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Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Roman. Originaltitel: The Music Shop.
Buch (gebunden)
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Der gefeierte neue Roman der Autorin des Weltbestsellers 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry'. "Wenn Sie Worte lieben, wenn Sie Musik lieben, wenn Sie irgendetwas lieben, dann müssen Sie diesen Roman lesen!" Book Page "Rachel Joyce tr … weiterlesen
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Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie als Buch

Produktdetails

Titel: Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
Autor/en: Rachel Joyce

ISBN: 3810510823
EAN: 9783810510822
Roman.
Originaltitel: The Music Shop.
Übersetzt von Maria Andreas
FISCHER Krüger

21. Dezember 2017 - gebunden - 384 Seiten

Beschreibung

Der gefeierte neue Roman der Autorin des Weltbestsellers 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry'. "Wenn Sie Worte lieben, wenn Sie Musik lieben, wenn Sie irgendetwas lieben, dann müssen Sie diesen Roman lesen!" Book Page "Rachel Joyce trifft jeden Ton: ein Tribut an Freundschaft, Liebe und die Kraft von großartigen Songs." Washington Post "Dieser Roman ist so wunderbar und tiefgründig wie die Musik, die jede Seite davon durchdringt." The Boston Globe Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße und hören Klassik und Jazz, Pop und Punk. Keiner weiß, wie lange sie hier noch überleben können. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt ...

Trailer

Portrait

Menschen mit Worten so zu berühren wie mit Musik, das gelang Rachel Joyce schon in ihrem ersten Beruf als Bühnenschauspielerin und später als Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Mit ihren feinfühligen Romanen bewegt sie inzwischen Millionen Leserinnen und Leser weltweit. Ihr Bestseller »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry« wurde für den Booker-Preis nominiert, mit dem Specsavers National Book Award und dem Premio Novela Europea Casino Santiago ausgezeichnet. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern auf dem Land in Gloucestershire. Und wenn sie zu Hause Musik hört, legt sie sich dabei am liebsten ganz allein mit ihren Kopfhörern auf den Boden.

Pressestimmen

wie sie über Musik schreibt, wie sie die Leser mit Franks Hilfe auf Entdeckungsreise schickt im großen Reich der Harmonien, ist wirklich bemerkenswert Katja Weise Norddeutscher Rundfunk 20171229
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier
Ein ganz besonderes Buch
von Hedda Freier - Hugendubel Buchhandlung Flensburg Holm - 27.01.2018
Frank ist Besitzer eines kleinen Ladens in dem Schallplatten verkauft. Aber nur Vinyl, denn von CDs oder Kassetten hält er gar nichts. Aber sein großes Talent besteht darin, das er immer genau weiß welche Musik seine Kunden gerade brauchen. Und mit dieser Musikauswahl liegt er immer richtig. Doch dann taucht eine fremde Frau, ganz in grün gekleidet, vor seinem Laden auf und seine Welt gerät aus den Fugen. Ein wunderbares Buch, das ich am liebsten ohne Pause gelesen hätte. Ganz viel Musik, viele unterschiedliche Gefühle und ganz unterschiedlich Charaktere, machen diese Geschichte zu etwas ganz besonderem. Außerdem beschreibt Rachel Joyce noch eine ganz besondere Liebesgeschichte. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Ich kann leider nicht mehr als 5 Sterne vergeben.
Bewertungen unserer Kunden
Hat mich nicht wirklich berührt!
von Ingeborg Ilg - 02.03.2018
In Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie entführt uns die Autorin, Rachel Joyce, in die Welt der Musik. Ihre Hauptfigur, Frank, ist der Inhaber eines Plattenladens und verfügt über die besondere Gabe, zu erkennen, welche Art von Musik, ja sogar genau welches Lied, gerade zu seinem Kunden in dessen aktueller Gemütsverfassung passt. Seine Empfehlungen stoßen mehrfach auf Ablehnung und Verblüffung, aber er liegt nie falsch, vom betrogenen Ehemann bis hin zum unruhigen Säugling, der nicht einschlafen will. Diese besondere Begabung Franks empfand ich als tolle Idee, ebenso wie die Rolle der Musik in dem gesamten Buch. Selten habe ich mich so intensiv mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen und deren Komponisten befasst. Insoweit habe ich tatsächlich viel aus dem Buch gezogen. Leider wurden meine Erwartungen an die Geschichte insgesamt jedoch nicht erfüllt. Hierbei habe ich nicht mal eine mitreißende Liebesgeschichte erwartet. Mir blieben die Figuren jedoch insgesamt alle zu blaß, ihre Gefühle und Motive zu wenig nachvollziehbar. Sicher, Frank hatte eine schwere Kindheit mit einer lieblosen Mutter, die ihm nichts an Emotionen, außer der Liebe zur Musik vermittelt hat. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, wie dumpf er sich verhält, ob gegenüber seinen engsten Freunden, den anderen Ladenbesitzern und seinem Angestellten, und vor allem gegenüber Ilse, der geheimnisvollen Unbekannten, in die er sich von Anfang an verliebt. Aber auch Ilses Motive und Verhalten bleibt weitgehend im Dunkeln. Die Geschichte zwischen den beiden tröpfelt vor sich hin, ebenso wie der Leser langsam in einzelnen Rückblenden immer wieder Einblicke in Franks Vergangenheit erhält. Dazu wird Franks Übernahme des Plattenladens von der ersten Besichtigung an sowie der aufreibende Überlebenskampf der Ladenbesitzer der Unity Street gegen eine mysteriöse Immobiliengesellschaft für mich etwas langatmig beschrieben. Grundätzlich sehr gut haben mir die Musikstunden zwischen Frank und Ilse gefallen, in denen Frank versucht, alle seine Eindrücke und seine Liebe zur Musik an Ilse weiterzugeben, aber die Dialoge und das Verhalten der beiden sind auch hier irgendwie hözern, unbeholfen und langatmig. Das Ende mit dem großen Zeitsprung schließlich war, als ob jemand den Schnellvorlauf gedrückt hätte: so viel Lebendigkeit und Aktivität war für mich nicht im gesamten Buch davor ersichtlich! Der Epilog schließlich ist schon fast kitschig und war zum bisherigen Verlauf der Geschichte vorher nicht wirklich stimmig - so als hätte die Autorin versucht, das Ruder noch mal rumzuwerfen. Schade, nach dem Klappentext und mit dieser besonderen Gabe Franks hätte ich mir mehr erwartet!
Hat mich nicht wirklich berührt!
