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Der letzte Überlebende

Wie ich dem Holocaust entkam. Originaltitel: Survivor. 16 schwarz-weiße Abbildungen.
Buch (gebunden)
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Sam war 13 Jahre alt, als die Deutschen kamen. Seine Familie lebte in einem oberschlesischen Städtchen. Da brach die Hölle über sie herein. Auschwitz, die Todesmärsche, die Bombardierung der Cap Arcona - unzählige Male entkam der Junge dem Tod.
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Der letzte Überlebende als Buch

Produktdetails

Titel: Der letzte Überlebende
Autor/en: Sam Pivnik

ISBN: 3806234787
EAN: 9783806234787
Wie ich dem Holocaust entkam.
Originaltitel: Survivor.
16 schwarz-weiße Abbildungen.
Übersetzt von Ulrike Strerath-Bolz
wbg Theiss

1. März 2017 - gebunden - 280 Seiten

Beschreibung

Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch "Szlamek" hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend.

Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Sam Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.

Portrait

1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat er lange geschwiegen. 2017 ist Sam Pivnik in London gestorben.

Pressestimmen

"Manchmal werde ich gefragt: 'Warum haben Sie so lange gebraucht, um Ihre Geschichte zu erzählen, Sam?' Das ist eine einfache Frage mit einer komplizierten Antwort." Sam Pivnik

"Ein wichtiges Buch, das nicht nur die oftmals geleugneten Details der Nazi-Vernichtungsmaschinerie offenlegt, ein Buch, das die Überlegungen des Sam Pivnik in jeder Schulklasse und in jedem Geschichtsunterricht Deutschlands widerhallen lassen sollte. (...) Lesen Sie seine Geschichte." Saarländischer Rundfunk

"Sam Pivnik gibt in seiner Autobiografie den zu Nummern degradierten Opfern ihre Gesichter und Geschichten zurück. Ein wichtiger Zeitzeuge, dessen eindringlich geschilderte Erinnerungen nicht nur historische Einblicke gewähren, sondern auch als Plädoyer für Gerechtigkeit und Menschlichkeit beeindrucken." büchermenschen

"Sehr berührend und lesenswert." Buchjournal extra

"Der Theiss Verlag legt mit diesem Buch ein wichtiges Dokument zur Erinnerungskultur wie auch zur Aufmerksamkeit gegenüber Menschenrechten in jeder Generation vor." literaturoutdoors.wordpress.com

"Die wahre Geschichte eines Mannes, dessen Familie von den Nazis ausgelöscht wurde und der die Schrecken der Konzentrationslager selbst erlebt hat." La Repubblica

"Er vermittelt meisterhaft die grauenhafte Absurdität der nationalsozialistischen Mentalität und die absolute Verzweiflung der KZ-Häftlinge." Kirkus Review

"Ein lebendiges, greifbares Zeugnis der Schrecken von Auschwitz." Sunday Times

"Selten lässt sich eine so klare Leseempfehlung für eine Autobiographie aussprechen wie für die des Sam Pivnik." literaturmarkt.info

