Frank, die eine Vorreiterin der Frauenbewegung ist und mit Herzblut für die Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts kämpft. Tatsächlich gelingt es Greer mit der im Rahmenlicht stehenden Faith Kontakt zu knüpfen und kurze Zeit später erhält sie sogar die absolut fantastische Möglichkeit, für ihr Idol zu arbeiten. Faith Frank arbeitet nun für eine Stiftung, die Frauen aus ihrer sexuellen Abhängigkeit holt und ihnen zeigt, wie man mit ganz normaler Arbeit auf eigenen Beinen stehen kann. Greer schreibt Reden und hält diese auch selbst, voller Freude und Engagement ist sie bei der Sache, bis sie einen heißen Tipp bekommt, dass die Finanzierung des Projektes Unregelmäßigkeiten aufweist und längst nicht mehr die ausgebeuteten Frauen im Fokus stehen, sondern nur der Profit. Desillusioniert und betreten trifft Greer eine eigene Entscheidung und stellt dabei fest, dass auch große Vorbilder keinen Heiligenschein tragen. Meinung Dieser aktuelle Roman aus der Feder der amerikanischen Schriftstellerin Meg Wolitzer ist mein erstes Buch von ihr. Bereits die Vorgängerromane haben mein Interesse geweckt und ich wollte nun endlich einmal herausfinden, welche Art der zeitgenössischen Belletristik mich erwartet. Doch zugegeben, "Das weibliche Prinzip" hat meinen Lesegeschmack nicht ganz getroffen. Die Geschichte an sich klingt sehr vielversprechend, allein weil es faszinierend ist, jungen Menschen beim Finden ihrer eigenen Überzeugung zuzuschauen, auch weil es spannend ist, sie durchs Leben zu begleiten und ihre Entscheidungen wahrzunehmen - doch die Umsetzung hier, brachte mir zu wenig Dynamik, eine nur geringe innere Beteiligung und streckenweise sehr langatmige Passagen, die mich dazu verleitet haben, das Buch immer wieder beiseite zu legen und andere Schmöker vorzuziehen. Der Funke ist bis zuletzt nicht übergesprungen und es ist mehr dem vielschichtigen, erzählendem Schreibstil zu verdanken, dass ich drangeblieben bin, als der Erzählung an sich. Der Ansatz von Meg Wolitzer konzentriert sich auf das Menschsein in der reinsten Form. Deshalb ist es auch nicht Greer allein, die hier als Hauptprotagonistin auftritt, sondern auch Faith und darüber hinaus noch Greers Freund Cory und ihre Kommilitonin Zee. Jeder hat gute und weniger gute Charakterzüge, alle handeln gleichbleibend menschlich und treffen weise aber auch falsche Entscheidungen. Es gelingt ihnen, sich im Leben zurechtzufinden und mit mehr oder weniger Einsatz, ihren Platz zu behaupten. Dazu nutzt die Autorin viele kleine Nebenhandlungen, die sich mit den jeweiligen Personen beschäftigen, die aber auf mich einen zerfaserten, unsteten und unbestimmten Eindruck hinterlassen. Cory trifft ein persönlicher Schicksalsschlag, Zee wird sich ihrer Homosexualität bewusst, Faith kämpft mit dem fortschreitenden Alter und Greer sieht ihre einstigen Wunschvorstellungen und Überzeugungen davondriften. Was nach Unzufriedenheit klingt, ist nichts anderes als der Lauf des Lebens, den alle erfahren und mit dem sie unterschiedlich umgehen. Der Autorin gelingt es, mit einprägsamen Sätzen und einer guten Übersichtsstruktur die verschiedenen Charaktere in diversen Lebensphasen zu zeichnen, alles wirkt überaus realistisch und nachvollziehbar, doch leider empfinde ich beim Lesen kaum emotionale Beteiligung, die Banalität der Handlung und die vielen Hochs und Tiefs wirken so mühsam und langatmig auf mich, dass ich mir hin und wieder ein kleines Highlight gewünscht habe, doch vergebens. Greer Kadetzky und ihre ganz persönliche Entwicklung konnte mich einfach nicht fesseln. Fazit Ich vergebe 3,5 Lesesterne (die ich dennoch eher auf 3 reduziere) für einen Roman, der sich vielschichtig mit wichtigen Lebensfragen auseinandersetzt. Thematisch findet man emanzipierte Frauen, hohe Idealvorstellungen, bittere Enttäuschungen und einiges an Lebensweisheit, die sich mit den entsprechenden Erfahrungen manifestiert. Dennoch, dieses Buch war vielleicht nicht das richtige Stück Literatur zur richtigen Zeit für mich. Der Handlung hätte ich mehr Entwicklungspotential, mehr Emotionalität und eine striktere, bissigere Erzählweise gewünscht. So blieb das Buch ein durchschnittliches Leseerlebnis. Dennoch werde ich gerne noch mindestens ein anderes Werk von Meg Wolitzer zur Hand nehmen, weil es doch die Erzählung selbst war, die mich nicht überzeugt hat, weniger die Erzählstimme.
