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Die Schlange von Essex

Originaltitel: The Essex Serpent. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 3. Aufl. 2017.
Buch (gebunden)
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London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dor … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Schlange von Essex
Autor/en: Sarah Perry

ISBN: 3847900307
EAN: 9783847900306
Originaltitel: The Essex Serpent.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
3. Aufl. 2017.
Übersetzt von Eva Bonné
Eichborn Verlag

29. September 2017 - gebunden - 492 Seiten

Beschreibung

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.
Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman - noch vor allem anderen - von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt."



Ein wundervoller Roman über das Leben, die Liebe und den Glauben, über Wissenschaft und Religion, Geheimnisse und die komplizierten und unerwarteten Wandlungen des menschlichen Herzens. So gut, dass die Seiten von innen heraus leuchten."
Helen MacDonald



"Wäre der große viktorianische Roman gemeinsam von Charles Dickens und Bram Stoker geschrieben worden, hätte er es wohl vollbracht, Die Schlange von Essex übertreffen zu können? Sarah Perry schreibt sich mit diesem Roman in die Riege der besten zeitgenössischen Autoren Englands."
John Burnside



"Die wunderbarste Protagonistin seit Elizabeth Bennet in Stolz und Vorurteil"
Washington Post



"Einer der unvergesslichsten historischen Romane der letzten zehn Jahre."
Sunday Times



"Sie werden dieses Jahr keinen besseren Roman finden."
Waterstones, Buch des Jahres 2016


Portrait

Sarah Perry wurde 1979 in Essex geboren und lebt heute in Norwich. Ihr Roman Die Schlange von Essex war einer der größten Überraschungserfolge der letzten Jahre in England. Ausgezeichnet als Buch des Jahres 2016 der Buchhandelskette Waterstones, Gewinner des britischen Buchpreises 2017 für den besten Roman sowie für das beste Buch insgesamt. Der Roman war nominiert für den Costa Novel Award, den Dylan Thomas Prize, den Walter Scott, den Baileys und den Wellcome Book Prize.


Pressestimmen

"Wenn Sie Jane Austens Bücher mögen, dann werden Sie auch Sarah Perrys Roman nicht widerstehen können." WDR


"Sarah Perry (...) ist eine ganz besondere Geschichte gelungen, in der Aberglaube wilde Blüten treibt und dich die Liebe, das zarte Pflänzchen, am Ende doch noch gegen alle Widerstände den Weg ins Licht bahnt." Brigitte, 25.10.2017


