Alles richtig gemacht

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Freunde kommen, Freunde gehen, Freunde bleiben

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.
Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Alles richtig gemacht
Autor/en: Gregor Sander

ISBN: 332860667X
EAN: 9783328606673
Roman.
Penguin Verlag

19. August 2019 - gebunden - 240 Seiten

Beschreibung

Freunde kommen, Freunde gehen, Freunde bleiben

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.
Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

Portrait

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman »Was gewesen wäre« wurde prominent besetzt verfilmt.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Eine ungemein unterhaltsame Lektüre. ... Vor allem aber, und das ist die größte Stärke des Romans, lässt Sander den Lauf der Geschichte durch seine Figuren hindurchfließen." Deutschlandfunk, Büchermarkt, Christoph Schröder
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Ihrem Buchhändler
von Ihrem Buchhändler - Hugendubel Buchhandlung Wiesbaden Kirchgasse - 10.04.2020
Eine Freundschaft zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aufgewachsen im Osten, leben sie nach der Wende ihre Jugend in einer Berliner WG aus. In einer klaren Sprache erzählt Sander vom Erwachsenwerden in diesen Zeiten. Ostalgie pur!
Ingrid S.
von Ingrid S. - Hugendubel Buchhandlung Neubrandenburg Stargarder Str. - 13.12.2019
Die ungleichen Freunde, in der früheren Zeit des wiedervereinten Deutschland. Wenn man jung ist, scheint das Leben eine einzige Party zu sein ... Die Stärke des Buches sind Sanders Figuren, die diese Geschichte so fließen lässt.
Bewertungen unserer Kunden
Was wäre, wenn?
von Greenie_Apple - 27.10.2019
Was wäre, wenn man im Laufe seines Lebens einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Was geschieht mit zwei Menschen, die als Jugendliche zusammen wohnen? Gehen sie den Weg gemeinsam weiter? Trennen sich ihre Wege oder begegnen sie sich immer wieder? Und welches ist der richtige Weg? Im Buch "Alles richtig gemacht" von Gregor Sander gibt schon der Titel Rätsel auf - ist er als Frage oder als Feststellung gemeint? Die Freunde Thomas und Daniel teilen sich als 17jährige eine Wohnung. Dabei sind sie doch recht verschieden. Thomas, der gerne auf Nummer Sicher geht und anscheinend alles lieber auf sich zukommen lässt. Auch die Frauen. Daniel, der das Risiko liebt, alles ausprobiert und sich zum Stehaufmännchen entwickelt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gibt es einige Einschnitte im Leben der beiden, die es für immer prägen. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen in Vergangenheit und Gegenwart, die sich immer wieder ablösen. Hierbei wird vor allem aus der Sicht Thomas` erzählt, der es entgegen dem Wunsch seines Vaters zum Anwalt geschafft hat. Doch eines Tages verlässt ihn seine Frau, die gemeinsamen Zwillinge im Alter von 15 Jahren nimmt sie einfach mit. Schafft Thomas es, sich mit ihr zu versöhnen, nachdem er ja meist nicht derjenige ist, der die Initiative ergreift? Kann er am Ende sagen, er habe alles richtig gemacht? Und was wird aus seinem besten Freund Daniel? Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise in das Deutschland nach der Wende. So kann der eine oder andere in Erinnerungen schwelgen, die anderen lernen interessante Details kennen. Sander gibt keine klaren Antworten, lässt alles irgendwie in der Schwebe, was aber auch dazu verleitet, weitere Fragen zu stellen und sich Gedanken über das Buch, aber auch über sein eigenes Leben zu machen. Wenn ich damals anders gehandelt hätte, wäre mein Leben dann auch komplett anders verlaufen? Insgesamt war es für mich trotz der Umbruchszeit mit wilden Partys, wie sie hier zum Teil beschrieben wurden, eher ein Buch der leisen Töne und gedeckten Farben als ein knallbuntes Feuerwerk. Und so passte für mich auch das Cover gut zum Gesamteindruck der Geschichte. Die goldenen Buchstaben wie leise Wunderkerzen auf einem schwarzen Hintergrund. Kein großes Spektakel, sondern das normale Leben und ein Funke Hoffnung, der durch die Welt geht, dass man es doch irgendwie richtig gemacht hat.
