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Lola

Thriller. Ausgezeichnet: John Creasey New Blood Dagger for Best Debut Crime Novel of 2018. Originaltitel: Lola.…
Buch (kartoniert)
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South Central, L.A. Lola Vasquez ist klein, zierlich, unscheinbar, anscheinend eine chica unter vielen in der Latino-Gang The Crenshaw Six . Die Gang versucht, möglichst unauffällig zu agieren, und zu dieser Strategie in einer Mucho-macho -Welt gehör … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Lola
Autor/en: Melissa Scrivner Love

ISBN: 3518469452
EAN: 9783518469453
Thriller. Ausgezeichnet: John Creasey New Blood Dagger for Best Debut Crime Novel of 2018.
Originaltitel: Lola.
'suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Deutsche Erstausgabe.
Herausgegeben von Thomas Wörtche
Übersetzt von Sven Koch, Andrea Stumpf
Suhrkamp Verlag AG

11. März 2019 - kartoniert - 391 Seiten

Beschreibung

South Central, L.A. Lola Vasquez ist klein, zierlich, unscheinbar, anscheinend eine chica unter vielen in der Latino-Gang The Crenshaw Six . Die Gang versucht, möglichst unauffällig zu agieren, und zu dieser Strategie in einer Mucho-macho -Welt gehört auch, dass Lola nicht sichtbar wird, denn in Wahrheit ist sie die Chefin der Gang, ebenso brillant wie rücksichtslos.
Die Karten werden neu gemischt, als sie in einen Krieg zwischen einem etablierten Großdealer, einem expansionswilligen mexikanischen Kartell und einem neuen Großlieferanten gezogen wird. Auch die Polizei und die Staatsanwaltschaft mischen mit - eine Gang wie jede andere.
Lolas Achillesferse ist ihre Familie, ihre Crack-Mutter und ihr nicht allzu schlauer Bruder. Als es hart auf hart kommt, muss Lola ein paar Entscheidungen fällen, die alles andere als leichtfallen ...

Portrait

Melissa Scrivner Love ist die Tochter eines Polizisten und einer Gerichtsstenographin. Sie studierte Englische Literatur an der New York University und zog danach nach Los Angeles. Sie arbeitete für eine Reihe von Fernsehserien, darunter Life und CSI Miami. Für eine Episode von Person of Interest wurde sie mit einem Edgar ausgezeichnet. Sie lebt in Los Angeles. 2020 erscheint der Sequel zu Lola: American Heroin.


Pressestimmen

"Unfassbar fesselnd."
The New York Times

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Bewertungen unserer Kunden
Ein Thriller, der fernab eines 0815 Stoffs zu funktionieren weiß!
von lesebiene - 31.05.2019
Meinung: Wow, dies ist mal wieder ein vollkommen neuartiger und kreativer Thriller , der mich beinahe restlos von sich überzeugen konnte. Denn die Autorin gibt sie sich nicht mit dem gewöhnlichen 0815 Stoff zufrieden, nein sie geht in ihrem Thriller komplett eigene Wege. In dieser Story, werden wir als Leser in eine gnadenlos spannende Atmosphäre mitgenommen,die erschreckend realistisch aufgebaut ist und die einem als Leser so glaubhaft erscheint, dass man mit Gänsehaut die Seiten des Thrillers verschlingt und nicht mehr aufhören kann zu lesen, bis man das Ende erfahren hat. Dieser Thriller ist durch seinen rasanten Schreibstil, durch seine fesselnden Beginn und seinen klugen und realitätsnah Spannungsaufbau ein wahrer Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Außerdem sind die Charaktere präzise, individuell aufgebaut und bieten dem Leser die perfekte Fläche, um sich zu gruseln und gnadenlose Spannung zu erfahren ! Fazit: Ein spannender, herausragend konstruierter Thriller, der realitätsnah und gesellschaftskritisch erzählt wird. Ein wahrer Pageturner, der sich vom Einheitsbrei des Spannungsgenres abzuheben weiß und den Leser von Seite eins begeistert. Sehr lesenswert 4,5 Sterne !
Der weibliche Pate
von Bücherliebhaberin - 27.05.2019
Das orangerote Cover von Lola zeigt den Schatten einer Frau, wo sich die Skylight von Los Angeles spiegelt. Zunächst würde man eine Liebesgeschichte erwarten, doch der Roman von Melissa Scrivner Love entpuppt sich als knallharter Krimi mit tiefen Einblicken in die Unterwelt mit Mafiastrukturen. Genauso wie das Cover etwas anderes vermuten lässt, so ist auch die Rolle von Lola innerhalb der Gang eine ganz andere als es auf den ersten Blick nach außen scheint. Als perfekte Tarnung spielt sie die kleine naive Freundin des Gangführers, während sie in Wahrheit mit knallharter Hand die Gang führt. Als ein Drogengeschäft mit einer rivalisierenden Gang schief geht, wird Lola mitten in den Bandenkrieg hineingezogen und schnell kämpft sie nicht nur um den Fortbestand ihrer Gang, sondern auch um ihr eigenes Überleben. Der Krimi liest sich spannend und hebt sich aufgrund der ungewöhnlichen Heldin von dem typischen Krimigenre ab. Ich kann guten Gewissens ein Leseempfehlung für spannende Stunden aussprechen.
