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Sieben Nächte

Ausgezeichnet mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses 2017. 6. Auflage.
Buch (gebunden)
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Schließt die Augen und zerbrecht das Glas

Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhan … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Sieben Nächte
Autor/en: Simon Strauß

ISBN: 3351050410
EAN: 9783351050412
Ausgezeichnet mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses 2017.
6. Auflage.
Blumenbar

14. Juli 2017 - gebunden - 144 Seiten

Beschreibung

Schließt die Augen und zerbrecht das Glas

Es ist Nacht, ein junger Mann sitzt am Tisch und schreibt. Er hat Angst. Davor, sich entscheiden zu müssen. Für eine Frau, einen Freundeskreis, einen Urlaubsort im Jahr. Er hat Angst, dass ihm das Gefühl abhandenkommt. Dass er erwachsen wird. Doch ein Bekannter hat ihm ein Angebot gemacht: Sieben Mal um sieben Uhr soll er einer der sieben Todsünden begegnen. Er muss gierig, hochmütig und wollüstig sein, sich von einem Hochhaus stürzen, den Glauben und jedes Maß verlieren. Sieben Nächte ist ein Streifzug durch die Stadt, eine Reifeprüfung, die vor zu viel Reife schützen soll, ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend.
Simon Strauß erzählt von einem jungen Mann an der Schwelle, der alles aufbringt, um sich Gewohnheit und Tristesse zu verwehren. Er muss gierig, hochmütig und faul sein, neiden und wüten, Völlerei und Wollust treiben. Sich dem Leben preisgeben, um sich die Empfindung zu erhalten. Im Schutze der Nacht entwickelt er aus der Erfahrung der sieben Todsünden die Konturen einer besseren Welt, eines intensiveren Lebens.

"Simon Strauß erzählt von einem, der auszog, um die ewige Jugend zu suchen - und schreibt ein Buch, das so klug und berührend ist, dass man ihm auf der Stelle folgen will." Theresia Enzensberger

"Was für ein leidenschaftliches, angstfreies, traditionstrunkenes, zukunftsgieriges Kampfbuch gegen die Abgeklärtheit. Gegen die Müdigkeit der In-Spuren-Geher. Der Lebenswiederholer. Ein Pamphlet für die Offenheit der Herzen!" Volker Weidermann

Portrait

Simon Strauß, geboren 1988 in Berlin, studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Hospitanzen und eine Gastdramaturgie am Theater. Mitorganisator des Jungen Salons in Berlin. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über »Konzeptionen römischer Gesellschaft bei Theodor Mommsen und Matthias Gelzer«. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Pressestimmen

" Schon wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, spürt man, dass es für Furore sorgen wird: es ist klein und kompakt und doch seltsam warmblütig, ein Manifest, schnell zu lesen, schwer zu vergessen. " DIE ZEIT 20170713

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 13.07.2017

kein Titel

Simon Strauß, Redakteur im Feuilleton dieser Zeitung, hat ein Buch über die Krankheit der Jugend geschrieben: die Angst vor dem Älterwerden, der Zweifel beim Blick in die Zukunft. "Sieben Nächte" heißt es und sehnt sich nach Momenten der Prüfung, nach Ausbruch, Utopie und geheimer Gemeinschaft. Den äußeren Rahmen bilden die sieben Todsünden und ihre Erfüllung im Heute. In Wahrheit geht es um die Selbstbetrachtung einer Generation, die jeden Mut zum Widerstand verloren hat. Der nichts stärker fehlt als die Lust am Träumen. Ein Buch gegen den zynischen Weltblick der großen Brüder. Für mehr Verletzlichkeit. Mehr Leidenschaft. Kein Roman, sondern eine Mischung aus Essay und Erzählung. Ein Manifest für ein wilderes Leben. Geschrieben in der Hoffnung, dass doch noch was kommt.

F.A.Z.

