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Revolutionäre Erschütterung und erneuertes Gleichgewicht (1785-1830)

Internationale Beziehungen 1785 - 1830. 'Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen'. 1. , Aufl.…
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Das groß angelegte "Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen" verfolgt das Ziel, die Gesamtheit der Internationalen Beziehungen der Neuzeit systematisch zu durchleuchten, differenziert und zugleich anschaulich über die geschichtliche E … weiterlesen
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Revolutionäre Erschütterung und erneuertes Gleichgewicht (1785-1830) als Buch

Produktdetails

Titel: Revolutionäre Erschütterung und erneuertes Gleichgewicht (1785-1830)
Autor/en: Michael Erbe

ISBN: 3506737252
EAN: 9783506737250
Internationale Beziehungen 1785 - 1830.
'Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen'.
1. , Aufl.
Zahlreiche Abbildungen.
Herausgegeben von Heinz Duchhardt, Franz Knipping
Schoeningh Ferdinand GmbH

1. Mai 2004 - gebunden - 441 Seiten

Beschreibung

Das groß angelegte "Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen" verfolgt das Ziel, die Gesamtheit der Internationalen Beziehungen der Neuzeit systematisch zu durchleuchten, differenziert und zugleich anschaulich über die geschichtliche Entwicklung bis zum heutigen System von Staaten und Völkern zu informieren und damit einem breiten Benutzerkreis verlässliches Grundwissen bereitzustellen.
Dabei wird, den modernen Forschungsansätzen in der angelsächsischen und französischen Geschichtswissenschaft entsprechend, ein breit gefasster Begriff des Politischen zu Grunde gelegt, der die Diplomatiegeschichte alten Stils überholt und in multiperspektivischem Zugriff wirtschaftliche, kulturelle, konfessionelle, mentale, geopolitische und strategische Gegebenheiten und Interessen in die Interpretation der Internationalen Beziehungen einschließt.
Die jeweils in sich ab geschlossenen Bände werden von Autoren erarbeitet, die ausnahmslos ausgewiesene Fachleute einer mittleren Historikergeneration sind. Die Bände sind gleichartig aufgebaut und umfassen, aufeinander abgestimmt, je einen systematischen und einen chronologischen Darstellungsteil sowie ausführliche Literaturhinweise.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 11.02.2005

Abriß ohne Janusgesicht
Michael Erbe zwischen Erschütterung und Gleichgewicht

Das "Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen" ist mit zwei Monographien aus der Feder von Heinz Duchhardt "Balance of Power und Pentarchie. Internationale Beziehungen 1700-1785" und von Winfried Baumgart "Europäisches Konzert und nationale Bewegung. Internationale Beziehungen 1830-1878" eröffnet worden, die als ausgesprochen gelungen gelten können (siehe F.A.Z. vom 27. Juli 1998 und 16. November 1999). Der jetzt von Michael Erbe vorgelegte dritte Band, der unter dem Titel "Revolutionäre Erschütterung und erneuertes Gleichgewicht" die Jahrzehnte zwischen 1785 und 1830 darstellt und die chronologische Brücke zwischen den bislang publizierten Beiträgen schlägt, fällt dagegen eher enttäuschend aus.

Das hat in erster Linie nicht mit der Darbietung der historischen Tatsachen an sich zu tun, sondern vielmehr mit einem Mangel an gedanklicher Durchdringung des Stoffes. Unter den geradezu überreich ausgebreiteten Fakten verschwinden die Grundfragen und Grundmuster einer Epoche, in der sich Europa, zumindest bis zum Ende der napoleonischen Ära, "in einer Weise" verändert hat, das stellt der Autor einleitend fest, "wie es seit der Zeit der Karolinger nicht mehr geschehen war".

Der Disposition der Handbuch-Reihe gemäß geht es im ersten Teil des Buches um die "Strukturen", im zweiten Teil um die "Ereignisse". Unter dem Begriff der "Rahmenbedingungen" äußert sich der Verfasser über "Mächtegleichgewicht" und "Mächtekonzert", über "Das Völkerrecht" und über "Politische Ideen und öffentliche Meinung" sowie über "Die Mittel der Außenpolitik", von den jeweiligen Ministerien des Äußeren bis hin zu "Staatsfinanzen und Wirtschaftspolitik". Darauf werden "Die Akteure" der Staatenwelt porträtiert, von den Großmächten des Zeitalters bis hin zu den mittleren und kleineren Potenzen, vom europäischen "Monde" bis nach Übersee, nach Süd- und Ostasien und nach Nord-, Mittel- und Südamerika. Dem schließt sich die Abhandlung der "Ereignisse" an - von den französischen Revolutionskriegen über die "Napoleonische Hegemonialpolitik", von der "Neuordnung Europas" auf dem Wiener Kongreß über die Geschichte der "Heiligen Allianz als Wächterin über die ,Legitimität' in Europa" bis hin zu den Problemen der "Orientalischen Frage" als einem Element der europäischen Staatenkonkurrenz und der Entwicklung der "Neuen Welt auf dem Weg zur Emanzipation".

Das alles wird, Wichtiges und weniger Wichtiges in vorwiegend referierender Art und Weise unterbreitet. Darüber kommen die in den Tatsachen aufgehobenen Zusammenhänge generell zu kurz, werden zwar hin und wieder beiläufig erwähnt, aber nicht zureichend erörtert. Dies zu bemängeln gilt beispielsweise für das Grundproblem der Epoche: Das in der aufkommenden Moderne zutage tretende Janusgesicht von Krieg und Revolution und die damit einhergehende Frage nach dem Zusammenhang von Zivilisationsniveau und Kriegsprophylaxe hätten intensivere Beachtung finden müssen, als das im vorliegenden Buch geschieht. Warum schließlich, um ein weiteres Beispiel für das anzuführen, was man in Michael Erbes Band vermißt, ungeachtet aller Spannungen zwischen den Mächten der Pentarchie die "Kunst des Friedensschlusses" in Wien gelungen ist, hätte eingehender, als der Autor es tut, erklärt werden können: Es war die Erfahrung mit der zwillinghaften Existenz von Gewalt und Chaos, welche die versammelten Repräsentanten Europas immer wieder zur Einigung finden ließ - eine generationsgebundene Erfahrung im übrigen, die das Scheitern, weil die Zeit voranschreitet und Geschichte die Feindin der Dauer ist, in sich trug und kaum bleibenden Bestand zu wahren vermochte.

Und schließlich sei noch auf einen Gesichtspunkt verwiesen, über den man gleichfalls gerne mehr erfahren hätte: Das zeitenthobene, gerade gegenwärtig so aktuelle Problem von weltanschaulich gespeister Interventionsneigung und damit verbundener Kriegsgefahr angemessen zu thematisieren hätte sich im Rahmen des Untersuchungsgegenstandes im allgemeinen und der politischen Philosophie Edmund Burkes im besonderen geradezu aufgedrängt.

Die exemplarisch angeführte Kritik mag genügen, um das eigentliche Defizit des Buches zu illustrieren: Michael Erbes Darstellung bietet zwar, denkt man an den ersten Teil im Motto eines bekannten Nachrichtenmagazins, "Fakten, Fakten, Fakten", verfehlt darüber jedoch insgesamt den Focus: Über die gebündelten Tatsachen gründlicher nachzudenken hätte der Publikation sicherlich gutgetan.

KLAUS HILDEBRAND

Michael Erbe: "Revolutionäre Erschütterung und erneuertes Gleichgewicht". Internationale Beziehungen 1785-1830. Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen in 9 Bänden, Band 5. Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2004. 441 S., geb.

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