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Davor und Danach

Überleben ist nicht genug. Originaltitel: The Survival Game. Empfohlen ab 14 Jahre.
Buch (kartoniert)
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Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Re … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Davor und Danach
Autor/en: Nicky Singer

ISBN: 3791501003
EAN: 9783791501000
Überleben ist nicht genug.
Originaltitel: The Survival Game.
Empfohlen ab 14 Jahre.
Illustriert von Frauke Schneider
Übersetzt von Birgit Salzmann
Dressler Cecilie

21. Januar 2019 - kartoniert - 384 Seiten

Beschreibung

Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren?
Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller. Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen.
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Martina L.
von Martina L. - Hugendubel Buchhandlung Cottbus Mauerstraße - 25.03.2019
Einer der eindringlichsten Jugendromane 2019 - schon jetzt! 50 Jahre in der Zukunft, der Klimawandel macht Leben auf der Südhalbkugel unmöglich. Flüchtlingsströme ziehen gen Norden. Unter ihnen auch die 14-jährige Schottin Mhairi. Ihre Erlebnisse und Gefühle hallen lange nach.
Bewertungen unserer Kunden
Emotional, mitreißend und unfassbar traurig
von Selection Books - 31.05.2019
"Davor und Danach - Überleben ist nicht genug ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Nicky Singer. Das Buch war mir dank des wundervollen und außergewöhnlichen Covers aufgefallen. Ein Buch ohne Titel auf dem Cover sieht man selten. Die von Nicky Singer geschaffene Dystopie ist düster, sehr emotional und mitreißend. Mhairi ist gerade mal vierzehn Jahre alt und muss jeden Tag um ihr Leben fürchten. Wasser soll es nur noch im Norden geben und Mhairi muss es unbedingt bis dorthin schaffen. Ihre Chancen stehen gut, da sie gültige Papiere hat und im Norden geboren ist. Während ihrer gefährlichen Reise nach Norden trifft sie auf einen kleinen Jungen, der ohne Hilfe sterben würde. Doch im Gegensatz zu Mhairi besitzt er keine Papiere und ist somit ein Illegaler. Mhairi muss sich entscheiden - lässt sie den Jungen sterben oder setzt sie ihr eigenes Leben aufs Spiel, um ihn zu retten? Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils sehr leicht gefallen. Schon nach ein paar Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nicky Singer schreibt unglaublich emotional. Man kann einfach nicht anders, als mit Mhairi und dem kleinen Jungen mitzufühlen. Das Leben in einer Welt ohne Wasser ist hart, die meisten Menschen kämpfen um das nackte Überleben. Gewalt, Verbrechen und schlimmere Dinge sind alltäglich geworden. Vertrauen ist rar gesät, da jeder nur für sich kämpft. Mhairis Reise in den Norden gleicht einer Flucht, überall verbergen sich Gefahren. Dadurch wird der Spannungsbogen konstant gehalten. Das Ende war für mich persönlich nicht vorhersehbar und hat mich zerstört. Mit Davor und Danach - Überleben ist nicht genug hat Nicky Singer eine mitreißende Geschichte inmitten eines düsteren Zukunftsszenarios geschaffen. Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt und konnte mich begeistern, auch wenn das Ende heftig ist und mich völlig zerstört zurückgelassen hat. Von mir gibt es für diese gelungene Dystopie 4 Sterne.
Kein Jugendbuch!
von Lukas Freistedt - Buchhändler aus Erfurt - 16.05.2019
Dieses Jugendbuch kann ich überhaupt nicht empfehlen. Die Autorin beschreibt sehr realistisch und spannend, dafür gibt es von mir immerhin einen Punkt mehr. Die Geschichte ist aber von der ersten bis zur letzten Seite dermaßen düster erzählt, voller Egoismus und ohne einen Lichtblick, dass ich mich frage, wie ein jugendlicher Leser nach dem Lesen der Geschichte nicht in Depressionen verfallen soll. Hier wird nur auf Ängste und Gewalt gesetzt, ich finde da gibt es bessere Schreibstile, um eine spannende Geschichte zu erzählen!