von Ingeborg Ilg - 01.03.2018
In Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie entführt uns die Autorin, Rachel Joyce, in die Welt der Musik. Ihre Hauptfigur, Frank, ist der Inhaber eines Plattenladens und verfügt über die besondere Gabe, zu erkennen, welche Art von Musik, ja sogar genau welches Lied, gerade zu seinem Kunden in dessen aktueller Gemütsverfassung passt. Seine Empfehlungen stoßen mehrfach auf Ablehnung und Verblüffung, aber er liegt nie falsch, vom betrogenen Ehemann bis hin zum unruhigen Säugling, der nicht einschlafen will. Diese besondere Begabung Franks empfand ich als tolle Idee, ebenso wie die Rolle der Musik in dem gesamten Buch. Selten habe ich mich so intensiv mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen und deren Komponisten befasst. Insoweit habe ich tatsächlich viel aus dem Buch gezogen. Leider wurden meine Erwartungen an die Geschichte insgesamt jedoch nicht erfüllt. Hierbei habe ich nicht mal eine mitreißende Liebesgeschichte erwartet. Mir blieben die Figuren jedoch insgesamt alle zu blaß, ihre Gefühle und Motive zu wenig nachvollziehbar. Sicher, Frank hatte eine schwere Kindheit mit einer lieblosen Mutter, die ihm nichts an Emotionen, außer der Liebe zur Musik vermittelt hat. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, wie dumpf er sich verhält, ob gegenüber seinen engsten Freunden, den anderen Ladenbesitzern und seinem Angestellten, und vor allem gegenüber Ilse, der geheimnisvollen Unbekannten, in die er sich von Anfang an verliebt. Aber auch Ilses Motive und Verhalten bleibt weitgehend im Dunkeln. Die Geschichte zwischen den beiden tröpfelt vor sich hin, ebenso wie der Leser langsam in einzelnen Rückblenden immer wieder Einblicke in Franks Vergangenheit erhält. Dazu wird Franks Übernahme des Plattenladens von der ersten Besichtigung an sowie der aufreibende Überlebenskampf der Ladenbesitzer der Unity Street gegen eine mysteriöse Immobiliengesellschaft für mich etwas langatmig beschrieben. Grundätzlich sehr gut haben mir die Musikstunden zwischen Frank und Ilse gefallen, in denen Frank versucht, alle seine Eindrücke und seine Liebe zur Musik an Ilse weiterzugeben, aber die Dialoge und das Verhalten der beiden sind auch hier irgendwie hözern, unbeholfen und langatmig. Das Ende mit dem großen Zeitsprung schließlich war, als ob jemand den Schnellvorlauf gedrückt hätte: so viel Lebendigkeit und Aktivität war für mich nicht im gesamten Buch davor ersichtlich! Der Epilog schließlich ist schon fast kitschig und war zum bisherigen Verlauf der Geschichte vorher nicht wirklich stimmig - so als hätte die Autorin versucht, das Ruder noch mal rumzuwerfen. Schade, nach dem Klappentext und mit dieser besonderen Gabe Franks hätte ich mir mehr erwartet!
Liebe durch Musik
von Hortensia13 - 06.02.2018
Frank ist Besitzer eines selbst gezimmerten Schallplattenladens in einer maroden Seitengasse und hat ein besonderes Talent. Er spürt bei jedem Menschen, welche Musik dieser gerade für seine Lebenslage braucht. Doch als eine Frau in Grün vor seinem Laden ohnmächtig wird, kann Frank machen, was er will. Er kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt. Was hat es mit ihr auf sich? Die Autorin von dem Weltbestseller 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' Rachel Joyce taucht in diesem Roman in die Bedeutung der Musik für die Seele ab. Vom Schreibstil erinnerte es mich stellenweise an Die zauberhafte Welt der Amélie . So bilden einzigartige Charaktere eine ungewöhnliche Gemeinschaft und kleine Alltagssituationen werden mit einer Prise sarkastischen Humor geschrieben. Toll, ist auch am Ende die Playlist des Buches, die zur Erforschung der unterschiedlichen Musikstile animiert. Generell eine aussergewöhnliche Liebesgeschichte.
eine schöne Geschichte mit Musik, verpackt in tolle Worte
von Kaffeetasse - 04.02.2018
Frank liebt seinen Plattenladen und die Musik und so ist es kein Wunder, dass viele Leute aus der Union Street bei ihm ein und aus gehen. Doch das wird nicht immer so bleiben.... Rachel Joyce lässt den Leser Franks Musikliebe durch ihre Worte spüren. Immer wieder tauchen Musiktitel auf, die ich dann bei youtube erstmal gesucht habe. Das machte das Buch für mich noch greifbarer. Musik schwingt immer mit. Das Buch selbst hat sich sehr flüssig lesen lassen und so war ich schnell durch die Seiten gerauscht. Dabei fand ich die Geschichte gut und auch spannend, wobei ich beim Ende sagen muss, dass es mir etwas zu schnell ging durch einen großen Zeitsprung und ich persönlich manche Entwicklung anders erwartet hätte. Dennoch fand ich die Charaktere sympathisch und authentisch, wenngleich Ilse nicht mein Lieblingscharakter war. Ein schönes Buch mit einer tollen Geschichte und wie immer bei Rachel Joyce mit wundervollen Worten.
Musikalisch ein Leckerbissen, die Liebesgeschichte hinkt aber.
von Plush - 04.02.2018
nhalt: Plattenladenbesitzer Frank spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. Bei ihm treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße. Eines Tages taucht eine Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Und sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt¿ Meine Meinung: Sprachlich hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen und konnte immer wieder verzaubern mit besonders schönen und bildhaften Passagen. Genauso gefielen mir von Anfang an die verschiedenen Charaktere, die alle etwas kauzig aber durchweg sehr liebenswert wirken. Eben ein Haufen ganz normal verrückter Menschen. Musik ist das Hauptthema des Buches, das merkt man schon auf den ersten Seiten. Hier kann die Autorin wirklich glänzen mit ihrem umfangreichen Wissen, das man immer wieder herauslesen kann. Wenn Frank - oder in Rückblenden seine Mutter - anfängt, Lieder zu beschreiben und worauf man beim Hören achten kann, dann fühlt man sich sofort dazu angehalten, die Lieder selbst anzuhören. Und das habe ich dann - Alexa sei Dank ;) - auch regelmäßig während des Lesens gemacht. Das verlieh dem ganzen nochmal einen ganz eigenen Charme und erweiterte definitiv meinen musikalischen Horizont! Was dann aber später mit der Geschichte passierte, gefiel mir leider nicht mehr so sehr. Die Liebesgeschichte rückte immer weiter in den Vordergrund. Und diese Liebesgeschichte, die zuerst sooo langsam verläuft und eigentlich gar keine Fortschritte macht, wird dann erstmal abrupt beendet und plötzlich gibt es in der Geschichte einen Zeitsprung über 20 Jahre. Ab da war das Buch nicht mehr das gleiche für mich. Der Erzählstil und die Erzählsicht änderten sich, es wurde mit einem Mal alles zügig - wo die Geschichte doch vorher mit seiner Gemächlichkeit Wohlfühl-Feeling verbreitete. Und dann kommt das riesige Happy-End, das nach 20 Jahren für mich einfach zu wenig realistisch und zu viel Kitsch war. Es war trotzdem irgendwie schön, das Happy End. Aber ich hätte inhaltlich doch mehr von der Geschichte erwartet. Fazit: Musikalisch wirklich ein Leckerbissen, der verzaubern kann und den Horizont erweitert. Wer inhaltlich mehr erwartet, der wird aber wohl etwas enttäuscht zurückbleiben.
von mehe - 03.02.2018
Sag es mit Musik! Vieles, das oft unausgesprochen bleibt, Gefühle, die ganz tief im Innern oft unbemerkt schlummern, kann der Plattenhändler Frank auspüren. Er findet für seine Kunden genau die Musik, die sie brauchen und liefert bei Bedarf ein fachmännische Gebrauchsanweisung gleich mit dazu - allerdings nur auf Vinyl! Ein bisschen schrullig ist der Musikfreak dabei schon aber eben auf seine eigene, ganz bezaubernde Weise. Und damit passt er mit seinem großen Herz perfekt in die Unity Street. Hier reihen sich nicht nur außergewöhnliche Läden aneinander auch ihre Besitzer sind alle einzigartig und zu einer großen Gemeinschaft verschmolzen. Als eines Tages eine Unbekannte Dame in grün vor Franks Laden zusammenbricht wird dann aber nicht nur Franks Leben auf den Kopf gestellt. Und dann taucht auch noch eine dubiose Investmentfirma als Feind auf, die die Unity Street aufkaufen und sanieren möchte. Wird Frank, der immer nur auf das Wohl seiner Freunde und Kunden bedacht ist und dabei sich selbst vergisst, nun trotzdem auch noch sein eigenes Glück finden? Siegt die Liebe und die Freundschaft über die Korruption? Mit ganz viel Liebe zum Detail und Herzblut wird hier der Liebe zur Musik ein literarisches Denkmal gesetzt. Es ist schon fast eine Achtsamkeitsübung und purer Genuss Franks Ausführungen zu den verschiedenen Songs zu lauschen. Dieses entschleunigende Element im Schreibstil tut in der heutigen Hektik gut und schafft eine angenehme Atmosphäre. Auch die wunderbaren Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Leider gewinnt der Roman gegen Ende etwas zu sehr an Tempo und diese schöne Stimmung wird etwas gedrückt - aber eine gute Komposition ist eben oft unerwartet und genau deshalb genial, das sagt auch Mister Frank. Für mich gibt es deshalb trotzdem leichte Abzüge für das ansonsten sehr schöne Buch. Es ist nicht nur eine Freude dieses Buch zu lesen, es regt auch dazu an Musik einmal wieder bewusst zu hören. An einem stressigen Tag bietet Rachel Joyce mit Mister Frank genau den richtigen Ausgleich. Zum Entspannen verschreibe ich also dieses Buch - unbedingt lesen!