ein Buch mit einem extrem offenen Ende
von labelloprincess - 13.10.2019
Das Cover hat mir sofort gefallen, die Schriftart fand ich ganz besonders toll. Bevorzugt hätte ich, wenn der Autorname und Roman etwas kleiner geschrieben wären, dann könnte man den Titel schneller und besser lesen. Auch der Klappentext hat mich total angesprochen, leider wurden aber meine Erwartungen etwas enttäuscht. Der Schreibstil sagte mir leider gar nicht zu, ich musste mich sehr konzentrieren und manchmal Absätze nochmals durchlesen. Generell fand ich eher wenige Zusammenhänge zwischen dem interessanten Klappentext und dem Inhalt des Buches. Manchmal gab es sehr langatmige Szenen, die unwichtig waren. Das ganze Buch wir aus 2 (oder mehr?) Zeitebenen erzählt. Die Geschichte in der Gegenwart hat mir zugesagt, wobei man alles interessante aus der Vergangenheit erfahren musste. Im Prinzip finde ich ein Ende mit ein paar offenen Fragen sehr gut, aber dieses Buch endet mit mehr unbeantworteten Fragen als beantworteten. Ich war zum Schluss genauso verwirrt wie ich es am Anfang war. Ich vergebe dafür 3 von 5 Sternen.
durch die Zeit
von Sontho - 20.09.2019
Thomas und Daniel, zwei junge Männer, die das Ende der DDR noch mit erlebten. Sie gingen nach Berlin in die Wohnung von Daniels Mutter. Beide haben ihren Beruf oder Studium. Sie sind zwar ihren je eignen Weg gegangen. Allerdings gab es immer wieder Berührungspunkte. Als Daniel nach einer Irlandreise verschwindet und irgendwo sesshaft wird verlieren sie sich ein Stück weit aus den Augen. Die Lebensmitte bringt die Wende und führt die Beiden wieder zusammen. Jetzt ist die Frage, was sie noch verbindet. Der Autor arbeit hier mit zwei Zeitebenen: 1. gibt es das Zusammentreffen im hier und jetzt, 2. wird die biografische Entwicklung der Beiden, zunächst in der DDR und nach der Wende in Berlin beschrieben. Insofern ist das Buch ein Stück Zeitzeugnis einer sehr bewegten Zeit. Die Freundschaft und das Heranwachsen der Beiden weckt eigene Erinnerungen. Beeindruckend ist, wie sie versuchen den je eigenen Weg zu finden. Der Leser erfährt viel über die emotionale Seite der Beiden. Der Schluß wirkt etwas herbeigeführt, als wäre dem Autor die Puste ausgegangen. Es ist ein an sich lesenswertes Buch, bei dem der Schlußteil nicht rund ist.
Männerfreundschaft vor und nach dem Mauerfall
von hapedah - 19.09.2019
Anwalt Thomas Piepenburg beginnt gerade wieder zu arbeiten, nachdem er sich eine Woche Auszeit genommen hatte weil seine Ehefrau mit den beiden Töchtern ganz plötzlich ausgezogen war. Er besucht einen Mandanten seiner Kanzleipartnerin, danach möchte der Anwalt nur noch nach Hause fahren - doch in seinem Auto sitzt plötzlich Daniel auf der Rückbank, ein langjähriger Freund von Thomas. Damit beginnt die erste Rückblende in die Vergangenheit der beiden, Thomas erinnert sich, wie Daniel neu an seine Schule gekommen ist und wie sie dann lange Zeit später Freunde wurden. Über die ganze Geschichte hinweg erzählt der Autor in zwei Zeiträumen, die Gegenwart der Männer wird immer wieder von Kapiteln unterbrochen in denen ihr früherer Lebensweg beleuchtet wird. Dabei erfährt der Leser nebenbei vieles über die Zeit vor, während und nach dem Mauerfall, denn die Protagonisten haben ihre Jugend in Rostock verbracht. Sowohl der Titel Alles richtig gemacht als auch der Klappentext haben in mir eine andere Vorstellung des Buches erweckt, als der Inhalt dann geboten hat. Dabei hat der Autor Gregor Sander viele Details einfließen lassen, wie das Leben in Ostdeutschland damals für viele war, dennoch konnte mich die Geschichte leider nur mäßig begeistern, sie war nicht langweilig zu lesen, aber eben nur ganz nett .
