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Dresden

Eine Geschichte von Glanz, Katastrophe und Aufbruch. 16 Seiten Bildteil.
Buch (gebunden)
Dresden ist eine der schönsten Städte Deutschlands. Und kaum eine andere Stadt blickt auf eine so dramatische Geschichte zurück. Wolfgang Hädecke, Dresdner aus Überzeugung, erzählt sie in 30 Kapiteln, von den Anfängen der Residenzstadt bis zum großen … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Dresden
Autor/en: Wolfgang Hädecke

ISBN: 3446207295
EAN: 9783446207295
Eine Geschichte von Glanz, Katastrophe und Aufbruch.
16 Seiten Bildteil.
Hanser, Carl GmbH + Co.

4. März 2006 - gebunden - 416 Seiten

Beschreibung

Dresden ist eine der schönsten Städte Deutschlands. Und kaum eine andere Stadt blickt auf eine so dramatische Geschichte zurück. Wolfgang Hädecke, Dresdner aus Überzeugung, erzählt sie in 30 Kapiteln, von den Anfängen der Residenzstadt bis zum großen Aufbruch nach 1989. Dabei stellt er Dresden nicht nur als Kunststadt mit seiner Residenz und den weltberühmten Kirchen und Museen dar, sondern auch als Stadt der Musik, der Heimat Erich Kästners und als Hochburg der Technik und des Sports. Ein umfassendes Porträt der sächsischen Metropole.

Portrait

Wolfgang Hädecke, geboren 1929 in Weißenfels/Saale, studierte Anglistik und Germanistik in Halle. 1958 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, seit 1994 lebt er in seiner Wahlheimat Dresden. Er ist Miglied des PEN und des Verbandes deutscher Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Biographien zu Heinrich Heine und Theodor Fontane sowie die Studie "Poeten und Maschinen".

