Markt und Macht

Was Sie schon immer über die Wirtschaft wissen wollten, aber bisher nicht erfahren sollten. 1. Auflage 2010.
Buch (kartoniert)
Für alle, die wissen möchten, wie die Wirtschaft wirklich funktioniert
Vom Autor des preisgekrönten Bestsellers Ökonomie 2.0
Basierend auf aktuellen internationalen Forschungsergebnissen
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Produktdetails

Titel: Markt und Macht
Autor/en: Norbert Häring

ISBN: 379102986X
EAN: 9783791029863
Was Sie schon immer über die Wirtschaft wissen wollten, aber bisher nicht erfahren sollten.
1. Auflage 2010.
Schäffer-Poeschel Verlag

17. September 2010 - kartoniert - IX

Kurzbeschreibung

Warum sind Finanzinstitute schon lange zu mächtig, um vernünftig reguliert zu werden? Warum sind Kleinanleger für sie so leichte Beute? Wie haben die Ökonomen den Vorständen geholfen, ihre Gehälter zu vervielfachen? Warum bestimmt vor allem Verhandlungsmacht die Höhe der Löhne? Was steckt wirklich hinter den guten Wirtschaftszahlen der USA?

Mit seinen provokanten Fragen wirft Norbert Häring einen kritischen und unverstellten Blick auf die Welt der Wirtschaft. Schonungslos zeigt der Bestsellerautor, wie wirtschaftliche Macht unser Leben bestimmt und warum die ökonomische Wissenschaft davon nichts wissen will. Anhand jüngster Erkenntnisse der führenden Wirtschaftsfakultäten der Welt sowie aktueller und historischer Beispiele beweist er: Was uns als unabdingbare Forderung ökonomischer Vernunft verkauft wird, dient allzu häufig nur den wirtschaftlichen Interessen bestimmter Gruppen. Ein Buch, das Tabus bricht und Überraschendes ans Licht bringt.

  • Für alle, die wissen möchten, wie die Wirtschaft wirklich funktioniert
  • Vom Autor des preisgekrönten Bestsellers "Ökonomie 2.0"
  • Basierend auf aktuellen internationalen Forschungsergebnissen

Besprechung

Der blinde Fleck der Ökonomie

Managementbuch.de - Empfehlung: Norbert Häring ist Ökonom und Journalist. Während seines Studiums lernte er die reine (ökonomische) Lehre kennen. Und als Journalist die reine (ungeschminkte) Wahrheit. Lange hat es in ihm rumort, bis er entdeckte, warum die ökonomische Theorie nur Schattenboxen ist: Weil sie "Macht" als wesentlichen Faktor völlig ausblendet und stattdessen lieber von freien Märkten und bestens informierten Marktteilnehmern ausgeht. Aber wir haben es überall mit Machtverhältnissen zu tun. Norbert Häring zeigt, wie oft quasi-ökonomische Erklärungsmuster zu nichts anderem dienen, als dazu, die dahinterliegenden Machtverhältnisse zu verschleiern. Ein Buch voller überraschender Einsichten. Über Monopole, die Macht der Insider, über die Bedeutung von Mindestlöhnen und die Art und Weise, mit der die USA ihre wirtschaftliche Führungsrolle unterstreichen (indem sie zum Beispiel die Ausgaben für Waffensysteme als Investitionen verbuchen, anstatt, wie üblich, als Ausgaben). Managementbuch.de - Empfehlung für alle, die wissen wollen, was hinter der Bühne passiert.

Wolfgang Hanfstein, www.Managementbuch.de


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Geld ist Macht

Kapitel 2: Die Macht der Manager

Kapitel 3: Marktmacht

Kapitel 4: Macht bei der Arbeit

Kapitel 5: Die Ökonomie der Mächtigen

Kapitel 6: Staatsmacht, wirtschaftliche Macht und wer kontrolliert hier eigentlich wen?

Literaturverzeichnis

Trailer

Portrait

Norbert Häring ist Autor des preisgekrönten Wirtschaftsbestsellers Ökonomie 2.0. Als promovierter Volkswirt, langjähriger einflussreicher Wirtschaftsjournalist und ehemaliger Bankvolkswirt kennt er die kleinen schmutzigen Geheimnisse einer Wissenschaft, die alles was mit wirtschaftlicher Macht zu tun hat, aus ihren Lehrbüchern verbannt hat. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Ökonomieseiten des Handelsblatts zu konzipieren, mit denen die Wirtschaftszeitung der ökonomischen Wissenschaftsberichterstattung in Deutschland einen Schub gab. Ebenso war er eine treibende Kraft hinter dem Handelsblatt-Ökonomenranking, das in vielen Fakultäten als Informationsgrundlage für Professorenberufungen verwendet wird. Er hat den EZB-Schattenrat ins Leben gerufen, und leitet seit 2002 die monatlichen Konferenzen der 15 renommierten internationalen Ökonomen, die die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank konstruktiv-kritisch beleuchten.

