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DIE WAHRHEIT

Sie kennen ihn nicht. Doch er weiß alles über sie.
Buch (kartoniert)
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Der neue Thriller der internationalen Erfolgsautorin
Melanie Raabe

Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gem … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: DIE WAHRHEIT
Autor/en: Melanie Raabe

ISBN: 3442754925
EAN: 9783442754922
Sie kennen ihn nicht. Doch er weiß alles über sie.
Btb

24. August 2016 - kartoniert - 443 Seiten

Beschreibung

Der neue Thriller der internationalen Erfolgsautorin
Melanie Raabe

Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder - und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben ...


Portrait

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin - und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Die deutsche Meisterin des Duells schlägt zu." Elmar Krekeler, Die Welt

"(...) ein atemloser Psychothriller, grandiose Bilder der Angst, ein furioses Finale. Perfekter Pageturner." Volker Albers, Hamburger Abendblatt

"Raabe balanciert an den Abgründen ihrer Figuren entlang und schlägt dabei gekonnt mehrere Haken. Ein (unblutiger) und doch extrem nervenstrapazierender Psychothriller." Brigitte

"Melanie Raabes neues Buch verbindet Spannung und Raffinesse mit dem Psychogramm einer Frau, die um ihr Leben kämpft." Für Sie

"Die deutsche Antwort auf den Krimi Gone Girl." Allegra

"Melanie Raabe hat mit DIE WAHRHEIT einen packenden Thriller geschrieben." NDR Hörfunk, Gemischtes Doppel
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier
Nichts ist so wie es scheint!
von Hedda Freier - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 21.09.2016
Seit sieben Jahren ist Philipp Petersen spurlos verschwunden. Seit dieser Zeit lebt Sarah mit ihrem Sohn alleine. Gerade als es ihr wieder gutzugehen scheint, erhält sie einen Anruf, das ihr Mann befreit worden sei und sich auf dem Weg zurück nach Hamburg befände. Sarah empfängt diese Nachricht mit zwiespältigen Gefühlen. Doch dann der Schock: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht Philipp. Ein rasanter Krimi mit vielen Wendungen. Sowohl Sarah als auch "Der Fremde" beschreiben ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form, etwas das mir sehr gut gefallen hat. Dadurch wird die Spannung von Anfang an hochgehalten. Ein Ende, das ich so nicht erwartet hätte und mich komplett überrascht hat. Aber lesen Sie selbst. Über Ihre Rückmeldung zu diesem Thriller würde ich mich wirklich freuen. 4 Sterne
Bewertungen unserer Kunden
spannend, aber das Ende.....
von Marita Robker-Rahe - 30.11.2016
Für mich war Die Wahrheit das erste Buch von Melanie Raabe und im großen und ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Nur der Schluss hat mich enttäuscht und den guten Eindruck des Buches und eine 5 Sterne Bewertung unmöglich gemacht. Sarah lebt in Hamburg in einem der Villenviertel dieser Stadt, arbeitet als Lehrerin und hat einen achtjährigen Sohn. Sie hat sich in ihrem Leben eingerichtet, dass sich vor sieben Jahren schlagartig veränderte , als ihr Mann , ein erfolgreicher Geschäftsmann, auf einer Südamerikareise, die er aus geschäftlichen Gründen angetreten hatte, verschwand. Und jetzt, fast auf den Tag genau nach sieben Jahren, bekommt Sarah die Nachricht, dass ihr Mann nach Hause kommt. Er wurde vor sieben Jahren entführt und seine Freilassung macht es möglich, dass er nach Hause zurückkehrt. Sarah fühlt sich wie vor den Kopf gestoßen, denn sie hatte sich endlich nach 7 Jahren dazu entschlossen ihren Mann für tot erklären zu lassen und damit einen Schlusstrich unter die Vergangenheit zu ziehen. Als sie am nächsten Tag ihren Mann am Flughafen abholt, glaubt sie einem Albtraum ausgesetzt zu sein. Der Mann, der da als ihr Mann aus der Maschine steigt, ist nicht ihr Mann. Was will er und warum gibt er sich als ihr Mann aus ? Melanie Raabe versteht es Spannung aufzubauen. Sie lässt ihre Protagonisten in verschiedenen Kapiteln zu Wort kommt und jeweils aus ihrer Sicht erzählen. Dadurch wird eine immense Spannung aufgebaut und die Autorin spielt mit dem Leser. Man weiß nie genau, wer nun derjenige ist, der ein Spiel spielt und vor allem mit welcher Intension. Die Beiden umkreisen sich, feuern ihre Spitzen ab und es kommt immer wieder der Verdacht auf, dass Sarah etwas zu verbergen hat. Auch der fremde, wie er hier genannt wird, scheint ein Spiel mit Sarah zu spielen warum und ist er wirklich nur hinter dem Geld des erfolgreichen Geschäftsmann her ? Wenn der Thriller auf diese Art und Weise weitergegangen wäre und ein furioses Ende den Abschluss gebildet hätte, hätte ich volle 5 Sterne vergeben. Doch leider war das Ende in meinen Augen sehr konstruiert und unglaubwürdig und hat mich enttäuscht und so findet ein Buch mit einer tollen Spannung leider ein fades Ende.
