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Woodstock am Karpfenteich

Die Jazzwerkstatt Peitz. Audio CD.
Buch (gebunden)
Es muss etwas bedeuten, wenn der Jazz die im Rückspiegel am wenigsten kontaminierte Kunstform der DDR ist. Fast keine Täterakten sind bekannt, wie das in den anderen Kunstformen an der Tagesordnung war. Es muss etwas bedeuten, dass man auch heute die … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Woodstock am Karpfenteich
Autor/en: Ulli Blobel, Ulrich Steinmetzger, Bert Noglik, René Theska, Wolf Kampmann

ISBN: 3000344055
EAN: 9783000344053
Die Jazzwerkstatt Peitz.
Audio CD.
Herausgegeben von Ulli Blobel
Jazzwerkstatt

11. November 2014 - gebunden - 207 Seiten

Beschreibung

Es muss etwas bedeuten, wenn der Jazz die im Rückspiegel am wenigsten kontaminierte Kunstform der DDR ist. Fast keine Täterakten sind bekannt, wie das in den anderen Kunstformen an der Tagesordnung war. Es muss etwas bedeuten, dass man auch heute die alten Aufnahmen hören und anderen vorspielen kann, ohne ihre Entstehungsorte und -zeiten entschuldigen, relativieren, verniedlichen, dämonisieren oder was auch immer zu müssen. Es muss etwas bedeuten, dass so nachhaltig geblieben ist, was dort über wenige Jahre nicht dagegen, sondern daneben gewachsen ist. Das ist genug Stoff für ein Buch, das ohne Nostalgie auskommen möchte, weil es ja vielleicht die schönste Bestätigung der Idee Peitz ist, wie die meisten der Musiker, die wir dort sahen und hörten, auch heute noch präsent sind in ihrer sich immer neu erfindenden Musik.
Ulrich Steinmetzger
Hardcover, 210 Seiten incl. Audio-CD
Ein Buchprojekt der jazzwerkstatt, ermöglicht mit Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung.

Inhaltsverzeichnis

Ernst-Ludwig Petrowsky: Nachmittags in Peitz - Ein Vorwort
Ulli Blobel: Russenpanzer, FDJ und Free Jazz
Bert Noglik: Peitz und der Feuerschlucker vom Centre Pompidou
Günter Baby Sommer: Peitzer Grand mit Vieren
Christoph Dieckmann: Doch alle Lust will Ewigkeit - Jazzplatten als Grenzverletzer der DDR
Ulrich Steinmetzger: Das richtige Leben im falschen
Wolf Kampmann: Mit Kerouac im Spreewald - Erinnerungen an Peitz
René Theska: Kreative Klang attacken - die Achse Peitz - Ilmenau
Stefan Wolle: Erfrorene Melodien - Politik und Kultur im SED-Staat
Ulli Blobel: Die Jazzwerkstatt in Berlin und in Brandenburg - Ein Nachwort
Anhang - Historie - Autoren