Zum Nachdenken
von Anonym - 06.07.2018
Greer Kadetzky, jung, schüchtern und neu an der Uni, erlebt auf einer Party den erschreckenden und abstoßenden Übergriff eines älteren Studenten. Der Grapsch-Angriff weckt in ihr und ihrer Freundin den Mut, sich künftig zu wehren und selbstbestimmt aktiv zu werden. Ein kleiner Auslöser mit großer Wirkung, denn er bestimmt den Grundton in Meg Wolitzer¿s Buch "Das weibliche Prinzip". Greers Leben und ihre weitere Entwicklung werden stets bestimmt von Emanzipation und Eigeninitiative, aber auch von Schicksalsschlägen und Enttäuschungen. Sehr fesselnd und spannend erzählt Meg Wolitzer, wie Greer Faith Frank, eine Frauenrechtlerin kennenlernt und schließlich sogar in ihrer Stiftung Arbeit findet. Sie verehrt Faith, muss aber letztlich erkennen, das auch sie nur ein Mensch ist¿ Ein berührendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Es hält uns vor Augen, das man gerade als Frau vieles selbst in der Hand hat, aber nie vor Schicksalsschlägen sicher ist und sich auch äußeren Einflüssen nicht immer entziehen kann. Und es macht Mut, an seinen Träumen und Zielen festzuhalten und sie nie aus den Augen zu verlieren. Ein sehr einfühlsames Buch, das für mich etwas plötzlich und zu schnell zu Ende war!
Feminismus und Freundschaft
von TanyBee - 04.07.2018
Greer Kadetsky ist eine ehrgeizige junge Frau, ganz im Gegensatz zu ihren Eltern, die einfach in den Tag hinein leben. Auf dem College schließt sie Freundschaft mit Zee, die schon auf der Highschool als Aktivistin tätig war. Zee nimmt sie mit zu einem Vortrag von Faith Frank, einer bekannten Feministin. Diese Begegnung wird Geers Leben verändern, denn auch sie wird sich ab diesem Zeitpunkt dem Feminismus verschreiben. Der Leser begleitet nicht nur Greer, wie sie wichtige Weichen in ihrem Leben stellt, sondern auch ihren Freund Cory und ihre Freundin Zee. Auch von Faith erfährt man viel in Rückblenden. Und es wird deutlich: Selbst wenn man sich dem Feminismus mit Haut und Haaren verschrieben hat, ist man doch immer noch ein Mensch und nicht frei von Fehlern. Interessant sind auch die ganzen moralischen Fragen, die im Buch aufgeworfen werden. Zum Beispiel in Bezug darauf, wie Feminismus überhaupt finanziert werden kann. Ist Feminismus, der von einer großen Investment-Firma finanziert wird, guter Feminismus? Besonders beeindruckt hat mich die Figur von Faith Frank, obwohl sie mir gar nicht so sehr sympathisch ist. Was ich gut an ihr finde ist die Art, wie sie anderen Frauen und jungen Mädchen den Glauben an sich selbst gibt und diese unterstützt. Da braucht es oft weniger als man glaubt, ein paar Worte können ein ganzes Leben verändern. Insgesamt ein gutes Buch, das sich sehr angenehm liest. (Bis auf eine Stelle. Da hat die Autorin leider mein Herz gebrochen. Ich weiß nicht, ob ich ihr das verzeihen kann.) Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt zum "sehr gut". Vielleicht liegt es daran, dass "Die Interessanten" eines meiner absoluten Lieblingsbücher der letzten Jahre ist und ich es im Kopf natürlich verglichen habe mit "Das weibliche Prinzip". Und manchmal waren mir da zu viele Parallelen, Greer und ihre Beziehung zu Cory haben mich an Jules und Dennis erinnert. Die Figuren und ihre Beziehungen zueinander sind aber bei weitem nicht so faszinierend wie in "Die Interessanten". Fazit: Ich habe das "Das weibliche Prinzip" sehr gerne gelesen und empfehle es weiter, aber im Vergleich zu "Die Interessanten" ist es doch schwächer, deswegen geben ich 4 Sterne.
