Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Die Königin der Orchard Street

Roman. Originaltitel: The Ice Cream Queen of Orchard Street.
Buch (gebunden)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1
3 Bücher für € 15 - jetzt bis zu 37% sparen!
 
Dieses Buch im Paket sichern und jetzt sparen!
 
New York, 1913. Die kleine Malka lebt mitten im Trubel der dicht gedrängten Straßen und übervölkerten Mietskasernen im Einwandererviertel auf der Lower East Side. Die meisten hier sind arm, haben zum Leben zu wenig, zum Sterben z… weiterlesen
Jetzt

5,99*

inkl. MwSt.
Bisher: € 19,95
Portofrei
Sofort lieferbar
Die Königin der Orchard Street als Buch

Produktdetails

Titel: Die Königin der Orchard Street
Autor/en: Susan Jane Gilman

ISBN: 345817625X
EAN: 9783458176251
Roman.
Originaltitel: The Ice Cream Queen of Orchard Street.
Übersetzt von Eike Schönfeld
Insel Verlag GmbH

8. März 2015 - gebunden - 552 Seiten

Beschreibung

New York, 1913. Die kleine Malka lebt mitten im Trubel der dicht gedrängten Straßen und übervölkerten Mietskasernen im Einwandererviertel auf der Lower East Side. Die meisten hier sind arm, haben zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel, leben von der Hand in den Mund. Doch listig und raffiniert, wie sie ist, lernt Malka schnell, sich im Viertel durchzuschlagen. Und genau da, mitten im abenteuerlichen Gemenge, wo die jiddischen und italienischen Rufe der fahrenden Händler durch die Straßen schallen, wendet sich Malkas Schicksal. Denn dort trifft sie Papa Dinello, der sie in das köstlichste Geheimnis der Welt einweiht: das Wunder der Eiscreme, die Verführung der süßen Magie. Für Malka beginnt eine wahre Tour de Force durch das Leben - und aus dem pfiffigen und erfinderischen Mädchen wird die Grand Dame Lillian Dunkle, die »Eiskönigin von Amerika« und berühmt-berüchtigte Herrscherin über ein Eiscreme-Imperium ...Dieser Roman fegt wie ein Wirbelwind durch das 20. Jahrhundert und erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer ungezähmten Heldin, eines turbulenten Lebens und der Entdeckung der süßen Magie.

Portrait

Susan Jane Gilman stammt aus New York und hat an der Universität von Michigan Kreatives Schreiben studiert. Bislang veröffentlichte sie sehr erfolgreich drei Sachbücher, zudem schreibt sie u. a. für The New York Times, The Los Angeles Times und das Ms. Magazine. Für ihr Schreiben wurde sie merhfach mit Preisen ausgezeichnet. Die Königin der Orchard Street ist ihr erster Roman. Susan Jane Gilman lebt derzeit in Genf in der Schweiz und in New York.

Leseprobe

Jetzt reinlesen: Leseprobe(pdf)