Überleben im Haifischbecken
von Gisel - 11.05.2019
Lola ist die Anführerin einer kleinen Latino-Gang in South Central L.A. Als die Gang in den Krieg zwischen zwei rivalisierenden Drogenkartellen hineingezogen wird, geht es bei Lola bald um Leben und Tod. Die junge Lola ist eine harte, taffe Kämpferin, die auch unliebsame Entscheidungen zu treffen und umzusetzen weiß, eine Antiheldin eben. Wie in einer Milieustudie seziert die Autorin Melissa Scrivner-Love die Welt, in der sich Lola bewegt, eine Welt, die mir völlig unbekannt ist. So ist die Lektüre ein Eintauchen in eine Welt, die wenig Rücksicht erlaubt und für Sentimentalität wenig Raum hat. Mit großen Augen liest man sich durch die Ereignisse dieser Geschichte, sie bleibt unvorhersehbar in ihrem Ablauf, immer getragen von der Frage, ob es für Lola eine Möglichkeit zu überleben gibt. Doch diese Unvorhersehbarkeit überträgt sich auch auf die Person der Protagonistin, als Leser hat man wenig Ahnung davon, in welche Richtung die Erzählung tendiert. Das lässt auch wenig Nähe zu Lola selbst, zu ihren Gedanken und Überlegungen zu. So entsteht eine Geschichte, die so völlig anders und unvorhersehbar ist und bis zum Ende bleibt, dass sie völlig exotisch daherkommt. Als dauerhafte Lektüre wären mir solche Geschichten zu hart, dennoch fasziniert sie durch das völlig unvorhersehbare Verhalten dieser taffen Bandenchefin, die sich in einem Haifischbecken behaupten kann.
Unterm Radar
von daniele brown - 04.05.2019
Unterm Radar muss Lola sich als Bandenchefin verstecken, denn erstens als Frau, zweitens als Latina, und drittens im Ghetto, herrschen die Männer. Als kleine unscheinbare Freundin von Garcia dem offiziellen Chef der Crenshaw Six, zieht sie die Fäden. Diese drohen ihr jedoch zu entgleiten als eine Drogen- und Geldübergabe scheitert. Ihr Bruder auch Mitglied der Gang vermasselt mehrfach ihre Pläne ihre Bande zu einer der führenden Gangs zu machen. Nach einem missglückten Auftrag steht sie plötzlich unfreiwillig im Focus der großen Bandenchefs, und muss um ihr Leben fürchten. Innert kurzer Zeit soll sie zwei Millionen Dollar und kiloweise Drogen wieder beschaffen. Die Autorin taucht in das Leben von Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft ein weltweit umspannendes illegales und sehr lukratives Geschäft betreiben, ein. Wie in der legalen Wirtschaft geht es um Allianzen, Feindschaften und Konkurrenz. Wer nicht vorsichtig, schnell und schlau ist, geht unter im Haifischbecken der Drogenkartelle. Lola stellt die Ausnahme dar, die tagtäglich mit Unsicherheit und Tod konfrontiert um ihr Überleben, und das Leben der Menschen die ihr wichtig sind, kämpft und taktiert.
mir fehlte das gewisse etwas
von Jessica Schmid - 03.05.2019
Meinung: Der Schreibstil war flüssig und man kam gut in die Geschichte hinein. Allerdings fehlte mir zu einem guten Thriller doch etwas der Nervenkitzel. Für meinen Geschmack zog es sich bis wirklich was passierte ein bisschen in die Länge. Lola steht als Hauptcharakter natürlich im Vordergrund und entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Für mich war sie als Charakter leider nicht ganz greifbar, ich konnte mich nicht wirklich in sie hinein versetzen. Zudem schwankte ihre Gefühlswelt doch sehr und mir stellte sich die Frage in den Raum, was damit vermittelt werden soll. Der Spannungsbogen beim Buch ist leider recht schwankend, dennoch lässt es sich aufgrund des Schreibstils angenehm lesen. Fazit: Mein Buch war es leider nicht. Für einen guten Thriller, die ich ja doch recht selten lese fehlte mir leider das gewisse Etwas.
Ein Buch, das von der Unberechenbarkeit seiner Charaktere lebt
von Feliz - 23.04.2019
Das Cover hat es mir wirklich angetan, egal wie oft ich es anschaue. Es vermittelt spielend leicht das Gefühl eines heißen Tages in Los Angeles, wo die Hitze über dem Asphalt flimmert und nicht einmal die Nacht Abkühlung zu bringen vermag. Die Silhouette einer Frau mit einer Waffe in der Hand vermittelt subtil den Eindruck, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, der sich in der Glitzerwelt Hollywoods abspielen wird, sondern die Schattenseiten der Stadt im Blick hat. Die Geschichte klingt erstmal verheißungsvoll: Lola wirkt wie eine Chica unter vielen in dem hispanischen Viertel L.As. Die Freundin des Anführers der Crenshaw Six Gracia, die sich um seinen Haushalt und ihre drogenabhängige Mutter kümmert. Doch der Schein trügt: In Wahrheit ist die Lola die gnadenlose und überlegte Anführerin der Gang, die mehr will als nur ihr kleines Viertel zu kontrollieren. Aus diesem Grund zieht sie ihre kleine Gang in einen Krieg hinein, in dem sich plötzlich zwischen zwei Kartellen wiederfinden und Lolas Leben in Gefahr gerät. Die Geschichte lebt wirklich vor allem dadurch, dass man nie genau weiß, was als nächstes passiert. Normalerweise kann ich schon zu Beginn eines Buches einen ungefähren Handlungsverlauf vorhersehen, das war bei diesem Buch allerdings nicht der Fall und ich war bei einigen 'Wendunge' schon überrascht. Der Schreibstil hat mir im Großen und Ganzen gute gefallen, weil er leicht und flüssig war. Man konnte die Geschichte ganz gut in einem Rutsch lesen. Obwohl ich den Anfang spannend fand und mich besonders das ungewöhnliche Setting in seinen Bann gezogen hat, ließ das ab der Mitte des Buches nach. Dies lag vor allem daran, dass es schwer war, eine Nähe zu den Personen aufzubauen. Lola ist zwar die unangefochtene Hauptperson, mir fiel es aber schwer, sie zu greifen, weil ihr Handeln so ambivalent ist. Mal lässt sie sich vollkommen von ihren Gefühlen leiten, mal fühlt sie das eine, tut aber das andere. Das macht die Geschichte zwar interessant, aber Lola als Person nicht so richtig verständlich. Man hat manchmal das Gefühl, dass die Emotionen zwar genannte und beschrieben, aber nicht von ihr empfunden werden. Alles in allem war es eine solide Geschichte, die man gerade deswegen lesen kann, weil sie anders ist und man viele Handlungen so nicht erwarten würde, mir kommen die Personen aber nicht wirklich nahe.