Zeit und Geschichte
von Paulaso - 18.09.2019
Das Lesen des Romans fand ich stellenweise anstrengend, jedoch bin ich gerne bis zum Ende dran geblieben, denn hier fächert sich in der Geschichte ein Teil Deutscher Geschichte auf und wir können einen kleinen fiktiven Einblick in den Alltag und die Gefühlslage der Menschen bekommen. Es stellt sich die Frage, ob Entscheidungen immer bewusst getroffen werden können, und ob manchmal der Lauf der Dinge die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes mitnimmt und formt.
Zwei Männer - zwei Biografien, aber alles richtig gemacht?
von nil_liest - 11.09.2019
Es ist einer dieser nicht besonders überzeugenden Sprüche: "Alles richtig gemacht!" Wieso sagt man so etwas? Um sich selber zu überzeugen? Oder um andere zu überzeugen, dass sie etwas nicht richtig gemacht haben? In der Summe führt es zum gleichen Ergebnis: ein unnötiger Ausspruch! Was zeichnet "richtig" aus? Ist es Glück im Leben, sind es wertvolle Beziehungen, sind es die Freuden oder gar der eigene Besitz? Tja, das kann eben nur jeder selbst für sich entscheiden und daher ist "Alles richtig gemacht" auch eine Aussage, die nur beim letzten Atemzug Sinn machen würde. Dieser Roman von Gregor Sander trägt aber zurecht diesen Titel: "Alles richtig gemacht", denn hier wird die Lebensgeschichte zweier Männer beleuchtet, die unterschiedlichere Entscheidungen nicht hätten treffen können im Leben. Der Titel ist fast eine Ironie der Lage. Thomas und Daniel wachsen in Rostock zu DDR-Zeiten auf, dann verschlägt es sie nach Berlin und wohnen auch zusammen. Doch dann trennen und kreuzen sich die Wege auf unterschiedlichste Weise. Wir bekommen die Geschichte aus der Thomas-Perspektive erzählt und reisen mit ihm auch gedanklich in die Vergangenheit. Gregor Sander lässt uns eintauchen in verschiedenste geschichtliche Ereignisse und bringt alles wie ein Erinnerungsfeuer zum Leuchten. Der 11.September in New York ist genauso Thema wie der G8 Gipfel in Heiligendamm oder wie die Rechtsradikalen in den 90er Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gewütet haben, natürlich auch Veränderungen durch den Mauerfall. Ein wenig geschichtliche Vorbildung tut gut bei diesem Roman, auch wenn einige junge Leser all dies noch nicht miterlebet haben. Sprachlich wunderbar durchgearbeitet, liest sich dieser Roman herrlich weg. Vor allem die Veränderungen in Berlin selbst werden hervorragend nebenbei erwähnt. Da gab es viele Orte die auch mich in Erinnerung schwelgen lassen. Auch Anmerkungen wie diese lassen mich schmunzeln: So Schlumpf-Einfamilienhäuser mit jeweils einem tischtennisplattengroßen Garten. Warum wollen eigentlich die Leute in Berlin Mitte wie am Stadtrand von Hannover wohnen? (S.199) Fazit: Für alle, die gute Geschichten lieben vermengt mit historischen Eckpfeilern, etwas Wendeveränderung und viel Berlin-Bezug! Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
Lebensmodelle
von Marieke Welk - 09.09.2019