Pressestimmen

"Eine köstliche Sommerverführung." USA Today
Bewertungen unserer Kunden
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von Schnuck59 - 12.06.2015
In "Die Königin der Orchard Street" erzählt Susan Gilman die außergewöhnliche Geschichte eines jüdischen Mädchens, das mit seiner Familie Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika einwandert und zur Grande Dame eines Eiscreme-Imperiums wird. Im ersten Teil des Buches wird die entbehrungsreiche und schwere Kindheit von Malka, die sich später Lillian nennt, beschrieben. Durch Papa Dinello lernt sie die Welt der Eiscreme kennen. Diesen Teil finde ich packend, informativ und unterhaltsam. Die Informationen über die Geschichte der Eiscreme wurden gut eingearbeitet. Man bekommt einen Einblick über das Leben am Anfang des 20. Jahrhunderts und die Auswirkungen des Krieges, auch auf das Eiscremegeschäft. In den weiteren Teilen geht es um den Aufbau ihres Eisimperiums, ihre Ehe mit Bert und die Zeit nach dessen Tod. Hier sind einzelne Passagen etwas langatmig. In der Erzählung gibt es teilweise unerwartete Zeitsprünge, die mich irritierten. Mir persönlich sind zu viele jiddische Vokabeln eingearbeitet. Die Autorin hat die Entwicklung und die Charakterzüge der Protagonistin gut beschrieben. Die Geschichte um den Aufbau des Eiscreme-Imperiums brauchte mir Unterhaltung und eine erweiterte Sicht zu Eiscreme. Eiscreme ist überhaupt kein Eis. Es heißt Eiscreme, weil es gefrorene Creme ist.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von spkara08 - 09.04.2015
Das Buch ist kein historischer Roman, wie man vielleicht bei einem ersten Blick auf den Handlungszeitraum denken könnte. Es ist vielmehr die Lebensgeschichte von Malka Bialystoker alias Lillian Dunkle " ein russisches Einwanderermädchen in New York, das nach einem schweren Start in Amerika sich aufrafft und sich zur Eiskönigin von Amerika hocharbeitet. Die Geschichte wird in drei Zeitperspektiven aufgegriffen und in der Ich-Perspektive parallel erzählt, beginnend mit Malkas Kindheit und Reise nach Amerika, das plötzliche Verlassen ihrer Familie durch den prägenden Unfall und ihre Anfänge in der Eisindustrie. Neben einem Handlungsstrang in der frühen Vergangenheit wird ihre Sicht als alte Frau ebenfalls dargestellt. Somit erhält man als Leser einen umfassenden Einblick in Malkas Werdegang, die Schwierigkeiten, die sie auf ihren langen Karriereweg gehen musste sowie ihre Sicht und die Rückblicke in der Gegenwart. Im Verlauf des Buches werden alle Handlungsstränge miteinander verknüpft, sodass die Geschichte am Ende abgeschlossen ist. Malka ist eine sehr resolute und intelligente Frau, die durch ihre Entscheidungen ihre Mitmenschen auch verprellen kann. Aber genau das macht den Reiz ihres Charakters aus, weil die Protagonistin mal nicht die nette kleine süße Lady von nebenan ist, sondern sich im Leben behaupten muss und das auch durchsetzen kann. Das Buch ist auf seine Art und Weise sehr fesselnd geschrieben, da es die Autorin durch das Springen zwischen den einzelnen Zeitebenen gelungen ist, neben der gerade stattfindenden Handlung immer noch einen Ausblick einbaut, durch den man wieder neue Aspekte von Malkas/Lillians Leben kennen lernt und wissen möchte, wie es weiter geht. Ich kann das Buch nur empfehlen. Und für alle, die das Buch schon gelesen haben: "verklagt mich doch, ihr Schätzchen" " mir hat das Buch gefallen! :)
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von dorli - 21.06.2015
