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Im Netz des Lemming

Kriminalroman.
Buch (gebunden)
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DER LEMMING ZWISCHEN WÜRSTELSTAND UND WORLD WIDE WEB: EIN NEUER KRIMINALROMAN VON STEFAN SLUPETZKY!

Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis
Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch au … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Im Netz des Lemming
Autor/en: Stefan Slupetzky

ISBN: 3709934974
EAN: 9783709934975
Kriminalroman.
Haymon Verlag

2. Januar 2020 - gebunden - 199 Seiten

Beschreibung

DER LEMMING ZWISCHEN WÜRSTELSTAND UND WORLD WIDE WEB: EIN NEUER KRIMINALROMAN VON STEFAN SLUPETZKY!

Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis
Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus Internet-Sprache und Englisch, das sein Sohn Ben mit seinem Freund Mario spricht. Als der Lemming sich mit ebendiesem Mario durch Zufall eine Straßenbahn teilt, passiert das Unfassbare: Auf Marios Handy-Display erscheint eine offenbar schockierende Nachricht, der Bub rennt unvermittelt aus der Bahn und springt von einer Brücke in den Tod.
Der Lemming ist fassungslos. Noch mehr, als plötzlich ein Shitstorm auf ihn einprasselt: Die Medien haben aus dem Mann, der mit dem unglücklichen Burschen vor dessen Suizid gesprochen hat, einen pädophilen Triebtäter gemacht. Und plötzlich sind sein Foto und sein Name überall. Auch Chefinspektor Polivka, der dem Lemming vertraut und mit ihm herausfinden will, was wirklich hinter Marios Tod steckt, gerät ins Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Bald ranken sich auch wilde Spekulationen um Marios Familie - denn die engagiert sich in der Flüchtlingshilfe - während Wien im Zeichen von dirty campaigning und politischer Hetze steht.
Der Lemming indes droht sich in verschiedensten Netzen zu verwickeln: Im World Wide Web, mit dessen Gefahren er es zu tun bekommt, in den Verstrickungen korrupter Politiker, die nicht nur im Internet Fake News verbreiten, und in den feinen Fäden, die die Boulevardpresse spinnt, wenn sie mit haltlosen Behauptungen eine möglichst große Leserschaft einfangen möchte.

Slupetzky legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft
Jeder Satz passt in diesem Kriminalroman, jedes Wort trifft - Stefan Slupetzky ist ein Sprachkünstler, der es versteht, mit viel Feinsinn Bilder entstehen zu lassen, die sich einprägen. Nichts ist schwarzweiß, jeder hat eine Geschichte, stets hat es einen Grund, warum einer da ist, wo er heute ist. Slupetzky schaut ganz genau hin, wenn er seine Figuren zeichnet, und so manche wird einem bekannt vorkommen. Da ist der kleine Bub, der es unter den Schulkollegen so schwer hat, dass ihn eine Aura der Traurigkeit umgibt, da ist der frühere Neonazi, der sich für seine Tätowierungen schämt. Da ist jener Lehrer, der einmal Idealist gewesen ist, bevor ihm die Realität den Antrieb genommen hat, und der ehemalige Polizist, der jetzt nachts im Tierpark arbeitet und erst mehrere rauschhafte Nächte braucht, bevor er seinem Freund Polivka das Du anbieten kann. Leopold "Lemming" Wallisch ist ein stiller, feinfühliger Charakter mit trockenem Humor und Gespür für seine Mitmenschen und deren Realitäten.
Slupetzky lässt seinen Lemming durch die Wiener Nächte wandeln, mit Lust am Wortspiel - und ohne dabei jemals seine Leichtigkeit zu verlieren.

Portrait

Stefan Slupetzky, 1962 in Wien geboren, wo er heute noch lebt, verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Seine Kriminalromane um den Antihelden Leopold "Lemming" Wallisch wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Glauser-Preis, dem Burgdorfer Krimipreis und dem Leo-Perutz-Preis.
Slupetzky ist ein Drittel des "Trio Lepschi", mit dem er als Texter und Sänger durch die Lande tourt. Er ist außerdem Mitbegründer des Vereins zur Verwertung von Gedankenüberschüssen und wirkte an der Entwicklung unverzichtbarer Gebrauchsgegenstände wie etwa des "Transzebra Portable", eines ausrollbaren Zebrastreifens, mit.
