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Deutschland verdummt

Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut.
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Bildung in Deutschland: eine Katastrophe. Kinder und Gesellschaft nehmen Schaden! Michael Winterhoff redet Klartext, zeigt anhand vieler Beispiele aus seiner langjährigen Praxis als Kinder- und Jugendpsychiater, aber auch aus zahlreichen Rückmeldunge … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Deutschland verdummt
Autor/en: Michael Winterhoff

ISBN: 3579014684
EAN: 9783579014685
Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut.
Guetersloher Verlagshaus

27. Mai 2019 - gebunden - 221 Seiten

Beschreibung

Bildung in Deutschland: eine Katastrophe. Kinder und Gesellschaft nehmen Schaden! Michael Winterhoff redet Klartext, zeigt anhand vieler Beispiele aus seiner langjährigen Praxis als Kinder- und Jugendpsychiater, aber auch aus zahlreichen Rückmeldungen zu seinen Büchern und Vorträgen, was heute in Kitas und Schulen falsch läuft - so falsch, dass in seinen Augen die Zukunft unserer Gesellschaft gefährdet ist. Leidtragende sind für ihn die Kinder, die man quasi sich selbst überlässt. Winterhoff verharrt nicht bei der Bestandsaufnahme und Analyse, er zeigt konkrete Lösungen und Maßnahmen auf und fordert u.a. eine groß angelegte Bildungsoffensive: Weg von Kompetenzorientierung und den unfreiwillig zu Lernbegleitern degradierten Lehrern, hin zu echter Bildung und Pädagogen, die den Kindern wieder ein Gegenüber sein dürfen. Denn nur die Orientierung an Bezugspersonen ermöglicht die Entwicklung von emotionaler und sozialer Psyche.


Die aktuelle Bildungskatastrophe: Michael Winterhoff redet Klartext
Konkrete Lösungsvorschläge und Wege aus der Misere
Erschütternde Insiderberichte aus Kita und Schule
Der aufrüttelnde Appell des renommierten Kinder- und Jugendpsychiaters


Portrait

Dr. Michael Winterhoff, geboren 1955, Dr. med., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie in Bonn. In seinen bisherigen sehr erfolgreichen Büchern analysiert er gesellschaftliche Entwicklungen mit Schwerpunkt auf den gravierenden Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Reifeentwicklung junger Menschen und bietet Wege aus diesen Beziehungsstörungen an. Winterhoff lebt und arbeitet in Bonn.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 22.06.2019

Selbst ist das Erlebnis

Die Vorstellung, Kinder seien Partner der Eltern und Lehrer, ist fatal: Der Psychiater Michael Winterhoff warnt vor einer Schule, die nicht erzieht. Eine weitere Bildungsapokalypse - oder steckt mehr dahinter?

Wer noch Zweifel hatte, kann sich nach der Lektüre dieses Buches sicher sein: Deutschland verdummt. Das kündigt Michael Winterhoff schon im Titel an, und der verspricht, was er hält. Der Autor, bekannt geworden durch sein Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" (2009), ist Kinder- und Jugendpsychiater in Bonn und beschreibt schonungslos, wie es um das Bildungssystem und die Erziehung in der Gesellschaft bestellt ist.

Noch so ein Abgesang, mag man denken, der der Bildungsapokalypsen überdrüssig ist: Erst schafft sich Deutschland ab, dann verdummt es, während die Jugend seit Menschengedenken sowieso immer schlimmer wird, und am Ende bleibt uns nur noch, aufrecht unterzugehen. Doch Winterhoffs Analyse erschöpft sich nicht in reiner Untergangssemantik. Der teils plakative, reißerische Stil seines Textes hätte nicht notgetan, um auf die prekäre Lage von Kindergärten und Schulen aufmerksam zu machen.