"Es sollte Pflichtlektüre für jede Generation werden." ekz bibliotheksservice
Bewertungen unserer Kunden
Packendes Zeitzeugnis
von Isaopera - 14.06.2017
Die Verarbeitung des zweiten Weltkrieges und speziell des Holocausts teilt ich in der Literatur in fiktionale Geschichten und Zeitzeugnisse. Aus beiden Genres habe ich schon sehr viele Bücher gelesen, da mich das Thema immer wieder packt und bewegt und ich sehr wichtig finde, dass diese Geschichten erzählt werden können. Im Theiss-Verlag ist mit Der letzte Überlebende ein Zeitzeugnis erschienen, das von einem ganz außergewöhnlichen Schicksal erzählt. Man muss sich klar machen, dass die Erzählungen von Holocaust-Überlebenden stets Ausnahmen darstellen, denn leider erlitten viele Menschen den typischen Weg von Verfolgung und Tod. Sam Pivnik findet sehr persönliche und authentische Worte in seiner Erzählung und ich fand es sehr packend, seine Geschichte von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter zu verfolgen. Gut finde ich hierbei, dass eben weitererzählt wird, das heißt, wir fahren auch, wie es nach dem Krieg weiterging. Sam Pivnik hat Jahre des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau überlebt, dann jedoch noch viele andere Schicksalswege gemacht, die ihn letztlich sogar in den israelischen Unabhängigkeitskrieg geführt haben. Diese Entscheidung, als Holocaust-Überlebender wenige Jahre später in einem Krieg zu kämpfen, war für mich sehr interessant, aber auch wenig nachvollziehbar. Hier offenbart sich eine Schwäche des Buches: Ich finde die gesamte Geschichte während des Krieges sehr nachvollziehbar, authentisch und detailreich erzählt. Gegen Ende verliert das Buch für mich an Detailreichtum und die Ereignisse werden daher schwieriger nachvollziehbar, vielleicht auch, weil ich als Leserin mit den Ereignissen weniger vertraut war als mit denen des zweiten Weltkrieges. Abschließend muss ich anmerken, dass sich in meiner Ausgabe leider einige gut sichtbare Rechtschreibfehler fanden und die Angabe hinten auf dem Cover, Sam Pivnik wäre der Einzige aus seiner Familie, der die Verfolgung der Nazis überlebt habe, offensichtlich nicht korrekt ist, wenn man das Buch liest. Dies hat mich irritiert und ich würde mir wünschen, dass solche Dinge überarbeitet werden. Ein packendes und wichtiges Zeitzeugnis aus dem 2. Weltkrieg, das mit seiner Schonungslosigkeit besticht und für jeden eine wichtige Erfahrung ist!
Einfach Unfassbar
von lesehörnchen99 - 13.06.2017
Sulamek ist dreizehn als er von den Deutschen zusammen mit seiner Familie nach Auschwitz kommt. Sam hat einen ungaublichen Überlebenswillen, welcher ihn trotz einer schweren Lungenentzündung das Lager überstehen lässt. Das Buch wurde von Sam Pinvik selbst geschrieben, er erzählt mit einer Leichtigkeit von seinem Leben in Polen, wo man auch als Jude am Rande der Gesellschaft steht, in dieser schrecklichen Zeit des zweiten Weltkrieges. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen um zu sehen, was ein einziger Mensch und jede Menge Hass dem Fremden gegenüber anrichten kann. Mich hat es schon in der neunten Klasse unglaublich mitgenommen, was die Menschen alles über sich ergehen lassen mussten, nur weil ihr Glaube ein anderer war und ihr Aussehen manchem nicht gefallen hat. Anne Frank kennt wirklich jeder und genau das sollte mit Sam Pinvik auch geschehen. Ein Buch welches mich sehr berührt hat und auf jeden Fall in meinem Regal stehen bleiben wird. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Einfach Unfassbar
von lesehörnchen99 - 13.06.2017
Sulamek ist dreizehn als er von den Deutschen zusammen mit seiner Familie nach Auschwitz kommt. Sam hat einen ungaublichen Überlebenswillen, welcher ihn trotz einer schweren Lungenentzündung das Lager überstehen lässt. Das Buch wurde von Sam Pinvik selbst geschrieben, er erzählt mit einer Leichtigkeit von seinem Leben in Polen, wo man auch als Jude am Rande der Gesellschaft steht, in dieser schrecklichen Zeit des zweiten Weltkrieges. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen um zu sehen, was ein einziger Mensch und jede Menge Hass dem Fremden gegenüber anrichten kann. Mich hat es schon in der neunten Klasse unglaublich mitgenommen, was die Menschen alles über sich ergehen lassen mussten, nur weil ihr Glaube ein anderer war und ihr Aussehen manchem nicht gefallen hat. Anne Frank kennt wirklich jeder und genau das sollte mit Sam Pinvik auch geschehen. Ein Buch welches mich sehr berührt hat und auf jeden Fall in meinem Regal stehen bleiben wird. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Einfach Unfassbar
von lesehörnchen99 - 13.06.2017