Bewertungen unserer Kunden
Kurzweilig, bedrückend und unterhaltsam
von Rose75 - 20.01.2020
Im Netz des Lemming ist die 6. Geschichte mit Leopold Wallisch, genannt Lemming. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, aber nachdem mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen hat, werde ich das noch nachholen. Der Autor Stefan Slupetzky ist eine echte Neuentdeckung für mich. Es geht in diesem Buch um den Selbstmord eines Kindes. Der Lemming war der Letzte, mit dem der Junge Kontakt hatte und daher steht er im Focus der Internet-Öffentlichkeit, mit allen denkbaren Konsequenzen. Seine Existenz steht auf dem Spiel und daher geht er mit seinem Verbündeten Polivka der Sache auf den Grund. Kurz vor seinem Tod, hat der Junge eine Nachricht per Handy bekommen, die ihn in den Tod getrieben hat. Wer war das? Hier handelt es sich nicht um einen spannenden Krimi mit einer rasanten Verbrecherjagd, sondern eine intelligente und tiefgründige Auseinandersetzung mit einigen gesellschaftlichen Entwicklungen. ( Ausländerfeindlichkeit, mediale Hetze, politische Strömungen, Antisemitismus, Umgang mit Smartphones,... ) Ich denke, diese Geschichte ist nicht jedermanns Geschmack, weil einige politische Anspielungen nur mit dem entsprechenden Hintergrund verständlich sind und auch gegen die eigene Überzeugung sein könnten. 2 Stellen aus dem Buch, die mir richtig gut gefallen haben: Dummheit zählt tatsächlich zu den bösartigsten Krankheiten: Am meisten leiden die an ihr, die nicht von ihr befallen sind. und "Weil  sonst könnte sich am Ende Gott behüte noch herausstellen, dass die Brut der Putzfrau auch nicht blöder ist als die des Rechtsanwalts."
Persönliche Neuentdeckung
von Miss Marple - 17.01.2020
Dass der Autor seinen "Lemming"- Leopold Wallisch- schon länger kriminalisieren lässt, ist an mir als Krimi -Fan ganz vorbeigegangen. Umso überraschter war ich nun beim ersten Zusammentreffen mit dem ehemaligen Kommissar und heutigen Wärter im Wiener Zoo. (Wie es dazu kam, muss ich unbedingt in den Bänden davor herausfinden). Aber auch als Seiteneinsteiger in die Reihe, war ich ganz bei den interessanten Figuren und der durchaus sehr aktuellen Thematik. Der furchtbare Selbstmord des Freundes seines Sohnes, dessen Augenzeuge er wird, lässt den Lemming tief erschüttert zurück. Welchen Einfluss die von ihm so gemiedenen sozialen Netzwerke auf den Jungen hatten und nun sein eigenes Leben vollkommen auf den Kopf stellen, wird ihm alsbald bewusst. Gemeinsam mit Chefinspektor Polivka macht er sich auf die private Suche nach dem "Troll"- einer Person im Netz, die Lügen über andere verbreitet, so schlimm, dass der kleine Junge keinen anderen Ausweg sah. Sehr gefallen haben mir die Sprache des Autors und die Verbindung zu aktuell politischen Ereignissen in Österreich und Europa im Allgemeinen. So hebt sich das Buch vom Mainstream ab.
Der Lemming zwischen Würstelstand und World Wide Web.
von Inge Weis - 16.01.2020
Er kann es einfach der Slupetzky. Leopold Lemming Wallisch wird Zeuge eines schrecklichen Suizids: Ein Junge wirft sich von einer Brücke - direkt in eine heranrollende U-Bahn. Was hat den kleinen Mario in den Tod getrieben? Der Lemming ist schon ein ganz besonderer Fall. Und man kann ihm nur wünschen, dass er nicht doch irgendwann final fällt, denn plötzlich sind sein Foto und sein Name überall. Für Medien und virtuelle Öffentlichkeit ist die Sache klar, der Mann der zuletzt mit Mario gesprochen hat, muss Schuld haben an seinem Selbstmord. Ein tragischer Suizid und ein Nachtwächter in Bedrängnis. Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus Internet-Sprache und Englisch, das sein Sohn Ben mit seinem Freund Mario spricht. Als der Lemming sich mit eben diesem Mario durch Zufall eine Straßenbahn teilt, passiert das Unfassbare: Auf Marios Handy-Display erscheint eine offenbar schockierende Nachricht, der Bub rennt unvermittelt aus der Bahn und springt von einer Brücke in den Tod. Der Lemming ist fassungslos, er und sein Freund Chefinspektor Polivka machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Schon bald laufen sie in Gefahr, sich in verschiedensten Netzen zu verfangen: Im World Wide Web, in den Verstrickungen korrupter Politiker und in den tückischen Schlingen, die die Boulevardpresse legt ......... Slupetzky legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft. Jeder Satz passt in diesem Kriminalroman, jedes Wort trifft - Stefan Slupetzky ist ein Sprachkünstler, der es versteht, mit viel Feinsinn Bilder entstehen zu lassen, die sich einprägen. Nichts ist schwarzweiß, jeder hat eine Geschichte, stets hat es einen Grund, warum einer da ist, wo er heute ist. Slupetzky schaut ganz genau hin, wenn er seine Figuren zeichnet, und so manche wird einem bekannt vorkommen. Da ist der kleine Bub, der es unter den Schulkollegen so schwer hat, dass ihn eine Aura der Traurigkeit umgibt, da ist der frühere Neonazi, der sich für seine Tätowierungen schämt. Da ist jener Lehrer, der einmal Idealist gewesen ist, bevor ihm die Realität den Antrieb genommen hat, und der ehemalige Polizist, der jetzt nachts im Tierpark arbeitet und erst mehrere rauschhafte Nächte braucht, bevor er seinem Freund Polivka das Du anbieten kann. Leopold "Lemming" Wallisch ist ein stiller, feinfühliger Charakter mit trockenem Humor und Gespür für seine Mitmenschen und deren Realitäten. Grausig-komisch, witzig, skurril, abgründig, melancholisch - eine süchtig machende Wiener Mischung, ein Krimi, wie ihn nur ein Österreicher schreiben kann. Mit viel Feinsinn und genauem Blick für die Missstände unserer Zeit lässt Stefan Slupetzky seinen Lemming durch die Wiener Nächte wandeln, mit Lust am Wortspiel und in einen Fall, der ebenso spannend wie beklemmend aktuell ist, ohne dabei jemals seine Leichtigkeit zu verlieren. Mit famosen Schnörkeln, fein absurd und schön böse, wo es sein muss. Ein bisschen wie Brenner (Wolf Haas) auf Speed. Nur noch vielschichtiger, absurder und fieser. Ein herrlich spannend-witzig-schräges Lesevergnügen aus Wien. Spannend-schräge Krimikost, dieser Wien-Krimi ist wie Metropolenliteratur in Zeitlupe mit Alltagskomik. Ein Buch, das man nicht weglegen kann. Bis zur letzten Seite. Sehr zu empfehlen!
