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Räuber-Rede

Drei deutsche Vorwürfe. Schiller, Lessing, Geschwister Scholl.
Buch (kartoniert)
Hochhuth nennt die drei Reden, die dieser Band enthält, «Drei deutsche Vorwürfe». Anlässe waren die Verleihung des Münchner Geschwister-Scholl-Preises und des Hamburger Lessing-Preises sowie das Gedenken am 200.Jahrestag der RÄUBER-Uraufführung in Ma … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Räuber-Rede
Autor/en: Rolf Hochhuth

ISBN: 3498028596
EAN: 9783498028596
Drei deutsche Vorwürfe. Schiller, Lessing, Geschwister Scholl.
Rowohlt Verlag GmbH

1. Oktober 1982 - kartoniert - 224 Seiten

Beschreibung

Hochhuth nennt die drei Reden, die dieser Band enthält, «Drei deutsche Vorwürfe». Anlässe waren die Verleihung des Münchner Geschwister-Scholl-Preises und des Hamburger Lessing-Preises sowie das Gedenken am 200.Jahrestag der RÄUBER-Uraufführung in Mannheim; der gemeinsame Impuls, der den Autor jeweils weit über den Anlaß hinausgelangen ließ, ist die Erkenntnis der Zeitgenossenschaft dieser Toten, der Appell an uns, die Lebenden. Richteten sie heute an uns die Gewissensfrage, was in unseren Händen aus der Freiheit geworden ist, für die sie kämpften und für die 1943 die Münchner Studenten starben, wie könnten wir bestehen? «Wenn <Die Räuber> Leben im Leibe haben noch nach zweihundert Jahren wie am ersten Tag, so viel Dynamit, daß man heute kaum riskiert, sie zu spielen, dann ja nicht mehr deshalb, weil die Handlung oder auch nur der Familienzwist im Hause Moor oder die Charaktere der einzelnen Bandenmitglieder uns herausfordern, sondern weil dieses Drama das Bild ist auch unserer Jugend, sofern die nicht schon mit einem Scheitel auf die Welt kommt: <Die Räuber>, das ist immer die Jugend, die diesen Namen verdient und die Büttel und die Priester und auch nur der Vater im Stück: das sind immer wir Alten, heute wie damals. Fragen wir uns doch, ehe wir leichtfertig Schillers Stück als verjährt abtun, warum eigentlich dieser unser Staat Loyalität von seiner Jugend erwartet? Der Geist der Rebellion, der <Die Räuber> zum hinreißendsten Drama macht, noch heute, das je ein Jüngling schrieb, dieser Geist ist nicht identisch mit Terrorismus, sondern nur mit einem Radikalismus, der allein angesichts der Munitionsdepots vielleicht Europa retten kann.»

Portrait

Rolf Hochhuth, geb. 1.4.1931 in Eschwege, arbeitete nach Abschluss einer Buchdruckerlehre in verschiedenen Buchhandlungen in Marburg, Kassel und München. Nebenher war er Gasthörer an den Universitäten in Heidelberg und München. 1955 war er Lektor im Bertelsmann-Lesering und arbeitete an der Herausgabe verschiedener Werksausgaben und Erzählanthologien mit. Seit 1963 lebt Hochhuth als freier Autor in Riehen bei Basel. Der Schwerpunkt seiner Themen liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Seine Werke sind mit dokumentarischem Beweis- und Belastungsmaterial angereichert, die Hochhuth in umfangreichen Recherchen zusammengetragen hat. Hochhuth wurde damit zu einem der Hauptvertreter des sogenannten Dokumentartheaters der 60er Jahre. Dabei entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker in der deutschsprachigen Bühnenwelt. 1980 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und des Verbandes bayerischer Verleger sowie den Geschwister-Scholl-Preis für Literatur, 1990 den Jacob-Burckhardt-Preis der Basler Goethe Stiftung. 2001 folgte der Jacob-Grimm-Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.
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