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Die Spionin

Roman. Originaltitel: A Espiã. Empfohlen Ab 16 Jahre.
Buch (gebunden)
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Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen … weiterlesen
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Die Spionin als Buch

Produktdetails

Titel: Die Spionin
Autor/en: Paulo Coelho

ISBN: 3257069774
EAN: 9783257069778
Roman.
Originaltitel: A Espiã.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
Übersetzt von Maralde Meyer-Minnemann
Diogenes Verlag AG

23. November 2016 - gebunden - 181 Seiten

Beschreibung

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so gleichsam zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich - erotisch wie politisch - auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Portrait

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere >Der Alchimist<, >Veronika beschließt zu sterben<, >Elf Minuten< und zuletzt >Untreue<, sind Weltbestseller, wurden in 80 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 200 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.
Bewertungen unserer Kunden
Nur ein weiteres Buch über Mata Hara
von Beust - 02.05.2017
Paulo Coelho erzählt die Höhepunkte des Lebens der berühmten Tänzerin und Spionin Mata Hari auf 171 Seiten in drei Teilen, denen ein Prolog vorangestellt ist. Alle Teile werden mit einer Fotografie eröffnet, die Mata Hari im entsprechenden Lebensabschnitt zeigen und dem Text eine dokumentarische Anmutung verleihen, der dadurch verstärkt wird, dass die beiden ersten Teile aus einem letzten Brief Mata Haris bestehen, der letzte aus einem Brief ihres Anwaltes. Der Prolog paraphrasiert eine Zeitungsmeldung über die Erschießung der wegen Spionage verurteilten Mata Hari. Im ersten Teil berichtet die Protagonistin von ihrem Leben als Margaretha Zelle im niederländischen Leuwaarden, ihren Wiener Jahren, der Hochzeit mit einem Offizier, dem sie nach Niederländisch-Ostindien folgt, wo sie in Kontakt mit den fernöstlichen Tanztraditionen kommt. Zurück aus Java, entflieht sie dem einengenden Heim der Kleinfamilie in Amsterdam, indem sie einer Eingebung folgend nach Paris aufbricht. Sie nimmt hier spontan den Künstlernamen Mata Hari (= Auge des Tages) an und setzt zum ersten Mal ihre Wirkung auf Männer ein, um ihr Ziel zu erreichen. Der zweite Teil eröffnet mit Schlagzeilen über Mata Haris Bühnenerfolge: Sie hat Erfolg mit ihrem exotischen Tanz und lernt einflussreiche Personen der Pariser Gesellschaft kennen. Eine davon ist Madame Guimet, mit der Mata Hari der Wille zur Unabhängigkeit verbindet. Sie erkennt sich wieder in einem Monolog der Älteren über die fesselnde und niederreißende Kraft enttäuschter Liebe, und Mata Hari ist davor gewarnt. In wenigen Schritten durchmisst der Roman zwölf Jahre und bringt Mata Hari in die Zeit des Ersten Weltkrieges. Sie hat an Popularität erheblich eingebüßt, Jüngere machen ihr die Bühnenpräsenz streitig und Mata Haris Gönner werden weniger. Einem Angebot folgend, reist sie nach Berlin, das sie allerdings bei Kriegsausbruch sofort wieder verlässt, um erneut in Amsterdam der Langeweile zu erliegen und der wirtschaftlichen Not entgegenzusehen. Sie lässt sich zunächst von den Deutschen, anschließend von den Franzosen zur Spionage anwerben und reist über England nach Paris, alle Hinweise missachtend, dass die Geheimdienste sie im Auge haben und Ihre Tätigkeiten beobachten. Im dritten Teil richtet ihr Anwalt Maître Clunet das Wort an Mata Hari und schildert, wie es zu ihrer Verhaftung kommen konnte: Heer und Geheimdienst Frankreichs benötigten Erfolge, um die öffentliche Meinung wieder gewogen zu stimmen, und setzen dafür auf einen Prozess gegen die schillernde Figur der verruchten Tänzerin, die als halbseidene Dame der Gesellschaft, als internationale Grenzgängerin und als Nonkonformistin eine hervorragende Zielscheibe abgibt. Mata Hari begreift die Komplexität der Anschuldigungen nicht und wird schließlich auf Basis dürftiger Beweise wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und 41-jährig 1917 in Vincennes hingerichtet. Erzählkonzept Coelho lässt in seinem Roman drei Stimmen zu Wort kommen: Die zeitgenössische Journaille, Mata Hari selbst und ihren Anwalt. Das gibt Coelho die Gelegenheit, viele Zeugnisse, Quellen und Egodokumente der Zeit in den Text einfließen zu lassen: "Ich bin eine Frau, die im falschen Jahrhundert geboren wurde. Ich weiß nicht, ob sich in der Zukunft jemand an mich erinnern wird, aber wenn doch, dann möchte ich nicht als Opfer gesehen werden, sondern als eine Frau, die mutig ihren Weg gegangen ist und furchtlos den Preis dafür gezahlt hat." (S. 24). Verurteilt worden sei Mata Hari wegen des Verbrechens, in einer von Männern beherrschten Welt eine emanzipierte, unabhängige Frau zu sein. (S. 22) Das ist das Versprechen des Romans, das Coelho allerdings nicht einlöst (s.u.). Die Erzählperspektive hätte eigentlich bedeuten können, dass den Lesenden der Blick in Mata Haris Gedanken und Motivationen gewährt, dass der Mythos der Kurtisanen-Spionin literarisch verarbeitet und erzählerisch durchdrungen werden würde. Stattdessen erhält der Text einen Anstrich retrospektiver Zusammenfassung, eines Berichtes, in dem die Dinge immer schon geschehen sind und nicht geschehen. Der Leser ist selten dabei, wenn etwas passiert, sondern er erfährt es nur, und sei es aus erster Hand. Dass Coelho hier die literarischen Möglichkeiten des Romans verschenkt, wird umso deutlicher, wenn der dritte Teil Maître Clunet sprechen lässt und die Lektüre plötzlich viel mehr über Mata Hari und ihre Handlungen erfahren lässt als zuvor, als sie selbst berichtete. Die