Die Bibliothekarin von Auschwitz

Roman nach einer wahren Geschichte. Originaltitel: La bibliotecaria de Auschwitz. 3. Auflage.
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Ein Ort des Schreckens, acht Bücher als Rettung
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Produktdetails

Titel: Die Bibliothekarin von Auschwitz
Autor/en: Antonio Iturbe

ISBN: 3866124708
EAN: 9783866124707
Roman nach einer wahren Geschichte.
Originaltitel: La bibliotecaria de Auschwitz.
3. Auflage.
Übersetzt von Karin Will
Pendo Verlag GmbH

1. September 2020 - gebunden - 461 Seiten

Beschreibung

Ein Ort des Schreckens. Acht Bücher, die Hoffnung schenken.

Inmitten der unermesslichen Gräuel des KZ Auschwitz-Birkenau hat der Blockälteste Fredy Hirsch heimlich eine Schule aufgebaut. Ihr wertvollster Besitz sind acht alte Bücher. Fredy ernennt die 14-jährige Dita zur Bibliothekarin, sie soll die Bände künftig verstecken. Dita kümmert sich mit äußerster Hingabe um die kleine Bibliothek. Denn die Bücher schenken Licht, wo nur noch Dunkelheit zu sein scheint, und bieten einen Anker, wenn der Schmerz übermächtig zu werden droht. Sie begleiten Dita und die anderen Häftlinge durch die Zeiten der größten Verzweiflung, bis wieder ein neuer Hoffnungsschimmer zu erkennen ist.

Eine ergreifende Holocaust-Geschichte über die Magie der Bücher, erzählt nach einer wahren Begebenheit.

»Ein vielschichtiges, rührendes und bewegendes Buch, das jedem ins Gewissen reden wird. Eine großartige Entdeckung.« Sergio Vila-Sanjuán

Portrait

Antonio Iturbe wuchs in Barcelona auf und hat zahlreiche Bücher verfasst. Als Kulturjournalist arbeitete er für El Periódico und El País und unterrichtete an Universitäten in Barcelona und Madrid. In »Die Bibliothekarin von Auschwitz« erzählt Iturbe die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Dita Kraus, mit der er viele Interviews führte. Der Roman wurde zum international gefeierten Erfolg.

Pressestimmen

»Bedrückend und beeindruckend.« Neue Presse

»Ein Roman, den man trotz seiner grausamen Schilderungen über das Leben im KZ gar nicht mehr zur Seite legen möchte so wunderbar ergreifend ist die Geschichte über die Magie der Bücher, die Antonio Iturbe aus wahren Begebenheiten erschaffen hat.« Next

»Nicht nur zeigt Antonio Iturbe, welche kreative Macht die Literatur, egal ob Atlas oder Erzählung, haben kann. Sein Roman legt dar, dass Bücher Mut, Menschlichkeit, Liebe und Respekt selbst den dunkelsten Ort ein wenig heller machen können.« kopfzeilemagazin.com

»Antonio Iturbe ist ein bewegendes Stück Literatur gelungen, das auch stilistisch und in der Figurenzeichnung zu überzeugen weiß.« histo-couch.de

