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Die Zeit der Kraniche

Roman. 'Aufbau Taschenbücher'. 'Die Ostpreußen Saga'. 4. Auflage. Taschenbuch.
Buch (kartoniert)
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Zeiten des Aufruhrs.

Nach dem dringlich herbeigesehnten Ende des Krieges besetzen die sowjetischen Truppen das Land. Viele Gutsfamilien verlassen ihre Heimat und ziehen in den Westen. Auch Gebhards Brüder und seine Mutter. Er jedoch kann sich einfach … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Zeit der Kraniche
Autor/en: Ulrike Renk

ISBN: 3746633567
EAN: 9783746633565
Roman.
'Aufbau Taschenbücher'. 'Die Ostpreußen Saga'.
4. Auflage.
Taschenbuch.
Aufbau Taschenbuch Verlag

11. Juli 2018 - kartoniert - 515 Seiten

Beschreibung

Zeiten des Aufruhrs.

Nach dem dringlich herbeigesehnten Ende des Krieges besetzen die sowjetischen Truppen das Land. Viele Gutsfamilien verlassen ihre Heimat und ziehen in den Westen. Auch Gebhards Brüder und seine Mutter. Er jedoch kann sich einfach nicht dazu entschließen, das Land seiner Väter zu verlassen. Dann wird er denunziert und verhaftet. Frederike droht das gleiche Schicksal. In letzter Sekunde schafft sie es zu fliehen - aber wird ihr ein Neuanfang gelingen? Und was ist mit Gebhard?

Der Abschluss der großen Ostpreußen-Saga von Bestsellerautorin Ulrike Renk.


Portrait

Ulrike Renk, geboren 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane „Die Seidenmagd", „Die Heilerin", „Die Frau des Seidenwebers", die Australien-Saga „Die Australierin", „Die australischen Schwestern" und „Das Versprechen der australischen Schwestern" sowie die Ostreußen-Saga „Das Lied der Störche", „Die Jahres der Schwalben" und „Die Zeit der Kraniche" vor. Außerdem erschienen ihre Eifel-Thriller „Echo des Todes" und „Lohn des Todes". Mehr Informationen zur Autorin unter www.ulrikerenk.de

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von Ulrike Renk
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Bewertungen unserer Kunden
von dorli - 26.08.2018
Prignitz im Oktober 1944. Frederike zu Mansfeld ist in großer Sorge um ihren Mann Gebhard und ihre Schwiegermutter Heide. Beide wurden von der Gestapo verhaftet und nach Potsdam gebracht. Doch die Mittdreißigerin lässt den Kopf nicht hängen, sondern kümmert sich um alles und jeden. Sie macht sich mit den Aufgaben auf den Gütern vertraut und fährt nach Potsdam, um ihre Lieben zu sehen und sich für deren Freilassung einzusetzen¿ Auch das so dringend herbeigesehnte Kriegsende hat neue Sorgen im Gepäck. Die Rote Armee rückt näher und stellt die zu Mansfeld vor die Entscheidung, ihre Güter und Ländereien zu verlassen und in den Westen zu trecken oder abzuwarten, was die Zukunft in der Heimat für sie bereithält¿ "Die Zeit der Kraniche" ist der dritte und abschließende Band von Ulrike Renks großer Ostpreußen-Saga und schließt fast nahtlos an den zweiten Teil an. Auch wenn Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden für das Verständnis dieser Geschichte nicht unbedingt vonnöten sind, halte ich es für ratsam, die Teile der Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse sowie die Entwicklung der Figuren den Lesegenuss dieser mitreißenden Geschichte noch erhöhen. Ulrike Renk erzählt diesen Roman sehr intensiv. Die Beschreibungen und Schilderungen sind detailreich und anschaulich und sie entsprechen vor allen Dingen zu einem großen Teil der Realität, da der Roman, wie die Autorin in ihren Nachwort erklärt, auf Informationen, Dokumenten und Hinweisen der Familie zu Putlitz basiert, um deren Familiengeschichte es hier geht. Ulrike Renk geht auf alle Ereignisse und Charaktere sowie deren Probleme genau ein, so dass man als Leser stets mittendrin im Geschehen ist, sich als Teil der Familie fühlt und zudem eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Menschen damals alles durchmachen mussten. Die Akteure werden von der Autorin lebendig und ausdrucksvoll dargestellt und wirken in ihrem Tun überzeugend. Die Art und Weise, wie die zu Mansfeld lebten, die Hingabe, mit der sie ihren Alltag auch in den schrecklichen Zeiten meisterten, der große Zusammenhalt zwischen Familie und Leuten und die beeindruckende Stärke, mit der sie allen Schwierigkeiten und Strapazen entgegentraten, kommen auch in diesem Band wieder zum Vorschein. Ich habe mit den Akteuren gelebt und gelitten, habe mit ihnen gebangt und gehofft und habe Kummer und Furcht genauso mit ihnen geteilt, wie die kleinen Glücksmomente. "Die Zeit der Kraniche" lässt mich tief berührt zurück. Diese mitreißend erzählte Mischung aus Historie und Fiktion hat mich durchweg fest im Griff gehabt und mir nicht nur Einblicke in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte gewährt, sondern mich zudem intensiv an dem Schicksal der Akteure teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!