Die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt
von scarlett_ohara - 26.11.2016
Zum Inhalt: Seit Sarahs Mann Philipp vor 7 Jahren auf einer Geschäftsreise nach Kolumbien verschwand, wartet sie auf ein Lebenszeichen von ihm. Vieles deutet auf eine Entführung hin, aber niemand weiß, ob er noch am Leben ist. Mit den Jahren arrangiert sich Sarah mit der Situation und lebt ihr eigenes Leben. Sie ist finanziell unabhängig und zieht den gemeinsamen Sohn groß. Auch scheint es wieder Platz für einen neuen Mann in ihrem Leben zu geben. Doch dann geschieht plötzlich das Unfassbare: Sarah erhält einen Anruf vom Auswärtigen Amt, in dem man ihr mitteilt, dass Philipp lebt und er nach langer Geiselhaft endlich wieder nach Hause kommt. Mit gemischten Gefühlen steht sie am Flughafen, um ihn abzuholen, und traut ihren Augen nicht: ein Fremder steigt aus dem Flugzeug. Und zu allem Überfluss droht er ihr damit, ihr Leben zu zerstören, wenn sie nicht mitspielen werde und ihn bloßstelle. Also lässt sie den fremden Mann in ihr Leben und versucht herauszufinden, was da vor sich geht. Meine Meinung: Der Debütroman "Die Falle" von der Autorin hatte mich seinerzeit restlos überzeugt. Und so war ich gewaltig gespannt auf ihr neues Werk und habe mich sehr auf¿s Lesen gefreut, zumal der Klappentext auf eine spannende Geschichte hoffen ließ. Doch leider wurde ich zutiefst enttäuscht. Allein der Anfang zieht sich sooooo unglaublich mit Beschreibungen über Nebensächlichkeiten in die Länge, ohne dass wirklich etwas passiert. Dazu kommt mit Sarah eine Protagonistin, mit der ich nichts, aber auch rein gar nichts anfangen konnte. Sie legt ein nahezu neurotisches Verhalten an den Tag. Dabei ist sie komplett unglaubwürdig und ihr Verhalten nicht nachvollziehbar. Dadurch konnte ich keinerlei Sympathie zu ihr aufbauen; im Gegenteil: sie hat mich nachher einfach nur genervt. Besonders schlimm fand ich ihre Schwindel-, Kotz-, oder Kälteanfälle trotz Hochsommers. Besonders gefehlt haben mir auch spannende und interessante Dialoge, die den Fluss des Buches voranbringen. In einigen Kapiteln kommt der "Fremde" selbst zu Wort, aber auch das trug nur zur Verwirrung des Lesers bei. Leider gab es auch inhaltliche Fehler in dem Buch. Gegen Ende der Geschichte legt Sarah ihren Ehering in eine Schublade, obwohl sie ihn 200 Seiten zuvor im Garten vergraben hat. So etwas dürfte bei einem vernünftigen Lektorat einfach nicht passieren. Das Cover wiederum hat mir gut gefallen. Es löst so eine perfide Beklemmung bei mir aus: die blanken Schultern einer Frau, deren Gesicht man nicht sieht und auf denen eine abgeschnittene Strähne ihre Haares liegt. Das ist gut gemacht und passt eigentlich prima zu dem verheißungsvollen Klappentext; vorausgesetzt, das wäre hier wirklich ein spannender Thriller. Der Verlag hat sich wirklich größte Mühe gegeben, einem an sich langweiligen Buch den Anstrich eines Psychothrillers zu geben. Leider führt das in diesem Fall aber, wie bereits gesagt, total in die Irre. Fazit: ACHTUNG SPOILER!!! Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich um eine völlig absurde Geschichte handelt. Selbst wenn ein Mensch sich in sieben Jahren äußerlich sehr verändern kann, hätte Sarah ihren Mann doch an der Stimme erkennen müssen - die bleibt nämlich gleich. Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Roman als "Thriller" angepriesen wurde. Leider kann ich keine Leseempfehlung für dieses Buch abgeben.
Wieder sehr zu empfehlen
von Thomas Jessen - 23.11.2016
Melanie Raabe ist es gelungen nun auch mit ihrem zweiten Thriller vollauf zu begeistern. Die Figuren erscheinen vielschichtig und sehr bildhaft, so dass es dem Leser erscheint als würde man sie persönlich kennen. Nicht aber kennen im Sinne von gute Freunde, sondern kennen im Sinne von echten Menschen, die man auf irgendeine Art und Weise kennengelernt hat. Ebenso ist es mit den Schauplätzen die mir vorkamen als wenn ich schon irgendwann einmal dort gewesen wäre. Geschickt eingefügte Wendungen lassen den Leser zunächst nicht auf die Auflösung kommen, doch je näher man dem Ende kommt umso klarer liegt es auf der Hand. Auch wenn die Auflösung zu erwarten war, ist es nicht so dass es zu offensichtlich ist. Der Spannungsbogen ist schön gespannt und steigert sich zum Ende hin immer mehr. Das überraschte dann doch, denn eigentlich war ich der Meinung dass das von Beginn an hohe Spannungslevel nicht mehr sehr viel ansteigen könnte. Von der ersten Seite an war es der Autorin gelungen im Kopf des Lesers gewisse Bilder zu erzeugen, die dann ihr Eigenleben entwickelten und fast wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen sind. Fand ich den ersten Roman von Melanie Raabe schon wirklich Klasse, konnte sie sich nochmals steigern und so komme ich für diesen Thriller auf 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.
Die Wahrheit
von Landbiene - 21.11.2016
Eigene Inhaltsangabe: Sarahs Mann ist vor 7 Jahren auf einer Geschäftsreise in Kolumbien verschwunden. Die Jahre waren für Sarah hart, aber sie kann sich endlich lösen, hat einen neuen Freund und beginnt ihr Leben neu zu ordnen. Doch gerade dann als sie zu diesem Schritt bereit ist, taucht ihr Mann urplötzlich wieder auf. Doch der Fremde den sie am Flughafen abholen will ist nicht ihr Phillip! Doch keiner will ihr glauben und der Fremde nistet sich in ihr Haus ein...Ein Martyrium beginnt für Sarah... Schreibstil: Der Schreibstil von Melanie Raabe lässt sich flüssig lesen, ist jedoch sehr detailliert was manchmal langatmig ist. Die Geschichte wird größtenteils aus Sarahs Sicht geschildert, aber vereinzelt gibt es auch Kapitel aus der Sicht des Fremden. Die sind jedoch sehr kurz gehalten, obwohl die Kapitel die einzigen waren die mich bei der Stange gehalten haben das Buch weiter zu lesen. Allgemeine Meinung: 352 Seiten in denen viel steht und doch wieder nichts. Der Schreibstil von Melanie Raabe lässt sich wirklich flüssig und auch spannend lesen, jedoch passiert in dem Buch einfach nicht viel. Der Spannungsbogen der Geschichte ist permanent flach. Sarah lernt man gut kennen, da 80% der Seiten von ihr geschildert werden und ich konnte ihr Verhalten und ihre Gefühle gut nach empfinden bis kurz vor dem Schluss. Das Ende war dann zwar sehr überraschend, aber meiner Meinung nach nicht glaubwürdig. Definitiv kein Thriller. Da ich mich trotz der fehlenden Ereignisse nicht zu sehr gelangweilt habe und die Seiten verflogen, gibt es noch 3 wohlwollende Sterne!