Lola - eine Frau, die eine Männerdomäne vollends aufmischt
von WrittenArt - 04.04.2019
Das Buch: "Lola" ist ein Thriller von Melissa Scrivner Love, der als broschierte Ausgabe und E-Book am 11.03.2019 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Der Inhalt: Lola Vasquez ist nach außen die kleine, harmlose Freundin von Garcia, dem Anführer der Crenshaw Six. In Wahrheit jedoch ist die unscheinbare Chica der brillante und skrupellose Kopf der Latino-Gang. Sie besticht durch ihre Intelligenz und behauptet sich wie niemand sonst in einer von Drogen und Gewalt geprägten eiskalten Männerdomäne. Als Garcia vom Kartell die Chance auf einen größeren Auftrag bekommt, wittert Lola die Chance mit den Crenshaw Six in der Hackordnung aufzusteigen. Doch so lukrativ das Ganze auch sein könnte, wenn etwas schief geht, steht ihr Kopf auf dem Spiel. Meine Meinung: Das Cover finde ich toll und vor allem perfekt zur Geschichte passend. Die Farben, die einen Sonnenuntergang symbolisieren könnten und die Frau als Silhouette, die zumindest über einen Teil der Stadt herrscht. Für mich ist die Geschichte perfekt auf dem Cover eingefangen. Der Schreibstil ist gut verständlich und passt gut zu der "Ghettoszene". Die Autorin hat mit Lola eine sehr sympathische und genau deswegen aber auch kontroverse Protagonistin erschaffen, die sich allem zum Trotz im Gangstermilieu behauptet. Sie kennt ihre Ziele und versteht es diese auch umzusetzen. Dennoch schlittert sie mit ihrem Verhalten natürlich ständig in Situationen, die ihr das Leben kosten können. Genau das hat für mich die Geschichte so authentisch gemacht. Wäre die Protagonistin gänzlich unantastbar, hätte es für mich nicht zusammengepasst. Doch so sieht man eine Frau, die sich aus den dunklen Ecken ihrer Vergangenheit gekämpft hat und sich für nichts zu schade ist. Das von Lola überall von einer Anti-Heldin gesprochen wird, verstehe ich nicht unbedingt, darunter stelle ich mir etwas anderes vor, aber vielleicht ist die Definition auch noch anders auslegbar. Die Nebencharaktere werden ebenfalls ausreichend beleuchtet und die Geschichte rund um das Drogenmilieu ist gut recherchiert und durchgehend nachvollziehbar. Die Story nimmt von Kapitel zu Kapitel mehr Fahrt auf, was dazu geführt hat, dass ich das Buch spätestens ab der Hälfte, nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Fazit: Ein toller Gangsterthriller, der eindeutig durch die beeindruckende Frauenrolle brilliert und einige Überraschungen bereithält. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Mein Fazit zu LOLA
von Calipa - 30.03.2019
Ich habe es unheimlich genossen in Lolas Welt einzutauchen, ihre Geschichte und ihren Werdegang zu erfahren und zu verfolgen. Ihre Welt kennt fast nur die düstere Seite, und doch gibt es hier und dort einige Lichtblicke die mir Lola in einem ganz anderen Licht vorgestellt haben. Ich habe mit gekämpft, gebangt und mir Sorgen gemacht, war wütend über Entscheidungen und verstand ihre Beweggründe. Das Buch war schnell in der Erzählung und brachte die Geschichte im allgemeinen schnell und schonungslos voran. Immer und immer hatte ich eine gewisse Deadline für Lola im Kopf und hatte mich gefühlt wie sie und wurde etwas ängstlich als das Buch immer dünner wurde, die Geschichte aber noch lange nicht vorbei war. Deswegen kamen mir in der Mitte, einige Seiten als "Lückenfüller" vor. Es wird gejagt und gesucht, verfolgt und kombiniert, aber über kurze Zeit hat man das Gefühl auf der Stelle zu laufen. Lola habe ich sehr ins Herz geschlossen und bin mit dem Buch mehr als zufrieden. Es ist weder Klischeelastig noch langweilig sondern voller Spannung, Brutalität, Ehrlichkeit und auch Hoffnung. Gerne mehr davon!