Portrait

Ulli Blobel, geboren im November 1950 in Peitz, wo er auch die Schule besuchte. Lehre zum Augenoptiker. Erste Konzertveranstaltungen wurden 1969 organisiert, ab 1976 freiberufliche Tätigkeit zunächst als Konzertveranstalter, später als Musikproduzent, anfangs in Berlin (Ost), später in Wuppertal. Vater von zwei Töchtern. Begründer von vielen Jazzfestivals in Nachfolge der Jazzwerkstatt Peitz und Produzent von mehr als 1000 Schallplatten, später CD und DVD mit Musikern aus aller Welt.Von 1993-2008 Gründer und Managing Director vieler Vertriebsfirmen in mehreren europäischen Ländern, mit Sitz in Italien. Lebt seit drei Jahren in dritter Ehe in Berlin.Ulrich Steinmetzger, geb. 1958 in Gera, Abitur, Pädagogikstudium in Halle (Saale), Lehrer, Promotion (Germanistik), seit 1987 Arbeit als Lektor (Mitteldeutschen Verlag, Deutsche Verlagsanstalt, Verlag Janos Stekovics, Verlag Hermann Schmidt, Osburg Verlag ¿) und Herausgeber (¿Die unter 30¿, mit Bernd Dreiocker und Matthias Eisel, ¿Was wird aus uns?¿, ¿Michel ohne Mütze¿ mit Hinrich Matthiesen), seit 2002 freiberuflicher Lektor, Publizist und Journalist, Literatur-, Musik-, Kultur-, CD- und Konzertkritiken sowie Künstlerporträts für eine Reihe von Zeitungen und Zeitschriften, Linernotes, Presse- und Programmtexte für divese Labels und Veranstalter. Lebt in Halle (Saale), verheiratet, ein Sohn. Dr. Stefan Wolle, geboren 1950 in Halle/Saale, Studium der Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1972 Relegation aus politischen Gründen, Arbeit in einem Produktionsbetrieb, 1976-89 Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR, Forschungen zur altrussischen Geschichte und zum 19. Jahrhundert, 1984 Promotion, 1989/90 Sachverständiger der Opposition am Runden Tisch; 1990 Komitee für die Auflösung des MfS, danach Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen; 1991 fristlos entlassen wegen öffentlicher Kritik an der Behörde; 1991 bis 1996 Assistent an der Humboldt-Universität, seit 2002 Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin und seit 2006 außerdem Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Zeitschriftenbeiträge zur DDR-Geschichte und war als Fachberater bei Fernsehproduktionen und Spielfilmen tätig. Wichtigeste Buchveröffentlichungen: ¿Ich liebe Euch doch alle!¿ Befehle und Lageberichte des MfS, Berlin 1990, (zusammen mit Armin Mitter); Untergang auf Raten. Unbekannte Kapitel der DDR-Geschichte, (zusammen mit Armin Mitter), München 1993; Die heile Welt der Diktatur. Herrschaft und Alltag in der DDR 1971-1989, Berlin 1998, Roter Stern über Deutschland. Die Sowjetarmee in der DDR, (zusammen mit Ilko-Sascha Kowalczuk), Berlin 2001; Damals in der DDR, (zusammen mit Hans-Hermann Hertle), München 2004; Der Traum von der Revolte. Die DDR 1968, Berlin 2008; Die sanfte Rebellion der Bilder. DDR-Alltag in Fotos und Geschichten, (mit Fotos von Siegfried Wittenburg), Darmstadt 2008; Operation Fernsehen. Die Stasi und die Medien in Ost und West, (zusammen mit Jochen Staadt und Tobias Voigt), Göttingen 2008; Feind-Bild Springer. Ein Verlag und seine Gegner, (zusammen mit Jochen Staadt und Tobias Voigt), Göttingen 2009; Aufbruch nach Utopia. Herrschaft und Alltag in der DDR 1961-1971, Berlin 2011. Bert Noglik, geboren 1948 in Leipzig, freier Autor mit dem Themenschwerpunkt Jazz und improvisierte Musik. Studium der Kulturwissenschaft an der Leipziger Universität, 1974 Promotion zum Dr. phil., in den achtziger Jahren umfangreiche Tätigkeit für Printmedien (u. a. für das ¿Jazz Podium¿), Buchveröffentlichungen, u. a. ¿Jazz im Gespräch¿, ¿Jazzwerkstatt International¿, ¿Klangspuren ¿ Wege improvisierter Musik¿, zahlreiche Beiträge für Symposien und Fachpublikationen, Referate zu musikwissenschaftlichen Tagungen, Mitglied zahlreicher Jurys und des ARD-Gremiums Jazz. Bert Noglik war Korrespondent und Anfang der achtziger Jahre vor Ort deutscher Redakteur des in Warschau herausgegebenen Magazins ¿Jazz Forum¿ und wurde für seine Aktivitäten im Rahmen des deutsch-polnischen Kulturaustauschs mit dem Verdienstkreuz der Republik Polen ausgezeichnet. Er konzipierte und leitete Veranstaltungsreihen, Jazzfestivals und musikalisch-szenische Projekte, u. a. ¿Survival Songs¿ mit David Moss, ¿Jazz Japan¿, ¿Cape Town Traveller¿, ¿Tribute To Bach¿ sowie ¿Bach Now¿ mit Joachim Kühn und dem Leipziger Thomanerchor. Von 1992 bis 2007 war er künstlerischer Leiter der Leipziger Jazztage, von 1999 bis 2007 verantwortlich für die Reihe ¿Musik-Zeit¿. Seit 1992 betreut er das bundesweite Jazznachwuchs-Festival in Leipzig, seit 1999 ist er inhaltlich für die Reihe ¿Bach ¿ Reflections in Jazz¿ im Rahmen des Leipziger Bachfestes verantwortlich. Bert Noglik arbeitet kontinuierliche für ARD-Rundfunkanstalten und den Deutschlandfunk, Jazzsendungen und Features (u. a. zu Ernst Jandl und Friederike Mayröcker). Seit 2009 kuratiert er das Festivals ¿Sounds No Walls ¿ Friends & Neighbours in Jazz¿ in Berlin, ¿Jazz from Poland¿ (2009) , ¿South African