Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Die Schönheit der Nacht

Roman. Empfohlen Ab 16 Jahre.
Buch (gebunden)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1
Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich … weiterlesen
Dieses Buch ist auch verfügbar als:
Buch

18,99 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Die Schönheit der Nacht als Buch

Produktdetails

Titel: Die Schönheit der Nacht
Autor/en: Nina George

ISBN: 3426654067
EAN: 9783426654064
Roman.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Knaur Taschenbuch

2. Mai 2018 - gebunden - 314 Seiten

Beschreibung

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers "Das Lavendelzimmer", sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen. "Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"

Trailer

Portrait

Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman "Das Lavendelzimmer" wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George als Jean Bagnol Provencethriller. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne. Mehr über Nina George: www.ninageorge.de

Leseprobe

Jetzt reinlesen: Leseprobe(pdf)

Pressestimmen

"Ein literarischer Roman voller Sehnsucht." T-online.de, 09.07.2018
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Carmen R.
von Carmen R. - Hugendubel Buchhandlung Neubrandenburg Stargarder Str. - 22.10.2018
Es war ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Sprachlich ein absoluter Genuss ... Thematisch hallt es noch lange nach.
Sigrun R.
von Sigrun R. - Hugendubel Buchhandlung Hannover Bahnhofstraße - 22.10.2018
In einer sehr intensiven und bildreichen Sprache erzählt die Autorin von Claire und Julie, vom Neuentdecken der eigenen Persönlichkeit vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste.
Gabriele B.
von Gabriele B. - Hugendubel Buchhandlung Ingolstadt Theresienstraße - 22.10.2018
Ein heißer Sommer an der bretonischen Küste ... die beiden unterschiedlichen Frauen Claire und Julie entdecken Lebenslust und Leidenschaft. Für Frauen!
Michaela B.
von Michaela B. - Hugendubel Buchhandlung Mainz Am Brand - 18.09.2018
N. George erzählt sehr poetisch und sinnlich die Geschichte zweier Frauen, die während eines Sommers auf der Suche nach sich selbst sind und sich neu finden. Schöne Sprache und tolle Landschaftsbeschreibungen.
Bewertungen unserer Kunden
Bildgewaltig und voller Poesie
von Anonym - 31.07.2018
Claire ist unzufrieden mit ihrem Leben, denn ihr Mann Gilles und sie leben nur noch nebeneinander her. Gilles hat ständig neue Affären und Claire hangelt sich von einem anonymen One-Night-Stand zum nächsten. Als ihr Sohn Nicolas seine neue Freundin Julie vorstellt, wendet sich das Blatt. Bei einem gemeinsamen Bretagneurlaub kommen sich die beiden Frauen näher und entdecken Sehnsüchte, die vorher nicht einmal existierten.  Nina George hat ein sehr gefühlvolles und poetisches Buch geschrieben. Sie beschreibt die Bretagne so realistisch, dass man glaubt man ist vor Ort und mitten drin im Geschehen. Ich hatte tatsächlich das große Glück gerade dort meinen Urlaub zu verbringen und habe es persönlich feststellen können. Die Autorin hat das französische Flair wunderbar eingefangen. Das Verwenden vieler französischer Redewendungen verstärkt diesen Effekt und macht aus dem Buch einen schönen Sommerroman. Wenn auch keinen leichten, einfachen. Sondern eher einen melancholischen, leicht schwermütigen, der aber genau deshalb besonders gut in diese raue Gegend passt.   Die Charaktere sind gut dargestellt, zwar nicht immer in all ihren Handlungen für mich zu verstehen, aber das erwarte ich auch nicht. Mir gefällt der Sprachstil, der sehr poetisch ist und leicht philosophisch anmutet. Er macht vor allem den Reiz dieses Buches aus.  Erwähnen möchte ich auch noch das wunderschöne Cover und die hochwertige, edle und farblich durchdesignte Aufmachung des Buches. Da stimmt das Gesamtpaket und macht das Lesevergnügen zu einer fast sinnlichen Angelegenheit.
Irrungen
von Mathias Lenk - 30.07.2018
Es ist so einfach, ein perfekt scheinendes Leben zu führen, in dem man alles hat. Partner, Kinder, gute Geld, ein eigenes wunderschönes Ferienhaus in der Bretanie. Was will man mehr als Verhaltensbiologin und Komponist. Doch sie merken, dass etwas fehlt. Man sollte nicht nur funktionieren sondern auch wirklich einfach mal das Leben genießen. Claire merkt nicht, dass sie auf dem Rückzug ist. Sie sucht nach den eigenen Gefühlen. Auch Gilles sucht seine Befriedigung auf andere Art und Weise. Während des gemeinsamen Familienurlaubes mit dem Sohn und dessen Freundin Julie entdecken plötzlich beide Frauen die gegenseitigen Gefühle zueinander. Wie es wohl weitergehen mag? Eine genaue Handlung kann man im vorliegenden Roman nicht entdecken, auch wenn man darin sehr häufig das Seelenleben der einzelnen Darsteller herauserkennt.
Wunderbar poetisch
von bookloving - 28.07.2018
