Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Tschick

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Jugendbuch. Empfohlen ab 14 Jahre.…
Buch (gebunden)
Kundenbewertung: review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.2
"Ich muss dir ein Geheimnis verraten", sagte ich. "Ich bin der größte Feigling unter der Sonne. Der größte Langweiler und der größte Feigling, und jetzt können wir zu Fuß weiter. Auf einem Feldweg würd ich's vielleicht versuchen mit dem Wagen. Aber n … weiterlesen
Buch

18,00 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Tschick als Buch

Produktdetails

Titel: Tschick
Autor/en: Wolfgang Herrndorf

ISBN: 3871347108
EAN: 9783871347108
Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Jugendbuch.
Empfohlen ab 14 Jahre.
21. Auflage.
Lesebändchen.
Rowohlt Berlin

17. September 2010 - gebunden - 256 Seiten

Kurzbeschreibung

"Ich muss dir ein Geheimnis verraten", sagte ich. "Ich bin der größte Feigling unter der Sonne. Der größte Langweiler und der größte Feigling, und jetzt können wir zu Fuß weiter. Auf einem Feldweg würd ich's vielleicht versuchen mit dem Wagen. Aber nicht auf der Autobahn."

Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.

Portrait

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, hat ursprünglich Malerei studiert. 2002 erschien sein Debütroman "In Plüschgewittern", 2007 der Erzählband "Diesseits des Van-Allen-Gürtels". Es folgten die Romane "Tschick" (2010), mittlerweile in sechsunddreißig Sprachen übersetzt, "Sand" (2011), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, sowie posthum das Tagebuch "Arbeit und Struktur" (2013) und der unvollendete Roman "Bilder deiner großen Liebe" (2014).

Pressestimmen

"Man lacht viel, wenn man Tschick liest, aber ebenso oft ist man gerührt, gelegentlich zu Tränen. Tschick ist ein Buch, das einen Erwachsenen rundum glücklich macht und das man den Altersgenossen seiner Helden jederzeit schenken kann."
Süddeutsche Zeitung

"Tschick", "Tschick", "Tschick", überall "Tschick". Die "FAZ" hat den Roman gelobt, die "FR", die "SZ", die "taz" und, nun ja, die "Bunte"; kurzzeitig sprang er in die Top 20 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Gibt's denn keine anderen Neuerscheinungen, muss denn wirklich auch hier noch eine Lobhudelei erscheinen? Ja, es muss. Weil es selten so viel Grund zum Loben gibt. Wolfgang Herrndorf hat eine lebenskluge Coming-of-Age-Geschichte geschrieben, einen Roadroman, an dessen Ende der 14-jährige Maik nicht so recht weiß, in wen er mehr verliebt ist, in Tatjana, die Beyoncé ähnelt, in Hanna, die "normale Unterwäsche" trägt, in Isa "mit der wirklich tollen Figur" oder in seinen Kumpel Tschick, den er so mag, dass er überlegt, "auch schwul zu werden". "Tschick" ist ein bombastisches Buch für 14-Jährige - und für 40-Jährige, die sich noch daran erinnern, wie sie mit 14 waren.
Tobias Becker, KulturSPIEGEL 1/2011

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 16.10.2010

Wenn man all die Mühe sieht, kann man sich die Liebe denken

Tom Sawyer und Huck Finn kreuzen im geklauten Lada durch den wilden Osten: Wolfgang Herrndorf ist in seinem neuen Roman "Tschick" ganz groß in Fahrt.

Von Felicitas von Lovenberg

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?", tönte es früher im Abspann des Zeichentricks vom rosaroten Paulchen Panther, und tatsächlich war man jedes Mal traurig, dass die Sendung schon vorbei war. Das Beste am Jungsein ist ja, dass es ewig dauert, von Moment zu Moment, sogar noch in der Pubertät, obwohl man die ja meistens so schnell wie möglich hinter sich lassen möchte. Erst viel später sieht man sich plötzlich nur noch im Zeitraffer.

Langsam fernsehen geht nun einmal nicht, langsam lesen schon. Und hier ist ein Roman, den man ganz besonders langsam lesen möchte, damit er nie zu Ende geht. Denn er versetzt einen buchstäblich zurück in die Gegenwart, die zugleich ganz neu und seltsam vertraut ist: in diesen Sommer, als wir vierzehn waren.