Fantastisch!!!
von MB - 16.01.2020
Mich als Krimiskeptiker hat dieses Werk von Stefan Slupetzky voll überzeugt, v.a. weil es weit mehr ist als ein Krimi! Mit bissigen Worten kommentiert der Autor - neben der ansprechenden Krimihandlung - die aktuelle politische Lage (in Österreich), das machtorientierte Agieren der Politiker und die Medienlandschaft, die zunehmende Hassbereitschaft der Menschen in der Anonymität der digitalen Welt, die zunehmende, wertebezogeneSpaltung des Landes und die ungleich verteilten Bildungschancen; über die Ausgrenzung von Menschen, die anders sind, seien sie Flüchtlinge, Asylanten oder Mitschüler mit einem Makel, auf deren Kosten man dann sein eigenes Selbstwertgefühl aufrichten kann. Durch die Handlung führt uns ein düster-humarvolles, nicht autorisiertes Ermittlerteam aus zwei äteren Herren, die zudem noch mit ihrem Alter hadern... Die Handlung strebt einem unerwarteten und fulminanten Ende entgegen. ... und immer wieder taucht die sensationsgeile Masse auf,die, bewaffnet mit beständig aufzeichnungsbereiten Smartphones, überall nur die Kamera draufhält, anstatt selbst Position zu beziehen, einen Standpunkt einzunehmen, zu helfen oder sich zu engagieren. Dieser Kriminalroman ist auch ein Appell für eine gerechtere Gesellschaft, die wieder weiß, wie Respekt funktioniert. Sensationelle Stellen im Text! Das Täterprofil des Haters: ... ledig oder in einer schon länger dauernden Beziehung. - Warum das? - Weil frisch Verliebte anderes im Kopf haben. Ich bin prinzipiell kein großer Freund unserer Spezies. Aber ich bezweifle, dass es Weltreligionen gibt, in denen durchschnittlich mehr Arschlöcher geboren werden als bei uns in Österreich. Dummheit zählt tatsächlich zu den bösartigsten Krankheiten: Am meisten leiden die an ihr, die nicht von ihr befallen sind. Fazit: Unbedingt lesen und weiter empfehlen!!!
Fantastisch!!!
von MB - 16.01.2020
Mich als Krimiskeptiker hat dieses Werk von Stefan Slupetzky voll überzeugt, v.a. weil es weit mehr ist als ein Krimi! Mit bissigen Worten kommentiert der Autor - neben der ansprechenden Krimihandlung - die aktuelle politische Lage (in Österreich), das machtorientierte Agieren der Politiker und die Medienlandschaft, die zunehmende Hassbereitschaft der Menschen in der Anonymität der digitalen Welt, die zunehmende, wertebezogeneSpaltung des Landes und die ungleich verteilten Bildungschancen; über die Ausgrenzung von Menschen, die anders sind, seien sie Flüchtlinge, Asylanten oder Mitschüler mit einem Makel, auf deren Kosten man dann sein eigenes Selbstwertgefühl aufrichten kann. Durch die Handlung führt uns ein düster-humarvolles, nicht autorisiertes Ermittlerteam aus zwei äteren Herren, die zudem noch mit ihrem Alter hadern... Die Handlung strebt einem unerwarteten und fulminanten Ende entgegen. ... und immer wieder taucht die sensationsgeile Masse auf,die, bewaffnet mit beständig aufzeichnungsbereiten Smartphones, überall nur die Kamera draufhält, anstatt selbst Position zu beziehen, einen Standpunkt einzunehmen, zu helfen oder sich zu engagieren. Dieser Kriminalroman ist auch ein Appell für eine gerechtere Gesellschaft, die wieder weiß, wie Respekt funktioniert. Sensationelle Stellen im Text! Das Täterprofil des Haters: ... ledig oder in einer schon länger dauernden Beziehung. - Warum das? - Weil frisch Verliebte anderes im Kopf haben. Ich bin prinzipiell kein großer Freund unserer Spezies. Aber ich bezweifle, dass es Weltreligionen gibt, in denen durchschnittlich mehr Arschlöcher geboren werden als bei uns in Österreich. Dummheit zählt tatsächlich zu den bösartigsten Krankheiten: Am meisten leiden die an ihr, die nicht von ihr befallen sind. Fazit: Unbedingt lesen und weiter empfehlen!!!