New York 1913. Malka kommt als kleines Mädchen mit ihren Eltern und Geschwistern nach New York. Die Familie ist arm, das Leben in der Lower East Side ist hart. Doch Malka ist pfiffig, sie lernt schnell, wie sie andere umgarnen muss, um ihr Ziel zu erreichen. Ein schwerer Unfall, von der Mutter alleingelassen " selbst diese und weitere Schicksalsschläge werfen das 6-jährige Mädchen nicht aus der Bahn, sie beißt sich durch und kämpft sich beharrlich bis an die Spitze eines Eiscreme-Imperiums" Susan Jane Gilman hat mich mit "Die Königin der Orchard Street" von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Die dicht gedrängten Straßen der Lower East Side, die Armut, der Hunger, jeder Tag ein Überlebenskampf und mittendrin ein kleines Mädchen, das sich nicht unterkriegen lässt " es ist einfach klasse, wie die Autorin Zeit und Ort lebendig werden lässt. Auch die jeweilige Atmosphäre der weiteren Ereignisse vermittelt die Autorin in einer ganz wunderbaren Art und Weise - mit ihren ausführlichen Beschreibungen und detailreichen Schilderungen hat die Autorin ein wunderbares Bild des zwanzigsten Jahrhunderts gezeichnet. Man merkt dieser Geschichte eine sehr intensive Recherche an, der gesamte Verlauf der Handlung ist hervorragend in die historischen Ereignisse eingebettet. Außerdem erhält man interessante Einblicke in die Welt der Eiscreme. Mit Malka/Lillian hat Susan Jane Gilman eine wahnsinnig interessante Figur geschaffen. Ideenreich, voller Energie - eine ehrgeizige, schonungslos ehrliche Frau, die durch die besonderen Umstände geprägt wurde. Sie ist anderen gegenüber nicht zimperlich und immer auf der Hut, weil sie von niemandem hinters Licht geführt werden will. Mir hat dieser Debütroman von Susan Jane Gilman sehr gut gefallen. Alles wirkt sehr echt, man kann sich durchweg ein sehr gutes Bild von den Ereignissen machen und die Höhen und Tiefen im Leben der Grand Dame Lillian Dunkle bestens miterleben.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von katze102 - 16.05.2015
Eine starke Frau erkämpft sich ihren amerikanischen Traum ----------------------------------------------------------------------------------------- Malka flüchtet 1913 mit ihrer Familie aus Rußland, über Hamburg, nach New York. Die Familie träumt vom Land, in dem der Reichtum für alle möglich sein soll. Doch Armut, Not und auch verschiedene Weltsicht sorgt dafür, dass die Familie auseinanderbricht. Jedes Familienmitglied lebt sein Leben... Maika, nicht unbedingt hübsch und nach einem Unfall als Kind gehbehindert, die später Lilian heißt, kämpft ihr Leben lang, oft mit harten Bandagen. Nie wieder will sie arm sein und Hunger haben und ihr Weg kann nur der nach oben sein. Manchmal wären ihre Mittel nicht unbedingt meine erste Wahl , aber verstehen kann ich sie schon. Wäre es ein Mann, würden die meisten es wahrscheinlich anders bewerten, aber bei einer Frau werden schon strengere Massstäbe angesetzt, leider. Und wenn man ihre Kindheit, ihre Entbehrungen und Kämpfe von Kindesbeinen an mit einbezieht, finde ich ihr ganzes Vorgehen schon sehr schlüssig, der Zeit angepaßt oder, eigentlich war sie ihrer Zeit weit voraus. Dass Lilian ständig Selbstzweifel, Schuldgefühle und Sehnsucht nach der Liebe ihres Vaters einholen zeigen mir, dass sie eigentlich eine ganz verletzliche Person ist, die es ihren nahestehenden Personen Recht machen möchte. Wenn sie schon nicht für ihr Aussehen geliebt wird, vielleicht für ihre aussergewöhnlichen Leistungen? Besonders bei ihrem Vater scheint mir diese emotionale Abhängigkeit " des kleinen Mädchens" ein sehr wichtiger Aspekt ihres Lebens zu sein ... Lange Zeit hält sie sich zusammen mit ihrem Mann Bert ganz oben, baut mit ihm zusammen ein Imperium auf; sie ist die "Eiskönigin Amerikas", bis sie zu selbstgefällig wird und über eigene Fehler stolpert... Im Buch geht es nicht nur um Lilians Lebensgeschichte, sondern man erfährt auch vieles über die jüngere Geschichte der USA und über Marketing. Fazit: Insgesamt ein sehr spannendes und interessantes Buch, vielschichtig erzählt, mit Liebe zum Detail.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von sursulapitschi - 18.03.2015
