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Sara lacht...

Eine Erzmutter und ihre Geschichte. Zur Interpretation und Rezeption der Sara-Erzählung. 1. , Aufl.
Buch (kartoniert)
Die Erzmütter - sie schienen bislang neben den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob in der christlichen Theologie ein Schattendasein zu führen. Wenn hier die Figur der Sara, der Frau des Abraham, aus diesem Schatten ins Licht gestellt wird, so ist das … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Sara lacht...

ISBN: 3506701134
EAN: 9783506701138
Eine Erzmutter und ihre Geschichte. Zur Interpretation und Rezeption der Sara-Erzählung.
1. , Aufl.
Herausgegeben von Rainer Kampling
Schoeningh Ferdinand GmbH

1. Juni 2004 - kartoniert - 297 Seiten

Beschreibung

Die Erzmütter - sie schienen bislang neben den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob in der christlichen Theologie ein Schattendasein zu führen. Wenn hier die Figur der Sara, der Frau des Abraham, aus diesem Schatten ins Licht gestellt wird, so ist das mehr als eine Art "Ehrenrettung" durch die Exegese, sondern geradezu ein Blick in ein Stück Geschichte abendländischer Kultur, bzw. - denkt man an die Sara-Rezeption im Dritten Reich - Unkultur.
Bislang wurde Sara, die Stammmutter Israels, die von Gott wundersam Begnadete, die bei der Ankündigung dieser Begnadung unwillkürlich in Lachen ausbricht, vielfach nur als Ehefrau wahrgenommen, aber nicht als eine der - wie neuere exegetische Untersuchungen zeigen - zentralen Figuren der Genesis. In den hier vorgelegten Untersuchungen gewinnt der kulturelle Kontext der Sara-Erzählung (Genesis 18) eine eigene Bedeutung, wird u.a. die Lebenssituation von Frauen im Alten Orient rekonstruiert. Dass dabei der androzentrische Blick auf die Bibel entlarvt und kritisiert wird, versteht sich von selbst. Die unterschiedliche Rezeption der Sarafigur bei Philon von Alexandria, im Neuen Testament und in rabbinischen Texten lässt bereits erkennen, wo die Gründe der abweichenden Wahrnehmung liegen. Die Ausblicke in die spätantike und mittelalterliche Bibelauslegung verdeutlichen die Probleme nochmals. Sie haben sich - wie hier nachgewiesen - auch in der bildenden Kunst niedergeschlagen. Erst in der Neuzeit beginnt sich die Wahrnehmung zu ändern: Sara tritt stärker ins Bewusstsein. Dazu gehört auch - unter negativem Vorzeichen - die Verächtlichmachung des Namens durch die nationalsozialistischen Verbrecher. Aber dieser Schändlichkeit zum Trotz: Sara kann immer mehr als Modell und Identifikation einer erneuerten theologischen Reflexion in Judentum und Christentum gesehen werden.
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