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Von der Blockpartei zur Volkspartei?

Die Ost-CDU im Umbruch 1989-1994. Auflage 1997. Book.
Buch (kartoniert)
Fünf Jahre nach der deutschen Vereinigung brechen in der ostdeutschen CDU Konflikte auf, die zeigen, daß der Wandel von der Blockpartei zur Volkspartei westdeutschen Zuschnitts noch keineswegs abgeschlossen ist. Die Arbeit von Ute Schmidt … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Von der Blockpartei zur Volkspartei?
Autor/en: Ute Schmidt

ISBN: 3531129317
EAN: 9783531129310
Die Ost-CDU im Umbruch 1989-1994.
Auflage 1997.
Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

1. Februar 1997 - kartoniert - 412 Seiten

Beschreibung

Fünf Jahre nach der deutschen Vereinigung brechen in der ostdeutschen CDU Konflikte auf, die zeigen, daß der Wandel von der Blockpartei zur Volkspartei westdeutschen Zuschnitts noch keineswegs abgeschlossen ist. Die Arbeit von Ute Schmidt liefert eine anschauliche und quellenfundierte Analyse des Umbruchs und der Strukturierungsprozesse in der ostdeutschen CDU. Ausgangspunkt ist die Frage, wie aus der heterogenen Gemengelage politischer Kräfte eine politikfähige Partei - und damit auch ein Veränderungspotential für die West-CDU - entstehen kann. Gefragt wird zugleich danach, wie in Ostdeutschland "Volksparteien" ohne den Unterbau gewachsener Milieus und Interessengruppen entstehen können. Die vergleichende Analyse der Transformationsprozesse - sowohl auf der zentralen Entscheidungsebene als auch in drei gut begründeten Fallstudien - ergibt ein Spektrum sehr unterschiedlicher Bedingungen, Konstellationen und Handlungsstrategien der Akteure. Ein abschließendes Kapitel untersucht die Entstehung neuer Elitenkonfigurationen und das Politikverständnis der neuen Eliten.

Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellungen und Forschungsinteresse.
- 2. Quellen und Methoden.
- 2.1. Parteiakten.
- 2.2. Interviews.
- 2.3. Anmerkungen zur Quellenbasis.
- 3. Zur Gliederung der Arbeit.
- 4. Zum Forschungsstand.
- I: Der Umbruch in der DDR-CDU 1989/1990.
- 1. Die Ost-CDU 1945-1989.
- 1.1. Involution zur Blockpartei.
- 1.2. MfS und CDU.
- 2. Führung-Basis-Konflikte in der Wendezeit.
- 2.1. Die Ortsgruppe Neuenhagen - ein frühes Beispiel für Zivilcourage.
- 2.2. Der "Brief aus Weimar" - Protes gegen die "geistlose Nicht-Politik".
- 2.3. Sammlung der oppositionellen Kräfte in der DDR-CDU.
- 2.4. Resümee: Führung und Basis - zwei Welten?.
- 3. Zentrum und Peripherie im Vorfeld der Volkskammerwahl.
- 3.1. Der Neubeginn in der CDU-Zentrale.
- 3.1.1. Göttings Sturz.
- 3.1.2. Alte und neue Kräfte im Widerstreit -- die Klausurtagung in Burgscheidungen.
- 3.1.3. Der Sonderparteitag am 15./16. Dezember1989.
- 3.1.3.1. Die Organisationsreform und das Ende des "Demokratischen Zentralismus" in der CDU.
- 3.1.3.2. Die Abkehr vom Sozialismus.
- 3.1.3.3. Spaltung oder Profilierung zur "C"-Partei?.
- 3.2. Lokale Sonderwege im Süden der DDR.
- 3.3. Die Bildung der "Allianz für Deutschland".
- 3.3.1. Kalküle und Reserven in der Bundes-CDU.
- 3.3.1.1. Die Kraft des Faktischen und politische Machtkalküle.
- 3.3.1.2. Parteiinterne Differenzierungen und die Forderung nach einer "operativen Deutschlandpolitik".
- 3.3.1.3. Katholisch-kirchliche Interessenpolitik.
- 3.3.2. Krisenstimmung in der DDR.
- 4. "Umkehr in die Zukunft" oder: Versuch und Scheitern einer "Retraditionalisierung" mit progressivem Vorzeichen.
- 4.1. Von Otto Nuschke zu Jakob Kaiser.
- 4.2. Das Programm der DDR-CDU -- ein "Begräbnis erster Klasse"?.
- 5. Die Umstrukturierung der Parteiorganisation.
- 5.1. Ansätze zu Dezentralisierung und Demokratisierung.
- 5.2. Umstrukturierung und Modernisierung der Parteiorganisation nach der Fusion.
- 5.3. Finanzierung.
- 5.3.1. Ergebnisse der Untersuchungskommission und Folgerungen für eine neue Finanzordnung der CDU.
- 5.3.2. Der Verzicht auf das Vermögen der Blockpartei.
- 5.4. Mitglieder.
- 5.4.1. Mitgliederbewegungen in der DDR-CDU 1989/90.
- 5.4.2. Zur Mitgliederentwicklung der CDU in den neuen Bundesländern.
- 5.4.3. Struktur der CDU-Mitgliederschaft in den neuen Bundesländern.
- 5.4.3.1. Die Parteifusion - ein Modernisierungsprojekt?.
- 5.4.4. Resümee: Probleme der Parteistruktur und -integration.
- 5.5. Suborganisationen.
- 5.5.1. Frauen-Union.
- 5.5.2. Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft.
- II: Regionalstudien.
- 6. Vorstrukturierung.
- 6.1. Parteiaufbau von oben und "Vorstrukturierung" von unten.
- 6.2. Mitgliederstärke und Organisationsdichte.
- 6.2.1. Schlußlicht und Motor - die CDU-Landesverbände Brandenburg und Sachsen.
- 6.2.2. Das Eichsfeld - ein dichtes Milieu.
- 6.3. Profile der CDU-Mitgliederschaft in den CDU-Landesverbänden Brandenburg, Sachsen und Thüringen.
- 6.4. Resümee.
- 7. Elitenwechsel in Sachsen: Die "Modernisierer" setzen sich durch.
- 7.1. Die erste Phase des Machtkampfs (1990).
- 7.2. Die zweite Phase des Machtkampfs (1990-1991).
- 7.3. Der Parteitag in Dresden und das "Dresdner Manifest".
- 7.4. "Reformer" und "Blockis" in Sachsen 1990/91 -- eine Zwischenbilanz.
- 7.5. Eine neue Elite in der CDU?.
- 7.5.1. Der "Gesprächskreis 2000".
- 7.5.2. Strukturierungskonzepte der "Modernisierer" -- zwei Beispiele.
- 7.5.2.1. "Hinter Befindlichkeiten stecken Besitzstände".
- 7.5.2.2. "Aktive Sanierungspolitik".
- 7.5.3. Resümee.
- 8. Brandenburg: Strukturierung einer Oppositionspartei.
- 8.1. Die brandenburgische CDU in der Wendezeit.
- 8.2. Von Schirmer zu de Maizière.
- 8.2.1. "Abwicklung" und Umbau des Parteiapparats.
- 8.3. Von Kyritz bis Jeserig: Die Ära Fink (1991-1993).
- 8.3.1. Der Aufbau neuer Strukturen.
- 8.4. Organisationspolitische Restrukturierung (1993-1995).
- 8.4.1. Das Strukturierungskonzept des Generalsekretärs: "Drei Jahre Wasserschöpfen in der Wüste" (1994-1997/98).
- 8.5. Resümee.
- 9. Die CDU im Eichsfeld: eine "Milieupartei".
- 9.1. Zentrumstraditionen und CDU-Potentiale in der Ex-DDR.
- 9.2. Die "Eichsfeld-Idee" als Synthese von Katholizismus und Heimatliebe.
- 9.2.1. "Ihr seid das Salz der Erde " Rekatholisierungstendenzen in der Wendezeit?.
- 9.3. Die Eichsfeld-CDU als "Christlicher Gesellschaftsverein".
- 9.3.1. Der CDU-Kreisverband Worbis - ein Rückblick auf die Entwicklung der Blockpartei im Wendejahr1989.
- 9.3.2. Neuansätze in Heiligenstadt 1989/90.
- 9.3.3. Das Programm der Eichsfeld-CDU.
- 9.4. Zwischen Eigensinn und Pragmatismus -Strukturierungskonzepte lokaler Eliten im Kreis Heiligenstadt.
- 9.4.1. Die "Eichsfeld-Idee" - ein Modernisierungsfaktor?.
- 9.4.2. Vom Milieu zur Kommunalpolitik.
- 9.4.3. Katholische Arbeiterbewegung im Eichsfeld -- ein Reorganisierungsversuch.
- 9.5. Milieu und Eliten im Eichsfeld - Renaissance des "C"?.
- III: Eliten.
- 10. Zur Elitenbildung in der Ost-CDU nach der Wende.
- 10.1. Elitenwechsel und Elitenformationen in der Ost-CDU.
- 10.2. Zur Elitenrekrutierung in der Ost-CDU nach der Wende.
- 10.2.1. Alte und Neue - Profis und Amateure.
- 10.2.2. Soziale Herkunft.
- 10.2.2.1. Herkunftsmilieus und "Wahlverwandtschaften".
- 10.2.2.2. "Bildungsbürger" und "Aufsteiger".
- 10.2.3. Motivation und Politikverständnis.
- 10.2.3.1. "Metanoeite" - die Wende als Reformationsgeschichte".
- 10.2.3.2. Politisierung durch externe Bedingungen.
- 10.2.3.3. Familiäre und kirchliche Netzwerke.
- 10.2.3.4. Interessen und politische Optionen.
- 10.2.3.5. "Moralischer Rigorismus" versus "abgeklärter Zynismus".
- 10.2.3.6. "Reformation" versus "Modernisierung".
- 10.3. Resümee.
- 10.3.1. Die Wiederentdeckung des "politischen Feldes".
- 10.3.2. Elitenformationen und die Transformation der Ost-CDU.
- 10.3.3. Zur Verankerung der Eliten in der Ost-CDU.
- 10.3.3.1. Fluktuation, Kontinuität und der "Faktor Zeit".
- 10.3.3.2. Fragmentierung und Verankerung.
- 11. Die Ost-CDU auf dem Weg zur Volkspartei? Resümee und Ausblick.- Abkürzungsverzeichnis.- Verzeichnis der Schaubilder.- Verzeichnis der Tabellen.- Quellen- und Literaturverzeichnis.- Personenregister.

Portrait

Dr. Ute Schmidt ist Privatdozentin am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hamburg.
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