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Cari Mora

Thriller - Vom Autor des Weltbestsellers "Das Schweigen der Lämmer" -. Originaltitel: Cari Mora.
Buch (gebunden)
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Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen.

Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Cari Mora
Autor/en: Thomas Harris

ISBN: 3453272382
EAN: 9783453272385
Thriller - Vom Autor des Weltbestsellers "Das Schweigen der Lämmer" -.
Originaltitel: Cari Mora.
Übersetzt von Imke Walsh-Araya
Heyne Verlag

27. Mai 2019 - gebunden - 335 Seiten

Beschreibung

Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen.

Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt.

Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken.

Enthält eine Leseprobe von "Das Schweigen der Lämmer" (Kapitel 1 bis 7) .

Portrait

Thomas Harris, 1940 geboren, begann seine Karriere als Journalist und schrieb hauptsächlich über Gewaltkriminalität in den USA und Mexiko. Danach arbeitete er als Reporter und Redakteur bei Associated Press in New York. Von Thomas Harris sind bislang fünf Romane erschienen, die sich weltweit über 30 Millionen Mal verkauft haben und allesamt verfilmt wurden. Sein größter Erfolg war »Das Schweigen der Lämmer«, das wochenlang die Bestsellerliste der New York Times anführte und als Verfilmung einen Oscar für den besten Film erhielt.

Pressestimmen

"Grausam, aber mörderisch spannend." Freundin

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 09.05.2019

Hannibal heißt jetzt Hans-Peter

Ein kahler Sadist, eine Kindersoldatin, Pablo Escobars Gold und Krokodile: Thriller-König Thomas Harris kehrt nach dreizehn Jahren zurück. Was taugt "Cari Mora"?

Es wäre übertrieben zu behaupten, dass einen dieses Buch nicht losgelassen habe; es ist aber wahr, dass es einem schon vor der Arbeit ins Auge sprang, im Schaufenster einer Buchhandlung: "Cari Mora" stand da in mehreren Exemplaren, die englische Ausgabe. Der neue Roman von Thomas Harris, dem Mann, der die Lämmer schweigen und einen Kannibalen zum Helden werden ließ; den Soziopathen Hannibal Lecter, von dem man, seit Jonathan Demmes Verfilmung 1991, annimmt, er müsse so soigniert aussehen wie Anthony Hopkins.

Aber waren das alles nur Dummys im Schaufenster? Vor kurzem noch hatten wir Vertreter der Presse vor Erhalt der Fahnen doch eine Vereinbarung unterzeichnen müssen, kein Wort über diesen Roman vor dem 20. Mai zu schreiben, dem Tag der, so heißt das, weltweiten Auslieferung. Wie und warum dieses Buch dann schon am gestrigen Mittwoch zu kaufen war, ist ein Rätsel, zu dessen Lösung der Heyne Verlag, Teil der Verlagsgruppe Random House, nur beitragen konnte, dass die englische Ausgabe vorgezogen worden sei, die deutsche "aus logistischen Gründen" in der kommenden Woche ausgeliefert werde und man am Erscheinungstermin festhalte.

Das ist wohl so etwas wie der Fluch des Blockbusters in Zeiten des Internets, genauer: der PR- und Vertriebsstrategien, dass Embargos verhängt und wieder gebrochen werden, weil die Angst größer ist, ein anderer könne sie zuvor brechen, weil er es nicht abwarten kann. Das muss einen nicht weiter kümmern. Interessanter ist die Frage, ob sich das Warten denn gelohnt hätte und das Lesen sich gelohnt hat? Ein Schurke in der Hannibal-Lecter-Nachfolge, der Hans-Peter Schneider heißt, den man also auch Hape nennen könnte, auch wenn das im Buch keiner tut, hat es natürlich sehr schwer, eine dämonische Aura zu entwickeln.

Das Böse braucht seinen Namen, der zu ihm passt, und es hilft auch nichts, dass dieser Hans-Peter Schneider aus Paraguay kommt, also womöglich ein Nachfahre alter Nazis ist. Ein ganzkörperkahler Sadist, der zwar für einen mauretanischen Mogul tätig ist, aber der auch auf seine Kosten kommt. Ein Organhändler, dessen Kunde gern auch die Niere einer jungen Frau verzehrt, aber auch ein professioneller Verstümmler junger Frauen für die speziellen Bedürfnisse reicher Männer. Die Frau, auf die sein Blick fällt, ist Cari Mora, fünfundzwanzig Jahre alt, geduldete Immigrantin aus Kolumbien, die sich in Miami durchschlägt, eine ehemalige Kindersoldatin, die putzt und Häuser hütet und gerne Tierärztin werden möchte, weshalb sie bei der "Pelican Harbor Seabird Station" jobbt. Die Villa, die sie hütet, hat einmal Pablo Escobar gehört, dem Drogenzaren, Ein phänomenaler Goldschatz soll auf dem Grundstück liegen, in einem Tresor, der bei falscher Behandlung in die Luft fliegen wird. Das Gold will nicht nur Hans-Peter, den Tresor knacken wollen auch die Handlanger von Don Ernesto aus Barranquilla.

