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Die Schönheit der Nacht

Roman. Empfohlen Ab 16 Jahre.
Buch (gebunden)
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Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Schönheit der Nacht
Autor/en: Nina George

ISBN: 3426654067
EAN: 9783426654064
Roman.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Droemer Knaur

2. Mai 2018 - gebunden - 314 Seiten

Beschreibung

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers "Das Lavendelzimmer", sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen. "Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"

Trailer

Portrait

Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman "Das Lavendelzimmer" wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George als Jean Bagnol Provencethriller. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne. Mehr über Nina George: www.ninageorge.de

Leseprobe

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Pressestimmen

"Ein atmosphärischer Text voller Schönheit und klarer Sprache, der sich letztendlich um schlummernde Sehnsüchte und verborgene Kräfte im Weiblichen dreht." bento.de, 04.06.2018
Bewertungen unserer Kunden
Nichts für mich
von Küchenqueen - 13.07.2018
Professorin Claire wird von Ihrem Mann betrogen, betrügt ihn ebenfalls und trifft im Hotelfoyer auf eine sie faszinierende Frau. Kurz darauf stellt ihr Sohn ihr diese Frau als seine Verlobte vor. Claire verliebt sich in sie.  Das war der Inhalt des Buches in Kurzform. Um mehr geht es auch gar nicht. Von einer Autorin dieses Formates hatte ich mir jetzt doch deutlich mehr versprochen. Doch diese Geschichte kam einfach bei mir nicht an. Sie hat mich weder berührt, noch mitgenommen - geschweige denn, daß ich sie spannend fand. Die Charaktere waren mir ziemlich egal, da kein Bezug aufkam und ganz ehrlich - man möchte auch gar nicht alles in diesem Buch wissen.
Die Schönheit der Details
von bootedkat - 25.04.2018
Claire Costeau ist Mitte vierzig, steht mitten im Leben und ist Madame le Professeur für Verhaltensbiologie. Julie Beauchamp ist Anfang zwanzig, hätte gerne den Mut vor Publikum zu singen und arbeitet in einem Hotel, bis sie weiß welche Richtung ihr Leben nehmen soll. Beide Frauen sind auf der Suche. Nach Selbstverwirklichung und Freiheit. Als sie sich begegnen, löst das in Beiden die unterschiedlichsten Emotionen, Wünsche und Sehnsüchte aus. Eigentlich ist Claire angekommen. Sie hat ihren Kindheitswunsch, sich mit Menschen und ihrem Verhalten zu beschäftigen, verwirklicht und hat eine Familie, zu der sie eigentlich gerne nach Hause kommt. Eigentlich, denn hinter der Fassade bröckelt es an den verschiedensten Stellen. Claire und ihr Mann Gilles, ein Komponist, sind sich nicht wirklich treu und eigentlich wollte Claire sowieso nie Kinder haben. Ihr Sohn Nicolas ist mittlerweile erwachsen und als er seine Freundin Julie seinen Eltern vorstellt, beginnt die Handlung sich zu entwickeln. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Julie erzählt, wobei auch Wechsel im Erzählton vollzogen werden. Claire neigt dazu, das Verhalten ihrer Mitmenschen zu analysieren oder in Gedanken, die entsprechenden Stellen aus ihren Vorlesungen zu rezitieren. Entgegen der möglichen Erwartung, wirkt dies jedoch nicht altklug, sondern eher so, als würde sie sich in die Wissenschaft flüchten, um sich mit bestimmten Alltagssituationen nicht auseinandersetzen zu müssen. Julie ist eher auf sich selbst bezogen. Nicht aus Egoismus, sondern weil sie dabei ist, sich selbst zu finden. Nina George spickt ihren Roman mit unglaublich vielen Details, ohne jemals die Geschichte zu überladen. Stattdessen entsteht Atmosphäre und man hat das Gefühl sich mitten in der entsprechenden Szenerie zu befinden. Die Sprache wirkt durch den Detailreichtum und die Satzkonstruktion mitunter fast poetisch. Würde man "Die Schönheit der Nacht" auf das Wesentliche reduzieren wollen, so könnte man davon sprechen, dass sich der Text aus einer Essenz von Begehren, Selbstzweifeln und Salz zusammensetzt. Definitiv ein Buch, das gekostet und nicht verschlungen werden will.
