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Die Schönheit der Nacht

Roman. Empfohlen Ab 16 Jahre.
Buch (gebunden)
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Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiolog… weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Schönheit der Nacht
Autor/en: Nina George

ISBN: 3426654067
EAN: 9783426654064
Roman.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Droemer Knaur

2. Mai 2018 - gebunden - 314 Seiten

Beschreibung

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers "Das Lavendelzimmer", sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen. "Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"

Portrait

Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman "Das Lavendelzimmer" wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George als Jean Bagnol Provencethriller. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne. Mehr über Nina George: www.ninageorge.de

Leseprobe

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Pressestimmen

"Ein Muss für alle Frauen, die sich besser kennen lernen wollen. Alle, die sich fragen, ob sie den richtigen Weg gegangen sind." hr1.de, 30.04.2018
Bewertungen unserer Kunden
Gänsehaut pur
von Marilou - 24.05.2018
Schon beim Lesen der Ersten Seiten vom dem Buch "Die Schönheit der Nacht" bekam ich eine Gänsehaut und dieses Gefühl zog sich durch die ganze Geschichte durch. Folgendes Zitat Eingangs des Buches hat mich sehr berührt: "In jedem Blick suchen wir das Meer. Und in jedem Meer den einen Blick." Zum Inhalt: Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren. Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein. Claire ist eine erfolgreiche und angesehene Verhaltensbiologin welche mit ihrem Mann und Sohn in Paris wohnt. Julie ist noch sehr jung, singt sehr gerne für sich alleine und arbeitet in einem Hotel. Dort findet auch die erste Begegnung zwischen den beiden Frauen statt. Dann begegnen sich die beiden erneut, denn Julie ist die neue Freundin von Claires Sohn Nicolas. Zusammen fahren alle vier in die Sommerferien. Kein "leichter Sommerroman" doch eine wundervolle, sinnlich schöne Geschichte, welche sich im Sommer an der bretonischen Küste abspielt. Das Cover ist sehr sinnlich gestaltet, es passt super zu dieser gefühlvollen Geschichte!
Die Schönheit der Details
von bootedkat - 25.04.2018
Claire Costeau ist Mitte vierzig, steht mitten im Leben und ist Madame le Professeur für Verhaltensbiologie. Julie Beauchamp ist Anfang zwanzig, hätte gerne den Mut vor Publikum zu singen und arbeitet in einem Hotel, bis sie weiß welche Richtung ihr Leben nehmen soll. Beide Frauen sind auf der Suche. Nach Selbstverwirklichung und Freiheit. Als sie sich begegnen, löst das in Beiden die unterschiedlichsten Emotionen, Wünsche und Sehnsüchte aus. Eigentlich ist Claire angekommen. Sie hat ihren Kindheitswunsch, sich mit Menschen und ihrem Verhalten zu beschäftigen, verwirklicht und hat eine Familie, zu der sie eigentlich gerne nach Hause kommt. Eigentlich, denn hinter der Fassade bröckelt es an den verschiedensten Stellen. Claire und ihr Mann Gilles, ein Komponist, sind sich nicht wirklich treu und eigentlich wollte Claire sowieso nie Kinder haben. Ihr Sohn Nicolas ist mittlerweile erwachsen und als er seine Freundin Julie seinen Eltern vorstellt, beginnt die Handlung sich zu entwickeln. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Julie erzählt, wobei auch Wechsel im Erzählton vollzogen werden. Claire neigt dazu, das Verhalten ihrer Mitmenschen zu analysieren oder in Gedanken, die entsprechenden Stellen aus ihren Vorlesungen zu rezitieren. Entgegen der möglichen Erwartung, wirkt dies jedoch nicht altklug, sondern eher so, als würde sie sich in die Wissenschaft flüchten, um sich mit bestimmten Alltagssituationen nicht auseinandersetzen zu müssen. Julie ist eher auf sich selbst bezogen. Nicht aus Egoismus, sondern weil sie dabei ist, sich selbst zu finden. Nina George spickt ihren Roman mit unglaublich vielen Details, ohne jemals die Geschichte zu überladen. Stattdessen entsteht Atmosphäre und man hat das Gefühl sich mitten in der entsprechenden Szenerie zu befinden. Die Sprache wirkt durch den Detailreichtum und die Satzkonstruktion mitunter fast poetisch. Würde man "Die Schönheit der Nacht" auf das Wesentliche reduzieren wollen, so könnte man davon sprechen, dass sich der Text aus einer Essenz von Begehren, Selbstzweifeln und Salz zusammensetzt. Definitiv ein Buch, das gekostet und nicht verschlungen werden will.