Lillian Dunkle war noch nicht lange in Amerika, als ein Fuhrwerk mit einem Eiswagen sie erfasste und zum Krüppel machte, damals 1913. Sie wurde die " Eiskönigin von Amerika", berühmt für ihr exotisches Speiseeis. Inzwischen, 70 Jahre später, ist sie eine reiche alte Dame, kapriziös, resolut, humorvoll und wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Hier erzählt sie, wie alles begann, wie es war, als sie fünf Jahre alt war und mit ihren mittellosen Eltern aus Russland kam, um in Amerika das Glück zu suchen und nur bittere Not in einem jüdischen Einwandererviertel zu finden. Damals hieß sie noch Malka und musste sehr früh lernen, dass einem manchmal nur Erfindungsreichtum das Überleben sichert. Lillian erzählt ihre Geschichte sehr unterhaltsam mit ihrem ganz speziellen, beißendem Humor, auch wenn ihr wechselvolles Leben zunächst aus Tragödien besteht. Sie durchläuft eine harte Schule, bis sich ihr Eisgeschäft etabliert hat, das sich nur durch ihren Fleiß, Hartnäckigkeit und Erfindungsreichtum durchsetzen kann. Wer kann sich schon Eis leisten, während ein Krieg die Welt erschüttert und die Bevölkerung hungert? Und was soll man als Eishersteller tun, wenn das Aufkommen einer Polio-Epidemie mit dem Verzehr von Milchprodukten in Verbindung gebracht wird? Im Alter ist Lillian eine bissige, egozentrische grande Dame, aber man kann gut nachvollziehen, wie sie so geworden ist. Sie analysiert sich gnadenlos, bereut auch viele Fehler, man weiß nicht so recht, ob man sie bedauern oder verachten soll. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer eindrucksvollen Frau, die Geschichte eines amerikanischen Traums, der wahr wurde, und auch die Geschichte der Erfindung des Speiseeises. Es ist spannend, originell und unterhaltsam und wäre wirklich großartig, wenn man sich die ewigen Wiederholungen erspart hätte. Lilian betitelt ihre Leser ständig mit "meine Schätzchen" , "verklagt mich doch". Das ist anfangs lustig, auf Dauer aber enervierend. Schade, so muss ich einem Buch, das mir eigentlich sehr gefallen hat, doch einen Stern abziehen.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von Gebine S. - 20.03.2015
Wenn Sie auf höchst amüsante Weise erfahren möchten, wie es dazu kam, dass wir sommers wie winters die herrlichste Eiscreme genießen können, dann folgen Sie Mrs. Lillian Dunkles Lebensgeschichte: Nein, nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, aber von der armen, jüdischen Einwanderergöre zur Icecream-Queen Amerikas. Ein rosaroter, glitzernder, amerikanischer Traum? Lassen Sie sich überraschen! Besonders gefallen hat mir, wie Lillian Dunkle mit Witz und Selbstironie auf ihr Leben blickt. Sie lässt sich nichts vormachen, tritt in Fettnäpfchen. Wie das Leben ihr auch mitspielt - und es hat einiges zu bieten - sie kämpft! Auf der Suche nach Liebe und Erfolg bringt sie große Opfer und schließt am Ende Frieden mit sich und ihrem Leben. Sie ist auf bezaubernde Weise jung geblieben. Wer möchte das nicht?
Ein gelebter amerikanische Traum
von Anonym - 23.02.2016
Inhalt: New York, 1913: Malka kommt mit ihrer Familie als Einwandererin nach New York. Die Familie schlägt sich in ärmlichen Verhältnissen durch das tägliche Leben. In dieser Situation wird Malka hat Malka einen schweren Unfall, sie wird von einem Eiswagen angefahren und schwer am Beim verletzt. Nachdem deutlich wird, dass Malka aufgrund des Unfalls eine Behinderung zurückbehalten wird, wird sie von ihrer Mutter verlassen, der Vater ist schon vorher aus dem Leben der Familie verschwunden. In dieser verzweifelten nimm die Fahrer des Unfallfahrzeugs, Mr. Dinello, Malkas an und sie wächst in der Familie des Eisfabrikanten auf und lernt die Herstellung von Speiseeis kennen. In diesem Buch werden wir Zeuge von Malkas Weg zur Eiskönigin Amerikas. Meine Meinung: Die Geschichte ist eigentlich sehr spannend geschrieben. Der Aufstieg einer Frau aus einfachsten Verhältnissen, die für sich den amerikanischen Traum verwirklicht. Der Leser bekommt einen tiefen Einblick in das Elend der Einwanderer, die, frisch angekommen in Amerika, versuchen ihr Leben zu organisieren. Malka ist eine Kämpferin, von ihren Zieheltern betrogen fängt sie am absoluten Nullpunkt an und wird zu einer reichen Geschäftsfrau. Sie erzählt ihr Leben ihren Kindern als Rückblick im hohen Alter. Die Sprünge in der Zeitachse waren nicht immer leicht nachvollziehbar, so daß ich beim Lesen gelegentlich innehalten mußte, um die Zeitachsen zu sortieren. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, ich konnte mir die Personen sehr gut vorstellen und sie haben der Geschichte das Leben eingehaucht. Leider hatte das Buch an einigen Stellen gewisse Längen, die jedoch immer von spannenderen Abschnitten abgelöst wurden, so dass ein Weiterlesen immer belohnt wurde. Erst zu Ende hin wurden die ganzen Zusammenhänge der Rahmenhandlung klar, die mich im ersten Teil des Buches etwas verwirrt haben. Insgesamt ein lesenswertes Buch über eine Frau, der der soziale Aufstieg in Amerika gelungen ist und die sich in die Amerikanische Gesellschaft integriert hat.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von Gudrun - 12.03.2015
Susan Jane Gilman zeigt mit ihrem Buch hervorragend auf, dass in jedem Menschen Gutes und Böses vereint sind und der Leser aber selbst die "bösen" Seiten verstehen und anerkennen kann. Der Spannungsbogen wird von Beginn bis Ende hervorragend auf Höhe gehalten und lässt ins Geschehen eintauchen. Das Leben der Protagonistin bleibt von Anfang bis Ende des Buches unvorhersehbar und äusserst spannend. Der Handlungsfaden wird im steten Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart abgespult und gibt der Geschichte dadurch zusätzliche Energie. Das Buch umfasst eine Zeitspanne von rund 70 Jahren und beginnt im Jahr 1913. Dies ist das Jahr, in dem das jüdische Mädchen Malka im Alter von etwa 6 Jahren mit ihrer Familie aus Russland nach Amerika auswandert. Da die damaligen schweren Zeiten alles von den Menschen forderten, musste auch Malka schon als Kind Härte, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Gerissenheit und Kreativität an den Tag legen. Hier zeigt sich aber auch, dass trotz oder vielleicht gerade wegen oben genannter Stärken oder Schwächen eine innere Leere, Gleichmut und auch Rache zutage treten können. Alle genannten Charaktereigenschaften werden Malka das ganze Leben begleiten. Sehr eindrucksvoll wird der Werdegang vom armen Mädchen hin zur reichen Geschäftsfrau eines Imperiums aufgezeigt. Durch immer wieder neue Schicksalsschläge und die damit verbundenen Änderungen ihres Lebens wird sie von mal zu mal stärker aber eben auch härter und rücksichtsloser. Obwohl in der Zeitspanne des Buches die beiden Weltkriege stattfanden, ist es dennoch kein "Kriegsbuch". Gekonnt werden die damaligen Ereignisse ins Geschehen eingeflochten, jedoch wird sich darin nicht "verloren". Mein Fazit: Spannend umgesetzte Geschichtslehre mit Suchtfaktor
Ein ungewöhnlich guter, lesenswerter Roman
von Wedma - 13.12.2015
Malka Treynovsky ist 6 als sie und ihre jüdische Familie bestehend Vater, Mutter und zwei ihrer älteren Schwestern aus Russland 1913 fliehen. Die Reise soll nach Südafrika gehen, wo der Bruder der Mutter lebt und sie dort erwartet. Aber in Hamburg entscheiden Malka und ihr Vater unter Ausschluss der restlichen Familie anders: Sie tauschen die Tickets und die Familie nimmt das Schiff nach Amerika. Sie landen in einem Armenviertel auf der Lower East Side. Sie sind bettelarm. Die Mutter jagt Malka und ihre ältere Schwester hinaus auf die Straße, damit sie Geld verdienen: wer nicht arbeitet, isst nicht, lautet die Devise. Die beiden kleinen Mädchen erledigen Hausarbeiten: schrubben Böden, schleppen Einkäufe oder klingeln bei den Nachbaren und bieten schlichte Unterhaltung an: Malka singt die selbst komponierten Lieder, da sie ein großes Mundwerk hat, wie ihre Mutter es ihr mehrmals vorgeworfen hat, und ihre Schwester tanzt dazu. Dabei gibt es einen Penny, wenn Malka singt und noch einen, damit sie aufhört. Eines