Das ist kein schlechtes Setting, das Harris auf den ersten zwanzig Seiten entwickelt, es öffnet mit den Möglichkeiten den Raum für Friktionen und Komplikationen. Etwas später kommt dann noch ein Detective Sergeant dazu, aber das wirkt alibihaft, als solle die Story nicht ganz den Verbrechern überlassen werden. Zumal die Akteure bei Harris wie gewohnt nicht einfach nur gewalttätig sind, sondern dabei gerne besonders ausgefeilte Techniken benutzen. Schneider etwa hat eine Anlage, in der er Mädchen langsam in ätzender Lauge auflöst. Auch Cari Moras Geschichte ist reich an Blut und Schusswaffen. Mit zwölf Jahren von den Guerrilleros der kolumbianischen Farc verschleppt, wurde sie in Ideologie und Waffengebrauch ausgebildet und ist nun in dieser Story ein tough cookie mit kleinen Träumen.

Es ist wie immer schwer zu entscheiden, inwieweit die handverlesenen Grausamkeiten funktional, dramaturgisch unabdingbar oder selbstzweckhaft sind. Leichter lässt sich konstatieren, dass Harris sich mit erstaunlicher Akribie der Fauna Floridas widmet. Da sind Rundschwanzseekühe und viele Pelikane, Ratten und Opossums, ein Fischadler wird befreit; hochinteressant auch, welche Auswirkungen die Unfähigkeit zu kauen auf die Fressgewohnheiten von Salzwasserkrokodilen hat. Es gibt sogar ein kurzes Kapitel, das aus der Perspektive eines vollgefressenen Krokodils erzählt ist. Manchmal wünscht man sich da fast einen Zoologen, der einem Bedeutung und mögliche symbolische Bezüge dechiffriert - aber vielleicht ist das auch nur ein toter Arm im sumpfigen Gelände Floridas.

Es fehlt bloß leider an Format und Statur im Bösen wie im Guten. Und daran liegt es auch, dass der Roman bei aller Gewaltbereitschaft nicht auf Touren kommt. Gerade wenn man denkt, es sei so weit und die verschiedenen Elemente kämen doch noch zusammen, ist es vorbei, nach schlanken 275 Seiten (in der deutschen Übersetzung) und einem matten Showdown, der für die absehbare Verfilmung dringend angeschärft werden muss. Danach hat man noch ein merkwürdiges Erlebnis. Der Verlag hat an die Fahnen von "Cari Mora" die ersten fünfzig Seiten vom "Schweigen der Lämmer" angehängt. Man liest kurz noch einmal, wie Clarice und Hannibal einander das erste Mal begegnen - und sieht sofort, warum das ein großer Thriller war. Allzu viel ist davon nicht geblieben.