Innere Zerrissenheit
von Tara - 06.05.2018
"Die Schönheit der Nacht" ist ein poetischer und gefühlvoller Roman der Autorin Nina George. Claire steht mitten im Leben, ist Mutter und erfolgreiche Verhaltensbiologin, aber dennoch fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Julie - die neunzehnjährige Freundin von Claires Sohn - ist noch jung, unsicher und neugierig auf das Leben ist. Sie verbringen den Sommer gemeinsam in der Bretagne, sind fasziniert voneinander und entdecken dabei völlig neue Gefühle. Der Schreibstil von Nina George ist einfach wundervoll. Poetisch und detailliert beschreibt sie ihre Charaktere und die Begebenheiten vor Ort. Ihre bildhafte Sprache hat mir direkt Bilder vor die Augen gezaubert und ich musste während des Lesens immer wieder inne halten um sie auf mich wirken zu lassen. Das Buch besteht aus so viel mehr als nur den Worten, die in ihm stehen. Das Flair der Bretagne wird so authentisch beschrieben, dass man die Atmosphäre regelrecht spüren kann. Die Mischung aus Poesie, Melancholie und der leicht sarkastischen Art von Claire fand ich sehr gelungen. Die hochwertige Aufmachung des Buches mit der rauen Rückseite, der glatten Front und den geprägten Buchstaben, dem blauen Leseband haben das Leseerlebnis für mich perfekt abgerundet. Die unterschiedliche Haptik hat die Zerrissenheit der Charaktere eindrucksvoll widergespiegelt. Mich hat das Buch durch seine intensive und wortgewaltige Sprache gefesselt. Schonungslos und ehrlich berichtet die Autorin von zwei vollkommen unterschiedlichen Freuen auf der Suche nach sich selbst. Ihre Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen werden schonungslos und ehrlich dargestellt. Für mich war das Buch ein echtes Lesehighlight, das nicht einfach zu lesen war, aber absolut empfehlenswert ist.
Das Meer aus Gefühlen.
von bookslove1511 - 12.07.2018
Claire 44, Verhaltensbiologin, verheiratet mit ihre erste liebe und fühlt sie sich gefangen in der Ehe. Sie will Leidenschaft haben, sich selbst fühlen, leben. Sie sucht mit hilfe der Seitensprünge sich selbst und Bestätigung von Wert ihres Frauenseins. Julie 19, Studentin, sie sucht was, was ihre innere Feuer zu lodern bringt und sich tief im Herzen bewegen lässt. Sie liebt Musik und nur mit Musik bringt sie Farbe in ihr leben. Zwei unterschiedliche, starke Frauen die "das Sinn des Lebens" suchen und in eine Meer von Gefühlen schwimmen, schwimmen lernen. "Die Schönheit der Nacht" ist definitiv kein Buch, dass man zwischen durch so liest. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und braucht Konzentration. Die viele Französische begriffe macht das lesen noch schwer, nicht jeder kann Französisch! Bis Seite 150 war langatmig, passiert kaum was, außer wie schön das Paris und Bretagne Küste ist, wie lecker das Wein schmeckt. Ab Seite 170 geht das bergauf und nach meinem Geschmack endet das Geschichte zu abrupt. Ich bin weder mit Claire noch mit Julie warm geworden. Ich finde beide Protagonisten unsympathisch und verhalten von beiden zu Stocksteif und frostig. Der Leseprobe und das Klappentext verspricht eine tiefsinnige Geschichte aber Story wirkt nun unecht, zu detailliert geschrieben und zieht sich unnötig in der Länge. Fazit: Für die diejenigen, die über eigenen Leben oder Leben von andren Frauen nach denken möchten, ist dieses Buch genau richtig. Es ist nicht eine klassische Frauenroman, die man zum Unterhaltung so neben bei liest. Hier braucht man Zeit und ein wenig Französischkenntnisse. Sorry, war leider nicht für mich.
Über das Leben und Werden als Frau
von Anonym - 01.05.2018
Man muss schon Romane mögen, in denen es wenig Handlung gibt, um Gefallen an diesem neuen Buch der Bestsellerautorin Nina George zu finden. Denn im Vordergrund stehen die Gedanken der Protagonistin Claire, einer bekannten Pariser Verhaltensbiologin, die sich in den Sommerurlaub in ihr Haus in der Bretagne begibt. Sie ist zunehmend unzufrieden mit ihrem Leben als Frau und sinniert, philosophisch anmutend, darüber, was Weiblichkeit ausmacht. Eine Seeelenverwandte findet sie in ihrer künftigen Schwiegertochter, die noch auf der Suche nach ihrer Rolle als Frau ist. Die Sprache ist poetisch und sinnlich, fast schon überfrachtet mit Bildern und Metaphern, weshalb es wiederholten Lesens einzelner Passagen bedarf, um alles zu verstehen. Ohne das Wissen, dass das Buch aus deutscher Feder stammt, hätte ich es als typisch französisch eingeordnet. Das dürfte vermutlich an dem persönlichen Hintergrund der Autorin liegen, die auch in der Bretagne lebt, von der übrigens wunderschöne Eindrücke vermittelt werden.
