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Trauerarbeit der Moderne als Buch
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Trauerarbeit der Moderne

Autorenpoetiken in der Gegenwartsliteratur. 'Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft'. Auflage 2003.…
Buch (kartoniert)
Nach dem Ende der (neo)avantgardistischen Bestrebungen vornehmlich in Frankreich und Italien vollzog sich - initiiert durch eine jüngere Autorengeneration - zu Beginn der 1980er Jahre eine Entwicklung hin zum so genannten neuen Erzählen. Dieses begeg … weiterlesen
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Trauerarbeit der Moderne als Buch

Produktdetails

Titel: Trauerarbeit der Moderne
Autor/en: Steffen Richter

ISBN: 3824445166
EAN: 9783824445165
Autorenpoetiken in der Gegenwartsliteratur.
'Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft'.
Auflage 2003.
Book.
Deutscher Universitätsverlag

30. Januar 2003 - kartoniert - 272 Seiten

Beschreibung

Nach dem Ende der (neo)avantgardistischen Bestrebungen vornehmlich in Frankreich und Italien vollzog sich - initiiert durch eine jüngere Autorengeneration - zu Beginn der 1980er Jahre eine Entwicklung hin zum so genannten neuen Erzählen. Dieses begegnet den Entreferentialisierungstendenzen der vorangegangenen Jahre und fordert verstärkt Wirklichkeit in den literarischen Texten ein.
Anhand dreier Autorenpoetiken der jüngsten Gegenwartsliteratur zeigt Steffen Richter, dass die Geschichte der literarischen Formen keineswegs ad acta gelegt, sondern dass das von den Avantgarden bereit gestellte Instrumentarium technischer Mittel auf seine Produktivität hin überprüft wurde. Die Probleme, auf welche die Avantgarden literarisch reagierten, liegen in der Disposition der Moderne begründet. Gestützt auf Georg Lukács' Bestimmung der Modernität als ein Aufeinanderbezogensein von kontingenter Welt und problematischem Individuum untersucht Steffen Richter in den Texten von Jean-Luc Benoziglio, Bodo Morshäuser und Daniele del Giudice die Repräsentationen von Kontingenz und Subjektivität. Es wird deutlich, dass die Fragestellungen der Moderne nicht abgegolten sind und die Rede von einer "schönen neuen Welt" der Postmoderne Probleme eher camoufliert als löst. Gestützt auf Georg Lukács' Bestimmung der Modernität als ein Aufeinanderbezogensein von kontingenter Welt und problematischem Individuum untersucht Steffen Richter in Texten der jüngsten Gegenwartsliteratur die Repräsentationen von Kontingenz und Subjektivität. Es wird deutlich, dass die Fragestellungen der Moderne nicht abgegolten sind und die Rede von einer "schönen neuen Welt" der Postmoderne Probleme eher camoufliert als löst.

Inhaltsverzeichnis

Moderne - Krise - Postmoderne?.
- 1. Jean-Luc Benoziglio.
- 1.1. Die Situation des Jahres 1980 - Bruch oder Passage?.
- 1.2. "Ghostwriter der Avantgarde" - das 'Waffenarsenal' des literarischen "Freischärlers".- Adieu à Balzac - "panique sémantique": Potentielle Literatur? - Scheherezade und der Schriftsteller - Sinnlöcher.
- 1.2.1. Zur Lage des Subjekts zwischen den Texten.
- 1.3. Zurück zum Subjekt? Geschichte(n) des Subjekts statt Subjekt der Geschichte.
- 1.3.1. Erinnerungen an die Liebe.
- 1.3.2. Geschichte(n) erzählen.- Das Geschichtsbild des historischen Romans - Geschichte als Krieg gegen den Zusammenhang - Ein Schweizer in der Entscheidung: der Ort des Erzählers.
- 1.3.3. Auto/bio/graphie - Lui n'a jamais parlé d'autre chose que de soi?.- "Nouvelle Autobiographie"? - Herkünfte.
- 1.3.4. Der eingebildete Jude?.- Gedenkkerzen.
- 1.4. Das Labyrinth der Sätze und das tödliche Lachen - Subjektivität und Kontingenz.
- 1.4.1. "Luft zum Atmen" oder "le goût de la digression narrative".
- 1.4.2. 'Schwarzer Humor': "Vereinzelt tanzt einer am Rande des Vulkans".
- 2. Bodo Morshäuser.
- 2.1. "Wir sind nicht mehr empört." - Literatur nach der Revolte.- Das Subjekt in der Stadt.
- 2.2. ,Simulationsliteratur' - der Modellbegriff.- Subventionsberlin - Baudrillards Simulakren - Kulturindustrie.
- 2.2.1. Sehnsüchte.
- 2.2.2. Straßenkampf.
- 2.2.3. Stellungskrieg der Gefühle.
- 2.2.4. Müde Krieger.
- 2.3. Die Rückkehr des Realen - Politische Essays zum Rechtsradikalismus.
- 2.4. Positionen des Dazwischen und der Vermischung.
- 2.4.1. Einheit im Rausch.
- 2.4.2. Selbstversicherung im Vergangenen.
- 2.4.3. Fall ins (im) Grenzenlose(n).
- 2.4.4. Treffen im Treppenhaus.- Exkurs: Gehen und Sehen - Über den Verbleib des Flaneurs.- Gehen - Sehen - Lesen und Schreiben - Und das Flanieren?.
- 3. Daniele Del Giudice.
- 3.1. Schreiben nach dem Schiffbruch - die "nuova narrativa" der 80er Jahre.
- 3.2. Triester Vorspiel: Leben und/oder Schreiben.- Triest - Roberto Bazlen.
- 3.2.1. Schiffbruch.- Die Trümmer und das Erzählen - Konstruktion.
- 3.3. navigazione und probabilità - Reformulierung der 'condition moderne'.
- 3.3.1. Das Bild der Welt in der carta und die navigatorische Positionsbestimmung des Subjekts.
- 3.3.2. Moral der Form: probabilità.- probabilità
1: literarhistorisch - probabilità
2: grammatisch - probabilità
3: Erzählperspektive.
- 3.3.3. Die Wiederverzauberung der Welt.
- 3.4. Ein imaginärer Atlas der westlichen Welt.
- 3.4.1. Experimente und Visionen.- Vorwärts zum Urknall - Geschichten sehen - Das Gelingen in einer schönen neuen Welt?.
- 3.4.2. Das Subjekt im Schatten.- Zur Verhinderung von Erinnerung bei Überlichtgeschwindigkeit.
- 3.4.3. Freundschaft.- Freundschaft in der Moderne - Rückkehr des Intimen.
- 3.4.4. Das Experiment des Autors Del Giudice.
- 3.4.5. Bildbetrachtung.
- 3.5. Das Fliegen im nachheroischen Zeitalter: Realitätsgewinn und Traumverlust.
- 3.5.1. Über das Navigieren in der Wolke.
- 3.5.2. Der Schreiber-Pilot in der Verantwortung.- Metamorphosen - Die Pflicht zur Kommunikation.
- 3.6. Die notwendige Handlung.
- 3.6.1. Tatsachen schaffen.
- 3.6.2. Töten als letzte Handlung.
- 3.6.3. Mythisierung des Todes.
- 3.6.4. Animalische Körper.- Schluß.

Portrait

Steffen Richter, Dr., geb. 1969, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig und arbeitet als freier Journalist und Literaturkritiker für 'Neue Zürcher Zeitung', 'Welt', 'Frankfurter Rundschau'.
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