Ein leicht wehmütiger Abschied der Ostpreußen-Saga
von schafswolke - 24.08.2018
1944 sehnen sich viele nach einem Ende des Krieges, doch ein Ende scheint nicht wirklich in Sicht und viele verlassen ihre Heimat. Auch Frederike hat viele Sorgen, nachdem Gebhard und ihre Schwiegermutter in Haft sind. Die Zukunft scheint ungewisser als je zuvor, doch irgendwie muss es ja weitergehen. Leider ist mit Die Zeit der Kraniche nun der letzte Teil der dreiteilgen Familiensaga erschienen. Ich habe Frederike sehr gerne begleitet und auch wenn ich gerne noch mehr von ihr lesen würde, ist es auch in Ordnung, wenn die Familiensaga nun hier endet. Auch dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen, die Welt wirkt ein weniger grauer, als in den anderen Teilen. Man könnte das Buch auch ohne die Vorgängerbände lesen, da es zwischendurch immer mal Rückblicke auf die anderen Teile gibt, aber wirklich zu empfehlen ist es nicht. Wer den Schreibstil bisher nicht mochte, wird wohl auch gar nicht erst zu diesem Buch greifen. Es ist alles etwas ruhiger, doch für mich muss nicht immer viel passieren, um eine schöne und mitreißende Geschichte zu erzählen. Für mich macht den besonderen Reiz immer noch aus, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und auch das Schicksal vieler Frauen wiederspiegelt, die in Kriegszeiten auf sich allein gestellt sind. Zum Abschluß auch wieder 5 Sterne.
Ein Buch, das lange nachhallt und einen Platz in meinem Herzen gefunden hat!
von Anonym - 24.08.2018
Das letzte Kriegsjahr ist hart. Gebhard wird denunziert und von der Gestapo verhaftet und Freddy muss sich, wieder einmal, um alles alleine kümmern. Der eingesetzte Verwalter, ein übler Nazi, macht ihr das Leben nicht leicht. Nach Kriegsende kommt eine neue Angst dazu. Die Russen sind im Einmarsch. Und Gebhard ist erneut ín Haft. Erst in letzter Minute beschließt Freddy aus Deutschland zu fliehen. Ulrike Renks Trilogie über eine ostpreußische Familie hat mit Die Zeit der Kraniche einen würdevollen und passenden Abschluss gefunden. Obwohl ich Band zwei schon direkt nach dem Erscheinen gelesen hatte und das ist schon über ein Jahr her, war ich sehr schnell wieder mitten drin in der Geschichte und ich hatte das Gefühl, es wäre erst gestern gewesen, dass ich das Buch zur Seite gelegt habe. Ulrike Renk schreibt einfach wundervoll, sie gibt dem Leser mit jedem Satz das Gefühl, selbst mit dabei zu sein. Sie fesselt, sie berührt, sie setzt starke Emotionen frei. Man leidet intensiv mit den Protagonisten mit und hofft und bangt. Ich war mehrmals zutiefst betroffen und auch jetzt, wenn ich an Freddy und ihre Familie, an ihr Schicksal denken muss, stehen mir wieder die Tränen in den Augen. Es ist fast nicht auszuhalten, wenn man sich einmal vor Augen führt, was Menschen damals alles erleiden mussten. Dieses Buch geht sehr nahe und man kann sich nicht entziehen. Die Protagonisten, aber auch sämtliche Nebenfiguren, wirken wie aus dem echten Leben und sind liebevoll und realistisch gezeichnet. Sehr interessant sind, wie auch in den letzten Büchern, die, scheinbar nebensächlichen, Beschreibungen des Alltags, wie z. B. die immensen Schwierigkeiten, Nahrungsmittel zu beschaffen, die große Not der Flüchtlinge und Fremdarbeiter, oder die nicht enden wollenden Züge der Menschen aus den geräumten Konzentrationslagern. All diese Dinge sind mit gewohnter Genauigkeit geschildert und machen auch aus diesem dritten Buch eine runde Geschichte, die nur eine Ulrike Renk in dieser Qualität schaffen kann. Die Autorin hat wieder einmal extrem gut recherchiert und so wirkt jede einzelne Kleinigkeit authentisch. Ulrike Renk hat auch diesen dritten Teil mit ihrer gewohnten Sorgfalt und Liebe zum Detail geschaffen. Sie zeigt uns Lesern, wie Bücher sein sollen. Ich bin ganz begeistert von ihrer Kunst und kann ihre Werke nur jedem empfehlen, der gerne in die Vergangenheit eintaucht, auch wenn sie, wie in diesem Fall nicht immer schön ist. Aber gerade dieser Teil unserer Geschichte darf niemals vergessen werden, jetzt wo die braune Gefahr wieder eifrig am keimen ist. Schade, dass ich nur fünf Sterne vergeben kann. Das Buch hätte in meinen Augen noch einige mehr verdient!