"Ein Buch über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, niedergeschrieben in schönstmöglicher Art. Jane Austen lässt grüßen." Oberösterreichische Nachrichten, 18.11.2017
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
J.L.
von J.L. - Hugendubel Buchhandlung Greifswald Markt - 11.04.2018
»Herrlich, viktorianischer Schmöker über die doch viel variantenreichere Liebe. Einfühlend und klug erzählt.«
Bewertungen unserer Kunden
Der Schlange Kern
von Goldtime - 26.11.2017
London und Aldwinter/Essex, im Jahr 1893: Cora Seaborne ist eine junge Frau, deren Mann vor Kurzem verstarb. Mit ihrem introvertierten Sohn Francis und dem selbstbewussten Kindermädchen Martha reist Cora nach Essex, um ihre Gedanken zu sortieren. Die zurückhaltende, unscheinbare Witwe entwickelt sich rasch zu einer leidenschaftlichen, naturliebenden Streunerin, die sich nicht um Konventionen schert. Schon immer hat sie sich für Fossilien interessiert, und so interessiert sie sich für den Mythos der Schlange von Essex", einem mythischen Wesen, das dort sein Unwesen treibt und Menschen und Tier angreift. Ein Ertrunkener soll auf ihr Konto gehen, ebenso eine Gruppe schockierter Schulmädchen. Cora wittert ein unbekanntes, urzeitliches Wesen zu finden. Bei ihren Forschungsspaziergängen lernt sie den Pfarrer William Ransome und seine Familie kennen. Trotz aller UNterschiede in ihrer Weltanschauung entsteht zwischen Cora und Will eine unwiderstehliche Faszination... Sarah Perry, geb. 1979 in Essex, stammt aus einer Baptistenfamilie und studierte Creative Writing. Ihr zweiter, vorliegender Roman wurde als Bester Roman 2017 in GB ausgezeichnet. Sarah Perry schreibt außerdem literarische Rezensionen für einige renommierte britische Zeitungen. Die Schlange von Essex ist für mich ein gelungenes Porträt der unterschiedlichen Geistesrichtungen seit Beginn der Neuzeit. Sarah Perrys Figuren repräsentieren Aberglauben (Dorfbewohner), Religiosität (Will), Wissenschaft (Luke und Cora) und den damals neu aufkommenden Konstruktivismus (Cora), den ich persönlich besonders interessant finde. Die Schlange dient als Phänomen, das alle beschäftigt und beeinflusst. Ob es sie nun tatsächlich gibt oder nicht, ist gar nicht so wichtig - spannender ist meiner Meinung nach, was die Menschen daraus machen. Und das ist mal ein übernatürliches Monster, mal ein steinzeitliches Relikt, mal ein bislang unentdecktes Tier, mal eine Fantasiegestalt. Je nach Sichtweise geraten die Figuren ganz schön ins Strudeln - oder marschieren unerschrocken auf Entdeckungstour. Sie geraten ins Diskutieren und Hinterfragen, und entwickeln sich dadurch ein Stückchen weiter... Besonders gut haben mir außerdem die Exkurse in die damals neuartigen medizinischen Methoden wie Hypnose und Herz-OP gefallen. Einen Stern ziehe ich trotzdem ab, weil ich das Buch zwischendurch als etwas langatmig und verworren empfand. Ein paar Handlungsstränge waren für meinen Geschmack überfrachtet und dadurch unglaubwürdig (z.B. Marthas und Charles`Geschichte), dafür traten andere zu sehr auf der Stelle (z.B. Stellas Erkrankung). Zum Glück kamen am Ende alle Fäden dann doch wieder irgendwie zusammen, so dass ich das Ende als einigermaßen abgrundet empfand. Fazit: ein unterhaltsamer und außergewöhnlicher historischer Roman - mit kleinen Kinderkrankheiten einer begabten jungen Autorin! 4 von 5 Sternen
Eine Schlange bringt das Unheil nach Essex
von claudi-1963 - 30.10.2017