Mit ihrem neusten Werk "Die Schönheit der Nacht" ist der deutschen Autorin Nina George erneut ein äußerst beeindruckender Roman gelungen, der mich sehr bewegt hat. Es ist eine unglaublich intensive, tiefgründige und sinnliche Geschichte über das Leben in all seinen Facetten, über unausgelebte Sehnsüchte und tief verborgene Geheimnisse. Zwei faszinierende Frauen stehen im Mittelpunkt der Handlung, die sich zunehmend zueinander hingezogen fühlen - beide auf der sehnsüchtigen Suche nach sich selbst, nach unstillbarer Leidenschaft und neuer Lebenslust. Clair, die selbstbewusste, lebenserfahrene, aber unglückliche Verhaltensbiologin, die sehr unnahbar wirkt und die Menschen wie keine andere zu lesen vermag. Julie auf der anderen Seite, die Freundin von Claires Sohn Nico, ein cleveres, aber recht unsicheren junges Mädchen und zugleich voller ungeduldiger Erwartungen. Wir erleben einen gemeinsamen Sommer an der bretonischen Küste, der mit großer, ungeahnter Wucht alles unwiderruflich in Gang setzt, und danach alle Beteiligten nie mehr dieselben sein lässt. In geschickt gesetzten Rückblicken erfahren wir nach und nach viele Hintergründe zu Claires Lebensgeschichte, die ihre Unzufriedenheit mit ihrem derzeitigen, festgefahrenen Leben verdeutlichen und uns ihre Persönlichkeit und Motive schrittweise näher bringen. Auf eine sehr sinnliche Weise fließen Gedanken, Emotionen und Betrachtungen ineinander und entfalten vor unserem inneren Auge ein bewegendes, schillerndes Gesamtbild. Nina George versteht es meisterlich, Stimmungen und Bilder einfühlsam und mit viel Feingespür einzufangen und eine unnachahmlich dichte, zuweilen melancholische Stimmung heraufzubeschwören. Ihre äußerst bildhafte, poetische Sprache konnte mich rasch gefangen nehmen und mich begeistern. Mit emotionaler Eindringlichkeit und Leidenschaft schickt sie uns Leser auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Einzigartig sind auch die sehr gelungenen, atmosphärisch dichten Beschreibungen des bretonischen Finistères, die das herbe Flair einfangen, die dort angesiedelte Handlung wundervoll treffend in Szene setzen und zudem neugierig auf diese einzigartige, ursprüngliche Küstenregion machen. Sehr gut gefallen hat mir auch das Spiel der Autorin mit dem Motiv des Meeres mit seiner Unendlichkeit, das immer wieder in den Mittelpunkt rückt und sehr schön die gewaltigen, aufwogenden Emotionen im Wandel der Geschichte widerspiegelt. FAZIT Ein außergewöhnlicher, aufwühlender und nachdenklich stimmender Roman mit einer wundervoll poetischen Sprache! Sehr lesenswert!
finde dich
von Marita Robker-Rahe - 24.07.2018
In dem neuen Buch von Nina George stehen zwei Frauen im Fokus. Claire und Julie, beides Frauen, die sich noch nicht gefunden haben und auf der Suche, ja wonach sind. Claire ist verheiratet und scheinbar glücklich, doch die Seitensprünge ihres Mannes verletzen sie und sie kompensiert sie, indem sie selbst Abenteuer sucht, doch Erfüllung findet sie darin nicht. Julie, auch in einer Beziehung, aber auch nicht glücklich. Beide Frauen treffen sich in der Bretagne und fühlen sich voneinander angezogen............ Ein Buch wie ein Rausch und dies in einer fantastischen Sprache. Ein Buch über Frauen, ihre Gefühle, Gedanken und ein Buch, dass all dies in einer wunderschönen Umgebung spielen lässt und sich zu Anfang einwenig sperrig liest, im Laufen des Lesens zu einem wahren Wunderwerk der Überraschungen und Sinnlichkeit wird.
Die Schönheit der Gefühle
von anna_banana - 13.07.2018
Die Schönheit der Nacht von Nina George hat mir sehr gut gefallen. Claire ist erfolgreiche Verhaltensbiologie-Professorin in Paris, Mutter, Ehefrau. Julie eine Angestellte in einem Hotel, indem Claire sich mit einem Fremden trifft, um von ihm gesehen zu werden, um Leidenschaft zu spüren, um sich nicht verloren zu fühlen, um als Frau zu fühlen, nicht als Mutter, Ehefrau oder kalküle Biologie-Professorin. Als Claire das Hotel verlässt, um in ihren Alltag zurückzukehren, begegnet sie der jungen Frau. Diese offenbarte in einem unbeobachteten Moment, dass sie eine leidenschaftliche Sängerin ist, dies jedoch vor der Welt versteckt. Und wie der Zufall es will, ist Julie außerdem die neue Freundin ihres Sohnes, wie sich im späteren Verlauf der Geschichte herausstellt. Beide Frauen wahren das Geheimnis der anderen, fühlen eine Verbindung zueinander, die sie jedoch anfangs unwirklich, beschämend, unverständlich finden. Als jedoch ein Umstand zum anderen kommt und letztendlich Claire, ihr Mann Gilles, ihr Sohn Nicolas und Julie gemeinsam in die Bretagne fahren, um dort den Sommer zu verbringen, gibt es Momente, in denen die beiden Frauen ihre gemeinsame Verbindung zueinander ergründen, ihre individuellen Gefühle reflektieren und beginnen, ihr Leben zu überdenken... Nina George hat ein außerordentlich zartes Feingespür für sinnliche Momente. Sie beschreibt Farben, Formen, Momente, Umgebungen und Gefühle auf eine solche emotional eingefärbte Weise, das ich mich beim Lesen jedes Mal wieder in den grade beschriebenen Ort oder Moment verliebt habe. Emotional geballte Gedankenkraft durchfließen diesen Roman, über das Leben, Lieben und Entscheiden von zwei Frauen. Die Frau, die wird und die Frau, die geworden ist. Aus der Sichtweise von Julie und Claire erscheint das Leben bzw. der umschriebene Moment unterschiedlich eingefärbt. Während sich Julie nach Höhepunkten, emotional aufgeladenen Momenten, Action, Spaß, Freude und den leidenschaftlichsten Rauscherfahrungen in ihrem jungen Leben sehnt, nach einem Feuer, dass in ihr entbrannt wird, erkennt Claire sich in ihr wieder. Von einem unbändigen Drang getrieben, Julie zu zeigen, dass eine Frau wie sie, Claire, für Mann, Sohn und Beruf Verantwortung übernimmt, möglicherweise eigene Bedürfnisse aus Liebe zurückstellt, kommt es zu Augenblicken mit wenigen Worten, in denen so viel mehr steckt, als das Gesagte und optisch beschriebene. In denen Claire erkennt, dass sie mehr vom Leben möchte, dass sie Wegweiser sein möchte, dass auch sie den Rausch des Lebens nach Freude, purer Schaffensfreude und Hingabe ersehnt. Nina George schafft es, dass die Gefühle die Handlung des Romans erzählen, Stück für Stück mehr von den Hauptfiguren offenbaren und sich in eine sinnlichen Spannungsbogen zu einem Fazit ausweiten. Ein Höhepunkt der Geschichte beschreibt einen Moment, in dem die Schönheit der Nacht einen Tunnel öffnet, in dem die beiden