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#EGOLAND

Roman. 1. Auflage. , .
Buch
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Julia und Christoph sind ein vermeintlich perfektes Traumpaar, doch die Fassade bröckelt. Die Studentin Leonie, schön und intelligent, aber voller Unsicherheit, verzweifelt an den Männern. Und der charismatische Schriftsteller Andreas betäubt im Berl … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: #EGOLAND
Autor/en: Michael Nast

ISBN: 384190596X
EAN: 9783841905963
Roman.
1. Auflage.
, .
EDEL

9. April 2018 - geheftet - 432 Seiten

Beschreibung

Julia und Christoph sind ein vermeintlich perfektes Traumpaar, doch die Fassade bröckelt. Die Studentin Leonie, schön und intelligent, aber voller Unsicherheit, verzweifelt an den Männern. Und der charismatische Schriftsteller Andreas betäubt im Berliner Nachtleben seine Sehnsucht nach Liebe mit unverbindlichem, bedeutungslosem Sex. Nach und nach reift in ihm die verhängnisvolle Idee, in Julias, Leonies und Christophs Leben einzugreifen, um sie als Material für seinen neuen Roman zu benutzen. Er beginnt ein perfides Spiel voller Intrigen und Manipulationen, das schließlich in einer Katastrophe endet.

»Vielleicht solltest du mal wieder mit einer Frau schlafen, die du magst.« Mit diesem Satz beginnt #EGOLAND, das auf wahren Begebenheiten beruhende, lang erwartete Romandebüt vom Bestseller-Autor Michael Nast (»Generation Beziehungsunfähig«).

Alles beginnt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr, dessen Eltern seinem Freund Michael Nast sein unvollendetes Manuskript anvertrauen. Stück für Stück stellt Nast fest, dass die unglaublichen Schilderungen echt und tatsächlich passiert sind.
Der von schriftstellerischem Ehrgeiz getriebene Landwehr war in eine unheilvolle Dreiecksgeschichte voller Intrigen und Manipulationen verstrickt. Vom Sog der Geschichte ergriffen beginnt Nast, die Geschehnisse zu recherchieren. Er spricht mit den Protagonisten, um Landwehrs Aufzeichnungen zu vervollständigen und verfasst aus dem Material #EGOLAND.

Das Buch handelt von Obsessionen und Missverständnissen, von falsch verstandener Liebe und Entwurzelung, von Selbstentfremdung und der Sinnsuche in unserer narzisstischen Konsumgesellschaft. Von der großen Sehnsucht, ein ganz neues Leben auszuprobieren und dabei sein altes hinter sich lassen zu können.
#EGOLAND ist eine Reise in die Psyche unserer Gesellschaft, in der das Ego alles bestimmt. Nast beschreibt, was neue Technologien, verändertes Kommunikationsverhalten und Selbstinszenierung mit der Generation, die sich alles offen hält, machen .

Portrait

Michael Nast, geboren 1975, ist das Sprachrohr einer ganzen Generation. Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe ergründet er Situationen und Tatsachen wie kein anderer. Nach einer abgebrochenen Buchhandelslehre gründete er zwei Plattenlabel und arbeitete für verschiedene Werbeagenturen, zuletzt als Art Director. Heute lebt und arbeitet er in Berlin als er freier Kolumnist, Buch- und Drehbuchautor.

Pressestimmen

"Es ist dieses Vexierspiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit, das den Reiz von #EGOLAND ausmacht. Literarischer Zeitgeist!" emotion 20180428
Bewertungen unserer Kunden
Faszinierende Gesellschaftskritik
von Anonym - 13.05.2018
Der erste Roman von Michael Nast, der auf einer wahren Gegebenheit beruht, ist etwas ganz besonderes. Wer eine leichte unterhaltsame Lektüre möchte, wird mit diesem Buch keine Freude haben. Die Hauptfigur Andras Landwehr ist auf der Suche nach neuem Stoff für ein Buch. Dabei lernt er unterschiedliche Menschen kennen, deren Leben er durch Intrigen zerstört und unwiderruflich miteinander verbindet. Alle Charaktere verkörpern junge Menschen der heutigen Zeit mit den dazugehörigen Problemen: Selbstdarstellung in sozialen Medien, Untreue, die Angst etwas zu verpassen, die Angst etwas zu verändern, der ungesunde GinTonic Konsum usw. In diesem Buch wird man sich nicht nur einmal selbst wieder erkennen. Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Die Lektüre des Buchs ist etwas anspruchsvoller, wenn man alle Zusammenhänge verstehen möchte. Eine klare Empfehlung!