Sulamek ist dreizehn als er von den Deutschen zusammen mit seiner Familie nach Auschwitz kommt. Sam hat einen ungaublichen Überlebenswillen, welcher ihn trotz einer schweren Lungenentzündung das Lager überstehen lässt. Das Buch wurde von Sam Pinvik selbst geschrieben, er erzählt mit einer Leichtigkeit von seinem Leben in Polen, wo man auch als Jude am Rande der Gesellschaft steht, in dieser schrecklichen Zeit des zweiten Weltkrieges. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen um zu sehen, was ein einziger Mensch und jede Menge Hass dem Fremden gegenüber anrichten kann. Mich hat es schon in der neunten Klasse unglaublich mitgenommen, was die Menschen alles über sich ergehen lassen mussten, nur weil ihr Glaube ein anderer war und ihr Aussehen manchem nicht gefallen hat. Anne Frank kennt wirklich jeder und genau das sollte mit Sam Pinvik auch geschehen. Ein Buch welches mich sehr berührt hat und auf jeden Fall in meinem Regal stehen bleiben wird. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Einfach Unfassbar
von lesehörnchen99 - 13.06.2017
Sulamek ist dreizehn als er von den Deutschen zusammen mit seiner Familie nach Auschwitz kommt. Sam hat einen ungaublichen Überlebenswillen, welcher ihn trotz einer schweren Lungenentzündung das Lager überstehen lässt. Das Buch wurde von Sam Pinvik selbst geschrieben, er erzählt mit einer Leichtigkeit von seinem Leben in Polen, wo man auch als Jude am Rande der Gesellschaft steht, in dieser schrecklichen Zeit des zweiten Weltkrieges. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen um zu sehen, was ein einziger Mensch und jede Menge Hass dem Fremden gegenüber anrichten kann. Mich hat es schon in der neunten Klasse unglaublich mitgenommen, was die Menschen alles über sich ergehen lassen mussten, nur weil ihr Glaube ein anderer war und ihr Aussehen manchem nicht gefallen hat. Anne Frank kennt wirklich jeder und genau das sollte mit Sam Pinvik auch geschehen. Ein Buch welches mich sehr berührt hat und auf jeden Fall in meinem Regal stehen bleiben wird. Ich kann es nur weiterempfehlen.
sehr interessant
von XY - 09.06.2017
Erst war ich wirklich skeptisch ob es sich bei diesem Buch um geeigneten Lesestoff für mich handelt, doch kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, war ich gar nicht mehr zu bremsen. Stellenweise musste ich echt schlucken, da dieses Buch wirklich nichts verschönigt oder umschreibt, es wird einfach dargestellt wie es war. Eigentlich für Unbeteiligte unvorstellbar. Eine wahre Geschichte, eine Aufzeichnung über Sam, der als einziger Überlebender seiner Familie die Nazizeit überstanden hatte und heute noch in einem Seniorenheim in London lebt. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich so mitgelitten hatte und das mich auch noch nach Beendigung tagelang beschäftigt hatte. Dieses Buch hat dies eindeutig geschafft.
Sehr bewegend und unfassbar
von Buecherfreund - 04.06.2017
Mir fällt es schwer, dieses Buch zu rezensieren, weil ich keine Worte finde. Sam Pivnik schreibt hier über sein Leben und doch liest es sich wie eine unvorstellbare Horrorgeschichte. Eine Horrorgeschichte, die er über Jahre durchleben musste. Die Lektüre des Buches ist mir teilweise sehr schwer gefallen, weil er sehr detailreich beschreibt, was ihm widerfahren ist. Aber auch wenn es schwer gefallen ist, fand ich es wichtig, dieses Buch zu lesen. Das Grauen des Dritten Reiches wird einem so noch einmal sehr viel näher gebracht. Und es ist so wichtig, dass nicht vergessen wird, was damals passiert ist. Ich möchte dieses Buch jedem weiterempfehlen. Sam Pivnik hat so eine unfassbare Lebensgeschichte hinter sich, die sich kein Autor ausdenken könnte. Und das Schlimme daran: es ist alles wahr. Es darf nicht vergessen werden und darf sich niemals wiederholen.
Furchtbar wichtig
von Nela - 26.04.2017
Wie kann man die Geschichte eines Mannes bewerten, der so schreckliche Dinge erlebt hat? Aus meiner Sicht gar nicht. Und trotzdem möchte ich meine Eindrücke zu diesem Buch schildern. Den Hauptteil des Buches bildet die Zeit, als Sam im Alter zwischen dreizehn und zweiundzwanzig war. Vom Einmarsch der Nazis in Polen bis zur Befreiung. Am eindrücklichsten war für mich die Beschreibung der Zeit und Erlebnisse in Auschwitz. An vielen Stellen ist diese einfach nur furchtbar und kaum erträglich. Wie kann ein Mensch das alles aushalten? Vieles hatte ich direkt vor meinem inneren Auge und an manch eine beschriebene Situation erinnere ich mich immer wieder. Manchmal blitzt dann auch in dieser Hölle etwas Menschlichkeit durch. Auch das Kapitel "Gerechtigkeit und Frieden?" ist für mich sehr wichtig. Es ist erschreckend, wie das Geschehene vertuscht wurde und manche Täter ihrer Strafe entkamen. Bewundernswert finde ich den Ton, den Sam Pivnik bei all seinen Erzählungen