Simon Strauß: "Sieben Nächte". Blumenbar Verlag, Berlin 2017. 144 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Weder Hymne noch Verriss
von yellowdog - 02.12.2017
Der Debütroman des Sohnes des bekannten, aber auch umstrittenen Schriftstellers Botho Strauss, behandelt ein Thema, das in letzter Zeit relativ selten in der deutschen, zeitgenössischen Literatur vorkommt. Der Identitätsfindung der Menschen der heutigen Generation! Dabei ist gerade das ein wichtiges Thema. Um sich auszuloten beginnt der Icherzähler ein ungewöhnliches Projekt um die 7 Todsünden. Superbia - Hochmut; Gula - Völlerei; Acedia - Trägheit; Avaritia - Geiz; Invidia - Neid; Luxuria - Wollust, Genussucht; Ira - Zorn In sieben Nächten begegnet er jeweils einer Todsünde. Das wirkt leicht altmodisch. Simon Strauss versucht sprachlich einiges, muss sich da aber an einen hohen Maßstab messen. Das ging schon anderen Autoren so, die berühmte Väter haben. Doch auch Simon Strauss Prosa ist trotz Rätselhaftigkeit an einigen Stellen wirklich interessant! Das Problem am Roman ist dann doch, dass Simon Strauss¿ Ich-Figur zu wenig wagt und keine der durchexerzierten Todsünden wirklich genießen kann. Meiner Auffassung nach gibt er nur vor, sich die Sinnfragen des Lebens zu stellen, bewegt sich aber doch immer in den sicheren Gefilden. Nicht umsonst werden immer wieder kulturelle Topics (James Dean in Giganten, Bunuel, Visconti ¿) und bekannte Autoren erwähnt (Karl Kraus, Beckett, Rilke etc). Das überintellektuelle Gebahren kann auch nerven und wirkt banal! Der Ausbruch gelingt nicht. Wenigstens im Roman könnte man doch mehr riskieren. Dennoch halte ich das Buch für lesenswert und nicht komplett misslungen. Der Autor streift auch wesentliches, leider zu thesenhaft! Ein zweites Lesen ist denkbar!
Anders als erwartet
von forti - 17.08.2017
Ein Buch, für das man sich trotz seiner Kürze (138 Seiten) Zeit nehmen sollte. Andererseits ideal, wenn man abends nur ein paar Seiten lesen will - durch die Einteilung in 7 (bzw 9) Teile lässt es sich perfekt unterbrechen und häppchenweise lesen. Leichte Literatur ist Sieben Nächte nicht, dafür aber eine zum Nachdenken anregende. Durch die vollmundige Ankündigung des Buches hatte ich allerdings (zu) hohe Erwartungen, die leider nicht gänzlich erfüllt wurden. Für mich ist Sieben Nächte kein Meilenstein der Literatur. Sprachlich hat das Buch von Simon Strauß mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist besonders - melodisch und dynamisch. Die Sprache ist für mich das Highlight dieses Buches, hinter der die Story leider ein Stück zurück steht. Inhaltlich hatte ich eine intensivere Beschäftigung mit den sieben Todsünden erwartet, die der Autor eher streift bzw als Aufhänger benutzt, um sich dann mit vielen anderen Themen zu beschäftigen. Es ist ein Porträt der Generation der End-20-Jährigen. Natürlich lässt sich keine Generation komplett verallgemeinern, aber viele werden sich doch im einen oder anderen Punkt wieder erkennen - Akademiker allerdings eher als Arbeiter. Auf die Weltlage wird dabei überhaupt nicht eingegangen. Ob das Buch (dadurch) auch noch in 20 Jahren eine Generation charakterisiert? Oder ist es gerade ein Kennzeichen dieser Generation, um sich selbst zu kreisen und das große Weltgeschehen wenig zu beachten? Simon Strauss wirft interessante Fragen auf - ob das jetzt innovativ und neu ist, stelle ich mal in Frage. Antworten findet er auch keine bis wenige - was aber auch nicht seine Aufgabe ist. Als Gesamtwerk hat mich dieses Buch etwas enttäuscht, aber im Detail dann doch angesprochen. Es finden sich hier kluge Sätze, Wortspielereien, zum Nachdenken Anregendes. Ein Buch zum Nachdenken - interessant vor allem für junge Akademiker.
Schöner Gigolo, armer Gigolo!
von Connie Ruoff - 13.08.2017
