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Die kleinen Wunder von Mayfair

Roman. Originaltitel: The Toymakers.
Buch (gebunden)
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Entdecken Sie mit Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich ve … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die kleinen Wunder von Mayfair
Autor/en: Robert Dinsdale

ISBN: 3426226723
EAN: 9783426226728
Roman.
Originaltitel: The Toymakers.
Übersetzt von Simone Jakob
Knaur HC

1. Oktober 2018 - gebunden - 460 Seiten

Beschreibung

Entdecken Sie mit Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist - und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren ... Nostalgisch, rührend und zauberhaft romantisch erzählt Robert Dinsdales "Die kleinen Wunder von Mayfair" von einer jungen Frau, zerrissen in ihrer Liebe zu zwei Männern mit einzigartigen magischen Talenten. Ein Liebes-Roman für alle Leserinnen und Leser von Erin Morgenstern und Jessie Burton und alle, die sich von einem Spielzeug-Laden voller Wunder verzaubern lassen. »Wahrhaft magisch. Diese rundum faszinierende Geschichte wird Sie verzaubern.« Culture Fly

Portrait

Robert Dinsdale, Jahrgang 1981, wuchs in North Yorkshire auf. Er lebt mit seiner Tochter in Essex und arbeitet als Literaturagent. Wenn er sie nicht gerade zur Schule fährt, geht er am Meer spazieren, arbeitet am Computer oder besucht die örtliche Bibliothek (das kann er sehr empfehlen!). »Die kleinen Wunder von Mayfair« ist sein dritter Roman.

Pressestimmen

"Ein Plädoyer gegen den krieg - und eine höchst fantasievolle Geschichte darüber, wie man sein Schicksal selbst in die Hand nimmt." stern 20181219
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Stefanie H.
von Stefanie H. - Hugendubel Buchhandlung Erfurt Nordhäuser Straße - 22.01.2019
Kommen Sie mit in einen der schönsten Spielzeugläden der Literaturgeschichte und erleben Sie den Zauber der Kindheit. Mit rührender Erzählkraft entführt dieser Roman in eine Welt voller Magie und Nostalgie, die an die fantastische Welt des Nussknackers erinnert. Perfekt für die Wintertage - ein Buch wie ein Stück Lebkuchen. Und eines der Schönsten, das ich gelesen habe.
Vivian-Carolin R.
von Vivian-Carolin R. - Hugendubel Buchhandlung Erfurt Anger - 22.11.2018
Der perfekte Roman für die kommende dunkle Jahreszeit - voller Magie, Drama, interessanter Charaktere und Spannung. Eine faszinierende Story!
Volker S.
von Volker S. - Hugendubel Buchhandlung Wismar Hinter dem Rathaus - 22.11.2018
"Die kleinen Wunder von Mayfair" ist für mich das schönste Weihnachtsbuch des Jahres! So liebevoll, wie es ausgestattet und illustriert ist, so ist es auch geschrieben. Ganz großes Herzkino - nicht nur für die Feiertage.
Beate Leinweber-Buchhandlung Hugendubel in Leipzig
Im wahrsten Sinne zauberhaft und magisch!!
