Emotional intensiv und endlich mal keine Romantasy mit Slow Burn
Das Buch hat mir vor allem durch seine düstere Atmosphäre und die intensive Dynamik zwischen den Hauptfiguren gefallen. Die Geschichte spielt mit Macht, Moral und Begehren und bewegt sich im Dark-Romantasy-Genre. Besonders gelungen fand ich die Spannung zwischen Nähe und Misstrauen. Diese Spannung trägt das Buch über weite Strecken.Die Protagonistin ist widersprüchlich, verletzlich und gleichzeitig hart. Der Love Interest war mir anfangs unsympathisch, aber ich habe mich dann ihm gegenüber erwärmen können. Seine teils sehr vulgäre Sprache dürfte einige Leser*innen vermutlich abschrecken, mich hat sie jedoch eher fasziniert. Gerade weil sie in dieser Art von Roman ungewohnt ist, verleiht sie der Figur eine rohe, authentische Note.Den Plot bewerte ich insgesamt als sehr gut. Einige Szenen bleiben definitiv hängen.Abzüge gibt es beim Worldbuilding: Obwohl das Magiesystem offensichtlich eine zentrale Rolle spielt, erfährt man darüber erstaunlich wenig. Hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Klarheit gewünscht, ebenso eine bessere Ausarbeitung einzelner Nebenfiguren. Hier wäre ein Perspektivenwechsel angebracht gewesen.Insgesamt hat mich Quicksilver jedoch gepackt und trotz Schwächen habe ich Lust bekommen die Fortsetzung zu lesen.