PETER KÖRTE

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Die Enttäuschung des Jahres 2019
von Hilal Türe - 07.07.2019
Auf diesen Roman hatte ich mich sehr gefreut und als ich das Hardcover mit dem detailschönen Einband in den Händen hielt, war ich ganz aus dem Häuschen. Denn ich habe die vorherige Schöpfung "Hannibal Lecter" geliebt. Hannibal war nicht einfach ein Bösewicht. Er war weit mehr als das: ein komplexer intellektueller Charakter mit überraschend normalem Moraldenken und einem gewissen verzaubernden Charme. Es war ein Genuss, zu sehen, wie der grandiose Anthony Hopkins der Figur in den Verfilmungen Leben verlieh.  Nun lernen wir im neuesten Werk des Autors einen Mörder kennen, der als viel schlimmer gepriesen wird: Noch grauenhafter, böser und abartiger. Dabei ist Hans-Peter (klingt eher wie eine Witzfigur) nichts weiter als ein perverser ekelerregender Frauenhändler, der gleichgesinnten Kunden auf der ganzen Welt Frauen in "modifizierter" Form zur Verfügung stellt und daraus gut Kapital schlägt. Zu dieser Tätigkeit kommt er aber im ganzen Buch nicht, weil er in der Story hauptsächlich damit beschäftigt ist, an das Gold im Safe von Escobar zu kommen. So wird seine abartige Natur zunächst nur zur Nebensache und wird gegen Ende als Thema wieder aufgegriffen, viel zu spät, um als faszinierender Bösewicht zu brillieren.  Die Hauptfigur, deren Namen Harris als Buchtitel gewählt hat ("Hans-Peter Schneider" wäre auch Folter für die Ohren gewesen), ist zwar auf Grund ihrer Vorgeschichte äußerst interessant, hat aber nicht genug Tiefe, um nur annähernd zu fesseln. Dabei hätte Harris weit mehr aus diesem Charakter herausholen können. Sämtliche Figuren bleiben vollkommen hinter ihrem ganzen Potenzial.  Eigentlich ist der Klappentext sehr irreführend, da es erst zum Ende hin spannend zwischen Cari und Schneider wird. Ansonsten geht es im Roman hauptsächlich um das Gold in der Escobar-Villa und wie zwei rivalisierende Banden darum kämpfen. Das wiederum wird zum Teil recht langatmig breit getreten. Fazit: Eine derart langweilige Story, dass sich nicht entscheiden kann ein Krimi oder ein Thriller zu sein, und weder faszinierende Protagonisten mit Tiefgang hat, noch interessante Nebencharaktere aufweisen kann, ist einerseits eine völlige Zeitverschwendung und macht andererseits jegliches Lesevergnügen zunichte. Alle literarischen Erwartungen an Cari Mora sind absolut unerfüllt geblieben. Thomas Harris' neuestes Werk ist die Enttäuschung des Jahres 2019.
Eine Story, ohne jeglichen Sinn und Verstand
von JosefineS - 05.06.2019
Er liebt die Schreie einer Frau, so sehr wie gute Musik. Blass, groß, haarlos und Wärme liebend gleicht er mehr einem Reptil, als einem Menschen. Er ist es gewohnt, dass ihm alle mit Abscheu und Ekel begegnen. Wenn sie erst einmal das Monster in ihm erkannt haben ist es eh zu spät. Bis sich der Killer die Falsche aussucht. Cari Mora kennt das Grauen und hat keine Angst einem Monster in die Augen zu schauen. Thomas Harris ist US-amerikanischer Schriftseller und Schöpfer einer der wohl bekanntesten Mörder der Literatur Geschichte, Hannibal Lecter. Was allerdings zwischen dieser Schöpfungsphase und der von Cari Mora passiert ist, mag sich mir nicht so ganz erschließen. Da ich, wie gefühlt jeder 2. Mensch auf diesem Planeten "das Schweigen der Lämmer" und die anderen Teile geliebt habe, war klar, ein neues Werk muss gelesen werden. Welch triviale Idee von mir. Thomas Harris hat es geschafft in die gesamte, wenn auch kurze Lektüre ein unfassbares Maß an Sinnlosigkeit zu packen, dass es schon erschreckend ist. Ich habe mich als Leser die kompletten 270 Seiten gefühlt, als erzähle mir Harris im Fieberwahn etwas. Ständig streut er neue, bedeutungslose Fetzen in die eh schon unzusammenhängende Story. Der rote Faden ist hier eher bloße Hoffnung als wirkliche Realität. Als Versuch das Ganze dann doch noch halbwegs "sinnvoll" zu gestalten, schmeißt er mit Personen, Namen, Leichen, Übertreibungen und Plattitüden nur so um sich, dass das Augenrollen beim Lesen schon zur Eyeball Gymnastik ausartet. Damit das Ganze dann aber bitte nicht zu Gehaltvoll wird, streckt er die Geschichte mit zum Teil Kapitellangen Erzählungen über ethnische Vorlieben beim Mango Konsum, der Zucht, Abfüllung und Vermarktung von Schnecken, die Ausbeutung der Bienen durch das eigene Bienenvolk und den Gewohnheiten eines Krokodils. All das lässt nur eine Frage übrig: was soll der ganze Mist bitte? Leider bleibt nach einer wirren und sinnbefreiten Story, den (trotz massiver Überspitzung) flachen und farblosen Charakteren und wilden, bedeutungslosen Abartigkeiten nicht viel mehr als ein hübscher Einband und der Name eines bekannten Autors übrig. Mir ist in über 300 gelesenen Büchern noch NIE so viel Stuss und unzusammenhängender Quark untergekommen. Da hat King in seiner Drogenphase leider mehr Sinn in seine Bücher packen können. Hannibal Lecter würde über diesen Killer nur abwertend schmunzeln und sich "köstlich" mit ihm amüsieren. Fazit: Ich muss klar von Cari Mora abraten, da es leider 270 inhaltlich komplett leere Seiten bietet und darüber kann weder ein großer Autorenname, noch der hübsche Einband hinwegtrösten.
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