Mamihlapinatapai
von Marion Sommer - 13.11.2016
Mamihlapinatapai , dieses Wort sollte man googeln, denn in meinen Augen ist es der zentrale Kern dieses Thrillers, den ich persönlich eher als psychologisches Drama beschreiben würde. Dies aber nur vorweg. Melanie Raabe konstruiert in ihrem Thriller: Die Wahrheit ein beachtliches psychologisches Konstrukt. Sarah Petersen ist unsterblich in Philipp, ihren Ehemann, verliebt. Als dieser von einer Geschäftsreise nach Kolumbien nicht wiederkehrt beginnt für Sarah und ihrem 1 jährigen Sohn Leo die Hölle. Als Sarah nach 7 Jahren langsam wieder in ein normales Leben zurückfindet, passiert das unglaubliche.....Philipp ist wieder da. Als Sarah und Leo ihn am Flughafen in Empfang nehmen wollen, bemerkt Sarah, dass es ein Fremder ist, der vor ihr steht.....Ein Drama beginnt, denn dieser Fremde behauptet weiterhin Philipp Petersen zu sein, und setzt Sarah unter Druck, denn Sarah hat etwas zu verbergen. Die Geschichte an sich lässt zunächst wirklich an einen Thriller denken, entpuppt sich aber nach meinem Empfinden eher zum Drama. Als Thrillerfan war ich anfangs ein wenig enttäuscht, so hätte man aus dieser Vorlage doch auch mehr machen können. Doch irgendwann streifte ich meine Erwartungshaltung ab und wurde doch positiv überrascht. Melanie Raabe hat eine Art dem Leser die Abgründe und Sehnsüchte des Menschen näher zu bringen, die sehr speziell aber durchaus gekonnt ist. Unterschwellig brodelt dieses Buch vor Spekulationen und unterdrückter Gefühle. Die Charaktere erklären sich durch Rückblenden, es wird viel aus der Vergangenheit eingeschoben, man bekommt immer wieder einen neuen Bruchteil von Sarah oder Philipp und kann dann das Bild so nach und nach zusammensetzten. Sehr gelungen und reizvoll, zumal der Eindruck von mal zu mal variert, gut ist nicht automatisch gut, und böse nicht gleich böse. Schwer zu erklären, man muss es gelesen haben. Fazit: Ein Buch, dass mich erst langweilte, aber dann doch überraschte. Ein wenig wie der Wolf im Schafspelz........
Verwirrend und spannend zugleich
von Silke Tellers - 09.11.2016
Eigentlicht müsste Sarah ein glückliches Leben führen, sie arbeitet gerne in ihrem Job als Lehrerin, hat einen achtjährigen Sohn, ein großes Haus und viel Geld. Doch ihr Ehemann Philipp wurde vor sieben Jahren bei einer Geschäftreise in Südamerika entführt, seitdem fehlt jede Spur von ihm. Langsam scheint es jedoch, als würde Sarah über ihren Verlust hinwegkommen und nimmt wieder am Leben teil, sie trifft sich mit Arbeitskollegen, hat eine beste Freundin gefunden und auch mit Mirko scheint es Aussichten auf eine neue Beziehung zu geben. Bis eines Tages ihr Telefon klingelt und man ihr mitteilt, man habe Philipp gefunden und er kehre nach Hause zurück. Sarah ist völlig überrumpelt und bei der Begrüßung am Flughafen steht ein Mann vor ihr, den sie noch nie gesehen hat. Aber woher weiß er soviel über sie? Wer ist er? Wo ist Philipp? Und vor allem, wer ist dieser Mann, der sich als Philipp Petersen ausgibt? Eine Suche nach der Wahrheit beginnt. Meine Meinung: Das Buch beginnt gleich mit dem Einstieg in Sarahs Versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen und der Schreibstil ist so prägnant, dass ich mich sehr schnell in der Geschichte befand. Die Sätze sind kurz und schnörkellos und vermitteln gleich ein gutes Bild von der derzeitigen Situation. Erzählt wird das ganze aus zwei Perspektiven zum einen die Sicht Sarahs und zum anderen die Sicht des Fremden. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in die Gedankenwelt der Beiden. Durch die kurzen Kapitel und der immer verworrener werdenden Gedanken der Beiden wird das Buch zu einem rasanten Pageturner, weil man einfach wissen muss wie es weitergeht. In meinem Kopf kreisten permanent die Fragen, wer sagt die Wahrheit? Wer ist der Mann? Ist Sarah doch nicht unschuldig? Wie ein Mantra spulten sich diese Fragen immer und immer wieder ab und so wurde ich völlig wirr im Kopf, weil ich einfach keine Ahnung hatte, wohin mich das alles führen sollte. Es schien, als gäbe es hier viele dunkle Geheimnisse, das gegenseitige Misstrauen der Hauptcharaktere, das durch die Ich-Erzählung noch umso eindringlicher wird, machte es noch undurchsichtiger für mich. Die Hauptcharaktere sind hier eher undurchsichtig, denn auch wenn man Sarahs Perspektive verfolgen kann, so erfährt man recht wenig über die Person, die dort hintersteckt. Was allerdings zu den ganzen Rätseln perfekt passt und noch gleich mehr Fragen aufkommen läßt. Ich denke trotzdem, dass hier ein paar Hintergrundinfos zu ihrer Person das ganze noch ein wenig mehr intensiviert hätte, denn so blieb mir auch Sarah viel zu wenig greifbar und ich konnte mich kaum in sie und ihre Situation hineinversetzen. Auch der Fremde gibt wenig über sich preis, was dem ganzen Rätsel um die Vergangenheit natürlich noch eine große Portion Spannung aufsetzt. Die Nebencharaktere bleiben hier eine Nebensache, die allerdings mit bestimmten kurzen Passagen noch einmal zusätzlich für Verwirrungen sorgten. Die ganze Handlung und Situation ist komplett verzwickt und Vieles, was wie ein großes Rätsel erscheint, bekommt eine simple Auflösung. Genau wie die Lösung um das Rätsel nach der Wahrheit zwischen Sarah und dem Fremden eine Auflösung bekommt, die mir nicht ganz so schlüssig erscheint und mich dann leider ein wenig ernüchtert hat. Mein Fazit: Ein wirklich brillanter Schreibstil, der schnörkellos und eindringlich ist, kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven und dazu noch ganz viele Rätsel und Geheimnisse lassen dieses Buch zu einem Pageturner werden. Ich selber habe das Buch an nur einem Abend komplett verschlungen. Die Charaktere bleiben komplett undurchsichtig und man erfährt sehr wenig, so dass ich wirklich nur noch wissen wollte, was denn nun wirklich passiert ist. Leider hat das Ende dann nicht den großen Aha-Effekt gehabt, sondern eher ein: hm, wirklich? Denn dieser Schluss klingt für mich nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem ist das Buch temporeich und ein spannendes Verwirrspiel, das ich gerne weiterempfehlen möchte.