Den Nagel auf den Kopf getroffen
von Julia Lindner - 18.04.2019
Mit den Themen Überbevölkerung, Klimawandel und Flüchtlinge beschäftigen sich in letzter Zeit ziemlich viele Autoren. Nicht umsonst natürlich, sind diese Probleme doch brandaktuell und müssen jetzt von uns besprochen und gelöst werden, bevor es zu spät ist. Wohin die ganze Sache nämlich führen kann, zeigt Nicky Singer auf wirklich eindrückliche, perfekt umgesetzte Art und Weise: in eine Welt, in der dank des Treibhauseffektes die Polkappen geschmolzen sind und sich die Welt in zwei ungleiche Teile gespalten hat. Der Großteil der Landfläche kämpft mit fehlendem Wasser und anddauernder Dürre, der sehr viel kleinere Bereich im kühlen Norden mit ständig wachsenden Flüchtlingsströmen, die an den geschlossenen Grenzen abgewiesen werden und trotzdem verzweifelt einen Weg ins Land suchen. Mhairi ist auf dem Rückweg aus dem Sudan zu ihrer schottischen Heimatinsel Arran. Ein 14-jähriges Mädchen allein in einer Welt, in der die Menschen keinerlei Mittleid mehr übrig haben und sich jeder selbst der nächste ist; jeder kämpft um sein eigenes Überleben ohne Rücksicht auf andere. Diese kalte Welt wird so erlebbar dargestellt, dass mich permanent eine Gänsehaut überläuft. Vor allem wie Mhairi mit ihren Gefühlen und Erinnerungen an die lange Reise umgeht, wie eine junge Frau, die eigentlich selbst noch ein Kind ist, mehr Stärke und Einfühlungsvermögen zeigt als jeder Erwachsene, verbarrikadiert hinter seinen Schutzwällen, dem sie auf ihrem Weg begegnet, zeichnet in meiner Vorstellung ein Bild von einer Welt, die ich so nie erleben möchte. Dabei fühlt sich alles so real an, dass einem klar wird: diese hier geschilderte Fiktion ist wirklich möglich! Es ist nichts, was zu surreal ist, um in nächster Zeit passieren zu können. Diese Zukunft ist unsere Zukunft, wenn wir nicht langsam mal aufwachen und etwas unternehmen. Am erschreckendsten für mich ist allerdings, dass mir die fehlende Menschlichkeit der Figuren so logisch erscheint. Ihre Handlungen werden so nachvollziehbar geschildert, dass man sich vollkommen in sie hinein versetzen kann. Fazit: Ein Buch, dass man unbedingt gelesen haben sollte; nicht weil es so gute Fiktion ist, sondern weil es eine erschreckend reale mögliche Zukunft abbildet.
Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt
von Gisel - 18.04.2019
Die 14jährige Mhairi lebt in einer Zukunft, in der sich die Länder voneinander abschotten. Sie muss ohne Eltern zu ihrer Großmutter nach Schottland fliehen, da schließt sich ihr ein kleiner Junge an. Geprägt von einem eisernen Überlebenswillen, widerstehen die beiden den Hindernissen, die sich ihrer Flucht in den Weg stellen. Es ist eine Welt voller Ablehnung und Todesgefahr für alle, die nicht dem gewünschten Muster entsprechen. Sehr emotional behandelt die Autorin Nicky Singer die Themen Überbevölkerung, Klimawandel und den Umgang mit Flüchtlingen, sie lässt Mhairi an ihrer Aufgabe wachsen. Sehr eindrücklich werden Mhairis Gefühle und ihre Überlegungen geschildert zu diesem kleinen Jungen, der so gar nicht willkommen ist wegen seiner anderen Hautfarbe. Das Buch ist aus der Sicht der Jugendlichen geschildert, so dass der Leser hautnah an Mhairi dran ist und mit ihr zusammen all die Gefahren bestehen muss, die eine so unwirtliche Welt birgt. Und so werden die Themen, die sie beschäftigen, an den Leser weitergeleitet. Es geht gar nicht anders: Wer dieses Buch liest, wird sich den Fragen stellen, die Mhairis Leben bestimmen. Diese Geschichte hat mich sehr nachdenklich hinterlassen, denn die Frage, wie weit jeder Einzelne für die Menschlichkeit gehen würde, lässt niemand kalt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter, sowohl Jugendlichen wie auch Erwachsenen, und vergebe vier von fünf Sternen.
Abgehackter Schreibstil
von Natalie - 14.04.2019
Der Klimawandel hat die Welt größtenteils in eine trockene Wüste verwandelt. Wasser ist Mangelware und die Menschen flüchten scharenweise in die nördlichen Länder, wo ein normales Leben noch möglich ist. Auch Mhairi macht sich, nur mit einem Revolver und ihren Papieren, auf den Weg in ihr Heimatland Schottland. Auf ihrem beschwerlichen Weg begegnet sie einem kleinen Jungen und jede Mengen Hindernissen. Das Thema ist wirklich sehr aktuell. Zum einem der Klimawandel und was er noch für Auswirkungen haben könnte. Zum anderen eine große Anzahl an Flüchtlingen und wie die Länder und Menschen damit umgehen. Mhairi ist ein starker Charakter, der das Buch gut trägt. Auch wenn sie nicht immer sympathisch rüber kommt oder ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehbar sind. Schreibstil ist geprägt durch kurze Sätze, was durch die kurzen Kapitel verstärkt wird. Das erschwert es etwas, eine Bindung zu den Charakteren und der Geschichte aufzubauen, da kein wirklicher Lesefluss aufkommt. Allgemein wird die Thematik sehr kurz behandelt. Man erfährt vor allem wie die Bewohner der Insel Arran mit der Situation umgehen und etwas wie die Menschen in Schottland damit umgehen, aber so einen wirklichen Überblick was Sache ist, bekommt man nicht. Es geht viel um Mhairi und ihre Reise mit dem kleinen Jungen, welchen Schwierigkeiten und Entscheidungen sie sich stellen muss. Man wartet immer darauf, dass etwas Großes passiert, aber am Ende dreht sich viel um politische Dinge und es kommt nicht recht Spannung auf. Das Buch war keine Enttäuschung, aber es war stellenweise sehr zäh zu lesen und konnte mich kaum packen.