Da sind die Eltern, die verlernt haben, ihren Kindern das richtige Maß an Zuwendung zu geben. Und das bedeutet auch, Grenzen zu ziehen und zwischen sich und den Kindern zu unterscheiden. Winterhoff beobachtet, dass die Erwachsenen oft projizierten, in eine "Beziehungsstörung der Symbiose" verfielen und die Kinder wie ein eigenes Körperteil, einen dritten Arm wahrnähmen. Alle Wünsche, die der Erwachsene dem Kind zuordne, glaube er umgehend erfüllen zu müssen: "Damit hebt er das Kind nicht nur auf Augenhöhe (was an sich schon schädlich genug ist), sondern ordnet sich dem Kind unter." Die Folge: Kinder und Jugendliche verharrten in ihrer psychologischen Entwicklung auf dem Niveau von Kleinkindern.

Wie aber funktioniert gute Erziehung? Wenn man den Kindern alles erklärt, werden sie es schon verstehen und sich entsprechend verhalten - ein verbreiteter Irrglaube, stellt Winterhoff klar, denn entscheidend sei, eine orientierende Beziehung zu dem Kind aufzubauen, in der Schule wie im Elternhaus. Für einen Pädagogen bedeute das, nicht ständig Konsequenzen anzukündigen, sondern die Schüler erleben zu lassen, wenn sie etwas gut oder schlecht machen.

Dass die Realität meist anders aussieht, weiß jeder, der heutzutage eine Schule von innen gesehen hat. Die Lehrer müssen den Rahmenvorgaben der Bildungspolitik entsprechen, die "Kompetenzen" an die Stelle von Begreifen und Wissen setzt, einem durch die freie Wirtschaft forcierten "Mess- und Optimierungswahn" unterliegt und das Niveau sukzessive herunterschraubt, weil über den bildungspolitischen Erfolg nicht die Qualität, sondern die Quantität der Abschlüsse bestimmt. Selbst wenn die Lehrer geneigt sind, nicht jede didaktische Mode mitzumachen, die zunehmend auf Kosten des Inhalts, der Leistungen und des Anspruchs geht, finden sie immer schlechtere Bedingungen vor, um eine vernünftige Pädagogik umzusetzen.

"Schülerzentrierter Unterricht" lautet die Devise, die noch immer als Innovation schlechthin verkauft wird, obwohl der damit verbundene Verzicht auf Anleitung und die Verteufelung des Frontalunterrichts seit mehr als zwei Jahrzehnten praktiziert wird - mit verheerenden Folgen, wie Winterhoff betont: In der fatalen Vorstellung, Kinder seien Partner der Lehrer und Eltern und brauchten den Erwachsenen nur im Hintergrund, würden die Kinder eben nicht ein von Autorität und Repression befreites selbständiges Leben führen, sondern vor allem alleingelassen.

Offener Unterricht sei das Schlimmste, was Kindern passieren könne. Sie kämen nicht über das Stadium hinaus, in dem sie, wie als Kleinkinder, dem Irrglauben erlägen, sie könnten alles selbst. Davon blieben die Schüler auch deshalb überzeugt, weil die Erwachsenen sie davor bewahrten, gegenteilige Erfahrungen zu machen. Sobald die Kinder sich anstrengen und sie etwas überfordern könnte, schritten die Erwachsenen ein. Dass sie in den Kindern damit langfristig eine viel größere Überforderung auslösten, komme im Horizont solcher Eltern und Lehrer nicht vor: "Mit dem Argument, man müsse Kindern Mühe und Umwege ersparen, könnte man sie auch gleich von der Mühe entbinden, morgens aufzustehen."

Aussicht auf Besserung gibt es kaum, denn von den bildungspolitischen Verfehlungen sind nicht nur Schüler betroffen, sondern auch die nachwachsenden Lehrergenerationen. Sie sind selbst in einem Bildungssystem sozialisiert worden, das Kinder und ihre Leistungen vernachlässigt. Winterhoff bemüht sich trotzdem um Reformvorschläge, die allerdings unter den gegebenen Umständen nicht sehr realistisch sind. So wünscht er sich zum Beispiel kleinere Klassen - wer wollte das nicht? In Berlin etwa kann man schon froh sein, wenn es genug Schulgebäude gibt, die nicht sanierungsbedürftig sind und den wachsenden Zahlen an angemeldeten Schülern überhaupt Platz bieten.