Grandiose Idee, misslungene Umsetzung
von C.P. - 09.05.2018
Andreas Landwehr, ein erfolgreicher Schriftsteller, ist stets auf der Suche nach neuen Ideen für ein weiteres Buch. Als er eines Abends Christoph kennenlernt, der unglücklich in seiner Beziehung zu Julia ist, beginnt in ihm ein Plan zu reifen. Als dann noch seine Exfreundin Leonie auftaucht, Unter dem Deckmantel der Freundschaft greift Andreas in das Leben von Christoph, Julia und Leonie ein, manipuliert, lügt und zieht im Hintergrund seine Fäden. Bis zur absoluten Katatstrophe. Ich war sehr gespannt auf das Buch, da es auf der Startseite vieler Leseplattformen zu sehen war und der Autor schon mit "Generation Beziehungsunfähig" in vielen Zeitschriften und Artikeln vorgestellt worden war. Auch der Klappentext machte mich super neugierig. Ich wurde jedoch schnell wieder von meiner Euphoriewelle gerissen. Denn nach nur ein paar Kapiteln fand ich alle Charaktere einfach unausstehlich. Der eine äußerte sich unfassbar abfällig über alles, der andere handelte gegen meinen Wertekompass. Kurzum, ich wurde mit niemandem wirklich warm und verlor dadurch schnell die Lust an dem weiteren Verbleib der Charaktere. Dennoch ließ mich die eigentliche Idee hinter dem Buch immer weiter lesen. Mein Durchhaltevermögen wurde jedoch bis auf das letzte Drittel auf eine harte Probe gestellt. Die Geschichte war zäh, es passierte wenig, detailreiche wurde die Gedankenwelt der Charaktere ausgeschmückt. Ich habe an sich kein Problem mit detailreichen Weidergaben, da mir diese die Möglichkeit geben, mich mehr mit dem Charakter auseinanderzusetzen. Der Charakter bekommt Kanten und Ecken, eine Tiefe, ist nicht mehr glatt poliert und gleich viel interessanter. Doch da mir die Charaktere einfach im höchsten Grade unsympathsich waren, langweilte ich mich sehr schnell, ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um ein Kapitel zu beenden. Für mich ist das Buch auch nicht als Gesellschaftskritik anzusehen. Kritik muss geäußert werden, gerne auch immer wieder. Doch sehe ich [*]Egoland nicht als Kritik an unserem Konsumverhalten im Social Media Bereich oder als Spiegel, der uns als Nutzer von Social Media Kanälen vorgehalten wird an. Es ist einfach nur Kritik, die in so unfassbar vielen Bücher schon geäußert wurde, dass es hier auf mich nur noch lächerlich, nicht innovativ und langweilig wirkt. Einfach gequirlter Einheitsbrei in nicht mehr neuer Form wiedergekäut. Dabei finde ich die Ausgangsidee wirklich richtig gut und ich habe mir immer wieder beim Lesen Fragen gestellt. Denn bis zu welchem Grad ist etwas nun auf die Literatur bezogen noch Kunst und ab wann moralisch verwerflich? Sind wir uns überhaupt bewusste, was für eine immense Macht Freundschaft hat? Leider wurden immer nur wieder interessante Ansätze erläutert, jedoch nie weiter ausgeführt. Das Cover gefällt mir ganz gut. Der Riss in der Oberfläche passt in gewisser Weise zum Inhalt. Der Schreibstil konnte mich nicht wirklich fesseln, gerade zum Ende der Geschichte hin ertappte ich mich dabei, wie ich ganze Seiten nur noch überflog. Verpasste habe ich trotz Überspringen etlicher Passagen nichts. Leider gab es in dieser Ausgabe noch etliche Rechtschreibe- und Grammatikfehler, welche mir das Lesen zusätzlich erschwerten. Als Randbemerkung möchte ich hier einmal noch hinzufügen, dass mich das in diesem Buch gezeichnete Bild von Berlin so wütend machte, dass ich das Buch fast vom Balkon warf. Mit einem authentischen Leben in Berlin haben diese Schilderungen rein gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, es wurden sich jeglicher Klischees bedient, fernab jeglicher Realität des Berliner Alltags. Beeinflusst hat dieses meine Bewertung nicht, da es sich hierbei um einen zu persönlichen Punkt handelt. Es ist schon nicht einfach, ein Buch zu lesen, in dem einem alle Charaktere sehr unsympathisch sind. Kommt dann jedoch noch dazu, dass sich die Geschichte wahnsinnig in die Länge zieht, so muss ich mich als Leser wirklich durch das Buch zwingen. Denn genau das war auch hier der Fall. Immer wieder musste ich mich selber motivieren, dass Buch in die Hand zu nehmen und hätte ich es nicht im Zuge einer Leserunde gelesen, so hätte ich es eventuell abgebrochen. Ich vergebe 2 Sterne. Interessante Ansätze, viel verschenktes Potential, grauenhafte Charaktere und ein Plot, der sich zu sehr in die Länge zog.
Eine wahre Geschichte
von denise - 29.04.2018
Michael Nast hat für den Roman [*]Egoland eine wahre Geschichte verwendet. Eigentlich wollte Andreas Landwehr die wahren Gegebenheiten für seinen nächsten Roman verwenden. Die Aufzeichnungen für [*]Egoland stammen noch von ihm. Allerdings hat er bevor er den Roman tatsächlich geschrieben hat, Selbstmord begangen. Die Hauptrolle im Roman spielen Andreas, Leonie, Julia und Christoph. Dabei ist Andreas der Intrigant, der mit seinem Verhalten die anderen drei Hauptfiguren massiv beeinflusst. Auch Michael Nast ist Teil der Geschichte. Andreas und er waren früher befreundet. Beide sind Autoren, wobei Andreas teilweise eifersüchtig auf Michael war. Für Andreas entwickelt sich im Laufe des Romans der Satz "Man muss Grenzen überschreiten, um etwas Bedeutendes zu schaffen." zur Philosophie seines neuen Buchs. Das zweite Zitat aus dem Buch, dass perfekt zu Andreas Handeln passt ist "Manchmal hat man nur die Chance auf eine glückliche Beziehung, indem man eine andere zerstört." Das Buch hebt sehr deutlich hervor, dass in der heutigen Zeit bei vielen das was andere Leute von einem Denken und für was sie von einen halten viel wichtiger ist, als wie es einem selbst geht. Dadurch lassen sich die handelnden Personen auch relativ leicht von Andreas beeinflussen. Die Technik unterstützt ihn dabei. Es ist ein gelungenes Buch, dass durch immer wieder neue, unerwartete Gegebenheiten bis zum Schluss spannend bleibt. Leider zieht es sich teilweise etwas zu sehr hin, da Situationen zu genau beschrieben werden oder diese aus der Sicht von zwei Personen beschrieben werden. Dieses ist zwar manchmal hilfreich, aber in dem Umfang, in dem dieses im Buch vorkommt, war es für mich als Leser zu viel. Es hat sich definitiv gelohnt das Buch zu lesen, da es einen Teil der heutigen "Werte" aufzeigt und man dieses gut als Grundlage nutzen kann über sein eigenes Leben nachzudenken. Allerdings benötigt der Leser auf Grund der Länge ein gewisses Durchhaltevermögen.