Die Wahrheit
von miss.mesmerized - 06.11.2016
Sieben Jahre lang musste Sarah Petersen mit der Ungewissheit leben, was mit ihrem Mann geschehen ist. Sieben Jahre zwischen der Sorge, dass er tot sein könnte, und der Hoffnung, dass er wieder zurückkehrt zu ihr und ihrem gemeinsamen Sohn Leo, der keine Erinnerung an den Vater hat. Dann kommt der Anruf vom Auswärtigen Amt: man konnte ihren Mann in Kolumbien befreien und er ist auf dem Weg nach Deutschland. Voller Spannung fiebert Sarah dem Moment am Flughafen entgegen. Wie wird das Wiedersehen sein? Wie hat sich Philipp verändert? Doch dann der Schock: ein Fremder steht vor ihr und gibt sich als ihr Mann aus. Nimmt den Sohn auf den Arm, um den Journalisten zuzuwinken, die auf sensationelle Fotos bei die diesem spektakulären Fall hoffen; geht mit ihr nach Hause. Dort beginnt das perfide Spiel. Sarah droht die Behörden über den Betrug zu informieren, doch der Mann warnt sie: er wird auch sie auffliegen lassen, denn er kennt ihr dunkel Geheimnis. Was führt er im Schilde? Wer ist er? Und warum glauben selbst ihre Freunde dem charismatischen Fremden mehr als ihr? Seine Taktik ist offensichtlich: sobald Sarah von allen als verrückt wahrgenommen wird, kann er sie einweisen lassen und ganz über das Vermögen der Familie Petersen verfügen. Ein spannender Thriller, der einem an unzähligen Stellen das Herz aussetzen lässt. Zunächst Sarah zwiegespaltene Stimmung ob der guten Nachrichten: nach so vielen Jahren wieder gemeinsam leben? War nicht eigentlich die Ehe zwischen ihr und Philipp am Ende, als er damals verschwand? Hatte sie nicht sogar damit gerechnet, dass er alles geplant hatte? Sehr nah und glaubwürdig folgt man ihren Sorgen. Dann der Schock über diesen Fremden und ihre blanke Angst allein mit ihm im Haus zu sein. Bedrohung folgt auf Bedrohung, was wird er tun? Man kann Sarahs Furcht regelrecht greifen und wird als Leser in dasselbe Gefühl geschickt. Gänsehaut ist angesagt als er klar ist, dass der Kampf nicht physisch, sondern psychisch ausgetragen wird. Die schlimmsten Momente sind jedoch die, wenn Sarah Hilfe sucht und diese verwehrt wird. Ihre Hilflosigkeit und Verzweiflung sind dermaßen greifbar, dass man sie selbst als Leser spüren kann. Zunehmend kann man auch die Perspektive des Antagonisten nachvollziehen, mehr und mehr Informationen erhält man von ihm, ohne jedoch seine Motive durchschauen zu können. Ab einem gewissen Punkt wendet sich langsam das Blatt und man fragt sich, ob nicht auch Sarah eine andere Rolle hat als nur die des Opfers. Man bekommt Zweifel und im Raum steht immer noch die Frage, womit sie erpressbar ist. Was hat sie getan? Ist sie womöglich selbst eine Mörderin? Was kann sich mehr von einem Thriller wünschen als starke Charaktere und nervenzerreißende Spannung? Melanie Raabe gelingt genau das. Dass sich die klare Verteilung in Gut und Böse plötzlich auflöst und man beginnt zu zweifeln und die Dinge neu zu bewerten: schlichtweg hervorragend von der Autorin konstruiert. Der Roman reißt einem mit sich und aufzuhören zu lesen, ist schlichtweg unmöglich. Gespannt war ich besonders auf die Auflösung. Wie kommt man aus dieser Situation heraus, die irgendwann für den Leser emotional auch schwer zu beurteilen ist? Und die Antwort: nicht so gelungen. Nein, mich konnte ihr Ausweg nicht überzeugen. Zum einen kam er zu unvermittelt und unvorbereitet. Das soll¿s gewesen sein? Zum anderen ist es für mich nicht ganz glaubwürdig, dass dies psychologisch möglich sein soll, was sich abgespielt hat. Zwar kann alles erklärt werden und offene Fragen bleiben letztlich nicht, aber enttäuscht war ich schon. Hochspannung über mehr so eine lange Strecke und dann ein doch recht banales Ende. Schade, der Roman hätte eine angemessene Auflösung verdient.
In Wahrheit ein super Buch
von Lesemama - 03.11.2016
Zum Inhalt: Sarahs Mann Philipp Petersen ist vor sieben Jahren in Kolumbien spurlos verschwunden. Gerade als Sarah mit ihrem gemeinsamen Sohn Leo versucht ein neues Leben anzufangen kommt die Nachricht, Philipp lebt und kommt zurück. Nur das es nicht Sarahs Mann ist. Wer ist der Fremde? Meine Meinung: Ob das Buch ein Thriller ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Also für mich ist es auf jeden Fall einer. Zwar total unblutig und nicht brutal, aber spannend bis zum Schluss. Die Geschichte war sehr gut konzipiert und fesselnd erzählt. Die Personen sind sehr sympathisch. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, lediglich die ständige Wiederholung von sie ließ den Satz auströpfeln und so mancher Satz, der meiner Meinung nach zu gewollt hochgestochen geschrieben wurden, haben mich etwas genervt. Trotzdem ist es ein toller Thriller, der mich mal wieder bis zur letzten Seite gefesselt hat. Danke an den btb Verlag und an Vorablesen für das Buch.