Mehr als wünschenswert, aber fern jeder Realität ist schließlich seine Forderung, Kindergärten und Grundschulen von jeglicher Digitalisierung freizuhalten. Im "Digitalisierungswahn" sieht Winterhoff eines der größten Übel für das Bildungs- und Erziehungssystem. Die Smartphones seien enorme Störquellen, die Eltern von ihren Kindern und Kinder von ihrer Aufmerksamkeit ablenkten. "Kaum jemand ruht noch in sich", schreibt der Psychiater Winterhoff.

Einen Ausweg aus der Verdummung, ist aus diesen beunruhigenden Analysen zu schließen, kann es somit nur geben, wenn die Digitalisierung gestoppt und eine radikal veränderte Bildungspolitik aus der Taufe gehoben wird. Manch einer wird geneigt sein, lieber gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Richtig daran ist: Sobald es um Bildung geht, ist die Litanei von ihrem bevorstehenden Untergang nah - und ihre Rettung wird immer unwahrscheinlicher. Trotzdem sind Weckrufe wie jener von Michael Winterhoff unabdingbar. Denn solange die Katastrophe nicht abgewendet ist, wäre es fatal, sie nicht mehr abzubilden.

HANNAH BETHKE.

Michael Winterhoff: "Deutschland verdummt". Wie das Bildungssystem die Zukunft unserer Kinder verbaut.