Thomas ist Anwalt. Er ist zufrieden mit seiner Arbeit, nur privat läuft es nicht ganz so. seine Frau hat ihn verlassen mit den Töchtern. Und dann taucht auch noch sein Freund Daniel aus Jugendtagen auf. Daniel lebt im Gegensatz zu Thomas eher weltenbummlerisch, doch er scheint nicht unbedingt zufrieden mit seinem Leben. Das Cover ist unspektakulär, die Schriftart aber sehr schön. Sie wirkt wie Wunderkerzen. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die in verschiedenen Zeitebenen spielen. Durch die klare Kennzeichnung hat der Leser allerdings keine Schwierigkeit diese zu unterscheiden. Allerdings empfinde ich die Kapitel als etwas zu lang und es hätte ihnen nicht geschadet teilweise noch mal unterbrochen zu werden. Die Sprache ist einfach. gerade in den Rückblenden gibt es so viele DDR Begriffe, bzw. auch Mecklenburger Schnack, und das schafft Authentizität. Die Beschreibungen der Umgebung haben mich nachhaltig beeindruckt, ich konnte Wege im Geiste nachgehen. Die Story ist interessant, kommt ohne allzu große Spannungsbögen aus. Im Prinzip plätschert es so vor sich hin, erzählt aber Dank eines roten Fadens eine interessante Geschichte. Es ist ein einfacher Roman. Die Charaktere sind sehr gegensätzlich. Während Thomas ein gut bürgerliches und zufriedenes leben führt, ist Daniel dieser eine Freund, den jeder hat, der einfach immer nach etwas mehr Sinn im leben strebt. Leider erreicht er diesen nicht. Beide Hauptcharaktere sind durchaus auf ihre Weise sympathisch. Das Buch gefiel mir wirklich gut. Es war sehr gut zu lesen und unterhaltsam. Als Rostockerin hat die Story natürlich von Haus aus schon mal einen Pluspunkt. Für schnelle Unterhaltung und die Reflektion über das eigene Leben wirklich empfehlenswert.
Erwartungen nicht ganz getroffen
von Lexa - 08.09.2019
Der Autor starten mit einem sehr angenehmen und unterschwellig humorvollen Schreibstil in die Geschichte. Wir lernen aus Thomas Sicht - ihn und seinen besten Freund Daniel kennen, die die ersten Jahre ihrer Kindheit, Deutschland noch geteilt in der DDR erlebt haben. Die Perspektive wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei Gregor Sander immer wieder der Zeit entsprechende aktuelle politische Themen einfließen lässt. Das hat mir sehr gut gefallen. Daniel und Thomas sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere und es wird aufgezeigt das Familie und Bildung maßgeblich für die eigene Zukunft sein können, jedoch einer guten Freundschaft nicht im Wege stehen. Irgendwann trennen sich die Wege der beiden und in Thomas Gegenwart gerät einiges aus den Fugen. Allerdings muss ich leider sagen, dass mich die Geschichte über 240 Seiten zu keinem Zeitpunkt wirklich richtig packen konnte. So sehr ich mich auch bemüht habe, zu 100 % war ich nie in der Geschichte und dementsprechend entstand für mich auch keine Verbindung zu den einzelnen Charakteren, die für mich auch an manchen Stellen sehr emotionslos wirkten. Generell hat das Buch einige offene Fragen aufgeworfen, gerade das Ende hat mich sehr enttäuscht zurückgelassen. Insgesamt hat für mich auch der Bezug zum Titel gefehlt und je weiter ich in der Geschichte fortgeschritten war, desto weniger habe ich den Sinn dahinter verstanden. Was sehr schade ist, denn der Einstieg hat mir wirklich gut gefallen. So lässt mich dieses Buch leider etwas zwiegespalten zurück. Der Schreibstil und die politischen Fakten mögen mir noch so gut gefallen haben, und auch die Freundschaft zwischen den zwei ungleichen Männern, das für mich fehlende Gesamtkonzept des Buches konnten diese Aspekte leider auch nicht mehr wett machen. Mag sein, dass ich vielleicht mit den falschen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin, für mich war es am Ende dann leider doch nichts.
Wie das Leben so spielt.
von Elisabeth B. - 28.08.2019