Erzählhaltung gibt dem ganzen Text etwas Chronikhaftes, Berichtendes, Referierendes, das kaum Emotionen weckt, kaum zweite Erzähl- und Bedeutungsebenen öffnet und der historischen Figur Mata Hari keine Facetten entlockt, die über das historisch-faktische Lexikonwissen hinausgehen. Der Prolog, der einen zeitgenössischen Zeitungsartikel paraphrasiert, ist folgerichtig der am atmosphärischsten erzählte Teil des Buches. Weitere ebenfalls an Handlung, Atmosphäre und Geschwindigkeit reiche Szenen sind ihr erster (und im Text einziger!) Tanz der Schleier und die Flucht aus Berlin. Die immer wieder eingestreuten Fremdtexte (oder sind sie von Coelho verfasste, nur scheinbar fremde Texte?) bringen selten einen erzählerischen Mehrwert; das trifft auch die Bibelzitate. Der auf S. 111 präsentierte Brief des Deserteurs Jörn bleibt Einsprengsel und folgenlos. Widersprüche Beim Lesen stört der Eindruck, dass Coelho vieles nicht zu Ende gedacht hat und sich deshalb in konstruktive und sprachliche Widersprüche verstrickt. Auch fehlt für manche Behauptung das erzählerische Fundament; dieser Behauptungscharakter, der vielen historischen Äußerungen Mata Haris innewohnt, die es mit der Wahrheit nicht so genau nahm, hinterlässt einen schalen, enttäuschenden Geschmack. - Wenn die Liebe eine so große Macht hat und die Fähigkeit besitzt, ein Menschenleben zu zeichnen - so oder so -, warum erfahren wir dann nicht einmal den Namen ihrer einzigen wahren Liebe? Wegen der Parallelität zur präsentierten, gesichtslosen griechischen Sage, die wie ein Fremdkörper wirkt? Da die einzige wahre Liebe genau zwei Seiten währt (126 f.), wird der ganze, nur scheinbar zentrale Monolog Madame Guimets ad absurdum geführt: Liebe hat für das Verständnis von Coelhos Mata Hari gar keine Bedeutung. - Mata Haris Selbstauskunft über ihre Verurteilung erscheint ebenfalls wertlos: Einmal glaubt sie das Schicksal Frankreichs und des Weltkriegs in der Hand zu haben (S. 123), im nächsten Moment ist sie eine Frau mit der Sünde, einen freien Geist zu besitzen, dessentwegen sie verurteilt wird. Entweder hat sie also Bedeutung, dann wird die Anklage auch politisch logisch; oder sie wird wegen ihrer modernen Frauenrolle angeklagt, dann kann nicht ihr Spionin-Einfluss Gewicht gehabt haben. - Sprachlich ist es immer wieder unbefriedigend. Ein Beispiel, S. 159: [N]ur eine Gruppe [...] Soldaten zieht singend zur Gare dAusterlitz und ahnt nicht, welch grausames Schicksal sie an der Front erwartet. Die Gerüchte lassen niemanden ruhig schlafen. Was denn nun? Wenn alle die schlimmen Gerüchte gehört haben, warum stellt uns Coelho dann die Soldaten ahnungslos vor? - Das am Anfang scheinbar über das Leben Mata Haris gestellte Narrativ der emanzipierten, unabhängigen Frau, die wegen dieses Verbrechens von der Männerwelt verurteilt wird (S. 22), passt - literarisch! - wenig zu den Hintergründen, dass der französische Geheimdienst und das Heer ein Exempel statuieren mussten, um öffentliches Vertrauen zurückzugewinnen. Da wird nämlich deutlich, dass Mata Haris besonderer Lebensstil nicht die Ursache für ihre Verurteilung war, sondern das Werkzeug: Sie war damit angreifbar. Schade, denn der Topos der gefährlichen Frau hätte hier ein schönes Stück Literatur bekommen können. Fazit Mehr als 250 Bücher wurden über Mata Hari geschrieben, denn ihr Mythos fasziniert die Zeitgenossen wie die Nachgeborenen: Die in einer Person verknüpfte Erotik, Exotik und Agentenwelt erschafft ein aufregendes Bild, das durch Mata Haris Geltungssucht, ihr ambivalentes Verhältnis zur Wahrheit und die Propaganda der Zeit noch gesteigert wird. Dahinter steht eine Frau, die mit einer bürgerlichen Existenz, dem Schwinden von Ruhm und Jugend und den Mächten, mit denen sie spielte, nicht umgehen konnte und die keinen realistischen Blick auf sich und ihre Mitmenschen hatte. Daran ändert Coelhos Buch gar nichts. Er fügt dem Mythos auch keine neue Facette, keine neue Interpretationsmöglichkeit und nicht einmal einen schönen Text hinzu, sondern nur ein weiteres von mehr als 250 Büchern über eine ungewöhnliche Frau.
Die Geschichte der Mata Hari
von lesenreisenleben - 27.04.2017
Paulo Coelho legt in seinem Roman "Die Spionin" die Lebensgeschichte der Niederländerin Margarethe Zelle, der Welt besser bekannt als "Mata Hari" zu Grunde. Coelho schreibt hier fiktiv, verarbeitet aber reale Daten. Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Im Prolog wird der Tag der Hinrichtung am 17. Oktober 1917 beschrieben. Teile 1 und 2 befassen sich mit dem in der "Ich"-Form geschriebenen Lebenslauf der Protagonistin in Form von Briefen an ihren Anwalt. Im ersten Teil geht er auf Margarethe Zelles Jugend und ihre unglückliche Ehe ein. Im zweiten Teil geht es um die Tänzerin Mata Hari und ihre Verbindungen. Dieser zweite Teil war für mich ein wenig zu oberflächlich. In Teil 3 kommt der Anwalt zu Wort, der sich im Grunde bei Mata Hari für deren Verurteilung entschuldigt. Es gibt noch einen kurzen Epilog und einen Anhang mit Fotos von Originaldokumenten. Insgesamt war das Buch für mich sehr interessant, da ich schon seit langem vom Mythos Mata Hari gehört hatte. Allerdings habe ich mich nie näher informiert, wer sie eigentlich wirklich war. Deshalb war mir auch gleich klar, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Leider hat das Buch einige Schwächen, so kam mir besonders der dritte Teil sehr abgehackt und eher nichtssagend vor. Das Cover zeigt ein Bild der Tänzerin Mata Hari und ist durch den farbigen Hintergrund ein richtiger Hingucker. Das Büchlein liegt insgesamt sehr schön in der Hand und lässt sich flüssig lesen. Mein Fazit: Grundsätzlich ein ganz interessantes Buch, das allerdings viele Fragen offen lässt.