Tages gerät Malka unter das Pferd des Eisverkäufers Dinello und ist schwer am Bein verletzt. So nimmt ihr Schicksal seinen Lauf. Von der Mutter verstoßen, landet sie in der Familie des italienischen Eismachers, lernt die Kunst der Eiszubereitung und steigt später zur "Eiskönigin von Amerika" mit eigener TV-Sendung, etlichen Konzessionsnehmern, einem Reichtum, von dem sie als ein armes Auswandererkind hätte nie träumen können. Es ist eine Ich-Erzählung. Lilian Dinkle, wie die Grand Dame des Eis-Imperiums den größten Teil ihres Lebens heißt, erzählt den Lesern ihr bewegtes wie arbeitsreiches Leben. Sie hält es nicht für nötig, etwas daran oder an ihren Beweggründen zu beschönigen. Ihr schlichter Wunsch zu überleben, das Leben ihrer Lieben abzusichern und ihr stark ausgeprägter Pragmatismus ließen sie in entscheidenden Momenten zu weniger konventionellen Mitteln greifen. Gepaart mit eiserner Disziplin, sicherten sie nicht nur das Überleben, auch ihr Geschäft florierte mit der Zeit. Und oft dann, wenn die Situation geradezu ausweglos schien, bekam Lilian Dunkle eine zündende Idee und machte eine Herausforderung zum Erfolg. Die Geschichte erstreckt sich über ca. 68 Jahre und liefert u.a. einen ungewöhnlichen Blick auf die amerikanische Geschichte des 20-ten Jahrhunderts: der Erste Weltkrieg mit seinen in die Höhe schießenden Preisen, die Prohibition, der Zweite Weltkrieg und die Deportation der Italiener, die 60-ger und 80-ger, all das aus der Sicht einer Eismacherin, die im Zweiten Weltkrieg so richtig dick ins Geschäft kam und die Herstellung ohne ihren Mann sichern musste. Etwas vom stellenweise derben Humor, auch mehrere von treffend bissigen Formulierungen, findet man in dem Roman auch. Kleine Kostproben: "Eines haben die Nazis richtig gemacht, dachte ich, als ich eines Sonntags in meinem Büro nach Funhouse einen Bourbon trank. Wenn man schon in der Hölle ist, bietet Arbeit die einzige Aussicht auf Erleichterung. S. 464. "Die Ehefrauen in unserem Geschäft, die haben mich noch nie im Geringsten interessiert. Es waren entweder dekorative Hohlköpfe oder öde Matronen. Was konnte ich denn mit denen reden? Und jetzt? Witwen wurden jedenfalls zu nichts eingeladen - nicht mal Promiwitwen wie ich. Außer natürlich, man wollte Geld." S. 465. Oder: "Ein Visionär sein heißt, darauf zu warten, dass die übrige Welt nachzieht." S. 484 Dieses Werk stellt eine beachtliche Leistung dar. Aus so einer Perspektive hat noch keiner mir bekannter Autor einen kritischen Blick auf die amerikanische Gesellschaft in der Spanne von 1913 bis in die achtziger Jahre geworfen. Was meine Begeisterung in Grenzen hielt, war der Schreibstil: so kräuselig, eher umständlich und voller Details. Er forderte volle Aufmerksamkeit und es brauchte einige Seiten, um nach einer Pause sich in die Geschichte wieder einfinden zu können. Danach ging es eine Weile. Die Protagonistin und ihre Geschichten machen dies schon fast wett, und letztendlich passt diese Erzählweise zu Lilian. Sie ist strak, eigenwillig, durchsetzungsstark, aber auch chaotisch, von Emotionen geleitet, besonders in den jungen Jahren. Sie ist so anders als die meisten Romanheldinnen: kein süßes Liebchen. Zu allen Seiten moralisch wie politisch korrekt ist sie bestimmt nicht. Und gerade das hebt sie aus der übrigen Masse hervor. Es ist zwar nicht so, dass ich den Roman verschlungen habe, aber es wäre ausgesprochen schade, Lilian und ihre Geschichte nicht kennengelernt zu haben. Fazit: ein ungewöhnlich guter, lesenswerter Roman mit einer starken wie moralisch inkorrekten Protagonistin. Geschichte des 20 Jh. aus der Perspektive der "Eiskönigin von Amerika".
Lillian Dunkles Lebensgeschichte
von Bücherfreundin - 23.03.2016