Mit "Alles richtig gemacht" legt Gregor Sander einen spritzigen Roman vor, der Leserinnen und Leser in die jüngere deutsche Geschichte entführt und zudem auf sehr muntere Art und Weise unterhält. Das Buch ist im August 2019 bei Penguin erschienen und umfasst 240 Seiten. Thomas und Daniel sind Freunde seit Kindertagen. In den Achtzigern in Rostock aufgewachsen, erleben sie die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung in Berlin ¿ und kosten dies natürlich aus. Bis Daniel eines Tages Deutschland verlassen muss - mit Thomas` Reisepass. Zehn Jahre später platzt Daniel plötzlich wieder in das Leben seines Freundes, der nun Anwalt und Familienvater ist - und bringt damit Thomas` Leben durcheinander, das momentan sowieso schon ein einziges Tohuwabohu ist, denn kürzlich haben Frau und Kinder ihn scheinbar grundlos verlassen ¿ und Thomas steht vor einem Rätsel. Schon das Cover macht Lust auf den Roman: goldene Schrift, die an die Funken einer Wunderkerze erinnert, auf schwarzem Grund. Und als genauso erfrischend, wie das Cover daherkommt, entpuppt sich auch der Roman. Die Protagonisten stammen aus häuslichen Verhältnissen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Thomas aus eher gut bürgerlichen Verhältnissen, sein Vater geht davon aus, dass er auch in der DDR den familieneigenen Drogerieladen weiterführen wird, Daniel indes wächst in Rostocks "Nachtjackenviertel" als uneheliches Kind eines Chefarztes und einer Schwesternschülerin auf - mehr Klischee geht wohl kaum. Und doch, es geht: Sander arbeitet in seinem Roman viel mit Klischees, sei es das Bild, das Thomas als Anwalt abgibt, sei es das Bild, das man von seinen Klienten hat, um nur einige Beispiele zu nennen. Damit gelingt es dem Autor immer wieder, ältere wie aktuelle Debatten aufs Tapet zu bringen - aber stets mit einem Augenzwinkern, was Leserinnen und Leser des Öfteren zum Staunen und Lachen bringt. Doch auch Dramatisches hat der Roman zu bieten: Während die Freunde ihre Jugendzeit genießen, bekommen Thomas` Eltern die Härte des Kapitalismus, einst herbeigesehnt und gefeiert, voll zu spüren. Überhaupt gelingt es Sander sehr geschickt, historische Ereignisse und fiktive Handlung miteinander zu verknüpfen. So nutzen die Freunde die gewonnene Reisefreiheit aus, gewinnen auch trotz allem dem Kapitalismus auf nicht ganz legale Weise etwas ab, begegnen am Rande von Lichtenhagen Neonazis und werden mit der Gewalt während des G8-Gipfels in Heiligendamm konfrontiert. Die von dem Ich-Erzähler, Thomas, geschilderte Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Das aktuelle Geschehen, in dem es um Thomas familiäre und berufliche Situation sowie Daniels plötzliches Auftauchen geht, wird immer wieder unterbrochen von Rückblenden in die Vergangenheit, die dabei chronologisch nach Jahrzehnten gegliedert sind und von den Achtzigerjahren bis in das erste Jahrzehnt unseres Jahrhunderts reichen. Sanders Schreibstil ist locker-flockig und flüssig zu lesen, man hat das Gefühl, der Erzähler unterhalte sich mit den Leser/innen. Gespickt ist alles mit einem trockenen Humor, der einen beim Lesen ab und an stutzen und darüber nachdenken lässt, wie das Geschriebene denn nun gemeint ist. Lediglich das Ende des Romans, das an sich offen ist, konnte mich nicht 100%-ig überzeugen, da es doch sehr abrupt kommt und mit einer Flut an Informationen aufwartet, die an sich noch einer weiteren Erläuterung wert wären. Für Leser/innen wie mich, die dem Alter der Protagonisten in etwa entsprechen, ist dieser Roman eine wunderschöne und kurzweilige Reise zurück in die Jugend und das junge Erwachsenenalter. Für jüngere bietet er zeitgeschichtliche Einsichten, die unterhaltsam zu lesen sind und Einblicke in einen Zeitgeist bieten. Von mir gibt es für dieses Buch überzeugende vier Lesesterne und eine wärmste Leseempfehlung.