Marta Hari - eine einzigartige Frau
von Larissa D. - 20.02.2017
Mata Hari - wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? In seinem neuen Buch "Die Spionin" lässt Paulo Coelho sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis über ihr außergewöhnliches Leben berichten. Sie lebte und liebte nach ihren eigenen Vorstellungen und wurde so zu einer der ersten Feministinnen. Sie war eine besonders außergewöhnliche Person zu ihrer und wusste genau, was sie will und was sie nicht will. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein. Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen - ein typischer Coelho, der meine Erwartungen nicht enttäuschte. Der Autor beschreibt sehr gut Gedanken, und Gefühle sowie die Charakterzüge, wie Willensstärke und Zielstrebigkeit, der Protagonistin. Die Fakten und Gegebenheiten sind gut recherchiert, was dem Leser einen guten Einblick in das Leben vom niederländischen Mädchen, später einer exotischen Tänzerin und Spionin Mata Hari, gibt. Coelhos "Spionin" ist keine Mata Haris Biographie, der einzigartige Schreibstil des Autors lässt uns dennoch das Gefühl der damaligen Zeit als sehr lebendig zu empfinden. Ein Buch, das uns gut unterhalten und nachdenken lassen kann.
Spionin oder Bauernopfer
von nati - 16.02.2017
In seinem neuen Roman "Die Spionin" lässt Paulo Coelho seine Protagonistin Mata Hari einen fiktiven Brief im Gefängnis schreiben. Den Brief soll ihre einzige Tochter Jeanne Louise nach ihrem Tod erhalten, falls ihr Gnadengesuch nicht erfolgreich ist. Mata Hari fühlt sich unschuldig, sie ist fest davon überzeugt, dass das Gesuch Erfolg verspricht, da sie viele reiche Freunde und Gönner hat. In dem Brief schildert sie ihren Lebensweg als Margaretha Zeller, dann als jungverheiratete Margaretha MacLeod und ihre Abreise aus dem exotischen Java nach Paris, der Stadt ihrer Träume. Dort ändert sie ihren Namen in Mata Hari und gibt sich als Tänzerin aus. Weiter beschreibt sie einige Stationen ihres Lebens bis es zur Verhaftung kommt. Neben den fiktiven Brief von Mata Hari gibt es noch Fotografien und Aktennotizen sowie einen fiktiven Brief von ihrem Anwalt, um die Geschichte abzurunden. Paulo Coelho beschreibt das Leben einer sehr freiheitsliebenden Frau, die sehr mutig und unkonventionell handelt. Die Männer fühlten sich von ihr geliebt und sie erweckte in ihnen das Gefühl, zu allem fähig zu sein. Trotz allem blieb sie für mich eine einsame Frau. Bis heute ist ungeklärt, ob sie tatsächlich eine Spionin oder nur ein Bauernopfer war. Vielleicht bringen die Veröffentlichungen der französischen Gerichtsakten im Jahr 2017 Klarheit. Die Erzählweise in Briefform hat mir gefallen. Manches regt zum Nachdenken an. Paulo Coelho hat in seinem Buch Grundwissen über das Leben von Mata Hari weitergegeben, aber ich hatte mehr erwartet.
Packend und intim: Das Portrait einer unschuldigen Frau
von yesterday - 31.01.2017
Mit seiner bekannt wunderbaren Art zu erzählen und den Leser in Gedanken anderer zu entführen, widmet sich Paulo Coelho einer Person, deren Künstlernamen wohl fast jeder kennt: Mata Hari. Dass dieser Name immer wieder mit Spionage in der einen oder anderen Form in Verbindung gebracht wird, wusste ich vor der Lektüre. Wie es aber dazu kam und dass Mata Hari, wie es scheint, nichts getan hatte und trotzdem verurteilt wurde, war mir unbekannt. Ohne sich akribisch an die Realität zu halten, entwickelt Coelho doch ein sehr packendes und intimes Portrait einer Frau, die, für ihre Einstellung, zu früh lebte und damit die damalige Gesellschaft zu Beginn des ersten Weltkriegs vor den Kopf stieß. Neben ihrer offen zu Schau gestellten Sexualität brachte auch ihr großes Mundwerk sie immer wieder in Schwierigkeiten. Doch trotz dieser Momente und ihrer dramatischen jungen Jahre und einer zerstörerischen Ehe schaffte es die gebürtige Niederländerin Margaretha Zelle, lange Zeit ein für sie erfülltes und befreites Leben zu führen, frei von Zwängen und nur sich selbst treu. Ein Traum, der trotz Emanzipation und heutigen Gesellschaftsstandards vielen Frauen auch heute noch für immer verwehrt bleibt.
Mata Hari
von simi159 - 24.01.2017
Vorweg, dies ist das erste Buch das ich von Paul Coelho gelesen habe. Dementsprechend bin ich ohne Erwartungen an die Lektüre gegangen und habe gleichzeitig keinen Vergleich ob dieses Buch besser oder anders ist, als die anderen des Autors. "Die Spionin" ist Margaretha Zelle, der Allgemeinheit besser bekannt Ala Mata Hari, der ihr eigentlicher Name ebenso wie das Leben in den Überschaubaren Niederlanden zu eng und zu klein war. Was diese Frau ihr Leben lang suchte war die Freiheit. Die sie als erstes in der Ehe suchte. Ihr Mann, ein hohes Tier im Niederländischen Militär, nahm sie mit nach Ostindien. Doch dort ist die Welt für Frauen noch kleiner und enger als in den Niederlanden. Und so flieht Magaretha Zella nachdem sie zurück in der Heimat ist nach Paris und fängt dort mit dem Namen Mata Hari ein ausschweifendes Leben als exotische wie auch erotische Tänzerin an. Eine schillerndes Persönlichkeit, der sich Paul Coelho in diesem Buch in Form von Briefen, die das Leben Mata Paris, aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, widmet. Es soll keine Biographie sein, ist aber dennoch umfassend und gut recherchiert. Der sich an vielen Stellen mehr wie ein Bericht als ein Roman liest. Und die fiktiven Stellen sind bei der Lektüre nicht erkenn- und ausmachbar. Durch Coelho reduzierte, emotionslose Sprache wird der Leser nur gefühlt auf Distanz gehalten. Es zieht einen eher hinein, in diese alte Zeit, in der Frauen eher schönes Beiwerk und Mutter waren. Das Mata Hari eine Frau war die für Emanzipation eintrat, wie es auf dem Klappentext steht, kann ich nur bedingt nachvollziehen, denn für mich ist sie zwar eine Frau, die ihr eigenes selbstbestimmtes Leben leben will. Aber vom Autor dann doch nur als egoistisch denkender, oberflächiger und naiver Charakter dargestellt wird. Fazit: Der Anfang und das Ende des Buches haben mit gut gefallen, der Mittelteil war etwas diffus und langweilig. Auch konnte ich das Verhalten Mata Haris nicht so recht nachvoll ziehen. Vielleicht waren das die Fiktiven Teile von Coelho. Alles in allem unterhaltsam mit kleinen Längen¿. Von mir gibt es 3,5 aufgerundet 4 STERNE.