Ein anspruchsvoller Roman
von leseratte1310 - 03.07.2018
Meg Wolitzer hat sich in dem Buch Das weibliche Prinzip mit Feminismus beschäftigt. Auch wenn Frauen heutzutage frei entscheiden dürfen und gleichberechtigt sind, so es noch gar nicht so lange her, dass für die Emanzipation gekämpft wurde und auch jetzt noch gibt es immer noch Benachteiligungen. Ihre Eltern sind schuld, dass Greer Kadetsky ein anderes College besuchen muss als ihr Freund Cory. Greer erfährt während des Studium, dass es schwer ist, sich in einer männerdominierten Welt zur Wehr zu setzen. Durch ihre beste Freundin Zee begegnet sie während ihrer Studienzeit einer Frau, die ihr Leben verändern wird: Faith Frank. Frank ist eine selbstbewusste und kämpferische Frau und die schüchterne Greer wünscht sich, sie wäre so wie die dreiundsechzigjährige Faith Frank. Die Begegnung löst etwas in ihr aus, auch wenn sie anfangs noch nicht genau weiß was. Aber sie beginnt zu hinterfragen. Nach dem Abschluss des Studiums Erhält sie die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in New York und damit beginnt sich für sie alles zu verändern. Wir erleben, wie Greer ihre Reise zu sich selbst antritt. Aber auch Faith, Cory und Zee lernen wir besser kennen während der Geschichte. Alle Charaktere sind authentisch und sehr realistisch gezeichnet und ich konnte gut mit ihnen fühlen. Auch Corys leben verläuft anders als erwartet. Das Leben fordert immer wieder Entscheidungen und die Protagonistinnen treffen sie, auch wenn sie manchmal ein wenig fragwürdig sind. Aber sie stecken ihre ganze Kraft in die Sache, die ihnen wichtig ist, selbst wenn ihr privates Leben darunter leidet. Dies war mein erstes Buch der Autorin und es hat mit gut gefallen. Es ist unterhaltsam und stimmt nachdenklich zugleich. Alles könnte sich im wirklichen Leben so zugetragen haben.
Die Emanzipation!
von bookslove1511 - 02.07.2018
Eine wichtige und nicht gerade gern gesprochene Thematik "Feminismus", in dem das sehr gut gelungenes Buch nachdenklich, liebevoll und bewegend erzählt wird. Die Autorin nimmt die Leser mit Hilfe von Hauptprotagonistin Greer in einer Reise, wobei die junge Studentin, in der dominanten Männerwelt, versucht sich aufrecht zu halten und sich selbst zu finden. Sie bemüht sich mit gerade gehaltenen Schultern und mit ihre Schlagfertigkeit, wie ihr Idol Faith Frank einzuwirken, wobei ihre Beziehungen und Freundschaften in einer harte Probe gestellt wird. Eine Reise in dem eine schüchterne junge Frau in eine selbstbewusste erwachsene Frau heranwächst und in ihr erwachte Gefühle eine neue Stimme annimmt. Das war meine erster Buch von dieser Autorin, deshalb war für mich Schreibstil etwas außergewöhnlich und ich hatte am Anfang Schwierigkeiten in das Buch rein zukommen. Nach ein paar Seiten hab ich mich recht schnell gewöhnt und da fliegt schon die Seiten von mir vorbei. Dieses Buch ist nicht so genanten Frauenromanen die man zwischen kochen und putzen liest, nein! Dies hier wirklich sehr gut gelungene Literatur fürs jedermann, die für Gefühle, stärke und schwäche von Frauen Interesse hat. Sehr Amerikanisch geschrieben, was nicht schlecht ist, aber hervorragend übersetzt. Viele Wendungen hält die Spannung bis zum Ende und viele unheimliche Wörter lässt die Leser tief in das Geschichte einzutauchen. Ein anspruchsvoller, mitreißender Roman,der mich nachdenklich zurückgelassen hat. Sehr empfehlenswert.