trifft. Er könnte verbittert oder hasserfüllt sein, stattdessen schildert er die Ereignisse möglichst objektiv, wobei seine Gefühle und das Entsetzen trotzdem spürbar bleiben. Ich habe durch dieses Buch sehr viel Neues erfahren, konnte mich in den Autor hineinversetzen, habe einiges besser verstanden und bleibe auch betroffen zurück. Ich bin unheimlich froh, dass Sam Pivnik dieses Buch geschrieben hat. Die Überlebenden des Holocaust werden immer weniger und es ist aus meiner Sicht extrem wichtig, ihre Geschichten festzuhalten. Ich wünsche diesem Buch so viele Leser wie möglich. Gerade in Anbetracht der heutigen politischen Situation und Strömungen ist es umso wichtiger, die damaligen Ereignisse nicht zu vergessen, damit so etwas nie wieder passiert. Dieses Buch kann einen Teil dazu beitragen.
Gegen das Vergessen
von misery3103 - 20.04.2017
Sam Pivnik erzählt die Geschichte seines Lebens. Mit 13 lebt er mit seiner Familie in dem polnischen Dorf Bedzin, als die Wehrmacht in Polen einmarschiert. Nach kurzer Zeit des Hoffens und Bangens wird die Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sam erzählt von den erlittenen Grausamkeiten, den Selektionen, Morden und dem systematischen Massenmord an unzähligen Menschen. Sam verliert seine Familie und erlebt Tag für Tag das Grauen, wenn neue Waggons mit Juden in dem Konzentrationslager ankommen. Doch Sam überlebt. Und er erzählt, was er er- und überlebte. Und er überlebte nicht nur das Konzentrationslager, sondern auch einen der berüchtigten Todesmärsche und den Angriff auf die "Cap Arcona durch die britische Armee. In der Hauptsache führt das Buch einem jedoch die Grausamkeiten während der Judenverfolgung vor Augen und geht unter die Haut. Die Schilderungen von Sams unbeschwerter Kindheit, die Bilder seiner Familie, dann das Grauen und die Verluste in Auschwitz; obwohl ich schon viele Bücher über die Judenverfolgung und -vernichtung gelesen habe, ging mir Sams Geschichte besonders nah. Auch weil er einer der letzten Überlebenden ist und es wichtig ist, dass seine Erinnerungen für die folgenden Generationen erhalten bleiben. Ein wichtiges Buch gegen das Vergessen!
Schockierendes Dokument eines Überlebens
von smberge - 20.04.2017
Inhalt: Sam Pivnik ist ein 13 jähriger jüdischer Junge, der mit seiner Familie in einem kleinen Ort in Polen lebt. Die Familie führt ein beschauliches Leben in der jüdischen Gemeinde in diesem Ort. Zwar wird die Familie auch schon vor dem 2. Weltkrieg mit Antisemitismus konfrontiert, aber grade für Sam waren das nicht mehr als Neckereien unter Gleichaltrigen. Das Leben ändert sich komplett, als die Deutschen das Gebiet besetzen und die Familie mit den massive Verfolgungen des Holocaust konfrontiert wird. Über ein lokales Ghetto führt der Weg in das Konzentrationslager in Ausschwitz. Pivnik beschreibt detailliert seinen Überlebenskampf in diesem Todeslager in seiner ganzen Grausamkeit. Meine Meinung: Dieses Buch ist sehr bewegend, schockierend und einfach nur furchtbar. Trotzdem sollte man das Buch lesen, denn Sam Pivnik ist einer der wenigen Überlebenden von Ausschwitz, der heute noch lebt und uns seine Geschichte erzählen kann. Sehr bewegend beschreibt er sein Schicksal und die grausamen Zustände in diesem Lager. Ich habe schon einige Berichte gelesen, aber es ist immer wieder schockierend. Die Entwürdigung der Menschen, die dort gefangen waren, die tägliche Bedrohung mit dem Tode, das Wissen, dass die komplette Familie ermordet wurde, das unmenschliche Verhalten der Wachmannschaft.. Seine Lebens- und Leidensgeschichte geht aber auch nach seiner Zeit im Lager weiter. Pivnik beschreibt auch sein Leben nach dem 2. Weltkrieg, sein Leben in Israel und später in England und auch seine Bemühungen um eine gerichtliche Aufarbeitung der Geschehnisse in Ausschwitz. Dieser Teil des Buches war ähnlich berührend wie die Erlebnisse in Ausschwitz, zeigt es doch wie schleppend die juristische Aufarbeitung lief und wie erschreckend geringe Strafen die Verantwortlichen, wenn überhaupt, bekommen haben. Dieses Buch sollte man lesen, gibt es doch einem Häftling, stellvertretend für die vielen anonymen Opfer, und seinem Schicksal ein Gesicht.
Ein erschüttendes Zeugnis eines KZ-Überlebenden
von Jonas1704 - 13.04.2017