»Mit viel Fingerspitzengefühl, aber gnadenloser Ehrlichkeit erzählt Antonio Iturbe die Geschichte über das Familienlager und deren Insassen.« belletristik-couch.de
Bewertungen unserer Kunden
Absolut ergreifend
von Jennifer Rouget - 10.10.2020
Ich finde es nicht nur sehr interessant Bücher über die nationalsozialistische Partei zu lesen, sondern auch ungemein wichtig uns in Erinnerung zu rufen was damals passiert ist. Welches Grauen die Menschen ertragen mussten und dennoch nicht zu Hoffen aufgaben. Die Bibliothekarin von Auschwitz ist ein sehr berührendes Buch. Natürlich weiß man mittlerweile, was in einem KZ-Lager vor sich ging, doch in diesem Buch werden so viele unterschiedliche Schicksale aufgeklärt, dass es dennoch viele neue Falten gibt. Es geht nicht nur um Dita, die die Bücher der geheimen Schule verwandelt, sondern auch um ihre von Margit, den Fluchtversuchen und ganz wichtig: was passierte nach der Befreiung durch die Alliierten. Besonders die letzten Seiten kurz vor dem Untergang Hitlers haben mich sehr mitgenommen. Ich möchte mir gar nicht die unmenschlichen Zustände vorstellen. Oder wie unwirklich es sein musste sechs Jahre lang vom Ende des Krieges zu träumen und ihn dann wirklich zu erleben. Dieses Buch sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, da es ein so wichtiges Thema eindrucksvoll vermittelt.
Lichter gegen die Dunkelheit
von Dreamworx - 04.10.2020
Die Tschechin Edith "Dita" Kraus wird 1943 als 14-jährige mit ihrer Familie vom KZ Theresienstadt ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie auf Fredy Hirsch trifft, den sie bereits aus ihrer Heimatstadt Prag kannte. Fredy Hirsch hat in Auschwitz den Kinderblock (Block 31) organisiert, wo tschechische Kinder provisorischen Schulunterricht bekamen, Sport treiben durften, malten, Theater spielten. Es gab auch eine kleine Bibliothek mit gerade mal 8 alten Büchern, die eigentlich verboten sind und für die Dita nicht nur verantwortlich war, sondern sie wie einen Schatz hütete, spendeten sie ihr doch Trotz und Hoffnung an diesem grausamen Ort, wo ein Dr. Mengele seine widerwärtigen Versuche praktizierte und jeden Tag Menschen von den Nazis ins Gas geschickt wurden¿ Antonio Iturbe hat mit "Die Bibliothekarin von Auschwitz" einen sehr berührenden Roman über Dita Kraus vorgelegt, der sich aus fiktiven und biografischen Elementen zusammensetzt und im Kopf des Lesers nicht nur die furchtbaren Vorgänge in Auschwitz lebendig werden lässt, sondern auch die Kraft des geschriebenen Wortes hervorhebt, das für Hoffnung und Zuversicht sorgt, um irgendwie zu überleben. Der flüssige, empathische und bildhafte Schreibstil lässt den Leser schickt den Leser nicht nur auf Zeitreise in das düsterste Kapitel deutscher Geschichte, sondern lässt ihn an die Seite von Dita gleiten, um sie auf ihrem Leidensweg durch die Lager der deutschen Tötungsmaschinerie zu begleiten. Schonungslos offen beschreibt der Autor die Versuche von Dr. Mengele, den Anblick der toten Körper nach der Vergasung sowie die fürchterlichen Foltermethoden der Nazis, die sich schon bei kleinsten Auffälligkeiten auf die Gefangenen entluden. All diese Grausamkeiten und unmenschlichen Abgründe durchlebt der schockierte Leser an Ditas Seite und erfährt gleichzeitig die ablenkende und tröstliche Wirkung der Büchergeschichten, die von einigen der Insassen den Kindern lebendig vorgespielt werden. Dita überlebte Auschwitz und auch ihre letzte Station Bergen-Belsen fast dem Hungertod nahe, wo sie am Ende noch ihre Mutter verlor. Der Leser weiß vor lauter Grauen zum Schluss gar nicht, was schlimmer ist: die unsägliche Tortur, die die Menschen in den Lagern durchleben mussten oder Ditas Verlust ihrer Familie, nachdem sie der Hölle endlich halbtot entkommen ist. Seine Charaktere hat der Autor mit viel Sensibilität und Feingefühl detailliert in Szene gesetzt, so dass sie mit ihren menschlichen Eigenschaften den Leser nicht nur sofort überzeugen, sondern ihm sofort ans Herz wachsen. Dita ist bereits als junges