Sieben Nächte von Simon Strauss 2. Zum Inhalt Die sieben Todsünden: Superbia (Hochmut), Gula (Völlerei), Acedia (Faulheit), Avaritia (Habgier), Invidia (Neid), Luxuria (Wollust) und Ira (Jähzorn). Haben die sieben Todsünden heute für unser Leben eine Bedeutung? Welchen Sinn hat es Sünden zu begehen, nur zum Zwecke, es getan zu haben. Welches Gefühl weckt es in uns, Todsünden zu begehen. Die Fragestellung ist eine philosophische Herausforderung. Der Hinweis auf Mephistopheles ist nicht zu übersehen. Was will Simon Strauss¿Mephistopheles? Ist er auch, "Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft". Ist er "der Geist, der stets verneint" (Faust I)? Sein eigentliches Element ist Sünde, Zerstörung und das Böse. Wozu will er dem Erzähler-Ich verhelfen? Es ist die Wette oder das Angebot, das Goethes Faust oder auch den biblischen Hiob mit dem Buch "Sieben Nächte" verbindet. Um dem Leser die Problematik aufzuzeigen, nimmt der Autor auf Geschichten aus der Bibel, wie den Turmbau zu Babel (11. Kapitel Genesis oder Mose 1) oder das jüngste Gericht Bezug. Auch "I have a dream" von Martin Luther King fehlt nicht. Ich habe, beiweitem, nicht alles notiert, es gibt noch viele Bezüge zu finden. Das Buch erinnert mich an ein Bilderrätsel oder Wimmelbuch. Ein Blick reicht nicht. Das Buch bedarf der innigen Suche nach der Bedeutung. Am besten gefallen mir die Gedanken zur Faulheit, besser vielleicht Trägheit. Spielen wir nur eine Rolle? Sind wir angepasst und uniform? Ist es wieder Zeit für eine Aufklärung: "Sapere aude". Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Aus (Was ist Aufklärung? Von Kant). Sind wir zu faul, uns unseres Verstandes zu bedienen. Wollen wir keine Entscheidungen treffen, um keine Möglichkeit, abzulehnen. Aber sich auf nichts festzulegen, macht auch nicht glücklich. Wir geraten ohne Richtung in ein Labyrinth. Auch das Kapitel Luxuria - Wollust ist mit wenigen Worten so dicht geschrieben, weil er den Leser an Werke, wie Eyes Wide Shut, schöner Gigolo, armer Gigolo, kleiner Mann was nun? Oder Regisseure wie Visconti und Bu¿uel erinnert. Der englische Lyric von "Schöner Gigolo, armer Gigolo" passt genau. Die letzte Zeile lauet: "As life goes on, without me". Durch das Hervorrufen Empfindungen beim Hinweis auf diese "geistigen Artefakte" beschreibt er uns das gesamte Ausmaß der Wollust. Beeindruckend! 5/5 Punkten 3. Sprachliche Gestaltung Simon Strauss nutzt die Gewalt der Sprache und lässt den Leser betäubt zurück. Schöne Worte aus Buchstaben zusammengesetzt, haben die Bedeutung des Begriffes. Aber das genügt dem Autor nicht. Die Konnotation, die die Worte begleitet, hat eine zusätzliche Bedeutung. Auch die Kunst, Metaphern bildgebend anzuwenden, beherrscht Simon Strauss virtuos. Wie ästhetisch und klar seine Sprache ist, kann man sehen: "Die Palme hier im Saal ist eine sehr kleine Schwester. Schüchtern steht sie in der Ecke, lässt sich von den Gästen betasten. Aber ihre Äste bewegen sich dabei nicht. Umarmungen bedeuten ihr nichts." S. 102. Kapitel Luxuria - Wollust. 5/5 Punkten 4. Cover und äußere Erscheinung "Sieben Nächte" von Simon Strauß hat 144 Seiten, einen festen Einband und ist am 08.07.2017 unter der ISBN 9783351050412 bei Blumenbar, im Genre Romane erschienen. Das Cover zeigt einen Mann im Alter des Erzähler-Ichs, dem man ansieht, dass er in einer für ihn schwierigen Situation steckt. Es ist vielleicht ein Selbstbildnis. Dieser fragende Blick ist unbeschreiblich. Als ob er dem Leser genau in die Augen schaut. Wahrscheinlich ist das Original gemalt. Das kleine Buch ist hochwertig verarbeitet. Ein Kleinod, das jedes Buchregal schmückt. 5/5 Punkten 5. Fazit Simon Strauss geht von einem sehr belesenen und bibelfesten Leser aus. Er deutet vieles in Verweisen oder Bildern an. Wenn der Leser keinen Bezug zu Bild oder Werk hat, fällt es ihm schwer, die Atmosphäre wahrzunehmen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man muss sich darauf einlassen und vielleicht auch einmal im Internet nachlesen (Google weiss alles), um die Hinweise aufzudecken. Aber es lohnt sich. Simon Strauss zeigt die sieben Todsünden in allen Schattierungen. Sicherlich haben sie inzwischen einen Bedeutungswandel vollzogen, aber sie sind dicht bei uns. Die Frage ist, hat dem Erzähler-Ich die Reise durch die Abwege der Todsünden bei seinem Problem der Alltäglichkeit und Belanglosigkeit geholfen? Das muss der Leser selbst entscheiden. Es ist ein Buch, das bleibt. Es ist unmöglich, es zu lesen, ohne sich seines Verstandes zu bedienen. Eine eindeutige Lesempfehlung! @Aufbauverlag und Blumenbar Vielen Dank für das traumhaft schöne Rezensionsexemplar! Die Leserunde bei lovelybooks hat viel Spaß gemacht. Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.
Schließt die Augen und zerbrecht das Glas
von F. Hansel Buchhändlerin Ingolstadt - 07.08.2017
Ein Leben in dem ich Sieben Nächte nicht gelesen hätte, ist für mich unvorstellbar geworden. - Ich bin zutiefst beeindruckt.
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