Leseprobe

Dresden leuchtet: Der Zwinger
Am Anfang steht ein grundsätzliches Urteil von Fritz Löffler, dem Doyen der Dresdner Architektur-Geschichtsschreibung: Das Unternehmen des Zwingers ist mit seinem Bauherrn August dem Starken, mit seinem Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser untrennbar verbunden. Nur das Zusammenspiel dieser drei Kräfte gewährleistete die vollkommene Lösung des großartigen, scheinbar mühelos gewachsenen Baus. Eindringlich zeigt der Zwinger die Handschrift dieses Kurfürsten-Königs und absoluten Herrschers von hohem Kunstverstand, der die beiden wichtigsten künstlerischen Lenker des Werkes mit Charme und untrüglichem Gespür für Qualität auswählte und selber ständig mit klugen Korrekturen, Vorschlägen und Anordnungen eingriff - in einem Umfeld, das Harald Marx, der Direktor der Galerie Alte Meister, in doppelter Perspektive einleuchtend ausmalt: Dresden sei als Residenz berühmt geworden, seine künstlerischen Leistungen, denen es diesen Ruhm verdanke, seien als Aufträge des Hofes oder doch aus Bedürfnissen der Residenz entstanden: Sie wurden realisiert von 'Hofkünstlern', die frei von Innungszwängen lebten, aber gebunden an fürstliche Aufträge. Diese hätten gewiß häufig die Grenzen des Möglichen überschritten, doch es war die 'Verschwendung' des Königs, nicht das ökonomische Denken des Magistrats der Stadt, was Dresden zu einer Kunststadt höchsten Ranges machte.
Was schließlich den prunkvoll-repräsentativen Gebäudekomplex mit dem scheinbar schlichten Namen ausmachte, begann am Festungswall westlich des Schlosses zunächst mit dem Plan einer winterfesten Orangerie, wo der Fürst, ähnlich wie bei seinem Porzellan-Enthusiasmus, der unter Zeitgenossen verbreiteten Liebhaberei zu südländischen Pflanzen und Früchten frönen wollte, die paradiesisches und glückliches Leben symbolisierten (Heinz Quinger). Die Ansätze zur Orangerie als Keimzelle eines das ursprüngliche Projekt nach Eigenart und Umfang weit übersteigenden Gar
ten- und Architekturwerkes entstanden an der nordwestlichen Scharfen Ecke der Festung, der späteren Bastion Luna, auf dem Zwinger genannten Raum zwischen äußerer und innerer Mauer, wo auch das Zwingen, das Einsperren von Raubtieren, möglich war. Wichtige Leitbauten der ebenso prächtigen wie sinnlich-heiteren Repräsentations- und Festarchitektur wurden zwischen 1709 und 1719, dem Hochzeitsjahr des Kurprinzen Friedrich August und der Tochter des Habsburger-Kaisers Joseph I., Maria Josepha, errichtet. Die Anlage war aber zum gigantischen Fest kurfürstlich-königlicher Selbstdarstellung noch nicht vollendet; weitere Bauphasen folgten bis Ende der zwanziger Jahre, wobei die Elbseite des ungefähr entlang einer gedachten Nordwest-Südost-Achse, um einen rechteckigen Gartenhof gestalteten dreiseitigen Gebäude-Komplexes bis zur Errichtung von Sempers Galerie Alte Meister (1849-1855) frei blieb. Bemerkenswert, auch wegen des vielfachen königlichen Mitwirkens an den Großbauten des Gesamtkunstwerkes: Die Entstehungszeit des meisterhaften, wenn auch fragmentarischen Zwingers berührt sich an ihrem Ende mit dem Baubeginn von Frauenkirche und Hofkirche!
Die inspirierende und steuernde Einflußnahme Augusts des Starken, der als Prinz beim damaligen Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel grundlegend in Architektur unterrichtet wurde, bestand in sehr viel mehr als einer überlieferten, flüchtig hingeworfenen Eigenhändigen Skizze zur Orangerie im Zwingergarten, einem Grob-Entwurf von 1709, dem gegenüber Global-Lobsprüche wie die des Biographen Faßmann aus Augusts Todesjahr 1733 übertrieben-schmeichlerisch ausfielen: Solche milde Neigungen Sr. Majestät haben sich auf alle Künste und Wissenschaften, die Bildhauer und die Mahlerey erstreckt. Auf jeden Fall konnte der Monarch, wie Walter May mit gutem Grund annimmt, gerade wegen seiner Kennerschaft der faszinierenden Materie auch ein schwieriger Bauherr sein, zum Beispiel für August Christoph von Wackerbarth, den Generalintendanten sei
nes Bauwesens, und für die Architekturbeamten des einflußreichen Oberbauamtes, denen er auch beim Zwinger-Projekt die Richtung vorgab: Bei aller Toleranz und Weitherzigkeit blieb August immer der absolute Herrscher, dessen Wille regierte. Dabei spielte zumindest zeitweilig die Abstimmung des Zwinger-Unternehmens mit dem geplanten Neubau des nahe gelegenen Schlosses eine Rolle - der Plan kam, auch aus finanziellen Gründen, über gelungene Innovationen des Inneren nicht hinaus.