Frauen sich näher kommen und einander erkennen, wie sie sind und fühlen... Um eins klar zu stellen. Claire ist nicht einfach eine Fremdgeherin. Viele Motive und Gründe führten sie zu den Glauben, sich diesbezüglich auszuleben. Wie das Beobachten von Affären ihres Mannes, dessen Handlungen sie auf die ein oder andere Weise verstehen kann. Da sie nicht nur als Verhaltensbiologin ein ausgezeichnetes Verständnis für das Lesen von Menschen mitbringt, sondern auch als Frau starke empathische Fähigkeiten besitzt. Und Julie trägt Ängste in sich, die sie in eine Richtung treiben, in der sie womöglich ihre eigenen Bedürfnisse unterdrückt. Das Singen scheint ihr wichtig zu sein. Dennoch ließ die Angst bisher nicht zu es auszuleben und es für die Zukunft relevant zu machen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, das ich diese Rezension unmöglich dem Buch gerecht werdend schreiben könnte. Da mich beim Lesen eine Welle von so vielen unterschiedlichen Emotionen einholte und ich die eigentlich passierte Handlung des Buches für recht schnell zu erklären befand. Denn der Roman ist so voller intensiver Weiblichkeit und beschreibt so tiefsinnig das Fühlen und Denken der beiden Frauen, macht keinen Halt vor unbequemen Themen, spricht Sexualität, wie Alltag, wie Mut und Unmut an, ohne dabei zu Urteilen oder zu Bereuen. Wenn ich das Buch vor ein paar Jahren gelesen hätte, hätte ich es vielleicht nicht so gut verstanden oder verinnerlicht. Ich bin jetzt 29 und bin wirklich glücklich, dass ich das Buch von Nina George gelesen habe. Gerne möchte ich weitere Werke von ihr lesen und mich so emotional abholen lassen. Wen die Rolle der Frau in unserer Zeit, Feminismus und große Gefühle, das Werden und Vergehen ansprechen, sollte einen Blick ins Buch wagen. Einigen könnt ihr Schreibstil zu poetisch sein. Sie nutzt Metaphern und verliert sich in der Beschreibung des Augenblicks. Ein zügiges Voranschreiten der Handlung ist somit nicht der Fall. Was, meiner Meinung nach, ihre Authentizität und Sichtweise auch nicht entspricht. Die Schönheit der Nacht ist für mich ein sehr tiefgründiges Werk, ich empfinde es als wichtige und wunderschöne Frauenliteratur der Neuzeit. Mit philosophisch angehauchten Fragen und auch spannenenden Allgemeinwissen, das hier und da aufgegriffen wird, regt es zum Nachdenken an und macht Lust auf den Rausch des Lebens. Trotz melancholischen Unterton, steckt so viel Liebe im Detail, so viel Liebe in der Beschreibung, dass ich mich am Ende von der Geschichte umarmt fühlte und mir die Wärme ins Herz stieg. Wunderschön!
Nichts für mich
von Küchenqueen - 13.07.2018
Professorin Claire wird von Ihrem Mann betrogen, betrügt ihn ebenfalls und trifft im Hotelfoyer auf eine sie faszinierende Frau. Kurz darauf stellt ihr Sohn ihr diese Frau als seine Verlobte vor. Claire verliebt sich in sie.  Das war der Inhalt des Buches in Kurzform. Um mehr geht es auch gar nicht. Von einer Autorin dieses Formates hatte ich mir jetzt doch deutlich mehr versprochen. Doch diese Geschichte kam einfach bei mir nicht an. Sie hat mich weder berührt, noch mitgenommen - geschweige denn, daß ich sie spannend fand. Die Charaktere waren mir ziemlich egal, da kein Bezug aufkam und ganz ehrlich - man möchte auch gar nicht alles in diesem Buch wissen.
Das Meer aus Gefühlen.
von bookslove1511 - 12.07.2018
Claire 44, Verhaltensbiologin, verheiratet mit ihre erste liebe und fühlt sie sich gefangen in der Ehe. Sie will Leidenschaft haben, sich selbst fühlen, leben. Sie sucht mit hilfe der Seitensprünge sich selbst und Bestätigung von Wert ihres Frauenseins. Julie 19, Studentin, sie sucht was, was ihre innere Feuer zu lodern bringt und sich tief im Herzen bewegen lässt. Sie liebt Musik und nur mit Musik bringt sie Farbe in ihr leben. Zwei unterschiedliche, starke Frauen die "das Sinn des Lebens" suchen und in eine Meer von Gefühlen schwimmen, schwimmen lernen. "Die Schönheit der Nacht" ist definitiv kein Buch, dass man zwischen durch so liest. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und braucht Konzentration. Die viele Französische begriffe macht das lesen noch schwer, nicht jeder kann Französisch! Bis Seite 150 war langatmig, passiert kaum was, außer wie schön das Paris und Bretagne Küste ist, wie lecker das Wein schmeckt. Ab Seite 170 geht das bergauf und nach meinem Geschmack endet das Geschichte zu abrupt. Ich bin weder mit Claire noch mit Julie warm geworden. Ich finde beide Protagonisten unsympathisch und verhalten von beiden zu Stocksteif und frostig. Der Leseprobe und das Klappentext verspricht eine tiefsinnige Geschichte aber Story wirkt nun unecht, zu detailliert geschrieben und zieht sich unnötig in der Länge. Fazit: Für die diejenigen, die über eigenen Leben oder Leben von andren Frauen nach denken möchten, ist dieses Buch genau richtig. Es ist nicht eine klassische Frauenroman, die man zum Unterhaltung so neben bei liest. Hier braucht man Zeit und ein wenig Französischkenntnisse. Sorry, war leider nicht für mich.
Spricht mir aus der Seele
von dj79 - 10.07.2018