"Tschick" erzählt von einem Aufbruch, einer Freundschaft und einer Rückkehr, es ist ein Road-Movie und eine Coming-of-Age-Story, ein Abenteuer- und ein Heimatroman. Vor allem aber ist es ein großartiges Buch, egal, ob man nun dreizehn, dreißig oder gefühlte dreihundert ist. Das liegt natürlich am Autor Wolfgang Herrndorf, aber das vergisst man beim Lesen ziemlich schnell, weil man völlig damit beschäftigt ist, Maik zuzuhören, der die Geschichte erzählt. Maik ist vierzehn, hat gerade die siebte Klasse Gymnasium in Berlin-Marzahn hinter sich, und vor ihm erstreckt sich die Unendlichkeit von zwei Wochen Sommerferien allein zu Hause. Die Mutter ist auf einer "Schönheitsfarm", so das familiäre Codewort für ihren regelmäßigen Alkoholentzug, und der Vater ist derweil mit seiner hübschen Assistentin zu einem ausgedehnten "Geschäftstermin" aufgebrochen. Maik hat er zweihundert Euro dagelassen und die Anweisung, "keinen Scheiß zu machen"; notfalls könne er anrufen. "Okay fand ich immerhin, dass mein Vater gar nicht erst versuchte, irgendein großes Theater abzuziehen."

Maik ist selbst auch keiner, der irgendein Theater abzieht, erst recht nicht jetzt, wo die umschwärmte Tatjana ihn als einen der wenigen Klassenkameraden nicht zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen hat, dabei hatte er ihr schon ein Geschenk gemacht, ein mit großem Aufwand selbst gezeichnetes Bild ihrer Lieblingssängerin Beyoncé: "Wahrscheinlich wollte ich, dass man sieht, dass ich mir Mühe gemacht hab. Weil, wenn man das mit der Mühe sieht, kann man sich den Rest auch denken." Was Gefühlsäußerungen angeht, hat Maik es noch nicht so mit Worten, aber als lakonischer, ehrlicher, witziger und außerdem liebenswerter Ich-Erzähler der Abenteuer dieses Sommers ist er eine Wucht.

Maiks Erzählung folgt dem künstlerischen Grundmuster seines Bildes für Tatjana: Kapitel um Kapitel werden Episoden, Eindrücke, Szenen, Momente erzählt, und unversehens steht man vor einer Meisterleistung. Denn gerade als Maik die vietnamesische Putzfrau losgeworden ist und sich ungestört seiner Tatjana-Melancholie hingeben will, kommt Tschick angefahren. Tschick heißt eigentlich Andrej Tschichatschow, ist noch neu in Maiks Klasse und ziemlich klug, wenn er nicht gerade betrunken ist. Mit seinem Bruder sei er vor einigen Jahren "aus den russischen Weiten" nach Deutschland gekommen, sagen die Lehrer; die Mitschüler vermuten Verbindungen zur "Russenmafia". Bei Maik angefahren kommt er jedenfalls mit einem geklauten hellblauen Lada. Und weil Tschick beschlossen hat, Maik zu mögen, und Maik nicht viele Freunde und ohne Tatjanas Einladung auch gerade nichts Besseres vorhat, beschließen sie, in die Wallachei zu fahren, zu Tschicks Großvater. Da sie keine Ahnung haben, wo das genau liegt, brechen sie auf gen Süden, Tschick am Steuer, Maik daneben und im Radio eine Cassette mit der "Gold Collection" von Richard Clayderman.

Wie gut Wolfgang Herrndorf zeichnet, kann man aus der "Titanic" wissen oder von früheren Haffmans-Umschlägen; wie mühelos er schreibend einen Ton trifft, aus seinem 2002 erschienenen Debütroman "In Plüschgewittern" oder aus dem Erzählungsband "Diesseits des Van-Allen-Gürtels" (2007). Herrndorfs Sprache ist präzise bis ins Detail, liest sich dabei aber immer so locker, dass man leicht vergisst, wie schwierig so ein selbstverständlicher Ton hinzubekommen ist. Auch in "Tschick" liegt die größte Wonne der Lektüre in den Einzelheiten der gewitzt-liebevollen Beobachtung, in Maiks aufgekratzter Stimme. Wie Herrndorf diesen Vierzehnjährigen vom ersten Satz an heraufbeschwört, ohne einen einzigen Ausrutscher immer das richtige Maß findet zwischen altersgerechter Pose, Witz und Empfindsamkeit, das macht ihm keiner nach. Und weil Herrndorf in "Tschick" auf die latente Aggressivität verzichtet, jene Grundwut auf die Welt, die den Donner der "Plüschgewitter" bildete, liest man dieses Buch sogar noch lieber. Denn dass diese Hymne auf das Jungsein, die Freundschaft, die Liebe und das Leben auch von großer Wehmut und Trauer kündet, macht sie aus.

