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Gott ist nicht schüchtern

3. Auflage. Mit 3 Karten. Hardcover.
Buch (gebunden)
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"Hier kommt die Welt zu Ihnen, wie sie noch nie zu Ihnen gekommen ist." Elmar Krekeler, DIE WELT.
Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Ü … weiterlesen
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Gott ist nicht schüchtern als Buch

Produktdetails

Titel: Gott ist nicht schüchtern
Autor/en: Olga Grjasnowa

ISBN: 3351036655
EAN: 9783351036652
3. Auflage.
Mit 3 Karten.
Hardcover.
Aufbau Verlag GmbH

17. März 2017 - gebunden - 309 Seiten

Beschreibung

"Eindrucksvoll und berührend." ZDF aspekte

Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Überleben kämpfen. Sie fliehen.
Ein erschütterndes, direktes und unvergessliches Buch.

"Amal schaut den Frauen auf der Straße nach. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie nicht mehr dazugehört. Niemand beachtet sie mehr. Wo ist ihr Haus? Ihre Karriere? Und ihre Straße, die immer nach Jasmin roch? Wo sind ihre Bücher und Schallplatten? Wo die Freunde und Verwandten? Die Partys und der Sommer vor dem Pool?
Die Welt hat eine neue Rasse erfunden, die der Flüchtlinge, Refugees, Muslime oder Newcomer. Die Herablassung ist in jedem Atemzug spürbar."

Portrait

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, Israel und der Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. 2014 erschien „Die juristische Unschärfe einer Ehe". Beide Romane wurden für die Bühne dramatisiert. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Pressestimmen

" Diesem Roman liegt eine tiefere Wahrhaftigkeit zugrunde. " Frankfurter Allgemeine Zeitung 20170511

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 02.07.2017

Die Wirklichkeit ist ein grausamer Thriller
Olga Grjasnowas Roman "Gott ist nicht schüchtern" erzählt davon, was der Bürgerkrieg in Syrien mit ganz normalen Leben macht

Die Sommerlektüre ist eine strittige Angelegenheit. Da gibt es jene, die meinen, sie solle leicht sein, ein Krimi, was fürs Herz - damit nicht nur der Körper, sondern auch der Geist in den Energiesparmodus gehen kann. Andere bevorzugen Klassiker, die gar nicht dick genug sein können. Hat man ja sonst nie Zeit zu; und dann behält man bei "Krieg und Frieden" endlich mal den Überblick.

In jedem Fall soll die Sommerlektüre Ablenkung sein: Ob man nun am Strand oder auf dem Balkon vor sich hin brutzelt, Alltag und aktuelle Weltprobleme bleiben am besten in weiter Ferne. Nach diesen Maßstäben betrachtet ist der neue Roman von Olga Grjasnowa, "Gott ist nicht schüchtern", ein katastrophales Urlaubsbuch - weil man nach der Lektüre ziemlich viel nachdenken muss: über das eigene Leben und die Welt um einen herum.

Die Protagonisten, Amal und Hammoudi, zwei junge Menschen aus Syrien, führen ein ganz normales Leben. Amal besucht die Schauspielschule in Damaskus, sie genießt ihre Jugend, geht aus, hat Affären. Hammoudi lebt seit Jahren im Ausland, nach seinem Medizinstudium nimmt er eine Stelle in einem Pariser Krankenhaus an. Mit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges verändert sich ihrer beider Leben jedoch schlagartig.

Amal gerät ins Visier des Geheimdienstes, Hammoudi, der nach Syrien gereist ist, um seinen Pass zu verlängern, wird seine Arbeit in Paris niemals antreten. Grjasnowa erzählt so spannend und rasant, dass sich der Roman zeitweise liest wie ein Thriller.

Bloß handelt er nicht von Geheimagenten oder lässigen Gangsterbossen, sondern von einem Krieg, der in diesem Moment tatsächlich stattfindet. "Gott ist nicht schüchtern" ist ein Roman, doch er erzählt von der Wirklichkeit. Und dass die besser kein Thriller sein sollte, lässt Grjasnowa ihre Leser nicht vergessen.