und die Moral von der Geschicht...???
von die tanja - 01.05.2018
Es fällt mir schwer für dieses Buch die Rezension zu schreiben. Ich bin im Zwiespalt mit ihm und schwankte immer wieder zwischen zwei und vier Sternen. Auf der einen Seite ist es ein faszinierender und fesselnder Roman. Er trifft den Nerv dieser medialen Zeit und prangert sie an, wie keines zuvor. Die Protagonisten sind authentisch und schonungslos erzählt. Es gibt einige Sätze, die so wahr sind, richtiggehend philosophisch und sich bei mir festgesetzt haben. Die fürchterliche Verknüpfung der Schicksale der Charaktere ist zudem mitreißend. Wenn man zu lesen begonnen hat, muss man es einfach zu Ende lesen. Auf der anderen Seite wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Autor selbst fester Bestandteil der von ihm kritisieren Gesellschaft ist. Und das mit Selbstverständlichkeit. Sich selbst inszeniert er hemmungslos als Held der Geschichte, während alle anderen hemmungslos unsympathisch geschildert werden. Das wirkt egoman und überheblich. Nebenbei findet man beim Lesen einige störende Rechtschreibfehler. Letzendlich ist der Roman moralisch fragwürdig. Er gibt an, auf einer wahren Begebenheit zu beruhen. Ob das stimmt, oder nur stilistisches Mittel ist, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. So schonungslos und respektlos die Protagonisten geschildert werden, kann man sich für sie und den Autor nur wünschen, dass es keine realen Menschen sind. Alles in allem ein fesselnder Roman, der mich moralisch aber tief erschüttert hat und mit meinen Werten nicht zu vereinbaren ist.
Gesellschaftskritik
von Alexandra Baunach - 10.06.2018
Das Cover finde ich recht schlicht gehalten, aber dennoch hat es mich neugierig gemacht auf den Inhalt des Buches. Der Klappentext konnte mich dann überzeugen, das Buch zu lesen. Klappentext: "Vielleicht solltest du mal wieder mit einer Frau schlafen, die du magst." Mit diesem Satz beginnt [*]EGOLAND, das auf wahren Begebenheiten beruhende, lang erwartete Romandebut vom Bestseller-Autor Michael Nast (Generation Beziehungsunfähig). Alles beginnt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr, der in seinem Abschiedsbrief verfügt, dass sein unvollendetes Manuskript seinem Freund Michael Nast zu übergeben ist. Stück für Stück stellt Nast fest, dass die unglaublichen Schilderungen echt und tatsächlich passiert sind. Der von schriftstellerischem Ehrgeiz getriebene Landwehr war in eine unheilvolle Dreiecksgeschichte voller Intrigen und Manipulationen verstrickt. Vom Sog der Geschichte ergriffen beginnt Nast, die Geschehnisse zu recherchieren. Er spricht mit den Protagonisten, um Landwehrs Aufzeichnungen zu vervollständigen und verfasst aus dem Material [*]EGOLAND. Das Buch handelt von Obsessionen und Missverständnissen, von falsch verstandener Liebe und Entwurzelung, von Selbstentfremdung und der Sinnsuche in unserer narzisstischen Konsumgesellschaft. Von der großen Sehnsucht, ein ganz neues Leben auszuprobieren und dabei sein altes hinter sich lassen zu können. [*]EGOLAND ist eine Reise in die Psyche unserer Gesellschaft, in der das Ego alles bestimmt. Nast beschreibt, was neue Technologien, verändertes Kommunikationsverhalten und Selbstinszenierung mit der Generation machen, die sich alles offen hält. Der Klappentext sagt schon sehr viel über das Buch und ich kann es nur bestätigen, dass man ein spannendes Buch liest, das den Leser über Manches nachdenken lässt nach Abschluss des Buches. Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend und der Autor hat es geschafft, mich mit dem Buch zu fesseln. Die handelnden Personen sind gut beschrieben und ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Für mich ein gelungenes Buch, das einen zum Nachdenken anregt und noch lange nachwirkt.
Die unerträgliche Nichtigkeit des Seins
von Hardy Knoll - 21.05.2018
Nast ist ein Bestsellerautor. Punkt. Naheliegend, einen Roman zu schreiben. Denn die Käufer sind dann schon in greifbarer Nähe. Dass Nast in dem Roman über das Thema schreibt, dass ihn bekannt gemacht hat, tut nichts zur Sache. Angeblich beruht der Roman auf wahren Begebenheiten, zumindest suggeriert das der Autor geschickt und bringt sich selber in fast schon genialer Manier ins Spiel und hält sich selbst den Spiegel vor als Autor, der von der Oberflächlichkeit lebt. Dass er das berühmte Fargozitat bemüßigt, darf allerdings als Eigentor angesehen werden. Haben doch die Brüder Cohn zugegeben, dass Fargo mitnichten auf wahren Begebenheiten beruht, sondern das Zitat und Aufmacher des Films/Serie einen geschickter Werbegag war. Wie dem auch sei. Zitate sind ein gutes Stichwort. Unzählige Film- und Literaturanleihen werden aufgereiht, von den nicht näher benannten (American Psycho) ganz zu schweigen. So erscheinen die Protagonisten selbst irgendwann wie Filmfiguren in einem Drama um Sex, Narzissmus und Intrigen. Dass dies das Leben einer gewissen Schicht in Berlin exakt wiedergibt, zeigt, das Nast wirklich ein brillanter Beobachter seiner Generation ist. Folgt man dem Buch, ist dies eine Generation von instagramverseuchten Egomanen, die weder zu richtigen Gefühlen noch zu Beziehungen fähig sind. Der Schein zählt, ewige Jugend und Attraktivität das Ziel. Nur nicht zu viel von sich preisgeben, die Oberfläche muss glänzen. Nast schildert dies treffend, wenn er auch letztendlich nichts Neues zu bieten hat. Was von dem Roman bleibt? Gute Frage. Nach dem Lesen und dem ständigen wissenden Nicken Genau so geht es in Berlin zu vergisst man das Buch schnell wieder, das Rad dreht sich weiter. Das treffendste Zitat aus dem Buch lautet diesbezüglich: Er kann so wunderbar über nichts schreiben.