Wenn wir der Versuchung widerstehen, dann gewöhnlich deshalb, weil die Versuchung schwach ist und nicht, weil wir stark sind. (François VI. Duc de La Rochefoucauld) London 1893: Die junge Cora Seaborne will mit ihrem Sohn Francis nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben beginnen. Sie freut sich auf ihre neu gewonnene Freiheit, den ihre Ehe mit ihrem Mann Michael war nicht gerade einfach gewesen. Sie hatte nie in diese Gesellschaft Londons gepasst. Darum ist sie auch froh, dass sie ein paar Tage in Aldwinter bei Essex verbringen kann, dort lernt sie auch das Pastorenehepaar Ransome kennen. Auf Anhieb versteht sie sich mit Stella Ransome sehr gut. Doch in Aldwinter geht das Gerücht, um das es von der Schlange von Essex heimgesucht wird. Immer wieder verschwinden Tiere oder werden tot aufgefunden, am Neujahrsmorgen findet man dann noch die Leiche eines jungen Mannes. Für Cora, die die Lehre Darwins liebt, ist sofort klar, dass es bestimmt eine unbekannte Tierart sein würde, die sich ihr irgendwann offenbaren wird. Pfarrer Will Ramsone hingegen glaubt nicht an Legenden und mystische Dingen, er denkt, dass es für das ganze eine einfache Erklärung gibt. So entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere Beziehung, die in Diskussionen, Briefen bis hin zur Liebe führt. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern den Will ist verheiratet und Stella ist dazu noch schwer erkrankt. Trotzdem wird ihre Begegnung ihr Leben verändern. --- Meine Meinung: Etwas Geteiltes ist ein Ding, das zerrissen wurde und gleichzeitig ist es das, was zwei Menschen verbindet. (Auszug aus dem Buch) Dieses literarische Werk spielt zu viktorianischen Zeit Englands, als es viele Nöte in Form von Hunger, Armut und gleichzeitig der Spalt zwischen Arm und Reich immer mehr auseinanderdriftet. Wohnungen in London sind Mangelware oder zu teuer, Legenden werden in den kleinen Orten Englands verbreitet, viele werden durch Aberglaube beherrscht. Die Autorin hat dies alles in ihrem Buch aufgegriffen und in ihrem Roman verarbeitet. Es geht also nicht nur um die Legende eines Meerungeheuers, das es damals wirklich gab, sondern auch um die Lebensumstände zu dieser Zeit. Aber auch der Glauben, die Naturwissenschaft und wie selbst ein Pfarrer an die Grenzen seines Glaubens kommt, wird hier aufgezeigt. Der Schreibstil ist sehr schön, blumig, bildhaft, aber teilweise auch wieder nicht einfach. Dieses Buch kann man nicht einfach nur so zu Unterhaltung lesen und es wird sicher auch nicht jedermanns Geschmack sein. Meiner Ansicht kommt die Autorin nicht an Charles Dickinson heran, da ich seine Bücher sehr schätze. Trotzdem bin ich beeindruckt, wie diese junge Autorin diese damalige Zeit schildert. Vielleicht hätte man das eine oder andere Kapitel etwas abkürzen können und auch das Ende hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Aber allemal ist es ein sehr guter zeitgenössischer Roman, dem ich 4 vom 5 Sterne gebe.
Ein toller Schmöker
von TanyBee - 18.10.2017
Cora Seaborne ist noch eine junge Frau, als ihr Mann im Jahr 1893 stirbt. Sie reist zusammen mit ihrem Sohn Francis und dem Kindermädchen Martha nach Essex, um ihre Gedanken zu sortieren. Cora ist begeistert von den Naturwissenschaften, was damals für Frauen nicht unbedingt schicklich war. Die Leute dort erzählen sich von "Der Schlange von Essex", einem mythischen Wesen, das dort sein Unwesen treiben soll und Menschen und Vieh angreift. Cora hofft darauf, es könnte ein urzeitliches Wesen sein. Bei ihren Nachforschungen lernt sie den Pfarrer William Ransome und seine Familie kennen. Cora und der Pfarrer sind ständig anderer Meinung und doch fasziniert voneinander. Ich lese nicht oft historische Romane, aber "Die Schlange von Essex" mochte ich sehr. Cora ist ihrer Zeit voraus, sie sieht es nicht ein, dass sie als Frau ihre Zeit damit verbringen soll, sich hübsch zu machen, wenn sie sie doch genauso gut ihren Studien widmen könnte. Die Charaktere im Buch ist alle sehr leicht verschroben, genau wie ich es mag. Es kommt auch noch ein Arzt vor, Luke, der seiner Zeit ebenfalls voraus ist und gerne Operationen durchführt, die zu dieser Zeit noch keiner gewagt hat. Luke ist sehr interessant und dabei aber höchst unsympathisch! Und Francis, Coras Sohn, ist auch sehr speziell. Heute würde er wahrscheinlich die Diagnose "Autist" bekommen, aber damals galt er nur als seltsam. Und Martha, die einerseits Cora treu ergeben ist, aber anderseits auch aufmüpfig ist und für die Rechte der Armen kämpft. Das Zusammenspiel dieser ganzen Charaktere macht das Buch so wunderbar. Dazu kommt noch ein leiser, feiner Humor. Und eine ganz poetische Sprache. Besonders schön sind die Briefe, die die Personen sich schreiben. Ich habe mich immer sehr auf die Briefe gefreut. Ganz am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Aber dann hat es mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Ein toller Schmöker! Ich kann es sehr empfehlen, nicht nur an Fans von historischen Romanen.