Spüre die Magie der Worte
von Tom_Read4u - 01.02.2018
Wir befinden uns im Jahre 1988 in England und erleben Mister Frank, der in der leicht heruntergekommen Unity Road einen Plattenladen sein Eigen nennt. Frank besitzt eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. Auch wenn er nicht viele Platten verkauft, ist er mit seinem Leben doch recht zufrieden, vor allem, wenn er die Menschen glücklich machen kann. Doch eines Tages taucht plötzlich eine geheimnisvolle Frau in Grün auf und bringt das bisherige Leben von Frank deutlich durcheinander. Frank und sein junger tollpatschiger Assistent Kit, bzw. auch die anderen Ladenbesitzer der Unity Road, wie die etwas seltsam wirkende Maud, die komischen Williams-Brüder, der Expriester Anthony oder der polnische Bäcker, halten alle wunderbar zusammen und leben ihr Leben - nicht nebeneinander, sondern miteinander. Wie der Name der Straße schon sagt, sind sie alle quasi eine Einheit. Dieser besondere Charme des Miteinanders ist so stark, dass man ihn quasi beim Lesen greifen kann. Jede der beschriebenen Personen wirkt sehr real und nicht konzipiert. Ich finde es sehr faszinierend, wie Frank bei seiner Auswahl des Musikstückes stets das richtige Händchen beweist und auch komplett zwischen den Genres springt. Mit dem Auftauchen der geheimnisvollen Frau in Grün, kommt Leben in den fast schon routinewirkenden Alltag unserer Protagonisten. Wie ein Musikstück aus alter Zeit ist diese Leben der Bewohner der Unity Street harmonisch im Einklang. Doch mit dem Auftauchen der geheimnisvollen Frau aus Deutschland kommt etwas Unerwartetes. Wie bei den klassischen Stücken, a la Bach, Mozert, etc. mit einem Paukenschlag ändert sich auf einmal die Tonart, das Tempo, und hier das Leben der Protagonisten. Wird die Harmonie verloren gehen oder wird es gar in einer Tragödie enden? Das Buch liest sich ungemein locker und leicht. Man kommt sehr schnell in die Geschichte rein und ist vollkommen von ihr gefangen. In einigen Rückblenden taucht man in Franks Kindheit /Jugend ein und erfährt, von seiner Mutter Peg, wie Frank zur Musik kam und warum er so ist, wie er ist. Der Aufbau des Buches erinnert stark an eine Doppelschallplatte und jede Seite ist ein gewissen Abschnitt in Franks Leben vor dem Auftauchen der Frau, währenddessen bis hin zum großen Finale. So wie Frank mit seinem Gespür für die richtige Musik für entsprechende Situationen/Personen, so hat die Autorin Rachel Joyce das richtige Händchen und schreibt uns Zeile für Zeile, die so harmonisch sind, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen, um weiter den Klang der Wortmelodie im Kopf zu lauschen. Ein absolut toller und einnehmender Schreibstil - unterhaltsam, nachdenklich, aber auch wieder zum Schmunzeln. Aus diesem Grund gebe ich 5 von 5 Sternen und schließe mit zwei von vielen wunderschönen Zitaten aus diesem Buch. In der Musik geht es um Stille (S.48) und Die Stille ist der Ort, wo sich Magie ereignet (S.50) An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin für diese gelungene Komposition der Worte. PS.: Wenn man gleichzeitig zum Buch noch die genannten Musikstücke sich anhört, ist es ein absolut neues und überaus tolles Leseerlebnis, wie ich es bisher noch nicht vorgefunden habe.
Über die Liebe zur Musik
von Akantha - 01.02.2018
"Es war einmal ein Plattenladen" - so beginnt nicht nur der neue Roman von Rachel Joyce "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie", sondern dieser Plattenladen steht auch im Zentrum der 1988 beginnenden Geschichte. Protagonist ist Frank, in den Vierzigern und eingefleischter Vinyl-Liebhaber. CDs, die immer weiter auf dem Vormarsch sind, kommen ihm keinesfalls über die Schwelle. Sein Laden, ebenso wie die anderen Geschäfte in der Unity Street, floriert zwar nicht, aber anstatt des Geldes wegen, führt er seinen Laden vor allem, um den Menschen mit Musik zu helfen. Dabei ist ihm sein ganz besonderes Talent von Nutzen: Er kann in jedem Menschen hören, welches Lied dieser am dringlichsten braucht, um wieder glücklich zu werden. In jedem Menschen? Nein, denn eines Tages steht eine Frau in grünem Mantel vor seinem Schaufenster und in dieser hört Frank nur Stille. Fortan versucht er herauszufinden, was es mit dieser mysteriösen Frau auf sich hat und gleichzeitig die Unity Street vor Vandalismus und dem Aufkauf durch eine Immobiliengesellschaft zu beschützen. Die verschiedenen Kapitel des Buches (zumeist benannt nach Musikstücken) sind unregelmäßig aus der Gegenwart in 1988 und aus Franks Kindheit und Jugend beschrieben. Während der Leser in der Vergangenheit miterlebt, wie Franks Liebe zur Musik entstand und wie er alles darüber von seiner Mutter Peg gelernt hat, lernen wir diese und die schwierige Beziehung zu ihrem Sohn kennen. In der Gegenwart liegt der Fokus sehr klar auf der Frau in grün und welche Geheimnisse sie umgeben. Gleichzeitig bangt man um die Ladenbesitzer und Anwohner der Unity Street, die füreinander eine kleine Familie sind. Wann immer Rachel Joyce in den Szenen ein Musikstück einfließen lässt, hat man die Melodie sofort im Ohr. Kennt man es hingegen nicht, gibt es im Anhang eine komplette Playlist zum Nachhören, was ich für einen tollen Einfall halte. Die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Genres macht den besonderen Reiz der Zusammenstellung aus. Im Gegensatz zu einigen anderen Lesern, konnte ich die Stücke allerdings nicht während des Lesens hören: ich habe immer versucht, Franks Interpretation darin zu erkennen und konnte mich nicht mehr auf das Lesen konzentrieren. Das ist natürlich nicht dem Buch geschuldet und soll hier nur als Hinweis Erwähnung finden. Ein weiterer, entscheidender Aspekt in der Qualität dieses Romans sind die Charaktere. Frank, beschrieben als Bär von einem Mann, ist so voller Freundlichkeit und Gutmütigkeit, aber auch Prinzipientreue, dass man ihn sich direkt als Nachbar wünscht. Die anderen Ladenbesitzer sind jeder für sich so vielschichtig, dass sie sehr authentisch wirken. Hier gibt es Sympathieträger, aber auch Charaktere, die ich nicht mochte, doch gerade das macht das Bild einer echten, lebendigen Straße aus. Ganz im Gegensatz dazu: die Frau in grün. Während der Leser nach und nach mehr über sie erfährt, ihre Geheimnisse gelüftet werden und selbst nach einem großen Zeitsprung Erlebnisse aus ihrer Sicht geschildert werden, blieb sie für mich stets kalt und wenig lebendig. Sie zeigt kaum Emotionen und wenn, dann wirken diese auf mich wie von einem schlechteren Schauspieler - auswendig gelernt und unecht. Das ist wirklich schade, weil sie so eine zentrale Rolle in der Geschichte und in Franks Leben spielt. Den Verlauf der Geschichte kann man nicht als spannend bezeichnen. Natürlich ist es interessant, die Geheimnisse um die Frau in grün zu ergründen und Kapitel für Kapitel neu zu spekulieren. Auch die Abschnitte aus Franks Kindheit werfen zunächst viele Fragen auf und enden zum Teil mit einem Cliffhanger. Am Ende klärt sich jedoch alles auf, mal mehr, mal weniger zufriedenstellend. Der Verlauf ist sehr klassisch vorgezeichnet, einzig Außergewöhnliches: ein großer Zeitsprung zum Ende des Buches. Allerdings denke ich, dass Spannung auch gar nicht das ist, was der Roman vermitteln will. Das zentrale Thema ist und bleibt die Musik und wie diese uns ein Leben lang begleitet. Rachel Joyce versteht es ausgezeichnet die Magie, die der Musik innewohnt, durch geschriebenes Wort zu vermitteln - ganz sicher eine Kunst, die nur wenige Autoren beherrschen. Für das etwas eilige Ende und vor allem den Charakter der Frau in grün ziehe ich aber einen Punkt ab, sodass ich zu 4 von 5 Sternen komme.