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe meinen Ehemann und meine beiden reizenden Kinder über Alles. Für nichts auf der Welt würde die Drei eintauschen. Unser Zusammenleben ist mit all den kleinen, täglichen Unwegbarkeiten, die das Leben so mit sich bringt, nahezu perfekt. Ich bin jedoch eine Meisterin im Hinterfragen, mich selbst, meine sogenannte Karriere, Ansätze von Kindererziehung und vieles mehr. Manchmal beneide ich Menschen, die ein anderes Leben führen, weil sie es scheinbar einfacher haben oder weil sie für dies oder jenes Zeit haben. Da geht es mir ähnlich wie Claire, der Verhaltensforscherin, mit deren Charakter ich mich am meisten identifizieren kann. Claire musste sehr früh in ihrem Leben einen Teil ihres Frau-Seins aufgegeben, um Mutter zu sein, ihre Konzentration von sich auf ihren Sohn, Nicolas, lenken. Unbeschwertheit im Leben wich Vernunft, Verantwortung und Sorge. Das geht wohl jeder Frau, die zur Mutter wird, so. Durch ihr Kind war sie dann auch an dessen Vater Gilles gebunden. Claire zweifelt, ob alle ihre Entscheidungen gut für sie waren. Sie glaubt, in ihrem Leben festgefahren zu sein, wie "versteinert" zu sein. Als Verhaltensforscherin ist sie aus meiner Sicht doppelt bestraft, da sie fachlich in der Lage ist, jede ihrer Gefühlslagen zu deuten und dies dann zwangsläufig auch allzuoft tut. Julie, die neunzehnjährige Freundin des erwachsenen Nicolas, verkörpert die schüchterne, unentschlossene Jugend, der noch alle Türen offen stehen, die nur den ersten Schritt ins selbstverantwortliche Leben wagen muss. Sie ist der vorgehaltene Spiegel, der Claire einen bewussten Rückblick in ihre eigene Vergangenheit gestattet. Julie bringt fast vergessene Erinnerungen wieder zum Vorschein. Claire und Julie, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, sich doch aber auch so ähnlich sind, beäugen sich zunächst distanziert, tauschen Nicolas zu Liebe gehemmt Höflichkeiten aus, bis sie akzeptieren können, was sie unterbewusst schon längst wissen. Die sprachliche Gewalt dieses wundervollen Romans rollt in Wellen auf den Leser zu, spült ihn mit sich fort in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonistinnen und spuckt einen mitten im eigenen Leben wieder aus. Nina George hat mich als Leser so gekonnt mitgenommen, dass ich schon nach kurzer Zeit die Rolle der Claire gedanklich angenommen habe. Nach dem Lesen bleibe ich nachdenklich zurück, fühle mich allerdings nicht mehr so allein mit meinem Drang zum Hinterfragen. Leseempfehlung: Ich möchte die "Schönheit der Nacht" Frauen, aber insbesondere Müttern, als Lektüre an Herz legen.
Spricht mir aus der Seele
von dj79 - 09.07.2018
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe meinen Ehemann und meine beiden reizenden Kinder über Alles. Für nichts auf der Welt würde die Drei eintauschen. Unser Zusammenleben ist mit all den kleinen, täglichen Unwegbarkeiten, die das Leben so mit sich bringt, nahezu perfekt. Ich bin jedoch eine Meisterin im Hinterfragen, mich selbst, meine sogenannte Karriere, Ansätze von Kindererziehung und vieles mehr. Manchmal beneide ich Menschen, die ein anderes Leben führen, weil sie es scheinbar einfacher haben oder weil sie für dies oder jenes Zeit haben. Da geht es mir ähnlich wie Claire, der Verhaltensforscherin, mit deren Charakter ich mich am meisten identifizieren kann. Claire musste sehr früh in ihrem Leben einen Teil ihres Frau-Seins aufgegeben, um Mutter zu sein, ihre Konzentration von sich auf ihren Sohn, Nicolas, lenken. Unbeschwertheit im Leben wich Vernunft, Verantwortung und Sorge. Das geht wohl jeder Frau, die zur Mutter wird, so. Durch ihr Kind war sie dann auch an dessen Vater Gilles gebunden. Claire zweifelt, ob alle ihre Entscheidungen gut für sie waren. Sie glaubt, in ihrem Leben festgefahren zu sein, wie "versteinert" zu sein. Als Verhaltensforscherin ist sie aus meiner Sicht doppelt bestraft, da sie fachlich in der Lage ist, jede ihrer Gefühlslagen zu deuten und dies dann zwangsläufig auch allzuoft tut. Julie, die neunzehnjährige Freundin des erwachsenen Nicolas, verkörpert die schüchterne, unentschlossene Jugend, der noch alle Türen offen stehen, die nur den ersten Schritt ins selbstverantwortliche Leben wagen muss. Sie ist der vorgehaltene Spiegel, der Claire einen bewussten Rückblick in ihre eigene Vergangenheit gestattet. Julie bringt fast vergessene Erinnerungen wieder zum Vorschein. Claire und Julie, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, sich doch aber auch so ähnlich sind, beäugen sich zunächst distanziert, tauschen Nicolas zu Liebe gehemmt Höflichkeiten aus, bis sie akzeptieren können, was sie unterbewusst schon längst wissen. Die sprachliche Gewalt dieses wundervollen Romans rollt in Wellen auf den Leser zu, spült ihn mit sich fort in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonistinnen und spuckt einen mitten im eigenen Leben wieder aus. Nina George hat mich als Leser so gekonnt mitgenommen, dass ich schon nach kurzer Zeit die Rolle der Claire gedanklich angenommen habe. Nach dem Lesen bleibe ich nachdenklich zurück, fühle mich allerdings nicht mehr so allein mit meinem Drang zum Hinterfragen. Leseempfehlung: Ich möchte die "Schönheit der Nacht" Frauen, aber insbesondere Müttern, als Lektüre an Herz legen.
Emotionale Geschichte
von Papier und Tintenwelten - 03.07.2018
Lesegrund: Nina George zählt zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer wieder gerne lese. Ihr neues Werk klang für mich wieder nach einer besonderen und lebensnahen Geschichte, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Handlung: In dieser Geschichte geht es um die Protagonistinnen Claire und Julie. Claire arbeitet in Paris als Verhaltensbiologin und hat in ihrem Leben das Gefühl, dass sie nur noch funktioniert, anstatt wirklich zu leben. Julie ist jung und sehnt sich stark danach endlich richtige Leidenschaft zu empfinden. Diese wünscht sie sich in jedem Bereich ihres Lebens. In der Bretagne entdecken die beiden, so verschiedenen Frauen, jede ihre Lebenslust und Leidenschaft neu, nichtsahnend, dass sie danach nicht mehr dieselben sein werden ¿ Schreibstil: Der Schreibstil von Nina George hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte besonders die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen, durch die ich mir das Ambiente in der Bretagne und auch die Charaktere und ihre Stimmungen richtig gut vorstellen konnte. Charaktere: Die Darstellung der Charaktere hat mir gut gefallen. Die beiden Protagonistinnen wurden zwar extrem gegensätzlich dargestellt, aber im Zusammenspiel brachte das letztendlich nur viel positives mit sich. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin schön dargestellt. Was mir immer wichtig ist, sind deutliche Entwicklungen der Charaktere und auch die gab es, zu meiner Freude, in diesem Buch mehrfach mitzuerleben. Spannung: Den Spannungsbogen hat Nina George über weite Strecken auf einem guten Niveau gehalten, was mir gefallen hat. Langweilig wurde die Geschichte wirklich nie, aber manche Momente waren mir doch etwas zu detailliert beschrieben. Das war allerdings echt nur ein minimales Manko. Emotionen: Die Emotionen hat die Autorin sehr gut rübergebracht und ich finde sogar, dass sie das absolute Highlight in diesem Buch waren. Ich habe mit den Protagonistinnen in mehr als einem Moment mitfühlen können und fand die Themen insgesamt sehr interessant. Einige Dinge haben mich auch selbst zum nachdenken gebracht, was ich echt prima fand. "Die Schönheit der Nacht" ist ein facettenreicher und atmosphärischer Roman, der mich besonders durch die Thematik und die schöne Darstellung der Emotionen sehr gut unterhalten hat!
Anders als erwartet... sehr poetisch...
von S.I. - 02.07.2018
Die Aufmachung des Buches ist sehr besonders: Hardcover ohne Schutzumschlag, sondern direkt bedruckt - und das mit Erhabenen Buchstaben (Autorin + Titel), wirkt sehr edel! Das Motiv und der Klappentext lassen einen erotisch angehauchten Roman erwarten, doch es kommt etwas anders... Es wird die Geschichte von Claire und Julie erzählt, die sich zunächst zufällig kurz über den Weg laufen, aber die andere irgendwie durchschauen können und in Erinnerung bleiben... die nächste Begegnung dauert länger. Ich will hier inhaltlich nichts vorwegnehmen, nur halt soviel, dass meine oben beschriebenen Erwartungen nach diesem Cover / Klappentext nicht erfüllt wurden. Was aber absolut nicht negativ gemeint ist: die sehr poetische, in Bildern sprechende Sprache, die die Handlung eher langsam vorangehen lässt, aber den Leser um so intensiver ins Geschehen eintauchen lässt, haben mir wirklich gut gefallen!! Es ist halt nur leicht verwirrend und es wird evt nicht die richtige Leser-Zielgruppe gesprochen. Für mich ist es nicht der erste (und hoffentlich auch nicht letzte) Roman von Nina George, den ich wieder einmal aufrichtig weiterempfehlen kann!
Berührend, ergreifend, melancholisch, ein wahrer Lesegenuss
von booklover2011 - 01.07.2018
Inhalt (dem Klappentext entnommen): Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. Meinung: Der sehr poetische, bildhafte, gefühlvolle und elegante (ich kann es nicht besser beschreiben) Schreibstil liest sich gut und flüssig. Jedoch habe ich langsam und genussvoll gelesen, damit ich wirklich alles erfassen konnte. Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Claire und Julie geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Claire ist eine berühmte Verhaltensbiologin, verheiratet mit dem Musiker Gilles, mit dem sie den Sohn Nicolas hat. Die Ehe funktioniert nur noch, ist zur Gewohnheit, zur Routine geworden. Die Leidenschaft, der Funke der Liebe ist nicht mehr da bzw. so tief versunken. Claire hat sich und die Träume, die sie als junge Frau hatte, verloren. Sie spielt die Rollen der Ehefrau, der Mutter, der Professorin, doch wer sie wirklich ist, was sie wirklich will, das hat sie (aus den Augen) verloren. Die junge Julie steht noch am Beginn ihres Lebens und weiß nicht wohin sie der Weg führen wird. Ob sie für sich und ihren Traum vom Singen kämpfen kann und wird, denn sie hat große Angst davor öffentlich zu singen. Sowohl Claire als auch die junge Julie sind auf der Suche nach sich selbst, während sie den Sommer am Meer verbringen. Im Vorwort stellt die Autorin die Frage "Sag: und wie willst du wirklich leben?" (S. 5). Dieser Fragen gehen Claire und Julie im Laufe der Geschichte nach und entdecken auf diesem Weg sich selbst und ihre Träume (wieder). Das Buch enthält viele wichtige, traurige und schmerzhafte Wahrheiten, die einen auf jeden Fall zum Nachdenken bringen, wie beispielsweise das nachfolgende Zitat: "Die Söhne erkundeten, wie sie sich selbst gefielen. Die Töchter erkundeten, wie sie anderen gefielen" (S. 69). Ein berührender, melancholischer Roman, der Leser-/innen dazu auffordert, für sich und seine Träume einzustehen, sich nicht nach gesellschaftlichen Konventionen zu richten, sich nicht in eine bestimmte Box bzw. Schublade stecken zu lassen. Der Roman zeigt, dass man wie die beiden Frauen, unabhängig von Alter und Lebenssituation, für sich und seine Träume kämpfen sollte, dass es nicht zu spät ist, sich selbst zu finden. Ein wunderschönes Lesevergnügen, welches ich sehr genossen habe, mit sehr wichtigen, aber auch schmerzhaften Botschaften. Fazit: Ein berührender, ergreifender und melancholischer Lesegenuss mit wichtigen und auch schmerzhaften Botschaften. Das war das erste Buch der Autorin und es ist sicherlich nicht das letzte gewesen, welches ich von ihr gelesen habe.
Frauen
von Nela - 29.06.2018