Tolle Charakter, aber kein Knüller
von Isaopera - 15.10.2017
Ich liebe Romane, die im 19. Jahrhundert spielen und finde dabei besonders die Rolle der Frau sehr interessant. Daher hat mich die Handlung von Die Schlange von Essex sofort angesprochen. Es geht um eine recht junge Frau, die in einer lieblosen Ehe gefangen war und sich nun nach dem Tod ihres Mannes auf einmal in einer autonomen Rolle wiederfindet, in der sie ihren Interessen nachgehen kann. Diese bewegen sich im Bereich der Naturwissenschaften und gemeinsam mit dem Pfarrer einer kleinen Gemeinde versucht Cora, dem Rätsel der Schlange von Essex auf den Grund zu gehen. Das Buch hat einen recht eigenwilligen Stil, der mich insgesamt nicht wirklich begeistern konnte. Sehr gut fand ich die Briefe, die am Anfang eines Abschnitts standen und oft einen herrlichen Humor hatten. Die tollen Charaktere sind es, die für mich dieses Buch auszeichnen. Cora ist mir sehr sympathisch, ebenso einige männliche Charaktere. Coras Sohn Francis ist sehr speziell und seine Rolle scheint mal an Bedeutung zu gewinnen, dann aber auch zu verlieren, gerade, wie es der Autorin aktuell passt. Das hat mich ein wenig gestört, denn an sich ist Francis ein sehr raumfordernder Charakter. Einige Figuren haben einen tollen Humor, insgesamt musste ich bei diesem Buch oft schmunzeln, es hat mich aber auch berührt. Problematisch fand ich, dass mich der Erzählstil und auch die Handlung um die Schlange nie ganz abholen konnten und ich zwar Interesse, aber keinen richtigen Lesespaß empfunden habe. Es hat mich einfach nicht richtig gepackt. Ein schöner Roman, gesellschaftskritisch, originell, aber für mich kein Highlight, da er mich nicht komplett erreichen konnte. 3,5 Sterne von mir!
Eigenwillig
von Tiana - 14.10.2017
Die Schlange von Essex ist wohl eines der eigenwilligsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Für mich eines der Bücher, die man entweder lieben oder hassen kann - bei mir trifft ersteres zu. Cover und Buchbeschreibung lassen zunächst einen normalen historischen Roman erwarten, doch dieses Buch ist so eigensinnig, dass es sich nicht einfach so in ein Genre stecken lässt. Um zum Inhalt ein paar Worte zu verlieren: Cora verliert ihren Ehemann, den sie jedoch kaum betrauert, da die Ehe der beiden alles andere als glücklich war. Ein Freund der Familie rät ihr einen Besuch bei Pfarrer William Ransome an, der außerhalb Londons auf dem Land lebt. Kaum trifft Cora in Aldwinter ein, passieren mysteriöse Dinge und alle vermuten ein Ungeheuer im Blackwater - die Schlange von Essex. Cora freundet sich mit Will und dessen Frau Stella an. Zwischen den beiden entbrennen lebhafte Diskussionen über Religion, Wissenschaft und das Leben an sich. Es gibt durchaus noch andere wichtige Charaktere im Buch, für mich drehte sich der Hauptteil der Geschichte aber um Cora und Will. Das Buch hat bei mir mit seinem eigenwilligen Stil sehr deutlich gepunktet, die Verwirrung und Sorge der Dorfbewohner ist fast greifbar. Sehr gut gefällt mir, dass der Text immer wieder durch die Briefe der Hauptpersonen aneinander aufgelockert und bereichert wird. Das Buch nimmt immer wieder unterschiedliche Perspektiven ein, so dass man die Beweggründe der handelnden Personen meist sehr gut nachvollziehen kann. Die Auflösung der Geschichte finde ich sehr gut gewählt - leider kann ich dazu nicht mehr sagen, ohne zu spoilern. Insgesamt war dies ein Buch, welches aus der Rolle fällt und damit genau meinen Geschmack getroffen hat!