Perfides Spiel
von Lea - 30.05.2018
"Egoland" von Michael Nast ist ein wirklich interessantes Buch, hinter dem vor allem viel Köpfchen steckt. Trotzdem zieht er sich über manche Strecken doch ein bisschen und spricht mich nicht immer völlig an, deswegen gebe ich gute drei Sterne. Es geht um den Autor Andreas, der eines Tages Christoph kennenlernt und kurze Zeit später auch seine einstige Liebe Leonie wiedertrifft. Obwohl Christoph in einer Beziehung mit Julia ist, verbringt er eine Nacht mit Leonie. Dieser Erlebnisse und Entwicklungen bringen Andreas auf eine perfide Idee: Er will die drei nach seinen eigenen Regeln manipulieren und greift herb in ihre Leben ein. Da ist eine Katastrophe vorprogrammiert. Neben dem Haupterzählstrang mit der Manipulation der Beziehungen handelt der Roman auch viel von dem Einfluss von Social Media in unserer heutigen Zeit. Nast betreibt hier regelrecht Gesellschaftskritik und trifft oft einen wahren Kern. Wie man zu dem Thema steht, soll jeder selbst entscheiden, aber ich finde, der Autor gibt in dem Buch doch einigen Stoff zum Nachdenken in Bezug auf den Medienkonsum. Der Roman wechselt ständig zwischen den verschiedenen Perspektiven von Andreas, Christoph, Leonie und Julia hin und her, man findet sich aber als Leser gut zurecht. Die Charaktere sind sehr vielschichtig konstruiert und sehr lebensnah geschrieben, einfach ganz normale Menschen mit Höhe- und Tiefpunkten. Andreas sticht mit seinem perfiden Spiel jedoch etwas hervor. Das Interessante an der Geschichte ist auf jeden Fall die Manipulation, die Andreas betreibt. Man fragt sich unwillkürlich, wie beeinflussbar man selbst durch so ein Spiel wäre und möchte natürlich auch wissen, wie alles ausgeht. Den Schreibstil fand ich gut, aber der Roman hat sich für mich streckenweise ein bisschen hingezogen, wo mir zu wenig passiert ist. Trotzdem fand ich das Buch sehr gut konstruiert und auf jeden Fall interessant.
Seltsam anders
von Biest - 25.05.2018
"Vielleicht solltest du mal wieder mit einer Frau schlafen, die du magst." Mit diesem Satz beginnt [*]EGOLAND, das auf wahren Begebenheiten beruhende, lang erwartete Romandebüt vom Bestseller-Autor Michael Nast (Generation Beziehungsunfähig). Inhalt: Alles beginnt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr, der in seinem Abschiedsbrief verfügt, dass sein unvollendetes Manuskript seinem Freund Michael Nast zu übergeben ist. Stück für Stück stellt Nast fest, dass die unglaublichen Schilderungen echt und tatsächlich passiert sind. Julia und Christioph sind ein vermeintlich perfektes Traumpaar, doch die Fassade bröckelt. Die Studentin Leonie, schön und intelligent, aber voller Unsicherheit, verzweifelt an den Männern. Und der charismatische Schriftsteller Andreas betäubt im Berliner Nachtleben seine Sehnsucht nach Liebe mit unverbindlichem, bedeutungslosem Sex. Nach und nach reift in ihm die verhängnisvolle Idee, in Julias, Leonies und Christophs Leben einzugreifen, um sie als Material für seinen neuen Roman zu benutzen. Er beginnt ein perfides Spiel voller Intrigen und Manipulationen, das schließlich in einer Katastrophe endet. Vom Sog der Geschichte ergriffen beginnt Nast, die Geschehnisse zu recherchieren. Er spricht mit den Protagonisten, um Landwehrs Aufzeichnungen zu vervollständigen und verfasst aus dem Material [*]EGOLAND. Meine Meinung: Den Anfang dieses Buches fand ich wirklich gelungen. Die Idee ist klasse und wirklich außergewöhnlich. Auch wirkten die Dialoge und auch die Personen unglaublich realistisch. Das habe ich so noch in keinem anderen Buch erlebt. Man fühlt sich bei den Dialogen der Protagonisten wie ein stiller Beobachter. Man traut sich kaum zu atmen, weil man befürchtet, dass sie einen hören. Man glaubt die Personen zu kennen, denn man taucht tief in ihre Gedanken, ihr Handeln und ihren Alltag ein. Andreas ist dabei die Unsympathie in Person, von Anfang bis Ende. Einfach krank, er manipuliert Menschen, ohne über die Folgen die sein Handeln haben könnte auch nur ansatzweise nachzudenken. Aber es zog sich an manchen Stellen wirklich, wirklich richtig arg. Manche Kapitel erschienen mir absolut sinnlos und nichtssagend. Ich musste das Buch leider immer wieder ein paar Tage zur Seite legen, weil ich einfach keinen Nerv mehr hatte weiterzulesen. Auch gabs ziemlich viele Fehler, die den Lesefluss enorm gestört haben. Gegen Ende wurde es dann nochmal ein bisschen spannender, da konnte ich das Buch dann auch nicht mehr zur Seite legen. Der Schluss war auch nochmals eine große Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Die Story, die auf wahren Begebenheiten beruht, hat mir gezeigt das nichts so ist wie es scheint. Jeder zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist und nur das hört, was er hören will. Fazit: Noch nie ist es mir so schwer gefallen mich für oder gegen eine Empfehlung auszusprechen. Wer einen absolut gestörten Protagonisten kennenlernen möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Wer mit Fehlern gar nicht leben kann, der sollte es sein lassen. Auch zieht sich an manchen Stellen der Inhalt unheimlich. Von daher sollte nun jeder selbst entscheiden, ob er sich das antun möchte. Ich bin immer noch geteilter Meinung, auf der einen Seite wars eine Bereicherung, auf der anderen naja, hätte man es nicht unbedingt lesen müssen.