Ein raffiniert und mitreißend erzählter Thriller
von Alais - 31.10.2016
Bei dieser Autorin sitzt jedes Wort. Melanie Raabe ist eine Wortkünstlerin, die sich darauf versteht, in schlichten, schnörkellosen Sätzen Handlung und Personen lebendig und das Gefühlschaos, die Angst und die Selbstzweifel der Hauptfigur für den Leser fühlbar werden zu lassen. Von ihrem Schreibstil bin ich ganz begeistert und die Erzählung riss mich von der ersten Zeile an mit: Sarah, alleinerziehende Mutter, hat jahrelang vergeblich auf ihren während einer Südamerikareise verschollenen Ehemann gewartet. Gerade entschließt sie sich zu einem Neuanfang, da erhält sie vom Auswärtigen Amt die unglaubliche Nachricht: Ihr Mann lebt. Mit ihrem Sohn und Mitarbeitern des Auswärtigen Amts wartet sie am Flughafen auf seine Ankunft - doch wer dort auf sie zukommt, ist ein Fremder. Ein Fremder, der sie hasserfüllt bedroht und doch den Platz ihres Mannes einzunehmen versucht ... Ich vermute, dass sie sich besser hätte wehren können, wären da nicht ihre Alpträume, die auf ein offenbar schreckliches Erlebnis, das sie zwar verdrängt hat, ihr aber dennoch Schuldgefühle gibt, hindeuten. Das finde ich an diesem Thriller sehr raffiniert: Ich fühlte mich Sarah sehr nahe und doch erschien sie mir zugleich auch rätselhaft - so wie die Motive des Fremden lange im Dunklen bleiben ... Dieser Roman ist aber weit mehr als nur ein intelligent aufgebauter Psychothriller, sondern enthält auch für Thriller eher untypische nachdenkliche und einfühlsame Passagen - die Autorin dringt mit ihrer Erzählung tief in die spannende Welt der Gefühle und der Beziehungen der Menschen untereinander ein. Eine großartige Schriftstellerin, ich hoffe, dass sie noch viele Bücher schreiben wird!
Enttäuschendes Ende
von Larissa D. - 30.10.2016
Story: Der erfolgreiche Unternehmer Phillip Petersen verschwindet spurlos auf einer Geschäftsreise nach Kolumbien. Es gibt überhaupt keine Hinweise darauf, was mit ihm sein könnte. Seine Frau Sarah lässt ihn aber niemals los und weigert sich seit sieben Jahren, ihn für tot zu erklären. Eines Tages erfährt sie, dass ihr entführter Mann befreit werden konnte und nach Hause zurückkehrt. Sie fährt zum Flughafen, um ihn abzuholen und stellt fest, dass sich ein völlig unbekannter Mann als ihr Ehemann ausgibt. Sarah ist verzweifelt und versucht vergeblich die anderen von der gestohlenen Identität zu überzeugen, aber der Fremde droht ihr, ihr ganzes Leben zu zerstören, wenn sie das macht. Meine Bewertung: Die Sprache der Autorin ist lebendig und schnell. Sie verleiht der Geschichte noch ein zusätzliches Tempo durch die knappe Sätze und viele kurze Kapitel. Die Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Hauptfiguren werden durch die wechselnden Erzählperspektiven ermöglicht. Insgesamt finde ich das Buch spannend, aber¿. Meine Kritikpunkte sind die folgenden: langatmige Beschreibung von verschieden Nebensächlichkeiten am Anfang, unlogischer Aufbau der Handlung, nicht nachvollziehbares und fast schizophrenes Verhalten von Sarah. Das Ende der Geschichte, die ein Thriller sein sollte, fand ich eher enttäuschend. Es gab im Buch viele richtig gute Ansätze, leider ist es der Autorin meiner Meinung nach nicht besonders gut gelungen.
Spannender Psychothriller
von Schnuck59 - 29.10.2016
Im zweiten Thriller von Melanie Raabe "Die Wahrheit" geht es um die Achterbahngefühle einer Frau und die Wahrheit bezogen auf die Rückkehr ihres spurlos verschwundenen Ehemanns. Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Sie studierte Medienwissenschaft und Literatur und lebt inzwischen in Köln - als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Ihr Thriller "Die Falle" hat internationalen Erfolg. Vor sieben Jahren verschwand Philipp, ein reicher Geschäftsmann, spurlos während einer Südamerikareise. Gerade als sich seine Frau Sarah von der Vergangenheit löst kehrt das vermeintliche Entführungsopfer zurück - ein Fremder? " Die Essenz eines Menschen lässt sich nicht imitieren. Seele lässt sich nicht fälschen." Der Schreibstil ist packend und temporeich. Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt, durch die Geschichte von Sarah und die Gedanken des "Fremden". Dadurch werden deren Charaktere und die Hintergründe deutlich. Die Geschichte ist spannend, mit psychologischen und philosophischen Aspekten, detailreich und stellenweise nervenaufreibend. Das Ende hat mich überrascht und lässt bei mir einige Fragen offen. Trotzdem hat mich dieser Psychothriller in den Bann gezogen.