Spricht mir aus der Seele
von dj79 - 10.07.2018
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe meinen Ehemann und meine beiden reizenden Kinder über Alles. Für nichts auf der Welt würde die Drei eintauschen. Unser Zusammenleben ist mit all den kleinen, täglichen Unwegbarkeiten, die das Leben so mit sich bringt, nahezu perfekt. Ich bin jedoch eine Meisterin im Hinterfragen, mich selbst, meine sogenannte Karriere, Ansätze von Kindererziehung und vieles mehr. Manchmal beneide ich Menschen, die ein anderes Leben führen, weil sie es scheinbar einfacher haben oder weil sie für dies oder jenes Zeit haben. Da geht es mir ähnlich wie Claire, der Verhaltensforscherin, mit deren Charakter ich mich am meisten identifizieren kann. Claire musste sehr früh in ihrem Leben einen Teil ihres Frau-Seins aufgegeben, um Mutter zu sein, ihre Konzentration von sich auf ihren Sohn, Nicolas, lenken. Unbeschwertheit im Leben wich Vernunft, Verantwortung und Sorge. Das geht wohl jeder Frau, die zur Mutter wird, so. Durch ihr Kind war sie dann auch an dessen Vater Gilles gebunden. Claire zweifelt, ob alle ihre Entscheidungen gut für sie waren. Sie glaubt, in ihrem Leben festgefahren zu sein, wie "versteinert" zu sein. Als Verhaltensforscherin ist sie aus meiner Sicht doppelt bestraft, da sie fachlich in der Lage ist, jede ihrer Gefühlslagen zu deuten und dies dann zwangsläufig auch allzuoft tut. Julie, die neunzehnjährige Freundin des erwachsenen Nicolas, verkörpert die schüchterne, unentschlossene Jugend, der noch alle Türen offen stehen, die nur den ersten Schritt ins selbstverantwortliche Leben wagen muss. Sie ist der vorgehaltene Spiegel, der Claire einen bewussten Rückblick in ihre eigene Vergangenheit gestattet. Julie bringt fast vergessene Erinnerungen wieder zum Vorschein. Claire und Julie, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, sich doch aber auch so ähnlich sind, beäugen sich zunächst distanziert, tauschen Nicolas zu Liebe gehemmt Höflichkeiten aus, bis sie akzeptieren können, was sie unterbewusst schon längst wissen. Die sprachliche Gewalt dieses wundervollen Romans rollt in Wellen auf den Leser zu, spült ihn mit sich fort in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonistinnen und spuckt einen mitten im eigenen Leben wieder aus. Nina George hat mich als Leser so gekonnt mitgenommen, dass ich schon nach kurzer Zeit die Rolle der Claire gedanklich angenommen habe. Nach dem Lesen bleibe ich nachdenklich zurück, fühle mich allerdings nicht mehr so allein mit meinem Drang zum Hinterfragen. Leseempfehlung: Ich möchte die "Schönheit der Nacht" Frauen, aber insbesondere Müttern, als Lektüre an Herz legen.
Eine sinnliche Reise in die Bretagne
von * Vivi * - 30.05.2018
Die wahre Schönheit der Nacht zu erkennen ist nur eine Episode im Leben der Protagonistin, Claire. Die Schönheit der Worte zu entdecken ist dafür allgegenwärtig für die Leser. Die besondere Anziehungskraft üben in diesem Roman nicht etwa die stürmischen Ereignisse aus, sondern die atemberaubende Ausdrucksweise, die verzaubert und süchtig macht: Man möchte immer mehr von der natürlich wirkenden, ausdrucksvollen Geschichte erfahren. Die Leser sinnlich und emotional zu fesseln, schafft die Autorin bereits in den ersten Sätzen mit Leichtigkeit. Von Anfang an fordert die außergewöhnliche, moderne Sprache von Nina George alle Sinne: Sie schafft eine stimmungsvolle Kulisse mit Geräuschen, visuellen Eindrücken, Gerüchen und Geschmack. "Er hatte nach Milch und Zucker, nach Kaffee und Lust geschmeckt." Ein Seitensprung, betörend, unverbindlich, oberflächlich und er ist voller Sehnsucht. Eine kleine Flucht, doch kein Entkommen für die Hauptfigur: Der gewohnte Alltag erwartet Claire wieder. Man fühlt ihre lähmende Verzweiflung zwischen Lüge und Realität, und dennoch verliert man sich in der wundervollen Lyrik mitten im Gedankenstrom. Das Thema und die gut gewählten Stilmittel ergeben eine harmonische Einheit. Der Grundton des Romans ist ruhig und ausgeglichen, doch die Charaktere haben etwas Beunruhigendes. Die Realität der Figuren kommt dem Leser erschreckend nah und lässt die Einsamkeit und das Unglück der Hauptperson, Claire, nachempfinden. Die Einsamkeit und das Unglück in einer scheinbar glücklichen Ehe. Die Autorin geht analytisch und wissenschaftlich vor, sie schildert Theorien zum menschlichen Verhalten und stellt schmerzhafte Erkenntnisse in den Vordergrund, über Kindheitsträume, Selbstverwirklichung, das Streben nach Glück, und natürlich auch über die Unglücksfallen, in die man häufiger hineintappt, als man erwarten würde. Offen bleibt nur bis zu den letzten Seiten, ob ihre Figuren einen Ausweg finden. Die Erzählung erlaubt dabei einen ehrlichen Einblick in die Gefühlswelt der heutigen Frauengeneration zwischen Alltag, Karriere und sehnsüchtigen Träumen. Eine authentische Darstellung moderner Weiblichkeit.