Der polnische Jude Sam Pivnik beschreibt in diesem autobiographischen Roman die Grausamkeiten und Unmeschlichkeit die er in der Nazizeit durchlebt hat, wo er im Ausschwitz Konzentrationslager jahrelang um seine Leben gekämpft hat. Er hat die Barbareien überlebt, die sich kaum ein Mensch vorstellen kann und man fragt sich wie intakt er aus dem Ganzen herausgekommen ist. Die seelischen Schäden und Traumatisierungen werden ihn ein Leben lang begleiten und es ist respekteinflössend wie er dieses Buch schreiben könnte. Ausser ihm und seinen Bruder überlebt die übrige Familie die Gefangenschaft nicht und Pivnik muss dem unfassbaren Leiden die die SS Truppe den Menschen zufügte versuchen zu erdulden sowie auch die Hierarchiekämfe inmitten der Insassen. Es ist einfach unfassbar, was damals geschehen ist, wie eine Nation über eine andere einfach so entscheiden kann, dass sie unterwürdig sei und über Leben und Tod auf so grausamer Weise ein Urteil zu fallen in der Lage sei. Dass diese Menschen nach all dem was sie ihren Mitmenschen zugefügt haben, noch abends einschlafen konnten, kann ich nicht nachvollziehen. Das kann natürlich keiner von uns. Es ist zudem sehr wichtig ,da dies oder gar etwas nahebringendes sich in der Geschichte der Menscheit nie wiederholt und deshalb muss man die Geschichte aufrechterhalten und über den Holocaust berichten. Dass es sogar heute noch Menschen gibt die diese Zeit und all diese Grausamkeiten infrage stellen, macht mich sehr stuzig und ist Beweis dafür dass die Logik des Menschen manipulierbar ist. Ein hohes Respekt und ein wahres Dankeschön an Herrn Pivnik, der uns dieses lehrreiche Buch und erschüttende Zeugnis übergeben hat.
Wenn eine Handbewegung über dein Leben entscheidet
von Steffi1186 - 07.04.2017
1926 wird Sam Pivnik im polnischen Bendzin geboren. An seinem 13. Geburtstag fallen die Deutsch in Polen ein und beginnen den Krieg. Noch ändert sich nicht viel für Sam aber nach und nach bekommt er durch die deutschen Besatzer zu spüren, was es heißt ein Jude zu sein. Mit seiner Familie zusammen werden sie aus ihrer Wohnung vertrieben und 1943 nach Ausschwitz-Birkenau gebracht. Nach der Ankunft in dem Lager erfolgt die erste Selektion von vielen, welche Sam erleben wird. Die Handbewegung über Leben und Tod geht für ihn nach rechts und somit weg von seiner Familie und rein in einen Überlebenskampf, welchen die wenigsten gewonnen haben. 1945 hat es endlich ein Ende und Sam ist frei. Aber wie frei ist er wirklich nach den Jahren des Leides und der Grausamkeit? Einzig sein Bruder Nathan hat ebenfalls überlebt, sie finden sich wieder und gehen über Konstanz nach London. Später kämpft er für Israel gegen Palästina bevor er wieder nach London zurück kehrt und dort bis heute lebt. Hauptteil der Geschichte ist die Gefangenschaft von Sam während der Nazi-Zeit. Seine Erinnerungen wurden in diesem Buch verarbeitet und sollten von jedem gelesen werden. Die Grausamkeiten und die Wahrlosigkeit mit welcher über Menschen entschieden wurde, ist einfach unfassbar. Jeder hat in der Schule oder anderen Büchern schon darüber gehört oder gelesen. Aber man kann nie genug über diese Zeit hören/lesen. Die Menschheit darf nicht vergessen, was damals passierte und es darf nicht zu gelassen werden, dass es jemals wieder soweit kommt. Sams Mut seine Geschichte zu erzählen und zu veröffentlich kann man ihm nur hoch anrechnen. Er hat Auschwitz überlebt, aber mit welchen Folgen? Darüber wird keine Auskunft gegeben. Vielleicht wollte Sam uns Lesern nicht noch mehr Einblick in sein Innerstes gewähren. Mit dem Buch begleitet man ihn während der schlimmsten Zeit seines Lebens. Die Erzählungen sind sehr ausführlich und detailliert. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und wirkte auf mich an einigen Stellen sehr nüchtern. Aber wie soll es auch sonst klingen? So war es nun mal und da kann man auch nichts verschönern oder leichter machen. Der Wunsch nach Gerechtigkeit wird geweckt und in einigen Fällen wurde diese durch die Justiz umgesetzt. Nur waren es zu wenige, wie berichtet wurde, wollten selbst die Kriegssieger nicht wirklich über das ganze Ausmaß der Grausamkeit nachdenken. Es gibt sogar immer noch Menschen, die leugnen, dass es den Holocaust wirklich gab. Unvorstellbar! Für das Buch kann ich nur 5 Sterne vergeben und es weiterempfehlen.
Ein erschütterndes Zeugnis eines der letzten Zeitzeugen
von claudi-1963 - 29.03.2017
Die Leute fragen mich oft, warum ich so lange gewartet habe meine Geschichte zu erzählen. Das ist eine einfache Frage, aber die Antwort ist es nicht. (Sam Pivnik) Der 13-jährige Szlamek Pivnik, erlebte bisher eine unbekümmerte Kindheit in Bedzin. Doch dann musste mit ansehen wie die Deutschen am 1. September 1939 in Polen einmarschierten. Ab diesem Tag feierte man auch Sams Geburtstag nicht mehr, auch seine Bar Mizwa wurde nicht groß gefeiert. Doch das dies nur der Anfang sein sollte hatte Sam damals nicht gedacht, wie auch, er war noch ein Kind. Der Vater war Schneider, Mutter war eine gute jüdische Mutter, dann gab es noch die Schwestern Hendla, Chana und seine Brüder Majer, Wolf und Josek. Irgendwann kamen sie in das Ghetto in Kaminoka, Sam