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Traumtheater. Szenarien der Moderne als Buch
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Traumtheater. Szenarien der Moderne

Szenarien der Moderne.
Buch (gebunden)
Nike Wagner leuchtet die phantastischen und teilweise bizarren Szenarien aus, die die Köpfe und Seelen des 19. Jahrhunderts beherrscht haben und deren Auswirkungen sich bis tief ins 20. Jahrhundert hineinziehen. Auf dem Theater, in Literatur und Musi … weiterlesen
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Traumtheater. Szenarien der Moderne als Buch

Produktdetails

Titel: Traumtheater. Szenarien der Moderne
Autor/en: Nike Wagner

ISBN: 3458170693
EAN: 9783458170693
Szenarien der Moderne.
Insel Verlag GmbH

3. September 2001 - gebunden - 332 Seiten

Beschreibung

Nike Wagner leuchtet die phantastischen und teilweise bizarren Szenarien aus, die die Köpfe und Seelen des 19. Jahrhunderts beherrscht haben und deren Auswirkungen sich bis tief ins 20. Jahrhundert hineinziehen. Auf dem Theater, in Literatur und Musik wurden die Auseinandersetzungen des Neuen mit dem Alten durchgespielt und jene Umbrüche und Widersprüche vorgestellt, die für den Beginn der Moderne charakteristisch sind.Mit dem Buch über die Geschichte ihrer Familie (Wagner Theater) hat die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner großes Aufsehen erregt. In ihrem neuen Buch Traumtheater. Szenarien der Moderne geht Nike Wagner den kulturellen, künstlerischen, sozialen und psychologischen Fragen nach, die am Beginn des vergangenen Jahrhunderts standen. Wie hat sich das 20. Jahrhundert vom 19. gelöst? Entwickelte sich die Moderne kontinuierlich oder in Sprüngen, Regressionen und Neuansätzen? Am Beginn des vergangenen 20. Jahrhunderts stand die Thematisierung der Angst vor der Zivilisation (z. B. bei Hofmannsthal), vor den Kultursurrogaten (z. B. bei Karl Kraus) und ihrer Bewältigung durchs Schreiben (z. B. bei Franz Kafka). Seit Nietzsches »Umwertungen« hörte die Suche nach neuen ideologischen und ästhetischen Glaubenswelten nicht auf: In der überwindung des Historismus durch den Jugendstil spiegelte sich der Generationenkonflikt als Epochenspannung, und Freuds »Traumdeutung« entdeckte das Leiden an der Gesellschaft als Ursache für die Neurosen des einzelnen. Seit dem Absturz in die Barbarei aber gilt für alle, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit stellen: Es gibt keine (»wahrhaftige«) Kunst mehr ohne die Rückbeziehung auf die totalitären Schrecken des 20. Jahrhunderts. Um diese grundsätzliche Thematik gruppieren sich die einzelnen Aspekte. Streitbar, prononciert und in glänzendem Stil untersucht Nike Wagner die Geschlechterrollen der Zeit, die jüdische Frage, das Verhältnis von Psychologie, Sprache, Literatur und Musik, künstlerische Konzepte und Formen des Theaters, die Bayreuth-Rezeption bis zum Dritten Reich, schließlich die Frage nach einer spezifischen Ästhetik der Moderne: Betrachtungen über ein Zeitalter, das auch mit Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht abgeschlossen ist.

Portrait

Nike Wagner, geboren 1945, Musikwissenschaftlerin und Literaturwissenschaftlerin, studierte in Berlin, München und den USA. 1973 promovierte sie an der Northwestern University, Evanston/Illinois, mit einer Arbeit über Karl Kraus. 1984-1986 war sie Fellow des Berliner Wissenschaftskollegs zu Berlin, arbeitete mit an verschiedenen Kulturprogrammen, Symposien, Kolloquien und beim Rundfunk. Zahlreiche Aufsätze und Rezensionen; Schwerpunkte: Kultur- und Geistesgeschichte der europäischen Jahrhundertwende und deutsche Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichte Neubayreuths.
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