Musik, Harmonie, aber auch Kitsch
von Daniela S - 31.01.2018
Harmonie hat unterschiedliche Bedeutungen und Auslegungen, bei Mister Franks Talent handelt es sich bei dem Begriff aber um Musik. Quasi alles in seinem Leben dreht sich um Schallplatten und die Musik, bis dann doch irgendwann eine Frau in sein Leben tritt, die auf den ersten Blick überhaupt kein Gespür für Musik zu haben scheint und deshalb Unterrichtsstunden bei Frank nimmt. Zu Beginn erfährt der/die LeserIn, wie Frank zu seinem Plattenladen gekommen ist und worin sein Talent genau besteht. Er schafft es nämlich, aufgrund von seiner Einschätzung und ein paar gezielter Fragen, Personen einen Musiktitel vorzuschlagen, den diese in genau diesem Moment oder Lebensabschnitt brauchen. Dabei muss es nicht immer Altbewährtes sein und machen Kunden sträuben sich vorerst, doch auf wundersame Weise trifft Frank deren Geschmack ständig. Eines Tages bricht vor Franks Plattenladen eine ihm unbekannte Frau einfach zusammen. Er eilt mit seiner Verkaufshilfe Kit und seinem Freund, dem Ex-Priester, nach draußen, um erste Hilfe zu leisten. Die Frau wird wach und verschwindet einfach, kommt aber ein paar Tage später in den Laden und bringt einen Kaktus als Dankeschön vorbei. Sie heißt Inge Brauchmann und kommt aus Deutschland, hat einen Verlobten und hat sich noch nie für Musik interessiert. Gut, dass sie an Frank geraten ist, denn der empfiehlt ihr die "Vier Jahreszeiten" und sie scheint zufrieden damit zu sein. Später bittet Ilse den sehr von ihr faszinierten Frank um Nachhilfestunden in Musik. Er soll ihr seine Gefühle bei bestimmten Musikstücken beschreiben und sie hört sich die Platten dann zu Hause an. Die beiden finden ein Café, in dem sie ungestört plaudern können - wäre da nur nicht Ilses Verlobter Robert ¿ Dieser Roman geht durch Höhen und Tiefen mehrerer Personen, verbindet Schicksale miteinander und wechselt die Erzählperspektive. Die Sprache ist zwar nicht sehr komplex, dafür umso geschmeidiger und die Zeilen sind harmonisch miteinander verbunden, sodass das Lesevergnügen viel zu schnell vorbei ist. Zwischendurch werden sehr viele bekannte, wie auch mir unbekannte, Musiktitel eingearbeitet, die man sich auch während der Lektüre anhören kann. Ein wunderschön leichtes Buch über Musik, Menschen, Vertrauen und Hoffnung. Und Liebe. Manchen vielleicht ein wenig zu kitschig
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Rachel Joyce
von corbie - 31.01.2018
Ich höre unglaublich gerne Musik und auch wenn ich da überwiegend im Rock Genre zuhause bin, höre ich doch recht vielschichtig Musik. Da es in diesem Buch um die liebe zur Musik geht, wollte ich es natürlich auch schnell lesen. Klappentext: Von außen sieht Frans Plattenladen aus wie jeder andre Laden in einer kleinen Seitenstraße. Doch sein Besitzer, ein sanfter Bär von einem Mann, kann Menschen glücklich machen. Er hört in die Menschen hinein und findet Musik für sie. Nicht unbedingt die, die sie möchten, sondern die, die sie wirklich brauchen. Auch die anderen Ladebesitzer in der Straße treffen sich bei Frank: Maud aus dem Tattoo- Studio, die Williams- Brüder vom Bestattungsinstitut und Father Anthony aus seinem christlichen Andenkenshop. Doch die Gemeinschaft ist bedroht: In der Straße muss ein Laden nach dem anderen Schließen. Da taucht eine junge Frau vor Franks Schaufenster auf, im grünen Mantel, mit grüner Handtasche. Sosehr Frank sich auch bemüht, er kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt. Er muss eine Entscheidung treffen- und das nicht nur für sich selbst. Zu beginn hat mich das Buch wirklich verzaubert. Es ist eine tolle Idee, wie Frank für jeden der in seinen Plattenladen kommt die richtige Musik findet und was die Menschen dabei empfinden, wenn sie den Ausgewählten Song zum ersten mal hören. Dieser Zauber konnte für mich jedoch leider nicht bestehen bleiben. Die Charaktere in der Unity Street haben mir gut gefalle, sie wirkten allesamt etwas schrullig, waren aber liebenswert und Sympathisch. Selbst die etwas Griesgrämige Maud wächst einem schnell ans Herz. Frank scheint der gute Kern in der Unity Street zu sein, er sorgt für Harmonie und Zusammenhalt unter den Anwohnern und Ladenbesitzern. Die Momente in denen Frank über Musik spricht haben mir gut gefallen, man hat gemerkt, wie viel ihm Vinyl und die Songs darauf bedeuten, man wurde richtig mit eingesogen und ich habe verschiedene Songs im Internet nachgehört von denen in dem Buch die rede war, was das Leseerlebnis noch verstärkt hat. Als Ilse Brauchmann vor dem Plattenladen auftritt, verwandelt sich das Buch nach und nach in eine Liebesgeschichte, die mich nicht ganz überzeugen konnte und die ich auch nicht erwartet oder gebraucht hätte. Vieles zwischen den beiden wirkte Konstruiert und nicht immer ganz nachvollziehbar. Zum Ende hin ging dann alles jedoch ganz schön schnell und viele fragen die sich während des Lesens stellten, wurden schnell abgespeist. Alles in allem hat mir das Buch schon gefallen. Wegen einiger schwächen gerade zum Ende hin, bekommt das Buch von mir 3,5 Sterne.