Der Sommer der Wahrheit!
von bärin - 07.05.2018
Zwei Frauen sind auf der Suche nach sich selbst, nach der Liebe, nach dem Glücklichsein. Da ist die Professorin für Verhaltensbiologie Claire, 44. verheiratet, Mutter eines erwachsenen Sohnes und dessen Freundin Julie, 19, Aushilfe in einem Hotel, wo sich beide zum ersten Mal begegnen. Claire traf sich dort mit einem Mann, aber Julie verrät sie nicht, als sie ihr kurz danach als Mutter ihres Freundes vorgestellt wird. Auch Claire bewahrt Julies Geheimnis um ihre Leidenschaft vom Singen. In den Ferien in der Bretagne kommen sie sich und ihren Sehnsüchten näher... In diesem Buch gibt es nicht allzu viel Handlung. Das Buch lebt von seiner poetischen Sprache, von klugen Sätzen und großen Sehnsüchten. Vom Annähern, sich selber finden, von Liebe und Selbstverwirklichung. Auch die reizvolle bretonische Landschaft und das wilde Meer spielen eine große Rolle. Ein sinnlicher Roman, der zum Nachdenken anregt.
Lädt zum Nachdenken über das Leben ein
von johannaliest - 24.04.2018
Die Schönheit der Nacht von Nina George befasst sich mit Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Die Hauptcharaktere sind die Verhaltensspsychologin Claire, mittleren Alters. Sie ist verheiratet mit Gilles. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. Alles scheint auf den ertsten Blick perfekt, doch der Schein trügt. Claire ist unzufrieden und wie erstarrt - gefühlskalt. Ihr gegenüber steht die 19 Jahre junge Julie, die neue Freundin von Claires Sohn. Auch sie ist unglücklich und wünscht sich mehr Leidenschaft in ihrem Leben. Nun verbingt die Familie, einschließlich Julie den Sommer gemeinsam. Es kommt zu Spannungen zwischen den beiden Frauen. Doch sie entdecken auch Gemeinsamkeiten, denn sie beide wünschen sich mehr in ihrem Leben. Julie war mir sehr sympatisch. Ich konnte mich leicht in sie hinein versetzen. Sie ist immer sehr angepasst und bemüht, nicht aufzufallen. Claire hingegen war mir leider sehr unsympatisch. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Es vermittelt die Botschaft, dass man sich nicht zufrieden geben muss und seine Träume verfolgen sollte. Es ermutigt dazu, einen Neustart zu wagen, auch wenn die Hürden auf diesem Weg schwer überwindbar scheinen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr poetisch, mit vielen Vergleichen und sprachlichen Bildern. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas. Außerdem gibt es kaum eine Handlung in diesem Buch, da das Augenmerk auf dem Innenleben der Figuren liegt. Deshalb empfand ich es als etwas schleppend zu lesen. Wenn man sich darauf einlässt, kann das Buch jedoch sehr inspirierend sein und zum Nachdenken anregen. Man macht sich Gedanken über das eigene Leben, denn es wird einem verdeutlicht, dass man nur einmal lebt.
Zwei Frauen, ein Sommer und große Veränderungen
von Anna - 04.06.2018
Die Verhaltensbiologin Claire und ihr Mann führen ein scheinbar perfektes Leben, doch Claire ist rastlos, unruhig - sie hat das Gefühl nur zu funktionieren und sehnt sich danach, zu leben. Den Sommerurlaub verbringen die beiden in ihrem Ferienhaus in der Bretagne mit ihrem gemeinsamen Sohn und dessen Freundin Julie. Die beiden ungleichen Frauen, beide auf der Suche nach Leidenschaft und Leben, kommen einander näher und entdecken neue Facetten auf der Suche nach ihrem neuen Selbst. Das Buch ist durchaus anspruchsvoll und nicht ganz so einfach zu lesen. Der melancholisch-poetische Schreibstil der Autorin ist durchaus ansprechend, man kommt aber nicht ganz so einfach in einen Lesefluss. Ich musste ab und zu innehalten und einige Passagen nochmals lesen und überdenken. Trotzdem weiß ich die Sprachgewalt von Nina George sehr zu schätzen, ein wirkliches Talent, das einem nicht so oft in die Hände fällt. Zu nennen ist an dieser Stelle auch die wirklich gelungene und wunderschöne Beschreibung der Landschaft in der Bretagne sowie der französischen Lebensart. Die perfekte Kulisse, vor deren Hintergrund die Entwicklung der Figuren stattfinden. Man muss sich auf dieses Buch wirklich einlassen, offen sein, dann ist die Entwicklung der Personen wirklich inspirierend und gibt schöne Denkanstöße. Insgesamt habe ich dieses Buch gerne gelesen, auch wenn ich es immer mal wieder eine Zeit aus der Hand legen musste und dann etwas gebraucht habe, um wieder reinzufinden.