Schwerfällig
von Xanaka - 14.08.2018
Mit viel Vorfreude habe ich diesen dritten Band der Ostpreußensaga erwartet. Endlich wollte ich erfahren, wie es nun in Ostpreußen weiter geht. Die Russen sind auf dem Vormarsch, die ersten Familienangehörigen sind geflohen und es finden Denunzierungen in jeder Hinsicht statt. Für Frederike ist es ein Schock, als ihr Mann Gebhardt und ihre Schwiegermutter scheinbar grundlos verhaftet und weggebracht werden. Allein versucht sie sich und ihre Familie, sowie immer mehr Flüchtlinge, u.a. auch ihre Eltern aus Fennhusen durchzubringen. Als der Krieg endlich vorbei ist, ist alles nicht mehr so, wie es einmal war. Ein Großteil der Familie ist in Westdeutschland oder Schweden. Nur Frederikes Familie ist geblieben. Jedoch müssen sie jetzt ihren Besitz, der um ein Vielfaches kleiner geworden ist, allein bewirtschaften. Auch von dem reichhaltigen Personal ist niemand mehr da. Plötzlich sieht sich Frederike mit den banalen Tätigkeiten der Hausfrau konfrontiert. Ulrike Renk beschreibt in diesem Buch sehr ausführlich die Situation der Menschen in diesen letzten Kriegstagen. Wie schwer alles war, wie hart die Zeiten waren, das kann man sich nach dem Lesen dieses Buches sehr gut vorstellen. Und trotzdem waren es genau diese Stellen, die es mir dann irgendwann zu lang waren. Es war wie eine endlose Litanei, was es wieder nur zum Essen geben kann. Das war mir einfach irgendwann zu viel. Sicher, es ist schon beeindruckend zu lesen, dass man damals aus Giersch und Brennnessel leckere Salate gemacht hat, was heute unvorstellbar ist. Ich finde, trotz allem ist viel von der Spannung verloren gegangen. Sicher das persönliche Schicksal der Familie wird auch anschaulich betrachtet. Aber insgesamt wäre das Buch mit ca. 100 Seiten weniger, also ohne die Wiederholungen, durchaus angenehmer zu lesen. Gut gefallen hat mir dann zum Schluss noch die Wendung, so hätte ich damit nicht gerechnet. Von mir gibt es dafür nur drei Lesesterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Ulrike Renk versteht es hervorragend, einem die Historie fesselnd näher zu bring
von Gudrun - 11.08.2018
Dies ist der 3. Band nach Das Lied der Störche und Die Jahre der Schwalben und hat mich, genauso wie die beiden ersten Bände, wieder voll und ganz in den Bann gezogen. Aber, dazu gehe ich später noch eingehender ein, weil ich jetzt erst Schritt-für-Schritt vorgehen möchte. Obwohl ich die beiden vorherigen Bände gelesen und schon sehnsüchtig auf diesen gewartet habe, kann ich sagen, dass es durchaus möglich ist, die Vorgänge und Zusammenhänge auch ohne Vorkenntnisse der vorherigen, zu begreifen. Die Autorin versteht es, die wichtigen Details, die für Verständnis sorgen, so einzuflechten, dass ein müheloses Lesen voll und ganz gegeben ist. Ich mag es sehr gerne, dass man auch wieder bei diesem Cover auf den ersten Blick erkennt, dass es zur Trilogie gehört. Außerdem sind die Details, die die Zeit, in der sich der Inhalt abspielt, gut umgesetzt. Die Darstellung der Frau mit der passenden Kleidung sowie die Umgebung, auf die sie blickt, zeigen die Zeitenspanne gut auf. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Wobei ich hier sagen muss, dass ich doch das ein oder andere Mal pausieren musste, weil die Thematik äusserst detailgetreu und mitreissend niedergeschrieben wurde. Deshalb sehe ich das auch als positiven Beitrag, denn die Kriegs- und Nachkriegszeit und die damit einhergehenden Kümmernisse und Brutalitäten, können, wenn sie gut recherchiert und rübergebracht werden, nur zum Innehalten und Nachdenken anregen und dazu braucht man eben etwas Zeit, um dies sacken zu lassen. Ulrike Renk versteht es, die Zusammenhänge plausibel darzustellen. Dies alles geschieht in Anlehnung an die Geschichte der Familie zu Putlitz, die viele Informationen dazu beigetragen haben. Im Nachwort schildert die Autorin noch einmal gezielt, welche Geschehnisse wahr sind und welche fiktiv ausgeschmückt wurden. Ich empfinde das immer doppelt so interessant, wenn ich mir vorstelle, dass sich dies so ähnlich wirklich abgespielt hat. Die Charaktere, die die Reihe begleiten und auch neu Hinzugekommene werden treffend und detailgenau