Zu gewollt
von Sursulapitschi - 12.10.2017
Selten langen eine Buchbeschreibung und mein Eindruck von einem Buch so weit auseinander. "Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman - noch vor allem anderen - von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt." Das ist charmant formuliert. Ja, dieses Buch erzählt anmutig. Sehr hübsch taucht man ein ins viktorianische England und freut sich über wunderbare Beschreibungen. Allerdings wird man in der ersten Hälfte des Buches das Gefühl nicht los, wir haben wirklich viel Ambiente, nettes, ja, aber eigentlich kaum Handlung. Vorrangig tändelt die frisch verwitwete Cora mit dem verheirateten Pastor, dessen elfengleiche Ehefrau zum Glück schon hustet. Das Thema "Liebe, die nicht sein darf" ist natürlich immer dramatisch, nur ist hier von Tragik nichts zu spüren. Was man hier liest ist eher neckisches Geplänkel, das durch diverse Nebenschauplätze ein wenig verschleiert wird. Zunächst mal ist da der Mythos von einem geheimnisvollen Seeungeheuer, das in der Nähe der Ortschaft Aldswinter umgehen soll. Cora, unkonventionell und wissenschaftlich interessiert, möchte dieses Geheimnis lüften. Allerdings belaufen sich ihre Recherchen auf diverse Spaziergänge, bei denen sie zufällig den attraktiven Pastor trifft. Ihre Freundin Martha betreut Coras verhaltensauffälligen Sohn, engagiert sich aber nebenher für soziale Belange. Die Wohnverhältnisse der Arbeiterfamilien Londons sind desaströs. Stets zur Stelle ist Luke, ein begnadeter Chirurg aus London, dessen Äußeres leider nicht zu seinem Genie passt und sein Kollege Spencer, der, reich, attraktiv und herzensgut, beruflich in Lukes Schatten steht. Das Personal ist wirklich auffallend originell, was manch einen freuen mag, mir war es deutlich zu gewollt. Dazu kommen noch jede Menge Wirrungen, die mir auch zu bemüht sind. Luke liebt Cora, Cora liebt den Pastor, der Pastor kann nicht glauben, dass er Cora liebt, wo doch Stella so wunderbar ist, Spencer liebt Marta und Marta kümmert sich um Luke und Edward. Das ist dann wohl "Liebe und die unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt". Dieses Buch hat mich sehr geärgert, obwohl es wirklich hübsch erzählt ist. Mir war die Dramaturgie zu durchsichtig, die Figuren so gewollt individuell, dass sie letztendlich doch nur Klischees sind. Und die Vielfalt der aufgeworfenen Themen bietet natürlich einen Querschnitt von Problemen im viktorianischen England, werden aber an keiner Stelle so vertieft, dass es den Leser mitnimmt. Dazu hätte das Buch wohl den doppelten Umfang haben müssen.
KUNSTVOLLE ERZÄHLUNG ÜBER DIE UNTERSCHIEDLICHEN GESTALTEN DER LIEBE
von pizza - 04.10.2017
Nach dem Tod ihres Mannes kehrt die intelligente und neugierige junge Witwe Cora Seaborne ihrem eingeschränkten und langweiligen Leben in London den Rücken zu und begibt sich in Begleitung ihres elfjährigen Sohnes und seines Kindermädchens nach Essex an die Küste. Als sie dort von Gerüchten einer mythischen Schlange erfährt, ist ihr Interesse geweckt - während die Dorfbewohner in Angst und Schrecken sind, reizt sie der Gedanke, eine neue Spezies entdecken. Außerdem macht sie Bekanntschaft mit William Ransome, dem Pfarrer von Aldwinter. Während Cora glaubt oder gar hofft, dass die Schlange von Essex real ist, bringt Will der gottlose Aberglaube des Dorfes fast zur Verzweiflung. Trotz ihrer komplett unterschiedlichen Persönlichkeiten und ihren gegensätzlichen Ansicht, verbindet Cora und Will jedoch eine starke Anziehungskraft. Die Schlange von Essex hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist ein wunderschön geschriebenes Werk aus dem Genre der Historical Fiction, angelegt im viktorianischen England der 1890er Jahre. Seine größte Stärke sind die sehr unterschiedlichen, interessanten Figuren - allen