Obsessionen und Missverständnisse
von eurydome - 25.04.2018
Inhalt und meine Meinung: Der Schriftsteller Andreas Landwehr begeht Selbstmord, nun soll sein Jugendfreud Michael Nast sein unvollendetes Manuskript vervollständigen und schließlich veröffentlichen. Ein ehrgeiziges Ansinnen, Nast ist sofort von Landwehrs unglaublichen Schilderungen fasziniert und beginnt die Geschehnisse zu recherchieren, um daraus ein Buch zu kreieren. Es hat bei mir einige Zeit gedauert, bis ich mich in die Handlung einfinden konnte, doch je weiter ich mit dem Lesen vorankam, desto mehr hat mich dann die Handlung gefesselt. Der Roman wirft einen Blick auf unsere heutige Gesellschaft, wo der Schein mehr als das Sein zählt. Wer bekommt die meisten Likes, wer inszeniert und präsentiert sich im Netz am eindrucksvollsten. Alles nur Fassade, das ganze Leben nur noch oberflächlich, ohne Tiefgang, Hauptsache die Außenwirkung stimmt und kommt gut an. Was ist im Leben wirklich wichtig, findet sich hierauf ein Antwort? Das Buch hat zwar seine Längen, aber wer sich auf diesen Roman einlässt, dem empfehle ich auch ganz klar bis zum Schluss dranzubleiben. Auch ich wollte schon vorher aufgeben, bin aber im Nachhinein froh darüber es nicht getan zu haben. Das Buch wirklich zu beschreiben fällt mir aber doch recht schwer, die Handlung wechselt über Schwermut zur Leichtigkeit und teilweise sind manche Ereignisse auch recht witzig beschrieben. Es gibt oftmals Zitate aus Literatur und Film und manchmal plätschert die Handlung auch nur so dahin. Also eigentlich ein bisschen von allem. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung kann ich leider nicht geben, denn die liegt bei diesem Roman meiner Meinung nach im jeweiligen Auge des Betrachters. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er von diesem Buch hält.
Egoland
von gst - 03.05.2018
"Er war ein Blender, dachte er und irgendwann würden sie ihn enttarnen, zumindest hatte er das einmal angenommen, aber irgendwann hatte er auch verstanden, dass niemand Interesse daran hatte, ihn zu enttarnen. Sie wollten sich täuschen lassen. Sie wollten Oberflächlichkeiten, etwas Glattes und Einfaches, das niemand vor Rätsel stellt." (Seite 112) Michael Nast hat in seinem ersten Roman laut eigenen Angaben tatsächlich stattgefundene Ereignisse festgehalten. Er schreibt über einen Schriftstellerkollegen, mit dem er einmal befreundet war. Dass der sich das Leben genommen hat, erfährt der Leser schon im Prolog. Als Erbe bekam Michael Nast die Aufzeichnungen über das letzte Lebensjahr des Mannes, den er schon aus seiner Jugend kannte. Daraus wurde dieser Roman, in dem er die Ursachen des Suizides aufdeckt. Eigentlich ein Thema, das Interesse erweckt. Aber leider sind die ersten 200 Seiten so ausführlich beschrieben, dass mir beim Lesen ständig die Augen zufielen. Hier wird die Berliner Schickimicki-Szene beschrieben: wie gesoffen und palavert wird, und die Menschen kreuz und quer miteinander schlafen. Schade, dass Berlin nur für diejenigen lebendig wird, denen Stadtteile und Straßen- oder Kneipennamen geläufig sind. Die erhoffte Atmosphäre blitzt nur selten auf. Wichtiger sind dem Autor nichtssagende Gespräche: "Die Gespräche, die er in den letzten zwanzig Minuten geführt hatte, waren ineinander verschlungene Monologe, die sich nicht berührten" (Seite 119) Es dauert weit über 200 Seiten, ehe die Schamlosigkeit des Toten so richtig zum Tragen kommt. Wenn er sich überlegt "Manchmal hat man nur die Chance auf eine glückliche Beziehung , indem man eine andere zerstört" (Seite 271), entsteht sogar so etwas wie Spannung. Da langweilen plötzlich die vielen Whatsup-Nachrichten weniger, ganz im Gegenteil wird die Abhängigkeit von der Technik und die damit entstehende Lebensferne deutlich. War ich zu Beginn des Buches noch der Meinung, dass es - auch wegen der unendlich vielen Druckfehler - höchstens zwei Sterne wert ist, wurden es schließlich doch drei. Ich denke, dass mit einem ordentlichen Lektorat und einigen Kürzungen aus dem Thema mehr herauszuholen gewesen wäre.
