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Jossel Rakovers Wendung zu Gott als Buch
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Jossel Rakovers Wendung zu Gott

Jiddisch-Deutsch. Mit Faks. d. Erstdrucks in hebräischer Schrift. Sprachen: Deutsch Jiddisch.
Buch (gebunden)
Das fiktive Testament eines Warschauer Juden, aufgeschrieben in der Stunde seines Todes, versteckt in einer leeren Flasche, gefunden in den Trümmern des Warschauer Ghettos. Dieser Text, der seit seinem Erscheinen immer wieder die Herzen der Mens... weiterlesen
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Jossel Rakovers Wendung zu Gott als Buch
Produktdetails
Titel: Jossel Rakovers Wendung zu Gott
Autor/en: Zvi Kolitz

ISBN: 3257064489
EAN: 9783257064483
Jiddisch-Deutsch. Mit Faks. d. Erstdrucks in hebräischer Schrift.
Sprachen: Deutsch Jiddisch.
Illustriert von Tomi Ungerer
Herausgegeben von Paul Badde
Diogenes Verlag AG

23. September 2004 - gebunden - 184 Seiten

Beschreibung

Das fiktive Testament eines Warschauer Juden, aufgeschrieben in der Stunde seines Todes, versteckt in einer leeren Flasche, gefunden in den Trümmern des Warschauer Ghettos. Dieser Text, der seit seinem Erscheinen immer wieder die Herzen der Menschen berührte, wurde von Paul Badde aus dem Jiddischen übertragen und liegt in einer zweisprachigen Ausgabe vor. Tomi Ungerer hat sich von Zvi Kolitz' Geschichte zu intensiven, eindrucksvollen Bildern inspirieren lassen.

Portrait

Zvi Kolitz, born in Alytus, Lithuania in 1912, the son of a highly respected rabbi, left his family in 1937 on the way to Palestine in order to study in Florence. In 1940 he arrived in Jerusalem and became involved in various Jewish movements. As an emissary of the Zionist World Congress, he travelled to Basle and Buenos Aires. He later worked, inter alia, as a journalist, canvasser, filmmaker, producer and teacher, and despite having a permanent apartment in Tel Aviv, lived with his wife and child for many years in hotel rooms across the globe. Zvi Kolitz died in 2002 in New York.

Pressestimmen

Um dieses Buch rankt sich hartnäckig eine Legende, nämlich die, dass das Manuskript in den Ruinen des Warschauer Ghettos gefunden wurde, wo es der Autor, kurz nach Abfassung desselben und kurz bevor ihn eine Nazi-Kugel traf, in eine Flasche gesteckt und seinem Schicksal überlassen haben musste.

So hartnäckig hielt (und hält?) sich diese Legende, dass sich der wahre Autor, Zvi Kolitz, ein Mann, der nie in Warschau geschweige denn als Kämpfer während des Aufstandes 1944 in den Ruinen gewesen ist, sogar Beschimpfungen ausgesetzt sah, als er sich mehrfach öffentlich zu seiner Autorschaft bekannte. Zu schön, zu schaurig, zu wahr klingt doch die Legende gegen die nackte Wahrheit: dass "Jossel Rakovers" eine Erfindung ist und seine "Wendung zu Gott" bloß Literatur. Und damit erfunden, Fiktion, geschrieben für Geld.

Das muss man wissen, bevor man sich insbesondere als Deutscher gleich schon wieder für etwas Schreckliches schämen muss, was unsere Nazi-Vorväter angerichtet haben. Es ist ja schlimm genug, sich mit den überlieferten Tatsachen auseinanderzusetzen, mit echten Augenzeugenberichten, mit nachgewiesenen Greueln. Ist es da nötig, "brennende Scham" auch noch für das zu empfinden, was jemand erfunden hat?

Ich sage ja nicht, dass diese Frage in der literarischen Beurteilung weiterführt, aber ebenso, wie dieses Buch die oben beschriebene Legende begleitet, taucht der Gedanke beim Lesen des Textes ganz von selbst auf.

Fiktion also, Literatur. Und keine ganz schlechte. Was Jossel Rakover da mit seinem Gott - im eingebildeten Angesicht des Todes - so ausmacht, kommt an das biblische Vorbild des Hiob durchaus heran. Es ist Klage, Anklage, aber auch die Versöhnung. Es ist lesenswert. Die Bilder von Tomi Ungerer sind schauenswert. Die Schilderung des Herausgebers, wie er a) an den Text und b) an den längst für tot gehaltenen Autor gekommen ist, erreicht für mich den Rang eines Krimis.

Neben "Nackt unter Wölfen", dem KZ-Roman von Bruno Apitz, gehört "Jossel Rakover" zu den Büchern aus dieser Zeit, die ich mir zur Lektüre im Geschichtsunterricht gewünscht hätte. Manchmal ist Literatur ja doch nicht so schlecht. Verdichtet und gestaltet vermag sie das zu sagen, was als Wahrheit erst recht nicht zu ertragen ist.

© Andreas Reikowski

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