voran die unkonventionelle Protagonistin Cora. Sie alle stellen zusammen ein außergewöhnliches Ensemble dar, mit je ganz eigenen Eigenschaften, Macken und Verschrobenheiten. Und diese stehen letztendlich auch im Zentrum des Romans. Die Handlung selbst hätte jedoch um einiges straffer sein können, an manchen Stellen hat Perry durch die ausschweifenden Nebenstränge der Geschichte leider meine Aufmerksamkeit und meinen emotionalen Bezug zu den Figuren und dem Plot verloren. Nichtsdestotrotz war Die Schlange von Essex eine spannende, interessante Lektüre - da sie meiner Meinung nach auch mal mutig neue Wege abseits von narrativen Klischees beschreitet, ein authentisches und atmosphärisches (manchmal gespenstisches) Setting hat und in wunderschöner Prosa geschrieben ist, die mich immer wieder dazu animierte, das Lesen zu verlangsamen und die Sprache und den Schreibstil zu genießen. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der nicht unbedingt viel rasante Action erwartet, dafür aber an Figuren interessiert ist, die den Plot v.a. durch intelligente und einfühlsame Gespräche, Charaktere, Emotionen und Beziehungen voranbringen. Für mich verdient das Buch 4 von 5 Sternen, da es ein sehr anregendes Lesevergnügen war und die Figuren allesamt so interessant waren, so dass mich die sich entfaltenden Beziehungskonstellationen immer weiter zum Lesen getrieben haben, die Geschichte mich jedoch durch manche Längen und Nebengeschichten nicht komplett überzeugen und mitreißen konnte.
Ungewöhnlich Lektüre mit außergewöhnlich interessanten Charakteren
von Tara - 03.10.2017
"Die Schlange von Essex" von der Autorin Sarah Perry ist ein ungewöhnlicher Roman über das viktorianische England im 19. Jahrhundert. Die Naturwissenschaftlerin Cora Seaborne begibt sich nach dem Tod ihres Mannes gemeinsam mit ihrem Sohn aus London nach Aldwinter an die Küste. Cora mußte jahrelang unter ihrem Mann leiden, der ihr das Gefühl gab, dass sie als Frau schwach und unzulänglich ist. Das alles will Cora nun hinter sich lassen und erkundet ausgiebig die neue Landschaft. Gerüchteweise hört sie von der Schlange von Essex und begibt sich neugierig auf die Suche. Dabei trifft sie auf den Pfarrer William Ransome, den sie schon aus Briefen kannte und eine vollkommen andere Vorstellung hatte, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden und sie nähern sich an¿. Cora ist eine ungewöhnliche Frau. Nach der "Befreiung" von ihrem Mann lässt sie alles hinter sich und beginnt ein neues und unangepasstes Leben. Sie wirkt dabei ausgesprochen sympathisch und authentisch. Sie ist wissenshungrig und kann nicht nachvollziehen, dass dem Pfarrer - ein gebildeter Mann - die kleine Gemeinde genug ist. Die Gespräche zwischen den beiden sind einfach erfrischend. Obwohl sie oft vollkommen gegensätzlich Ansichten haben, spürt man beim Lesen die Anziehungskraft zwischen den beiden. Die Charaktere werden in einer ungewöhnlichen Tiefe beschrieben. Ursprünglich hatte ich den Schwerpunkt des Buches mehr bei der Wissenschaft und der Religion gesehen. Aber mir scheint, die Autorin hat viel mehr Wert auf die Charaktere und deren Entwicklung gelegt und die Handlung ist dabei ein wenig in den Hintergrund gerückt. Es war ein Mix aus Freundschaft, Liebe, Religion, Wissenschaft und Geheimnissen, den ich einfach unglaublich fesselnd fand. Die viktorianische Zeit wird dabei von einer eher unbekannten aber lohnens- und lesenswerten Seite beschrieben. Abschließend kann ich sagen, komplett anders als erwartet, aber durch unerwartete Wendungen und dank einer wundervollen Protagonistin tolle Unterhaltung.
Berauschend gut!
von blaues-herzblatt - 03.10.2017