Claire fühlt sich gefangen in ihren Rollen als Karrierefrau, Ehefrau und Mutter. Sie möchte frei sein, sich selbst und ihre echten Wünsche wieder spüren. Julie dagegen ist jung und sucht noch etwas ziellos nach dem Leben mit all seinen Facetten. Zusammen mit Claires Mann und ihrem Sohn - Julie¿s Freund - verbringen die beiden Frauen einen Sommer in der Bretagne. In dieser Zeit reflektiert Claire ihr Leben, ihre Situation, ihren Platz im Leben. Ich liebe an den Büchern von Nina George immer die besondere, intensive, bildhafte Sprache. Bei diesem Buch ist die Menge an Sätzen, die man sich fast herausschreiben möchte oder die man zumindest zweimal liest so groß, dass der Lesefluss etwas darunter leidet. Der Text ist so reich an Bildern, Wortspielen, Weisheiten, dass ich diese beim erstmaligen Lesen gar nicht alle erfassen, aufnehmen und verarbeiten kann, sondern zum Teil einfach darüber hinweg lese. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes handelt es sich um ein ganz besonderes Buch, dass man nicht einfach durchlesen kann, sondern auf das man sich einlassen muss. Die Handlung rückt zugunsten von Gedankengängen der Protagonistin öfter in den Hintergrund. Fast wirkt es, als sei sie nur der Rahmen für diese. Auch wenn ich Claires Hadern mit ihren Rollen als Frau nicht nachempfinden kann, so bringt es mich doch zum Nachdenken. Das ist für mich an einem Buch das Wichtigste. Insgesamt ein tolles Buch über Frauen, ihre Wünsche, Träume und Geheimnisse.
Zwei Frauen, die sich neu finden
von SummseBee - 20.06.2018
Claire fühlt sich immer mehr in ihrem Leben und ihrer Ehe eingezwängt und verspürt den Drang danach sich und das Leben zu spüren. Und Julie geht es ähnlich. Sie wartet auf große Leidenschaft und auf etwas das sie in Brand steckt. Zwei sehr unterschiedliche Frauen in verschiedenen Stadien ihres Lebens, die gemeinsam in der Bretagne neue Lebenslust finden und danach nicht mehr dieseleben sind... Nina George schafft es auch wieder in diesem Roman durch ihren poetischen Schreibstil, dass man voller Leichtigkeit und Wohlbefinden nur so über die Seiten fliegt. Dabei werden auch ernste Themen angesprochen und viele Szenen regen auch noch im Nachhinein zum Nachdenken an. Claire und Julie sind zwei ganz unterschiedliche Frauen, die sich im Laufe der Geschichte neu finden. Ihre Entwicklung fand ich sehr schön beschrieben. Jede Frau findet sich sicher in einem dieser Situationen, die die beiden Frauen durchleben oder berichten wieder. Ich würde dieses poetisch geschriebene und schön aufgemachte Buch am liebsten jeder Frau ans Herz legen. Das es jede von ihnen zum nachdenken anregt, ob sie die Frau sind die sie immer sein wollten.
Sich finden
von ele - 06.06.2018
Die Schönheit der Nacht, Roman von Nina George, 315 Seiten, erschienen bei Droemer Knaur. Eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen übers Frau sein und frei sein. Seit ihr Sohn Nico erwachsen ist, haben Claire und Gilles nicht mehr viele Gemeinsamkeiten. Sie schlafen getrennt, Gilles hat verschiedene Affären und auch Claire verbringt anonyme, amouröse Stunden mit fremden Männern. Nach einem dieser Treffen trifft sie im Hotelflur auf Julie. Am selben Abend will Nico Claire und Gilles Sohn, den Eltern seine neue Freundin vorstellen. Und Claire fällt aus allen Wolken, es ist die junge Frau vom Hotelflur - Julie. Soweit die Leseprobe, ich war sofort von dieser Geschichte begeistert. Ein Frauenroman, eingeteilt in 33 Kapitel, die französischen Phrasen, Liedzeilen, bzw. die Gedanken der Charaktere sind kursiv gedruckt und heben sich deutlich ab. Anfangs war ich hellauf begeistert von der wunderbaren Sprache, der bildhaften Beschreibung und der Lebhaftigkeit der beschriebenen Dialoge. Bis ich mit der Zeit realisiert habe, dieses Buch hat eine äußerst schwache Handlung, die Spannung die ich mir anfangs erhofft habe blieb jedoch äußert flach. Zwar konnte ich der Handlung folgen und sie auch nachvollziehen. Jedoch blieben mir die Beweggründe der Charaktere oft verschlossen. Zu jeder Zeit konnte ich die Lektüre unterbrechen, das Buch auch einige Tage aus der Hand legen. Dabei hat mich aber die Sprache, mit der Nina George Bilder vom Meer, Häusern, Landschaften und Stimmungen "gemalt" hat, total überwältigt. Wenn ich zu lesen begonnen habe, meist gleich viele Seiten. Die Sprache der Autorin hat alle meine Sinne beschäftigt, Gefühle Gehör, sehr oft werden Lieder und Tänze erwähnt, oder die Geräusche der Natur. Die Schilderung vom Geschmack der Speisen oder von Weinen, all das hat mir sehr gut gefallen. Mit Claire, der Professorin für Verhaltensbiologie konnte ich mich absolut nicht identifizieren. Sie ist die Versteinerte, die Felsin. Ich finde, für eine Frau die so erfolgreich, klug, gut aussehend und nicht unvermögend ist. Ist sie mit ihrem Leben einfach viel zu unzufrieden. Eine Frau an der man sich wehtun konnte wenn man ihr zu nahe kam. Auch ihre Ansichten über ihre Mutterschaft fand ich unmöglich, mehrmals wird im Buch betont, dass sie nie ein Kind wollte. Wie sie Schwangerschaft und Muttersein als Last empfand. S. 34/35 Der Körper fremdbenutzt, die Seele wird auseinandergerissen und ein Teil von ihr gehört dem Kind und geht mit ihm, egal wohin, für immer. Oder S. 67. Und wie ihr Sohn da so saß, wurde ihr bewusst, dass er sie als Frau ohne Frausein sah. So wie alle Söhne dies tun¿. und doch war es so ungerecht, dass Claire ihrem Sohn am liebsten eine Ohrfeige gegeben hätte, stellvertretend für alle Mütter. Auch die psychologischen Analysen und Gedanken der Protagonistin über Verhaltensweisen ihrer Gegenüber, waren m. M, nach zu ausschweifend, zu langweilig. Die Person Julie fand ich interessant, ihre Ängste waren für mich eher nachvollziehbar sie hat im Laufe der Geschichte die größte charakterliche Wandlung durchgemacht. Die männlichen Charaktere sind im vorliegenden Roman sehr schlecht "weggekommen" gerne hätte ich etwas mehr über Gilles erfahren, auch Nicolas der Sohn des Paares blieb relativ blass. Das Ende der Geschichte fand ich schön. Trotz einiger Kritikpunkte bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Schon der schönen Sprache wegen. Von mir 3 von 5 Sternen.