Die Königin der Orchard Street ist Lillian Dunkle, die sich aus eigener Kraft eines der größten Eisimperiums Amerikas aufgebaut hat. Als 5-Jährige kommt Lillian als Malka 1913 aus Russland nach New York, da sich besonders ihr Vater hier ein besseres Leben erhofft. Allerdings muss die Familie schnell erkennen, das hier auch nicht alles Gold ist was glänzt. So muss auch Malka mit helfen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit Glück und Ideen schafft Malka sich durchzusetzen. Allerdings passiert eines Tages ein Unfall, der Malkas Leben von Grund auf ändern wird. Sie gerät unter die Räder von Dinellos Eiswagen und behält davonihr Leben lang ein verkrüppeltes Bein zurück. Ihre eigene Familie will mit so einem Krüppel nichts mehr zu tun haben, so dass Malka Glück hat, dass die Familie Dinello sie in ihrer Familie aufnehmen. Zwischenzeitlich nimmt Malka auch den Namen Lillian Dinello an. Auch hier muss sie hart im Familienunternehmen mitarbeiten, aber so lernt sie die Eisproduktion von der Pieke auf. Allerdings wird sie gleich nach der Hochzeit mit Bert Dunkle aus dem Familienunternehmen heraus gedrängt, so dass sie zusammen mit ihrem Mann wieder von vorne beginnen muss ein Eisimperium aufzubauen. Mit Glück, Mut, Ideenreichtum und der ein oder anderen Intrige schafft es Lillian nach und nach alle Konkurrenten auszuschalten und zur Eiskönigin aufzusteigen. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Der 1. Teil zeigt Malkas Kindheit auf und wie sie sich in Amerika durchzusetzen lernt. Der 2. Teil beschäftigt sich in erster Linie mit dem Aufbau des Imperiums und mit welchen harten Bandagen Lillian sich durchsetzen musste. Gerade in den 50/60 ger Jahren war es nicht leicht für eine Frau sich in der Männerwelt zu behaupten, besonders für eine Frau mit einem verkrüppelten Bein. Der 3 Teil dreht sich dann um das Alter von Lillian und eines Prozesses um Steuerhinterziehung. Der Schreibstil ist zwar gut und flüssig zu lesen, aber der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erschwert den Lesefluss doch des Öfteren. Der Zeitwechsel kommt häufig überraschend mitten im Abschnitt, so dass man manchmal gar nicht weiß, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Es wäre besser für das Verständnis gewesen, wenn die Autorin Jahreszahlen vor die Abschnitte geschrieben hätte. Auch hätte man dann die Entwicklung und den Aufbau des Imperiums besser einordnen und verfolgen können. Insgesamt hätte ich mir mehr von der Lebensgeschichte erwartet und es auch besser und spannender gefunden, die Zeitebenen nacheinander zu erfahren und nicht so ein Durcheinander. Aus diesem Grund kann ich dieses Mal nur 3 Punkte vergeben.
Gilman:Die Königin der Orchard Street
von Gisel - 30.03.2015
Amerikas Eiskönigin Malka Treynovsky wandert mit ihrer Familie nach Amerika aus. Doch statt Milch und Honig erwartet sie ein mühsames Leben. Malka muss bereits mit fünf Jahren zum Lebensunterhalt mitverdienen. Der Vater kehrt eines Tages nicht mehr zurück. Dann gerät Malka unter das Pferd des Eisverkäufers und kommt mit mehrfachen Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Ihre Mutter wendet sich von ihr ab, die Familie des Eisverkäufers nimmt sie auf " und aus der russischen Jüdin wird eine Italienierin, sie ändert ihren Namen in Lilian und wird trotz ihrer Behinderung (ein lahmes Bein) zusammen mit ihrem Mann ein Eisimperium ohnegleichen aufbauen. Malkas bzw. Lilians Geschichte ist eine Variante des amerikanischen Traums, vom russisch-jüdischen Niemand zur Eiskönigin Amerikas. Malka ist klug, sie ist die treibende Kraft hinter allem und kann aus der größten Krise noch einen Vorteil herausziehen. Trotz aller Erschwernisse, die sie bestehen muss, und das sind nicht wenige, und trotz all der Ungerechtigkeiten in ihrem Leben " ich habe mich lange sehr schwer getan, sie als sympathisch zu empfinden. Zu oft kommt mir der hingerotzte Satz in die Quere: "Verklagt mich doch!" Erst nach ca. 100 Seiten fiel mir dieser Satz weniger auf, ich konnte mit ihr mitfühlen. Abgesehen davon jedoch verbirgt sich hinter dem Buch mit dem interessant gestalteten Cover eine