Am Puls der Zeit
von Jarlina - 15.01.2020
Ein wirklich toller Krimi, der thematisch ganz nah am Puls der Zeit liegt, denn er thematisiert, welche Macht die Medien der heutige Zeit besitzen und wie sie einen Menschen zerstören können. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen und die Sprache ist verständlich. Die Protagonisten werden überzeugend dargestellt. Gut gefallen hat mir, dass immer mal wieder die Wiener Mundart eingestreut wurde. Das macht das Buch authentisch. Die Geschichte liest sich sehr spannend, vor allem weil sich immer wieder Wendungen ergeben. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne einen spannenden und geistreichen Krimi lesen mag. Für mich war es das erste Buch des Autors, aber es wird sicherlich nicht das letzte sein.
Verstörend aktueller Gesellschaftskrimi!
von Zauberberggast - 15.01.2020
Im Netz des Lemming ist ein durch und durch aktueller und politischer Kriminalroman. Fast am Puls der Zeit könnte man sagen, denn er spielt im Wien des Jahres 2019. Im Roman wird durch die Figuren u.a. Kritik an der österreichischen Innenpolitik geäußert. Kaum verschleiert auch am momentanen bzw. Wieder-Bundeskanzler, der den rechtsnationalen Juniorpartner als Mehrheitsbeschaffer akzeptierte - bis zum Ibiza-Skandal um den Außenminister, der im Buch ebenfalls zur Sprache kommt. Auch das politische Klima in der Gesellschaft ist ein großes Thema. Rassistisch motivierte Hetzreden haben sich von den Stammtischen zunehmend ins Anonymität bietende Internet verlagert, wo jeder meint seinen Dampf ablassen zu können - sei dieser auch noch so dumm und fragwürdig. Überhaupt scheint ganz Österreich durchtränkt zu sein von einer schwelenden Unzufriedenheit mit den politischen und sozialen Begebenheiten. Überall wird gemobbt, sekkiert (wie man in Österreich sagt), verleumdet und angeprangert was das Zeug hält - auch und vor allem im Internet! Dementsprechend ist das Hauptthemen des Krimis Cybermobbing und die dadurch gefährdete geistige Gesundheit primär von Kindern und Jugendlichen, aber auch von allen anderen Betroffenen. Ein Freund von Lemmings Sohn Ben, Mario Reichersberg, begeht nach einem entsetzten Blick auf sein Smartphone Suizid. Der Lemming begibt sich mit seinem Kollegen Polivka auf eine gefährliche analoge Schnitzeljagd durch Wien, an deren Ende er den realen Verantwortlichen für den digital induzierten Suizid Marios zu stellen hofft. Die Verdächtigen werden vom Lemming und Polivka an ganz unterschiedlichen Orten der Stadt aufgesucht. Wir lernen dadurch ganz nebenbei noch etwas über die Geschichte Wiens. An manchen Stellen liest sich der Krimi sogar kurz wie das Manuskript einer Stadtführung, was der Spannung aber keinen Abbruch tut - im Gegenteil! Auch die kulinarischen Vorlieben der Wiener werden erwähnt. Der Lemming und Polivka sind ein skurriles Ermittlerduo, das den sehr düsteren Fall mit gesundem Menschenverstand, humanistischem Gedankengut und etwas Wiener Schmäh lösen kann. Ich bin positiv von der Qualität dieses Krimis überrascht und gleichzeitig von seiner Düsternis erschüttert. Ich hätte keine so deprimierende und akkurate Gesellschaftsstudie erwartet, die unsere Zeit und ihren schnellebigen Zeitgeist anprangert, in der jeder gefährdet ist seinem Frust im Internet Luft zu machen. Chapeau dass sich der Autor Stefan Slupetzky an dieses heikle und leider immer wichtiger werdende Sujet herangewagt hat!
Vorsicht vor diesem Internet, Kids...
von lacastra - 15.01.2020
Was ich mir erhofft hatte: einen spannenden Krimi, interessante Charaktere, eine mitreissende Handlung und vielleicht ein oder zwei unerwartete Wendungen. Was ich glaube bekommen zu haben: Ein Aufklärungsbuch über die Gefahren des schrecklichen Internets (sicher, das Thema an sich ist sowohl aktuell als auch relevant, jedoch für meinen Geschmack nicht wirklich gut rübergebracht), die wörtliche Ausschreibung von gängigen Internetabkürzungen und irgendwie...naja nicht wirklich einen Krimi, zumindest für meinen Geschmack. Dabei ist längst nicht alles schlecht, die Charaktere sind schon gut herausgearbeitet, die Schicksale gehen einem schon irgendwie nah, aber für mich gabs zu wenig von dem was ein guter Krimi meiner Meinung nach enthalten muss und etwas zuviele Klischees, außerdem war mir der Lemming nicht wirklich sympatisch, das ist sicher Geschmackssache.