Das Negative im Menschen
von Kaffeeelse - 19.05.2018
Herr Nast möchte uns hier in diesem Buch eine Geschichte unserer Kultur/unserer Gesellschaft/unserer Zeit erzählen. Von dem Autor wird uns am Anfang vermittelt, dass diese Geschichte einen realen Hintergrund hat und nur die Namen verändert wurden. Der Autor schlittert in diese Geschichte rein, weil ein ehemaliger guter Freund und jetziger Bekannter sich das Leben genommen hat. Er geht zur Beerdigung und wird dort von den Eltern des Verstorbenen wegen einer Bitte ihrerseits eingeladen. Bei diesem Besuch wird er von Ihnen gebeten, den schriftstellerischen Nachlass ihres Sohnes zu sichten. Michael Nast erklärt sich dazu bereit und erhält Einblicke, die er vielleicht gar nicht wollte, beschließt aber gleichzeitig den Roman seines ehemaligen Freundes zu schreiben/zu beenden und auch posthum herauszubringen. Es geht in diesem Buch um den Freund selbst, um einen Schriftsteller, Andreas Landwehr, der an seinem zweiten Roman arbeitet und nicht weiterkommt, eine Art Schreibblockade hat. Erstmal wird uns der Charakter dieses Mannes beschrieben, es handelt sich um einen zutiefst egoistischen und narzisstischen Menschen. Und Herr Landwehr kommt auf die Idee sein Umfeld zu manipulieren und damit zu lenken, um daraus einen Roman zu machen. Die zu manipulierenden Menschen sind Julia und Christoph, ein vermeintlich perfektes Traumpaar, dessen Fassade bröckelt und Leonie, Psychologiestudentin, schön, intelligent, aber auch unsicher, verzweifelt an den Männern. Doch dieses Manipulieren hat schnell eine gewisse Eigendynamik .... Gleichzeitig ist dieser Roman aber auch eine Gesellschaftskritik, es werden unsere übertechnisierte Welt, unser verändertes Kommunikationsverhalten im social network via Internet und Smartphone und eine daraus resultierende Selbstentfremdung mit dem Menschlichen in uns in den Fokus gerückt. Dieses Grundkonstrukt klingt eigentlich nach einer mich sehr interessierenden Geschichte. Aber ich hatte die meiste Zeit Probleme beim Lesen, ich kam nicht in die Geschichte und der Funke/das Feuer sprangen nicht auf mich über. Es plätscherte nur so vor sich hin. Die Geschichte und auch die Charaktere blieben für mich die meiste Zeit recht blutleer. Ich weiß auch nicht wirklich was mir der Autor/die Geschichte sagen will. Egoistische Menschen sind meiner Meinung nach keine Erfindung der heutigen Zeit, kommen auch nicht in der heutigen Zeit gehäuft vor, die gab es schon immer und in jeder Kultur, eine gesunde Form von Egoismus soll ja auch sehr hilfreich sein. Dieses Egoland hat für mich also nicht so diese besondere Verbindung zu den Millenials , sondern generell zum Menschen. Es ist halt nur die Frage, was wir alle daraus machen und in wie weit wir das Egozentrische bei uns selbst in den Mittelpunkt stellen. Aber es gibt in diesem Buch immer wieder auch interessante Gedanken oder Ansätze, die einen zum Nachdenken anregen. Und auf den letzten rund hundert Seiten gewinnt das Buch dann doch noch etwas Fahrt und verliert etwas die Blutleere. Sie wollten sich täuschen lassen. Sie wollten Oberflächlichkeiten, etwas Glattes und Einfaches, das niemanden vor Rätzel stellte. Es gibt keine objektive Wahrheit, nur eine Wahrheit der Perspektive. Für mich erschwerend zu der fast insgesamt blutleeren Geschichte kam noch ein nicht funktionierendes Lektorat hinzu. Die Geschichte strotzt nur so von Fehlern in der Orthographie und der Diktion. Und das geht gar nicht. Und das in einem Buch mit einer Gesellschaftskritik über verändertes Kommunikationsverhalten. Obwohl ich letztendlich nicht mehr ganz sicher bin, ob das nicht eventuell auch gewollt war. (S.424) Trotzdem wegen mangelhaftem Lektorat ein Punkt Abzug, dieses Buch ist eigentlich ein Drei Punkte Buch.
Schöne neue Welt des Konsums und den Zeiten in denen alles möglich ist.
von Sandra Schmitt - 21.05.2018
Zum Inhalt: Ein Selbstmord, ein an einen Freund weitergegebenes Manuskript. Aus diesem stellt sich heraus, dass das Manuskript reale Beschreibungen enthält. Diese machen sprachlos, denn hierin spiegelt sich unsere Konsumgesellschaft, die alles möglich macht und die Grenzen zwischen Moral und Möglickeiten verschwinden lässt. Meine Meinung: Das Buch hat mich zu Beginn direkt in die Geschichte hineingezogen. Der Schreibstil führte mich mitten in die Geschichte und in die Gefühlswelt der Romanfigur. Man lern diese nach und nach immer besser kommen und weitere Figuren kommen zur Geschichte hinzu. Die Geschichte spielt in Berlin und sie spiegelt für mich den Geist der heutigen Gesellschaft gut wieder. Ich fand den Schreibstil gut lesbar, anschaulich und detailliert. Die Figuren bleiben alles in allem recht oberflächlich, was aber für mich zu der Geschichte und dem Inhalt dieser gut passt. Dies alles spiegelt für mich die Scheinwelt, die hier geschildert wird. Natürlich überspitzt dieses Buch, nicht alles ist schlecht in der heutigen Gesellschaft. Aber aufrütteln geht nur indem man polarisiert. Ich glaube dies trifft das Buch ziemlich gut. Mich hat das Buch ziemlich nachdenklich zurück gelassen. Denn das Spiegelbild, welches das Buch zeigt, offenbart eine Welt, bei der ich mir nicht sicher bin, ob ich darin leben möchte. Fazit: Schöne neue Welt des Konsums und den Zeiten in denen alles möglich ist.