Ein fiktiver Brief über das Leben Mata Haris
von Jonas1704 - 23.01.2017
Passend zu den 100 Jahren nach ihrem Tod erschien das Buch von Paolo Coelho über das aufregende Leben Mata Haris, die zur Spionage und Verrat zu Tode verurteilt wurde. Der Mythos um diese Frau ist und bleibt immer noch lebendig und Coelho gab mit seiner literarischen Art die Erklärung über ihre Taten und ihr Handeln durch ihre eigene Feder, da das Buch im wesentlichen ein fiktiver Brief der Protagonistin darstellt, das sie angeblich vor ihrem Tod in der Zelle schrieb, wo sie noch mit der Hoffnung auf Begnadigung lebte, die niemals kam. So lernen wir angeblich aus erster Hand über die Geschichte jener Frau, die zu ihrer Zeit als ein Legende galt und dies bis heute noch ist. Mysteriös, sinnlich, listig, intelligent, eigensinnig, stur, abenteuerlustig, risikoreich und selbstbewusst tritt sie im Buch auf und nimmt den Leser mit auf eine Reise in der er sich selbst Gedanken machen kann, ob diese Frau nun zu Unrecht verurteilt wurde. Ihre Persönlichkeit war sicherlich ihrer Zeit voraus und das versucht uns das Buch näherzubringen. Obwohl am Ende keine klare Fäden gezogen werden bezüglich ihrer Einmischung zur Spionage, ist doch das Buch sehr informativ, mit der gewohnten Schreibart Coelhos und erlaubt einen gewissen Einblick in die Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau.
Für mich zu distanziert und emotionslos
von anushka - 21.01.2017
Frankreich, 1917: In Paris wird eine Frau von einem Erschießungskommando hingerichtet. Es handelt sich dabei um die skandalumwitterte Tänzerin Mata Hari, die in den höchsten Kreisen verkehrte und schließlich der Doppelspionage angeklagt und für schuldig befunden wird. In diesem Buch, verfasst Mata Hari kurz vor ihrer Hinrichtung einen (fiktiven) Brief an ihren Anwalt und schildert ihre Sicht der Ereignisse und Entwicklungen. Dabei erfährt man viel aus ihrer Biografie; wie sie sich in ihrer holländischen Heimat langweilte, deshalb einen britischen Offizier heiratete und mit ihm nach Java ging. Doch diese Ehe war geprägt von Gewalt und so verlässt die damals noch Marghareta genannte junge Frau ihren Mann und ihr Kind und beginnt ohne Ausbildung eine Karriere als Tänzerin. Ihre freien Interpretationen exotischer Tänze, die wenig Authentizität und dafür viel nackte Haut beinhalten, verhelfen ihr zu Berühmtheit. Sie prahlt in ihrem Brief mit ihren unzähligen Liebschaften und legt dabei sowohl Arroganz als auch Naivität an den Tag. Leider bleibt Mata Hari in diesem Abschnitt sehr schematisch. Es wirkt oft wie eine Aneinanderreihung von biografischen Fakten, oft fehlte mir dabei die Emotionalität und Nähe zur Figur. Zudem scheint der Autor damit spielen zu wollen, dass Mata Hari auch im Ruf einer Lügnerin stand und oft viel zu ihrer Geschichte dazu erfand. Das erfährt man jedoch erst im Nachwort oder bei weiteren Recherchen im Internet. Im Buch selbst ist ein solches Verwirrspiel leider nicht gut gelungen, weil es nicht deutlich genug herausgestellt oder in Widerspruch zu anderslautenden Aussagen gestellt wird. Als einziges relativierend wirkt der anschließende (fiktive) Brief von Mata Haris Anwalt, doch auch das ist nicht ausgearbeitet genug und dient wahrscheinlich eher dazu, die Abläufe zu schildern, die außerhalb Mata Haris Wissen lagen. Leider bleibt auch Mata Haris Spionagetätigkeit schwammig und wenig greifbar oder verständlich. Der Meinung der Buchfigur nach seien gar keine Informationen geflossen bzw. ist von der Weitergabe von Klatsch die Rede, nur dass nie deutlich wird, was und an wen Mata Hari geliefert hat. Deutlich wird nur, dass Mata Hari in ihrer Selbsterhöhung und ihrem Geltungsdrang dumme und naive Dinge getan hat und sich möglicherweise in eine Situation manövriert hat, deren Bedeutung sie gar nicht erfassen konnte. Auch wird deutlich, wie gefährlich eine Frau wahrgenommen hat, die die Geliebte vieler einflussreicher Männer war und schließlich mindestens für ihre Unkonventionalität mit dem Leben zahlen musste. Mata Hari wird auch weiterhin eine Faszination auf mich ausüben, dieses Buch wird jedoch wenig zu meinem Bild von ihr beitragen. Der Schreibstil ist zugegebenermaßen ansprechend und durchaus poetisch, konnte mir aber zu keiner Zeit irgendeine Emotion vermitteln, was ich wirklich bedauerlich fand. Auch die biografischen Details wurden für mich nicht bildhaft genug. Meiner Meinung nach wurde hier einiges an Potential der Geschichte verschenkt. Ich hatte ein ergreifenderes Buch erwartet, nicht zuletzt aufgrund Mata Haris tragischem Ende und etlicher Ungerechtigkeiten, die ihr wiederfahren sind. So kann ich nur sagen Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt .
Ihr letzter Brief
von Fornika - 20.01.2017
Mata Hari. H21. Margaretha Zelle. Eine schillernde Persönlichkeit versteckt sich hinter diesen Namen. Eine aufreizende Tänzerin, eine Prostituierte, aber auch eine Doppelagentin? "Glauben Sie wirklich allen Ernstes, dass man ausgerechnet jemanden wie mich auswählen würde, um ¿ zu spionieren? Jemand, der ständig im Rampenlicht steht? Würden Sie das nicht außerordentlich absurd finden?" (S. 97) Paulo Coelho lässt Mata Hari einen letzten Brief schreiben, ein Brief in dem sie über ihr Leben und auch den Weg erzählt, der letztendlich zu ihrer Verhaftung führt. Bis heute ist nicht ganz klar, wieviel Spionin tatsächlich in der Femme fatale steckte und Coelho lässt ebenfalls reichlich Raum für Zweifel. Leider beschränkt sich der Autor auf einen kurzen Abriss, kaum hat man sich eingelesen, ist das Buch auch schon wieder zu Ende. Ich kenne Mata Hari jetzt ein bisschen besser, aber die wenigen Episoden des fiktiven Briefes sind einfach zu dürftig um die Realperson wirklich gut kennenzulernen. Zwischenzeitlich klaffen große Lücken in der fiktiven Biographie, was auch nicht gerade zum besseren Verständnis beiträgt. Die Form des Briefromans hat mir sehr gut gefallen, auch der Schreibstil war sehr angenehm. Alles in allem hatte das Buch alle Ansätze, die es zu einem gelungenen Lesevergnügen braucht, leider war mir die Ausführung dann doch zu sparsam.
Der tiefe Fall der Mata Hari
von Nela - 18.01.2017
Mata Hari war eine schillernde Persönlichkeit ihrer Zeit. Sie wusste, was sie will, und ist diesen Weg unbeirrt gegangen. Paulo Coelho schildert in diesem fiktiven, auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman zunächst die Umstände ihrer Hinrichtung, um sie dann selbst in einem Brief aus ihrem Leben erzählen zu lassen. Anschließend lässt er auch noch ihren Verteidiger zu Wort kommen. Für mich handelt es sich bei diesem Buch um einen typischen Coelho, der nicht herausragend ist, aber meinen Erwartungen entsprach. Mata Haris Gedanken, Gefühle, ihr starker Wille und ihre Zielstrebigkeit werden sehr gut beschrieben, was für eine hervorragende Recherchearbeit spricht. Der Autor erweckt Mata Hari zum Leben und gibt einen sehr guten Einblick, wie sie sich vom niederländischen Mädchen zu einer gefeierten Tänzerin in Paris und ganz Europa entwickelt hat und schließlich unter Spionageverdacht steht. Ich habe das Gefühl, diese Frau kennengelernt zu haben, wobei ich nicht prüfen kann, ob meine Empfindungen mit der Realität übereinstimmen. Coelho erhebt keinen Anspruch, mit diesem Werk eine Biographie vorzulegen, schafft es aber mit seinem besonderen Erzählstil, die damalige Zeit und die Protagonistin lebendig werden zu lassen. Das Buch eignet sich daher nicht als Ersatz für eine ausführliche Biographie, kann aber einen ersten Eindruck geben und vor allem gut unterhalten.
Der Lebensweg Mata Haris
von bücherfreund98 - 16.01.2017
Paulo Coelho ist vielen als erfolgreicher brasilianischer Bestsellerautor bekannt. Mit seinem neuesten Roman "Die Spionin" zeichnet er das Leben der zu Weltruhm erlangten Mata Hari nach. Kurz, jedoch mit viel Feingefühl erzählt der Coelho die faszinierende Geschichte Mata Haris, die als Margarethe Zelle in den Niederlanden geboren wurde und mit ihrem Ehemann nach Niederländisch-Ostindien übersiedelte, wo sie dem provinziellen Leben ihrer Heimat zu entfliehen glaubt. Was sie dort fand waren jedoch nur Demütigungen durch ihren Mann. Sie trennte sich von ihm und begann unter dem Künstlernamen Mata Hari in Paris ein neues Leben als orientalische Tänzerin. Im ersten Weltkrieg geriet sie zwischen die Fronten und wurde als angebliche Spionin zum Tode verurteilt. Was der Autor sehr gut zum Ausdruck bringt ist die politische Situation die Anfang des letzten Jahrhunderts und während des ersten Weltkriegs herrschte. Trotz politischer und nach damaligem Verständnis moralischer Unkorrektheiten Mata Haris kann man sie wohl aus Bauernopfer ansehen, das von den wahren politischen Problemen ablenken sollte. Zu einem idealen Sündenbock haben wohl auch ihr fiktiver Lebenslauf sowie ihre orientalischen Tänze, die in Wirklichkeit von ihr erfunden wurden, beigetragen. Damit war sie vor Gericht unglaubwürdig. Die wahre Rolle Mata Haris wurde nie vollständig geklärt doch mit ihren anregenden Tänzen, ihrer Schönheit gilt sie bis heute als eine faszinierende Person.
Enttäuschend
von Sylvia Mangl - 13.01.2017
Paolo Coelho lässt in seinem Roman Mata Hari selbst zu Wort kommen, indem er sie in der Todeszelle einen Brief an ihren Anwalt schreiben lässt. Bis zum Schluss glaubt sie nicht daran, tatsächlich sterben zu müssen, doch die Hinrichtung bleibt ihr schlussendlich nicht erspart. »Mein einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein.« schreibt sie darin. Aber genau das war sie nicht. Nachdem sie aus einer unglücklichen Ehe geflüchtet ist, ging sie nach Paris um dort als Tänzerin zu arbeiten. Allerdings reichte das nicht aus, um ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Sie hält sich mehrere betuchte Liebhaber, mitunter auch gleichzeitig, die sie finanziell großzügig unterstützen. Aufgrund ihrer vielfältigen Kontakte wird sie für Informationen bezahlt, die sie laut eigenen Aussagen niemals geliefert hat¿ Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, ist Mata Hari doch bis heute von einer sehr geheimnisvollen Aura umgeben. Umso enttäuschter war ich, dass Coelho das Bild einer Frau zeichnet, die sich einerseits als Edelprostituierte präsentiert, die hemmungslos und kalt kalkulierend einen Mann nach dem anderen benutzt und sich am Ende als keines hilfloses Opfer darstellt, das sich in der Welt nicht zurechtfindet. Das passt nicht zusammen und wird auch nicht so gewesen sein. Das Buch entzaubert jedenfalls den Mythos und wirkt auch sprachlich unglaubwürdig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts in einem Brief an einen Mann - egal wie aufgeschlossen sie gewesen sein mag - derart offen über ihr Liebesleben, über Sex und dergleichen geschrieben haben mag. Insgesamt blieb die Geschichte ziemlich an der Oberfläche und unspannend.