Mrs. Joyce fabelhaftes Talent für eine gute Geschichte
von Josetta - 29.01.2018
Die Einzelhändler in Londons Unity-Street halten zusammen. Obwohl die Fassaden bröckeln, das Geld knapp wird und ein Immobilienhai mit rosigen Angeboten lockt. Hier ist man noch füreinander da, eine einzige große Familie. Der robuste und liebenswerte Mister Frank ist ein Teil dieser Gemeinschaft. Er verkauft Schallplatten und verschenkt Glück - seine individuellen Musikempfehlungen haben schon vielen Kunden aus der Krise geholfen. Die Liebe zu Vinyl bekam er in die Wiege gelegt. Musik in Vollendung, das Einzige, was ihm seine durchgeknallte Mutter Peg so richtig vermitteln konnte. 1988 betritt die geheimnisvolle Ilse zum ersten Mal den Plattenladen von Frank und fast alle schließen die Frau mit dem grünen Mantel sofort in ihr Herz. Auch Frank. Die beiden nähern sich behutsam an. Aber mit jedem Musikstück, welches sie infolge eines Arrangements gemeinsam besprechen, öffnen sie auch ihre Seelen. Vieles kommt zutage, vieles dass nicht losgelassen werden kann und neuen Schmerz verursacht. Die Gemeinschaft spaltet sich, um sich Jahrzehnte später zum finalen Showdown wiederzufinden. Mein Fazit: Lassen Sie es mich mit Worten von Franks Mutter beschrieben: Dieses Buch ist eine Sinfonie, die beim ersten Ton das Herz erreicht und sich darin einnistet. Jeder einzelne Hauptdarsteller ist wie eine Note, die unentbehrlich ist, ganz gleich, ob die Tonfolge lieblich in Dur oder schwermütig in Moll erklingt. Man wird von den Worten mitgerissen, erlebt den Klang, spürt den Rhythmus¿ Ein Buch mit viel Musikgeschichte, mit vielen liebenswerten Charakteren, wenig Spannung, vielleicht etwas realitätsfern. Aber ein Stück, welches auf keinem Plattenteller / sprich Bücherschrank fehlen sollte. Musikgeschichte: Ein großer und wichtiger Aspekt im Roman. Rachel Joyce führt uns durch viele Genres, erklärt die Entstehungsgeschichte großer Klassiker. Zeigt uns Musikhören als Therapie. Erklärt Nuancen in Liedern, die man kaum wahrnimmt und später unbedingt selbst entdecken möchte. Aretha Franklin vs Chopin. Einfach großartig. Spannung: Ich habe sie zu keinem Zeitpunkt vermisst. Dieses Buch hat andere Charakterstärken. Liebenswerte Charakter: Frank, Ilse, Kit, Maut¿ Die Autorin griff bei jedem einzelnen tief in die Klischee-Kiste. Wissen sie was? Das macht gar nichts aus. Das ist der Charme von "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" Resümee: Rachel Joyce hat ein fabelhaftes Talent für eine gute Geschichte! Absolute Leseempfehlung.
Der Zauber der Musik gegen die Macht der Liebe
von Kaito - 29.01.2018
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie war das erste Buch von der Autorin Rachel Joyce, welches ich gelesen habe. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und fließt wie ein ruhiger Bach einfach dahin. Teilweise habe ich nicht mal gemerkt, wie weit ich schon gelesen hatte. Allerdings muss ich sagen, dass die Handlung auch einige Längen hatte. Dies liegt wohl vor allem daran, dass Frank kein ganz unkomplizierter Mann ist. Er ist emotional sehr festgefahren und jeder Wandel in seinem beschaulichen Leben wirft ihn heftig aus der Bahn. Daher versucht er immer wieder stur Änderungen zu ignorieren oder zu umgehen. Das die Handlung zum Großteil im England des Jahres 1988 spielt (später dann im Jahr 2009) bedarf es eigentlich keiner großen Erklärungen zum Setting. Handlungsorte werden vor allem dann detailliert beschrieben, wenn es die Stimmung zulässt. Ansonsten ist die Geschichte sehr auf die Charaktere fixiert und behandelt vor allem deren emotionalen Zustand. Allerdings bleiben die Charaktere eher Schablonen mit netten und lustigen Schrullen aber nur wenig Tiefe. Einzig Frank bekommt eine ausführliche Kindheit. Über die Hintergründe der anderen Figuren erfährt man nur sehr wenig bis garnichts. Um im Buch zu "versinken" brauchte persönlich ich das auch nicht wirklich. Zwar steht für Frank die Musik immer im Vordergrund, aber trotzdem hätte ich mir mehr von seiner Magie gewünscht. Je näher er die Frau in Grün kennen lernt, desto mehr wird deutlich, dass das Buch eine Liebesgeschichte sein möchte. Da das nicht wirklich mein Genre ist, hat mir dann irgendwann der Musikladen und Franks besondere Fähigkeit gefehlt. Insgesamt war Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie ein entspanntes und teilweise sehr ergreifendes Lesevergnügen für ruhige Winterabende auf der Couch. Es hat mich nicht umgehauen, aber es war sehr nett.
Welches Lied passt zu dir?
von i-heart-books - 29.01.2018
Eine durchwegs melodische Story ¿¿ Aber ganz von vorne .. Ich hatte bereits HARROLD FRY von Rachel Joyce gelesen und als ich sah, dass dieses Buch nun heraus kommt, musste ich einfach, nach dem Lesen der Leseprobe, wissen, wie es mit Frank weitergeht. Der Einstieg mit Es war einmal ein Plattenladen klang so vielversprechend. Und die Story ging auch gleich flüssig weiter - eine mysteriöse Frau in Grün die vor dem Laden in Ohnmacht fällt, ein dubioses Baugeschäft, welches die ganze Strasse aufkaufen will und vor nichts zurückschreckt... Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Charakteren und deren Geschichte. Und durchwegs wird der Leservon Musik begleitet - Franks persönliche Playlist als roter Faden. Am besten gefielen mir die einzelnen Charakteren und deren Entwicklung. Am meisten ans Herz gewachsen sind mir nicht einmal die Protagonisten, sondern die vermeintlichen Nebenrollen: der unterschätzte Kit und die Bedienung im Singing Teapot (selbst hier ein musikalisches Wortspiel!). Wunderschön gezeichnete Personen, welche eine wichtige Rolle spielen, so unscheinbar es scheint. Richtig tolle Arbeit der Autorin! Die Geschichte liest sich flüssig, die Sprache ist melodisch, da kann ich nichts kritisieren. Und die Idee, dass Frank genau hört welche Musik eine Person braucht ? Einfach super!! Wieso also nicht die volle Punktzahl? Die Zeitsprünge... Durch den Sprung, 21 Jahre später, wurden plötzlich so viele Ereignisse auf einmal reingequetscht , dass es mir einfach zu viel war... Zu gehetzt... Auch kurz vor dem Ende des Buches, ein weiterer Zeitsprung (wenn auch kürzer dieses Mal)... Hat mich echt gestört und darum der Abzug. Alles in Allem eine schöne Geschichte über die Liebe, Freundschaft, Gemeinschaftssinn und natürlich Musik - Playlist am Ende des Buches inklusive
Ruiniert durch Liebe auf den ersten Blick
von Meli - 28.01.2018