Mädchen neugierig und aufgeweckt, aber auch mit Mut und Stärke ausgestattet, die ihr dabei helfen, die miterlebten Grausamkeiten irgendwie zu überleben. Fredy Hirsch ist ebenfalls eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sein Engagement für den Kinderblock und vor allem für die Bildung und Ablenkung der Kinder ist gar nicht hoch genug zu bewerten innerhalb der Hölle eines KZs. Aber auch Schilderungen über Ditas Familie, Mithäftlinge und vor allem Dr. Mengele machen dieses Buch zu einem miterlebbaren Zeitzeugnis, die durch die persönlichen Erklärungen des Autors am Ende untermalt werden. "Die Bibliothekarin von Auschwitz" schockiert, berührt, bewegt, macht atemlos und schmerzt bei jedem gelesenen Wort bis tief in die Seele, denn Ditas Geschichte steht für so viele Menschen, die das Grauen durchleben mussten. Aber es macht auch deutlich, dass sich diese grauenhaften Ereignisse niemals wiederholen dürfen. Absolute Leseempfehlung!
Eindrucksvolles Buch basierend auf wahren Begebenheiten und Personen
von Mareike91 - 30.09.2020
Der Holocaust ist eine der wohl dunkelsten Kapitel in der deutschen Geschichte. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau stellte dabei einen der Eckpfeiler der Tötungsmaschinerie dar. Das Buch führt dem Leser auf drastische Weise vor Augen, was es hieß, dort als Gefangener oder gar als Kind inhaftiert zu sein. Täglich sterben hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen: Die, die nach ihrer Ankunft nicht direkt getötet werden, müssen hart arbeiten, leben in überfüllten, kalten, dreckigen Baracken und bekommen kaum etwas zu essen. Gleichzeitig erzählt das Buch die Geschichte bewundernswerter Leute wie Dita und Fredy, die den Mut und die Hoffnung nicht verlieren und für ihr Überleben und eine bessere Zukunft kämpfen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Stimmung ist - wie zu erwarten war - sehr düster und bedrohlich. Es gab einige Szenen, die mir die Tränen in die Augen treten oder mich fassungslos den Kopf schütteln lassen haben, weswegen ich beim Lesen immer mal wieder pausieren musste. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich aber aus Sicht der jungen Dita, die mir im Laufe der Buches sehr ans Herz gewachsen ist. Ebenso wie einige anderen Charaktere des Buches basiert sie auf einer realen Person und ist sehr authentisch dargestellt. Zudem gelingt es dem Autor, die Gefühle und Ängste der Charaktere realistisch rüber zu bringen, sodass man als Leser mit ihnen mitleidet und - bangt. Die Handlung basiert auf wahren Begebenheiten und ist mit vielen Fakten und historischen Ereignissen wie beispielsweise die Nacht vom 8. auf den 9. März 1944, in der mehr als 1700 aus Theresienstadt deportieren Juden den Tod fanden, gespickt. Dadurch ist das Buch umso eindrucksvoller, aber auch schockierender. Mich hat es sehr bewegt und sprachlos zurück gelassen. Fazit Eindrucksvoller Roman basierend auf wahren Begebenheiten sowie mit vielen Fakten rund um Ausschwitz gespickt und dadurch umso schockierender und bewegender. Ein absolut lesenswertes Buch, für das man sich aber definitiv Zeit lassen sollte, da es alles andere als leichte Kost ist.
Schonungslos und hoch emotional
von Philiene - 17.09.2020
Eigentlich weiß ich ganz genau, das ich von Büchern wie diesem lieber die Finger lassen sollte, da sie mich immer wieder tief berühren. Doch ich kann es nicht. Denn es ist so wichtig, das diese Bücher geschrieben werden und genauso wichtig ist es das sie gelesen werden. Die Geschichte der jungen Dita hat mich sehr erschüttert zurück gelassen, ich habe oft geschluckt und am Ende geweint und ich habe lange gebraucht, dieses Buch zu lesen, da ich es oft nach einem Kapitel ersteinmal beiseite legen musste. Trotzdem konnte ich nicht von diesem Buch lassen. Kurz zum Inhalt: Es geht um die fünfzehnjährige Dita. Sie ist Jüdin und in Prag aufgewachsen. Als sie neun Jahre alt ist ändert sich ihr Leben. Die Deutschen sind da und das Leben wird für Juden immer schwerer. Dita landet schließlich in Auschwitz. Sie lebt im Familienlager und ist Bibliothekarin in einer improvisierten Schule. Neben Ditas Geschichte erfahren wir sehr viel über den schrecklichen Alltag im Lager. Schonungslos erzählt der Autor was damals geschah. Es ist doch immer etwas Anderes, wenn man vom Schicksal einzelner Menschen liest, als nur bloße Zahlen hört. Die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen und auch das Nachwort enthält noch interessante Informationen. Danke für dieses Buch.