Leseprobe

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Pressestimmen

Letztlich hält keine der Annahmen der Neoklassik der Konfrontation mit der Wirklichkeit stand - von der Rechtfertigung der exorbitanten Bonuszahlungen für Spitzenmanager über die angebliche Schädlichkeit von Mindestlöhnen bis hin zum Menschenbild des nutzenmaximierenden, egoistischen Homo oeconomicus. Süddeutsche Zeitung, Winfried Kretschmer
Überraschende Erkenntnisse. Norbert Häring bereichert die Debatte über Bankenmacht und Managerboni durch einen unabhängigen Blick. Häring schreibt wie ein ökonomischer Aufklärer, nicht wie ein Ideologe - damit sticht er aus der Masse der nach der Finanzkrise erschienenen Wirtschaftspublikationen hervor. Handelsblatt
Norbert Häring zerlegt in gewissenhafter Kleinstarbeit die Machtstrukturen der Marktwirtschaft. Herausgekommen ist eine entlarvende Kritik der Lehrbuchökonomie, die aufzeigt, wie kläglich die gängigen Modelle der Wissenschaft daran scheitern, zu erfassen, wo Marktkräfte zu wirken aufhören und Machtmissbrauch anfängt. www.cash-online.de + Cash Print
Der Bestsellerautor Norbert Häring zeigt in seinem neuen Buch "Markt und Macht", wie die Macht der Wirtschaft das Leben jedes einzelnen Menschen bestimmt(...)Vieles was von Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern als ökonomische Notwendigkeit dargestellt wird, dient in Wirklichkeit nur dem wirtschaftlichen Vorteil bestimmter Interessengruppen. www.wissen57.de
Nein, leichte Kost ist dieses Buch nicht. Und was der Leser bei der Lektüre so alles schlucken muss, ist häufig bitter. Aber gerade deshalb ist Norbert Härings "Markt und Macht" lesenswert. ¿uro
"...lesenswert, weil es eine Fülle an Material und interessanten Beispielen liefert, wirtschaftliche Zusammenhänge gut erklärt und nochmal deutlich vor Augen führt, was zum Teil für ein Unsinn an Universitäten im Bereich der Volkswirtschaftslehre unterrichtet wird." HUMAN RESOURCES MANAGER
Spannender als in einem Krimi erfährt der Leser anhand praktischer Beispiele und historischer Zusammenhänge, wie ökonomische Macht unser aller Leben bestimmt. Schonungslos zeigt der Bestsellerautor die Mechanismen und Strukturen wirtschaftlicher Macht auf. ERFOLG - Neues aus der Wirtschaft
Mit überwältigendem Faktenwissen und unwiderstehlicher Argumentationsführung öffnet der Autor den Blick auf die ungeschriebenen Gesetze wirtschaftlichen Handelns. Industriemagazin
Angenehm für den Leser ist, dass Häring seine Ausführungen mit vielen empirischen Studien unterfüttert. Für den Mut, gegen den Strich zu bürsten, gebührt ihm Respekt. FAZ, Philip Plickert
Nach "Ökonomie 2.0" von Häring / Storbeck werden nun die Einflüsse von Macht und Machtmissbrauch eindringlich offengelegt, weil sie in ökonomischen Lehrbüchern ausgeblendet sind. ekz.bibliotheksservice

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 13.12.2010

Gegen den Strich
Allerlei Einwände gegen die neoklassische Ökonomie

Der Journalist Norbert Häring hat allerlei Einwände gegen die neoklassische Ökonomie zusammengetragen. Vieles ist zutreffend, manches überzogen und in den Schlussfolgerungen fragwürdig. Die Annahme vom vollständigen Wettbewerb (in dem Unternehmen nur Preisnehmer sind und keine Macht über Preise und Marktanteile haben) stellt er grundsätzlich in Frage. Als Alternative bietet er ein Sammelsurium unorthodoxer Theorien. Er schöpft aus vielen Quellen, sowohl klassischen, keynesianischen, österreichischen, marxistischen und institutionalistischen Theorien als auch modernen behaviouristischen und experimentellen Erkenntnissen.