Menschsein
von Kaffeeelse - 01.07.2018
Ein sehr schönes Buch, geschrieben mit einer großen Kraft, die begeistert/mitreißt, geschrieben in schönen Wörtern/einer klangvollen Sprache, die starke Bilder im Kopf erzeugen/erzeugt, ein Buch was zum Nachdenken über das Leben und seine Umstände einlädt, aber das, was die Wolitzer am besten kann, ist glaubhafte, interessante Charaktere erschaffen. Diese wirken ungemein real, sind wie du und ich, haben Stärken und Schwächen, begeistern und stoßen ab durch ihre Taten. Sie sind weder schwarz oder weiß, weder gut noch böse, es sind Charaktere wie im realen Leben, haben gute und schlechte Seiten. Und sie wachsen einem ans Herz, mit ihren guten, wie auch schlechten Seiten. Es sind Frauen und auch Männer, deren Leben hier in einer wunderbaren Tiefe erzählt wird. Ja, trotz des Titels, geht es als Hauptpersonen um Frauen und Männer, und auch trotz des Titels, werden beide Gruppen sehr real gezeichnet, ohne geschlechtsspezifische Wertungen, einfach als Menschen. Was mir sehr gefallen hat. Es geht um die Selbstfindungsprozesse, die in jedem von uns toben, wie jeder Charakter zu dem Menschen wird, der er/sie ist, was jeden von uns zu dem macht, der er/sie ist. Ein Buch zum Sinnieren. Es geht um den amerikanischen Feminismus/die amerikanische Frauenbewegung, aus der Sicht von verschiedenen Menschen erzählt; die unterschiedlichen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen sozialen Gruppen entstammen, unterschiedlichen Rassen angehören, beiden Geschlechtern angehören; es werden ihre unterschiedlichen Lebensläufe und ihre Lebenseinstellungen erzählt. Und damit auch etwas die neuere amerikanische Geschichte geschildert. Und es wird auch über das Thema gesprochen, was macht Männer und Frauen aus, was macht Frauen weiblich und was macht Männer männlich ?!? Und auch dabei zeichnet sich die Autorin durch einen sehr wachen und realen Blick auf die Menschen aus. Was mir wiederum auch sehr gefallen hat. Und es geht auch um Generationenkonflikte. Es ist ein insgesamt sehr gelungenes Buch, was mich sehr fesseln konnte, einen großen Sog besitzt und mich sehr neugierig auf die Autorin macht. Tolles Buch !
Frauenkosmos
von Emmmbeee - 21.06.2018
Das unzertrennliche Studentenpaar Cory und Greer startet voller Erwartungen in die Erwachsenenwelt. Doch sie müssen bald erkennen, dass auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten an allen Ecken Hindernisse lauern, die fürs Erste für eine Fernbeziehung sorgen. Auch beruflich läuft es keineswegs so wie gewünscht. Letzten Endes dominiert die Frage: Welche Tätigkeiten passen wirklich zu mir? Der Schluss des Buches ist meiner Meinung nach ein wenig zu einfach. Anhand der drei Hauptprotagonistinnen Greer, Zee und Faith entrollen und verknüpfen sich die Leben verschiedener Personen rund um eine Stiftung zum Wohl benachteiligter Frauen. Das grosse Thema über allem (neben vielfältigen anderen Aspekten des Lebens junger Leute) ist die weibliche Emanzipation. Die dafür kämpfen bewirken viel Gutes und werden teils zu echten Nothelferinnen. Doch liegt auch hier der Wurm drin: Nicht nur Korruption und interne Machtkämpfe, sondern auch ganz persönlicher Verrat zwischen Freundinnen und Paaren prägen das Geschehen. Der anfangs beflügelte Idealismus scheint zum Scheitern verurteilt, wie Ikarus in seinem Höhenflug. Wenn Männer um der Karriere willen ihren Ellbogen kräftig einsetzen, regt sich niemand gross darüber auf. Doch Frauen, die dasselbe machen, werden härter beurteilt. In diesem Roman geht es auch darum, wie viel eine Freundschaft aushält und was sie zum Einstürzen bringen kann. Meg Wolitzer fand wieder eine sehr lebendige, nahe gehende Sprache, wenngleich es mehrere Längen gibt, die mich zum querlesen veranlasst haben. Hier hat sie wieder ein aktuelles Thema aufgeworfen und spannend behandelt. Greer mit all ihren Schwächen ist eine liebenswerte Person, zumal sich wohl jeder in ihr wiederfindet. Besonders sympathisch kommt natürlich Cory rüber. So einen Mann wünscht man sich zum Freund.
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