Zwei Frauen, ein Sommer und große Veränderungen
von Anna - 04.06.2018
Die Verhaltensbiologin Claire und ihr Mann führen ein scheinbar perfektes Leben, doch Claire ist rastlos, unruhig - sie hat das Gefühl nur zu funktionieren und sehnt sich danach, zu leben. Den Sommerurlaub verbringen die beiden in ihrem Ferienhaus in der Bretagne mit ihrem gemeinsamen Sohn und dessen Freundin Julie. Die beiden ungleichen Frauen, beide auf der Suche nach Leidenschaft und Leben, kommen einander näher und entdecken neue Facetten auf der Suche nach ihrem neuen Selbst. Das Buch ist durchaus anspruchsvoll und nicht ganz so einfach zu lesen. Der melancholisch-poetische Schreibstil der Autorin ist durchaus ansprechend, man kommt aber nicht ganz so einfach in einen Lesefluss. Ich musste ab und zu innehalten und einige Passagen nochmals lesen und überdenken. Trotzdem weiß ich die Sprachgewalt von Nina George sehr zu schätzen, ein wirkliches Talent, das einem nicht so oft in die Hände fällt. Zu nennen ist an dieser Stelle auch die wirklich gelungene und wunderschöne Beschreibung der Landschaft in der Bretagne sowie der französischen Lebensart. Die perfekte Kulisse, vor deren Hintergrund die Entwicklung der Figuren stattfinden. Man muss sich auf dieses Buch wirklich einlassen, offen sein, dann ist die Entwicklung der Personen wirklich inspirierend und gibt schöne Denkanstöße. Insgesamt habe ich dieses Buch gerne gelesen, auch wenn ich es immer mal wieder eine Zeit aus der Hand legen musste und dann etwas gebraucht habe, um wieder reinzufinden.
Pure Poesie
von Lea - 03.06.2018
"Die Schönheit der Nacht" kann man einfach nur als poetisch beschreiben. So ein schönes Buch voller Poesie und Wahrheit ohne etwas zu beschönigen, habe ich noch selten gelesen. Es geht um Claire und Julie. Claire ist verheiratet und hat einen Sohn, doch sie befindet sich in einem Zustand innerer Zerrissenheit. Ähnlich geht es Julie, die mit Claires Sohn zusammenkommt. Auch sie kann sich nicht finden. Zwei völlig verschiedene Frauen in unterschiedlichen und doch so gleichen Situationen, die zusammen mit ihren Männern in Urlaub fahren und dort ganz besondere Dinge erfahren. Das Besondere an diesem Buch ist auf jeden Fall der einzigartige Schreibstil. Nina George beschreibt Situationen auf so eine poetische Weise, dass es einem richtig ans Herz geht. Sie hat einen Blick auf die Dinge, die anderen verborgen bleiben und weiß ganz wundervoll davon zu erzählen. Ich denke, mit Claire und Julie kann sich jede Frau auf die eine oder andere Weise identifizieren. Haben wir nicht alle Geheimnisse, die wir mit niemandem teilen wollen/können/dürfen? Darum geht es in diesem Buch. Und auch darum, wie solche Geheimnisse Frauen daran hindern wirklich frei zu sein und ihr Leben so zu leben, wie sie es wollen. Der Roman ist sicher keine Anleitung dafür, wie man es schafft, sich selbst zu finden und sich frei zu fühlen. Aber er zeigt, wie es sein kann und dass es manchmal nur eine Person an einem gewissen Ort braucht, um eine ganz neue Entwicklung durchzumachen. Dieses Buch ist so anders, als die meisten, die ich in letzter Zeit gelesen habe und darum hat es mich besonders gefangen genommen. Ich empfehle dieses Buch eher an weibliche Leserinnen, weil es für die Männer vielleicht schwer fällt, sich in die beiden Hauptfiguren reinzuversetzen. Interessant dürfte es trotzdem allemal sein!
Eine sinnliche Reise in die Bretagne
von * Vivi * - 30.05.2018
Die wahre Schönheit der Nacht zu erkennen ist nur eine Episode im Leben der Protagonistin, Claire. Die Schönheit der Worte zu entdecken ist dafür allgegenwärtig für die Leser. Die besondere Anziehungskraft üben in diesem Roman nicht etwa die stürmischen Ereignisse aus, sondern die atemberaubende Ausdrucksweise, die verzaubert und süchtig macht: Man möchte immer mehr von der natürlich wirkenden, ausdrucksvollen Geschichte erfahren. Die Leser sinnlich und emotional zu fesseln, schafft die Autorin bereits in den ersten Sätzen mit Leichtigkeit. Von Anfang an fordert die außergewöhnliche, moderne Sprache von Nina George alle Sinne: Sie schafft eine stimmungsvolle Kulisse mit Geräuschen, visuellen Eindrücken, Gerüchen und Geschmack. "Er hatte nach Milch und Zucker, nach Kaffee und Lust geschmeckt." Ein Seitensprung, betörend, unverbindlich, oberflächlich und er ist voller Sehnsucht. Eine kleine Flucht, doch kein Entkommen für die Hauptfigur: Der gewohnte Alltag erwartet Claire wieder. Man fühlt ihre lähmende Verzweiflung zwischen Lüge und Realität, und dennoch verliert man sich in der wundervollen Lyrik mitten im Gedankenstrom. Das Thema und die gut gewählten Stilmittel ergeben eine harmonische Einheit. Der Grundton des Romans ist ruhig und ausgeglichen, doch die Charaktere haben etwas Beunruhigendes. Die Realität der Figuren kommt dem Leser erschreckend nah und lässt die Einsamkeit und das Unglück der Hauptperson, Claire, nachempfinden. Die Einsamkeit und das Unglück in einer scheinbar glücklichen Ehe. Die Autorin geht analytisch und wissenschaftlich vor, sie schildert Theorien zum menschlichen Verhalten und stellt schmerzhafte Erkenntnisse in den Vordergrund, über Kindheitsträume, Selbstverwirklichung, das Streben nach Glück, und natürlich auch über die Unglücksfallen, in die man häufiger hineintappt, als man erwarten würde. Offen bleibt nur bis zu den letzten Seiten, ob ihre Figuren einen Ausweg finden. Die Erzählung erlaubt dabei einen ehrlichen Einblick in die Gefühlswelt der heutigen Frauengeneration zwischen Alltag, Karriere und sehnsüchtigen Träumen. Eine authentische Darstellung moderner Weiblichkeit.