Kraftvolle, ausdrucksstarke Geschichte die berührt
von mesu - 13.04.2019
Dieser Roman lebt von seinen Kapiteln. Kurze kraftvolle Kapitel die jedes für sich eine eigene eindrucksvolle Geschichte erzählen, deren Bedeutung sich dem Leser erst nach und nach erschließt. Mhairi lebt in einer zukünftigen Welt ohne genügend Wasser und Lebensmittel für alle Menschen. Es gibt unzählige Flüchtlinge , Soldaten, Mauern und Grenzen - und sie ist auf der Flucht nach einem Zuhause, das es so nicht mehr zu geben scheint. Auf ihrem Weg begegnet sie einem kleinen Jungen der zu ihrem Schicksal wird.... Diese Geschichte ist so besonders und berührend, beängstigend und einfach großartig geschrieben. Sie lässt niemanden kalt und gräbt sich tief in das Gedächnis des Lesers ein. Absolute Leseempfehlung!!
Mein Fazit zu Davor und Danach
von Calipa - 07.04.2019
Nicky Singer behandelt hier ein sehr aktuelles Thema was auch tatsächlich genauso geschehen könnte. Es ist also sehr vorstellbar. Mhairi ist mit ihren vierzehn Jahren sehr jung, und trotzdem verfügt sie über viel geistige Reife, die das Buch genau die richtige Authentizität verleiht. Leider konnte mich das Buch nicht durch gängig fesseln, denn ich hatte immer wieder das Gefühl das Gefühle zwar erwähnt, aber nicht umgesetzt werden. Erst ziemlich am Ende, konnte ich mit fiebern und habe gebetet und gehofft das alles gut ausgeht. Denn dort konnte ich erst wirklich die Gefahr, Spannung und Gefühle selber spüren. Das Ende hat es aber leider nur teilweise, das Ruder für mich rum gerissen, denn ich wurde mit einigen offenen Fragen zurück gelassen was mich darauf hoffen lässt das ein zweiter Teil kommt¿ Es war eine interessante Reise mit einer Protagonistin die an sich selbst wächst und an ihren Erfahrungen stärker wird. Gerne hätte ich mir mehr Spannungsaufbau gewünscht, tiefer gehende Gefühle denn ich hatte oft das Gefühl nur an der Oberfläche zu kratzen was schon in Ordnung, mir persönlich aber zu wenig ist, vor allem in Geschichten wie dieser hier.
"Überleben ist nicht genug" (Buchuntertitel).
von kvel - 26.03.2019
Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ich weiß natürlich, dass es zu viele Menschen auf unserem Planeten gibt, ich weiß, dass es auf der Erde zu heiß ist und dass viele Menschen fortziehen. Nach Norden gehen. Und ich weiß, dass der Norden das nicht schaffen kann. Aber die Sache ist die: Ich will leben! Was zählt, wenn du alles verloren hast? Mhairi hat nichts mehr, nur noch einen Revolver ohne Patronen, ihren Ausweis und ihren Instinkt. Ihr einziges Ziel ist es, am Leben zu bleiben in einer Welt, in der es nicht mehr genug für alle gibt. Doch dann trifft sie auf ihrer Reise einen namenlosen Jungen - und sie stellt fest, dass Überleben manchmal nicht genug ist. Spannend, politisch und hochaktuell - ein Roman, der an Brisanz nicht zu überbieten ist. Gemäß Verlagshomepage empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahre. Meine Meinung: Optisch finde ich das Buch den Kracher. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Reise und den Erlebnissen der jugendlichen Protagonistin vom Äquator zur ihrer Heimatinsel bei Schottland. Ansonsten werden von den angebotenen Themen kaum welche behandelt bzw. nicht weiter vertiefend angesprochen. Über weite Strecken hätte ich diesem Jugend-Zukunfts-Roman keine zwei Sterne zugestanden - hauptsächlich aufgrund der holprigen Sprache und des Satzbaus, so dass keinerlei Leserhythmus aufkommen wollte, und schon gar keine Freude. Einzig den Schluss fand ich gelungen und durchdacht und konnte mich dann doch noch überzeugen. Also meine Empfehlung an alle Leser: Wenn ihr schon angefangen habt, dann Durchhalten.