von Beate Leinweber-Buchhandlung Hugendubel in Leipzig - Hugendubel Buchhandlung Leipzig Petersstr. - 30.09.2018
Der Roman =Die kleinen Wunder von Mayfair= ist ein zauberhafter, wahrer Schatz; ihn zu lesen,war wie ein Abtauchen in eine völlig andere, in eine magische Welt =Papa Jacks Emporium= , welches immer alljährlich im Winter am Tag des ersten Frosts seine Pforten öffnet und diese beim ersten Tauwetter im Frühjahr wieder schließt, ist ein ganz besonderer Ort, ein Bollwerk- ein Ort geschaffen, gegen die Verbitterung der Erwachsenen und ein wahres Spieleparadies für Kinder, im Herzen Londons, mit riesigen, langen Gängen und verwinkelten Räumen voller zauberhafter Spielzeuge (Spielzeugpferden auf Kufen, Hunden aus Patchworkflicken zusammengenäht, die lustig bellend durch die Gänge tollen, Spielzeugsoldaten, die =echt= miteinander kämpfen),riesigen Wäldern aus zauberhaften Papierbäumen, geheimnisvollen Kammern, bei denen niemand so genau weiß, wohin sie führen und deshalb verschlossen blieben. Man wird fast selbst wieder zum Kind, wenn man von der Magie dieser Spielzeuge, die im Emporium geschaffen werden, erfährt, wenn man gedanklich, getragen durch Roberts Dinsdales bezaubernder und wahrlich magischer Erzählkunst, selbst durch die geheimnisvollen Gänge und die verwinkelten Räume voller zauberhafter Spielsachen wandelt und immer neuere und noch phantastischere Wunder entdeckt. In den liebevollen, fast schon philosophischen Betrachtungen, was Spielzeug alles sein kann, sowohl natürlich für Kinder als auch für Erwachsene, stecken Wahrheiten, die mir vorher gar nicht so bewusst waren, aber zutreffen. Es ist so schön zu lesen, mit welcher fast schon mühelosen Virtuosität der Autor Robert Dinsdale =Papa Jacks Emporium= beschreibt, als =Bollwerk gegen die Verbitterung der Erwachsenen= . Und das stimmt, denn in jeder Buchseite stecken neue Wunder, neue Magie und neue Kuriositäten, bereit, vom Leser entdeckt zu werden. Und das Besondere daran ist: Man weiß nicht so recht- ist es =echte= Magie oder doch =nur= mechanisches Spielzeug? Mich hat Robert Dindales Sprache wirklich verzaubert, wie wunderbar er zum Beispiel über Schneeflocken schreiben kann, wenn sich die Tore des Emporiums immer am Tage des 1. Frosts öffnen- ich fühlte mich beim Lesen immer wieder in eine geheimnisvolle Welt entführt und konnte mich dieser überhaupt nicht entziehen. Was mich besonders beeindruckte war, dass der Autor die Welt außerhalb Papa Jacks Emporiums nicht vergaß, dass er zeigte, welche dramatischen Veränderungen draußen sich vollzogen, auch wenn die Menschen innerhalb des Emporiums wie auf einer abgeschlossenen Insel mit all ihren Wundern, aber auch mit ihren Rivalitäten und Sehnsüchten lebten. Man kann den Roman in zwei Teile oder Ebenen gliedern, die zwar mühelos ineinander gleiten und miteinander verknüpft sind, die aber sinnbildlich für eine ganze Generation von Männern und ihren Familien stehen und das Leben vor und nach dem 1. Weltkrieg darstellen: Teil 1 in =Die kleinen Wunder von Mayfair= ist die glückliche Zeit, bevor Kaspar, Papa Jacks erstgeborener Sohn, in den 1. Weltkrieg zieht und Teil 2, steht für die Zeit, als er nach dem Krieg völlig verändert nach Hause zurückkehrte, völlig seelisch gebrochen, in seiner eigenen Welt, völlig in sich zurückgezogen lebte- und sich ab diesem Zeitpunkt alles für das bis dahin immer magische Emporium ändert. Kaspars seelische Verletzungen, davongetragen aus dem furchtbaren 1. Weltkrieg, gingen mir unter die Haut; Robert Dinsdale beschreibt sie so intensiv, als stecke er selbst in Kaspars Haut und würde alles