Hochaktuell und spannend
von S.Kuehn - 13.01.2020
Der Kriminalroman "Im Netz des Lemming" ist Teil einer Reihe um Leopold "Lemming" Wallisch von Stefan Slupetzky. Ich kannte diese Reihe bisher noch nicht, was aber absolut nicht störte beim lesen. Der Lemming ist live dabei als sich Mario, der Freund seines Sohnes Ben von einer Brücke in den Tod stürzt. Das geschieht gleich nachdem er auf seinem Handy eine neue Chatnachricht gelesen hat. Der Lemming und sein Freund Chefinspektor Polivka wollen ermitteln, wer diese Nachricht geschrieben hat und geraten dabei selber in den Sog von Fake News und Mobbing. Dieses Buch hat sehr aktuelle und brisante Themen zum Inhalt und ist doch ganz modern, flüssig und humorvoll geschrieben. Auf eine sehr spannende Art wird das Problem von Falschmeldungen, Mobbing im Internet, Asylpolitik und mehr angesprochen. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und vor allem auch die humorvolle Art, es ist sicher nicht der letzte, den ich über den Lemming gelesen habe.
Aktueller denn je!
von ghinorella - 13.01.2020
Der einstige Polizist und jetzige Nachtwächter Lemming kommt mit der modernen Welt nicht mehr zurecht. Weder kennt er sich mit Internetslang social-media oder der damit verbundenen Globalisierung aus. Dadurch versteht er das Leben seines Sohns Ben nicht und seinem Freund Mario. Als Lemming Mario zufällig in der Straßenbahn trifft, bekommt der junge eine Nachricht die ihn so aufschrecken lässt, dass er aus der Tram rennt und unvermittelt vor Lemmings Augen von einer Brücke in den Tod springt. Lemming versucht, diesem tragischen Unglück auf die Spur zu kommen, doch nun bricht über ihm selbst ein Shitstorm herein. Der Schreibstil des Autors ist sehr lesefreundlich. Die Charaktere haben Hand und Fuß und sind gut mitzuverfolgen. In einer modernen Welt, in der sich ein Leben inzwischen hauptsächlich digital abspielt, ist dieses Buch sehr gut darin wach zu rütteln. Cybermobbing ist furchtbar und viele Menschen wissen sich nicht im Netz zu benehmen. Von mir eine klare Kaufempfehlung!
Hochaktuell und spannend
von Kuehn, S. - 12.01.2020
Der Kriminalroman "Im Netz des Lemming" ist Teil einer Reihe um Leopold "Lemming" Wallisch von Stefan Slupetzky. Ich kannte diese Reihe bisher noch nicht, was aber absolut nicht störte beim lesen. Der Lemming ist live dabei als sich Mario, der Freund seines Sohnes Ben von einer Brücke in den Tod stürzt. Das geschieht gleich nachdem er auf seinem Handy eine neue Chatnachricht gelesen hat. Der Lemming und sein Freund Chefinspektor Polivka wollen ermitteln, wer diese Nachricht geschrieben hat und geraten dabei selber in den Sog von Fake News und Mobbing. Dieses Buch hat sehr aktuelle und brisante Themen zum Inhalt und ist doch ganz modern, flüssig und humorvoll geschrieben. Auf eine sehr spannende Art wird das Problem von Falschmeldungen, Mobbing im Internet, Asylpolitik und mehr angesprochen. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und vor allem auch die humorvolle Art, es ist sicher nicht der letzte, den ich über den Lemming gelesen habe.
Beklemmend realistische Story!
von Anonym - 12.01.2020
Das Cover dieses Buches ist schlicht, aber passt gut zum Buch. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, denn er ist flüssig und gut zu lesen. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn ich beschäftige mich schon länger mit den Nutzen und Gefahren des Internets. Die Story ist humorvoll geschrieben, aber auch wiederum ernst und nachdenklich, so das es nie langweilig wird. Der Lemming, ein ehemaliger Polizist und nun Nachtwächter, sitzt mit einem Freund seines Sohnes in einer Straßenbahn, als dieser eine Mail bekommt und daraufhin aus der Bahn springt und von einer Brücke Selbstmord begeht. Als der Lemming der mysteriösen Sache auf den Grund gehen will, bekommt er es mit den Nutzen, aber auch Gefahren des WWW zu tun und kommt selbst in Gefahr. Die Handlung ist beklemmend realistisch und das Buch absolut empfehlenswert. Das Cover dieses Buches ist schlicht, aber passt gut zum Buch. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, denn er ist flüssig und gut zu lesen. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn ich beschäftige mich schon länger mit den Nutzen und Gefahren des Internets. Die Story ist humorvoll geschrieben, aber auch wiederum ernst und nachdenklich, so das es nie langweilig wird. Der Lemming, ein ehemaliger Polizist und nun Nachtwächter, sitzt mit einem Freund seines Sohnes in einer Straßenbahn, als dieser eine Mail bekommt und daraufhin aus der Bahn springt und von einer Brücke Selbstmord begeht. Als der Lemming der mysteriösen Sache auf den Grund gehen will, bekommt er es mit den Nutzen, aber auch Gefahren des WWW zu tun und kommt selbst in Gefahr. Die Handlung ist beklemmend realistisch und das Buch absolut empfehlenswert.