schonungslos offen und tief bewegend
von Elke Seifried - 11.09.2020
"In Auschwitz gilt ein Menschenleben weniger als nichts, so wenig, dass man die Leute nicht einmal erschießt, denn Kugeln sind wertvoller als Menschen. In Auschwitz hat man Gemeinschaftsräume, in die Zyklon-B geleitet wird, weil das kostengünstig ist und man mit einem einzigen Kanister davon mehrere Hundert Menschen töten kann. Der Tod ist hier zu einer Industrie geworden, die sich nur auszahlt, wenn man sie im großen Maßstab betreibt." Ich habe schon einige historische Romane zu Auschwitz gelesen und ich war ein jedes Mal wieder schockiert, wie viel Grausames das Naziregime hervorgebracht hat und wie das alles geschehen konnte. Dieser gehört eindeutig zu denen, die mich abgrundtief berührt, schwer schockiert, beim Lesen stellenweise richtig gebeutelt haben. Der Autor spricht das Unvorstellbare so schonungslos offen aus, dass mir die Dita, die Bibliothekarin, der dieser Roman gewidmet ist, sicher noch ganz lange im Gedächtnis bleiben wird. In Auschwitz sind Kinder normalerweise selten, doch da Fredy Hirsch die deutsche Lagerleitung davon überzeugen konnte, dass die Eltern im Lager BIIb besser arbeiten können, wenn man deren Kinder in einer Hilfsbaracke unterbringt und dieses »Familienlager«, zudem gut zu Propagandazwecken dienen könnte, finden sich in Block 31 zu Spitzenzeiten bis zu fünfhundert der Jüngsten. Und die werden nicht nur verbotenerweise von einigen Betreuern unterrichtet, sondern es gibt, "so unglaublich das klingt, eine versteckte Kinderbücherei. Sie war winzig; sie bestand aus acht Büchern, darunter H. G. Wells¿ Die Geschichte unserer Welt, ein Russisch- und ein Geometrielehrbuch. [¿]" Als Leser erlebt man die Hölle mit, durch die Dita gehen musste. Man kommt mit ihr im Familienlager Ausschwitz an, erfährt nach und nach auch davon, wie sie nach Umsiedlungen innerhalb Prags und einem Aufenthalt im Lager Theresienstadt dort gelandet ist und findet mit ihr zunächst als Souffleuse in Block 31 eine Beschäftigung. Durch ihre große Bücherliebe wird sie schnell zur Bibliothekarin und so begleitet man sie bei ihrer Tätigkeit, erfährt von den Büchern, die sie geprägt haben, die ihr und den Kindern Kraft geben und muss dabei stets auf der Hut vor der SS und ganz besonders Jose Mengele sein, denn es gilt. »Er hat zu mir gesagt, dass er mich nicht mehr aus den Augen lassen wird. Dass er mich aufschneiden wird wie ein Kalb auf dem Schlachthof, wenn er mich bei irgendetwas erwischt.« und muss durch ihre Augen schrecklich viel Leid, Tod und Grausamkeiten mit ansehen. Es gilt nicht nur viele schmerzhafte Abschiede zu nehmen, zwischendurch auch kleine schöne Erlebnisse zu haben, sondern ganz oft auch um das eigene Leben zu bangen, ganz besonders dann, als man mit ihr in der Endstation Bergen-Belsen landet. "Wenn die Nazis Bücher verbieten, gehören die Bücher zu ihnen. Der Umgang mit Büchern schafft ein Stück Normalität, von dem hier alle träumen." Man bekommt man hier nicht nur eine gelungene Vorstellung, wie man sich die tatsächlich existierende Bibliothek mit ihren acht gedruckten Exemplaren und den lebenden Büchern, zu denen diejenigen wurden, die sich mit einem literarischen Werk gut auskannten und den Kindern die Geschichten, die sie fast auswendig kannten, erzählten, funktioniert hat, sondern auch davon, wie gefährlich dies war, denn "Bücher sind gefährlich, weil sie Menschen zum Denken bringen." Der mitreißende Schreibstil des Autors hat mich sofort mit vor Ort genommen und mich völlig von der Geschichte eingenommen. Er beschreibt äußerst anschaulich und mit vielen Bildern, ich hatte die Szenen wie einen Film vor meinen Augen, was mich nicht selten tief schockiert hat lesen lassen. Er beschönigt dabei nichts und Äußerungen oder Beschreibungen wie, »Dr. Mengele? [¿] Er ist vollkommen verrückt. Er hat sechsunddreißig Kindern blaue Tinte in die Pupillen gespritzt, um Menschen mit blauen Augen zu bekommen. Es ist furchtbar, Ditinka. Einige sind an der Infektion gestorben, und andere sind blind geworden.