Schwere Kost, leicht serviert
von Emmmbeee - 20.04.2018
In [*]Egoland geht es um einen Text, der durch den Selbstmord des Verfassers Andreas Landwehr jäh abgebrochen und nun durch seinen Freund (und Konkurrenz-Autor) Michael Nast zu Ende gebracht und veröffentlicht werden soll. Nicht nur den Leser, sondern auch Nast beschleichen zwiespältige, unbehagliche Gefühle. Denn was sich da vor ihm auftut, ist ein hinterhältiges Spiel Landwehrs, dessen Regie nacheinander mehrere Personen zum Opfer fallen. Er hat Julia, Christoph und Leonie manipuliert, ihre Schwachstellen erspürt, Intrigen gesponnen und in ihr Leben eingegriffen, um sie danach als Material für seinen Roman zu benutzen. Doch nicht einmal Landwehr selbst entkommt seinem teuflischen Schalthebel und endet tragisch durch eigene Hand. Was dann ja dazu führt, dass Michael Nast den Text zu Ende bringen muss. Gleich vorne auf Seite 4 empfängt den Leser eine Wahrheitserklärung, frei nach einer Aussage der Coen-Brüder, als erste leise Vorahnung dieser bestimmten Art von Geschichte. Ich habe mich am Ende des Werks aber trotzdem gefragt, ob nicht doch die Fiktion überwiegt. Was kann real sein, was ist einfach übersteigert, was ist ein digitaler Eindruck? Andrerseits heisst es in der Vorbemerkung, dass Nast sich mit allen Hauptpersonen getroffen hat, um den Missverständnissen auf den Grund zu gehen. Also doch viel Realität? Eine weitere Frage stellt sich mir: Was von all dem könnte weggelassen werden? Denn eigentlich bräuchte es für den Roman nur die einfache Story und nicht den Umweg über eine doppelte Autorenschaft. In meinen Augen ist das Werk also etwas überladen, ein schlankerer Umfang hätte ihm gutgetan. Was den Lesefluss manchmal erschwert, sind einige zähe Passagen und lange Absätze. Doch ist der Schreibstil locker, farbig, lebendig. [*]Egoland lässt uns einen tiefen Blick in unsere eigenen Obsessionen werfen, unsere vielleicht noch unbewussten Sehnsüchte nach Neuem. Doch der Epilog bietet mit dem letzten Satz einen Hoffnungsschimmer aus dem tristen Berlin heraus in die nächste Zukunft: Alles leuchtet. Wenigstens für einen kurzen, wundervollen Augenblick.
[*]Gesellschaftskritik
von N.W. - 16.05.2018
Der erste Roman vom Autor des Bestsellers Generation Beziehungsunfähig . Michael Nast schafft mit seinem neuen Werk [*]Egoland einen Roman der zum Nachdenken anregt und unter die Haut geht. Eine Gesellschaft in der sich jeder einredet Alles ist gut. , um der Realität und den eigenen Gefühlen zu entkommen. Eine Welt in der die Likes mehr zählen als die direkte Kommunikation miteinander. Eine Kritik an der auf die Fassade getrimmten Gesellschaft, hinter der es doch gewaltig bröckelt. Und trotzdem bleibt am Ende der Erzählung ein Funken Hoffnung denn Alles leuchtet. Wenigstens für einen kurzen, wundervollen Augenblick. (Zitat: S.431) Ein Roman der den Leser bewegt und zum Nachdenken und Innehalten bewegt. Ein gelungenes Werk dem hin und wieder ein paar Lichtblicke fehlen. https://www.vorablesen.de/buecher/egoland/rezensionen/gesellschaftskritik-3
Anders als erwartet...
von Sabine F. - 24.04.2018
[*]Egoland ist der erste Roman von Michael Nast. Nast schreibt über die Probleme der Modernen Zeit. Er geht an dieses Thema sehr Kritisch heran und versucht den Lesern seine Sichtweise zu vermitteln. Nach dem Selbstmord eines alten Freund und vor allem Konkurrenten in der Schriftsteller Branche, kommen die Eltern des verstorbenen auf Nast zu und bitten diesen den letzten Roman ihres Sohnes fertigzustellen. Nast nimmt sich dieser Aufgabe an, doch da wusste er noch nicht was ihn erwarten würde. Als er die Aufzeichnungen des alten Kollegen findet ist er zunächst geschockt. Landwehr hat seine Umgebung ausgehört um darauf die perfekten Romanfiguren zu gestallten. Er hat sogar seine besten Freunde bei Gesprächen aufgenommen um das gesagte nachher noch einmal analysieren zu können. Landwehr war ein Meister darin, sein Umfeld zu Manipuliert und dies zu seinem Vorteil zu nutzen. Nast verfängt sich selbst in diese Geschichte und er wird in einen Bann gezogen. Er selbst möchte wissen wie es den Romanfiguren im realen Leben ergeht. Er trifft sich mit den einzelnen Protagonisten und vollendet das Buch [*]Egoland. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Charaktere hatten keinerlei Reiz an sich. Auch wirke das Buch zu überladen. Es wurde viel drum rum erzählt, was es meiner Meinung nach nur unnötig in die Länge zieht. Es könnte an viele Stellen gekürzt werden und sich auf das wesentliche Konzentriert werden. Ich kam nur sehr schleppend mit dem lesen voran und hatte zwischendurch gar keine Lust mehr. Leider gibt es für dieses Buch keine Empfehlung von mir.