Cora Seaborne ist endlich frei, um das richtig zu spüren reist sie nach Essex an die Küste und stößt dort auf einige Ungereimtheiten. Die Bewohner fürchten sich vor einem Seeungeheuer und der Pfarrer ist nicht so wie erwartet. Eine Geschichte über die Wahrheit und Unwahrheit, aber vor allem über die Liebe in all ihren Facetten. Bereits beim Lesen der Leseprobe habe ich mich in das Buch verliebt und diese Verliebtheit hat sich beim Weiterlesen zu einer echten Liebe entwickelt. Das Buch hat als großes Thema die Liebe, kommt angenehmer Weise aber völlig ohne kitschige Situationen aus, sondern schildert das Leben vieler Menschen auf eine präzise Art und Weise. Besonders fasziniert hat mich der Schreibstil, der viele Bilder enthielt (vor allem was Natur anging) und gleichzeitig fließend und mitziehend auf mich wirkte, ohne eine dramatische Wortwahl zu brauchen. Herrlich unaufgeregt. Ein weiterer Pluspunkt war für mich die Art und Weise, wie Sarah Perry die historische Zeit im Buch verarbeitet hat. Ich bin kein großer Fan von Historienschinken, da dort die Zeit meist stark abgegrenzt und betont wird, sodass gefühlt immer etwas zwischen mir und dem Buch steht. Bei diesem Buch (das im 17 Jahrhundert spielt) war das glücklicherweise nicht der Fall. Die historische Zeit war nicht so vehement in den Vordergrund gezerrt und spielte in jedem Satz eine Rolle, sondern blieb sanft im Hintergrund. Die Figuren des Buches wirkten auf mich alle sehr tiefgreifend und in ihren Handlungen sehr menschlich. Die Charaktere hatten Ecken und Kanten, die gut beleuchtet wurden, so dass sich die Story echt angefüllt hat. Und auch die enthaltenen Briefwechsel zwischen den Figuren haben zu einer ganz besonderen Mischung beigetragen. Da ist Liebe und der Zwist zwischen Aufklärung und Glaube, da sind Briefwechsel und ein ganz bestimmtes Jahrhundert, all das schließt sich für mich sehr schlüssig zu einem wunderbaren Roman zusammen und eben einer ganz besonderen Mischung. Eine Empfehlung von Herzen ;)
Zwischen Vernunft und Aberglaube
von c_awards_ya_sin - 03.10.2017
Wir befinden uns im viktorianischen London. Eine Zeit in der wissenschaftliche Neugier und Erfolge auf die Skepsis der Kirche trifft. Cora Seaborne ist jung verwitwet und freut sich ihrer neuen Freiheit. So packt sie ihre Anstandsdame und Freundin Martha und ihren autistischen Sohn Francis um an den Küsten von Essex Fossilien zu suchen - den Platz im Museum schon vor Augen. Durch gute Freunde wird ihr ein örtlicher Pfarrer empfohlen, der ihr die Gegend und die Sage um die Schlange von Essex näher bringen könnte. Natürlich ist Cora da skeptisch, ein alter, rückständiger Pfaffe mit verbitterter Frau und frömmelnden Kindern ist nicht das was sie sich vorgestellt hat. Doch es kommt anders! Will ist im Glauben verankert, doch offen für die neuen Entdeckungen. Eine Freundschaft mit Irrungen und Wirrungen entsteht und Cora findet mehr als ein zum Leben erwachtes Volksmärchen. Die Geschichte kommt ohne großes Getöse daher, erzählt von den Menschen die sie betrifft ohne je langatmig oder gar langweilig zu sein in einer Sprache, die mir sehr gefallen hat. Mal poetisch - bei den Briefen der Erwachsenen - mal rasant - wenn die Kinder am Blackwater ihre Abenteuer erleben. Ein wahres Vergnügen, nicht nur im Leseherbst!
Anders als erwartet
von Lesemama - 01.10.2017
Bewertet mit 3 Sternen Zuerst einmal, ich durfte diese Buch im Rahmen einer Leserunde lesen. Von der Leseprobe und dem Klappentext unheimlich angetan, machte ich mich voller Freude an die Lektüre des Romans und wurde gleich von meiner Leseerwartung runtergeschraubt. Ich hatte unglaubliche Schwierigkeiten überhaupt in die Geschichte einzufinden, hatte mit den vielen Personen meine Probleme und auch die Story selber konnte mich nicht überzeugen. Mit dem zweiten Abschnitt wurde es ein bisschen besser, auch die Spannung stieg an und ich wollte unbedingt erfahren wie es mit Cora, Martha und Francis weitergeht im Essex, genauer Aldwinter. Dort lernte sie den Pastor Will und seine Frau Stella kennen und lieben. Und da waren wir auch bei meinem größten Problem. Irgendwie kam die Story nie so richtig in Fluss, mir fehlte der tote Faden und durch den ständigen