Ich hatte soviel erwartet
von Lesemama - 25.03.2019
Zum Buch: Mhairi ist in Schottland geboren und lebte die letzten Jahre mir ihren Eltern im Sudan. Nun ist Krieg, die Welt ändert sich und Mhairi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter auf der schottischen Insel Arran. Sie wird von einem Jungen begleitet, den sie auf ihrer Reise getroffen hat Meine Meinung: Ich war so gespannt auf das Buch, es klang so spannend, eine Dystopie, eine Flucht, ein Mädchen und ein kleiner Junge. Jetzt bin ich irgendwie enttäuscht. Die Geschichte war nichtssagend und überhaupt nicht dystopisch. Die Autorin verlor sich einerseits in Kleinigkeiten, anderseits kam sie nicht in die Pötte. Meiner Meinung nach hätte die Story richtig großartig sein können, so fand ich sie nur langweilig, leider.
Ich hatte was anderes erwartet
von spozal89 - 03.03.2019
Klappentext: Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Ich liebe Dystopien und ich liebe es, wenn bei Dystopien brandaktuelle Themen angeschnitten werden. Zu diesem Buch wurde auf bekannten Social Media Kanälen bereits vorab, viel, viel, viel Werbung gemacht und die vielen Guten Stimmen dazu haben mich dann doch dazu gebracht das Buch zu lesen. Leider kann ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen. Ich finde eine wirklich Dystopie war es nicht, eher ein gesellschaftsaktuelles Jugenbuch. Der Schreibstil war mir an manchen Stellen zu abgehakt und der Lesefluss wurde bei mir, durch die doch extrem kurzen Kapitel immer wieder gestoppt (obwohl ich ein Freund von kurzen Kapiteln bin - diese hier waren mir zu kurz). So spannend wie angekündigt, fand ich die Geschichte jetzt auch wieder nicht. Ich hätte gerne mehr Infos gehabt bzgl. des Wassermangels oder der Tatsache, dass es um die Welt so schlecht steht. Auch mit Mhairi wurde ich nicht rech warm. Für mich eines der Bücher, bei denen viel Werbung gemacht wird, um Verkaufszahlen zu pushen, die Geschichte an sich dieses hochloben aber nicht verdient hätte. Daher kann ich persönlich keine Leseempfehlung aussprechen und gebe nur zwei Sterne - wobei ein Stern für dieses absolut tolle und einzigartige Cover steht.
Macht nachdenklich
von fuddelknuddel - 28.02.2019
"Das Leben ist kein Schachspiel, in dem du immer einen Schritt voraus sein kannst [¿]. Nein, das Leben ist voller Überraschungen." (Davor und Danach von Nicky Singer, S. 143) Klimawandel, Krieg, Flüchtlinge, die Mhairis Welt hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Die Menschen fliehen auf der Suche nach Sicherheit in den Norden, darunter auch die 14-Jährige Mhairi, die in Schottland geboren wurde, mit ihren Eltern ausgewandert ist und nun allein wieder zurückkehrt mit nichts als ihren Papieren und einem Revolver. Kurz vor der Grenze begegnet sie einem kleinen Jungen, der ihr von da an auf dem Fuße folgt. Der schweigsame Begleiter hat es allerdings noch schwerer als Mhairi, denn er wurde in einem fremden Land geboren, und die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft haben Grenzen, wenn es darum geht, ob man lieber anderen oder sich selbst hilft. Das Cover, sogar der gesamte Einband, ist außergewöhnlich. Diese Klappenbroschur fasst das komplette Buch ein und zeigt die zwei Seiten, das "Davor" und das "Danach", hell und dunkel. Obendrein glitzert das Buch auch noch, es ist einfach wunderschön! Bei diesem Aussehen muss man einfach mal hingreifen, um herauszufinden, worum es sich hier handelt. Über dieses Buch hatte ich im Vorfeld viel Gutes gehört und durfte es mir von jemandem ausleihen, der es bei vorablesen gewonnen hat. (DANKE!) Die Leseprobe kannte ich bereits und wusste folglich, was mich erwartet, der Schreibstil war auf den ersten Blick ungewöhnlich und man musste sich erst einmal drauf einlassen. Mhairi erzählt aus ihrer Ich-Perspektive, dabei hat sie einige Eigenarten: Sie baut viele Listen in ihre Erzählungen ein, oft spricht sie auch zu ihren Eltern, als würde nicht der Leser ihrer Geschichte folgen, sondern die beiden, und oft bricht sie ihre Gedanken ab, wenn sie etwas erreichen, was sie verdrängt hat und sich damit in einer FESTUNG in ihrem Kopf befindet. Das fand ich persönlich sehr spannend, da man erst langsam entschlüsseln kann, was ihr letztendlich widerfahren ist. Das junge Mädchen weist für seine 14 Jahre erstaunliche Stärke und Entschlossenheit auf, sowohl mental als auch körperlich. Sie ist zäh und einfallsreich, schafft es ganz allein, sich über hunderte von Kilometern nach Hause zu kämpfen, was absolut erstaunlich ist. Ich war tief beeindruckt von Mhairi, auch in Anbetracht der Dinge, die sie auf ihrer Reise alle erleben musste und in die FESTUNG gesperrt hat. Da dieses Buch als Jugendbuch deklariert ist, ist es entsprechend