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Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

Roman.
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FREIBURG-ISTANBUL UND ZURÜCK
Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
Autor/en: Selim Özdogan

ISBN: 3709972388
EAN: 9783709972380
Roman.
Haymon Verlag

12. Februar 2016 - gebunden - 245 Seiten

Beschreibung

FREIBURG-ISTANBUL UND ZURÜCK
Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach ISTANBUL.

ÜBER DAS LEBEN ZWISCHEN ZWEI KULTUREN
Auf der Suche nach seiner Identität, der verlorenen Liebe und guter Schokolade beginnt für Krishna in der Türkei eine unvergessliche Reise. Neugierig auf das Leben und stets leicht zu begeistern taucht er in das turbulente und PULSIERENDE LEBEN DER GROSSSTADT ein. Über seine Wurzeln weiß er ein halbes Jahr später zwar immer noch nicht mehr, dafür aber eine ganze Menge über die Türken und die Deutschen, über Erdogan und den Gezi-Park, über Moscheen und Starbucks, darüber, wie man mithilfe von Gebets-Apps zum guten Moslem und mithilfe des richtigen Haarschnitts zum Islamisten wird.

PROVOKANT, SCHARFSINNIG UND WITZIG
FASZINIEREND SPIELERISCH, BERÜHREND UND HERRLICH POLITISCH UNKORREKT ERZÄHLT SELIM ÖZDOGAN VOM LEBEN ZWISCHEN ZWEI WELTEN. In leichtem Ton bringt er dem Leser den Alltag in Istanbul aus zugleich deutscher und türkischer Sicht näher, schildert provokant, scharfsinnig und witzig die vermeintlichen Eigenheiten der Deutschen, der Türken und all derjenigen, die zwischen den Kulturen leben. Ein grandios kluger und grandios komischer Roman über die Menschen mit ihren Sehnsüchten, ihren Vorstellungen und Vorurteilen, ihren Konflikten und Leidenschaften. Ein Roman über das Leben selbst.

"Özdogan versteht es, in unterschiedlichste Welten zu entführen, ohne dabei jemals unglaubwürdig zu wirken."
APA, Wolfgang Huber-Lang

LESERSTIMMEN:Ein entlarvender und köstlich unterhaltsamer Blick auf Deutschland und die Türkei urkomisch, berührend und treffend beobachtet

ALLE BÜCHER VON SELIM ÖZDOGAN ERSCHIENEN BEI HAYMON:
- Der Klang der Blicke
- DZ
- Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

Portrait

Selim Özdogan, Sohn türkischer Eltern, ist 1971 in Köln geboren, wo er heute noch lebt. Seit seinem Debüt "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist" hat er zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, zuletzt bei Haymon "Der Klang der Blicke". Geschichten (2012) und "DZ". Roman (2013). Die Idee zu seinem neuen Roman "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete" entstand während eines halbjährigen Schreibaufenthalts in Istanbul.www.selimoezdogan.deDie Internetseite zum Roman: www.heimatzurmiete.bizKrishna Mustafa auf Twitter: twitter.com/wiesoheimat