«, »Gott vergebe mir, ihr habt ja keine Ahnung. Wenn man in die Gaskammer kommt, findet man ein Knäuel von Leichen. Ich bin mir sicher, dass viele von ihnen plattgetrampelt werden und ersticken. Wenn das Gift wirkt, reagiert der Körper offenbar auf grausamste Weise, mit Atemnot und Krämpfen. Die Leichen sind über und über mit Exkrementen bedeckt. Die Augäpfel treten aus ihren Höhlen, und sie bluten, als wären sie innerlich explodiert. Die Hände krallen sich in einem Akt der Verzweiflung wie Klauen um die Leichen der anderen, und die Hälse sind derart nach oben verdreht, auf der Suche nach Luft, sodass es¿." oder "Eine der beliebtesten Foltermethoden bei den Wachen sind die Scheinhinrichtungen. Dazu bringt man die Gefangenen in den Hof, verbindet ihnen die Augen, legt die Gewehre an, und wenn die Häftlinge zu zittern beginnen und die Kontrolle über den Schließmuskel verlieren, kommt das metallische Klicken der nicht geladenen Gewehre. Anschließend bringen die Wachen die Häftlinge in ihre Zellen zurück.", haben mich nicht nur tief schockiert, sprachlos gemacht und mir den Atem genommen, sondern mich auch oft den Tränen nahe beim Lesen innehalten lassen. Hier versammeln sich die schlimmsten Abgründe und ich weiß am Ende gar nicht mehr wo das Leid am größten war, in Auschwitz oder beim anschließenden Aufenthalt in Bergen-Belsen, den Dita nur knapp im Hungerdelirium überlebt. »Es ist der Krieg, Edita¿ es ist der Krieg« sind die beschwichtigenden Worte ihrer Eltern, die Dita schon zu Anbeginn aufgestoßen sind und sie wütend gemacht haben. Sie hat ihren ganz eigenen Kopf und damit hat mir Dita sehr imponiert. Sie ist zumindest nach außen hin immer stark und ich ziehe meinen Hut vor ihr. Mit ihr hat der Autor, eine sicher dem lebenden Vorbild würdige und äußerst ausdrucksstarke, Hauptprotagonistin geschaffen, die ebenso wie alle anderen, die das Leid mit ihr teilen müssen, bei Fredy Hirsch, der mit seinen Bemühungen und auch seinen Geheimnissen so besonders interessant ist, angefangen, über Ditas Mutter, die hilflos mit ansehen muss, wie ihre Tochter stärker wird, als sie selbst es sein kann, bis hin zu einer Renée, die einem SS Mann, der darunter leidet, was er tut, so gut gefällt oder einem Rudi, der Alice durch den unter Strom stehenden Stacheldraht unter höchster Gefahr stets kleine Geschenke reicht, grandios gezeichnet ist. Besonders lebendig setzt er z.B. auch das Grauen Josef Mengele in Szene. Erwähnen muss ich auch ganz unbedingt noch das Postscriptum. Hier hat mich der Autor mit seinen Schilderungen von seinem Besuch im KZ Auschwitz noch einmal tief bewegt und ganz besonders wertvoll fand ich auch die zu seinen Treffen mit Dita, der zu meiner großen Erleichterung noch einige glückliche Jahre vergönnt waren, und die darüber aufklären, welche schrecklichen Realitäten hier mit fiktiven Elementen so gekonnt verwoben werden. Äußerst interessant sind auch die Informationen zu den im Roman real existierenden Personen auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Alles in allem ein Roman, der unbedingt gelesen werden muss und der mit seiner schonungslosen Offenheit hoffentlich dafür sorgt, dass solch ein Unrecht nie mehr geschehen kann, was gerade in unserer heutigen Zeit, in der der Nationalismus wieder in so erschreckendem Maße um sich greift, wichtiger denn je ist. Ein Lesehighlight, das geradezu nach fünf Sternen schreit.
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