Lebenswege
von Kaffeeelse - 27.08.2019
Thomas Piepenburg und Daniel Rehmer freunden sich in ihren jungen Jahren in Rostock zu Zeiten der DDR an. Obwohl eher ungleich gestellten Familien entstammend, zieht irgendetwas die Beiden an, vielleicht auch der bestehende Unterschied, das Unbekannte. Sie bleiben befreundet und durchwandern gemeinsam die turbulenten Zeiten. Sie erleben die DDR, ihre Planwirtschaft und ihre Gesellschaftsstruktur. Sie erleben die Wende und den Wandel in ihrer Heimat. Sie erleben den irgendwie aufkeimenden Fremdenhass, sie erleben Rostock Lichtenhagen. Sie erleben die Liebe. Aber sie erleben nicht nur, sie verändern sich natürlich auch. Sie verändern sich durch den Wandel in den östlichen Bundesländern, sie verändern sich durch das Älterwerden und damit verbundene Erfahrungen. Ihre unterschiedliche Herkunft hat darauf natürlich auch einen Einfluß. Sie gehen nach Berlin, sie leben und lieben, haben Spaß und werden älter, treffen Entscheidungen, verändern sich. Und genau um diese Entscheidungen geht es. Der Titel sagt Alles richtig gemacht , nur ist dies eine Aussage oder eine Frage? Die fehlende Interpunktion lässt dies offen. Ich finde solche Gedanken zu Rückblicken immer etwas suspekt. Selbst wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass gewisse Entscheidungen, die man einmal getroffen hat, sich als nicht so glücklich erweisen, heißt das für mich nicht, dass diese Entscheidungen dann falsch sind. Alles was man macht, formt einen doch irgendwie, macht einen doch zu dem Menschen, der man schlussendlich ist. Alles hat dann doch auch etwas Gutes. Richtig oder falsch klingt so ähnlich wie schwarz und weiß. Manchmal kann man solche Aussagen im Leben schlecht treffen. Nun wird im Buch über so etwas weniger philosophiert. Die Protagonisten erzählen lediglich ihr Leben. Die Gedanken dazu kann/könnte sich dann der Leser machen. Gregor Sanders lockere und leichte Schreibe macht einfach Spaß. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen. Die Protagonisten sind etwas älter als ich, trotzdem erinnert mich vieles in diesem Buch an Erlebtes und Vergangenes. Der Aufbau des Buches hat mir ebenso sehr gefallen. es ist wieder einmal keine chronologische geordnete Erzählung, die Protagonisten schauen eher aus dem Heute in das Damals, dabei mäandert der Roman. Und so wie die Protagonisten zurückschauen und in ihrem Leben hin- und hermäandern, geht es mir auch. Auch ich schaue zurück und komme ins Sinnieren. Wer dies gern macht ist hier richtig. Und wer die Wendezeit erlebt hat ist hier auch richtig. Für die später Geborenen hat dieses Buch sicher eine große informative Kraft. Entscheidungen im Leben zu treffen gehört einfach zum Leben dazu und mit diesen Entscheidungen zu leben auch. Dies machen die Protagonisten und die Leser. Dieses Buch beinhaltet einen Blick auf zwei etwas ungleiche Freunde und ihre Lebenswege/Lebensentscheidungen. Ein interessanter Blick! Und wir Leser dürfen uns unsere Gedanken zu den Lebenswegen der Protagonisten machen und gegebenenfalls Vergleiche ziehen. Hat mir gefallen!
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13 Ihr Gutschein SUMMER13 gilt bis einschließlich 03.08.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein ist nur einlösbar auf Spielwaren und Schreibwaren. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

15 Ihr Gutschein SUMMER15 gilt bis einschließlich 03.08.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein ist nur einlösbar auf Hörbuch CDs und Hörbuch Downloads. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

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