Beklemmend realistische Story!
von Anonym - 12.01.2020
Das Cover dieses Buches ist schlicht, aber passt gut zum Buch. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, denn er ist flüssig und gut zu lesen. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn ich beschäftige mich schon länger mit den Nutzen und Gefahren des Internets. Die Story ist humorvoll geschrieben, aber auch wiederum ernst und nachdenklich, so das es nie langweilig wird. Der Lemming, ein ehemaliger Polizist und nun Nachtwächter, sitzt mit einem Freund seines Sohnes in einer Straßenbahn, als dieser eine Mail bekommt und daraufhin aus der Bahn springt und von einer Brücke Selbstmord begeht. Als der Lemming der mysteriösen Sache auf den Grund gehen will, bekommt er es mit den Nutzen, aber auch Gefahren des WWW zu tun und kommt selbst in Gefahr. Die Handlung ist beklemmend realistisch und das Buch absolut empfehlenswert.
Die ach so sozialen Medien
von Elisabeth B. - 12.01.2020
In seinem fünften Lemming-Roman greift Stefan Slupetzky ein aktuelles Thema auf: Mobbing und Meinungsmache in den digitalen Medien. Erschienen ist der 200-seitige Kriminalroman "Im Netz des Lemming" im Januar 2020 bei Haymon. Leopold "Lemming" Wallisch wird Zeuge, wie sich der Freund seines Sohnes, Mario, von einer Brücke vor eine U-Bahn stürzt. Was ist der Grund für diesen Suizid? Als dann auch noch Berichte zu dieser Schreckenstat im Internet kursieren und jeder Hinz und Kunz seinen Senf dazugibt, gerät Lemming schnell ins Visier der Internetgemeinde - und ein regelrechter Shitstorm bricht über ihm los. Mit Hilfe seines Freundes, Chefinspektor Polivka, begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Und bald schon scheinen die beiden im World Wide Web gefangen zu sein. Um es vorweg zu schreiben: Der Roman liest sich wunderbar flüssig und kurzweilig. Die Sprache ist eingängig und verhehlt auch nicht die Wiener Wurzeln des Autors. Die Internet-Sprache wird herrlich aufs Korn genommen, wenn Chat-Abkürzungen, O Em Dschi!, ausgeschrieben werden oder Lemming den Shitstorm der Einfachheit halber mit "Scheißsturm" übersetzt. Dieses sorgt beim Lesen für viele Lacher. Der Fall an sich - der Suizid eines elfjährigen Jungen - ist alles andere als lustig. Das hat mich vor dem Lesen auch etwas kritisch sein lassen. Aber trotz aller Bedenken hat Slupetzky, was den Fall des Jungen betrifft, stets den richtigen Ton getroffen. Zwar ist alles witzig, weil satirisch verpackt, aber die Dramatik, die hinter Marios Schicksal steckt, geht niemals verloren. Durch den engen zeitlichen Rahmen der Handlung - sie umfasst vier Tage - wird pointiert und zugespitzt dargestellt, welchen Einfluss soziale Medien auf den einzelnen Menschen und sein Schicksal haben. Ein Merkmal der Satire ist die Übertreibung. Klar. Doch hat der Autor hier m.E. das eine oder andere Mal doch zu viel des Guten gewollt. Auch wenn der "Lemming" mit seinen über fünfzig Jahren vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist, erscheint mir sein Unwissen in Bezug auf die digitalen Medien und ihre Gefahren doch sehr unglaubwürdig. Wie er und sein Mitstreiter sich verkleiden, um auf der Straße nicht erkannt zu werden, oder ein Viertel nach dem anderen trinken, konnte mich ebenfalls nur anfangs erheitern. Irgendwann werden viele Scherze einfach langweilig. Stehen zu Beginn des Geschehens noch Mario und sein Schicksal als Mobbing-Opfer im Zentrum, wird nach und nach der Fokus auf weitere Missstände in der (österreichischen) Gesellschaft gelenkt. Teils ist dieses verständlich, werden doch in den Medien Meinungsmache betrieben und durch Fake News gezielt Falschinformationen verbreitet. Allerdings sagt mir gerade die Fülle an politischen Themen nicht sehr zu, da vieles angerissen, jedoch wenig vertieft wird - durchaus ein Spiegel unserer Gesellschaft, jedoch eben kein tiefgreifender. Leider gerät dadurch auch Marios Schicksal ein wenig ins Hintertreffen. Ob gewollt oder nicht, mich hat das beim Lesen gestört. Auch der Showdown am Ende hat mein Lesevergnügen ein wenig geschmälert. Slupetzkys Versuch, nach einem doch eher unblutigen Geschehen etwas mehr Action in die Handlung einzubauen, schrammt meiner Meinung nach haarscharf an Klamauk und Slapstick vorbei - eine Tendenz in Büchern, mit der ich wenig anfangen kann. Insgesamt fühlte ich mich von "Im Netz des Lemming" gut unterhalten, vollends überzeugen konnte mich dieses Buch jedoch nicht, denn dafür fehlt es einfach an Tiefe - und gerade sie hätte ich bei dieser Thematik erwartet. Schade.