Berührend, ergreifend, melancholisch, ein wahrer Lesegenuss
von booklover2011 - 01.07.2018
Inhalt (dem Klappentext entnommen): Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. Meinung: Der sehr poetische, bildhafte, gefühlvolle und elegante (ich kann es nicht besser beschreiben) Schreibstil liest sich gut und flüssig. Jedoch habe ich langsam und genussvoll gelesen, damit ich wirklich alles erfassen konnte. Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Claire und Julie geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Claire ist eine berühmte Verhaltensbiologin, verheiratet mit dem Musiker Gilles, mit dem sie den Sohn Nicolas hat. Die Ehe funktioniert nur noch, ist zur Gewohnheit, zur Routine geworden. Die Leidenschaft, der Funke der Liebe ist nicht mehr da bzw. so tief versunken. Claire hat sich und die Träume, die sie als junge Frau hatte, verloren. Sie spielt die Rollen der Ehefrau, der Mutter, der Professorin, doch wer sie wirklich ist, was sie wirklich will, das hat sie (aus den Augen) verloren. Die junge Julie steht noch am Beginn ihres Lebens und weiß nicht wohin sie der Weg führen wird. Ob sie für sich und ihren Traum vom Singen kämpfen kann und wird, denn sie hat große Angst davor öffentlich zu singen. Sowohl Claire als auch die junge Julie sind auf der Suche nach sich selbst, während sie den Sommer am Meer verbringen. Im Vorwort stellt die Autorin die Frage "Sag: und wie willst du wirklich leben?" (S. 5). Dieser Fragen gehen Claire und Julie im Laufe der Geschichte nach und entdecken auf diesem Weg sich selbst und ihre Träume (wieder). Das Buch enthält viele wichtige, traurige und schmerzhafte Wahrheiten, die einen auf jeden Fall zum Nachdenken bringen, wie beispielsweise das nachfolgende Zitat: "Die Söhne erkundeten, wie sie sich selbst gefielen. Die Töchter erkundeten, wie sie anderen gefielen" (S. 69). Ein berührender, melancholischer Roman, der Leser-/innen dazu auffordert, für sich und seine Träume einzustehen, sich nicht nach gesellschaftlichen Konventionen zu richten, sich nicht in eine bestimmte Box bzw. Schublade stecken zu lassen. Der Roman zeigt, dass man wie die beiden Frauen, unabhängig von Alter und Lebenssituation, für sich und seine Träume kämpfen sollte, dass es nicht zu spät ist, sich selbst zu finden. Ein wunderschönes Lesevergnügen, welches ich sehr genossen habe, mit sehr wichtigen, aber auch schmerzhaften Botschaften. Fazit: Ein berührender, ergreifender und melancholischer Lesegenuss mit wichtigen und auch schmerzhaften Botschaften. Das war das erste Buch der Autorin und es ist sicherlich nicht das letzte gewesen, welches ich von ihr gelesen habe.
Frauen
von Nela - 29.06.2018
Claire fühlt sich gefangen in ihren Rollen als Karrierefrau, Ehefrau und Mutter. Sie möchte frei sein, sich selbst und ihre echten Wünsche wieder spüren. Julie dagegen ist jung und sucht noch etwas ziellos nach dem Leben mit all seinen Facetten. Zusammen mit Claires Mann und ihrem Sohn - Julie¿s Freund - verbringen die beiden Frauen einen Sommer in der Bretagne. In dieser Zeit reflektiert Claire ihr Leben, ihre Situation, ihren Platz im Leben. Ich liebe an den Büchern von Nina George immer die besondere, intensive, bildhafte Sprache. Bei diesem Buch ist die Menge an Sätzen, die man sich fast herausschreiben möchte oder die man zumindest zweimal liest so groß, dass der Lesefluss etwas darunter leidet. Der Text ist so reich an Bildern, Wortspielen, Weisheiten, dass ich diese beim erstmaligen Lesen gar nicht alle erfassen, aufnehmen und verarbeiten kann, sondern zum Teil einfach darüber hinweg lese. Trotz dieses kleinen Kritikpunktes handelt es sich um ein ganz besonderes Buch, dass man nicht einfach durchlesen kann, sondern auf das man sich einlassen muss. Die Handlung rückt zugunsten von Gedankengängen der Protagonistin öfter in den Hintergrund. Fast wirkt es, als sei sie nur der Rahmen für diese. Auch wenn ich Claires Hadern mit ihren Rollen als Frau nicht nachempfinden kann, so bringt es mich doch zum Nachdenken. Das ist für mich an einem Buch das Wichtigste. Insgesamt ein tolles Buch über Frauen, ihre Wünsche, Träume und Geheimnisse.