Mata Hari
von Lesemama - 08.01.2017
Zum Inhalt: Mata Hari wurde in den Niederlanden als Margaretha Zelle geboren. Ihr Vater mussteht allerdings Konkurs anmelden und ihre Mutter verstarb. Margarethas einzige Hoffnung war eine Ehe mit dem viel älteren Offizier Rufolph MacLeod und mit ihm ging sie nach Niederländisch-Ostindien. Als sie ihrer lieblosen Ehe entfliehen konnte, reiste sie über die Niederlande nach Paris. Dort wurde sie als Mata Hari bekannt Meine Meinung: Das Cover ziert ein Bild von Mata Hari (nehme ich zumindest an) und es ist typisch für den Diogenesen Verlag. Die Geschichte ist eigentlich ein langer Brief, den Matag während ihrer Gefangenschaft geschrieben hat. Die Geschichte der Margaretha war sehr interesant, allerdings ergab es durch die Briefform keine richtige Story. Es war mehr eine Aneinanderreihung von Erlebnissen. Fazit: Wäre es eine richtige Geschichte in Romanform gewesen, hätte es mit sicherlich besser gefallen. So war es leider nur mittelmäßig. Allerdings für Geschichtsinteressierte bestimmt zu empfehlen.
Spionin - oder doch nicht
von Herbert Mangl - 03.01.2017
"Mein einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein". Ein Zitat aus dem Brief Mata Haris, den sie aus dem Gefängnis an ihren Anwalt schreibt, der sie nicht vor dem Todesurteil bewahren konnte. Der Brief einer Frau, die bis zum Schluss nicht daran glaubt, dass sie wirklich sterben muss, weil ihr das Schicksal am Ende doch immer irgendwie günstig mitgespielt hat. So nutzt sie die Zeit, die sie auf ihre vermeintliche Begnadigung wartet, um ihr Leben Revue passieren zu lassen und ihrem Anwalt zu erklären, wie sie dorthin gelangen konnte, wo sie am Ende war. Natürlich ist dieser Brief und die Antwort darauf Fiktion, aber das Bild, das wir von Mata Hari erhalten, wir dadurch nicht deutlicher. Sie wird auch nicht besonders sympathisch dargestellt. Was sie in ihrem Brief als Unabhängigkeit bezeichnet, ist das genaue Gegenteil davon. Denn sie war - ob das den Tatsachen entspricht oder nicht- meist von den finanziellen Zuwendungen gleich mehrerer Männer abhängig. Ob dies alleine die Folge ihrer desaströsen Ehe und der Vergewaltigung in ihrer Schulzeit war, kann man dahingestellt lassen. Im Gesamten hat mich dieses Buch nicht überzeugt, sprachlich nicht und inhaltlich nicht. Um Mata Hari lag immer so das Oevre einer verruchten femme fatale und dann noch eine Spionin. Nach der Lektüre dieses Buches bekommt man den Eindruck einer eher schwächlichen Frau, die sich mit ihren begrenzten Mitteln durchs Leben laviert hat.
Mata Hari - ein rasanter Blick in ihre Lebensgeschichte
von LadyIceTea - 28.12.2016
Paulo Coehlo lässt Mata Hari noch einmal lebendig werden. Mit einem fiktiven Brief, erzählt sie ihre Geschichte aus einem Gefängnis heraus - kurz vor ihrer Hinrichtung. Der Brief erzählt von ihrem Leben als Margaretha Zelle, als Ehefrau Mademoiselle MacLeod und ihrem Weg zur berühmten Tänzerin und Spionin Mata Hari. Dies war mein erstes Buch von Coehlo und ich verstehe endlich, warum alle diesen Schriftsteller so sehr loben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich wusste nicht viel über Mata Hari, eigentlich gar nichts. Ich kannte nur ihre Bilder und wusste, dass sie eine Tänzerin ist. Coehlo hat es geschafft, mir in einer spannenden Art und Weise das Leben von Mata Hari näher zu bringen. Seine fiktiven Gespräche und Handlungen, hätten in meiner Vorstellung wirklich stattfinden können und haben mir alles sehr anschaulich nähergebracht. Ich finde Mata Hari ist eine sehr interessante Persönlichkeit und ich bin froh, ihr Leben durch dieses Buch näher kennen gelernt zu haben. Ich freue mich schon auf die anderen Bücher von Coehlo und kann dieses Buch hier wärmstens empfehlen.
Die Spionin
von CanYouSeeMe - 26.12.2016
Hauptfigur dieses Buches ist Margaretha Zelle, besser bekannt als Mata Hari, die mir vor der Lektüre dieses Buches nur ein vager Begriff war, dem ich keine genaue Personenbeschreibung zuordnen konnte. Das Buch liest sich alles in allem wie ein angenehmer Bericht, fast schon wie ein Roman. Dass der Autor sich künstlerische Freiheiten genehmigt hat und daher einige Abläufe hinzugefügt, herausgelassen oder in eine andere zeitliche Reihenfolge gebracht hat, hat mich persönlich nicht gestört - ich hätte auch nicht gewusst, wie es anders gewesen wäre. Ich konnte mich sehr gut in die Perspektive von Mata Hari hineinversetzen und habe die Ausführungen mit großem Interesse gelesen. Insgesamt empfinde ich den Inhalt jedoch recht oberflächlich, in die Tiefe wurde nicht gegangen, was bei dem geringen Seitenumfang auch verwunderlich gewesen wäre. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und hat mich schon bei der ersten Seite ans Buch fesseln können. Die Beschreibungen waren durchaus bildlich, so dass ich mir ein gutes und detailliertes Bild von den Geschehnissen und Personen machen konnte. Auch die verwendete Sprache passte gut ins Geschehen und zu den Personen. Dieses Buch war mein erstes von Coelho und durch die Themensetzung sicher nicht das exemplarischste seiner Werke. Dennoch konnte mich sein Schreibstil überzeugen, so dass ich mir in Zukunft das ein oder andere Buch von ihm zu Gemüte führen werde.