Keine leichte Sommerfrische in der Bretagne, aber gerade deshalb lesenswert
von Marie aus E. - 29.05.2018
Zuerst zur Optik des Buches: ich mag es, wenn ein Buch schön in der Hand liegt und aus hochwertigem Papier besteht - dem ist hier so. Zudem noch farblich schön abgesetztes Vorsatzpapier mit je einem passenden Spruch zum Einstieg und Ausstieg - schön! Lediglich das Covermotiv hat mich nicht wirklich angesprochen. Claire, versteinert im Alltag, Hauptfamilienernährerin und von ihrem Mann, dem Künstler, nicht mehr richtig gesehen und Julie, die Freundin ihres Sohnes, sind die beiden weiblichen Hauptpersonen des Buches. Alle zusammen fahren in das Ferienhaus der Familie in die Bretagne, dort lernen wir Leserinnen (ich würde das Buch tatsächlich als Frauenbuch sehen) dann alle Urlaubenden nach und nach besser kennen und können tief in ihr Seelenleben eintauchen. Etwas später kommen auch noch Claires Geschwister und es blättert sich damit auch ein Stück von Claires Kindheit auf. Besonders die schöne Sprache hat mir hier sehr gut gefallen. Sätze wie Im Meer kommt es nur darauf an, zu existieren. Niemandem fiel auf, wenn Menschen sich in den Wellen treiben ließen (...). An Land reicht dieser nichtssagenden Aggregatszustand nie aus. Man müsste von A nach B reden, eine Meinung haben (....). Und nirgends ein Jetzt, sondern nur gleich , später , (...) wenn die Kinder aus dem Haus sind habe ich gleich mehrmals gelesen. Ab und an spitzt auch ein Humor durch, der mir gefällt, etwa bei der Beschreibung des Hausmeisters Padrig. Vordergründig hat der Roman gar keine große Handlung, doch dafür sind die Verletzungen, das Unglücklich sein, die geheimen Wünsche und schließlich das Aufbrechen aus der Versteinerung bzw. der Weg in die Selbstbestimmtheit wunderschön und ergreifend erzählt. Mein Fazit: ein Buch, das mich berührt hat und obwohl es kein leichter Sommerfrische-Roman ist, leicht zu lesen ist. Mein erstes Buch von Nina George, ich bin gespannt auf weitere Werke.
DIE INNERE FREIHEIT
von Hennie - 26.05.2018
Was mir als erstes auffiel war das Äußerliche: der schöne Titel und das ansprechende Cover sowie das türkisfarbene Innenleben des Buches mit dem Abdruck der Zitate, jeweils eins vorn und eins hinten drin. Eine edle Aufmachung mit Lesebändchen! Meine Erwartungen an den Roman wurden übertroffen. Ich dachte an Liebe, Leidenschaft, an Sinnlichkeit und Begehren, an Selbstverwirklichung und an Freiheit in der Beziehung. Das alles bekam ich geliefert und noch viel mehr, allerdings anders als vermutet. Es passiert nichts wirklich Aufregendes in Nina Georges Roman und doch ist ihr mit der Geschichte über das normale Leben zweier Frauen ein literarisches Juwel gelungen. Zum einen ist da Claire, eine Frau in der Mitte ihres Lebens, eine Frau, die scheinbar alles hat. Sie gelangte aber an einen Wendepunkt, fühlt sich verbittert und irgendwie versteinert. Ihr Seelengleichgewicht ist äußerst fragil geworden. Gilles, ihr Ehemann betrügt sie seit längerem und sie sucht in gelegentlichen "One-Day-Stands" eine Bestätigung ihres Frauseins. Die andere Frau heißt Julie, steht am Anfang ihres Lebens und ist die Freundin von Nicolas, dem Sohn von Claire und Gilles. Der Zufall will es, dass Claire in ihr die Person erkennt, die ihr im Hotel nach ihrem Seitensprung begegnete. Nun fahren sie alle gemeinsam, wie die Familie seit 22 Jahren schon, in ihr Ferienhaus an der bretonischen Küste... In einem großartigen, sprachgewandten Stil beschreibt die Autorin die Wandlung von Claire und Julie. Beide entdecken sich neu. Ich habe mich sehr gern darauf eingelassen und konnte die Entwicklung der so unterschiedlichen Frauen akzeptieren bis hin zum hoffnungsfrohen Finale. Die innere Zerrissenheit beider Protagonistinnen vermochte ich gut nachzuvollziehen. Ich bin von der Schönheit und Macht der Sprache beeindruckt. Nina George verfügt über ein großes Talent mit Worten zu malen, Metaphern einfließen zu lassen und auch zwischen den Zeilen Stimmungen zu erzeugen. Ich fand viele ausdrucksstarke, inhaltsreiche Sätze. Ein Beispiel nur: "Worte konnten lügen. Immer. Die Stimme nie, der Körper nie, und was von jenseits der geschlossenen Tür so unvermutet auf Claire regnete, war die Nacktheit einer Seele. Eingehüllt in einen Atem, der wie das Einatmen vor dem Schweigen war." Eine der vielen Schlüsselszenen war für mich als Julie mit den drei Männern (Gilles, Nicolas, Ludovic) auf dem Heimweg, plötzlich aus dem Auto aussteigt, abrupt die Beziehung zu Nicolas beendet und sich mit einer rücksichtslosen Entschlossenheit im heftigen Gewitterregen zurückkämpft zu Claire ans Meer. Hier die Metapher: Aufrecht durch den Sturm gehen! Mein Leben geht schon weit über die Mitte hinaus. Ich befinde mich im letzten Drittel. Auch deshalb kann ich das Geschriebene gut einordnen. Es vermochte jede Menge Bilder und Erinnerungen in meinem Kopf zu wecken. Das ist so tragisch am Leben! Ich meine damit, wenn man glaubt Bescheid zu wissen, dann ist es auch bald zu Ende. Auch dazu fand ich ein Zitat: "Erst am Ende lernen wir uns kennen." S. 272 Für mich war "Die Schönheit der Nacht" ein wundervolles Leseerlebnis mit wertvollen Erkenntnissen. Viele inhaltsschwere, tolle Sätze fanden Eingang in mein Zitatebuch und eine für mich neue Schriftstellerin fand Eingang in mein Herz. Ich empfehle dieses Buch eigentlich allen, egal ob Mann oder Frau. Es ist mit soviel Herzenswärme, Liebe zum Detail, Feingefühl und Klugheit geschrieben. Von mir bekommt es die Höchstbewertung!
Alle Kundenbewertungen anzeigen
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.