geschildert. Ich hatte innerhalb kürzester Zeit wieder die Reaktionen und Beweggründe der vorherigen Bände der jeweiligen Personen vor Augen und konnte deren Lebensweg begleiten und dabei sein. Aber, hier möchte ich noch einmal betonen, die Vorkenntnisse sind nicht nötig, man kann die Mitwirkenden auch jetzt erst kennen- und verstehen lernen. Nur, ich könnte mir vorstellen, dass man nach der Lektüre auch die anderen Bücher lesen möchte, weil man die Personen einfach ins Herz schließt. Der Spannungsbogen, der gleich zu Beginn in die Wege geleitet wird, setzt sich gekonnt fort und wird auch immer hoch gehalten. Die geschilderten Ereignisse lassen einem nicht mehr los. Mein Fazit: Ulrike Renk versteht es hervorragend, einem die Historie fesselnd näher zu bringen
Ein krönender Abschluß
von Bibliomarie - 07.08.2018
Mit "Die Zeit der Kraniche" findet die großartige Familiensaga von Ulrike Renk ihren Abschluss. Frederike lebt nun mit den drei Kindern allein auf dem Familiengut in der Prignitz. Immer mehr sind die Auswirkungen des Krieges zu spüren. Besonders die die Familie Mansfeld leidet darunter, den Gebhard sitzt im Potsdamer Gestapo Gefängnis und das Gut steht unter der Aufsicht eines strammen Nazis. Die Nachrichten vom elterlichen Gut in Ostpreußen sind auch sehr bedrohlich. Unverdrossen versucht Freddie den Kopf hoch zu halten, ihrer Familie und den vielen Flüchtlingen eine Stütze zu sein. Doch die letzten Kriegsmonate und die Nachkriegszeit fordern viele Opfer von ihr. Eltern und Schwiegereltern, die ganze Familie flieht in den Westen, doch Gebhard hofft nach Ende des Kriegs sein Gut wieder bewirtschaften zu können, doch wieder wird er verhaftet und Freddie gelingt in letzter Minute mit den Kindern die Flucht. Es ist ein besonders intensives Leseerlebnis, auch weil ich weiß, dass der Roman um Frederike auf einer wahren Geschichte beruht. Die Autorin hatte Zugang zu vielen Familiendokumenten und setzt einer mutigen Frau mit ihrem Buch ein Denkmal. Die Lebensgeschichte ist mir unter die Haut gegangen und hat mich tief emotional berührt. Es sind die kleinen Alltagsdinge die die Kriegszeit und die Hungerjahre viel authentischer darstellen, als es ein Sachbuch je vermag. Der Gutshof ist wie ein Kosmos, jedes Mitglied, ob Familie oder dienstbare Geister haben ihren Platz und ihre Geschichte. Wobei jede Figur - bis zu den Kriegsflüchtlingen und Zwangsarbeitern - stimmig ausgearbeitet sind. Jede Person bekommt ihre eigene Geschichte und ich kann gar nicht anders, ich bin schon nach wenigen Seiten ein Teil dieser Geschichte, hoffe und bange mit Freddie und freue mich, wenn ihr wieder einmal gelungen ist, die Einschränkungen des regimehörigen Verwalters abzuschwächen. Die kleinen Episoden aus der Küche und dem Hof sind erfreuliche Atempausen im dramatischen Geschehen. Es gibt wenige Bücher von denen ich mir wünschte, sie mögen immer weitergehen. Ulrike Renks Geschichte über Frederike von Mansfeld gehört definitiv dazu, deshalb habe ich den letzten Band der Trilogie mit großem Bedauern beendet und bin sicher, dass ich die Romane immer wieder aufschlagen werde.
Die Zeit der Kraniche
von Gelinde - 04.08.2018
Die Zeit der Kraniche, von Ulrike Renk Cover: Sehr schön der Geschichte angepasst und mit hohem Erkennungswert. Inhalt: Mansfeld: 1944. Es wird erbittert gekämpft, auch wenn sich bereits abzeichnet, dass der Krieg verloren ist. Für Frederike und ihre Familie stehen harte Zeiten an, sind sie doch immer ein Gegner des Regimes. Denunziation und Verhaftungen, Willkür und Grausamkeiten stehen an der Tagesordnung. Was wird aus Freddy und ihrer Familie? Haben sie eine Zukunft auf ihrem Gut oder gelingt ihr ein radikaler Neuanfang? Meine Meinung: Nach Das Lied der Störche und Die Jahre der Schwalben bildet Die Zeit der Kraniche den dritten und letzten Teil, und auch gleichzeitig das i-Tüpfelchen oder die Krone für diese Trilogie. Der Einstig geht nahtlos dort weiter, wo das zweite Buch der Trilogie aufgehört hat (und ich denke es bringt mehr Lesegenuss, wenn man die beiden Bücher vorher und somit Freddys Familie kennt). Der Tenor dieses Buches (der Zeit geschuldet) ist bedrückend und mehr als einmal sitze ich