Schlichtweg inspirierend
von Phil09 - 28.04.2018
Die Schönheit der Nacht von Nina George hat mich auf Anhieb angesprochen. Neben dem schlichten aber eleganten Design des gesamten Buches hat es mir der Titel aufgrund seiner Assoziationsmöglichkeiten mit dem Klappentext sofort angetan. Nina George entführt den Leser in eine tiefgreifende und facettenreiche Liebesgeschichte zweier Frauen, deren Leidenschaft und Sehnsucht nach dem Leben den Leser schlichtweg beeindruckt. Das Buch selbst lebt weniger von seiner Spannung als von der Fülle an Detailreichtum und der starken Atmosphäre. Besonders der Schreibstil verleiht dem Buch aufgrund seiner Intensivität und seiner bildhaften Beschreibungen ein besonderes Feeling. Die Schönheit der Nacht inspiriert und lädt zum Nachdenken ein. Egal ob als weiblicher oder männlicher Leser lohnt sich das Eintauchen in das Suchen und Finden des eigenen Seins. Nina Geoge¿s Roman ist sicher nicht jedermanns Geschmack und kein Buch, welches man auf die Schnelle lesen kann. Doch lässt man sich auf diesen besonderen Roman ein, wird mann keinesfalls enttäuscht werden. Ein besonderes Buch, welches sich die 4 Sterne wahrlich verdient hat.
Die Schönheit der Sprache
von Sago - 02.05.2018
Dies war mein erster Roman dieser Autorin, über die ich schon sehr viel Positives gehört habe. Erstaunlich, eigentlich, dachte Claire. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist. Die Erde dreht sich, und wir versinken in der Nacht, während die Sonne bleibt. Wir sind es, die untergehen. Mit solchen Sätzen hat das Buch mich wirklich begeistert. Der Lesefluss hat etwas Tänzerisches, fast wie Musik. Die erfolgreiche Verhaltensbiologin Claire fühlt sich zunehmend abgeschnitten von ihren Gefühlen. Nur nach außen hin scheint ihr Leben perfekt. Ihr Mann Gilles hatte schon einige Affären, und auch Claire trifft sich nun mit Fremden in Hotelzimmern, um wieder etwas zu spüren. Sie kommt sich immer mehr wie ein Stein, ein Fossil, vor, ein Muttertier, das all seine Kraft für den mittlerweile erwachsenen Sohn Nicolas aufgebraucht hat. Wie jeden Sommer verbringt die Familie ihren Urlaub im eigenen Ferienhaus in der Bretagne. Doch diesmal ist Nicolas 19jährige Freundin Julie mit von der Partie. Zunehmend glaubt Claire in Julie ihr jüngeres Ich zu erkennen. Und bald erwachen bei beiden Frauen in der Sommerhitze starke Gefühle füreinander.... Der Roman lebt neben der herausragenden Sprache vor allem von den Protagonisten und ihrem Innenleben. Obwohl mich jeder Charakter fasziniert hat, ist mir keiner wirklich nahegekommen. Claires tiefe Faszination für Julie, die auf mich sehr unreif und nur äußerlich schön wirkte, ist mir etwas fremd geblieben. Dennoch habe ich den Roman durchweg genossen und das Ende fand ich äußerst gelungen. Er hat mich angeregt, auch die anderen Romane von Nina George zu lesen.
Wie viele Frauen ist eine Frau?