TOP - die Wahrheit zählt!!!
von missjanemarple - 26.10.2016
In dem Buch ¿Die Wahrheit¿ von Melanie Raabe geht es um eine junge Frau, die nach sieben Jahren ihrem entführten Ehemann wieder begegnet - und erkennen muss, dass es sich um einen Betrüger handelt, der an das Familienvermögen möchte. Keiner glaubt ihr, dass es sich nicht um Ihren Mann handle, obwohl selbst die eigene Mutter ihn nicht zu erkennen vermag. Nach und nach stellt sie Ermittlungen an, um ihn zu überführen - doch mit jeder ihrer Handlungen setzt ihr der Fremde immer mehr zu, dass sie sogar in ihrem eigenen Heim sich nicht mehr sicher fühlt. Sie ist mittlerweile bereits am Durchdrehen, sie muss schließlich ihren Sohn schützen - und als ihre beste Freundin ihr in den Rücken fällt und sie sich von einem ihrer besten Bekannten eine Tirade anhören muss, verzweifelt sie völlig. Irgendwer muss ihr doch glauben und helfen können¿ Das Cover des Buches ist in grau-weiß gehalten¿es wirkt harmlos mit dem abgeschnittenen Haarbüschel auf der Schulter der nackten Frau - die blutrote Schrift des Autorinnen-Namens fällt somit stark ins Auge und unterstreicht den erwarteten Thriller ungemein. Sehr gelungen¿ Die Story wechselt sich zwischen der Sicht der Protagonistin Sarah und die des Fremden ab - zu Beginn erhält man auch eine kurze Sequenz von Phillipp, Sarahs Mann, was jedoch nicht weiter verfolgt wird, da dieser schließlich entführt wird und jeder ihn als tot erachtet. Die Schreibweise der Autorin ist sehr rasant - ich ertappte mich immer wieder, dass ich schneller las - ein wahrer Page-Turner! Selbst mein Herzschlag wurde des Öfteren immer etwas schneller, da man durch die hervorragende Schreibweise fast ein Teil des Geschehens wurde; und ich auch einmal heftigst erschrak, als mein Telefon klingelte (passend: genau wie im Buch der Telefonterror begann). Es war mein erstes Buch von Melanie Raabe - aber mit Sicherheit nicht mein letztes - ein wahres Muss für einen Thriller-Fan, denn hier wird er mehr als bedient mit seiner Leidenschaft! ¿Die Falle¿ habe ich mir die Tage ebenfalls im Buchhandel besorgt, und bin jetzt schon gespannt, was diese Wahnsinnsfrau noch so alles aus ihrer Feder fließen lässt¿
Mal was anderes
von küchenqueen - 26.10.2016
Sarah, deren Ehemann Phillip vor sieben Jahren auf einer Geschäftsreise in Kolumbien spurlos verschwand, erhält die Nachricht, daß ihr Mann wieder aufgetaucht ist. Was sich zunächst gut anhört, birgt auch Probleme. Denn ihr Leben hat sie sich bereits neu geordnet. Als sie Phillip vom Flughafen abholt, tritt sie bald der Schlag. Denn der Mann, der ihr gezeigt wird, ist nicht Phillip. Doch niemand glaubt ihr und so beginnt für sie eine sehr verwirrende und gefährliche Zeit, denn sie hat keine Ahnung, was dieser Mann will und was es mit seinen Drohungen auf sich hat. Melanie Raabe schreibt hier einen Thriller der anderen Art. Es ist nicht die Geschichte des verlorenen Ehemannes, der mit offenen Armen empfangen wird. Durch die einzelnen Erzählstränge in der Ichform kommt Spannung auf, man liest die kurzen Kapitel sehr zügig weg. Auch der sehr flüssige und leicht zu verstehende Schreibstil tut hier sein Übriges, um das Buch schnell gelesen zu haben. Durch diesen Stil des Schreibens aus Sicht der Betroffenen bekommt man einen sehr guten Draht zu den Charakteren und es wirkt alles noch viel spannender. Beklemmend fand ich die Vorstellung, einen wildfremden Mann in meinem Haus zu haben und nicht zu wissen, was er überhaupt von mir will. In diese Situation möchte ich niemals geraten!
Mehr ein Spannungsroman als ein Thriller, mit etwas enttäuschendem Ende
von anushka - 25.10.2016
Sieben Jahre lang ist Philipp Petersen nun schon verschwunden. Auf einer Geschäftsreise in Südamerika wurde er entführt. Seine Frau, Sarah, lebt mit dem gemeinsamen Sohn in Hamburg und hat die Hoffnung nie aufgegeben. Nun ist sie bereit, neu anzufangen, da erreicht sie ein Anruf des Auswärtigen Amtes: Philipp wurde befreit und wird heimkehren. Doch der Mann, der schließlich vor ihr steht, ist nicht Philipp! Sarah versucht, es jemandem zu sagen, doch keiner glaubt ihr. Und der Fremde droht ihr, dass sie alles verlieren würde, sollte sie zur Polizei gehen ... Dies ist mein erstes Buch von Mel Raabe und nach den begeisterten Stimmen zu ihrem ersten Buch war ich auf dieses sehr gespannt. Es gelingt dem Buch auch gut, die bedrückende und beängstigende Stimmung zu vermitteln, wenn man mit einem Fremden, dessen Absichten man nicht kennt, ein Haus teilen muss. Ein Großteil der Spannung ergibt sich hieraus sowie aus der Suche nach den Absichten und Motiven des Fremden. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sarahs Sicht und der Sicht des Fremden. Beide umkreisen einander misstrauisch und oft feindselig. Bei Sarahs Verhalten wäre es für den Fremden jedoch ein Leichtes, sich ihrer bei der ersten Gelegenheit zu entledigen. Und das ist einer meiner zentralen Kritikpunkte: Sarahs Verhalten ist für mich nicht immer nachvollziehbar. Zum einen, würde man wirklich auch nur eine Nacht das Haus mit einem Fremden teilen, der einen zuvor sogar noch bedroht hat? Sarah vermutet zudem, dass er hinter dem Geld ihres Mannes her ist, der sehr wohlhabend war. Und doch lässt sie ihn phasenweise allein im Haus und kommt nicht ein Mal auf die Idee, das Geld auf den Konten beiseite zu schaffen. Insgesamt ist sie mir auch zu hysterisch und unbedacht. Die Spannung wird immer wieder durch Rückblenden ausgebremst. Dabei geht es meist nicht um die Entführung oder Sarahs Verzweiflung in der Zeit danach, sondern vor allem um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mann. Dementsprechend ist dieses Buch auch kein wirklicher Thriller, sondern ein Roman mit Spannungselementen. Dazu passt auch der eher etwas poetischere Schreibstil. Das Ende konnte mich leider nicht richtig überzeugen. Die Wendung kam mir unrealistisch vor, auch wenn sie einiges erklärt hat. Trotzdem war sie eher unspektakulär und ich hätte mir auch mehr Informationen über Philipps Entführung und Schicksal gewünscht. So bleibt ein Thema, das ja für Kolumbien lange Zeit an der Tagesordnung war nur eine Kulisse. Aufgrund der genannten Kritikpunkte und einer trotzdem überwiegend recht spannenden Handlung bekommt dieses Buch 3,5 Sterne von mir.