Eine melancholisch wirkende Seelenwanderung
von Barbara Schulze - 25.04.2018
Claire und Gilles führen ein perfekt scheinendes Leben, sie haben einen Sohn, ein traumhaftes Ferienhaus in der Bretagne. Sie ist Verhaltensbiologin, er Komponist und ein liebender Ehemann. Und doch fehlt etwas ...das ausfüllende Gefühl, zu leben und nicht nur zu funktionieren. Claire zieht sich immer mehr zurück und sucht nach tiefen Gefühlen, die sich scheinbar verloren hat. Auch Gilles wendet sich auf dieser Suche anderen Frauen zu. Ihren Sommerurlaub in der Bretagne verbringen Claire und Gille mit ihrem Sohn und dessen Freundin Julie. Dort kommen sich die beiden Frauen näher und entdecken Gefühle, die sich bisher nicht kannten. Dieser Roman zielt nicht auf eine bestimmte Handlung ab, er zeigt vielmehr das Seelenleben der einzelnen Figuren auf und legt damit Stimmungen und Gefühle offen. Nina George bricht die äußere Hülle ihrer Protagonisten auf und bringt mit melancholisch wirkenden Worten das Innere zu Papier. Claire war in ihrem Leben und in ihrer Rollen als Mutter, Frau und Biologin eine funktioniernde Person. Ihre eigenen Gefühle wirken wie versteinert. Sie wirkt sehr kühl und kommt Julie anfangs noch recht eifersüchtig entgegen. Doch auch Julie fehlt der springende Funke, der ihr Leben mit Liebe füllen könnte. Diese Suche verbindet die beiden Frauen. Nina George zeigt in literarisch und auch poetisch klingender Sprache und unter Verwendung französischer Wörter schöne Momentaufnahmen, bildhafte Worthülsen und Vergleiche der Figuren und ihre Suche nach der eigenen Identität und der Liebe. Auf diese Szenen muss man sich einlassen, sich überraschen lassen von den Worthülsen und Bildern der Gefühle. Wie sich Claire von Julie wieder in die Jugendsuche hineinziehen lässt und das bisher Gewordene neu überdenkt, ist ein Prozeß, den nicht jeder Leser mögen wird. Lässt man sich darauf ein, so findet man sich inmitten dieses Prozesses wieder und wird wieder von den Gefühlen der Jugend und der Suche nach dem Leben durchflutet. Besonders die Darstellung des Flairs der französischen Lebensart und der landschaftlichen Schönheit hat mir gut gefallen. Doch dies ist nur die Plattform, vor der die Seelenwanderung der Protagonisten geschieht. Es ist mehr ein Roman, der in die Figuren eintaucht und ihre inneren Sehnsüchte entdecken will. Es geht um Weiblichkeit, Sexualität und über die Art, wie sich Menschen verändern und ihre Leben damit auch. Das um sich selbst Kreisen kommt meiner Persönlichkeit nicht sehr nahe, deswegen konnte mir dieser Roman auch neben der zugegeben schönen Sprache nicht viel geben. Ich war gespannt, welche Entwicklung sich bei den Personen ergeben würde, sie wurden mir aber auch in keinster Weise sympathisch. Ich musste mich doch etwas zwingen weiterzulesen, um an der Geschichte dranzubleiben. Ein anspruchsvoller Roman, der sich mit leicht melancholischem Stil auf die Suche nach der Identität und dem Glück macht. Der Blick geht ins Innere der Figuren, es ist kein lockerer Frauenroman, der einfach nur unterhalten will.
Langweilig
von BücherwurmNZ - 15.05.2018
Hauptsächlich erzählt Nina George die Geschichte von Claire. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kurze Kapitel aus Julies Perspektive. Claires Leben wird sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. So erfährt der Leser anhand von Rückblicken mehr über ihre Vergangenheit und lernt sie so besser kennen. Besonders gefallen hat mir, dass Claires Gedanken ihrer Figur angepasst waren und sie die Leute als Verhaltensbiologin anders wahrnimmt, als andere Menschen. Man erfährt auch einige interessante verhaltensbiologische Aspekte. Der Beginn des Buches ist spannend erzählt, jedoch verschwindet die Spannung nach kurzer Zeit völlig, da dann kaum noch Handlung vorhanden ist und die Autorin sich in der Beschreibung von Banalitäten oder von Claires und Julies Gedanken verliert, die nicht immer verständlich sind. Einige Gedankengänge kommen plötzlich aus dem Nichts und sind nicht nachvollziehbar. Trotzdem oder gerade wegen der nichtssagenden Abschnitte und der Beschreibung von Trivialem ist die Geschichte schnell zu lesen. Und das, obwohl der Schreibstil, der mit den vielen kurzen Sätzen zuweilen abgehackt, unruhig und nüchtern wirkt, nicht immer einfach zu lesen ist. Die Geschichte und auch das Ende waren mir zu vorhersehbar. Ab Seite 90 hatte ich einen Verdacht, wie die Geschichte enden wird. Und so ist es im Großen und Ganzen auch gekommen. Fazit: Erwartet habe ich eine spannende Story über das Leben, was man damit anfängt und wie man rückblickend die eigenen Entscheidungen beurteilt. Bekommen habe ich eine langweilige Geschichte mit vielen Gedankenbeschreibungen und einer kaum existierenden Handlung.
Die Suchenden...
von Franzi - 24.05.2018
Ich bin hin und hergerissen. Das Aufmachung des Buches ist Wunderschön, es ist ein Hardcover mit einem Bedrucktem Bild vorne drauf, die Buchstaben des Titels und der Schriftstellerin sind hervorgehoben. Das Bild zeigt eine Frau von hinten mit wunderschönem Zopf. Der Schreibstil konnte mich leider nicht so mitziehen, er war zwischenzeitlich richtig holprig (zumindest in meinen Augen). Die Geschichte selber hat sich gezogen... Es ist kein klassischer Roman mit Handlung, sondern eigentlich die Findung zweier Frauen, die sich noch selber suchen. Zum einen die gestandene Verhaltenspsychologin Claire, mittleren Alters, verheiratet und Mutter eines Sohnes. Und Julie, 19 Jahre, und die Freundin Claires Sohnes. Beim ersten Kennenlernen der Freundin reagierte Claire eifersüchtig. Man merkt eine Spannung zwischen beiden. Auf das was man ab ungefähr der Hälfte des Buches wartet, passiert erst gegen Ende. Fazit: Für jeden der ein bisschen über sein Leben nachdenken möchte, ist das Buch gut, mit seinen knappen 300 Seiten auch nicht zu lang, aber leider hat es zwischendurch so seine Längen... Für das Buch vergebe ich 3 von 5 Sternen. Dies war mein erstes Buch von Nina George, da ich noch eins auf meinem SUB leigen habe, werde ich es auf jeden Fall nochmal probieren.