Dem Eingangssatz Löfflers sei eine historische Epochenwürdigung von Marx zur Seite gestellt: Es waren die politische Aufwertung und die architektonische Verwandlung, die in wenigen Jahrzehnten aus der kurfürstlichen Residenz der Wettiner eine Königsstadt werden ließen, mit verschwenderischer Hofhaltung und wochenlangen Festen, es waren aber auch die künstlerischen und musikalischen Interessen der Herrscher, das Entstehen der noch heute berühmten Sammlungen und der überwältigende Reichtum an kunsthandwerklichen und künstlerischen Leistungen, die, in solchem Klima gefördert, mit einem Male auf den verschiedensten Gebieten hervortraten, was diese Sonderstellung bewirkte. Interessanterweise hob der Preußenkönig Friedrich der Große, der Dresden schon als Kronprinz kennengelernt hatte, in der Geschichte meiner Zeit, 1746 geschrieben, 1775 eigenhändig redigiert, bei einer strengen Auswahl schöner Kunst im Norden mit Werken aus Berlin, Wien, München, Mannheim, Ludwigsburg und Dresden für Sachsens Residenz zwei in ihrer Sonderstellung noch ausgezeichnete Bauten hervor: die Augustusbrücke und den Zwinger, beides Schöpfungen Pöppelmanns.
Der Zwinger-Architekt, 1662 in Herford/Westfalen geboren, tauchte um 1680 in Dresden auf und hinterließ zunächst keine Spuren, war aber, nach Ausbildung im Oberbauamt, dort spätestens ab 1686 angestellt. Nach Jahren bescheidener Positionen, aber genauester Studien des Dresdner Stadtbildes wurde er vom König ob seiner exzellenten baukünstlerischen Fähigkeiten entdec
kt und 1705 zum Landbaumeister ernannt. Das war seine große, glänzend genutzte Chance: Als Bauorganisator, Bauingenieur und Architekt, urteilt Marx, habe er in den folgenden Jahren Hervorragendes geleistet und entscheidend dazu beigetragen, die Residenz der sächsischen Kurfürsten zu einer wegen ihrer Bauten berühmten Stadt zu machen. Auch habe es Pöppelmann durch Diensteifer und herausragende künstlerische Leistungen verstanden, sich die königliche Gnade beständig zu erhalten.
Der Monarch schickte seinen Künstler auf Studienreisen, damit er neueste architektonische Errungenschaften und ihre Schöpfer vor Ort kennenlernte. 1710 besuchte er Prag, Wien, wo er Fischer von Erlach traf, und Rom, wo er barocke Meisterwerke des 17. Jahrhunderts studierte, zum Beispiel Berninis kühnste Plastiken, seinen Palazzo Barberini und die Kolonnaden des Petersplatzes sowie Borrominis Kirche der Päpstlichen Universität Sant' Ivo alla Sapienza, die wohl kühnste Raumgestaltung des Barock. 1715 reiste Pöppelmann nach Paris, wo er kurz vor dem Tod Ludwigs XIV. in Versailles, dem architektonischen Musterort des Sonnenkönigs, für den Zwinger, besonders für die Inneneinrichtung, forschte.
Fügen wir hinzu, daß Pöppelmann, seit 1718 Oberlandbaumeister, in den drei Jahrzehnten seit 1705 ständig dienstlich auf Achse war, so sieht man ein gewaltiges Pensum von Aufgaben und Leistungen vor ihm aufgetürmt; dabei stand der unermüdliche Baumeister und Organisator ständig im Spannungsbogen zwischen Pflicht und schöpferischer Leistung, zwischen Ingenieurbau und höfischer Repräsentation, zwischen der Anpassung des Hofbeamten an gesellschaftliche Zwänge und den projektgewordenen Hoffnungen des Künstlers (Marx).
Nur eine Auswahl aus der Werkfülle, die er allein oder anteilig bewältigte, kann hier aufgereiht werden: Neben anderen Wasserbauten, Toren und Straßen der vielbewunderte Brückenneubau, dessen Erhöhung und Verbreiterung in den vollkommensten Stand bis 1907 hielt, die bemerkensw

Pressestimmen

"So fehlt es diesem vorzüglich erforschtem und nicht minder vortrefflich formulierten Buch nicht an thematischer Vielfalt, an Höhen und Tiefen, an Licht und Schatten, da nun einmal alles zusammengehört. ... Wolfgang Hädecke liebt seine Wahlheimat, das spürt man in jedem Kapitel, und diese Liebe ... ist das Lebenselixier seines Erzählens und Gestaltens." Eckart Kleßmann, Lesart, Herbst 06 "Ein fulminantes Stück Beschreibungskunst." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.06
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