von gst - 17.05.2018
"Eines Tages festzustellen, dass man sich verändert hat, während man nicht hinsah, passiert täglich Millionen von Frauen. Menschen sehen eine Frau im mittleren Alter, Mitte vierzig, Mitte sechzig - aber unter der Hülle lebt eine Vierundzwanzigjährige, eine Achtzehnjährige, eine Frau jenseits von Zahlen, und alle ihre Wünsche sind noch jung." (Seite 158) Die Mittvierzigerin Claire ist keine Frau der großen Worte. Als Wissenschaftlerin ist sie im Beruf immer up to date. Um ihrer Sehnsucht nach Gefühlen Genüge zu leisten, bricht sie ab und zu für ein kurzes Abenteuer aus ihrer Ehe aus. Nachdem sie sich alle Empfindungen zugestanden hat, zieht sie sich wieder in ihren Kokon zurückzuziehen um zu funktionieren. Julie ist noch sehr jung und träumt von einer Karriere als Sängerin. Doch verbirgt sie ihre Wünsche, traut sich selbst nichts zu. Claire und ihr Mann Gilles laden die Freundin ihres Sohnes ein, mit ihnen ans Meer zu fahren. Soweit die Ausgangssituation dieses Romans, der mich anfangs nicht so recht einfangen konnte. Erst als die Familie am Meer ankam und Claire sich an ihre Kindheit als jüngste von drei Geschwistern erinnerte, sprang der Funke über. Plötzlich erfuhr ich von einem äußerst lebendigen Kind, das ihren beiden älteren Geschwistern die Mutter ersetzte. Auch in Julie bricht in dieser relaxten Umgebung etwas auf: "Ich will leben! Ich will tanzen, ich will singen, ich will das große Ganze, ich will Rausch, Lust, ich will alles und jetzt! Ich will mich nicht fügen, genügen, ich will mich nicht zusammenreißen, um gemocht zu werden!" (Seite 97) Welche Frau kennt dieses Aufbäumen der Seele nicht? Da entstand in mir ein unbeschreibliches inneres Feuer, das von jedem Bild, jedem Satz des Buches genährt wurde und mir zeigte, wie schön das Leben sein kann. Gleichzeitig spürte ich auch Traurigkeit hochsteigen, weil sich die Protagonisten unfähig zeigten, sich einander anzunähern, die gewachsenen Regeln zu durchbrechen, dem anderen die eigenen Sehnsüchte einzugestehen ... Nina Georges poetische Sprache ist mir schon in "Das Lavendelzimmer" aufgefallen. Schon damals hat sie die Entwicklung ihrer Protagonisten sehr nachvollziehbar beschrieben. Auch in diesem, ihrem vierten Roman, sorgt sie für eine - diesmal ungewöhnliche - Entwicklung ihrer Figuren. Das Buch beinhaltet Urlaubsstimmung, ein Familientreffen, einen eindrücklichen Tangoabend und viele Augenblicke, über die sich das Nachdenken lohnt. Ich kann es jedem empfehlen, der nicht nur "action" sucht, sondern leise Töne liebt.
Innere Zerrissenheit
von Tara - 06.05.2018
"Die Schönheit der Nacht" ist ein poetischer und gefühlvoller Roman der Autorin Nina George. Claire steht mitten im Leben, ist Mutter und erfolgreiche Verhaltensbiologin, aber dennoch fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Julie - die neunzehnjährige Freundin von Claires Sohn - ist noch jung, unsicher und neugierig auf das Leben ist. Sie verbringen den Sommer gemeinsam in der Bretagne, sind fasziniert voneinander und entdecken dabei völlig neue Gefühle. Der Schreibstil von Nina George ist einfach wundervoll. Poetisch und detailliert beschreibt sie ihre Charaktere und die Begebenheiten vor Ort. Ihre bildhafte Sprache hat mir direkt Bilder vor die Augen gezaubert und ich musste während des Lesens immer wieder inne halten um sie auf mich wirken zu lassen. Das Buch besteht aus so viel mehr als nur den Worten, die in ihm stehen. Das Flair der Bretagne wird so authentisch beschrieben, dass man die Atmosphäre regelrecht spüren kann. Die Mischung aus Poesie, Melancholie und der leicht sarkastischen Art von Claire fand ich sehr gelungen. Die hochwertige Aufmachung des Buches mit der rauen Rückseite, der glatten Front und den geprägten Buchstaben, dem blauen Leseband haben das Leseerlebnis für mich perfekt abgerundet. Die unterschiedliche Haptik hat die Zerrissenheit der Charaktere eindrucksvoll widergespiegelt. Mich hat das Buch durch seine intensive und wortgewaltige Sprache gefesselt. Schonungslos und ehrlich berichtet die Autorin von zwei vollkommen unterschiedlichen Freuen auf der Suche nach sich selbst. Ihre Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen werden schonungslos und ehrlich dargestellt. Für mich war das Buch ein echtes Lesehighlight, das nicht einfach zu lesen war, aber absolut empfehlenswert ist.
Über das Leben und Werden als Frau
von Anonym - 01.05.2018
Man muss schon Romane mögen, in denen es wenig Handlung gibt, um Gefallen an diesem neuen Buch der Bestsellerautorin Nina George zu finden. Denn im Vordergrund stehen die Gedanken der Protagonistin Claire, einer bekannten Pariser Verhaltensbiologin, die sich in den Sommerurlaub in ihr Haus in der Bretagne begibt. Sie ist zunehmend unzufrieden mit ihrem Leben als Frau und sinniert, philosophisch anmutend, darüber, was Weiblichkeit ausmacht. Eine Seeelenverwandte findet sie in ihrer künftigen Schwiegertochter, die noch auf der Suche nach ihrer Rolle als Frau ist. Die Sprache ist poetisch und sinnlich, fast schon überfrachtet mit Bildern und Metaphern, weshalb es wiederholten Lesens einzelner Passagen bedarf, um alles zu verstehen. Ohne das Wissen, dass das Buch aus deutscher Feder stammt, hätte ich es als typisch französisch eingeordnet. Das dürfte vermutlich an dem persönlichen Hintergrund der Autorin liegen, die auch in der Bretagne lebt, von der übrigens wunderschöne Eindrücke vermittelt werden.