Lässt mich etwas enttäuscht zurück
von Bibliomarie - 25.12.2016
Das Buch beginnt mit einer starken Szene: Mata Haris Gnadengesuch ist abgelehnt worden, die Hinrichtung wird vollzogen. Hier zog mich der Autor sofort in Bann. Der nächste Teil besteht aus einem langen Brief Mata Haris an ihre Tochter. Hier flacht für mich die Geschichte bereits ab. Die Beschreibung brachte mir die Persönlichkeit nicht näher. Im Schnelltempo bewegen sie die Beschreibungen durch ihr Leben. Herkunft und Familie werden gestreift, die Vergewaltigung durch den Leiter der Internatsschule und die immer größere Entfremdung zur Familie, sind die ersten Etappen, die in einer lieblosen Ehe mit einem sehr viel älteren Kolonialoffizier münden. Sie begleitet ihren Mann nach Niederländisch-Ostindien und dort lernt sie die Kultur kennen, die sie zu ihrem Künstlernamen und zu ihren tänzerischen Darbietungen inspirieren. So wird aus Margarethe Zeller Mata Hari. Sie wird eine Berühmtheit der Halbwelt, findet reiche Gönner und lebt ihr Luxusleben, bis der Erste Weltkrieg dem ein Ende bereitet und sie neue Einnahmequellen suchen muss. Eine dritte Sichtweise bringt der Brief ihres Anwalts, der ihr die Vollstreckung des Urteils ankündigt und der sich und seine Verteidigung rechtfertigt. Bilder und Dokumente rahmen die Romanhandlung ein, die mir leider viel zu sehr an der Oberfläche geblieben ist. Die Person Mata Hari hätte sicher viel mehr an Projektionsfläche zu bieten gehabt. So kratzte der Roman nur an der Geschichte, aber ich hätte mir viel mir Tiefe gewünscht. In einem Roman hätte der Autor die Möglichkeit gehabt, der Figur nahe zu kommen, sie zu interpretieren, das ist leider nicht passiert. Auch über die große Frage - Spionin oder nicht - hätte ich gern mehr erfahren. So ist mir eigentlich nur ein Satz, gleich zu Beginn des Buches im Gedächtnis geblieben: Ich bin eine Frau, die im falschen Jahrhundert geboren wurde. Ich weiß nicht, ob sich in der Zukunft jemand an mich erinnern wird, aber wenn doch, dann möchte ich nicht als Opfer gesehen werden, sondern als Frau, die mutig ihren Weg gegangen ist und furchtlos den Preis dafür gezahlt hat." Leider trägt das Buch nicht dazu bei, die Erinnerung an Mata Hari lebendig zu halten.
Streiflichter - Einblicke in das Leben von Mata Hari
von januar12 - 21.12.2016
Paulo Coehlo fängt mit dem Prolog gleich mit dem Ende von Mata Hari an. Es ist der 15. Oktober 1917 und es wird ihr Todesdatum werden. Hingerichtet von einem Erschiessungskommando in Vincennes, Frankreich. Nüchtern und gleichzeitig doch emotional werden ihre letzten Schritte beschrieben. Der nachfolgende Roman gliedert sich in drei Abschnitte. Die ersten beiden stellt der Autor als Abschiedsbrief und Rekapitulation aus der Sicht von Mata Hari, die als Margaretha Zelle in 1876 in Leeuwarden geboren wurde, dar. Darin schildert sie, warum sie bereits in jungen Jahren die Niederlanden verlassen wollte und wie es kam, dass sie von der Liebe nichts hielt. Relativ nüchtern lässt Coehlo sie in diesem fiktiven Brief von ihrer Ehe, in der sie viel Gewalt ertragen musste, und ihren Kindern berichten. Eine Schlüsselszene ist ein miterlebter Selbstmord. Von da an will Margaretha sich und vor allem ihr Leben ändern. Liebe war bei ihr immer nur Mittel zum Zweck. Sie wollte hoch hinaus, berühmt werden und vor allem unabhängig. Sie wollte das Leben, dass sich ihr bot, geniesen. Bis zum Schluß konnte (und wollte) sie nicht daran glauben, dass sie hingerichtet werden würde. Sie hatte bis zum Schluß gehofft. Manchmal sind im Brief Fakten eingewoben (so z.B. eine Liste von Gegenständen, die sie hinterlassen hat). Dennoch sind es nur Streiflichter, vielleicht wichtige Wendepunkte, daher bleiben nach dem Lesen bei mir Lücken, was sie alles erlebt hat. Vor allem die Figur der Mata Hari wird hier sehr egozentrisch, naiv und prunksüchtig dargestellt. Es fehlen Gefühle. Am Ende soll sie sich trotzallem verliebt haben, doch diese Gefühle werden hier nur am Rande, unvollständig und wenig nachvollziehbar dargestellt, so dass man den Wandel nicht richtig nachvollziehen kann. Im dritten Teil kommt dann ein Perspektivwechsel. Der Anwalt berichtet und rechtfertigt sich. Er stellt die größerern Zusammenhänge dar, die, die Mata Hari (angeblich) nicht überblicken konnte. War sie nun Spionin oder nicht ? War sie ein Bauernopfer des anklagenden Anwaltes ? Helfen konnten bzw. wollten ihr auch ihre früheren zahlreichen Verehrer ihr nicht mehr. Sie war ein sinkender Stern und keiner wollte mit ihr herab gezogen werden. In einem Zeitalter, in der die Männer das sagen hatten, haben Männer über sie, die so völlig anders war, gerichtet. Und am Ende ist es ein Mann, der sie betrauert. Ein Buch, das mir, die ich über Mata Hari bisher wenig wußte, vieles über ihr Leben und Sterben näher gebracht hat. Mir einige Informationen geliefert hat. Dennoch blieb mir ihre Geschichte zu streiflichtartig erzählt. Es ist keine Biografie - die Segmente, die Coelho hier mit dem fiktiven Roman liefert, haben zwar meine Neugier geweckt, aber mich am Ende etwas ratlos zurück gelassen. Hat er Mata Hari, die als notorische Lügnerin galt, in ihrem (fiktiven) Brief naiv wirken lassen oder war sie es wirklich? Vor allem passt dann ihre zietierte Lyrik nicht dazu. Genauso widersprüchlich sehe ich ihre Liebe am Ende, die ihr (angeblich) zum letzten Verhängnis wurde. Vieles fehlte mir in diesem Roman, aber es war ein Anstoß mich einmal näher mit ihrer interessanten Figur zu beschäftigen. Der Diogenes Verlag hat ein sehr schönen Rahmen für das Buch geschaffen. Das Cover und die Buchgröße passen in das Gesamtkonzept des Verlages. Das Cover ziert ein Bild von Mata Hari, es erweckt beim Leser gleich Interesse an dem Roman. Auch die im Buch vorhandenen Bilder von Mata Hari haben mir sehr gut gefallen. Fazit: Interessante Perspektive auf die schillernde Persönlichkeit Mata Hari. Konnte mich allerdings nicht vollständig überzeugen, da der Roman nur streiflichtartig Einblicke in ihr Leben gab .