Pressestimmen

"Selim Özdogan ist mit 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ein Roman gelungen, der die Fragen nach Identität und kultureller Differenz ernst nimmt, indem er darüber kluge Witze macht." Carsten Otte, SWR 2 "vielstimmiger Beitrag zur Kulturenverständigung" Der Standard, Roman Gerold "Kurzweiligkeit, Einfallsreichtum und Komik machen die Lektüre dieses Romans zum Dauervergnügen ... Würden alle dem Thema Interkulturalität so entspannt begegnen wie Selim Özdogan, hätten wir viele Probleme gelöst." Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' bietet überaus unterhaltsame Lektüre, die so manches über Istanbuler Lebensgefühl erzählt ...Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' APA, Wolfgang Huber-Lang "Unterhaltsame Lektüre, die so manches über das Istanbuler Lebensgefühl erzählt. Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt." Luzerner Zeitung, Arno Renggli "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist eine höchst vergnügliche Lektüre und eine ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit Identität, Heimat sowie nationalen und kulturellen Klischees." WOZ, Silvia Süess "Selim Özdogan beschreibt, wie facettenreich Identität sein kann." Nordwest Radio, Marike Deitschun "hinreißend komisch" Kölner-Stadtanzeiger, Emmanuel van Stein "Selim Özdogan ist eine Satire auf deutsche und türkische Klischees gelungen" SWR, Werner Witt "Ernst und lustig, klug und naiv, poetisch und gewitzt skizziert der 44-jährige Wahlkölner den Weg eines jungen Mannes, der zwischen Integration, Reisepässen und Wurzeln immer wieder politisiert wird." Kieler Nachrichten, Alev Dogan "Witzig und klug räumt Selim Özdogan in seinem Buch mit kulturellen Verallgemeinerungen und Vorurteilen auf." Domradio, Johannes Schröer "Ein amüsantes Wechselspiel zwischen Deutschland und der Türkei. Räumt mit einigen Vorurteilen und Verallgemeinerungen mal ordentlich auf." Buchkultur, Jorghi Poll "ein unwahrscheinlich lustiges Buch. So lustig, dass man es ernst nehmen muss." Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner "Selim Özdogan erzählt erfrischend frech" Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer "Selim Özdogan ist mit 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ein Roman gelungen, der die Fragen nach Identität und kultureller Differenz ernst nimmt, indem er darüber kluge Witze macht." Carsten Otte, SWR 2 "vielstimmiger Beitrag zur Kulturenverständigung" Der Standard, Roman Gerold "Kurzweiligkeit, Einfallsreichtum und Komik machen die Lektüre dieses Romans zum Dauervergnügen ... Würden alle dem Thema Interkulturalität so entspannt begegnen wie Selim Özdogan, hätten wir viele Probleme gelöst." Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' bietet überaus unterhaltsame Lektüre, die so manches über Istanbuler Lebensgefühl erzählt ...Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' APA, Wolfgang Huber-Lang "Unterhaltsame Lektüre, die so manches über das Istanbuler Lebensgefühl erzählt. Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt." Luzerner Zeitung, Arno Renggli "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist eine höchst vergnügliche Lektüre und eine ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit Identität, Heimat sowie nationalen und kulturellen Klischees." WOZ, Silvia Süess "Selim Özdogan beschreibt, wie facettenreich Identität sein kann." Nordwest Radio, Marike Deitschun "hinreißend komisch" Kölner-Stadtanzeiger, Emmanuel van Stein "Selim Özdogan ist eine Satire auf deutsche und türkische Klischees gelungen" SWR, Werner Witt "Selim Özdogans Roman 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist klug und unterhaltsam." Badische Zeitung, Heidi Ossenberg "Ernst und lustig, klug und naiv, poetisch und gewitzt skizziert der 44-jährige Wahlkölner den Weg eines jungen Mannes, der zwischen Integration, Reisepässen und Wurzeln immer wieder politisiert wird." Kieler Nachrichten, Alev Dogan "Witzig und klug räumt Selim Özdogan in seinem Buch mit kulturellen Verallgemeinerungen und Vorurteilen auf." Domradio, Johannes Schröer "Ein amüsantes Wechselspiel zwischen Deutschland und der Türkei. Räumt mit einigen Vorurteilen und Verallgemeinerungen mal ordentlich auf." Buchkultur, Jorghi Poll "ein unwahrscheinlich lustiges Buch. So lustig, dass man es ernst nehmen muss." Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner "Selim Özdogan erzählt erfrischend frech" Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer
Bewertungen unserer Kunden
Krishna Mustafas Reise zu sich selbst
von jenvo82 - 12.06.2016
Krishna Mustafa ist geborener Türke, lebt aber als Scheidungskind seit seinem 6. Lebensjahr in Deutschland. Seine Mutter, eine Deutsche hat die Lebensweise seines türkischen Vaters nicht länger ertragen und ist damals in ihre Heimat zurückgekehrt. Doch nun ist Krishna 24 und seine Freundin Laura hat ihn vor die Tür gesetzt, weil er angeblich seine Identität noch längst nicht gefunden hat. Also begibt sich der junge Mann auf Spurensuche in sein Geburtsland, um die Bedenken ein für allemal auszuräumen. Doch seine wahre Identität kann er nicht finden, denn er lebt nicht nur zwischen zwei Welten, sondern hat in erster Linie ganz eigene Vorstellungen von seinem Leben und die sind weder typisch Deutsch noch typisch Türkisch. Auf dieses Buch bin ich vor allem wegen seines kreativen Titels sowie seiner Aktualität aufmerksam geworden. Und beide Aspekte werden im vorliegenden Roman bedacht und mittels humorvoller Situationskomik geschildert. So befasst sich nicht nur der leicht orientierungslose Hauptprotagonist mit seinen Wurzeln, sondern auch der neugierige Leser gewinnt tiefe Einblicke in das Denken eines Ausländers . Schon bald wird klar, dass die manifestierten Unterschiede zwischen den Kulturen anscheinend nur Vorurteile sind, die sich konkret gar nicht belegen lassen. Und außerdem gibt es in beiden Ländern Missstände und fortschrittliches Denken, hier und dort werden zwar klare Abgrenzungen sichtbar, die sich im alltäglichen Leben auch deutlich zeigen, doch sie sind eher menschlicher Natur, denn landesspezifischer Art. Und so schafft Selim Özdogan einen ehrlichen Abriss über zwei Kulturen, die sich nicht immer verstehen, aber durchaus miteinander verbinden lassen, indem der Einzelne einfach ein Leben führt, welches nur den eigenen Ansprüchen genügt und nicht den gesellschaftlichen Anforderungen. In 30 kurzen Kapiteln reiht sich eine Anekdote an die nächste und doch ergibt sich daraus ein zusammenhängendes Bild und ein abwechslungsreicher, innovativer Gesellschaftsroman. "Für die Türken ist der Türke etwas anderes, als er für die Deutschen ist. Und für die Deutschen ist der Deutsche etwas anderes, als er für die Türken ist." Fazit: Ein poetischer, teils philosophischer Roman, der immer mit einem Augenzwinkern aufwartet und den man getrost weiterempfehlen kann, an Leser die sich nicht sklavisch an Dogmen und völkischer Überheblichkeit orientieren. Ein wirklich andersartiger Unterhaltungsroman, der für mehr Offenheit und Zugeständnisse plädiert. Die Umsetzung hat mir gut gefallen.
Heimat
von Andreas Simon - 04.06.2016
Krishna Mustafa hat eine deutsche Hippie Mutter, einen türkischen Vater und aus diesem Grund ein Problem mit seiner Identität, zumindest meint das die Frau, die ihn verlassen hat. Ratlos zieht es ihn nach Istanbul. Er will, so vermittelt es mir das gelungene Buchcover, vom Halbmond aus in die Ferne blicken, um sich selbst nahe zu kommen. Krishna, dieser von Geburt an zwischen die Kulturen geratene Schelm streunt ziellos durch die Stadt seines Vaters und stößt die Heimat zu seiner inneren Heimat auf. In etwa so kann man Selim Özdogans neuen Roman beschreiben. Manchmal habe ich mich während des Lesens gefragt, wie viel von dem Autoren Özdogan in diesem immer und alles beobachtenden Krishna Mustafa