Gütersloher Verlagshaus, München 2019. 224 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Auf die Barrikaden!
von nil_liest - 05.08.2019
Wie kann es sein, dass in einem so reichen und demokratischen Land wie es Deutschland der Bildungszustand unserer Kinder und Jugendlichen stätig schlechter wird? Das Sachbuch "Deutschland verdummt" von Michael Winterhoff stellt auf knappen 200 Seiten in einfacher Sprache die momentane Situation dar und welche Fehlentwicklungen in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben. Da Michael Winterhoff Kinder- und Jugendpsychater ist, hat er durch seine tägliche Arbeit einen etwas anderen Blickwinkel auf die Schüler und stellt die unentwickelte Psyche vieler Kinder in den Fokus und die dadurch entstehende Unfähigkeit sich zu einem selbstbestimmten Erwachsenen zu entwickeln. Daraus entwickelte sich eine Abwärtsspirale. Denn anstatt die Kinder in ihrer psychischen Entwicklung durch echte Lehrer- bzw. Erzieherbindungen noch zu entwickeln werden sie durch offene Konzepte eher alleine gelassen. Schüler vermissen die Beziehung, Aussagen haben keinen Affekt und die Kinder sind letztendlich orientierungslos. Michael Winterhoff gibt uns einen Einblick in die Bildungspolitik und dem täglichen Arbeiten in den Schulen. Zeigt zugleich aber auch Lösungsansätze auf wie man der Entwicklung entgegenwirken könnte. Gut strukturierte Kapitel beleuchten einzelne Aspekte aufgelockerte mit ehrlichen Interviews. Mich hat besonders die aktuelle Bildungspolitik sprachlos gemacht. Er deckt widersprüchliche Anforderungen und Vorgaben auf. Er prangert an, dass die Bildung in Deutschland ideologischen Ideen folgt und nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zielgruppe? Alle! Eltern, Lehrer, Erzieher, Politiker. Alle, die auch weiterhin an einer funktionierenden Gesellschaft in Deutschland interessiert sind. Fazit: Mein elterliches Bauchgefühl wurde mit diesem Buch bestätigt. Ich werde mich wo es mir möglich ist einbringen und mich nicht abspeisen lassen. Es geht um die Zukunft aller Kinder in diesem Land, die uns ALLEN eine Weiterentwicklung ermöglicht. Leistung muss wieder ein positiver Begriff werden und keine Last.
Mein Eindruck
von Horst Schmidberger - 30.07.2019
Für mich ist der Bestseller von Michael Winterhoff, der vom Gütersloher Verlag veröffentlicht wurde, eine wahrhafte Darstellung über unser Bildungssystem. Wenn wir wirklich nicht wollen das unsere Kinder zu Tyrannen werden, dann sollten Eltern, Erzieher, Lehrer, Politiker usw. dieses Buch richtig studieren. Unser Staat unterstützt eine Bildungspolitik, in der die Abschaffung der Kindheit nicht mehr zu übersehen ist. Kinder fühlen sich allein gelassen wie viele Umfragen und Studien bestätigen. Aus diesem Grund stellte sich Dr. Michael Winterhoff, der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie diesem seit langem wichtigen Thema und schrieb ein weiteres Buch mit dem Titel "Deutschland Verdummt". Er wertet darin die gesellschaftlichen Entwicklungen aus und warnt vor dem großen zukünftigen Problem, dass uns noch bevorsteht. Die Folgen von veränderten Eltern-Kind-Beziehungen häufen sich stetig, Diese missliche Lage beleuchtet Herrn Winterhoff anhand seiner langjährigen Praxiserfahrung und in seinen Therapien. Selbst Lehrern, denen teilweise ein Gedankengut von Idealisten und Bildungspolitikern übergestülpt wird, sehen sich ratlos. Seit ca 20 Jahren wird am Bildungssystem herumgebastelt und das Funktionierende über Bord geworfen. Mit dem Ergebnis dass keiner mehr Verantwortung übernehmen will und jeder sich selbst überlassen bleibt. Kinder brauchen ein klares, erwachsenes Gegenüber damit die Entwicklung der kindlichen Psyche gefühlsmäßig und kontaktfreudig Einschlag nehmen kann. Im Elternhaus, in den Kindergärten und in den Schulen läuft so ziemlich alles falsch, was die Orientierung, Bindung und Beziehung zu unseren Kindern angeht. Es muss eine Umkehr statt finden damit Heranwachsende nicht auf dem Entwicklungsstand von Kleinkindern bleiben. Bildung in Deutschland ist zu einer absoluten Katastrophe geworden. Der politische Wille fehlt etwas zu verändern in diesem schon länger zwangsverordneten Unterricht. Über Generationen haben angewandte Lernmethoden funktioniert und hatte Deutschland zu dem gemacht was es einmal war. Unsere heute sich selbsternannten Experten verbreiten einen Unsinn, dass Schüler grottenschlechte Leistungen fabrizieren und per tu will man an diesem miserablen Konzept festhalten. Fast 2 Jahrzehnte werden in der Politik Laien ins Amt gehoben ohne jegliche Praxiserfahrung und ohne das die Wirksamkeit dieser Methoden je geprüft wurden. Allein gelassen im Klassenzimmer, krank gemacht und betrogen um die Zukunft darüber berichten Lehrer mit vielen Berufsjahren in Wechselgesprächen mit dem Autor. Man Schraubt an Symptomen herum, Kinder werden immer auffälliger und niemand hält sie mehr an. Die notwendige Zuwendung und Anleitung ist der aufrüttelnde Appell des geschätzten Kinder- und Jugendpsychiaters, der natürlich auch konkrete Lösungsvorschläge bringt und mit Argumenten und Tatsachen die ablaufen nicht hinter dem Berg hält. Kinder waren früher nun mal aufnahmefähiger und leistungsstärker und da müssen wir wieder hin, um nicht die Marionetten von Lobbyisten und Politikern zu werden. Ein Buch das absolut meine Empfehlung erhält.
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