berichtet: Da saß ich auf dem Dachboden mit seinen 17 Jahren, trank Pisse, hörte seine Familie schluchzen und draußen schossen die Deutschen . Doch auch diese Zeit verging und sie wurden in ein Lager abtransportiert. Dies war so ein Ort, wo man Männer zu Krüppel prügelte, nur weil sie eine höfliche Frage stellten. Dieser Ort war kein anderer als Auschwitz Birkenau, hier war Schlafen Luxus, Schläge waren an der Tagesordnung, Essen gab es nur spärlich, die Kälte grausam und wer nicht lernte, der starb. Die Hölle konnte nicht schlimmer sein als dieser Ort, aber das sollte nicht Sams letztes Martyrium sein was er erleben musste. Vierzehnmal kann er in dieser Zeit dem Tod entrinnen, er überlebt als einziger seiner Familie und dies ist seine Geschichte.--- Meine Meinung: Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, da ich schon viele Berichte von Überlebenden gelesen habe. Ich kann Sam nicht oft genug danken, das er uns an seiner wahren Geschichte teilhaben lässt. Diese Berichte und Bücher wühlen und erschüttern mich jedes Mal aufs neue, auch wenn ich schon so viele gelesen habe. Gerade in der heutigen Zeit wo der Antisemitismus wieder zunimmt, müssen wir achtsam sein. Ich habe diese Gelände von Auschwitz vor Jahren besucht, habe selbst mit Zeitzeugen geredet und bin jedes Mal erschüttert was diese Menschen durchlebt haben. Deshalb kann ich Sam auch verstehen, warum er so lange geschwiegen hat. Viele Überlebende können über ihr Erlebnisses nicht reden, nicht mal mit ihren eigenen Kindern. Grausam waren die Bedingungen um das tägliche Überleben in dieser Zeit für Juden. Sam gibt uns in seinem Buch genügend Einblick dazu, auch wie er dies alles als Kind empfunden hat. Dieses Buch schildert Sams Leben zwischen 13 und 22 Jahren, es zeigt auf durch welche Hölle er ganz alleine gehen musste. Und da fragen wir uns allen Ernstes wieso wir immer noch für diese Menschen bezahlen müssen? Menschen, die unser Volk schlimmer behandelt hat als jedes Tier. Immer wenn diese Frage aufkommt, sollte man diesen Sams Bericht vorlesen. Ein Buch, das jeder lesen sollte, damit es nie wieder so weit kommt, das man einem Volk so was antut. Vergebung ist möglich, hat mal ein Überlebender zu mir gesagt, aber vergessen kann man nie. Wir sollten diesen Mensch aufmerksam zuhören, den es werden immer weniger die aus der Zeit berichten können. Deshalb sind diese Zeugnisse aus der Zeit, die Bücher die geschrieben werden um so wichtiger. Ich kann nur jedem raten sich einmal diese Lager anzusehen, manch einem werden da er die Augen geöffnet. Von mir für diesen eindrucksvollen Lebensbericht eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
Intensives Leseerlebnis
von yellowdog - 25.03.2017
Der letzte Überlebende ist ein Buch über den Holocaust, von einem der letzten Zeitzeugen geschrieben, einer der wenigen Überlebenden. Ein Buch dieses Themas bewertet man natürlich anders als Romane. Sam Pivniks Buch ist eine Autobiographie, ein Bericht über sein Leben und über Auschwitz. Das ist nicht in einer Form literarisch verarbeitet, wie es Imre Kertesz stets tat. Es erinnert mehr an Primo Levis erstes Buch "Ist das ein Mensch?", das ein genauer Bericht über das Lager war. Sam Pivniks Ansatz ist jedenfalls teilweise ein anderer, er ist nicht neutral sachlich sondern beschreibt seine Emotionen. Dabei kann manches verschwommen blieben, etwa bei der Begegnung mit dem Todesengel bleibt unklar, ob es wirklich Mengele war. Sam Pivnik wurde von einem Ghostwriter unterstützt. Der Stil ist deshalb einfach und ungekünstelt gehalten. Eindringlich wird es dennoch und letztlich wird Sam Pivniks Bericht durch viele Fakten ergänzt. Und das wichtigste: Sam Pivniks Erzählstimme funktioniert, man ist als Leser so dicht wie möglich an ihm dran. Die Lektüre wird sehr intensiv! Es gibt auch Beschreibungen von Sam Pivniks Lebens vor dem Lager. Schon da gab es viele Härten als die Wehrmacht 1939 Polen überfielen. Kernstück des Buches sind dann die Lager-Beschreibungen in Auschwitz-Birkenau, die das Grauen und die Unmenschlichkeit in allen Details wiedergeben. Die komplexen Mechanismen über verschiedene Abläufe im Leben und der quälerische Alltag werden anhand von Sam Pivniks Eindrücken gut herausgearbeitet. Das ist das Verdienstvolle am Buch. Dann hat Sam das Glück, Auschwitz verlassen zu können. Er kommt in ein anderes Lager , Fürstenberg und wird als Arbeiter im Bergwerk eingesetzt. Grauenvolle Erlebnisse warten auch da auf ihn, zum Beispiel wird er gezwungen, sich an einer Hinrichtung zu beteiligen. Dann folgt der Todesmarsch, der ihn schließlich auf die Cap Arcona führte.
Autobiographie gegen das Vergessen
von cachingguys - 24.03.2017