steckt, der einfach nichts ernst nehmen kann. Schon gar nicht die Liebe. Wahrscheinlich weniger, wie der Leser glaubt, aber immer noch genug, um mit reichlich Tiefenschärfe das literarische Fallbeil auf deutsche Biojünger und einen türkischen Präsidenten niedersausen lässt, wie man(n) Machohafter kaum sein kann. Selim Özdogan schreibt voller bissiger Ironie, im Plauderton eines geborenen Leichtfußes, wunderbar lakonisch und stilsicher. Allerdings mit einem Hang zum Abschweifen. Fraglos ist in dem Buch nicht jede Pointe ein Treffer, bisweilen ist die Geschichte einfach inhaltlich belanglos, aber was trifft, dass haut einen aus den Socken und sorgt für Lachfalten im Gesicht des Lesers. Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans ist das der Fall. Fein, die Geschichte mit dem angeblichen Terroristen, den Seitenhieben auf Spießertum und glücklose Sinnsuche. Und Überhaupt: Was ist schon eine Demonstration im Gezi Park gegen ein Flirt mit dem Schicksal? Alles in allem ein gelungenes Buch!
Moderner Schelmenroman
von Amena - 09.05.2016
Krishna Mustafa - schon der Name ist Programm. Als Sohn einer deutschen Hippie-Mutter und eines türkischen Vaters, in Deutschland mit Bio und Waldorf-Sozialisation groß geworden, lebt er ziellos und offensichtlich problemlos in den Tag hinein. Bis seine Freundin Laura der Meinung ist, dass er seine Identität noch nicht gefunden habe und ihn deswegen verlässt. Krishna war sich dieser "fehlenden" Identität bisher wohl nicht bewusst, zumindest hat er nicht darunter gelitten. Nun macht er sich aber auf den Weg, tauscht mit seinem Cousin Emre das WG-Zimmer in Freiburg gegen eins in Istanbul. Dort stolpert er ziemlich ahnungslos und planlos durch die verschlungenen Wege der Stadt, verläuft sich und kommt auf vielen Umwegen irgendwo an, verpasst ständig seinen Vater, den er dort treffen will, da er trotz Stadtplan-App das richtige Starbuck-Café nicht findet. Trotz - oder wegen? - seiner Naivität gelangt Krishna zu klugen Erkenntnissen, wie z.B. über Touristen (,,Touristen wollen ja im Urlaub meistens dasselbe machen, was sie zu Hause machen, nur mehr davon. Sie wollen mehr trinken, mehr feiern, mehr fernsehen, mehr essen, mehr Sex haben und mehr nichts tun."S. 35). Seine kindliche Gutgläubigkeit lässt ihn bei einem Chat-Interview mit mehr oder weniger subtilen Fragen dann auch ziemlich ins Messer laufen, sodass er am Ende nichts ahnend als Gotteskrieger dasteht. Parallel dazu erzählt ihm sein Cousin Emre über Skype, was ihn an deutschen Gegebenheiten verwundert, z.B. die Parallelen und Unterschiede von Kirchensteuern und GEZ-Gebühren. Die Sprache ist farbig und bilderreich, hin und wieder auch sehr einfach und umgangssprachlich, auf jeden Fall aber abwechslungsreich. Die Kapitelüberschriften sind ausführliche, manchmal aber auch rätselhafte Hinweise auf das Kommende. Immer wieder schweift Krishna weit ab von dem, was er eigentlich gerade erzählen wollte Das ist oft amüsant, manchmal aber auch etwas verwirrend. Am Ende hat Krishna Mustafa zwar seine Identität immer noch nicht gefunden, dafür aber viel über die Türkei und Deutschland erfahren und so manch Skurriles erlebt. Das Buch liest sich wie ein moderner Schelmenroman: ausschweifend, unterhaltsam, witzig.
Witziger Titel
von Inge H. - 06.03.2016
Selim Özdogan war mir schon ein Begriff, gleich als ich seinen Namen las, erinnerte ich mich an seinen Roman Heimstraße 52, der mir besonders gut gefiel. So hatte ich schon einige Erwartungen auf diesen Roman,Wieso Heimat, ich wohne zur Miete Leider brauchte ich bei diesem aber etwas, bis ich Zugang zu diesem Roma hatte. Das liegt vielleicht an der Art des Protoganisten Krishna Mustafa. Er ist mir in allem viel zu naiv, auch wenn er keinen Fernseher besitzt, aber als Student bekommt man doch eigentlich doch ganz nebenbei so einiges vom Weltgeschehen mit. So kam er bei mir oft etwas weltfremd rüber. Er ist der Sohn eines Türken