In the ghetto
von Martin Schult - 24.03.2019
In South Central LA haben Gangs die Stadt unter sich aufgeteilt. Eine kleine eher unbedeutende Gang ist die Crenshaw Six. Das Besondere an ihr ist, dass sie eigentlich von einer Frau, nämlich Lola, angeführt wird. Nach außen hin gibt ihr Freund Garcia vor, die Gang zu leiten und ihr Credo ist die Unauffälligkeit. Bescheiden versuchen sie mit ihren Deals Geld zur Seite zu schaffen und damit dem dreckigen Leben in der Gegend entkommen zu können. Als sie eines Tages die Chance auf ein größeres Gebiet bekommen, vermasseln sie eine Aktion und bringen die mächtigen Bandenbosse gegen sich auf. Kann Lola sich in dieser Welt behaupten? Melissa Scrivner Love hat aus meiner Sicht mit Lola einen außer-gewöhnlichen Thriller mit Tiefgang geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einer detailverliebten und eindringlichen Sprache, die mich in das ungewöhnliche Leben der Hauptprotagonistin Lola entführt hat. Sie wird von der Autorin sehr interessant und aus-führlich charakterisiert. Mit Scharfsinn und Klugheit gewappnet hat das harte Leben ihrer Kindheit sie gezeichnet, in der sie von der Mutter an Männer verkauft wurde, um an das Geld für die Drogen zu kommen. Sie setzt sich für schwächere und vor allem für Kinder ein und hat aber auch gleichzeitig kein Problem damit, wenn es von ihrer Stellung verlangt wird, einen Menschen eiskalt zu töten. So entwickelt sie sich im Laufe des Buches für mich zur Anti-Heldin, der ich aber immer mehr Sympathiepunkte zusprechen konnte und in mein Herz geschlossen habe. Gerade diese Symbiose und ihre Entwicklung verleihen dem Thriller seinen besonderen Charme. Der Spannungs-bogen wird mit dem fatalen Scheitern einer Drogen- und Geldüber-gabe klassisch aufgebaut und über das gesamte Buch auf einem hohen Niveau gehalten. Insgesamt war Lola für mich ein lesenswerter Thriller, da er mit seiner Heldin und einer authentischen Milieustudie überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.
Antiheldin
von Anonym - 20.03.2019
Ich muss sagen, dass das Cover für mich nur bedingt zur Story passt. Es ist sehr schön, keine Frage und ich glaube auch das Lola bunt ist aber zu der etwas düsteren Atmosphäre passt das farbenfrohe Cover nicht. Der Schreibstil ist toll und passt super zu dem Rest. Lola ist eine Antiheldin, die ihren eigenen Regeln folgt und die in einer Männer dominierten Welt, sich durchzusetzen weiß. Das Buch ist wirklich mehr als spannend und die Handlung ist gut erzählt, so daß ich gut immer wieder in die Geschichte eintauchen konnte. Was mir gut gefällt ist, dass Lola trotz alldem was sie tut, ein wirklich gutes Herz hat. Für mich ein Buch welches auch einige Überraschungen bereit hält und es von außen nicht immer so scheint, wie es wirklich ist. Fazit ein Buch welches man gelesen haben sollte wenn man nicht ganz so zart besaitet ist. Weil ab und zu geht es auch richtig zur Sache.
Lola
von Anonym - 16.03.2019
Lola hat einen knallharten Stil, der einen sofort auf die weiteren Geschehnisse vorbereitet. Auch wenn einen die ersten Seiten ein bisschen einzulullen versuchen ist doch sofort klar, in welche gewaltsame und schonungslose Richtung sich die Handlung bewegt. Die Characktere sind interessant wenn auch manchmal etwas eindimensional gestalltet. Das Thema der Macht und oder Kontrolle wird oft angesprochen oder subtil dargestellt (meist aber nochmals kommentiert). Ich war augenblicklich gefesselt, man muss sich aber auf das Buch einlassen. Wie gesagt es geht schon hart hier zu. Gangkonflickte sind nie niedlich und heiter Sonnenschein. Es hat mich gefesselt und ich habe mit gefiebert. Außerdem hat es ein nettes Cover.