Das Buch erzählt von privilegierten Syrern - was einerseits gut ist. Amal und Hammoudi führen ein so freies und unbeschwertes Leben, dass man unwillkürlich vergleichen und sich fragen muss: Was, wenn das hier passieren würde?, was - natürlich - unvorstellbar wäre. Genau wie dieser Krieg ja auch in Syrien lange Zeit unvorstellbar war. Andererseits entsteht durch die Wahl der Protagonisten manchmal der Eindruck, es sei irgendwie schlimmer, vom Krieg getroffen zu werden, wenn man vorher privilegiert war und (scheinbar) keine nennenswerten Probleme hatte.

Doch zeigt Grjasnowa auch, dass die Dinge, die man am meisten vermisst, nichts mit gesellschaftlichem Status zu tun haben. Es gibt eine Szene, da träumt Hammoudi davon, mit seiner französischen Freundin Claire an einem verregneten Tag am Küchentisch zu sitzen. Obwohl in dieser Szene keine Bomben, keine Gewalt vorkommen, sind es solche Beschreibungen, die beim Lesen am meisten treffen. Weil man weiß: Es wird nie wieder so sein. Wenn Amal auf einmal keinen Freundeskreis mehr hat, niemanden, der sie auf der Straße erkennt, und sie zum Teil einer namenlosen Masse geworden ist, dann bleibt das so im Kopf, dass man mit anderem Blick durch die Straßen geht.

Wenngleich viele Bilder und Formulierungen nicht neu sind, ist es doch eigentlich das, was ein Roman erreichen sollte: dass man die Welt nach dem Lesen anders betrachtet. Wann, wenn nicht im Urlaub, könnte man sich dafür die nötige Zeit nehmen?