Spannender Kriminalroman mit aktuellen Themen!
von Jasmin Henseleit - 12.01.2020
"Im Netz des Lemming " von Stefan Slupetzky ist ein Kriminalroman ,der perfekt im wienerischen Akzent geschrieben ist und aktuelle Themen wie Mobbing,soziale Netzwerke und wie schnell ein Shitstorm entstehen kann ,korrupte Politik,Fake News und Asylthematik. Das Cover ist zwar schlicht und lässt auf den ersten Blick nicht die Spannung des Buches erahnen,was erst beim Klappentext deutlich wird. Der Schreibstil ist modern,flüssig und gut zu lesen. Auch an Humor fehlt es hier nicht,ohne übertrieben zu wirken. Der moderne Kauderwelsch der heutigen Jugendsprache ist auch ganz witzig zu lesen,LOL. Die Hauptprotagonisten Lemming und sein Freund Polivka erinnern mich sehr stark an Pat und Paterchon,ein tolles Team,beides nun ehemalige Polizisten.  Die Dialoge der beiden waren teilweise humorvoll und beide Charactere waren mir sehr sehr symphatisch .  Beide werden Opfer des World Wide Webs und der Boulevardpresse,die mit falschen und extrem verstörenden Behauptungen eine möglichst große Leserschaft einfangen möchte. Aber der Lemming und Polivka ermitteln auf eigene Faust mit falschen Bärten weiter und decken weitere Lügen auf. Mario,ein Junge mit extrem niedrigen Selbstbewusstsein und Selbsthass begeht Selbstmord,und rausgerechnet der Lemming wird Zeuge von der Tragödie.  Falschaussagen und falsche Deutungen privater Fotos kosten dem Lemming nicht nur seinen Job als Nachtwächter im Zoo,sondern ein Shitstorm entsteht und es folgen Bedrohungen und übelste Verleumndungen als Pädophiler.  Und das alles wegen einer schockierenden Nachricht,die Mario kurz vor seinem Tod erreicht hat. Ich vergebe 4 von 5 Sterne,da mir oft zu viel von Politik geschrieben wurde und den Kriminalfall manchmal etwas in den Hintergrund gedrängt hat. Aber ansonsten sehr empfehlenswert !
Zeitgemäßer Kriminalroman
von mk - 11.01.2020
Der erste Roman, den ich von Stefan Slupetzky gelesen habe, hat mich direkt beeindruckt. Der Freund des Sohn des Lemming stürzt sich in den Tod und schnell ist klar, das Hetze im Netz in der ganzen Geschichte eine Rolle spielt. Anfangs habe ich mich ein wenig schwer getan mit Begriffen der Jugendsprache und des wienerischen des Buchs, aber dann habe ich mich schnell daran gewöhnt und die Handlung hat mich gefangen genommen. Die Personen der Geschichte, besonders den Lemming und Kriminalkommisar Polivka fand ich an manchen Stellen etwas überspitzt dargestellt, aber das hat der guten Gechichte nicht geschadet. Ein zeitkritischer Roman, der nicht belehren will, sondern unterhaltsam, humorvoll und spannend daherkommt .
Gesellschaftskritik vom Feinsten
von SiWel - 10.01.2020
Stefan Slupetzky ist mir mit seinem Buch Im Netz des Lemming durch sein Cover und den Titel aufgefallen. Auch der Klappentext versprach einige überaus interessante Lesestunden. Lemming steht hier für Leopold Wallisch, der Zeuge eine Suizids von dem kleinen Mario wird. Lemming ein früherer Polizist und sein Freund Chefinspektor Polivka beginnen zu ermitteln. Sie landen mitten in einem Dickicht aus politischer Hetze und dirty campaigning. Als ich das erste Kapitel durchgelesen hatte, habe ich gedacht, wie kann man nur so einen Blödsinn verzapfen. Nachdem ich dann aber weitergelesen habe, nahm die Geschichte Seite für Seite mehr und mehr an Fahrt auf. Slupetzky hat ein dickes Lob verdient. Er hat mit Lemming und Polivka nicht nur zwei sehr eigenwillige Charaktere erschaffen, er schafft es auch in seinen Dialogen wirklich brisante Themen total geschickt zu verpacken. Seine Geschichte zeigt uns nur das reelle Leben auf, sachlich, humorvoll und offen dargestellt. Der Schauplatz ist Wien. Ein unbekannter Ort für mich, der sich aber durch die bildhaften Beschreibungen der Plätze und Menschen sehr gut vorstellen ließ. Die Österreicher haben einen gewissen Charme und den fühlt man das ganze Buch hindurch. Ein Krimi der etwas anderen Art, trotzdem sehr empfehlenswert.