Der Sommer der Wahrheit!
von bärin - 07.05.2018
Zwei Frauen sind auf der Suche nach sich selbst, nach der Liebe, nach dem Glücklichsein. Da ist die Professorin für Verhaltensbiologie Claire, 44. verheiratet, Mutter eines erwachsenen Sohnes und dessen Freundin Julie, 19, Aushilfe in einem Hotel, wo sich beide zum ersten Mal begegnen. Claire traf sich dort mit einem Mann, aber Julie verrät sie nicht, als sie ihr kurz danach als Mutter ihres Freundes vorgestellt wird. Auch Claire bewahrt Julies Geheimnis um ihre Leidenschaft vom Singen. In den Ferien in der Bretagne kommen sie sich und ihren Sehnsüchten näher... In diesem Buch gibt es nicht allzu viel Handlung. Das Buch lebt von seiner poetischen Sprache, von klugen Sätzen und großen Sehnsüchten. Vom Annähern, sich selber finden, von Liebe und Selbstverwirklichung. Auch die reizvolle bretonische Landschaft und das wilde Meer spielen eine große Rolle. Ein sinnlicher Roman, der zum Nachdenken anregt.
Lädt zum Nachdenken über das Leben ein
von johannaliest - 24.04.2018
Die Schönheit der Nacht von Nina George befasst sich mit Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Die Hauptcharaktere sind die Verhaltensspsychologin Claire, mittleren Alters. Sie ist verheiratet mit Gilles. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. Alles scheint auf den ertsten Blick perfekt, doch der Schein trügt. Claire ist unzufrieden und wie erstarrt - gefühlskalt. Ihr gegenüber steht die 19 Jahre junge Julie, die neue Freundin von Claires Sohn. Auch sie ist unglücklich und wünscht sich mehr Leidenschaft in ihrem Leben. Nun verbingt die Familie, einschließlich Julie den Sommer gemeinsam. Es kommt zu Spannungen zwischen den beiden Frauen. Doch sie entdecken auch Gemeinsamkeiten, denn sie beide wünschen sich mehr in ihrem Leben. Julie war mir sehr sympatisch. Ich konnte mich leicht in sie hinein versetzen. Sie ist immer sehr angepasst und bemüht, nicht aufzufallen. Claire hingegen war mir leider sehr unsympatisch. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Es vermittelt die Botschaft, dass man sich nicht zufrieden geben muss und seine Träume verfolgen sollte. Es ermutigt dazu, einen Neustart zu wagen, auch wenn die Hürden auf diesem Weg schwer überwindbar scheinen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr poetisch, mit vielen Vergleichen und sprachlichen Bildern. Das ist sicherlich nicht für jeden etwas. Außerdem gibt es kaum eine Handlung in diesem Buch, da das Augenmerk auf dem Innenleben der Figuren liegt. Deshalb empfand ich es als etwas schleppend zu lesen. Wenn man sich darauf einlässt, kann das Buch jedoch sehr inspirierend sein und zum Nachdenken anregen. Man macht sich Gedanken über das eigene Leben, denn es wird einem verdeutlicht, dass man nur einmal lebt.