Dieser Eklektizismus ergibt zwar keine überzeugende geschlossene Gegentheorie, aber doch eine Menge Stoff zum Nachdenken. Angenehm für den Leser ist, dass Häring seine Ausführungen mit vielen empirischen Studien unterfüttert. Für den Mut, gegen den Strich zu bürsten, gebührt ihm Respekt. Liberalen wird das Buch zu links sein, Linken aber doch auch zu liberal, weil Häring grundsätzlich wirtschaftlichen Wettbewerb als notwendige Triebfeder für Fortschritt und Dynamik anerkennt. Nur meint er eben, dass die gängige Theorie den Wettbewerb in einer Weise idealisiere, die nicht der Realität entspreche.

Dabei ist es falsch zu behaupten, dass es "ein Tabu" sei, die Kategorie der "Macht" in der Wirtschaftswissenschaft anzusprechen. Marktmacht wird viel diskutiert. Die Kritik an der Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht war Ausgangspunkt der Überlegungen der ordoliberalen Schule. Bezeichnenderweise spricht Häring in seinem leicht verschwörungstheoretischen dogmengeschichtlichen Abriss die ordoliberale Freiburger Schule mit keinem Wort an. Hauptgegner ist die Chicagoer Schule.

Im ersten Kapitel analysiert er das Geld- und Finanzsystem. Dieses Kapitel gehört zu den stärksten: Häring kritisiert die enge Verquickung von Banken, Zentralbanken und Politik, die es dem Finanzsektor erlaubt, exzessive Gewinne zu machen. Die Geschädigten sind oftmals die gutgläubigen Kunden. "Betrug und Desinformation in der Branche sind endemisch", schreibt Häring. Hier greift die Kritik an der Neoklassik, dass der Wettbewerb nicht so glatt läuft und alle Surplus-Gewinne eliminiert, etwa weil Informationen eben nicht vollständig und gleichmäßig verteilt sind.

Der Finanzsektor erscheint insgesamt aufgebläht, weit über das Maß, das für einen funktionierenden Kapitalmarkt notwendig wäre. Häring plädiert für eine Aufspaltung zu großer Banken. Um den Banken die Geldschöpfungsgewinne zu nehmen, plädiert er für eine 100-Prozent-Mindestreserve bei den Zentralbanken, deren Unabhängigkeit er stärken möchte. Allerdings war ja die lockere Zinspolitik der Zentralbanken nicht unbeteiligt an der jüngsten Krise. Das blendet er aus, ebenso wichtige Aspekte der Subprime-Kreditblase, die durch staatliche Regulierung gefördert wurde. Auch das passt nicht ins Konzept des Buches.

Berechtigt sind die kritischen Anmerkungen zur Macht der Manager im zweiten Kapitel. Häring unterzieht die Praxis der leistungsbezogenen Vergütung einer vernichtenden Kritik. Die an die kurzfristige Kursentwicklung gebundenen Boni-Zahlungen bieten Spielraum für Manipulationen. Clevere Managern entziehen sich der Kontrolle durch Aktionäre, sie haften kaum für Versagen.

Sehr viel schwächer sind die Ausführungen in den drei letzten Kapiteln, die Machtfragen auf Gütermärkten, Arbeitsmärkten und in der Politik analysieren. Dass es auf Gütermärkten in der Realität vielfach monopolistische Konkurrenz gibt, ist wohl jedem neoklassischen Ökonomen bewusst. Daraus leichterhand für unterschiedliche Branchen staatliche industriepolitische Interventionen abzuleiten, um Effizienz und Verteilung zu verbessern, erscheint fragwürdig.

Das gilt auch für den Arbeitsmarkt: Gäbe es keinen Wettbewerb unter Arbeitgebern, wären staatliche Eingriffe in die Lohnfindung überlegenswert. Da dies aber nicht zutrifft, wirkt Härings Plädoyer für Mindestlöhne zweifelhaft. Unschön ist, dass er andersdenkende Ökonomen, die Mindestlöhne als Barriere für Geringqualifizierte ansehen, als Büttel der Kapitalseite darstellt und ihnen die wissenschaftliche Redlichkeit abspricht.

An dieser Tendenz krankt auch sein kurzer historischer Abriss der Neoklassik. Was an deren Stelle treten sollte, deutet Häring nur diffus an. Er stellt sich eine Theorie vor, die wesentlich mehr staatliche Interventionen rechtfertigt. Dabei unterschätzt er deren Missbrauchspotential.

PHILIP PLICKERT.

Norbert Häring: Markt und Macht.

Schäffer-Pöschel, Stuttgart 2010, 292 Seiten

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