[*]egoland
von Miss.mesmerized - 12.04.2018
Ein Bekannter hat sich das Leben genommen. Eigentlich hatten sie schon lange keinen Kontakt mehr, aber er hat Michael Nast das Manuskript seines Romans mit der Bitte, dieses zu veröffentlichen, hinterlassen. Je tiefer Nast in die Geschichte eindringt, desto unbehaglicher wird ihm. Das, was da vor ihm liegt, ist nicht nur Fiktion, es ist die Dokumentation eines gemeinen Plans, der immer mehr Opfer forderte, zuletzt das des Schöpfers. Aus dem Spiel mit flüchtigen Bekannten hat Andreas Landwehr ein reales Szenario gemacht, hat sich selbst zum Autor und Regisseur aufgeschwungen und die Menschen wie Spielfiguren bewegt. Immer mehr hat es ihn fasziniert, wie sie ihm gehorchten, wie einfach sie zu manipulieren waren und ihm Glauben geschenkt haben. Doch plötzlich läuft sein Spiel nicht mehr wie vorgesehen, die Figuren agieren plötzlich anders, als er es geplant hat, und das Ganze nimmt einen verhängnisvollen Verlauf. Michael Nast versucht in seinem Roman gleich mehrere Grenzen zu überschreiten. Nicht nur die Buch-im-Buch-Geschichte, die den Autor zum Erzähler macht und eine quasi Realität des Textes suggeriert, sondern auch die Verwischung zwischen realer und online Welt, zwischen echtem Sein und medial dargestelltem Ich wird thematisiert. Wer sind wir wirklich? Der Mensch in Fleisch und Blut oder das online Profil mit den ansprechenden Umgebungen und sympathischen Posen? Für mich hätte es den etwas zu sehr künstlich wirkenden Rahmen mit dem Manuskript des angeblichen Freundes, der nun verstorben ist, nicht gebraucht. Die Story selbst hat genügend Potenzial, als dass man ihr den Anschein von Realität künstlich hätte konstruieren müssen. Nimmt man nur diese Handlung - der Cameo des Autors wäre ihm ja gegönnt gewesen - hat diese durchaus einige interessante Facetten. Andreas` Manipulationen setzen an den Schwachstellen seiner Co-Figuren an. Er braucht sich noch nicht einmal besonders viel Mühe zu geben, um sie leicht zu lenken, mit ein wenig Zeit kann er dank ihrer online Profile und dem, was sie ihm zusätzlich beichten, genau die Schalter drücken, die sie zum Agieren in seinem Sinne veranlassen. Die Grundhaltung der unbestimmten Unzufriedenheit mit Beziehung, Job und Leben im Allgemeinen und dem Eindruck, dass andere immer mehr und tollere Sachen erleben als man selbst, ist ja inzwischen so verbreitet, dass man keinerlei Schwierigkeiten hat, sich vorzustellen, dass die Ereignisse tatsächlich so hätten stattfinden können. Ebenso die Tatsache, wie schnell sich ein recht vollständiges Bild eines Menschen über seine Bewegungen im Internet erstellen lässt. Dadurch, dass der Verlauf sich langsam zuspitzt und man ja letztlich weiß, wie es endet, entsteht auch eine gewisse Spannung, da man gebannt auf den großen Knall wartet. Auch hier die kurze Nebenhandlung des Berliner U-Bahn-Treters - ein wenig zu viel gewollt und zu dick aufgetragen für meinen Geschmack. Alles in allem aber eine durchaus lesenswerte Geschichte, die vor allem durch die recht authentisch wirkenden Figuren überzeugt. Ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, aber sieht man darüber hinweg, gute Unterhaltung.
Unheimlich gut
von BigZ - 14.05.2018
Da sind sie, die Protagonisten dieser hochmanipulierten und manipulierenden Geschichte. Julia und Christoph, das perfekte Paar und so kaputt hinter der Fassade; Leonie, die an nichts mehr glaubt, am wenigsten an die Männer und Andreas, der Schriftsteller, der seine Verzweiflung mit Sex betäubt und für seinen neuen Roman ganz besondere Pläne hat. Sein Manuskript über sich und eben diese anderen Menschen geht nach seinem Tod an seinen ehemaligen Freund, der, als Erzähler in dieser Geschichte, versucht, daraus ein Buch zu schaffen und uns Leser dazu zu zwingen, mit einzutauchen, in diese harte fast schon ekelerregende Realität des eigenen Seins, der erschaffenen Social Media Welt unserer Tage, in der wir herumzappen, auf der Jagd nach Links, nach medialer Anerkennung und dem gehetzten Versuch, uns herauszuheben, der Erste unter Ersten zu sein. Ist diese Geschichte tatsächlich eine Geschichte oder Wirklichkeit, reale Dokumentation einer von der Fassade krampfhaft aufrecht gehaltenen Welt. Und wir, die Leser, drehen uns gequält zur Seite, weg von dem Spiegel, der uns hier kunstvoll vorgehalten wird und uns unsere eigene Haltlosigkeit im Raum vor Augen führt. Irgendwie kann man die Dinge hier nicht wirklich greifen und trotzdem oder gerade deshalb ist es, wenn man sich quasi selbst dazu zwingen lässt und dazu bereit ist, ein mittendrin in diesem Allen und Nichts. Dies ist keine Unterhaltungsliteratur im üblichen Sinne. Das Buch wirkt lange nach und bietet ein tiefes Eintauchen in die Fundamente der eigenen Lebenswelt. Sehr schwere Kost, aber absolut lesenswert.
nicht mein Ding
von Brillenschlange - 23.04.2018
Das ist mein 1. Buch von Michael Nast. Das Cover ist passend zum Titel des Buches gewählt, es gefällt mir aber nicht so gut. Die Geschichte handelt von Michael Nast, der seinen Freund durch Selbstmord verloren hat. Er erhält ein Manuskript von ihm und er hat das Gefühl, das die Dinge, die dort beschrieben sind tatsächlich passiert sind. mit dieser Erkenntnis macht er sich auf Spurensuche und entdeckt etwas unglaubliches. Der Roman ist ein Spiegel der Gesellschaft. Die Veränderungen werden sehr deutlich aufgezeigt und machten mich nachdenklich. Kommunikation findet fast ausschließlich via Facebook, Twitter oder WhatsApp statt und bestimmen und lenken vieles. Leider hat mich der Roman nicht mitgenommen. Der Einstieg fiel mir sehr schwer, obwohl ich die Thematik sehr interessant finde. Ich verlor immer wieder den roten Faden. Die Protagonisten Julia, Leonie, Christoph und Michael konnte ich mir nur schwer vorstellen. Leider machte es mir keinen Spaß das Buch zu lesen. Schade!!! Ich hatte mir mehr davon versprochen.
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