Mata Hari
von manu63 - 16.12.2016
In seinem Roman Die Spionin lässt der Autor Paulo Coelho Mata Hari einen fiktiven Brief für ihre Tochter schreiben. Um Mata Hari ranken sich viele Geschichten und Mythen, Coelho gibt ihr mit seinem Buch die Möglichkeit ihre Version zu erzählen, es ist ausdrücklich keine Biographie sondern eine gut recherchierte Geschichte die Fiktion und Wahrheit vereint. Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Die Gedankengänge von Mata Hari zu ihrem Leben ziehen den Leser in den Bann und teilweise verblüffte mich der sachlich erzählte Werdegang dieser Frau. Herausgekommen ist eine lesenswerte Version von Mata Hari und ihrem Leben, das durch sein kleines Buchformat auch gut als Zwischendurchlektüre in die Tasche passt.
Die Spionin
von Gelinde - 15.12.2016
Die Spionin, von Paulo Coelho Cover: Ein Foto der mysteriösen und mit vielen Geheimnissen umgebenen Mata Hari, weckte meine Neugier. Inhalt: Die Geschichte einer Frau, die erotisch wie politisch zwischen alle Fronten gerät. Mata Hari! Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven Brief aus dem Gefängnis von ihrem außergewöhnlichen Leben erzählen. In kurzen knappen Worten wird eine ganze Tragödie erzählt, bei der wir als Leser nicht wissen was ist Wahrheit und was ist dazu erfundene Fiktion. Meine Meinung: Für mich (so lese ich es auf jedenfall aus dem heraus wie es der Autor beschreibt) ist Mata Hari eine tragische Person, der das Schicksal eine tragische Rolle zugeschrieben hat. Sie kam eigentlich aus einem behüteten Elternhaus, nach dem Tod der Mutter hatte sie das Pech in ein Internat zu kommen, in dem sie vom Direktor vergewaltigt wurde (was für diesen damals keine Konsequenzen hervorrief). Sie wollte nur noch weg und hatte das Pech in eine Ehe zu flüchten die auch wieder die Hölle für sie bereithielt. So hat sie eigentlich nur Druck und gewaltsamen Sex erfahren und hat dadurch(?) vielleicht erkannt welche Macht sie auf Männer ausüben kann. So ist sie dann in ihr weiteres Leben mit ihrer "vermeintlichen erotischen Kunst" (Tänzerin die auch mal blank zog), die ihr alle Freiheiten wie sie glaubte gab, hineingewachsen (ganz gezielt). Wäre sie nach der Schule in eine liebevolle Ehe gekommen, wäre ihr Leben genauso verlaufen? Ich frage mich, wäre Sie dann auch so eine rebellische, freiheitsliebende, unruhige, nach Anerkennung gierende, getriebene, opportunischtische Person geworden? War ihre erotische Kunst für sie ein wirklich inneres Bedürfnis, oder ist sie in diese Rolle nur durch die Umstände gepresst worden? Auch zu ihrer Spionagetätigkeit erfahren wir eigentlich kaum etwas. Deshalb bin ich zwar entsetzt über das Todesurteil, aber ich wie es dazu kommen konnte ist trotzdem wieder sehr rätselhaft. Sind es wirklich die Umstände im Krieg? Aber diese Fragen sind alle fiktiv. Denn der Autor schreibt zwar in ICH-Form, aber was davon sind/waren wirklich Mata Haris Gedanken? Der Autor skizziert eine Person, ein Leben, mit Handlung und weiteren Personen, die mir immer irgendwie als "gezeichnet" als "möglicherweise fiktiv" vor Augen stehen. Ich weiß nie woran ich bin, es irritiert mich beim Lesen, dass ich immer das Gefühl habe, hier sehe ich nur einen kleinen Ausschnitt aus einem Ganzen und bei diesem kleinen Teil, weiß ich noch nicht einmal was real und was Phantasie ist. Der Schreibstil ist sehr breit gefächert. Von kurz und bündig, über poetisch, bis zu theatralisch ist alles enthalten. Zitat: -Auch wenn wir manchmal nicht wissen, wohin uns das Leben führt, so sind wir doch nie verloren. -Ich wusste, dass alles, was ich gesagt hatte, bis zum Ende aller Tage mit meinen Tränen im Sand versickert war. Mein Fazit: Ich finde für mich ist die Geschichte etwas lückenhaft, Mata Hari bleibt eine nebulöse Person, die viele Geheimnisse umgeben. War sie eine Spionin, war sie keine? Was war ihr eigener Antrieb? In dem Buch sind mir einzelne Passagen, einzelne Facetten ihres möglichen Lebens gezeigt worden, die mir eine Ahnung ihres Lebens geben, aber in keinster Weise eine Vollständigkeit haben, wie auch der Autor in Nachwort nochmals ganz klar schreibt. Der Schreibstil schafft für mich eine gewisse Distanz und Verwirrung. Insgesamt habe ich mehr von dem Buch erwartet. Mehr Einblicke in das besondere Leben der Mata Hari. Fundiertes Wissen und Emotionen. Ich vergebe 3 Sterne.
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