Nicht ganz logisch
von Anonym - 25.10.2016
Sarah lebt alleine. Sarah ist Lehrerin. Sarah ist Mutter. Doch sie ist nicht etwa alleinerziehende Mutter weil sie geschieden ist oder nie verheiratet war. Vor sieben Jahren ist ihr Mann Phillipp von einer Geschäftsreise einfach nicht mehr zurückgekommen und seither ist ihr Leben nicht mehr wie es war. Nun beginnt sie langsam, wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen und just in diesem Moment erhält sie die Nachricht, dass Phillipp wieder aufgetaucht ist. Als sie ihn am Flughafen in Empfang nimmt, stellt sie fest, dass dieser Mann nicht ihr Ehemann ist. Doch der Mann kennt jedes Detail aus ihrem Leben und jedes Mal, wenn sie versucht, ihn zu enttarnen, ist er ihr einen Schritt voraus. Die beiden liefern sich einen erbitterten Psychokrieg der immer wieder einige unerwartete Wendungen nimmt und auch das Ende ist überraschend aber unrealistisch. Insgesamt ist zwar Spannung da, zwischendurch hat das Buch aber doch ziemliche Längen. Was die Geschichte rettet, ist die zwischengestellte Sicht des "Fremden", die den Spannungsbogen ein wenig strafft. Was mir persönlich nicht ganz plausibel erscheint ist, dass eine Frau - auch wenn sieben Jahre vergangen sind - ihren Mann plötzlich nicht mehr erkennen will. Wie stark kann ein Mensch sich verändern in dieser relativ kurzen Zeitspanne innerhalb eines Lebens? Alleine dieser Punkt macht die Geschichte unglaubwürdig - leider.
Wahrheit gefällig
von Sylvia Mangl - 20.10.2016
Sarah Petersen hat sich mit ihrem Leben arrangiert. Vor sieben Jahren ist ihr Ehemann Philipp von einer Geschäftsreise nicht mehr zurückgekommen. Sie hat seitdem keinerlei Lebenszeichen von ihm bekommen. Sie lebt mit ihrem achtjährigen Sohn Leo eher zurückgezogen in einem großen Haus, arbeitet als Lehrerin und fängt erst langsam wieder an, andere Menschen in ihr Leben zu lassen. So auch Mirko, einen Kollegen, der schwer verliebt ist in Sarah und sich mehr erhofft, als eine kleine Affäre. Doch just in dem Moment, als Sarah bereit ist, sich ein wenig zu öffnen, erhält sie die Nachricht, dass ihr Mann gefunden wurde. Die Ereignisse beginnen sich zu überstürzen, denn sie hat kaum Zeit, sich auf seine Heimkunft vorzubereiten. Als sie ihn schließlich am Flughafen in Empfang nimmt, erkennt sie, dass dieser Mann nicht Philipp ist. Doch der Fremde hat die Identität ihres Mannes angenommen und zwingt sie, sein Spiel vorerst mitzuspielen. Er kennt sie und er scheint jedes Detail aus ihrer Vergangenheit ebenfalls zu kennen. Was will er von ihr? Sarah versucht alles Mögliche, den Fremden zu entlarven, doch keiner will ihr glauben. Melanie Raabe ist es hier noch mehr als in ihrem ersten Roman gelungen, von der ersten Seite an zu fesseln und die Spannung bis ganz zum Schluss zu halten. Eine ausgezeichnete Dokumentation über verlorenes Vertrauen und wie weit das Pendel der Gefühle ins Gegenteil ausschlagen kann, wenn man glaubt, die Liebe verloren zu haben. Die Handlung nimmt einige unerwartete Wendungen, die jedoch unkonstruiert und logisch wirken und die Spannung absolut in die Höhe treiben. Das Buch ist in jedem Fall sehr zu empfehlen für alle die Thriller lieben.
Kann sich die Wahrheit verändern?
von Gisel - 19.10.2016
Sarah Petersen ist seit sieben Jahren alleinerziehende Mutter. Damals verschwand ihr geliebter Ehemann Philipp bei einer Geschäftsreise auf unerklärliche Weise. Gerade als sie sich entschließt, die Vergangenheit ruhen zu lassen, taucht er wieder auf. Doch als sie ihn endlich trifft und alle um sie herum die Rückkehr des Vermissten begrüßen, muss sie feststellen, dass dies nicht Philipp sein kann. Wer ist der Betrüger, der alle Welt an der Nase herumführt, und was will er von ihr? Er kann seine Umwelt erstaunlich gut täuschen, niemand will ihr glauben, dass dies nicht ihr Mann sein kann. Im Gegenteil, man unterstellt ihr böse Machenschaften. Bald scheint sie alles zu verlieren: ihr Kind, ihre Freunde, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben¿ Mit Sarah gerät der Leser in die scheinbar aussichtslose Lage, wie ein Fremder sich in ihr Leben drängt und sie bedroht, ihr die Kontrolle über ihr Leben aus der Hand nimmt. Der Fremde ist sehr geschickt darin, er scheint sie gut zu kennen und ist ihr immer einen Schritt voraus. Das baut eine unheimliche Spannung auf, die der Leser mit Sarah erlebt. Aber auch der Fremde bekommt den Raum für seine Gedanken, seine Überlegungen. In wohldosierten Prisen erfährt der Leser immer mehr aus Sarahs und Philipps Vergangenheit, aus den Tagen ihrer Ehe, und auch, was den Fremden in seinen Handlungen vorantreibt. Dabei führt Melanie Raabe den Leser immer wieder gekonnt zu Überlegungen, die sich kurz darauf als falsch erweisen. Nichts scheint mehr sicher in Sarahs Welt, und auch die Sicht auf die Vergangenheit verändert sich und lässt Fragen auftauchen, die vorher gar keinen Platz hatten. Scheinbar verändert sich mit dem Lesen auch die Wahrheit - oder doch nicht? Die Auflösung kam für mich letztendlich völlig unerwartet, auch wenn dann alle Informationen an ihren richtigen Platz fielen und ein stimmiges Ganzes ergaben. Insgesamt bleibt somit der Spannungspegel ziemlich hoch, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle.