auch gut verständlich für die Zielgruppe geschrieben, allerdings behandelt es durchaus schwierige Themen. Der Klimawandel sorgt für schlechte Lebensbedingungen im Süden, Menschen flüchten aus Kriegsgebieten und werden dennoch dahin zurückgeschickt, Armut und Not sind allgegenwärtig. Die allgemeine Lage der Menschen war mehr als bedrückend, beim Lesen fragt man sich zwangsläufig, ob es bald tatsächlich zu so drastischen Veränderungen in der Welt kommen könnte. Diese durchaus aktuellen Themen sind gut verpackt. Das Kind wird selten direkt beim Namen genannt und trotzdem wird offensichtlich, um welchen heiklen Stoff es geht, das fand ich ziemlich geschickt gemacht. Mein Fazit: Dieses Buch macht schwierige Themen greifbar und verpackt sie in einer aufregenden und ergreifenden Geschichte über ein Mädchen und ihren kleinen Begleiter, die auf ihrem Weg in ein vermeintlich besseres Leben am eigenen Leib erfahren müssen, dass beim Selbstschutz der Bevölkerung jegliche Menschlichkeit hinten angestellt wird. Ich kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
Düstere Zukunfsvisionen
von Anonym - 26.02.2019
Die Flüchtlingsproblematik aus einem neuen und ungewohnten Blickwinkel steht im Zentrum des Romans von Nicky Singer. Sie geht von der Vorstellung aus, dass die Bevölkerungszahl auf der Erde immer weiter steigt und zugleich der Klimawandel immer drastischere Ausmaßen annimmt. Die Ressourcen unseres Planeten reichen nicht mehr für alle Menschen. Außerdem wird es auf der Südhalbkugel so heiß, dass es immer schwieriger wird dort zu überleben. Große Flüchtlingsströme machen sich daher auf den Weg in den Norden. Dieser reagiert mit energischen Maßnahmen. Asylbewerber werden erst einmal eingesperrt und wie Gefangene behandelt. Selbst in sein eigenes Heimatland darf man nicht so einfach wieder einreisen, wenn man dieses vor mehr als fünf Jahren verlassen hat. Die Lebenszeit aller Bürger wird begrenzt. Wenn sie erreicht ist erhält man eine tödliche Injektion. Straftaten werden auf die Lebenszeit angerechnet, die sich damit dann reduziert, usw.¿ All diese Maßnahmen erfährt die 14-jährige Mhairi am eigenen Leib. Hautnah nimmt der Leser teil an ihrem Schicksal. Wir erfahren eine erschreckende fremde Welt und doch ist es nur eine weitergedachte und zugespitzte Entwicklung bereits heute herrschender Verhältnisse. Ein Buch das zum Nachdenken anregt wie wir mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen wollen. Was wir bereit sind hinzunehmen und wie wir mit unseren derzeitigen Problemen in der Zukunft umgehen wollen. Lesenswert nicht nur für Jugendliche.
Berührend und aktuell
von himmelskeks - 25.02.2019
Mhairi ist auf der Flucht, wie Millionen anderer Menschen. Sich als Kind allein durchzuschlagen, ist eine gefährliche Sache, aber Mhairi ist nicht allein. Kurz vor einer Grenze findet sie einen Jungen, der sie von dort an begleitet, ihr nicht von der Seite weicht. Heutzutage kann man nicht mal mehr ohne Probleme in sein eigenes Heimatland einreisen, diese Erfahrung musste Mhairi machen, und jemanden Fremdes einzuschleusen ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Bald muss Mhairi feststellen, dass der Begriff der "Menschlichkeit" auch nicht mehr der ist, der er mal war. Dieses Buch umfasst gleich mehrere brisante und hochaktuelle Themen, sowohl den Klimawandel, als auch Krieg und die damit einhergehende Flüchtlingsbewegung. Es war spannend zu sehen, wie es in unserer Zukunft aussehen könnte, wenn es mit der Welt immer weiter zugrunde geht, die Autorin hat da definitiv was gewagt. Ich habe mir nach dem Lesen schon so meine Gedanken gemacht, ob es uns vielleicht auch bald so geht. Mhairi gefiel mir als Charakter richtig gut. Sie ist einfallsreich und mutig, und auch ein wenig skrupellos, was man als 14-Jährige allein auf der Flucht wohl auch sein muss. Es ist beeindruckend, was sie für eine Reise unternimmt, ausgehend davon, dass sie sie eigentlich nicht allein hätte antreten müssen. Die Umstände dieser Flucht sind mehr als tragisch und ich war immer wieder erstaunt, zu was die Menschen fähig sind, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Der Schreibstil war interessant. Es war nicht einfache Jugendsprache, sondern teilweise sehr besonders, mit Listen zwischendurch und voller Metaphern und Beschreibungen, ungewöhnlich für die Gedanken einer 14-Jährigen. Anders als "besonders" kann ich es gar nicht beschreiben, ich war einfach gefesselt von Mhairis Erzählungen und dem, was sie erlebt hat. Mein Fazit: Ein wirklich gutes Buch! Schwierige Themen interessant und für Jugendliche gut verständlich verpackt, sodass man zwar weiß, worum es geht, es aber selten beim Namen genannt wird. Hat mich zum Nachdenken angeregt!