Maik und Tschick, die Berliner Nachfahren von Tom Sawyer und Huck Finn, diese jüngeren Brüder von Holden Caulfield und Herrn Lehmann, begegnen auf ihrer Odyssee, die - zwei Minderjährige in einem gestohlenen Wagen - von Anfang an auch eine Flucht ist, allerhand merkwürdigen Gestalten. Erst gabeln sie auf einer Mülldeponie das Mädchen Isa auf, das sie eine Weile begleitet, einmal werden sie fast erschossen, ein anderes Mal bauen sie einen Unfall, und dazwischen wird vieles Wichtige gesagt und vieles ebenso Wichtige nicht. Dass dazwischen trotzdem alles klar wird und unterwegs außerdem viel gelacht werden darf, aber nie auf Kosten von Maik und Tschick, macht aus dieser schönen, unaufdringlichen Geschichte große Literatur. Neben Maiks sensationellen Vergleichen sind vor allem die Dialoge großartig. ",Das Buch hieß, glaube ich, Der Seebär. Oder Der Seewolf.' - ,Du meinst Steppenwolf. Da geht es auch um Drogen. So was liest mein Bruder.' - ,Steppenwolf ist zufällig eine Band', sagte ich."

Einmal, nachdem Tschick seine, Maiks und Isas Initialen und die Jahreszahl 10 in die Wand einer Holzhütte auf einem Berggipfel geritzt hat, schließen die drei einen Pakt: sich in genau fünfzig Jahren, am 17. Juli 2060 um fünf Uhr nachmittags, hier wiederzutreffen, "egal, wo wir dann gerade sind, ob wir Siemens-Manager sind oder in Australien". Und Maik gruselt bei der Vorstellung, "dass wir dann alle mickrige Greise sind, dass wir wahrscheinlich nur mit Mühe den Berg raufkommen würden, dass wir dann alle eigene blöde Autos hätten, dass wir im Innern wahrscheinlich noch genau dieselben geblieben wären". In solchen Sätzen zeigt sich die ganze Klug-, ja Weisheit dieses zärtlichen Buches. Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
Verrückte Story über Heranwachsende
von sommerlese - 07.08.2015
Tschick ist in die Sektion Jugendliteratur einzuordnen, aber auch für Erwachsene ein lesenswertes Buch, das an die eigene Jugend erinnert, an Freiheitsgedanken in den langen Sommerferien und an große Abenteuer. Herrndorf zeichnet das Bild von vierzehnjährigen Jungen, die gerade erwachsen werden und noch ihren Platz im Leben finden wollen. Sie sind neugierig auf das Leben und so erscheint auch dieser Roman voller Entdeckungsfreude und Überraschung. Als Leser ist man hingerissen von der einfachen jugendlich anmutenden Sprache, die zwar mit vielen Kraftausdrücken daherkommt, aber präzise die Gefühls- und Gedankenwelt von Jugendlichen ausdrückt. Dieser schnoddrige Ton liest sich zwar locker, wird jedoch von tiefen Gedanken eines Heranwachsenden beseelt. Hier geht es um die Probleme des Lebens, die erste Liebe, um Freundschaft und Mitmenschlichkeit und gegenseitige Anerkennung. Dabei zieht die Story den Leser unmerklich in einen fesselnden Sog. Begeistert, aber auch ein wenig traurig oder entsetzt folgt man den sympathischen Protagonisten, die hier einen unvergesslichen Sommer verleben und innehalten, wenn die Nacht einbricht und der Sternenhimmel ihnen wunderschön vorkommt. Auch der Sprachwitz gelingt dem Autor gut. Aus Maiks Sichtweise erlebt man viele Momente, die einen zum Lachen bringen. Die Straftaten und Unfälle sind von verrückter Art und Weise und zeigen den unbedachten unreifen Charakter der Figuren. Ein unterhaltsam schräges Buch aus der Sicht von Heranwachsenden, über das Erwachsenwerden, über die Erwachsenen und das Leben an sich. Eine Geschichte, die von einer außergewöhnlichen Reise und Freundschaft erzählt.
Herrndorf, Wolfgang, Tschick
von Martin B. - 16.05.2011
Das Buch ist klasse! Lachen, Mitleiden, Freuen. Ein Jugendbuch eigentlich, aber auch die Erwachsenen werden begeistert sein. Beste Unterhaltung mit sehr ernsthaftem Hintergrund.
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.