Was für ein Buch! Die autobiographische Geschichte eines polnischen Juden, dessen Kindheit mit 13 Jahren endet als die Nationalsozialisten in Polen einmarschieren. Nach dem Ghetto beginnt das wahre Martyrium als er mit seiner Familie nach Auschwitz kommt und als Einziger dort überlebt. Er wird noch mehrere Selektionen, unter anderem von Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch und den Untergang der Cap Arcona überleben. Besonders fasziniert hat mich die Art, wie der Autor über sein Leben schreibt. Zwar aus der Ich-Perspektive, aber fast neutral, berichtartig, schildert er das was erlebt hat. Und gerade dadurch wird es für mich noch emotionaler. Ein tief ergreifendes Buch, das zu einer Pflichtlektüre in Schulen werden sollte um so die Erinnerung wachzuhalten, gerade in Zeiten wie diesen.
Ein Muss für jeden Leser
von skorpion - 22.03.2017
Als ich einige Wochen vor der Veröffentlichung der deutschen Version dieses Buchs erfahren hatte, war ich sehr gespannt. Die Themen Auschwitz und Judenverfolgung waren für mich schon lange interessant. Ich finde, über diese Themen kann man nicht genug reden, schreiben und lesen, besonders jetzt, in der Zeit, in der der Frieden auf der ganzen in solcher großen Gefahr steht. Ich weiß wirklich nicht, was ich in meiner Rezension auf dieses Buch groß schreiben soll. Ich kann nicht über den Stil des Autors sprechen, etwas daran kritisieren, zumal bei der Literatur dieser Art (Erinnerungen der Überlebenden) der Inhalt viel wichtiger ist als stilistische Merkmale und Ausdrucksweise. Ich finde nur, dass ähnliche Bücher öfter in die Lektürenlisten in den Schulen aufgenommen werden sollten, damit die wichtigen Lektionen, die uns die Überlebenden des Holocausts geben, an der jungen Generation nicht vorbeigehen.
Danke an Sam Pivnik, dass er seine Geschichte in diesem Buch erzählt hat.
von Wencke - 19.03.2017
Sam Pivnik wurde als Szlamek Pivnik in Polen geboren. In den ersten 13 Lebensjahren konnte er unbeschwert Kind sein. Seine Kindheit endete abrupt mit seinem 13. Geburtstag, das war genau der Tag, als die Deutschen in Polen einmarschiert sind, es ist Krieg und das Unheil nimmt seinen Lauf. Das war das letzte Mal, dass Sam seinen Geburtstag gefeiert hat. Sam weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sein altes Leben für immer verloren ist. Mit 17 Jahren ist er im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, er weiß, dass er sein Liebstes verloren hat: seine Familie. Er weiß auch, dass er stark sein muss, wenn er am Leben bleiben möchte. Mit seinem sehr ausgeprägten Überlebenswillen schafft er das, was unmöglich scheint, er findet einen Weg, dieses Lager lebend zu verlassen und auch danach muss er weiter um sein Überleben kämpfen. Es ist wirklich unglaublich, wie oft Sam dem Todesengel entkommen ist. Dieses Buch hat mir an so manchen Stellen die Tränen in die Augen getrieben. Denn es ist die wahre Geschichte von Sam Pivnik. Diese sehr klare und verständliche Schreibweise hat mich sehr mitgenommen, es war, als würde Sam gerade jetzt seine Geschichte erzählen. Dieses Buch - die wahre Geschichte von Szlamek Pivnik - hat mich sehr mitgenommen!
Der letzte Überlebende
von Anonym - 18.03.2017
Der Tatsachenroman berichtet über die Entwicklung von dem polnischen Juden Szlamek Pivnik zum Engländer Sam Pivnik. Sams 13. Geburtstag war der Beginn des 2. Weltkrieges und damit änderte sich abrupt sein bisherigen, behütetes Leben. Als Jude war er Verfolgungen ausgesetzt, die ihn und seine Familie bis ins KZ Auschwitz führten. Seine Familie wurde kurz nach der Ankunft vergast und verbrannt, er selbst zum Arbeitsdienst abkommandiert. Es wurde ihm nicht nur alles abgenommen, es gab kaum etwas zu essen und Folterungen, es wurde ihm vor allem die menschliche Würde genommen. Alles wurde vereinheitlich, es gab keine Persönlichkeit mehr. Es schaffte es zu überleben doch damit endet der Bericht noch nicht. Sein weiteres Leben verlief sehr unruhig, Stationen in England und Israel mit Kampfeinsätzen, die ihn nur mit viel Glück überleben ließen folgten bis seine endgültige Heimat London wurde. Ein erschütternder Bericht über die Gräueltaten in Nazideutschland, über die Verfolgung, der Juden immer wieder ausgesetzt wurden. Sam Pivnik hat über sein Leben berichtet, aufgeschrieben hat es jemand anderes. Möglicherweise dadurch ist es sehr sachlich notiert, Emotionen kommen nicht so rüber. Altersbedingt gibt es Lücken in der Lebensgeschichte.
Das darf nicht noch mal passieren
von Kessi67 - 14.03.2017