Düstere Zukunftsvision
von Dreamer - 24.02.2019
Die Zukunftsvision, die Nicky Singer in ihrem neuen Roman Davor und Danach entwirft, ist düster, allerdings auch vor dem Hintergrund des Klimawandels leider nicht vollkommen abwegig. Die Weltbevölkerung ist in diesem Szenario extrem angestiegen, die Südhalbkugel aufgrund von Wassermangel kaum noch zum Leben geeignet. Die Menschen fliehen vor der Dürre, vor Hunger und Elend in Richtung Norden. Die Staaten, in denen es noch genügend Trinkwasser, Lebensmittel und grundsätzlich Ressourcen gibt, schotten sich gegen die Flüchtenden ab. Und in diesem Szenario begegnet man als Leser der 14-jährigen Mhairi, die alleine unterwegs in Richtung Norden, Richtung Heimat, Richtung Schottland ist. Und obwohl Mhairi im Vergleich zu vielen anderen in der relativ komfortablen Situation ist, über Papiere zu verfügen, wird ihr die Weiterreise immer wieder erschwert. Mal von den Gefahren und dem Grauen, das eine Flucht mit sich bringt, mal von den Behörden, die grundsätzlich jede Berechtigung für die Weiterreise und Mhairis Status als Minderjährige in Frage stellen. Das Thema, dem sich Nicky Singer mit ihrem Roman annimmt, ist brandaktuell und geht einem beim Lesen extrem nahe. Wir erfahren die Geschichte, die Nicky Singer erzählt, aus Mhairis Perspektive, mit Mhairis Worten. Und das, was Mhairi an Grauen und Schmerz erlebt hat, beschäftigt auch noch, nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat. Auf ihrem Weg begegnet Mhairi einigen wenigen Menschen, die so Mitgefühl und Menschlichkeit zeigen, viele andere sind gleichgültig oder gar feindselig gegenüber den Menschen, die auf der Suche nach einem Ort zum Überleben unterwegs sind. Die am meisten ausgearbeiteten Charaktere sind dabei Mhairi und der Junge, dem sie in der Wüste begegnet. Für die anderen Charaktere, z.B. Peter und Großmutter, hätte ich mir auch ein bisschen mehr an Tiefe und Informationen gewünscht. Aber das, was Nicky Singer ihren Lesern präsentiert, reicht eigentlich vollkommen aus. Einige der Szenen, die dem Leser aus Mhairis Flucht vorgeführt werden, sind erschreckend. Andere, in denen die Bindung zwischen Mhairi und dem Jungen dargestellt wird, sind rührend. In jedem Fall kann man Davor und Danach nicht lesen, ohne dass man emotional von der Geschichte berührt wird. Daher vergebe ich für dieses sehr gelungene Buch zu einem aktuellen Thema fünf Sterne und eine Leseempfehlung!
Überleben
von HK1951 - 23.02.2019
Überleben Dieser Roman von Nicky Singer ist so aktuell, wie er nur sein kann: politisch, spannend und packt so ziemlich alle zur Zeit relevanten Themen an; u.a. den Klimawandel, an dem man leider anscheinend immer mal wieder erinnern muss. Warum dann nicht auch mal in Buchform..?! Das mag erstmal ein wenig dröge klingen, doch spannend ist das Buch wirklich und das macht für mich auch die kleinen "Längen" wieder gut, die mir unweigerlich begegnet sind. Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Dieses Buch berührt, rüttelt auf und sollte nicht mal eben so zwischendurch gelesen werden, damit man es auch wirklich wert schätzt...