Starke Protagonistin
von Sandra Reimann - 11.03.2019
Lola ist mexikanischer Abstammung und wächst in den übelsten Verhältnissen auf. Von klein auf in eine bestimmte Richtung gedrückt, Hoffnungslosigkeit jemals diesem Milieu zu entfliehen. Und trotzdem ist Lola eine starke Protagonistin, welche sich ihrem Schicksal pragmatisch stellt. Sie muss sich nicht künstlich in den Vordergrund rücken, obwohl sie die eigentliche Chefin der Gang ist, lässt sie nach außen den Männern den Vortritt - bis die Gang in Vorgänge gezogen wird, welchen Lola sich nicht mehr entziehen kann. Ich finde den Charakter der Lola sehr gut gezeichnet. Man merkt in Lola die Gegensätze - einmal die starke Frau, die ohne mit der Wimper zu zucken anderen eine Kugel zwischen die Augen jagt ohne auch nur die geringste Reue dafür zu empfinden und auf der anderen Seite die Tochter und Frau mit Mitgefühl, die sich um die cracksüchtige Mutter kümmert oder das kleine Mädchen rettet, damit es nicht das gleiche Schicksal erleidet, wie sie selber als Kind. Die Männer kamen in diesem Buch alle ein bisschen unklar gezeichnet weg, die Charaktere blieben ein wenig im Nebel, aber so schaffte die Autorin es, dass der Leser sich vollends auf Lola einlässt und anhand ihres Charakters ein Milieu aus Brutalität, Betrug, Verrat und Missbrauch kennenlernt. Plot und Schreibstil sind einzigartig. Auch wenn ich finde, dass kein sich steigender Spannungsbogen vorhanden ist, fand ich die Geschichte doch sehr spannend und interessant. Die Übergänge zwischen Gut und Böse sind fließend und nicht wirklich wahrnehmbar, vielleicht deshalb die empfundene gleichbleibende Spannung. Teilweise fand ich den Schreibstil regelrecht sachlich, so wie wenn man ein Tagebuch liest. Aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Während des Lesens des Buches spürte ich eine gewisse Hoffnungslosigkeit für Kinder welche in dieses Milieu geboren werden: Zitat S. 389 "Und dann spielen sie zusammen, Lola und Lucy, während Maria hinter ihnen das Linoleum schrubbt, das nie sauber werden wird." Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Starke Hauptprotagonistin, interessanter Plot, gleichbleibende Spannung. Allerdings hätte ich es wahrscheinlich eher weniger als Thriller eingestuft, da hätte ich dann doch einen sich steigernden Spannungsbogen erwarte
Fesselndes, rasantes Thrillerdebüt
von bookloving - 11.03.2019
Mit ihrem Debüt "Lola" hat die US-amerikanische Schriftstellerin Melissa Scrivner Love einen mitreißenden, unglaublich fesselnden Thriller geschrieben, der als "Bester Erster Roman" für den Edgar Allan Poe Award nominiert wurde. Die Autorin hat für ihren Thriller ein sehr interessantes Setting im skrupellosen Latino-Bandenmilieu von South Central Los Angelos und eine rasante, wendungsreiche und zunehmend komplexer werdende Handlung entworfen. Mühelos taucht man als Leser in ein großartiges und aufwühlendes Leseerlebnis ab und kann das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen. Als Drehbuchautorin von TV-Serien hat die Autorin ein gutes Gespür für filmreife Szenen, kann diese sehr anschaulich umsetzen und lässt beim Leser ein eindrückliches Kopfkino entstehen. Gekonnt nimmt uns die Autorin mit in eine uns recht fremde, düstere Welt des brutalen Drogenmilieus und gibt uns beklemmende Einblicke in das Leben ihrer äußerst faszinierenden Hauptfigur, der 26-jährigen Latina Lola Vasquez, die unversehens in einen Krieg zwischen zwei rivalisierenden Drogenkartellen hineingezogen wird und um ihr Leben bangen muss. Sehr lebendig und authentisch schildert die Autorin den schockierenden Alltag der kleinen Latino-Gang mitten im multikulturellen Moloch L.A., der geprägt ist von Skrupellosigkeit, Verrat, Rassismus, Frauendiskriminierung, Drogenabhängigkeit, Kriminalität, Gewalt, Waffen, Vernachlässigung und Missbrauch von Kindern und dem allgegenwärtigen Tod. Doch gibt es auch berührende, zwischenmenschliche Momente, die den Zusammenhalt der Menschen in ihrem Viertel und das Verantwortungsbewusstsein füreinander trotz der widrigen Umstände aufblitzen lassen. Die Autorin hat mit ihrer überaus taffen Protagonistin Lola einen einzigartigen, authentisch wirkenden Charakter geschaffen, aus deren Perspektive die Geschichte erfrischend sachlich und abgeklärt erzählt wird. Lola ist eine vielschichtige und unglaublich starke Heldin, die beim Leser durchaus ambivalente Gefühle weckt. Als Tochter einer drogensüchtigen Mutter hat sie eine sehr schwierige Kindheit hinter sich, kennt die Abgründe der menschlichen Existenz und ist in dieses brutale Milieu hineingewachsen, was sie rücksichtslos und oft kaltherzig werden lassen. Als vermeintlich unscheinbare und unauffällige chica in einem von hartgesottenen Männern dominierten Umfeld lenkt sie ihre kleine Gang äußerst brillant, effizient und gerissen im Verborgenen und lässt ihren Freund Garcia nach Außen als Bandenchef auftreten. Eine überaus große Faszination geht von dieser ehrgeizigen, intelligenten Protagonistin aus, die zwar schockierend abgebrüht, kaltblütig und skrupellos ihren Job erledigt und oft recht fragwürdige Entscheidungen trifft. Neben ihrer dunklen Seite ist sie eine einfühlsame, fürsorgliche und sympathische Frau, die wie eine Gute unter all den Bösen wirkt und bei ihrem verzweifelten Überlebenskampf Respekt und Anerkennung verdient. Die Autorin hat mit Lola keine strahlende Überheldin geschaffen, sondern eine glaubwürdige, schillernde Figur mit vielen Schwächen und einigen fatalen Fehlentscheidungen, die den Leser aber mit ihrem großen Herz und guten Absichten auch berühren kann. Doch auch die Bösewichte und übrigen Nebenfiguren sind mehrdimensional, lebendig und glaubwürdig ausgearbeitet. Eine besonders gelungene Nebenfigur ist die kleine 5-jährige Lucy mit ihrem sehr berührenden Schicksal. Der Autorin gelingt es hervorragend, uns mit ihrer spannenden, packend erzählten Handlung und einigen unerwarteten Wendungen bestens zu unterhalten. Ihr abwechslungsreicher, anschaulicher Schreibstil liest sich trotz einiger recht brutaler, blutrünstiger Szenen sehr angenehm. Einige dramaturgische Schwächen und ungenau recherchierte, unglaubwürdige Details fallen bei der ansonsten hervorragenden Umsetzung kaum negativ ins Gewicht. Auf eine Fortsetzung mit Lola als offizielle Anführerin der Crenshaw Six darf man schon sehr gespannt sein! FAZIT Ein fesselndes, aufwühlendes Thrillerdebüt - rasant und wendungsreich mit der faszinierenden, sehr taffen Latina Lola!