Grauen durch dessen Augen sehen. Robert Dinsdale hat den immer vor sich hin schwelenden Zwiespalt und Zwist der Brüder (Emils und Kaspars) ganz dramatisch und dennoch für den Leser völlig plausibel (ohne seine eigene Meinung uns Lesern aufzwingend) geschildert: Kaspars schreckliche Erlebnisse und Erfahrungen, die er als kämpfender Soldat gesammelt hat und die sich für immer in seine Seele gebrannt haben, sorgen dafür, dass die Holzsoldatenproduktion, eigentlich eines der Herzstücke des Emporiums, mit denen es einst überhaupt erst seinen Siegeszug antrat und Generationen von Kindern in die Verkaufshallen lockte und eigentlich das Einzige ist, was der Spielzeugmacher Emil herstellen kann, ohne sich seinem älteren Bruder, der tatsächlich die Fähigkeit besitzt, Magisches vollbringen zu können, unterlegen zu fühlen, eingestellt wird. Mit diesem Entschluss wird eigentlich der schleichende Untergang des Emporiums eingeläutet- und mir drängt sich unwillkürlich ein Gedanke auf: Es ist schon komisch/ eigenartig- ich persönlich lehne Krieg in jeder Art und Weise ab und dennoch empfand ich es als nicht schlimm, dass mein Sohn selbst mit Spielzeugpistolen und Holzschwertern spielte (ähnlich wie die Menschen im Emporium, die im Krieg zwar Angehörige verloren hatten, aber dennoch wütend und enttäuscht waren, als die Spielzeugsoldaten nicht mehr =richtig funktionierten= , also statt zu kämpfen Frieden miteinander schlossen). Beim Lesen stellte ich mir daher oft die Frage: Lehnen eigentlich ehemalige Soldaten, die Kriege überlebt haben, Kriegsspielzeuge ab? Ich dachte darüber vorher nie nach, um ganz ehrlich zu sein. Der Autor konnte die tragische, fast schon zerfleischende, in Neid umschlagende Rivalität, die Emil seinem Bruder Kaspar gegenüber verspürt, sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschreiben: Emil wollte immer der Magie, mit der es Papa Jack und Kaspar es vermochten, Spielzeuge herzustellen und ihnen wahrliche Magie einzuhauchen, nicht nachstehen. Er konnte und wollte sich einfach nicht damit abfinden, dass er diese magische Fähigkeit leider nicht besaß und übersah dabei völlig, dass seine eigene Magie darin bestand, als wahrer Spielzeugmacher Jungen glücklich zu machen, in dem er Spielzeugsaoldaten und =normale= , mechanische Spielzeuge baute. Als Emil dies aber endlich erkannte, und damit endlich aus dem Schatten seines Bruders treten konnte, war es schon wieder fast zu spät, denn Kaspar kehrte zurück und indem er die Soldaten umbaute, nahm er Emil ohne böse Absicht das vermeintlich Einzige, was dieser gut herstellen konnte. Ein richtiger Teufelskreis, der dem Roman eine tragische, fast schon erschreckende Wendung gibt. Robert Dinsdale versteht es meisterhaft, mit leisen poetischen Worten aufzuzeigen, zu was Menschen (hier im Roman: Emil) alles fähig sein können, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen, wenn sie sich für minderwertig und für nicht anerkannt halten, wenn sie vom Neid zerfressen werden. Das Ende des Romans war für mich völlig überraschend; ich war erschrocken, fassungslos und dennoch unendlich glücklich, als Kaspar und Cathy einander wiederhatten.... Schlussendlich mein Fazit: Es gibt Bücher, die man nie wieder vergisst und =Die kleinen Wunder von Mayfair= gehört eindeutig dazu! Dieser bezaubernde, phantasievolle Roman wird meine absolute Empfehlung für s kommende Weihnachtsgeschäft; denn mit seiner virtuosen Sprache versetzt Robert Dingsdale die Leser ganz mühelos wieder in ihre Kindheit zurück und lässt uns Erwachsene wieder an Wunder und an Magie glauben. Ich bin wirklich total begeistert!