spannende Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, die einen interessanten Einblick in die Gesellschaft Amerikas gestattet. Etwas schwer getan habe ich mich mit den einzelnen jiddischen Wörtern, die immer wieder in den Text eingestreut wurden, manche wurden erklärt, andere erklärten sich von selbst, wieder andere blieben rätselhaft. Doch sie störten mich immer wieder im Lesefluss, als würden sie nicht richtig in den Text gehören. Dennoch ist der Schreibstil der Autorin sehr flüssig und gut zu lesen. Die Figur der "Eiskönigin" entwirft sie bewusst als Antiheldin. Trotz einiger Kritikpunkte hat mich die Geschichte von Amerikas Eiskönigin schnell in ihren Bann gezogen.
Geschichte einer Auswanderin, die in Amerika ihr Glück macht
von hasirasi2 - 20.08.2016
Klappentext New York, 1913. Für die kleine Malka eröffnet sich inmitten der dicht gedrängten Straßen und übervölkerten Mietskasernen von Manhattans Lower East Side eine vollkommen neue Welt, als das Schicksal sie direkt vor Salvatore Dinellos Pferdefuhrwerk laufen lässt. Denn der fahrende Händler, der jeden Tag Arien trällernd mit seinem Wagen durch die Straßen zieht, weiht sie in das köstlichste Geheimnis der Welt ein: das Wunder der Eiscreme. Und so beginnt für Malka eine wahre Tour de Force durch das Leben - bei der aus dem listigen und erfinderischen Mädchen die Grand Dame Lillian Dunkle wird, die »Eiskönigin von Amerika« und berühmt-berüchtigte Herrscherin über ein Eiscreme-Imperium ¿ Lebensprall, bunt und voller Fabulierlust fegt dieser Roman wie ein Wirbelwind durch das 20. Jahrhundert und erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer ungezähmten Heldin, eines turbulenten Lebens und der Entdeckung der süßen Magie. Was der Klappentext nicht erzählt: Malka kommt als Kind russischer Einwanderer mit ihrer Familie nach Amerika, doch eigentlich wollte ihre Mutter nach Kapstadt, weil dort schon ihr Bruder lebt. Malka hat eine Außenseiterposition in der Familie, da sie zu vorlaut ist. In Amerika wartet leider nicht das Geld auf der Straße, sondern die gleiche Armut wie in Russland. Die Familie kämpft ums nackte Überleben und der Vater lässt sie bald im Stich. Als Malka dann auch noch unter Dinellos Eis-Auto gerät und schwer verletzt wird, schiebt ihre Mutter sie ab. Das Mädchen ist ungeliebt und allein und nur Dinellos Mitleid und schlechtem Gewissen hat sie es zu verdanken, dass er sich um sie kümmert. Aber auch in dessen Familie bleibt sie die Außenseiterin, nicht wirklich geliebt oder geachtet, obwohl sie sehr intelligent ist und keine Arbeit scheut. Gegen diese Gefühle und Vorurteile wird sie ihr ganzes Leben kämpfen, selbst als sie schon zur Eiskönigin aufgestiegen ist. Dabei ist das Problem ihrer Gegner nicht nur ihre Behinderung, die sie von dem Unfall zurückbehält, sondern auch die Tatsache, dass sie eine Frau ist. Lilian, wie Malka nach ihrer Adoption durch Dinello heißt, wird eine sehr harte zynische überhebliche Frau, die immer ihren Willen durchsetzt und über Leichen geht. Dadurch fiel es mir sehr schwer, sie sympathisch zu finden. Nur im Zusammenspiel mit ihrem Mann oder später ihrem Enkel wird sie liebenswert. Für mich ist sie der Inbegriff der typischen Kapitalistin. Ich hätte gern mit ihr mitgefühlt, ihre Schmerzen und Verluste geteilt, aber ich konnte einfach keine Beziehung zu ihr aufbauen. Ein weiterer Schwachpunkt des Buches sind für mich die häufigen Wiederholungen und die "Gossensprache", derer sich vor allem die alte Lilian bedient. Sie würdigt ihre Mitmenschen dadurch herab. Hier wäre m.E. weniger mehr gewesen. Außerdem fehlte mir ein Glossar für die vielen fremdsprachigen Begriffe. Mein Fazit: Die Geschichte einer Auswanderin, die in Amerika ihr Glück macht, fand ich per se sehr interessant, aber die Art der Umsetzung hat mir nicht gefallen. 3 Sterne
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** im Vergleich zum dargestellten Vergleichspreis.