fassungslos und erschüttert über dem Buch (auch wenn man die Thematik kennt). Keine leichte Kost und die Zeit und ihre negativen Seiten machen das Ganze nicht einfach, ich bin mehr als einmal sprachlos vor Entsetzen und mir stehen Tränen in den Augen, aber durch Freddys positive und zupackende Art geht es immer wieder weiter und sie scheut sich nicht zuzupacken und immer wieder einen Neubeginn zu wagen. Freddy ist eine Hauptprotagonistin wie man sie sich nicht besser wünschen könnte. Sie ist ein Mensch durch und durch, sie wächst an ihren Aufgaben. Der Schreibstil ist perfekt, Personen, Charaktere, Handlungen, egal was, es wird alles so treffend, emotional und einfach perfekt beschrieben. Der Dialekt wird wunderbar eingebaut und macht das Ganze sehr authentisch. Als Leser bin ich ein Mitglied der Familie von Freddy geworden. Das Ende ist einfach ergreifend, stimmig, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Hier noch drei Zitate die ich einfach anfügen muss, da sie so treffend sind: S 207 -Es war kein Sandkastenspiel, aber Hitler hatte angefangen. Er hat den Wind gesät und den Sturm geerntet, dachte Frederike. Nur war es in diesem Fall der Feuersturm, und die Leidtragenden saßen nicht im Führerbunker. Die Menschen im Land mussten den Kriegswahnsinn aushalten, ertragen oder schlimmstenfalls daran sterben. S 347 - Sie litten- sie litten an Hunger, Durst, an Hitze, später an Kälte- sie litten unter hygienischen Mängeln, an der schlechten Organisation, an Heimweh, Herzweh und körperlichen Schmerzen. Es gab millionenfaches Leid. S 488 -Und irgendwann wird es wieder ein Feindbild geben- wenn es keine Juden sind, dann eben andere. Autorin: Ulrike Renk, geb. 1947, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Mein Fazit: Ich kann mich nur wiederholen. So berührend, so bewegend, so emotional, so mitreißend, so lebendig, so dramatisch. Ein tolles Buch (Pageturner), das auf wahren Begebenheiten beruht und bei dem der historische Hintergrund perfekt zu einer spannenden Familiensaga verknüpft wird. Ein "must Have" für jeden der historische Romane und vor allem Familien-Sagas liebt. Von mir eine klare Kauf-und Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.
von StephanieP - 31.07.2018
Als der Krieg endlich vorbei ist besetzen sowjetische Gruppen das Land. Gebhard und Freddy bleiben im Gegensatz zu vielen anderen Gutsherren auf ihrem Gut bis Gebhard denunziert und verhaftet wird. Freddy gelingt im Gegensatz zu ihm die Flucht. Doch jetzt steht sie ganz alleine vor einem Neuanfang. Wird sie diesen schaffen und was wird aus Gebhard? Ulrike Renks Schreibstil ist erneut sehr flüssig und mitreißend. Ich konnte sofort in die Handlung einteigen und ihr problemlos bis zum Ende folgen. Auf Wiederholungen und Längen wird komplett verzichtet, wodurch das Buch sehr kurzweilig erscheint und sich schnell lesen lässt. Besonders gut gefällt mir, dass die Handlung sofort an die Vorgänger anschließt. Die Autorin scheint zu den geschichtlichen Fakten sehr gut recherchiert zu haben, da diese äußerst glaubwürdig wirken. Die einzelnen Protagonisten sind sehr authentisch und glaubwürdig. Jeder Charakter bekommt seine eigene Persönlichkeit, wodurch sie besonders lebendig und zum Teil unglaublich liebenswert wirken. Besonders gefreut hat mich, dass sehr viele Protagonisten aus den Vorgängerbänden wieder vorkommen und ihre sympathische Art beibehalten haben. Ulrike Renk hat es auch in diesem Band geschafft bei mir großes Kopfkino auszulösen. "Die Zeit der Kraniche" ist der dritte und letzteTeil der Ostpreußen Reihe rund um Frederike. Ich denke nicht, dass man den aktuellen Band ohne die Vorgänger lesen kann, da sie aufeinander aufbauen. Ich selbst habe alle drei Teile gelesen und war von ausnahmslos jedem mitgerissen und begeistert. Auch der Abschlussteil der Trilogie steht seinen Vorgängern in nichts nach und ist es wirklich Wert gelesen zu werden. Ich hoffe auf weitere Bücher der Autorin! FAZIT: "Die Zeit der Kraniche" ist ein mehr als würdiger Abschluss einer mitreißenden und fesselnden Trilogie rund um Frederike. Ich kann jedem Fan von historischen Romanen diese Trilogie wärmstens ans Herz legen und vergebe 5 Sterne!