Viele ungenutzte Chancen, definitiv keine wirkliche Dystopie
von Lotta - 23.02.2019
Mhairi ist unterwegs zu ihrer Großmutter, zu Fuß, denn die Grenzen sind geschlossen. Sie hat kein Geld mehr, jedoch noch ihre Papiere. Volljährig ist sie mit ihren 14 Jahren auch noch nicht, sie muss es unbedingt zu ihrer Großmutter schaffen. Doch dann trifft sie kurz vor der schottischen Grenze auf einen kleinen Jungen, den sie nicht einfach sich selbst überlassen kann... Versprochen wurden aktuelle Themen wie Flucht und Klimawandel. Da die Flucht von Mhairi im Vordergrund steht, dabei das Grauen von Auffanglagern, die Willkürlichkeit von Mensch und Gesetz erwähnt werden, kann eine gewisse Aktualität nicht abgesprochen werden. Doch eine Flucht durch den Klimawandel, naja, es wurde kurz erwähnt, aber das war es auch. Auch am Ende des Buches ist noch nicht wirklich klar, warum Mhairi zu Anfang noch mit ihren Eltern aus dem Sudan geflohen ist. Eine Dystopie liegt leider zudem auch nicht vor, denn das Buch spielt zwar in der Zukunft und das beschriebene kann wirklich passieren. Doch Mhairi steht mit ihrer Ich-Perspektive so im Vordergrund, dass nichts anderes durch kommt. Die Welt um sie herum wird nur unzureichend beschrieben, so tauchen zwar hier und da ein paar technische Spielereien auf, die jedoch nie erklärt werden und das war es auch schon vom Danach. Das Davor kennen wir alle, es ist die aktuelle Welt. Mhairi berichtet in der bereits angesprochenen Ich-Perspektive in kurzen abgehakten Sätzen, vergisst dabei immer wieder den Leser auf ihrer Reise durch beschreibende Elemente wirklich mit zu nehmen. Etwas, was wirklich deutlich wird, sind die Probleme, vor allem psychischer Natur, die ein Mensch auf der Flucht ertragen muss. So versucht sie sich all dem durch eine selbst geschaffene Festung zu entziehen und das erlebte Grauen wegzuschließen. Insgesamt war die Chance da, eine Dystopie zu kreieren, die zum Nachdenken anregt und das Ändern der eigenen Verhaltensweisen zu ermöglichen. Das Buch ist jedoch auf voller Linie gescheitert. Ich weiß auch Stunden nach Beenden des Buches nicht wirklich, was es mir sagen will, sodass mir der Hype, um dieses Buch vollkommen unverständlich ist. Einzig positiv ist, dass die kurzen Sätze einen das Buch in sehr schneller Geschwindigkeit lesen lassen. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.
Hat mich nicht wirklich erreicht leider
von cabotcove - 23.02.2019
Hat mich nicht wirklich "erreicht" leider Ich dachte anfangs, "Davor und Danach" wird sicherlich nichts für mich sein, weil es mir einen zu politisch eingefärbten Eindruck machte. Dass das Buch aber u.a. mit "Die Wolke" verglichen wurde, machte mich dann eben doch neugierig. Klimawandel, der Umgang mit Flüchtlingen, Überbevölkerung - das sind alles immer noch und immer wieder hochaktuelle und vor allen Dingen wichtige Themen, denen man sich stellen sollte. Darüber reden. Oder eben darüber schreiben. Leider war dieses Buch nicht ganz so unterhaltsam, wie ich es mir gewünscht hätte - aber gut, bei diesen Themen hatte ich das auch nur ansatzweise erwartet ehrlich gesagt. Aber dann kam ich halt doch nicht so recht in einen "Lesefluss" hinein, das Lesen stockte bisweilen und so richtig "erreicht" hat mich das Buch leider auch nicht... Will sagen, ich hatte erwartet, dass es mich mehr berührt. Aber für die interessante Hauptfigur sowie die an sich gute Geschichte vergebe ich noch drei Sterne, abgerundet auf drei, weil mir vier im Vergleich zu anderen Büchern dann doch zuviel erscheint...
Konnte mich nicht überzeugen!
von Little Cat - 17.02.2019
Rezension zu dem Buch "Davor und Danach" von Nicky Singer Buchdetails Aktuelle Ausgabe ISBN: 9783791501000 Sprache: Deutsch Ausgabe: Flexibler Einband Umfang: 384 Seiten Verlag: Dressler Erscheinungsdatum: 21.01.2019 Klappentext: Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller. Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen. Meine Meinung: Das Cover ist unheimlich toll verarbeitet. Es hat ganz tolle goldene Akzente. Und selbst der Buchschnitt ist geschützt. Ein dickes Plus, es macht wirklich viel her. Der Anfang und leider auch der Rest der Geschichte war so garnicht mein Fall. Es fing alles damit an das ich als Leser nicht erfuhr was passiert ist. Warum ist die Welt so? Was ist passiert? Gab es einen nuklearen Unfall oder warum gibt es zuviel Menschen? Da hätte ich mir viel mehr Infos gewünscht. So hab ich mir auch schwer damit getan ins Geschehen ab zu tauchen. Der Schreibstil lag mir nicht besonders gut. Mir fehlten Gefühle und Emotionen. Am schlimmsten war eine Scene wo sie kalt überlegte ob sie den älteren Mann "essen" sollte. So kaltherzig, so brutal und mir wurde beim lesen einfach nur schlecht. Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Die Charaktere und die Handlung blieben für mich leider recht oberflächlich. Hier hätte ich mir so viel mehr gewünscht. Das Ende war okay, ich war ehrlich gesagt froh das ich es durch hatte. Mein Fazit: Konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte wesentlich mehr erwatet. Ich vergebe 2 von 5 Sternen!