Nicht Versteinern, sondern Tanzen
von Kaffeeelse - 01.05.2018
Bei diesem Roman von Nina George handelt es sich um die Geschichte zweier Frauen, die an verschiedenen Stellen ihres jeweiligen Lebens stehend, aufeinandertreffen. Und dieses Aufeinandertreffen dieser beiden brennenden Charaktere löst eine Kettenreaktion in ihren Leben aus. Die Eine, Claire, 44 Jahre alt, steht mitten im Leben, verheiratet mit Gilles, einem kreativen Filmmusikkomponisten, hat einen 22-jährigen Sohn, Nicolas, ist eine renommierte Professorin für Verhaltensbiologie in Paris, musste sehr früh/zu früh in ihrem Leben lernen, für ihre älteren Geschwister (Anaelle und Ludovic) zu sorgen, da ihre Mutter psychisch krank war, wuchs ab 13 Jahren mit ihren Geschwistern bei einer Großmutter väterlicherseits, Jeanne Le Du, in der Bretagne am Meer auf und wurde durch ihr bisheriges Leben und auch durch die Berufswahl eine immer mehr sehr rational denkende und handelnde Frau, die es schnell gelernt hat, ihr Gefühlsleben zu verstecken. Nach außen hin sehr kühl wirkend, hat sie auch immer mehr verlernt, Gefühle zu empfinden, diese zu leben und auch zu zeigen. Dies hat dann irgendwann auch Spuren in der Ehe hinterlassen. Und das Alles macht sie unzufrieden in ihrem Leben. Die Zweite, Julie, 19 Jahre alt, Freundin von Nicolas, mit vielen Ängsten behaftet, in einem Hotel angestellt, heimliche Sängerin, ist ein immer mit sich hadernder Charakter. Gilles, Claire, Nicolas und Julie fahren zusammen in den Urlaub an die bretonische Küste und das Leben tobt. Es geht um Gefühle und Gedanken, Wünsche und Erwartungen, und um deren Umsetzung, bzw. die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber oder das Zurückschrecken davor, aus der Angst vor den Konsequenzen. Und es geht auch um Kommunikation und das Fehlen von dieser und die daraus entstehenden Folgen. Es geht um Selbstwahrnehmung und die Fremdwahrnehmung, und es geht um die Lebensplanung und die Schwierigkeiten um die Gestaltung des Lebens. Und natürlich geht es auch um die schöpferischste Kraft, die Liebe und ihre Folgen. Und es geht schlussendlich darum, wo Frauen in unserer Welt stehen, wo sie sich selbst stehen sehen und was sie zu tun bereit sind dafür. Sprachlich ist dieses Buch in einem schönen Ton gehalten, hat einen schönen Sprachklang und es entstehen viele Bilder im Kopf. Es lässt sich gut lesen und ist spannend geschrieben. Es ist auch ein gewisser Sog merkbar. Die Beschreibung der bretonischen Natur ist wunderbar gemacht, man wähnt sich in diesem Szenario. Es wird viel sinniert in diesem Buch, über das Leben und über die Menschen, und das auch manchmal etwas trivial wirkend, aber im letzten Drittel nimmt das Buch eine rasante Fahrt auf, was es in meiner Wertung nach oben schießen lässt und mich wieder an die Kraft des Lavendelzimmers denken ließ. Dieses Buch wird nicht jedem gefallen, ich fand es erst plätschernd und dann rasant. Lest es und urteilt selbst.
Eine melancholisch wirkende Seelenwanderung
von Barbara Schulze - 25.04.2018
Claire und Gilles führen ein perfekt scheinendes Leben, sie haben einen Sohn, ein traumhaftes Ferienhaus in der Bretagne. Sie ist Verhaltensbiologin, er Komponist und ein liebender Ehemann. Und doch fehlt etwas ...das ausfüllende Gefühl, zu leben und nicht nur zu funktionieren. Claire zieht sich immer mehr zurück und sucht nach tiefen Gefühlen, die sich scheinbar verloren hat. Auch Gilles wendet sich auf dieser Suche anderen Frauen zu. Ihren Sommerurlaub in der Bretagne verbringen Claire und Gille mit ihrem Sohn und dessen Freundin Julie. Dort kommen sich die beiden Frauen näher und entdecken Gefühle, die sich bisher nicht kannten. Dieser Roman zielt nicht auf eine bestimmte Handlung ab, er zeigt vielmehr das Seelenleben der einzelnen Figuren auf und legt damit Stimmungen und Gefühle offen. Nina George bricht die äußere Hülle ihrer Protagonisten auf und bringt mit melancholisch wirkenden Worten das Innere zu Papier. Claire war in ihrem Leben und in ihrer Rollen als Mutter, Frau und Biologin eine funktioniernde Person. Ihre eigenen Gefühle wirken wie versteinert. Sie wirkt sehr kühl und kommt Julie anfangs noch recht eifersüchtig entgegen. Doch auch Julie fehlt der springende Funke, der ihr Leben mit Liebe füllen könnte. Diese Suche verbindet die beiden Frauen. Nina George zeigt in literarisch und auch poetisch klingender Sprache und unter Verwendung französischer Wörter schöne Momentaufnahmen, bildhafte Worthülsen und Vergleiche der Figuren und ihre Suche nach