Der letzte Überlebende von Sam Pivnik ist ein Buch welches über die Gräueltaten des Nationalsozialismus berichtet, die Sam Pivnik am eigenen Leib erfahren musste. Szlamek hat in seinem HeimatortBedzin eine unbeschwerte Kindheit so seine Erinnerungen, es ist ruhig und friedlich und alle kommen miteinander aus. Auch die Ferien hat er in guter Erinnerung und hat es als sorglos und schön empfunden. Seine Eltern sind liebevoll zu ihren Kindern, mit seinen Geschwistern hat er ein Verhältnis wie es so unter Geschwistern eben unter Geschwistern ist.Mit seinem Bruder hat er eine Hassliebe. Doch als Sam 13 Jahre alt ist, hat sein unbeschwertes Leben für ihn und seine Familie ein jehes Ende. Seine Stadt wurde zum Ghetto als die Nazis in Polen einmaschiert sind. Sam verliert durch die Entscheidung der Nazis seine gesamte Familie, darum der letzte Überlebende, und für ihn beginnt ein jahrelanges Martyrium in Konzentrationslagern, bei dem er immer wieder bis aufs Nervenzereißen dem Tod entkommt. Wie grausam muss das für Sam gewesen sein. Dies beschreibt er in seiner Biographie, zu der er sich entschieden hat sie noch im hohen Alter zu schreiben. Es ist schockierend was ein Mensch alles aushalten kann und zu was der Lebenswille fähig ist, denn das ist es was Sam am Leben gehalten hat, er wollte den nächsten Tag erleben, noch einmal ein Stück Brot essen und dann wieder den nächsten Tag, Tag für Tag noch mal erleben. So wie dieses Buch muss schonungslos von der Zeit des Nationalsozialismus erzählt werden, klar und deutlich ohne etwas zu verschönigen , brutal und schonungslos. So etwas darf nie wieder passieren. Meine Meinung: Da Sam Pivnik ohne Umschweife sein Erlebtes mit diesem Buch veröffentlicht hat, wäre ich dafür das es als Schulbuch Pflicht wird es zu lesen. Zu meiner Zeit war es das Buch Nackt unter Wölfen . Die Zeit wird durch die Generationen immer mehr in Vergessenheit geraten und das darf einfach nicht passieren. Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema sehr aktuell. Mir viel es an vielen Stellen wirklich schwer das gelesene zu verarbeiten, da es mir schier unfassbar vorkam wie Menschen anderen Menschen so etwas antun konnten nur weil sie einen anderen Glauben haben und nicht arisch waren. Ein interessantes lehrreiches Buch was ich wirklich nur weiterempfehlen möchte.
Die Geschichte des Sam Pivnik
von Dora - 14.03.2017
In diesem Buch geht es um Sam Pivnik, einem jüdischen Polen, der mit 13 Jahren erleben muss, wie die Deutschen in Polen in einmarschieren und damit seine unbeschwerte Kindheit und Jugend für immer beenden. Sam erzählt aus der Zeit vor dem Krieg, von seiner Familie, die in Bedzin zu Hause ist und von seinem persönlichen Garten Eden, dem Ort, den er jedes Jahr mit seiner Familie in den Ferien besucht. Nach der Besetzung Polens wird das Leben von Sam und seiner Familie immer beschwerlicher, bis sie dann irgendwann außerhalb seiner Heimatstadt in ein Ghetto verfrachtet und schlussendlich nach Auschwitz deportiert werden. Dort wird Sam mit 17 Jahren sofort von seiner Familie getrennt und muss nun versuchen, den Schrecken und Horror, der dort herrscht, irgendwie zu überleben. Wie soll man solch einen Erfahrungsbericht bewerten, wie kann man ein Leben einer 5Sterne Bewertung unterziehen? Natürlich habe ich schon mehrere Bücher über den Holocaust gelesen, aber dieses hier hat mich doch mehr mitgenommen als andere. Schon der Prolog hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Sam Pivnik hatte für seine Geschichte einen Ghostwriter, der das Leben bzw. Überleben relativ und emotionslos beschreibt. Und trotz dieser Emotionslosigkeit läuft es einem ständig kalt den Rücken herunter, wenn man liest, welche Gräueltaten den Gefangenen in den Konzentrationslagern angetan wurden. Immer wieder musste ich mir vor Augen halten, dass das Buch ja tatsächlich die Wahrheit ist und keine fiktive Horrorgeschichte. Auch wenn es solche Bücher schon zuhauf gibt, finde ich es absolut wichtig, solche Erfahrungen immer und immer wieder zu erzählen, damit niemand vergisst, was damals geschehen ist und wie grausam die Menschen sein können. Gerade in der heutigen Zeit Ein Buch, das ich wirklich jedem empfehlen möchte und kann. Ein wenig Bauchschmerzen bereitet mir die Geschichte aber auch und das möchte ich einfach noch loswerden. Als Sam die Schrecken des Krieges überstanden und sich einigermaßen erholt hat, geht er nach Israel um dort der Armee im Kampf gegen Palästina beizutreten. Das ist etwas, was ich noch nie verstanden habe und wohl auch nie verstehen werde. Wie kann man, wenn man solch einen Horror selbst erlebt und überlebt hat; wenn man weiß, wie es ist aus seiner Heimat vertrieben worden zu sein, ebenfalls in den Krieg gegen ein anderes Volk ziehen? Ich möchte keine Diskussion lostreten und auch keinesfalls Sam kritisieren, aber diese Gedanken gingen mir einfach beim Lesen durch den Kopf
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