Bewertungen unserer Kunden
Aus Magie wird Krieg, aus Spiel wird ernst
von hasirasi2 - 05.11.2018
Als Cathy mit 15 Jahren schwanger wird verlangt ihre Familie, dass sie das Baby in der Fremde bekommt und nach der Geburt weggibt: " ... und wenn Du zurückkommst, bist Du wieder unser liebes kleines Mädchen." (S. 22) Doch Cathy will kein liebes kleines Mädchen sein, sie will ihr Kind behalten. Da stolpert sie über die Anzeige von Papa Jacks Emporium: "Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium." Cathy hat zwar Angst wegzugehen, aber ihr Mut überwiegt. Das Emporium ist ein Spielzeugladen, der jedes Jahr mit dem ersten Frost eröffnet und mit dem ersten Schneeglöckchen wieder schließt. Das Haus ist magisch, von innen viel größer als von außen. "Was von außen wie ein kleines Geschäft gewirkt hat, entpuppt sich als weitläufiges Labyrinth." (S. 8) und auch die Spielzeuge sind sehr ungewöhnlich - können sie sogar lebendig werden? Cathy ist fasziniert. Sie verbringt Wochen im Emporium, ohne nach draußen zu gehen. Der Laden wird zu einem schützenden Kokon, so wie ihr Bauch für ihr Kind. "Vielleicht bleiben wir für immer hier. Gibt es einen besseren Ort, um ein Kind großzuziehen, als einen Spielzeugladen?"(S. 40). Doch auch in diesem Paradies gibt es Probleme. Papa Jack ist traumatisiert, hat sich in seine Werkstatt zurückgezogen und kümmert sich nur um neue Spielzeuge. Seine Söhne Emil (18) und Kaspar (19) kämpfen seit ihrer Kindheit "die große Schlacht" mit Spielzeugsoldaten gegeneinander. Emil ist schon immer eifersüchtig auf den großen Bruder und dessen Erfindungen. Außerdem wird nur einer von ihnen später das Emporium übernehmen können - was wird dann aus dem anderen? Und dann beginnt der erste Weltkrieg. Aus Magie wird Krieg, aus Spiel wird ernst. Auch mich hatten das Cover und der Klappentext des Buches angezogen und ich kann verstehen, dass einige Leser enttäuscht wurden. Man erwartet eine magische Liebesgeschichte und bekommt etwas ganz anderes. Robert Dinsdale hat mich gleichermaßen bezaubert und schockiert. "Die kleinen Wunder von Mayfair" beginnen als romantisches Wintermärchen, mit Cathys Flucht und Emanzipation von ihrer Familie, den wundervollen Spielzeugen, dem Emporium als Hort ewig dauernder Kindheit ("Die Kinder kommen ins Emporium, weil sie Abenteuer erleben wollen, aber die Erwachsenen, weil sie daran erinnert werden möchten, dass die Welt einst mit so viel Magie angefüllt war, wie ihre Fantasie nur hergab." (S. 248)) und der zarten Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und Papa Jacks Söhnen anbahnt. Doch den größten Raum in dem Buch nimmt der Krieg ein. Der zermürbende Kleinkrieg zwischen Emil und Kaspar, der ständige Wettbewerb, wer die besseren Spielzeuge baut, der Kampf um Cathys Zuneigung, später um das Geschäft und zum allergrößten Teil die beiden Weltkriege. Auch mich haben die Schilderungen der Kriegserlebnisse und ihrer Folgen aufgewühlt und ich habe mich gefragt, ob diese beiden so unterschiedlichen Handlungsstränge denn überhaupt zusammenpassen und nicht zu viele Leser abschrecken. Doch der Autor macht auch immer wieder klar, dass man (fast) überall ein kleines bisschen Magie und Hoffnung finden kann, wenn man nur genau genug sucht. "Einem Menschen können die schrecklichsten Dinge zustoßen, aber er wird sich nie verlieren, wenn er sich immer erinnert, dass er einmal ein Kind war." (S. 170) "Die kleinen Wunder von Mayfair" ist ein sehr philosophisches Buch. Es beschäftigt sich mit Realitäten und Perspektiven, handelt von Hoffnung, Liebe, Mut und Magie. Mein Tipp für alle Fans von "Sophies Welt" von Jostein Garder.