der eigenen Identität und der Liebe. Auf diese Szenen muss man sich einlassen, sich überraschen lassen von den Worthülsen und Bildern der Gefühle. Wie sich Claire von Julie wieder in die Jugendsuche hineinziehen lässt und das bisher Gewordene neu überdenkt, ist ein Prozeß, den nicht jeder Leser mögen wird. Lässt man sich darauf ein, so findet man sich inmitten dieses Prozesses wieder und wird wieder von den Gefühlen der Jugend und der Suche nach dem Leben durchflutet. Besonders die Darstellung des Flairs der französischen Lebensart und der landschaftlichen Schönheit hat mir gut gefallen. Doch dies ist nur die Plattform, vor der die Seelenwanderung der Protagonisten geschieht. Es ist mehr ein Roman, der in die Figuren eintaucht und ihre inneren Sehnsüchte entdecken will. Es geht um Weiblichkeit, Sexualität und über die Art, wie sich Menschen verändern und ihre Leben damit auch. Das um sich selbst Kreisen kommt meiner Persönlichkeit nicht sehr nahe, deswegen konnte mir dieser Roman auch neben der zugegeben schönen Sprache nicht viel geben. Ich war gespannt, welche Entwicklung sich bei den Personen ergeben würde, sie wurden mir aber auch in keinster Weise sympathisch. Ich musste mich doch etwas zwingen weiterzulesen, um an der Geschichte dranzubleiben. Ein anspruchsvoller Roman, der sich mit leicht melancholischem Stil auf die Suche nach der Identität und dem Glück macht. Der Blick geht ins Innere der Figuren, es ist kein lockerer Frauenroman, der einfach nur unterhalten will.
Langweilig
von BücherwurmNZ - 15.05.2018
Hauptsächlich erzählt Nina George die Geschichte von Claire. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kurze Kapitel aus Julies Perspektive. Claires Leben wird sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. So erfährt der Leser anhand von Rückblicken mehr über ihre Vergangenheit und lernt sie so besser kennen. Besonders gefallen hat mir, dass Claires Gedanken ihrer Figur angepasst waren und sie die Leute als Verhaltensbiologin anders wahrnimmt, als andere Menschen. Man erfährt auch einige interessante verhaltensbiologische Aspekte. Der Beginn des Buches ist spannend erzählt, jedoch verschwindet die Spannung nach kurzer Zeit völlig, da dann kaum noch Handlung vorhanden ist und die Autorin sich in der Beschreibung von Banalitäten oder von Claires und Julies Gedanken verliert, die nicht immer verständlich sind. Einige Gedankengänge kommen plötzlich aus dem Nichts und sind nicht nachvollziehbar. Trotzdem oder gerade wegen der nichtssagenden Abschnitte und der Beschreibung von Trivialem ist die Geschichte schnell zu lesen. Und das, obwohl der Schreibstil, der mit den vielen kurzen Sätzen zuweilen abgehackt, unruhig und nüchtern wirkt, nicht immer einfach zu lesen ist. Die Geschichte und auch das Ende waren mir zu vorhersehbar. Ab Seite 90 hatte ich einen Verdacht, wie die Geschichte enden wird. Und so ist es im Großen und Ganzen auch gekommen. Fazit: Erwartet habe ich eine spannende Story über das Leben, was man damit anfängt und wie man rückblickend die eigenen Entscheidungen beurteilt. Bekommen habe ich eine langweilige Geschichte mit vielen Gedankenbeschreibungen und einer kaum existierenden Handlung.
Die Suchenden...
von Franzi - 24.05.2018
Ich bin hin und hergerissen. Das Aufmachung des Buches ist Wunderschön, es ist ein Hardcover mit einem Bedrucktem Bild vorne drauf, die Buchstaben des Titels und der Schriftstellerin sind hervorgehoben. Das Bild zeigt eine Frau von hinten mit wunderschönem Zopf. Der Schreibstil konnte mich leider nicht so mitziehen, er war zwischenzeitlich richtig holprig (zumindest in meinen Augen). Die Geschichte selber hat sich gezogen... Es ist kein klassischer Roman mit Handlung, sondern eigentlich die Findung zweier Frauen, die sich noch selber suchen. Zum einen die gestandene Verhaltenspsychologin Claire, mittleren Alters, verheiratet und Mutter eines Sohnes. Und Julie, 19 Jahre, und die Freundin Claires Sohnes. Beim ersten Kennenlernen der Freundin reagierte Claire eifersüchtig. Man merkt eine Spannung zwischen beiden. Auf das was man ab ungefähr der Hälfte des Buches wartet, passiert erst gegen Ende. Fazit: Für jeden der ein bisschen über sein Leben nachdenken möchte, ist das Buch gut, mit seinen knappen 300 Seiten auch nicht zu lang, aber leider hat es zwischendurch so seine Längen... Für das Buch vergebe ich 3 von 5 Sternen. Dies war mein erstes Buch von Nina George, da ich noch eins auf meinem SUB leigen habe, werde ich es auf jeden Fall nochmal probieren.