1988: Frank liebt Vinyl. In seinem Plattenladen verkauft er Musik auf ganz spezielle Weise, denn er gibt den Kunden nicht nur das, was sie wollen, nein, er fühlt auch, was sie brauchen. Seine Platten berühren die Menschen auf eine ungekannte Weise. Ansonsten ist in der Unity Street nicht viel los. Es kommen nicht zu viele Kunden und die CDs machen den Vinylplatten Konkurrenz. Und dann taucht eines Tages eine Frau in Grün auf, die vor Franks Laden ohnmächtig wird und sehr geheimnisvoll auf die Leute aus der Unity Street wirkt. Und das Seltsamste ist, dass Frank nicht hören kann, welche Musik in ihr klingt ... Cover und Titel Ich finde, Musik hätte auf dem Cover eine noch größere Rolle spielen können als die blassen Noten im Hintergrund und den englischen Titel finde ich passender. Protagonisten Frank (der eigentlich nie Mister Frank genannt wird) hatte eine seltsame Kindheit, denn seine Mutter war nicht gerade eine Bilderbuchmutter, aber immerhin hat sie ihm die Musik geschenkt, da sie selbst leidenschaftlich gern Musik hörte und die Geschichten vieler Komponisten kannte. Er ist ein ewiger Single und will eigentlich auch niemanden lieben. Seine Liebe gilt Vinyl und der Musik. Aber er wirkt auch oft einsam, weil er jeden ein wenig auf Abstand hält und auch sonst eher schüchtern und verschlossen ist - es sei denn, er redet gerade leidenschaftlich über Musik. Ilse ist ja so geheimnisvoll und mysteriös und alles - zumindest die Bewohner der Unity Street sehen das so. Vielleicht, weil bei ihnen sonst nichts los war, denn ich fand Ilse nicht so faszinierend. Sie wirkt wie eine ganz normale Frau mit guten Absichten, die gern Zeit mit den Leuten aus dem Plattenladen verbringt und ihnen hilft. Handlung und Schreibstil Die Musik spielt eine wichtige Rolle. Ganze Seiten des Buches verfliegen, wenn Frank (oder in Rückblenden seine Mutter) von Gefühlen beim Musik hören redet oder von den Erlebnissen der Komponisten und Musiker, die sie verfassten. Oft hat es mir sehr gut gefallen, aber manchmal fand ich es fast übertrieben. Bei Ilse und Frank war es Liebe auf den ersten Blick und alle sehen diese großen Gefühle zwischen ihnen. Ich aber nicht. Die Zuneigung war einfach von Anfang an gegeben und es hat sich auch im Laufe des Buches nicht weiterentwickelt, sondern blieb eigentlich auch bei dieser Faszination vom Anfang. Es spielt so eine große Rolle, aber trotzdem blieben die Gefühle der beiden für mich unbegreiflich. Und da es eigentlich genau um diese Geschichte zwischen ihnen geht, wurde auch das ganze Buch weniger interessant. Den Schreibstil fand ich manchmal gut, und manchmal hat er mich gestört. Oft werden Gespräche in indirekter Rede geführt, die sich mit wörtlicher Rede abwechselt, was an sich nicht schlimm ist, aber ich mag es nicht, wenn so willkürlich zwischen den Arten gewechselt wird. Ansonsten waren manche Aktionen von Charakteren zu deutlich, obwohl meinem Geschmack nach etwas subtilere Hinweise besser gewesen wären. Dann gab es immer wieder Details aus der Umgebung, die absolut unwichtig waren, dem Buch aber vermutlich Authentizität verleihen sollten. Da hätte ich mir ein bisschen weniger von gewünscht. Fazit Insgesamt fand ich Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie eher durchschnittlich, denn obwohl mir die Gefühle und Informationen zur Musik gut gefallen haben, fand ich die Liebesgeschichte und die restliche Handlung eher langweilig.
von Weltensucher - 28.01.2018
Ein Tattoo-Studio, ein Bestattungsinstitut, ein christlicher Kramladen, eine Bäckerei säumen die Unity-Street im Jahre 1988. Und außerdem: ein Plattenladen. Dessen Inhaber Frank, ein Bär von Mann mit genauso großem Herzen hat ein Talent: Er kann in die Menschen hineinhören und für jeden stets genau die Musik finden, die er gerade braucht. Bis eines Tages eine geheimnisvolle deutsche Frau auftaucht, aus deren Inneren nur Stille zu ihm hinaus dringt. Und die von ersten Moment an seine Welt auf den Kopf stellt... Neugierig gemacht hat mich das Buch in den Moment, als ich erfuhr, das Musik die Thematik darstellt. Und diese schwang auch von Anfang an zwischen den Seiten mit: Franks Plattenladen wird sehr schön und atmosphärisch eingeführt, dass man sich als Leser gleich wohlfühlt. Wir lernen Frank kennen, ein herzensguter Mann mit einer brennenden Leidenschaft für Musik, und zwar aus allen Genres, aber auch sein Umfeld: Maud, die Inhaberin des Tattoo-Studios, Father Anthony, einen in die Jahre gekommenen Priester, oder Kit, Franks ungeschickten und doch liebenswerten Assistenten. Die Unity-Street birgt also eine Menge unterschiedlicher und schrulliger Persönlichkeiten, die es jedoch auf wundersame Weise schaffen, in einer sehr engen und hilfsbereiten Gemeinschaft zu leben. Der Anfang der Geschichte, die Konstruktion des Handlungsraumes, hat mir sehr gut gefallen. Doch im weiteren Verlauf schlug sie einen Weg ein, der mir gar nicht gefallen hat und lies mich am Ende doch sehr enttäuscht zurück. Rachel Joyce hat in meinen Augen das Potential der Geschichte nicht wirklich ausgeschöpft... Das hat mehrere Gründe, vor allem aber die Haupthandlung selber: die Beziehung zwischen Frank und Ilse, der mysteriösen Frau, die eines Tages in seinem Laden vorbeischaut. Diese Beziehung erschien mir von Anfang an merkwürdig, war Frank doch vom ersten Moment an in sie verschossen (also Liebe auf den ersten Blick). Als die zwei sich dann mit zunehmender Zeit öfter treffen, ist Frank stets aufgeregt, nervös wie ein junger Teenager und bringt sich immer wieder in verlegene Situationen. Mein Problem an der ganzen Sache war: Ilse und Frank schienen dieses Stadium der Beziehung nicht zu verlassen und konnten mich deshalb als Paar überhaupt nicht überzeugen. Ilse als Charakter bleibt sowieso sehr blass, denn sie hütet Geheimnisse, die aus Spannungsgründen erst gegen Ende der Geschichte gelüftet werden - Frank scheinen sie hingegen nicht zu stören. Die zwei sind also nicht wirklich ehrlich bzw. offen zueinander. Deshalb blieb Ilse in meinen Augen bis zuletzt eher eine Fremde, für den Leser, aber auch zwangsweise für Frank. Auf dieser Grundlage konnte ich keine Liebe zwischen den beiden sehen... Da der Hauptfokus des Buches aber auf dieser mich überhaupt nicht ansprechendes Liebesgeschichte lag, die sich meiner Meinung nach auch sehr in die Länge zog, kamen zum Beispiel die Nebencharaktere ein wenig zu kurz, über die ich doch sehr gerne noch mehr erfahren hätte. Positiv erwähnt bleiben sollte aber, das Rachel Joyce das Thema Musik schön in der Handlung verarbeitet hat; mit sehr interessanten Infos und Geschichten, konkreten Empfehlungen und einer Playlist im Anhang, sodass ich während des Lesens öfter zum Musikhören inspiriert wurde. Aber auch hier ging meiner Meinung nach noch mehr - ich hätte mir mehr in Richtung Liebe und Leidenschaft zur Musik gewünscht, und nicht nur die interessanten Fakten und Geschichten dazu. Das Ende schließlich hat mich sehr frustriert. Ab einem gewissen Punkt wurde mir die Handlung leider viel zu absurd und realitätsfern - selbst für Fiktion. Rachel Joyce bediente sich dabei so einiger Klischees und konstruierte ein Finale á la Hollywood, dass in meinen Augen so gar nicht zu dem Anfang des Buches passte und auch generell nicht sehr originell war. Aus eigentlich wirklich tollen Voraussetzungen für eine ungewöhnliche Geschichte, wie ich sie mir erhofft hatte, wurde also schließlich eine Liebesgeschichte, die mich in keinster Weise packen konnte. Ich vergebe 2,5 Sterne.