Das Verborgene in uns
von Emmmbeee - 29.04.2018
In die kleine Familie von Claire und Gilles tritt eine neue Person: die Freundin ihres Sohnes Nicolas. Die beiden Frauen kennen sich bereits von einer kurzen Begegnung, doch halten sie es sorgfältig unter Verschluss. Nun soll es für mehrere Urlaubswochen gemeinsam an die bretonische Atlantikküste gehen. Das wird nicht ohne Konflikte bleiben. Gleich zu Beginn des Romans werden etliche Fragilitäten deutlich: Claires Ehe steht auf tönernen, weil ausgeleierten Füssen; Gilles ist von ihr wirtschaftlich abhängig und beruflich keineswegs gefestigt; Nicolas weiss nicht so recht, wie er mit der 19-jährigen, aber dennoch erfahreneren Julie umgehen soll; und Julie selbst befindet sich in einer existenziellen Unsicherheit, soll längere Zeit am Atlantik verbringen und kann nicht schwimmen. Nach der Reihe tauchen sie auf, die Fragen: Wer hätte ich sein können? Wie soll ich als junge Erwachsene mit der neuen Eigenverantwortung umgehen? Wie erlange ich den Mut, mein Talent der Öffentlichkeit zu zeigen? Was bedeutet Freiheit für mich? Welches ist mein wahres Gesicht? Die beiden Frauen werden von diesen Gedanken umgetrieben, die Männer spielen eher Nebenrollen. Immer wieder fällt auch der Hinweis auf Fossiles, auf reelle Versteinerungen, (in meinen Augen unnötig) deutlich wird auf inneres Hartwerden hingewiesen. Doch bevor nicht jede sich selbst erkannt und zugelassen hat, kann kein belebendes Feuer in ihnen entstehen und die Schale allzu grosser Vorsicht aufbrechen. Das ganze Werk schreit: Nutze deine Möglichkeiten und dein Leben! Mir gefallen beide Frauenfiguren, weil sie suchen und streben, Ängste haben, im Gewohnten gefangen sind und doch den Schritt aus dem Kreis herauswagen wollen. Nina George führt bei aller Spannung eine sehr poetische Sprache, die in Metaphern nur so schwelgt. Einzelne Sätze fallen fast aus dem Erzählfluss, und an manchen Stellen kommt es mir vor, als sei der Schreibtischvorrat nach markanten Aussagen durchforstet und danach im Übermass genutzt worden. Die Schönheit der Nacht ist eins von den Büchern, die man schwer empfehlen kann, denn es wird die Leserschaft teilen: Die einen können sich seinem Sog nicht entziehen, andere wiederum werden z.B. einen gewissen Überschwang an Bildern und Gefühlen nicht so goutieren. Aber: so viele Leser - so viele Geschmäcker, und das ist gut so.
Gänsehaut pur
von Marilou - 24.05.2018
Schon beim Lesen der Ersten Seiten vom dem Buch "Die Schönheit der Nacht" bekam ich eine Gänsehaut und dieses Gefühl zog sich durch die ganze Geschichte durch. Folgendes Zitat Eingangs des Buches hat mich sehr berührt: "In jedem Blick suchen wir das Meer. Und in jedem Meer den einen Blick." Zum Inhalt: Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. Claire ist eine erfolgreiche und angesehene Verhaltensbiologin welche mit ihrem Mann und Sohn in Paris wohnt. Julie ist noch sehr jung, singt sehr gerne für sich alleine und arbeitet in einem Hotel. Dort findet auch die erste Begegnung zwischen den beiden Frauen statt. Dann begegnen sich die beiden erneut, denn Julie ist die neue Freundin von Claires Sohn Nicolas. Zusammen fahren alle vier in die Sommerferien. Kein "leichter Sommerroman" doch eine wundervolle, sinnlich schöne Geschichte, welche sich im Sommer an der bretonischen Küste abspielt. Das Cover ist sehr sinnlich gestaltet, es passt super zu dieser gefühlvollen Geschichte!