von Anonym - 10.03.2019
Im Thriller "Lola" geht es um die Gang The Crenshaw Six und vor allem um die Anführerin Lola. Niemand weiß, dass sie die Anführerin ist und nicht ihr Freund Garcia. In ihrem Viertel denken alle, dass Lola Hausfrau ist und sich um die drogenabhängige Mutter kümmert. Eben, was von den Frauen im Viertel erwartet wird. Alles läuft seinen Gang bis die Gang von Lola in einen Krieg zwischen rivalisierenden Drogenkartellen gezogen wird und Lola sich entscheiden muss auf wessen Seite sie steht. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil, das Buch war wirklich gut zu lesen und auch bis zum Schluss spannend. Ein kleines Problem hatte ich nur mit Lola. Mal war sie mir richtig sympathisch, manchmal habe ich sie gehasst. Ich war da die ganze Zeit ein bisschen im Zwiespalt. Mit den anderen Charakteren ging es mir meistens genauso. Nur ist das Buch aus der Sicht von Lola geschrieben weshalb man als Leser hautnah bei ihren teilweise sprunghaft wirkenden Entscheidungen dabei ist. Das macht die Geschichte jedoch in meinen Augen nur glaubhafter. Teilweise fand ich es allerdings ein kleines bisschen langweilig, weil der Alltag von Lola und den anderen abseits der Gang jetzt auch nicht soo spannend gewesen ist. Insgesamt war das nicht so schlimm, aber es war halt nicht auf jeder Seite fesselnd und packend, deswegen gibt es "nur" vier Sterne. Generell wirkt alles sehr authentisch, auch wenn ich natürlich selber keine Erfahrungswerte habe wie sich Gangs verhalten und wie das Leben in so einem Viertel ist, fand ich das Buch und die Geschichte glaubhaft und kann es jedem empfehlen, der gerne Geschichten zu Gangs im Amerika mag oder mal einen etwas anderen Thriller lesen möchte!
Langweilige Chica
von cabotcove - 09.03.2019
Langweilige Chica Dieses Buch lieh mir eine Bloggerfreundin, die das Buch als Leseexemplar bekommen hatte und davon ganz angetan war. Vom Klappentext her: Die Crenshaw Six ist eine kleine, aber aufstrebende Latino-Gang in South Central L.A. - und wurde kürzlich in einen Krieg zwischen rivalisierenden Drogenkartellen hineingezogen. Für Außenstehende scheint die Bande von einem Mann namens Garcia angeführt zu werden, doch in Wahrheit ist seine Freundin Lola die Chefin der Crenshaw Six. Klein, zierlich, unscheinbar - auf den ersten Blick eine chica unter vielen. Doch in einer Welt voller Verrat und brutaler Gewalt zeigt sich Lola schnell als Geheimwaffe der Gang: Ihre Brillanz und Rücksichtlosigkeit wird bald zur einzigen Hoffnung ums Überleben. Wäre das Buch eigentlich so gar nichts für mich gewesen und leider muss ich auch sagen, dass ich auf mein "Bauchgefühl" hätte hören sollen... Diese Gangthemata finde ich schon bei Filmen langweilig und bei Büchern meistens auch. Dass ein Mädel mal eine Gang anführt, ist ja erstmal ungewöhnlich, so versprach ich mir auch eine toughe, coole Gangchefin, die ihr Regiment mit eiserner Hand führt und die Geschichte somit auch ein großes Stück trägt... Doch leider empfand ich Lola als eher unscheinbar und "blutleer", sie ließ sich nicht "greifen", war für mich eher unglaubwürdig und wirkte eher wie eine Nebenfigur, nicht wie die Protagonistin. Das hätte einfach geschickter aufgebaut werden können... Dasselbe gilt leider auch für die Geschichte, die meiner Meinung nach absolut Potential hatte und auch teilweise spannend erzählt war, aber eben auch nicht genug. Etwas unausgegoren, das Ganze... So als hätte man nach einer Weile keine Lust mehr gehabt, weiter zu erzählen. Und so hatte ich auch nach relativ kurzer Zeit keine Lust mehr weiter zu lesen... Da das aber nur partiell bedingt war, vergebe ich insgesamt noch zwei Sterne.