und einer hippigen deutschen Mutter. Seine Freundin ist mit ihm unzufrieden, er soll erst mal seine Identität finden. Also tauscht er mit seinem Cousin seine WG Wohnung und zieht für ein halbes Jahr nach Istanbul. Da lerne ich etwas von der Stadt kennen, das war ganz interessant und ich weiss jetzt, das man sich nicht bei Starbucks verabreden sollte, es gibt mehrere. Dort sollte er sich mit seinem Vater treffen, naja da ist Krishnas Art, wohl ein Gendefekt. Die Mitbewohner sind nette Typen. Durch sie erfährt man auch von der türkischen Politik und dem ganzen Umfeld. Nach und nach wurde der Roman jetzt doch besser und durch Krishna war es oft mal lustig. Der bekam ja oft mal etwas nicht richtig mit, weil er keine Vorkenntnisse hatte. Die Situation kam dann schon mal ins komische. Am Ende war ich mit dem Roman doch ganz zufrieden, man muss sich wohl etwas in dieses Thema einlassen. Er ist nicht langweilig und hat mich gut unterhalten.
Eine großartige Geschichte
von MelaKafer - 26.02.2016
Tiefgründig und doch leicht wie eine Feder, todtraurig und zum Brüllen komisch, Herzerwärmend und angsteinflößend, philosophisch und kindlich naiv. Selim Özdogan ist ein grandioser Geschichtenerzähler, der Themen wie Integration, Migration und Identität so feinfühlig, witzig und cool angeht, dass einem beim Lesen das Herz aufgeht. Ich habe mich in diesen etwas einfältigen, chaotischen, aber so ehrlichen und liebenswerten Krishna Mustafa geradezu verliebt. Vielen Dank für diese wunderschöne Geschichte, die einem soviel sagen kann über das Leben zwischen den Kulturen. Sie hat auch meine zugegeben manchmal mit dem ein oder anderen Vorurteil gespickte Sicht auf unsere türkischen Mitbewohner zurecht gerückt. Dieses Buch kann ich jedem nur ans Herz legen.
Türkisch für Anfänger mal anders
von Anyah Fredriksson - 12.02.2016
Der halb deutsche (mütterlicherseits) und halb türkische (väterlicherseits) junge Krishna Mustafa bekommt von seiner Freundin den Satz und damit auch ihre Beziehung "Du hast Deine Identität noch nicht gefunden!" um die Ohren gehauen. Doch anstatt dieser schnippischen Freundin die kalte Schulter zu zeigen, möchte Krishna nun tatsächlich seine Wurzeln kennen lernen. Kurz entschlossen tauscht er für ein halbes Jahr sein WG-Zimmer in Freiburg mit dem seines Cousins in Istanbul. Eine aufregende Zeit in eine neue Welt beginnt ... Bereits nach den ersten Seiten habe ich mich in diesen einzigartigen und neuartigen Erzählstil des Autoren verliebt. Selim Özdo¿an schreibt modern in frecher, dynamischer Sprache mit einem Schuss Humor. Die Geschichte zu Beginn des Buches um das Kennenlernen Krishnas Eltern, Maria und Recep, ist bereits fesselnd, einfühlsam und gefühlvoll. Auf jeden Fall möchte ich als Leserin sofort wissen, wie es Krishna ergeht, welche Erfahrungen er macht, ob er erkennen wird, was Heimat bedeutet. Welche Unterschiede in den Lebensweisen der Türkei und Deutschland er kennen lernen wird und ob er sich selbst finden wird. Auf all diese Fragen bekomme ich alsbald Antworten, denn der Autor schreibt in einem flotten Schreibstil, der mich verleitet, keine Pausen einzulegen. In kurzen Geschichten, die zum Teil voller Poesie anmuten, erfahre ich viel über das Leben in der Türkei; den Aufbruch zur Demokratie, in dem sich die junge Bevölkerung befindet; die Geschichte des Landes; vielleicht auch etwas Klischee und Vorurteile - aber alles in allem ein packender Mix. Der Autor Selim Özdo¿an selbst wuchs zweisprachig auf. Nach dem Abitur studierte er Völkerkunde, Anglistik und Philosophie, brach sein Studium jedoch ab. Seit 1995 ist er als Autor tätig und hat bereits zahlreiche Werke veröffentlicht. Von Herzen gerne vergebe ich diesem besonderen Buch wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und möchte es weiter empfehlen an Leser, die neugierig sind, einer anderen Kultur zu begegnen und diese zu verstehen.
Vorurteile-Entlarven auf philosophisch-satirische Art à la Forrest-Gump- herrlich!!