Toller Krimi mit Wiener Originalen
von liseliest - 09.01.2020
Der Lemming, Leopold Wallisch, wird Zeuge, wie sich der beste Freund seines Sohnes vor eine U-Bahn wirft. Diese Tat wurde durch einen anonymen Hasskommentar ausgelöst. Schnell wird der Lemming verdächtigt an der Tat des Jungen Schuld zu haben. Eine mediale Hetzkampagne gegen ihn beginnt. Dies will der Lemming nicht auf sich sitzen lassen und beginnt mit seinem Kollegen Polivka den Ursprung der Nachricht zu recherchieren. Dabei treffen sie auf diverse Wiener Originale, die ihre eigenen politischen und gesellschaftlichen Ansichten haben, die aufeinandertreffen. Der Ursprung der Nachricht stellt eine Überraschung dar, ebenso die Reaktionen, die sich daran anschließen. Die Charaktere sind Wiener Originale. Nicht auf den Mund gefallen und bisweilen sarkastisch. Teilweise werden die Protagonisten vom Autor überspitzt dargestellt, dies beeinflusst die Story aber nicht. Allerdings beinhaltet die Jugendsprache zu Beginn den Aspekt des Fremdschämens, was wiederum das unangenehme Gefühl des Lemmings in Bezug auf den Verlust des Anschlusses an den technischen Fortschritt deutlich hervortreten lässt. Die Handlung ist durchzogen von Gedankensprüngen des Lemmings, was in manchen Situationen dazu führt, dass der Handlung schwer zu folgen ist. Allerdings gibt dies einen interessanten Einblick in die Gedankengänge des Lemmings. Die Handlungssprünge löse sich in einer anschließend schlüssigen Handlung auf. Auch ist die Auflösung des Falls spannend und unerwartet, ebenso das endgültige Ende. Das Buch ist ein gelungenes Beispiel für eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung. Dem Autor ist es gelungen verschiedene gesellschaftliche Kritikpunkte zu personifizieren und deren Haltungen realistisch darzustellen. Ebenso eine gewaltige Abrechnung mit dem Medienzirkus und die Folgen, die durch Postings entstehen können. Anhand des Lemmings stellt der Autor die Folgen anhand eines persönlichen Schicksals dar. Dies ist meiner Meinung nach gelungen. Auch wenn die Handlung in Österreich spielt, können die Ereignisse auf Deutschland und jedes andere Land übertragen werden. Insgesamt eine spannende Lektüre für ein paar Lesestunden.
Der Hass, die Hetze und der Tod
von Anonym - 09.01.2020
Aktueller geht's kaum: Postings und Kommentare, triefend vor Hass und Hetze in den asozialen Netzwerken platziert - sie sind das Fundament von Stefan Slupetzkys Kriminalroman "Im Netz des Lemming". Eigentlich heißt er Leopold Wallisch, Nachtwächter im Tierpark Schönbrunn, Vater des elfjährigen Ben. Mit dessen gleichaltrigem Freund Mario fährt er ein Stück gemeinsam mit der Straßenbahn. Als der Junge nach einem Blick auf sein Smartphone plötzlich völlig aufgelöst aus der Bahn stürmt und über die Straße rennt, folgt ihm der Lemming, weil er Böses ahnt. Er ist der Letzte, der Kontakt mit Mario hat, bevor dieser sich über ein Brückengeländer in die Tiefe stürzt. Da wissen all die Klugscheißer, die im Netz unterwegs sind, sofort Bescheid: Wallisch ist ein Pädophiler und hat Mario in den Tod getrieben. Befeuert von der rechten Presse kennen Hass und Hetze ab jetzt keine Schranken mehr. Zusammen mit Polivka, vor Jahren geschasster Polizeichefinspektor, begibt sich der Lemming auf die Suche nach dem ominösen Verursacher. Slupetzky versteht sein Handwerk. Chronologisch durchaus spannend erzählt, mit klarer Wortwahl und trotz des ernsten Themas mit Wortwitz durchsetzt, nimmt er die Leser*innen mit auf diese Suche. Dabei tun sich Abgründe auf, die in einem oftmals die Wut zum Kochen bringen. Der Roman ist weit mehr als ein Kriminalroman. Er ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen gesellschaftlichen Situation, speziell der Widerwärtigkeiten und der Inhumanität der Unbelehrbaren, der Gedankenlosen, der Hasser und Hetzer im Netz. Bissig und zynisch entlarvt er nebenbei die oberste Politkaste seines Heimatlandes Österreich, in dem "der Geschmeidige" das Sagen hat. Derjenige, der "wie Phoenix aus der Asche" erstanden ist, dank eines "guten Schneiders" und eines noch "besseren Friseurs" und dessen (inzwischen Ex-) Vizekanzler ganz rechtsaußen agieren durfte. Ich fürchte, viele seiner Landsleute werden dem Autor verübeln, wenn er unverblümt sagt, dass der Mensch aus Schaden klug werde, nur die Österreicher würden dumm und dümmer. Möge ihm der oft erwähnte "Scheißsturm" erspart bleiben!
Spannender Genremix
von Skandinavischeleserin - 08.01.2020
Meine Meinung: Dieses Buch hat wirklich unsagbar viele Facetten zu bieten, die den Leser überraschen und auch größtenteils das schaffen, was sie beim Leser bewirken sollen. Während ich einen klassischen Kriminalroman erwartet hatte, bekam ich eine Mischung aus Tragik, Humor und Spannungsmomente und alles in allem entwickelte sich zu einer ausgezeichneten Geschichte, die so viel mehr war, als eine eindimensionale Genrebezeichnung beschreiben konnte. Ganz nebenbei ist der Schreibstil sehr eigensinnig, voller Emotionen und baut perfekt die Spannung auf, die dieses Buch benötigt. Einzig die einzelnen Charaktere konnten mein Herz nicht immer zu 100% für sich gewinnen, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Mein Fazit: Ein vielschichtiges Buch, welches viele Facetten zu bieten hat.
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