Wir leben. Das ist die Hauptsache
von kelo24 - 30.07.2018
Wir leben. Das ist die Hauptsache (S. 434) Zum Ende des 2. Weltkrieges werden Gebhard und seine Mutter Heide denunziert und inhaftiert. Wieder steht Freddy mit allen Problemen allein da und muss sich auch noch mit dem "braunen" Gutsverwalter auseinandersetzen. Zu der Ungewissheit über das Schicksal der beiden kommt auch noch die große Angst vor den Russen. Obwohl bei der Lebensmittelknappheit schon das Überleben aller Bewohner des Gutes nicht einfach ist werden zusätzlich auch noch ausgebombte Familien einquartiert. Dann kommen die ersten Flüchtlingstrecks aus dem Osten, darunter auch Freddys Familie, und auch die Todesmärsche aus Sachsenhausen ziehen am Gut vorbei. Gebhard kommt zum Kriegsende frei, will aber sein Land nicht verlassen. Nachdem er, diesmal von den Russen, erneut verhaftet wird muss Freddy alles zurück lassen, aber ihr gelingt in letzter Minute die Flucht mit ihren Kindern. Auch der dritte und letzte Teil der Ostpreußen-Saga hat mich von der ersten Seite an sofort wieder komplett in seinen Bann gezogen. Es ist natürlich ein sehr emotionaler Roman, der aufwühlt und nachdenklich macht. Durch dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte hindurch habe ich mit Freddy gehofft, gebangt und mitgefiebert, oft auch mit feuchten Augen. Freddy, was für eine starke Frau. Trotz Anfeindungen, Unterstellungen und Willkür steht sie immer ihren Mann, kämpft wie eine Löwin für Gebhard und ihre Kinder. Sie hat ein großes Herz und Standesdünkel ist ihr fremd, das Wohlergehen ihrer "Leute" ist ihr wichtig und sie kümmert sich auch um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, weil das ihrer Vorstellung von christlicher Nächstenliebe und Menschlichkeit entspricht. Bewundernswert finde ich ihre Kraft, ihren Durchsetzungswillen und vor allem ihr Durchhaltevermögen. Das, was Freddy in ein paar Jahren ertragen musste, reicht eigentlich für mehrere Leben. Trotzdem zerbricht sie nicht an den Schicksalsschlägen, sondern findet immer einen Weg um weiterzumachen - auch trotz Tränen im Gesicht und gebrochenem Herzen. Sie steht für mich stellvertretend für alle Frauen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Freddys Lebensweg basiert auf der wahren Geschichte der Frederike von Plato. Vielen Dank an Ulrike Renk für diese großartige Trilogie und an Frederike von Plato für ihr Einverständnis, sie auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten zu dürfen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung - natürlich für alle 3 Teile - mit 5 *****
Eine starke Frau in schweren Zeiten
von Langeweile - 29.07.2018
Klappentext übernommen: Nach dem dringlich herbeigesehnten Ende des Krieges besetzen die sowjetischen Truppen das Land.Viele Gutsfamilien ziehen aus der Heimat gen Westen. Auch Gebhards Brüder und seine Mutter. Er kann sich jedoch nicht einfach dazu entschließen, das Land seiner Väter zu verlassen. Dann wird er denunziert und verhaftet.Frederike droht das gleiche Schicksal. In letzter Sekunde schafft sie es zu fliehen - aber wird ihr ein Neuanfang gelingen? Und was ist mit Gebhard? Meine Meinung: Obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich den zweiten Band gelesen hatte, fühlte ich mich sofort wieder in der Geschichte wohl. Der Autorin ist es gelungen, mich schon nach wenigen Seiten völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen . Während des Lesens erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle.Auch wenn es keine heitere Geschichte ist , schaffte die Autorin es zwischendurch,durch geschickt gesetzte Nuancen ,ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. Was den Roman zu etwas Besonderem macht ist,dass er an eine wahre Geschichte angelehnt ist . Die Geschichte lässt mich mit Dankbarkeit und Bewunderung zurück. Dankbarkeit dafür, dass ich diese schlimme Zeit nie erleben musste. Bewunderung für die Menschen, die es trotz vieler Schicksalsschläge, geschafft haben, immer wieder vorne zu blicken und einen Neuanfang zu wagen. Fazit: Nachdem diese Trilogie beendet ist ,freue ich mich auf etwas Neues von dieser tollen Autorin. Von mir gibt es eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.
Ein Roman, dem man sich emotional nur schwer wieder entziehen kann
von Gosulino - 29.07.2018
Sie sog das Bild des Hauses mit den grünen Fensterläden in sich auf......... Sie wüde nicht zurückkehren, sie wüde nie wieder hier leben, das wurde ihr mit einem Schlag ganz schrecklich bewusst..... (Seite 398). Als Friederikes Mann Gebhard und seine Mutter von der Gestapo abgeholt werden, versucht Freddy, das Gut und alle Menschen die dort leben, so gut es nur geht zu versorgen. Auch als ein neuer Verwalter von den Nazis eingesetzt wird und den Gürtel auch für die Zwangsarbeiter enger zieht, finden Freddy und die Leute immer wieder Wege, für alle ein erträgliches Dasein zu schaffen. Als sie es schafft, Ihre Schwiegermutter aus dem Gefängnis zu holen und als später auch Gebhard, zwar krank aber lebend, zurückkehrt und der Krieg sich dem Ende entgegen zu neigen scheint, hoffen die zu Mansfelds auf endlich bessere Zeiten. Aber dann steht die Rote Armee vor den Toren und versetzt die Bevölkerung erneut in Angst und Schrecken. Immer mehr Menschen fliehen aus Ostpreußen, Schlesien und Polen, auf Mansfeld wird es immer enger. Viele flüchten in den Westen, aber die zu Mansfeld halten an ihrer Heimat fest. Als Gebhard dann von den Russen erneut verhaftet wird und auch Frederike die Haft droht, muss sie eine schwere Entscheidung treffen. Ulrike Renk hat in der ihr eigenen wundervollen Schreibweise einen Roman geschaffen, der den Leser emotional nur schwer wieder loslässt. Die Geschichte einer Familie, einer Frau, die mutig und unbeirrbar ihren Weg geht, die alles tut, um das Leben der Menschen und des ihr anvertrauten Gutes zu erhalten. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Es ist kein fröhliches Buch, aber es war auch keine fröhliche Zeit und dennoch schafft es Ulrike Renk, den Leser an dieses Buch zu fesseln, es ist fast unmöglich, es zur Seite zu legen und auch nachdem es wieder im Regal steht, muss man immer wieder an Frederike zu Mansfeld denken, deren Leben man so lange begleitet hat. Eine absolute Leseempfehlung für alle drei Bände und für dieses alle fünf Sterne, wenn es ginge auch mehr.