Grau in all seinen Schattierungen
von Hardy Knoll - 09.03.2019
Candice Fox und Don Winslow haben Konkurrenz bekommen. Scrivner Love schreibt fesselnd, authentisch und zwingt den Leser dazu, eine Seite nach der anderen zu verschlingen. Und nebenbei hat sie eine ambivalente Anti-Heldin geschaffen, die man trotz ihren unfraglich verbrecherischen Lebens ins Herz schließt. Lola schwankt stets zwischen Loyalität, Familienzusammenhalt und der Gier nach Anerkennung als Chefin einer Gang. Dies darf aber zunächst niemand wissen, sie handelt im Hintergrund. Niemand ahnt, dass nicht ihr Freund mit dem üblichem Machogehabe die Bande anführt, sondern die zierliche Frau. Eines Tages bekommt die Gang den Auftrag, einen Drogendeal der gegnerischen Seite zu verhindern. Doch das geht gehörig schief. Nun droht das Kartell mit Lolas Tod, wenn nicht Drogen und 2 Millionen Dollar wieder auftauchen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und ein Katz und Maus-Spiel zwischen den Parteien. Lola ist gezwungen, sich aus dem Schatten zu bewegen und setzt alles auf eine Karte. In dem Buch verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse perfekt. In einer Minute versucht Lola, ihre Familie zu beschützen, in der anderen wird sie zur eiskalten Killerin. Dunkelstes Grau schwebt über der Geschichte, die zwar brutal, aber nicht vor Blut triefend ist. Gewalt findet statt, dient aber eher zur Verdeutlichung der Situation der Kriminellen. Wie im Fluge vergeht das Mitfiebern mit Lola und der Leser erlebt einen der besten Thrillerdebüts der letzten Zeit. Diese knallharte Lola mit dem großem Herz hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Support your local dealer
von von Beust - 07.03.2019
"Lola" ist ein spannender, menschlicher und unterhaltsamer Roman - aber kein unproblematischer. Im Zentrum steht die taffe Lola, die heimliche Anführerin der Gang "The Crenshaw Six", die ihre Gangmitglieder mit viel Talent und Empathie aus dem Hintergrund steuert. Sie ist cool: "Da war Lola klar geworden, dass sie keine Vaterfigur brauchte. Sie war die Vaterfigur." (S. 200) Als das Kartell und eine neue Konkurrenz auf höherer Ebene auftauchen, muss Lola aus der Deckung kommen und sich entscheiden: Soll die Gang aufsteigen und mehr Macht und Einfluss bekommen oder kommt sie unter die Räder? Wo ist das Problem? Lola ist nicht nett. Sie ist keine Heldin, die sich für das Gute einsetzt, sondern eine Verbrecherin, die Rauschgift verkauft, Menschen tötet und Gangmitglieder blutig maßregelt. Klar - Lola ist cool. Lola sorgt dafür, dass Drogen nicht an Kinder verkauft werden. Lola hat mit Lucia ein Mädchen, das sie zu ihrem ganz persönlichen Projekt "besseres Leben" machen kann. Lola ist außerdem heimatverbunden: Ihr Viertel ist ihr gehegter Garten, hier sorgt sie für cleane Drogen, frei nach dem Motto "support your local dealer". Die Autorin Melissa Shrivner Love hat jede Menge Motive eingebaut, warum man dennoch auf Lola Seite sein kann. Doch auch wenn erzählerisch die Grausamkeiten notwendig sind, um die Figur Lola als Gangleader glaubwürdig zu gestalten - nicht jeder will lesen, wie die Verbrecher erfolgreich sind. Auf der anderen Seite gewährt die Lektüre durch die "Täterperspektive" einen ungewohnten Einblick in das Gangmilieu in Los Angeles, auf die Schattenseite des "land of milk and honey" Kalifornien. Wann schaut man schon einmal dem Boss eines mexikanischen Drogenkartells in die Augen und will seinen Job? Die Figuren dieses Romans sind keine Helden, sie sind gleichzeitig "gut und böse, richtig und falsch, schwarz und weiß" (S. 367). Ein runder Roman - spannend, authentisch und voller starker Frauenfiguren.
Lola - eine Heldin wie aus einem Blockbuster
von isaba - 03.03.2019
Lola hat mich total begeistert. Melissa Scrivner Love hat eine Heldin und ein Setting geschaffen, dass ich mir hervorragend auch in einer verfilmten Version vorstellen kann. Zum Inhalt: Lola wächst in katastrophalen Verhältnissen in einem Latinoviertel von Los Angeles auf. Hart und kompromisslos geworden führt sie eine kleine Gang an, die bisher unter dem Radar von Polizei und Kartell kleinere Drogendeals durchzog. Lola¿s großer Vorteil ist ihr Geschlecht, denn niemand weiß, dass sie im Geheimen die Leaderin der Gang ist. So kann sie die Fäden im Hintergrund lenken....bis ihre Crenshaw Six in eine misslungene Übergabe verwickelt werden und sie aus dem Schatten treten muss, um ihre Lieben zu beschützen. Das Buch gefällt mir so gut, weil es das klassische Setting nutzt und dennoch durch den Fokus auf eine Frau eine völlig neue Perspektive ermöglicht. Die Heldin ist skrupellos, liebt aber bedingungslos und hat genau dadurch eine Angriffsfläche, die ihre Feinde zu nutzen wissen. Obwohl Lola¿s Handlungen objektiv betrachtet verwerflich sind, ist der Leser dennoch von Beginn an solidarisch und leidet mit ihr. Die Autorin zeichnet vor allem bei ihrer Heldin einen tollen, vielschichtigen und zerrissenen Charakter und auch einige Nebenfiguren wirken sehr authentisch und fügen sich hervorrgand in die Story ein. Diese ist komplex und nicht leicht zu durchschauen. Bis zum Ende konnte ich nicht vorhersehen, in welche Richtung sich die Story entwickelt. Der Schreibstil ist zudem sehr einnehmend und plastisch, so dass ich immer eine ganz klares und detailliertes Bild von den Akteuren und ihrer Umgebung vor Augen hatte. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und könnte mir diese Story mit dieser großartigen Heldin hervorragend als Hollywood-Blockbuster auf der großen Kinoleinwand vorstellen.