Interessantes und hochaktuelles Thema leider etwas enttäuschend.
von Tinkerfee - 16.02.2019
"Davor und Danach" von Nicky Singer erschien im Januar 2019 im Dressler Verlag. Bereits im Vorfeld hat man viel Werbung zu dem Buch gesehen¿ das Cover war mir aus den Social-Media-Kanälen bereits bekannt und ich freute mich auf die Dystopie. Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einen kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Spannend, politisch und hochaktuell soll der Roman sein. Leider kam das bei mir nicht an. Von Anfang an fehlt mir der Bezug zu der künftigen Welt, was ist genau geschehen? Was ist passiert, dass die Welt so schlimm enden musste? Wo ist all das Wasser hin? Hier hätte die Autorin nach meinem persönlichen Geschmack die zukünftige Welt noch genauer beschreiben dürfen. Mit der Protagonistin bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Nicky war mir von Anfang an unsympathisch und sie wirkte oft sehr distanziert. Trotz der Ich-Perspektive fehlten mir die Gefühle von Nicky und dass der Leser sich die Welt in der Nicky lebt und ihre Entscheidungen und Beweggründe noch besser nachvollziehen kann. Die Autorin schreibt in kurzen Sätzen wodurch man leicht durch das Buch kommt. Die für meinen Geschmack zu kurzen Kapiteln stören aber eher. "Davor und Danach" hat aufgrund der vorhergehenden Werbung große Erwartungen in mir geweckt, die leider nicht erfüllt wurden.
Bedrohung einer Zukunftswelt
von Nadine Brunstein - 13.02.2019
Viele Jahrzehnte in der Zukunft. Wir Menschen in der Gegenwart hätten diese Welt nicht mehr erlebt. Aber man erinnert sich noch daran. Denn es wurden über die ersten Klimaveränderungen und den vielen flüchtenden Menschen auf dem Planeten Erde erzählt. In dieser Zukunftswelt lebt die sechzehnjährige Mhairi. Gerade versucht sie aus der sudanesischen Wüste zu entkommen, in der sie einige Jahre mit ihren Eltern gelebt hat. Bei einem tragischen Unglück von unglücklichen Umständen verlor sie erst ihre Mutter und dann ihren Vater. Auf ihrer Reise aus der Wüste in ihre Heimat Schottland begleitet sie ein sechsjähriger Junge. Zuvor ging er mit einem Mann. Mhairi weiß nicht, ob es ihr Vater oder ein Unbekannter war. Denn der Junge spricht nicht. Er schaut, er starrt und bleibt stumm. Mhairi gibt ihm den Namen Mo. Schon einmal gab Mhairi einem anderen Jungen diesen Namen. Er hieß Muhammad, er konnte sprechen, aber auch ihn ereilte das Schicksal in dieser schwierigen Welt des Überlebens. Mhairi wandert in den Norden, und hofft, je anzukommen. Ihr Ziel ist, ihre Großmutter wiederzusehen. Mo ist die ganze Zeit bei ihr. Aber da Mo nicht spricht und keine Papiere hat, entwickelt sich die Reise nach Hause als problematisch. Nicky Singer ist eine britische Autorin, die bereits einige Jugend- und Erwachsenenbücher geschrieben hat. Bisher gehört sie zu den weniger bekannten Buchautorinnen. Die Autorin beschreibt mit dieser Zukunftsvision eine Welt, in der Menschen versuchen zu überleben. Es gibt keine richtigen Staatsgrenzen mehr, sondern geografische und landschaftliche Gegebenheiten, die die Kulturen voneinander trennen. Wenn es überhaupt noch Kulturen gibt. Wüste um den Äquator und Festland sowie Inseln nördlich des Äquators existieren. Umwelt und Klima sind stark betroffen. Kaum Lebensmittel und Wasser sind vorhanden. Ein Szenario, das in entfernter Zukunft sich in der Realität zuspitzen könnte. Nicky Singer greift ein aktuelles Thema auf, nämlich die Umwelt und Klimaveränderungen. Sie zeigt auf, wie sich die Welt verändern kann. Ihre Figuren Mhairi, Mo, ihre Großmutter und Randfiguren zeigen anhand von moralischen und emotionalen Momenten, was es heißt, um das Überleben zu kämpfen. Mit welchen Folgen die Menschen sich konfrontieren müssen, wenn das Klima schon lange zerstört wurde. Mhairi ist selbst fast noch ein Kind, aber sie muss gegenüber den kleinen Jungen Verantwortung übernehmen. Sie zeigt Stärke, obwohl sie auch an ihre Grenzen stößt. Unterschiede von Kultur und Sprache werden deutlich in diesem Roman aufgezeigt. Aber hier sind Kulturen, Hautfarbe und Alter eine untergeordnete Rolle, denn das nackte Überleben spielt eine Rolle. Starke, aussagekräftige und überzeugende Charaktere bilden einen phänomenalen Plot. Bisher ist dieser Jugendroman für mich das Lesehighlight im Jahre 2019 im Genre Jugendromane. Aktueller denn je ist dieser Roman, den die Autorin auf eine nachdenkliche Weise geschrieben hat. Jedem Jugendlichen ab 14 Jahre würde ich diese Geschichte ans Her legen.
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