"Wir machen einfach weiter."
von hasirasi2 - 27.07.2018
"Wir machen einfach weiter." (S. 198): Freddys Ehemann Gebhard zu Mansfeld und dessen Mutter Heide wurden verhaftet, weil sie heimlich den verbotenen Radiosender BBC gehört haben - obwohl man es ihnen nicht beweisen kann. Wie schon nach der Erkrankung ihres ersten Mannes, steht Freddy wieder mal allein einem großen Gut vor. Nur wird ihr diesmal ein "Aufpasser" zur Seite gestellt. Der ehemalige Vorarbeiter Hittlopp - ein Nazi durch und durch - wird zum Verwalter bestimmt und Freddy damit quasi entmündigt, sie steht nur noch ihrem Haushalt vor. Trotzdem der Repressalien durch Hittlopp geht es den Leuten auf Mansfeld aber noch relativ gut. Während Berlin und Potsdam immer mehr durch Bomben zerstört werden, bleibt das Prignitzer Gebiet verschont. Freddys Sorgen drehen sich vor allem um Gebhard und Heide und darum, die Leute weiterhin satt zu bekommen. Die Lage wird immer schlimmer, immer mehr Trecks (Flüchtlinge) aus Ostpreußen ziehen durch, nur ihre Familie aus Fennhusen ist nie dabei und angebliche rückt die russische Front immer näher ... Ich hatte das Gefühl, "Die Jahre der Schwalben" gestern erst aus der Hand gelegt zu haben, so flüssig geht es in "Die Zeit der Kraniche" weiter, dem Abschluss der Trilogie um Freddy. Die ist immer noch eine sehr taffe, kämpferische und bewundernswerte Frau, welche sich nie unterkriegen oder Angst machen lässt oder gar die Hoffnung verliert. Besonders ihre Menschlichkeit und ihr Durchhaltevermögen haben mir mehrfach imponiert. Zum Glück steht ihr immer noch Lore, die Köchin, zur Seite. Sie ist gewitzt, klug, bauernschlau; schmeichelt, besticht und betrügt die Nazis geschickt. Und sie ist Freddy treu ergeben. Eine echte Seele von Mensch. Sehr eindringlich beleuchtet Ulrike Renk die Menschen und wie verschieden sie mit dem Krieg und dessen Folgen umgehen. Während Freddy und Lore versuchen, aus jeder Situation das beste zu machen, jammert ihre Schwägerin Thea immer nur rum - genau wie Frau Walter, die bei einem Bombenangriff alles verloren hat und auf Mansfeld einquartiert wurde. Sie erzählt sehr bewegend von Freddys Kampf um ihren Mann, der dramatischen Flucht der Vertriebenen und denen, die vor der vorrückenden Front fliehen mussten, aber auch vom Todesmarsch von Sachsenhausen und den Gräueltaten, die in den KZs verübt wurden. Etwas, was heute leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Auch die Zeit der russischen Besatzung lässt sie nicht aus. Wieder muss Freddy um ihre Rechte, ihr Land, ums blanke Überleben kämpfen. Am Ende bleibt auch ihr nur die Flucht (wie der Klappentext leider verrät) "Jetzt habe ich nichts mehr. Nur drei Kinder, drei Koffer und zwei Taschen. Das ist alles, was mir geblieben ist." (S. 402) Besonders erschütternd finde ich die Geschichte, weil sie auf dem Leben von Frederike von Plato und deren Sohn Gebhard Gans Edler zu Putlitz beruht. Viele der geschilderten Begebenheiten haben sich wirklich so oder ähnlich zugetragen. 5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung.