Der Selbstentbindungstrip zweier Frauen
von SuuperMichi - 18.05.2018
Das Buch Die Schönheit der Nacht erzählt über zwei Frauen die auf der Suche nach ihrer Bestimmung sein. Clair und Julie begegnen sich das erste mal in einem Hotel. Gerade hat Clair ihren Ehemann betrogen. Julie weiß natürlich sofort, was hinter verschlossenen Türen geschehen ist. Schon bei ihrem ersten Treffen beginnen die Lügen. Noch am selben Abend wird Julie Clair als neue Freundin ihres Sohnes vorgestellt. Die beiden verhalten sich, als wären Sie sich noch nie begegnet. Nach diesem Abend möchte die Familie zu viert in den Urlaub fahren. Das Verhältnis zwischen Julie und Clair ist allerdings eher frostig. Auch das Siezen können sie einfach nicht über Bord werfen. Die Geschichte ist für mich einfach viel zu langweilig. Es fehlt völlig an jeglicher Spannung. Es war für mich leider eher ein Graus dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Die ständige suche nach dem Sinn des Lebens und ihres Daseins ist leider sehr langwierig. Auch das Ende finde ich etwas zweifelhaft. Leider konnte mich diese Buch so gar nicht mitreisen.
Zwei Frauen und ihr Weg zu einem neuen Leben
von BigZ - 14.05.2018
Die Verhaltensbiologin Claire, durch Beruf und Umfeld erzwungenermaßen präzise und funktional unterwegs durchs Leben und Julie, auf der Suche nach Lebendigkeit, nach Leidenschaft und Lebenssinn treffen zufällig aufeinander. Umspült vom Flair der bretonischen Küste, halten sie hier gemeinsam inne, nehmen ihre eigene Existenz ins Visier und entwickeln die Stärke, Fesseln zu lösen und auszubrechen, um dann ganz neu zu beginnen. Die Intensität, mit der diese beiden Frauen auf dem Weg zu der neuen Echtheit ihres Lebens begleitet werden, ist umwerfend. Die literarische Umsetzung ist herausragend und es gibt immer wieder einzelne Passagen, die man sich bewahren möchte, für seine eigenen Seelenkämpfe. Absolut empfehlenswert
Das Verborgene in uns
von Emmmbeee - 29.04.2018
In die kleine Familie von Claire und Gilles tritt eine neue Person: die Freundin ihres Sohnes Nicolas. Die beiden Frauen kennen sich bereits von einer kurzen Begegnung, doch halten sie es sorgfältig unter Verschluss. Nun soll es für mehrere Urlaubswochen gemeinsam an die bretonische Atlantikküste gehen. Das wird nicht ohne Konflikte bleiben. Gleich zu Beginn des Romans werden etliche Fragilitäten deutlich: Claires Ehe steht auf tönernen, weil ausgeleierten Füssen; Gilles ist von ihr wirtschaftlich abhängig und beruflich keineswegs gefestigt; Nicolas weiss nicht so recht, wie er mit der 19-jährigen, aber dennoch erfahreneren Julie umgehen soll; und Julie selbst befindet sich in einer existenziellen Unsicherheit, soll längere Zeit am Atlantik verbringen und kann nicht schwimmen. Nach der Reihe tauchen sie auf, die Fragen: Wer hätte ich sein können? Wie soll ich als junge Erwachsene mit der neuen Eigenverantwortung umgehen? Wie erlange ich den Mut, mein Talent der Öffentlichkeit zu zeigen? Was bedeutet Freiheit für mich? Welches ist mein wahres Gesicht? Die beiden Frauen werden von diesen Gedanken umgetrieben, die Männer spielen eher Nebenrollen. Immer wieder fällt auch der Hinweis auf Fossiles, auf reelle Versteinerungen, (in meinen Augen unnötig) deutlich wird auf inneres Hartwerden hingewiesen. Doch bevor nicht jede sich selbst erkannt und zugelassen hat, kann kein belebendes Feuer in ihnen entstehen und die Schale allzu grosser Vorsicht aufbrechen. Das ganze Werk schreit: Nutze deine Möglichkeiten und dein Leben! Mir gefallen beide Frauenfiguren, weil sie suchen und streben, Ängste haben, im Gewohnten gefangen sind und doch den Schritt aus dem Kreis herauswagen wollen. Nina George führt bei aller Spannung eine sehr poetische Sprache, die in Metaphern nur so schwelgt. Einzelne Sätze fallen fast aus dem Erzählfluss, und an manchen Stellen kommt es mir vor, als sei der Schreibtischvorrat nach markanten Aussagen durchforstet und danach im Übermass genutzt worden. Die Schönheit der Nacht ist eins von den Büchern, die man schwer empfehlen kann, denn es wird die Leserschaft teilen: Die einen können sich seinem Sog nicht entziehen, andere wiederum werden z.B. einen gewissen Überschwang an Bildern und Gefühlen nicht so goutieren. Aber: so viele Leser - so viele Geschmäcker, und das ist gut so.