Anna Vollmer

Olga Grjasnowa: "Gott ist nicht schüchtern". Roman. Aufbau, 309 Seiten

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
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In ihrem neuen großartigen Roman veranschaulicht Olga Grjasnowa auf beeindruckende Weise die Geschehnisse in Syrien. Amal und Hammoudi sind nahegehende Figuren, die man so schnell nicht vergisst. Unbedingte Leseempfehlung.
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Olga Grjasnowa hat einen tief berührenden und großartigen Roman über ein hochaktuelles Thema geschrieben. Eines meiner Lieblingsbücher 2017!
Bewertungen unserer Kunden
Ein schockierender und authentischer Einblick in die Situation Syriens
von Martin Schult - 01.04.2017
Hammoudi hat es eigentlich geschafft, er hat als zweitbester das Medizinstudium in Paris beendet und ist mit der besten Absolventin liiert. Lediglich sein Pass macht ihm Sorgen, als gebürtiger Syrer muss er ihn in seiner Heimat verlängern lassen. Er reist nach Hause und der Jubel und Stolz in seiner Familie ist groß, aber so leicht, wie er sich die Verlängerung seines Ausweises vorgestellt hat, wird es nicht, es wird ihm die Ausreise aus Syrien verweigert. Gleichzeitig erlangt Amal in Syrien ersten Ruhm als Schauspielerin einer beliebten Fernsehserie. Sie kommt aus einer reichen Familie und führt in Syrien ein sorgenfreies Leben. Dies geschieht zur Zeit der ersten Revolutionen im Land und Syrien befindet sich in Unruhe. Wie werden die beiden Schicksale vor Ort verlaufen? Welche Rolle spielen sie in den folgenden schicksalhaften Jahren? Olga Grjasnoma gewährt dem Leser einen ungeschönten und erschreckenden Blick in die syrische Welt der letzten sechs Jahre. Am Schicksal der beiden privilegierten jungen Menschen Amal und Hammoudi schildert sie den Wechsel des Lebens in dem Land und die schreckenshafte Entwicklung des Krieges, der vor Ort herrscht. Die Autorin erzählt die Geschichte in einem flüssig zu lesenden Schreibstil, geht aber auch schonungslos mit der Gewalt und den Widersprüchen vor Ort um, was das Buch sehr authentisch wirken lässt. Sie wechselt dabei zwischen den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten und erzählt so deren Schicksal. Sehr gut kann auf diesem Wege auch das Denken, die Stimmung, die Atmosphäre und die Gefühle nachvollzogen werden. Die Sinnlosigkeit der unglaublichen Gewalt hat mich mehrmals nachdenklich  das Buch zur Seite legen lassen. Ich habe mich gefragt, wie in unserer heutigen Welt ein solches Szenario geduldet werden kann und wie es sein kann, dass Menschen, die diese Hölle erleben mussten, Hilfe verweigert werden kann. Gott ist nicht schüchtern sollte vielleicht einigen als Pflichtlektüre empfohlen werden, denn es kann zum Umdenken anregen. Mich hat das Buch schwer beeindruckt und sehr nachdenklich zurückgelassen. Ich spreche hier eine absolute Leseempfehlung aus und bewerte es auch aufgrund seiner Botschaftsfunktion mit fünf von fünf Sternen.
Großartiges Zeitzeugnis
von Sursulapitschi - 27.03.2017
Schon länger fragt man sich, was bloß los ist in Syrien, liest Berichte, sieht Dokumentationen und kann es sich trotzdem nicht wirklich vorstellen. Dieses Buch schafft da Abhilfe. Mit der Schauspielerin Amal und dem Arzt Hammoudi, deren Leben hier abwechselnd beleuchtet wird, ist man hautnah dabei. Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium in Paris beendet und sieht einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen. Er muss nur kurz zu Hause in Syrien seinen Pass verlängern lassen, dann ist alles bereit. Als man ihn nicht wieder ausreisen lässt, ist es aus mit seinem selbstbestimmten Leben. Regierung, Polizei, seine Familie oder auch befreundete Freiheitskämpfer, alle wissen genau, was Hammoudi zu tun hat, nur leider gefällt ihm nichts davon. Amal hat ihr erstes großes Engagement als Schauspielerin in Damaskus ergattern können. Es geht ihr gut, ihre Eltern sind wohlhabend. Sie meint, sie hätte alles Recht der Welt, öffentlich gegen das Assad-Regime zu protestieren, muss aber feststellen, dass das eine naive Vorstellung war. Plötzlich fühlt sie sich verfolgt. Sehr eindrucksvoll landet man hier mitten im syrischen Alltag, kurz bevor der Bürgerkrieg das Leben bestimmte. Man lernt junge Leute kennen, deren Träume und Ziele sich nicht sehr von unseren unterscheiden, die aber bisweilen mit nahezu irrwitzigen Restriktionen zu kämpfen haben. Nicht nur Familienzugehörigkeit oder Traditionen setzen Grenzen, auch ein falsches Wort am falschen Ort kann einem das Leben kosten. Spitzel des Regimes sind überall, muslimische Fundamentalisten halten auch Ausschau nach Ungläubigen, einfachste Anliegen sind nur mit Schmiergeldern zu erreichen. Schon an dieser Stelle ist man schockiert und hat fast Angst vor dem Weiterlesen. Aber dann landet man mitten im Krieg. Dieses Buch zeigt, wie Menschen gezwungen werden können, ihr Land zu verlassen, obwohl sie das niemals wollten. Es ist ein erschütternd aufschlussreicher Beitrag zur aktuellen Flüchtlingssituation und zur Lage in Syrien. Olga Grjasnowas Sprache ist von geradezu kunstvoller Schlichtheit. Es liest sich leicht, ist trotzdem sehr plastisch und zieht einen schnell hinein in eine Tragödie, die noch immer Menschen täglich erleben. "Gott ist nicht schüchtern" ist ein großartiges Zeitzeugnis, das wenig Hoffnung macht, aber dennoch jeder lesen sollte.
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