Packend-trauriges Staffelfinale
von Jennifer Hempel - 16.07.2018
INHALT Rund um den Burghof Mansfeld in der Prignitz tobt der Zweite Weltkrieg. Frederike zu Mansfeld, genannt Freddy, muss mit ansehen, wie ihr Mann Gebhard und ihre Schwiegermutter von der Gestapo festgenommen werden und das eigene Gut von einem Nazi treuen Verwalter kommissarisch geleitet wird. Die Familie ihrer Mutter Stefanie von Fennhusen sowie die Familie ihrer Freundin Thea verlassen aus Angst vor den Rotarmisten und Fliegerbomben deren Hofgüter. Wird auch Frederike für sich und die drei Kinder eine neue Heimat suchen? Und was wird aus dem in Potsdam inhaftierten Gebhard werden? MEINUNG Der letzte Roman von Ulrike Renks Ostpreußen-Trilogie bot wie immer packende Unterhaltung. Das Staffelfinale wurde von einer traurig-düsteren Grundstimmung getragen, wobei der Zweite Weltkrieg mit all seinen Schrecken und Folgen das bestimmende Elemente darstellte. So kam es, das man mit der starken, vom Schicksal arg gebeutelten Hauptprotagonistin Frederike zu Mansfeld stets mitfieberte. Ob Lebensmittelrationierung, Flüchtlingsaufnahme, Verwüstung durch die Rote Armee, Frederike will den Burghof trotz aller Unbillen halten. Doch ist das 1945 überhaupt möglich? Ulrike Renk schilderte die Geschehnisse in dieser unsicheren, trüben Zeit auf eindrücklich realistische Weise, wobei sie allerlei historische Fakten mit einfließen lässt. Der melancholisch-traurige Handlungsvorlauf wurde ein ums andere Mal durch die berlinernden Köchinnen Lore und Frau Schneider durchbrochen, deren herrlich direkte Art mich bis zum Schluss zum Schmunzeln brachte. In diesem Zusammenhang fand ich es zudem toll, dass die Autorin die gängigen Redewendungen (z. B. Schmalhans ist Küchenmeister) und Wörter (z. B. Heckmeck) der damaligen Zeit (30er- bis 40er-Jahre) mit in den Text eingebaut hat. Die familiäre Komponente der Erzählung stand auch im letzten Roman wieder im Focus. Die Veränderungen und Schicksalsschläge, welche die Mansfelds bzw. Fennhusens in den letzten Kriegsjahren erleben, wurden detailreich und spannend dargeboten. Und zum Schluss gab es auch für Frederike persönlich eine Art Happy End. Darüber hinaus sollte man als Leser wissen, dass die geschilderte Lebensgeschichte der zu Mansfelds auf einer echten Geschichte basiert, zu der sogar einstmals eine TV-Dokumentation veröffentlicht wurde. FAZIT Ein gelungenes Staffelfinale, das Fiktion und Historie kongenial miteinander verbindet. Ich habe wieder bis zum Buchende mitgefiebert und fand es schade, von liebgewonnenen Charakteren Abschied nehmen zu müssen.
Eine starke Frau
von leseratte1310 - 16.07.2018
Ich hatte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser Ostpreußen-Saga von Bestsellerautorin Ulrike Renk gewartet. Die Menschen sehnen sich nach einem Ende des Krieges. Doch die sowjetischen Truppen kommen immer näher. Die Angst ist groß und immer mehr Menschen verlassen ihre Heimat, so auch die Familie zu Mansfeld. Aber Gebhard will in seiner Heimat auf seinem Gut bleiben. Doch dann wird er verhaftet und Frederike will nicht ohne ihn weggehen. Das Elend der Menschen, die mit den Flüchtlingsströmen aus dem Osten kommen, ist furchtbar. Frederike versucht zu helfen wo sie kann. Aber das ist auch für sie gefährlich. Wieder gelingt es der Autorin mit ihrem wundervollen Schreibstil und ihrer guten Darstellung der Menschen und der Lebensumstände mich zu begeistern. Obwohl es den Menschen auf dem Land besser geht als denen in der Stadt, hat auch dort der Krieg seine Spuren hinterlassen. Die Flüchtenden werden in den Gutshäusern einquartiert. Frederike hat sich schon immer verantwortungsvoll gezeigt. Sie will den Menschen helfen. Dass sie gut mit Menschen umgehen kann, hat sie schon immer bewiesen und das hilft ihr auch jetzt. Trotzdem ist es sehr schwierig für sie. Sie ist mutig und steht für die Ihren ein. Doch dann muss auch sie fliehen, doch sie sorgt sich um Gebhard: Was ist mit ihm geschehen? Es ist Ulrike Renk wieder sehr gut gelungen, die schwierigen Bedingungen jener Zeit darzustellen. Überall herrscht Not und Elend und alles wird verwendet, um den schlimmsten Hunger zu stillen. Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Frederike ist eine bewundernswerte, starke Frau, der das Leben immer wieder Knüppel zwischen die Füße geworfen hat. Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.
Fesselnd
von Inge H. - 11.07.2018
Ulrike Renks Roman "Die Zeit der Kraniche" ist der letzte Teil der Ostpreussen - Saga. Le ist ein Roman mit vielen wahren Begebenheiten und tatsächlich damals lebende Personen. Die Geschichte zeigt die Ereignisse im zweiten Weltkrieg bis in den kalten Krieg. Baronon Federke und ihr Mann Gerhard haben ihr Gut in der Prignitz. Sie sind hilfsbereit und freundlich, das wird ihnen nicht gedankt. Gerhard wird verhaftet, weil er die Gefangenen zu gut behandelt. Nach dem Krieg wird er denunziert weil er die angeblich misshamdelt hat. Ein erschütterndes wahres Schicksal. Am Ende kann man lesen, was alles wahr ist. Die Autorin schreibt den Roman mit viel Gefühl, sie schlägt uns in ihren Bann. Ich kann ihre Romane immer wieder lesen. Ihre Figuren sind glaubhaft und lebendig und mit verschieden Charakteren dargestellt. Dieses Stückchen Familien - und Weltgeschichte ist fesselnd und lesenswert. Eine wunderbare Lektüre.
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