Im Sumpf aus Drogen und Gewalt
von Readaholic - 23.02.2019
Lola ist eine junge Latina in Huntington Park, einem heruntergekommenen Vorort von Los Angeles, in dem Gangs, Drogen und Gewalt den Alltag bestimmen. Sie ist die Freundin von Garcia, den alle für den Anführer der Gang "The Crenshaw Six" halten, die an einigen Straßenecken des Viertels Drogen für das Kartell verkauft. Dass Lola die eigentliche Anführerin der Gang ist, wissen zunächst die wenigsten. Lola ist dies ganz recht, so kann sie die typische Latina chica spielen und unbeobachtet im Hintergrund die Fäden ziehen. Als ihre Gang jedoch in den Krieg zwischen zwei Drogenkartellen hineingezogen wird, ändert sich die Lage. Die Crenshaw Six sollen bei einer Geldübergabe sowohl das Geld als auch Heroin im Wert von zwei Millionen Dollar abgreifen, doch der Coup scheitert und Lola muss um ihr Leben bangen... Lolas Biographie ist typisch für die Gegend: Vater verschwunden, Mutter drogensüchtig. Zur Finanzierung ihrer Sucht schickte die Mutter fremde Männer in Lolas Zimmer, als diese noch ein Kind war. Für den jüngeren Bruder Hector musste Lola früh die Verantwortung übernehmen, da die Mutter nicht dazu in der Lage war. Lola weiß also, dass das Leben kein Ponyhof ist. Nur der Stärkere überlebt, Skrupel kann sie sich nicht leisten. So hat sie auch keine Probleme damit, ein Gangmitglied per Kopfschuss zu töten, als sie feststellt, dass es Geld unterschlägt und auch innerhalb der Familie ist sie konsequent. Lola ist rational und pragmatisch, mit den Latinafrauen in ihrer Gegend, die sich über Nagelstudios und Kuchenrezepte austauschen, hat sie wenig gemeinsam. Sie ist keine typische sympathische Protagonistin - wer empfindet schon uneingeschränkt Sympathie mit einer Frau, die ohne jeden Skrupel andere tötet oder verstümmelt? - doch sie ist auch keineswegs unsympathisch. Vor allem als sie die kleine Lucy kennenlernt, die offensichtlich von ihrer drogensüchtigen Mutter ebenfalls an Männer verkauft wird wie Lola früher, kommt eine andere Seite Lolas zum Vorschein: sie nimmt Lucy bei sich auf und tut alles dafür, damit diese nicht zu ihrer Mutter zurück muss. Schon allein deshalb muss Lola es schaffen zu überleben... Dieser furiose Krimi führt den Leser in eine Welt voller Abgründe, in der Drogen, Gewalt und Kindesmissbrauch zur Finanzierung von Drogen an der Tagesordnung zu sein scheinen. Ein faszinierendes Erstlingswerk, das man kaum aus der Hand legen kann.
Eine starke Protagonistin
von leseratte1310 - 20.02.2019
Lola Vasquez ist mexikanischer Abstammung und wuchs in den übelsten Verhältnissen auf. Ihre Mutter war drogenabhängig. Gewalt und Kriminalität kennt sie, solange sie sich zurückerinnern kann, denn in ihrem sozialen Umfeld war das einfach so - Gangs auf der Straße, Bandenkriege, Drogen. Das hat sie hart und rücksichtslos gemacht. Sie ist immer auf der Hut, trägt Messer und Pistole stets versteckt mit sich und bleibt unscheinbar. Die Latino-Gang Crenshaw Six wird von ihr angeführt. Viele glauben, dass Garcia der Boss ist. Das ist ihr nur recht. Doch dann wird die Gang in eine Sache hineingezogen, die mächtig schiefläuft. Lola ist der Boss, sie ist verantwortlich. Das kann sie akzeptieren, denn so läuft das Geschäft. Aber sie will wissen, was schieflief und wer die Fäden gezogen hat. Das hätte sie besser gelassen, denn sie gerät in Lebensgefahr. Ich kann nur sagen, toll und authentisch geschrieben und superspannend. Erzählt wird aus Lolas Perspektive. Die Charaktere sind super gezeichnet und haben alle eine Bedeutung in diesem Spiel. Lola hat sich in ihr Umfeld eingefügt. Sie ist eine chica, klein und zierlich, so wirkt sie jedenfalls auf die, die es nicht besser wissen. In Wirklichkeit ist sie intelligent, knallhart und wenn es sein muss auch ganz pragmatisch. Sie tut, was getan werden muss, ist dabei ganz und gar nicht zimperlich. Wenn einer das nicht überlebt - so what. Sie zeigt keine Reue. Ansonsten könnte sie sich in ihrem Job auch nicht behaupten. Dabei kann sie durchaus mitfühlend und liebevoll sein, doch das trägt sie nicht nach außen. Wenn was schiefläuft, handelt Lola nach dem Motto "hinfallen, aufstehen, weitermachen". Sie ist nun wirklich kein Mensch, der sympathisch rüberkommt und trotzdem mochte ich sie. Hier wird ein Milieu voller Brutalität, Missbrauch, Betrug, Verrat und Mord geschildert. Um hier zu überleben, muss man abgebrüht und stark sein. Lola ist eine solch starke Protagonistin. Es geht von Anfang an rasant, wendungsreich und sehr spannend zu. Das Buch hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Einfach nur super!
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