Krieg und Frieden
von Bücher in meiner Hand - 01.10.2018
Wenn man genau hinschaut, an der Ecke zwischen der New Bond Street und Avery Row, kann man sich hier eine Gasse vorstellen, so wie ein paar Meter weiter vorne es immer noch eine gibt. Hier, wo heute nur noch das Iron Duke Pub an die Iron Duke Meows erinnert, steht im Roman von Robert Dinsdale das Emporium von Papa Jack - ein Spielzeugladen wie er wohl nur im Buche steht. Denn was da im Innern von Papa Jack abgeht, lässt sich schwerlich vollständig beschreiben: Patchworkhunde, die herumlaufen; geschnitzte Ballerinen; Papiervögel, die von Baum zu Baum fliegen; Spielzeugsoldaten, bei deren Anblick die Augen und Herzen der kleinen Jungs gross werden. So sind auch die Holzsoldaten die heimlichen Protagonisten des Romans, zumindest der rote Faden. Geschnitzt werden sie von einem der Godman-Söhne. Als ob das alles ist, was Emil kann - so jedenfalls fühlt er sich. Ständig unterlegen und ständig in Konkurrenz zu seinem älteren Bruder Kaspar. Der Rivale lässt aber auch gar nichts aus, seinem jüngeren Bruder das immer wieder auf die Nase zu binden: was Kaspar alles geschaffen hat, wie viel magischer seine Ideen und Bauten sind. Ihr Vater Jekab bekommt von alledem kaum was mit, er verbringt seine Zeit in seiner Werkstatt und kommt höchstens zum Essen raus. Was in London so vor sich hingeht, bekommt keiner der Bewohner des Emporiums mit, seit Jahren haben sie es nicht mehr verlassen. Wenig glaubhaft, aber so weltfremd wie sie manchmal sind, doch verständlich. In diesen kleinen Kosmos kommt die 16jährige Cathy, nicht wissend, dass sie hier ihr restliches Leben verbringen wird. Beide Godman-Brüder buhlen um sie, und sie lässt es geschehen. Dass Cathy, wie auch Vater Jekab, den Brüdern in ihrer Rivalität nicht Einhalt geboten hat, muss ich stark bemängeln. Sie bleibt diesbezüglich blass, sie hätte den Frieden in der Hand gehabt, wäre sie stärker aufgetreten - was sie auf den ersten Seiten ja ganz gut konnte. Das Buch liest sich somit wie Krieg und Frieden zwischen kleinen Jungs (die hier mit 18 Jahren aber schon erwachsen sind), die sich ständig kompetitiv verhalten. Wer baut das bessere Spielzeug, wer erbt den Laden? Welches Spielzeug ist wertvoller, spezieller und wird öfters verkauft? Wer bekommt Cathy? Dies in einem angeblich magischen Umfeld, in einem Laden, der nur vom ersten Frost Anfang November bis zum ersten erblühten Schneeglöckchen im Januar seine Pforten geöffnet hat und seine Kunden verzaubern will. So sehr ich mich bemühte, ich konnte mir die viel zu vielen geheimnisvollen Highlights im Geschäft nicht vorstellen. Der ewige Streit nervte mich zusehends, von den Charakteren mochte ich keinen. Ausser vielleicht Patchworkhund Sirius, aber der zählt ja wohl nicht. Dazu war mir zu viel Krieg im Raum - in echt (der 1. Weltkrieg), im Laden und zwischen den Brüdern. Fast hätte ich abgebrochen, ich war mehrmals kurz davor, aber dann wollte ich doch wissen, wie der Autor seine etwas zu fantasievolle Geschichte beendet. Ich empfand sie als nicht magisch, enorm trübsinnig, langatmig und irgendwie auch ziemlich langweilig. Die ersten paar Kapitel, bis das Emporium im Januar zum ersten Mal schliesst, waren sehr gut, danach entwickelt sich die Geschichte mehr in ein Desaster. Vielleicht mögen Männer den Roman mehr als Frauen. Wer wie ich nichts mit Spielzeugsoldaten und Kriegsspielen anfangen kann, sollte das Buch besser nicht lesen. Es ist mehr eine Fabel, ein modernes Märchen mit vielen Parabeln, in denen die Spielzeugmacher als Götter dargestellt werden. Am Schluss bleibt die Frage welche Geschichte der Autor erzählen wollte. Ein Buch über den Zauber der Kindheit oder ein Ort der Wunder, wie der Autor im Nachwort erzählt, ist es mit Sicherheit nicht. Fazit: Ein ungewöhnlicher Roman über zwei rivalisierende Brüder, Spielzeugsoldaten, über Krieg und Frieden. Irgendwie speziell, aber so gar nicht überzeugend. 3 Punkte.