Der Zauber hat mich nicht erreicht
von spozal89 - 27.01.2018
England 1988: Frank führt in der Unity Street einen eigenen Plattenladen und scheint für jeden Menschen den richtigen Musiktip zu haben. Auch wenn derjenige vielleicht etwas anderes sucht - Frank findet für jede Gefühlslage die richtige Platte. Zusammen mit seinen Kollegen aus den benachbarten Läden führt er ein beschauliches Leben, das zu bröckeln beginnt. Denn ein großes Bauunternehmen will die Häuser und Läden der Unity Street kaufen und abreißen. Außerdem sträubt er sich vehement Cd¿s in seinem LAden zu verkaufen, aber die großen Plattenfirmen stampfen Vinyl nach und nach ein. Als dann auch noch vor seinem Laden eine Frau in Ohnmacht fehlt, ändert sich für Frank alles. Denn bei Ilse fehlen ihm sämtliche Worte und er kann ihr keine Musik zuordnen. Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie war das erste Buch das ich von der Autorin Rachel Joyce gelesen habe. Leider hat mich das Buch nicht überzeugt, weshalb ich sicherlich kein weiteres Buch von ihr lesen werde. Ersteinmal wurde ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm. Mir fehlten viele Erklärungen und manche Sachen wurden in meinen Augen viel zu schnell abgehandelt und wirklich wichtige Infos wurden nicht genannt. Ich mag es nicht wenn ich in ein Buch so viel selbst hineininterpretieren muss. Außerdem konnte mich auch keiner der Charaktere so wirklich überzeugen. Bei Frank merkte man zwar, dass er eine eher lieblose Kindheit hatte und er daher so schlecht in Beziehungsangelegenheiten ist, aber da wurden mir zu viele Klischees bedient. Ilses Handlungen konnte ich im ganzen Buch nicht nachvollziehen und ich wurde bis zum Schluss nicht schlau aus ihr. Aber auch keiner der Nebencharaktere stach in meinen Augen besonders hervor. Das Ende fand ich dann komplett überzogen, weshalb ich eigentlich nur einen Stern geben würde. Zwei Sterne gebe ich nur, weil ich die Infos über die verschiedenen Musikstücke total interessant fand und ich somit sogar auch noch ein bisschen was lernen konnte. Schön finde ich das am Ende des Buches nochmal eine Liste der Lieder abgedruckt ist.
Ein Roman voller Musik
von solveig - 25.01.2018
Der Buchtitel deutet es bereits an: Frank, Besitzer eines kleinen Plattenladens in der Unitystreet, ist überaus versiert in allen Musikrichtungen und stets treffsicher,wenn es darum geht, seinen Kunden die Schallplatte zu "verordnen", die ihnen in ihrer jeweiligen Lebenslage Hilfe oder Trost sein kann. Sein eigenes Leben versucht er gleichmäßig und ruhig zu verbringen, in Gesellschaft der anderen Straßenbewohner und skurrilen Ladenbesitzer. Doch als eines Tages eine junge Frau im grünen Mantel vor seinem Schaufenster ohnmächtig wird, gerät seine eigene, leicht instabile Harmonie ins Wanken¿ Der Leser fühlt sich in dieser Geschichte sofort heimisch. Rachel Joyce erzählt wunderbar leicht, sensibel und mit leisem Humor. Mühelos gelingt es den Lesern, sich mit einzelnen Personen ihres Romans anzufreunden; so skurril und unbequem viele ihrer Charaktere sein mögen - sie wirken echt. Die Autorin reißt etliche Themen an, die nicht nur in den Achtziger Jahren, in denen der Hauptteil ihres Romans spielt, relevant sind, geht dabei aber nicht sehr in die Tiefe. Da ist der Trend zu Veränderungen, denen Frank sich verweigert; so etwa das Ende der Schallplattenära und der Siegeszug der CDs. Das Entstehen großer Einkaufszentren und der Ausverkauf kleiner Geschäfte, ja, ganzer Straßenzüge, bringt Frank und andere in Bedrängnis. Den eigentlichen Mittelpunkt der Erzählung jedoch bildet die komplizierte Liebesgeschichte zwischen Frank und Ilse und ihre große Liebe zur Musik. Wie selbstverständlich begleitet Musik aller Stilrichtungen den Leser durch die Seiten und Ereignisse des Buches. Joyce¿s Roman ermuntert uns, Melodien intensiver anzuhören und genauer nachzuspüren, schlicht: in Musik einzutauchen. Die "Playlist" am Ende des Buches fasst die angesprochenen Titel noch einmal zusammen. Ein besonderer Lesegenuss für Musikliebhaber.
Ein Buch über die Liebe zur Musik, das einem zum Zuhören bringt
von AG13 - 24.01.2018
In dem neuen Buch von Rachel Joyce geht es um Frank, seinen kleinen Plattenladen in einer kleinen Seitenstraße, seine Gabe die Musik zu verstehen, einen Haufen höchst unterschiedlicher Nachbarn und Freunde und schließlich um die Liebe. Frank kann keine Noten lesen noch hatte er in seinem ganzen Leben eine Stunde traditionellen Musikunterricht und doch versteht er die Musik wie kaum ein anderer. Er begreift sie in ihren Bildern und ihren feinsten Raffinessen und versteht es vor allem sie anderen näher zu bringen. Eine sehr bemerkenswerte und schöne Sache im Buch ist, dass nie über Musikstile oder Musiker geurteilt wird oder ein Stil besser als der andere dargestellt wird, vielmehr vermittelt Frank, dass jede Art von Musik ihre Magie hat, weil es immer Menschen gibt, die genau sie berührt. Musik ist und bleibt das Hauptthema was sie konsequent durch das ganze Buch zieht. Das Buch und seine Geschichte über Musik berühren einen. Und auch die schrulligen Charaktere sind sehr liebenswert, wenn auch für mich leider nicht bis ins letzte Detail ausgefeilt. Der erste Teil des Buches spielt im Jahr 1988. Man erfährt ein wenig über Franks Kindheit, auch wenn ich den Teil als sehr unvollständig empfinde, so versteht man doch ein wenig besser warum er so ist, wie er ist. Parallel dazu geht es im Jahr 1988 um Franks Kampf "gegen" die CDs, wie er probiert seinen eher maroden Laden wieder in Stand zu setzten, das Leben der Gemeinschaft in der Unity Street und natürlich um die Frau im grünen Mantel. Er beginnt ihr Musikstunden zu geben und die Passagen in denen Frank ihr die Musik und ihre Bilder erklärt sind mit die schönsten. Am Ende dieses Teil des Buches kommt es zu einem gewaltigen Einschnitt, der mir etwas überzogen vorkam und mich auch ehrlich sehr bedrückte. Zum Ende springt das Buch 21 Jahre weiter und wir begegnen unseren Charakteren wieder. Mir persönlich war der Zeitsprung zu groß. Das Ende - wer hätte es anders erwartet - hat mit Musik zu tun und bildet einen für mich versöhnlichen Abschluss. Ich persönlich hätte mir ein nicht ganz so gehetztes Ende gewünscht. Aber die Idee von Rachel Joyce den Epilog als Hidden Track zu bezeichnen, fand ich wieder zauberhaft. Generell muss noch gesagt werden, dass Rachel Joyce einen wirklich fantastischen Schreibstil hat, der über die kleinen Sachen die mir als störend aufgefallen sind, wunderbar hinweg trägt. Das Buch liest sich toll weg. Immer wieder auffällig sind ihre häufigen gerade zu poetisch anmutenden Beschreibungen verschiedener Dinge - einfach nur zauberhaft. Insgesamt ist das Buch "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" ein wirklich schönes Buch, welches ich gerne weiterempfehlen kann! Ein Tipp noch, am Ende des Buches gibt es eine Playlist mit allen Songs - hört sie beim Lesen, das macht daraus nochmal ein schöneres Erlebnis. Und eine liebe Userin hat die Lieder bei Spotify schon alle zusammengetragen, es macht also wirklich nicht viel Mühe :)