Jazz Connections¿ (2010), ¿Jazz & Jewish Culture¿ (2011).René Theska, verheiratet, zwei Töchter geboren am 18. Mai 1957 in Pößneck/ Thüringen. Frühe Berührung mit Jazz durch den Vater einem begeisterten Jazzsammler, dem Onkel, der in den 50-ger und 60-gerJahren die Kölner Szene zusammen mit Gigi Campi aufbaute und aktiv unterstützte und der Cousine, einer Musiklehrerin und Jazzsängerin. Über zehn Jahre prägte er von 1979 bis 1989 als Leiter der AG Jazz mit regelmäßigen Konzerten und jährlichen Jazztagen ein durch zeitgenössische europäische Spielformen gekennzeichnetes Jazzgeschehen in Ilmenau.In der DDR häufige Fahrten zu Jazzkonzerten in Peitz, Berlin, Leipzig, Prag, Warschau. Nach der Wende dann auch Moers, Zürich, Chicago, New Orleans¿ Ab 1979 wurden die Ilmenauer Jazztage in Form eines dreitägigen Minifestivals durchgeführt. Kleinere und größere Konzertabende, Jazzfeten und anschließende Sessions zogen Jahr für Jahr eine große Menge Fans nach Ilmenau. Es war die Zeit, als René Theska Leiter der AG Jazz wird und es bis zur Wende 1989 bleiben sollte. Eine der fruchtbarsten Zeiten sowohl für den Jazz als auch für den Ilmenauer Kultur-Mikrokosmos begann. Ein bisschen Boheme-Stimmung in der schon leicht agonierenden DDR mag wohl auch dazu beigetragen haben, die nun überschießende Kreativität der Jazzer zu fördern. Unter anderem wurden der legendäre Jazzfasching und das Jazzcafé im bc-Studentenclub geboren. Indes die Programmgestaltung der Jazztage wurde langsam zur Gratwanderung zwischen musikalischem Anspruch und finanziellen Möglichkeiten. Immer neue Wünsche und Ideen traten hinzu. Heide Steer, Kulturwissenschaftlerin aus Leipzig und damalige Leiterin der Kulturabteilung an der TH Ilmenau und René Theska ergänzten sich darin ideal. Neben Newjazz gab es endlich auch Neue Musik in Ilmenau. Höhepunkte des avantgardistischen und freien Jazz gab es in dieser Zeit zur Genüge: Steve Lacy, Aki Takase, Alexander von Schlippenbach, Heiner Reinhardt / Carlo Inderhees, Conny Bauer / Edvard Vesala / Jay Oliver, Tadashi Endo / Joe Sachse, Aladár Pege, Zbigniew Namyslowski, Willem Breuker Kollektief... Vor völlig ausverkauftem Hause spielten Breuker und seine Männer zweieinhalb Stunden und wurden erst nach der achten Zugabe von der tobenden Menge entlassen! Spontan wurde anschließend im Club noch gemeinsam Gershwins ¿Porgy and Bess¿ aufgeführt.Quelle: http://www.jazzclub-ilmenau.de, Autor: Klaus Dieter FritzGünter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ¿Carl Maria von Weber¿. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst mittlerweile über 90 Tonträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. Christoph Dieckmann, geboren am 22. Januar 1956 als Sohn eines Pfarrers in Rathenow. Kindheit am Harz (Dingelstedt bei Halberstadt, ab 1968 Sangerhausen). Nach der Schule (zehn Klassen) Lehre und Arbeit als Filmvorführer. 1975 bis 1981 Studium der Theologie an den kircheneigenen Hochschulen Theologisches Seminar Leipzig und Evangelisches Sprachenkonvikt (Ost-)Berlin. 1982/83 Vikar in der evangelischen Studentengemeinde Berlin und in Berlin-Buch, danach bis 1986 Arbeit in der Theologischen Studienabteilung beim Bund der evangelischen Kirchen in der DDR. Dann bis 1990 Referent für Öffentlichkeitsarbeit am Ökumenisch-Missionarischen Zentrum/Berliner Missionsgesellschaft, nebenher freier Autor für Kirchenzeitungen und den ¿Sonntag¿. 1990 fünfmonatige USA-Kreuzfahrt auf Einladung des World Press Institute St. Paul/Minnesota. 1991 Feuilletonredakteur des ¿Freitag¿. Von September 1991 bis November 2004 politischer Redakteur der Hamburger Wochenzeitung ¿Die Zeit¿. Seitdem Autor der ¿Zeit¿. Lebt in Berlin-Pankow.Wolf Kampmann, geboren am 19.06.1962, bis 1984 Studium als Wissenschaftlicher Bibliothekar, danach bis 1989 in mehreren Bibliotheken tätig. Ab 1990 freischaffender Musikjournalist, in den neunziger Jahren Redakteur bei den Zeitschriften Motiv und NM!Messitsch sowie Gastredakteur bei Neue Bildende Kunst. Seither Autor für Musikexpress, Visions, Eclipsed, Jazzthing, Jazzthetik, Tip, Kulturnews, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Badische Neueste Nachrichten, Tagesspiegel und viele andere. Daneben Tätigkeit als Redakteur und Autor für Deutschlandradio, RBB, HR, NDR und WDR sowie Vortragsreisen zu Themen von Jazz, Pop und jüdischer Kultur. Seit 1992 Zahlreiche Reisen in die USA sowie nach Afrika und ins europäische Ausland. Bücher: "Rowohlt Rock Lexikon", "Reclam Jazz Lexikon", "Can Box Book" und "Q&A, Wie interviewe ich einen Popstar?". CDs: "Chicago 2018 - It's Gonna Change", "Red & Blue - Neither Norwqy" und "Wet Paint - Wolf Kampmann's Knitting Facts". Seit 2009 Dozent für Jazzgeschichte am Jazzinstitut Berlin und seit 2010 Dozent für Popgeschichte an der Hochgschule der populären Künste, Berlin. Außerdem langjähriger Autor des Magazins für das Jazzfest Berlin und Co-Autor des Magazins für das Moers Festival.
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