Die zauberhafte Welt der Spielzeuge
von sommerlese - 01.10.2018
London im Jahr 1906: Cathy ist fast noch ein Kind als sie schwanger wird, für ihre Eltern nicht akzeptabel, sie wollen sie in ein Heim für unverheiratete Frauen bringen. Doch Cathy bewirbt sich um eine Stelle in Papa Jacks Emporium, dem sagenumwobenen Spielzeugladen in London. Das Emporium ist ein Ort der Wunder, wo Jekabs Godman, Überlebender eines sibirischen Arbeitslagers, Spielzeuge mit magischem Zauber entwirft. Cathy verliebt sich in Jekabs ältesten Sohn Kaspar und wird mit ihrer Tochter ein Teil der Familie. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ändert alles. Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch. Diesen Spruch hat Erich Kästner einmal gesagt und er trifft haargenau auf dieses Buch zu. In dieses Buch kann man versinken wie in ein Spiel in der eigenen Kindheit. Die magische Spielzeugwelt sorgt dafür, dass sich Erwachsene wieder wie Kinder fühlen und es werden Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Jeder hat einmal mit viel Fantasie gespielt, die Spielzeuge wurden mit den eigenen Gefühlen zum Leben erweckt. Genau dieses Gefühl wird beim Lesen in mir wach. Der Roman spielt zwischen 1914 und 1918, es zeigt die Kriegsgeneration, die um ihre Kindheit gebracht wurde. Vorbei die Zeit, in der einfach nur gespielt werden konnte, der Erste Weltkrieg sorgte für ein jähes Ende der Kindheit und sorgte dafür, dass die Kinder schnell erwachsen werden mussten. Mir gefallen die Charaktere, sie werden klar und treffend gezeichnet. Da ist die liebenswerte Cathy, gerade mal 15 Jahre alt und schwanger, von ihren Eltern in ein Heim abgeschoben. Doch Cathy hat märchenhaftes Glück, denn sie bekommt eine Stelle im Emporium und arbeitet vom ersten Frost an als Aushilfe. Die Stelle endet mit dem Ende des Winters, wenn das erste Schneeglöckchen aufblüht. Emil und Kaspar sind zwar Brüder aber auch sehr gegensätzliche Figuren. Emil ist ein toller Handwerker, seine Figuren aus Holz sind technische Wunderwerke und seine faltbaren Burgen ebenfalls. Er sorgt für ständigen Nachschub, arbeitet wie ein Uhrwerk und doch fehlt ihm die Fantasie, die man in Papa Jacks zauberhaften Erfindungen entdecken kann. Dieses Gen wurde eher Kaspar in die Wiege gelegt. Wie in einem Zauber nimmt die Geschichte den Leser mit auf eine magische Reise in die Welt der Spielzeuge. Wenn Spielzeugsoldaten plötzlich Frieden schließen, muss Magie im Spiel sein. Und genauso zauberhaft geht es im Emporium zu. Es gibt einige wunderbare Spielzeuge zu entdecken und das sorgt für ein wenig magische und auch weihnachtlich angehauchte Stimmung. Es ist als ob der Autor hier einen magischen Trank gemischt hätte: Ein bißchen Zauberei, ein wenig Fantasie, etwas Romantik, dazu etwas Geschichte und fertig ist eine zauberhafte Reise in die Kindheit. Diese Erzählung entführt den Leser in eine ganz zauberhafte Welt voller lebendiger Spielzeuge. Für alle Erwachsenen, die sich wieder als Kind fühlen wollen und deren Fantasie neuen Anschwung braucht. Eine Traumreise mit lebenden Spielzeugen voller wunderbarer Fähigkeiten und eine romantische Geschichte vor historischem Hintergrund sorgen für magische Lesestunden. Dieses Buch sollte verfilmt werden, möglichst als weihnachtliches Märchen.
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