Wohlfühlbuch
von 101Elena101 - 23.01.2018
Inhalt: Mister Frank hat einen kleinen Platten-Laden in der Unitystreet. Gemeinsam mit den benachbarten und befreundeten Ladenbesitzern bangt er in einer Zeit, in der CDs auf dem Vormarsch sind, genauso um seine Existenz, wie die der Vinylplatten. Doch Frank besitzt ein einzigartiges Talent: Er hört die Musik in anderen Menschen und weiß so, welche Musik sie brauchen, um glücklich zu sein. Eines Tages fällt eine Frau vor seinem Schaufenster in Ohnmacht und zieht so seine Aufmerksamkeit auf sich. Doch egal, wie sehr er sich bemüht, er kann keine Musik bei ihr hören. Sie verströmt nur Stille... Meine Meinung: Rachel Joyce ist hier mal wieder ein Wohlfühlroman gelungen, der nicht nur Musikbegeisterte überzeugen kann. Den größten Charakter des Buches macht zum Einen die Musik aus, zum Anderen die eingeschworene Gemeinschaft aus Ladenbesitzern, die Frank in seinem Leben begleiten. Immer wieder werden Stücke und Lieder vorgestellt, Bezug zu den Komponisten und Sängern genommen und Geschichten über ihre Entstehung weitergetragen. Wer selbst unmusikalisch ist, erfährt daher trotzdem die Liebe zur Musik durch diese leidenschaftlichen Textpassagen. Musiker wird das Ganze wohl genauso begeistern, wie mich dieser Teil der Geschichte begeistern konnte. Frank ist so interessiert, so versiert und so leidenschaftlich bei der Sache, dass er regelrecht Musik atmet und den Leser mit dieser Liebe ansteckt. Der zweite Pluspunkt des Buches sind die warmen Charaktere, die zwar keine Hauptrolle spielen, aber doch ihr Potenzial als Nebencharaktere entfalten. Es sind die anderen Ladenbesitzer der Unitystreet, die sich gegenseitig helfen und immer füreinander da sind. Diese Gemeinschaft in Zeiten, in denen sie alle um ihre Lebensgrundlage bangen müssen, war schön zu verfolgen und so manche kleine Lebensgeschichte habe ich gerne über sie erfahren. Rachel Joyce hat wie gewohnt einen schönen, fast schon märchenhaften Schreibstil, der nicht zu poetisch wird und einem doch das Gefühl gibt, etwas Bedeutsames zu lesen. Insgesamt erleben wir die Charaktere weitestgehend in ihrem Alltag, es passiert also oft nichts wirklich Spannendes und doch habe ich mich an keiner Stelle gelangweilt. Man kann es einfach durchlesen und fühl sich dabei wohl, von sympathischen Charakteren umgeben. Da braucht es dann weder viel Action, noch ausgeklügelte Plot-Twists. Als Kritikpunkt würde ich jedoch anbringen, dass manche Handlungsstränge klischeehaft erscheinen und der Einfallsreichtum dabei etwas auf der Strecke blieb, was mich persönlich jedoch nicht groß gestört hat. Fazit: Wohlfühlbuch mit einer ruhigen Geschichte über die Liebe zur Musik und wie sie das Leben verändert. Nicht aufgeregt, aber lesenswert
Es war einmal ein Plattenladen
von miah - 23.01.2018
Inhalt: Frank hat eine besondere Gabe. Er weiß, welche Musik die Menschen brauchen. Bis eines Tages eine Frau in Grün auftaucht und vor seinem Laden in Ohnmacht fällt. Frank kann einfach nicht hören, welche Musik sie braucht. Und es gibt noch ein Problem. In Franks Laden treffen sich immer die anderen Ladenbesitzer der Straße. Sie sind eine Gemeinschaft, die bald schon zu zerbrechen scheint, da es die Läden immer schwerer haben, weiter zu bestehen. Meine Meinung: Die Geschichte beginnt 1988. Frank besitzt einen Plattenladen, in dem er nur Vinyl verkauft. Auch nachdem die CD modern wird, weigert sich Frank sein Sortiment zu erweitern. Das macht den Laden gleich sympathisch. Rachel Joyce beschreibt ihn so lebhaft, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein, wenn Frank seinen Kunden eine neue Platte empfiehlt. Franks Laden dient außerdem als Treffpunkt für die anderen Ladenbesitzer der Straße. Sie sind eine Gemeinschaft, auch wenn sie recht zusammengewürfelt scheinen, denn sie sind völlig unterschiedliche Charaktere. Alle sind auf ihre Art liebenswürdig. Franks Angestellter Kit ist zum Beispiel noch sehr jung. Frank rettet ihn davor, in der großen Chipsfabrik anfangen zu müssen, in der man nur landet, wenn man sonst keine Perspektive mehr hat. Kit ist allerdings sehr tollpatschig und macht häufig Dinge kaputt. Oder Maud, die Besitzerin eines Tattoostudios in einer Zeit, in der Tattoos noch nicht so angesagt sind. Sie wirkt stets unnahbar, hat aber ein gutes Herz. Dann passieren zwei Dinge. Zum einen fällt die Frau in Grün vor Franks Laden in Ohnmacht und zieht ihn damit in seinen Bann. Der eingefleischte Single Frank, der niemanden an sich ranlässt, kann diese Frau nicht vergessen und muss ständig an sie denken. Und zum anderen haben es die Läden in der Straße immer schwerer, gute Geschäfte zu machen, und befürchten, bald schließen zu müssen. Das lukrative Angebot einer Firma namens Fort Development lockt in dieser Situation natürlich. Doch Frank will die Gemeinschaft zusammenhalten. Inhaltlich ist die Geschichte an vielen Stellen recht vorhersehbar. Aber die Musik macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Frank ist schon immer mit der Musik verbunden. Seine Mutter hat ihm viel über Musik erzählt und ihm ihre Plattensammlung vermacht. In Rückblenden erfährt der Leser mehr über Franks Kindheit und seine recht schwierige Beziehung zu seiner Mutter. Diese Kapitel vervollständigen das Bild über Frank. Das Buch ist in 4 Seiten eingeteilt. Seite A, B und C spielen im Jahr 1988, Seite D in der Zukunft. Am Ende gibt es eine Playlist. Das Buch behandelt so viel Musik, es lädt förmlich dazu ein, die Lieder direkt beim Lesen zu hören oder auch danach, um nachzufühlen, was darüber gesagt wurde. Der Schreibstil von Rachel Joyce ist schön. Es fiel mir leicht, einen Zugang zu der Geschichte zu finden, auch wenn ich von Musik nicht so viel verstehe. Es hat Spaß gemacht, so viel Neues in den Liedern zu entdecken. Das Buch liest sich sehr gut. Die Beschreibungen sind sehr lebhaft, sodass man das Gefühlt hat, dabei zu sein. Die Orte konnte ich mir sehr gut vorstellen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen. Natürlich gab es ein paar Schwächen, die mich aber nicht so sehr gestört haben. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es war eine neue Welt für mich, die ich entdecken durfte. Die Welt der Musik. Auch die Charaktere haben das Buch ausgemacht. Es war schön zu lesen, wie sie alle füreinander da waren und sich in der Not geholfen haben.
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