von mamamal3 - 27.01.2016
Krishna Mustafa begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln- sein Vater ist Türke, seine Mutter Deutsche. Er reist nach Istanbul, nachdem seine Beziehung zu Laura endete. Dort trifft er auf Familie und Freunde, lernt viele neue und interessante Menschen kennen. Er macht sich mit Religionen, Bräuchen/Sitten vertraut, hinterfragt so vieles, was sonst selbstverständlich gelebt wird- auf sehr sympathische Art- oftmals Satire pur! Als er völlig zu unrecht in die "Islamisten-Ecke" gestellt wird, eine gute Freundin- die einen geheimen Film über die Unruhen im Gezi-Park drehte verschwindet, wird aus dem Spaß langsam für den Leser unangenehmer Ernst. Krishna Mustafa kommt für mich als eine Art Forrest Gump daher, sehr unbedarft, sympathisch, liebevoll und sehr offen für seine Mitmenschen. Das Buch ist endlich mal etwas ganz anderes, Philosophie trifft auf viele aktuelle Vorurteile. Machte mir mit seiner satirischen Art ganz besonderen Spaß, auch wenn unangenehme Themen angesprochen werden!
Von einem der auszog, seine Identität zu finden und eine neue Welt entdeckt
von LottiLiest - 23.01.2016
Was soll man über Krishna Mustafa sagen? Ein junger Mann, der auf der Suche nach seinen Wurzeln ist. Der Grund dafür ist einer, der eigentlich alles und nichts erklärt - die Liebe. Krishna Mustafa wurde von seiner Freundin verlassen. Er solle sich erst einmal über seine Identität klar werden. Überzeugt davon, diese in der Türkei, der Heimat seines Vaters, zu finden und am Ende seine Laura wiederzubekommen, macht er sich also auf nach Istanbul, wo er in der WG seines Cousins unterkommt, der dafür in dieser Zeit in Freiburg lebt. Die WG, bestehend aus einem Pessimisten und zwei Aktivisten wird nun durch Krishna erweitert, für den es eigentlich keine Beschreibung gibt. Krischna denkt ganz einfach, nicht über tausend Ecken, das macht ihn so unendlich sympathisch und manchmal habe ich mich gefragt, wie man einen solchen Menschen nur verlassen kann. Manchmal ist es so, als wäre das Leben Lego. Alle Teile passen zusammen. Manchmal ist das Leben aber auch wie eine Scherbe, die ganz hinten unter den Küchenschrank gerutscht ist. Alle Teile, die passen könnten, sind schon längst im Müll. Und man hat trotzdem etwas, das Glück bringt. "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete" ist ein Buch voller Besonderheiten: tiefgehende Zitate, seltsam anmutende Kapitelüberschriften und dann diese Einschübe des Chors der Einäugigen, die Geschichten, Gedichte und interessante Wahrheiten zum Besten geben. Das Buch ist aber auch voll von Fremdheits- und Wirklichkeitskonstruktionen und zwar nicht nur über die Türkei. In der Türkei glauben wir ja, dass alles in Deutschland seine Ordnung hat. Aber wir wissen nicht, dass diese Ordnung genauso wenig Logik hat wie unser Chaos. Selim Özdogan lässt Alltägliches in einem anderen Licht erscheinen, wie die GEZ, die Mülltrennung oder auch das Reinheitsgebot. Aber auch große Fragen warten auf eine Antwort, wie die, was eigentlich Nationalität und Identität bedeutet. Gezi war ein Gedicht, geschrieben von Millionen Herzen. Die Proteste in der Türkei sind ein essentieller Teil des Buches, beschrieben aus einer völlig anderen Perspektive, als man sie vielleicht aus der deutschen Berichterstattung kennt. Das Buch wirft einen neuen Blick auf vieles, auf Drogen, Freundschaften, Terrorismus, Religion, Politik und letztendlich auch auf die Liebe. Ein Rundumschlag, den man verschlingt, der nachdenklich macht, mich aber auch oft zum Schmunzeln gebracht hat und meine Liste an wunderbaren Buchzitaten um einiges verlängert hat. Deshalb hier noch eines zum Schluss mit der dringenden Empfehlung Mustafa Krishna und seine Art des Denkens kennenzulernen. Warum heißt es eigentlich Abschied nehmen? Man bekommt ja nichts. Man gibt etwas weg.
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