Schlichtweg inspirierend
von Phil09 - 28.04.2018
Die Schönheit der Nacht von Nina George hat mich auf Anhieb angesprochen. Neben dem schlichten aber eleganten Design des gesamten Buches hat es mir der Titel aufgrund seiner Assoziationsmöglichkeiten mit dem Klappentext sofort angetan. Nina George entführt den Leser in eine tiefgreifende und facettenreiche Liebesgeschichte zweier Frauen, deren Leidenschaft und Sehnsucht nach dem Leben den Leser schlichtweg beeindruckt. Das Buch selbst lebt weniger von seiner Spannung als von der Fülle an Detailreichtum und der starken Atmosphäre. Besonders der Schreibstil verleiht dem Buch aufgrund seiner Intensivität und seiner bildhaften Beschreibungen ein besonderes Feeling. Die Schönheit der Nacht inspiriert und lädt zum Nachdenken ein. Egal ob als weiblicher oder männlicher Leser lohnt sich das Eintauchen in das Suchen und Finden des eigenen Seins. Nina Geoge¿s Roman ist sicher nicht jedermanns Geschmack und kein Buch, welches man auf die Schnelle lesen kann. Doch lässt man sich auf diesen besonderen Roman ein, wird mann keinesfalls enttäuscht werden. Ein besonderes Buch, welches sich die 4 Sterne wahrlich verdient hat.
Emotionale Geschichte
von Papier und Tintenwelten - 03.07.2018
Lesegrund: Nina George zählt zu den Autorinnen, deren Bücher ich immer wieder gerne lese. Ihr neues Werk klang für mich wieder nach einer besonderen und lebensnahen Geschichte, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Handlung: In dieser Geschichte geht es um die Protagonistinnen Claire und Julie. Claire arbeitet in Paris als Verhaltensbiologin und hat in ihrem Leben das Gefühl, dass sie nur noch funktioniert, anstatt wirklich zu leben. Julie ist jung und sehnt sich stark danach endlich richtige Leidenschaft zu empfinden. Diese wünscht sie sich in jedem Bereich ihres Lebens. In der Bretagne entdecken die beiden, so verschiedenen Frauen, jede ihre Lebenslust und Leidenschaft neu, nichtsahnend, dass sie danach nicht mehr dieselben sein werden ¿ Schreibstil: Der Schreibstil von Nina George hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte besonders die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen, durch die ich mir das Ambiente in der Bretagne und auch die Charaktere und ihre Stimmungen richtig gut vorstellen konnte. Charaktere: Die Darstellung der Charaktere hat mir gut gefallen. Die beiden Protagonistinnen wurden zwar extrem gegensätzlich dargestellt, aber im Zusammenspiel brachte das letztendlich nur viel positives mit sich. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin schön dargestellt. Was mir immer wichtig ist, sind deutliche Entwicklungen der Charaktere und auch die gab es, zu meiner Freude, in diesem Buch mehrfach mitzuerleben. Spannung: Den Spannungsbogen hat Nina George über weite Strecken auf einem guten Niveau gehalten, was mir gefallen hat. Langweilig wurde die Geschichte wirklich nie, aber manche Momente waren mir doch etwas zu detailliert beschrieben. Das war allerdings echt nur ein minimales Manko. Emotionen: Die Emotionen hat die Autorin sehr gut rübergebracht und ich finde sogar, dass sie das absolute Highlight in diesem Buch waren. Ich habe mit den Protagonistinnen in mehr als einem Moment mitfühlen können und fand die Themen insgesamt sehr interessant. Einige Dinge haben mich auch selbst zum nachdenken gebracht, was ich echt prima fand. "Die Schönheit der Nacht" ist ein facettenreicher und atmosphärischer Roman, der mich besonders durch die Thematik und die schöne Darstellung der Emotionen sehr gut unterhalten hat!
Die Schönheit der Sprache
von Sago - 02.05.2018
Dies war mein erster Roman dieser Autorin, über die ich schon sehr viel Positives gehört habe. Erstaunlich, eigentlich, dachte Claire. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist. Die Erde dreht sich, und wir versinken in der Nacht, während die Sonne bleibt. Wir sind es, die untergehen. Mit solchen Sätzen hat das Buch mich wirklich begeistert. Der Lesefluss hat etwas Tänzerisches, fast wie Musik. Die erfolgreiche Verhaltensbiologin Claire fühlt sich zunehmend abgeschnitten von ihren Gefühlen. Nur nach außen hin scheint ihr Leben perfekt. Ihr Mann Gilles hatte schon einige Affären, und auch Claire trifft sich nun mit Fremden in Hotelzimmern, um wieder etwas zu spüren. Sie kommt sich immer mehr wie ein Stein, ein Fossil, vor, ein Muttertier, das all seine Kraft für den mittlerweile erwachsenen Sohn Nicolas aufgebraucht hat. Wie jeden Sommer verbringt die Familie ihren Urlaub im eigenen Ferienhaus in der Bretagne. Doch diesmal ist Nicolas 19jährige Freundin Julie mit von der Partie. Zunehmend glaubt Claire in Julie ihr jüngeres Ich zu erkennen. Und bald erwachen bei beiden Frauen in der Sommerhitze starke Gefühle füreinander.... Der Roman lebt neben der herausragenden Sprache vor allem von den Protagonisten und ihrem Innenleben. Obwohl mich jeder Charakter fasziniert hat, ist mir keiner wirklich nahegekommen. Claires tiefe Faszination für Julie, die auf mich sehr unreif und nur äußerlich schön wirkte, ist mir etwas fremd geblieben. Dennoch habe ich den Roman durchweg genossen und das Ende fand ich äußerst gelungen. Er hat mich angeregt, auch die anderen Romane von Nina George zu lesen.
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