Perspektivwechsel bzw. die ständig wechselnden Protagonisten, die die Geschichte erzählten kam bei mir keine Leselust auf. Ich las verschiedene Stellen zweimal und hatte trotzdem oft das Gefühl, das wichtigste geht an mir vorüber und ich habe es einfach nicht verstanden. Vielleicht war es in meinem Fall die Leserunde mit einem Abschnitt pro Woche, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, aber wahrscheinlich hätte ich das Buch auch nicht besser verstanden, wenn ich es in einem Rutsch gelesen hätte. Ich fand den Schreibstil schon besonders schön, es wurde ganz toll mit den Worten gespielt. Was mit besonders gut gefiel, waren die Briefe zwischen den Charakteren die sehr informativ und unterhaltend waren. Im großen und ganzen ein besonderes Buch, welches mich entweder zur falschen Zeit erreicht hat, oder ich tatsächlich nicht verstanden habe. Ich möchte mich trotzdem herzlich beim Bastei-Lübeck Verlag für das Leseexemplar und die Leserunde bedanken. Schade, dass mich das Buch nicht erreichen konnte.
Anders als erwartet
von leseratte1310 - 30.09.2017
Cora Seaborne ist noch sehr jung, als sie den älteren Michael heiratet. Er hat bestimmte Vorstellungen von seiner Ehefrau und will Cora nach seinen Wünschen formen. "Wäre das nicht etwas -ich breche dich und heile deine Wunden mit Gold." Nachdem er verstorben ist, fühlt sich Cora frei, das zu tun, was ihr beliebt. Sie reist nach Essex und streift dort durch die Gegend, immer auf der Suche nach besonderen Funden. Die Bewohner der Gegend haben Angst vor einer geflügelten Seeschlange und alles Schlimme und Unerklärliche, was geschieht, wird vermeintlich von diesem Ungeheuer verursacht. Durch Bekannte lernt Cora den Pfarrer William Ransome und seine Familie kennen. Während Cora als Anhängerin Darwins alles mehr aus dem wissenschaftlichen Aspekt betrachtet, beruft sich Will auf seinen Glauben an Gott. Dieses Buch wurde ausgezeichnet mit dem Britischen Buchpreis 2017 für den besten Roman des Jahres. Obwohl mich der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin mit den vielen Bildern durchaus begeistert hat und ich dieses Buch mag, kann ich dennoch nicht in solche Begeisterungsstürme ausbrechen. Einiges finde ich ein wenig langatmig dargestellt, so dass ich immer wieder auch einmal schwer tat mit dem Lesen. Alle Charaktere von Cora angefangen sind sehr eigenwillig, aber auch sehr menschlich. Nachdem ihr Mann ihr nicht mehr handgreiflich klar machen kann, wie sie zu leben hat, tut sie das, wozu sie Lust hat, ohne auf das Gerede der Leute zu achten. Obwohl sie ihren verschlossenen und eigenartigen Sohn liebt, lässt sie ihn machen und hält Distanz. Ohne das Kindermädchen Martha, das auch eine gute Freundin für Cora ist, hätte Cora das alles wahrscheinlich nicht ertragen. Aber auch Will ist nicht der typische Pfarrer. Er ist eine liebevoller Vater und Ehemann und hat auch einige Marotten. Cora hat es ihm angetan und sie kommen sich immer näher. Daneben gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer Personen, die ihre Eigenheiten haben und oft sogar etwas schrullig sind. Der Roman spielt in einer Zeit, als die Industrialisierung auch das Elend der Menschen in den Städten verstärkt. Martha kämpft gegen Standesunterschiede und dafür, dass es diesen Menschen in London besser geht. Obwohl der Disput "wissenschaftliche Erkenntnis gegen die Glaubenslehre der Kirche" eine wichtige Rolle spielt, geht es auch um Beziehungen und die Liebe. Aber es gibt kein Liebesgeplänkel und kein romantisches Getue. Auch das Ende finde ich sehr passend. Ein schöner historischer Roman, der aber so ganz anders war, als ich aufgrund des Klappentextes erwartet hatte. Anders als der Titel des Buches denken lässt, nimmt die Schlange auch nur eine Nebenrolle ein. Es ist garantiert kein Buch, dass man mal so eben herunterliest. Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen.
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