freischwimmen
von Anonym - 22.05.2018
Claire fährt, wie jedes Jahr im Sommer, mit ihrem Mann und dem volljährigen Sohn Nicolas in das geerbte Haus ihrer Großmutter an der bretonischen Küste. Dieses Jahr kommt Julie, Nicolas Freundin mit. Julie ist eine junge Frau voller Hemmungen und Ängste, sie singt sehr gerne, doch keiner darf dabei zuhören. Sie hat Angst vor dem Meer und will keinen Fuß hineinsetzen. Vieles an Julie erinnert die Professorin der Verhaltensbiologie an ihre eigene Jugend. An ihre depressive Mutter und wie sie als Kind bereits gelogen hat, damit sie und ihre etwas älteren Geschwister zusammenbleiben konnten. Bei ihrer Großmutter hat sie sich frei gefühlt und die Freiheit im Meer kennengelernt. Sie erinnert sich auch an ihre Träume, wie ihr Leben aussehen sollte und was daraus geworden ist. Keinesfalls wollte sie so früh heiraten und ein Kind bekommen. Mit ihrem Mann Gilles, einem Filmkomponisten, hat sie sich immer weiter auseinandergelebt, beide haben wechselnde Verhältnisse. Ein sehr emotionaler Roman, der nie rührselig oder kitschig wird. Die Frage nach dem Frausein, wie man sein Leben gestalten möchte und welche Möglichkeiten sich bieten wird sprachlich hervorragend geschildert. Sex und Leidenschaft werden nehmen einen großen Raum ein, werden jedoch nie pornografisch. Bei vielen von Claires Beobachtungen und Erinnerungen denkt man selbst, ja, genauso ist es.
Der Sommer der Veränderung
von leseratte1310 - 23.05.2018
Ich hatte bisher noch kein Buch von Nina George gelesen und muss sagen, dass ich von der poetischen Sprache begeistert bin. Die Pariser Verhaltensbiologin Claire spürt eine zunehmende Unzufriedenheit mit ihrem Leben. Sie ist mit Gilles verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn namens Nicolas. Doch Claire fehlt etwas, das sie selbst nicht genau benennen kann, obwohl sie von Berufs wegen die Fachfrau ist. Gilles und sie versuchen Abstand zu wahren und beide sind nicht glücklich mit der Situation. Dann bringt Nicolas seine Freundin Julie mit und es wird etwas in Bewegung gesetzt, dessen Folgen nicht abzusehen sind. Sie beschließen, gemeinsam den Sommer in Claires Haus an der bretonischen Küste zu verbringen. Julie ist jung und hat ihren Weg im Leben noch nicht gefunden. Sie wünscht sich, auf der Bühne zu stehen und zu singen und hat doch nicht den Mut dazu. Als sie Claire begegnet, ist sie fasziniert von dieser interessanten und selbstbewussten Frau. Wie könnte sie auch ahnen, dass Claire sich in Wirklichkeit verloren hat. Zwischendurch erfahren wir immer mehr von Claires Leben, die schon als Kind große Verantwortung in ihrer Familie übernommen hat. Später dann wurde sie viel zu früh Mutter und hat sich selbst nicht entdecken können. Gilles ist Komponist und Claire sorgt mit ihrem sicheren Einkommen dafür, dass es an nichts mangelt. Sie hat also immer funktioniert und ihre Sehnsüchte nicht hochkommen lassen. Dieser Sommer verändert das Leben dieser Personen. Das Meer hilft dabei, zu ergründen, was man wirklich vom Leben will. Claire und Julie kommen sich näher und entwickeln Gefühle füreinander. Eine sehr sinnliche Geschichte über Sehnsüchte und das Sich-Finden, die nachdenklich stimmt.
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