Die Wahrheit
von saika84 - 18.10.2016
Nachdem ihr Mann Phillip vor 7 Jahren auf einer Geschäftsreise spurlos verschwunden ist, ist Sarah nun bereit die Vergangenheit loszulassen und einen Neuanfang zu wagen. Doch dann erhält Sarah plötzlich die Nachricht das ihr Mann gefunden wurde und lebt. Bereits am nächsten Tag soll er mit dem Flugzeug zurück nach Hause kommen. Sarahs Gefühle fahren Achterbahn. Als sie am Flughafen ihren Mann in Empfang nehmen will, steigt jedoch ein ihr völlig Fremder Mann aus dem Flugzeug, der sagt er wäre Phillip. Wer ist der Mann und was will er von ihr? Und was ist mit Phillip? Das ist das erste Buch welches ich von Melanie Raabe gelesen habe. Der Klappentext klang sehr Vielversprechend. Jedoch bin ich vom Buch selbst enttäuscht. Der Schreibstil ließ sich gut und flüssig lesen. Die erste Hälfte der ersten Drittels lief etwas zäh an. Danach wurde die Spannung etwas aufgebaut. Ab der Mitte fand ich es wieder sehr langatmig weil die Geschichte irgendwie feststeckte. Zum Ende hin fühlte ich mich leicht verschauckelt. Die Geschichte wird im Wechsel aus Sarahs Sicht und der Sicht des Fremden erzählt. Sarahs Charakter war gut beschrieben. Sie ist eine sehr starke Frau. Wie sie mit der Situation umgegangen ist, fand ich sehr bewundernswert. Einfach schrecklich der Gedanke das der eigene Mann schon so lange vermisst wird und dann plötzlich gibt es wieder Hoffnung die kurz darauf wieder zerstört wird. Das muss einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Auch wenn ich den Grundgedanken der Geschichte nicht schlecht finde, ist für meinen Geschmack die Umsetzung doch sehr misslungen. Das Ende passt so garnicht zum Rest des Buches. Es ist überhaupt nicht stimmig und steckt voller Widersprüche zum Rest des Buches. Zum größten Teil fand ich es einfach langatmig und langweilig. Von einem Thriller erwarte ich einfach mehr. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen und gebe 2 Sterne.
Perfekte Verwirrung
von Mia Bruckmann - 15.10.2016
Aufbau und Schreibstil: Das Buch besteht aus 53 Kapiteln und einem Epilog. Insgesamt sind 434 Seiten zu lesen. Das Buch liest sich mehr als geschmeidig. Die Sprache ist weich, wendig, zart und biegsam. Und genau das trägt zur perfekten Konfusion des Lesers bei. Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt. Die Dialoge sind in sich schlüssig. Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist die perfekte Verwirrung. Die Geschichte, die mitten im Geschehen beginnt, hätte zu jeder Zeit in alle möglichen Richtungen ausschlagen können. Dieses ruft beim Leser Ratlosigkeit, Verblüffung und Betroffenheit hervor. Ich habe mit der Hauptprotagonistin mitgelitten und mitgefühlt. Zugleich habe ich an ihr gezweifelt und verstand sie dennoch so gut! Mit dem Ende des Romans war ich letztendlich sehr zufrieden. "Die Wahrheit" ist ein von Anfang an spannendes Buch, das ohne Mord und Totschlag den Leser fesselt. Fazit: Im Grunde ist das Buch eine Hommage an die Ehe. Sarah, die sich all die Jahre nach dem Verschwinden ihres Ehemannes weigert, ihn für tot erklären zu lassen, ist für mich das "Paradebeispiel" für eine langzeitverheiratete Frau. Es gibt Höhen und dann irgendwie immer mehr Tiefen, aber die Liebe, die bleibt. Und wer möchte sie nicht kennen, DIE WAHRHEIT, die tief in den Zeilen des Buches vergraben ist, und die Seite für Seite ein Stückchen mehr an die Oberfläche getragen wird. Ein perfekt inszeniertes Psychospiel, das einfach nur 5 von 5 möglichen Sternen verdient hat.
Der Fremde in meinem Bett
von melange - 15.10.2016
Zum Inhalt: Vor sieben Jahren verschwindet Sarahs Mann auf einer Geschäftsreise in Kolumbien spurlos. Jetzt kehrt er zurück, aber der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist Sarah unbekannt. Verzweifelt versucht sie ihre Umwelt von der gestohlenen Identität zu überzeugen, aber der Fremde erweist sich als ebenbürtiger Gegner. Mein Eindruck: Frau Raabe hat ein gutes Gespür für Seelenwelten und vermag es deshalb sehr gut, die inneren Kämpfe ihrer beiden Hauptpersonen darzustellen. Das Stilmittel, beide in der ersten Person ihre Standpunkte darstellen zu lassen, schafft tiefgehende Einblicke in Psyche und Gedanken. Panik auf der einen Seite, Abgeklärtheit auf der anderen werden immer deutlicher, je weiter die Geschichte voranschreitet. Aber dann folgt ein für meine Begriffe absolut unglaubwürdiger Schluss, der zusätzlich in seinen Erklärungsversuchen ein so laxes Weltbild von Moral und Anstand zeigt, dass sich meine bürgerlichen Haare gen Himmel sträuben. Der Zweck einer überraschenden Auflösung (die sich die Autorin wohl damit erhofft hat) heiligt nicht jedes Mittel. Die vielen guten Einfälle von Frau Raabe (zum Beispiel die reimende Nachbarin) und der geschliffene Stil sind dennoch Grund genug, auf eine neue Geschichte aus ihrer Feder zu hoffen. Mein Fazit: Stilvoll geschriebene Unterhaltung mit leider enttäuschendem Ende
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