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Gesammelte Gedichte. Hahnenkampf. Komödie

Hahnenkampf. Komödie. Hrsg. v. Ulrich Kittstein. 'Werke'.
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Band 1: Zug der Hirten / Die Söhne gehen zu den Knechten / Der verlorene Sohn

Band 2: Wasser, Brot und blaue Bohnen / Im Kreuzfeuer

Band 3: Die Saat. Roman

Band 4: Der große Kreuzzug / Tagebuch 1937
Band 5: Juanita
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Produktdetails

Titel: Gesammelte Gedichte. Hahnenkampf. Komödie
Autor/en: Gustav Regler

ISBN: 3878774443
EAN: 9783878774440
Hahnenkampf. Komödie. Hrsg. v. Ulrich Kittstein.
'Werke'.
Herausgegeben von Gerhard Schmidt-Henkel, Ralph Schock, Günter Scholdt
Stroemfeld Verlag

1. Januar 2004 - gebunden - 608 Seiten

Beschreibung

Lieferbare Bände:



Band 1: Zug der Hirten / Die Söhne gehen zu den Knechten / Der verlorene Sohn

Band 2: Wasser, Brot und blaue Bohnen / Im Kreuzfeuer

Band 3: Die Saat. Roman

Band 4: Der große Kreuzzug / Tagebuch 1937
Band 5: Juanita
Band 6: Sohn aus Niemandsland / Tagebuch 1940-1943
Band 7: Amimitl / Verwunschenes Land Mexiko
Band 8: Keine bleibende Stadt / Sterne der Dämmerung
Band 9: Aretino, Freund der Frauen - Feind der Fürsten

Band 10: Das Ohr des Malchus. Eine Lebensgeschichte

Band 11: Gesammelte Gedichte / »Hahnenkampf« Eine Komödie

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 25.05.1998

Ein Renegat reist durch
Nicht so und nicht so: Gustav Regler erhält eine Gesamtausgabe

Unter den erstaunlichen und rühmenswerten Editionen des Verlags Stroemfeld-Roter Stern ist die Ausgabe der Werke von Gustav Regler die erstaunlichste. Hölderlin, Kleist, Kafka mit leidenschaftlicher Akribie zu umsorgen bedarf keiner allzuweit ausholenden Begründung. Doch diese auf fünfzehn Bände angelegte Werkausgabe, einem im öffentlichen Bewußtsein halb oder ganz verschollenen Autor gewidmet? Worin liegt die Logik dieses Unternehmens? Flüstern wir zunächst ein Geheimwort, böse oder strahlend, je nachdem. Es heißt Renegat.

Regler wurde am 25. Mai 1898 in Merzig im Saarland geboren, heute wäre sein hundertster Geburtstag. Der Sohn eines liberalen Buchhändlers erhielt eine katholische Erziehung, wurde im Ersten Weltkrieg verwundet und studierte in Heidelberg bei Gundolf und Max Weber, danach in München. Nach einer kurzen Ehe, die ihn zum Textilfabrikanten in Berlin machte, bis er sich "von seiner Frau und seinem Geschäft" scheiden ließ, war er journalistisch tätig, unter anderem in Nürnberg, wo er Julius Streicher bekämpfte. Im Jahr 1929 oder 1930 trat er der KPD bei; diesen Schritt begründete er später mit dem gnomischen Satz: "So konnte es nicht weitergehen". Seine Werke, etwa das Zuchthausepos "Wasser, Brot und blaue Bohnen" (1932), wurden von der Partei gefördert und vertrieben; "Im Kreuzfeuer", der Roman über den Abstimmungskampf an der Saar, in dem sich Regler stark engagierte, erschien dann 1934 bereits im Exil in Paris. Über den frühen Texten Reglers liegt manchmal das, was er selbst im Hinblick auf die Graphik seines (zweiten) Schwiegervaters Heinrich Vogeler den "Rauhreif der ideologischen Verpflichtung" genannt hat. Aber die Konturen, die bei ihm unter diesem Rauhreif sichtbar werden, folgen den Verwerfungen der Realität.

Er war nach Frankreich emigriert, nahm an den antifaschistischen Schriftstellerkongressen teil, reiste in die Sowjetunion, kämpfte in Spanien mit der Internationalen Brigade, wurde 1937 verwundet (er erholte sich unter anderem auf Key West bei Hemingway), machte eine Sammelreise für die spanische Republik in den Vereinigten Staaten, ging zurück nach Frankreich, wurde in La Vernet interniert und konnte nach der Intervention englischer und amerikanischer Freunde ausreisen. Damals war der Bruch mit der KPD, den er 1942 öffentlich machte, schon vollzogen.

Bei den von Hysterie, Angst und Bosheit flackernden Gesprächen deutscher Schriftsteller 1936 (als sich die Verhaftungen häuften) in Moskau, deren Protokolle 1991 bei Rowohlt unter dem Titel "Die Säuberung" von Reinhard Müller herausgegeben worden sind, gab Regler eine starre, mechanisch daherredende Figur ab, die hörbar ganz auf die Rolle des Durchreisenden setzte. Herbert Wehner, der ihn aus dem Saarland kannte, traf bei der erneuten Begegnung in Paris einen Mann, der "in Moskau in einen fürchterlichen Zwiespalt gezwungen worden war", der "das Fundament, auf dem er bisher sicher gehen und bauen zu können geglaubt hatte, bersten" fühlte. Regler verließ dieses Fundament.

Um noch heute den Schauer zu empfinden, der diese Loslösung begleitet hat, muß man den Satz lesen, den (nach dem Bericht Georg K. Glasers) keine andere als Anna Seghers dem einstigen Gefährten hinterhergeschickt hat. Sie zitierte zwei Zeilen aus der Ammerschen Villon-Übersetzung, die durch die "Dreigroschenoper" berühmt geworden ist. Diese lauten: "Man schlage ihnen ihre Fressen / mit schweren Eisenhämmern ein." Nicht aber die Psychologie der Parteiloyalität oder der Trennung von der bösen "Mutter Partei" sind hier das Interessante, sondern das, was Regeler weiterhin aus dieser Erfahrung macht.

Da schreibt dann nicht nur, wie der Titel eines späteren Essays lautete, "Regler über jenen Regler", sondern ein Romancier und Kritiker, der sich einen sardonisch scharfen Blick zugelegt hatte - wenngleich Sentimentalitäten dadurch nicht ausgeschlossen waren.

Sein Roman über den spanischen Bürgerkrieg erschien 1940 auf englisch ("The Great Crusade", erst 1976 auf deutsch: "Das große Beispiel"). Regler ging nach Mexiko. Dort lebte er, machte Reisen in die Vereinigten Staaten, nach dem Krieg an verschiedene Orte Europas sowie nach Algerien und Indien, wo er 1963 starb. Aus dem beeindruckenden OEuvre, das nach 1940 entstand, sind seine Mexikobücher "Vulkanisches Land" und "Amimitl" (beide 1947; als siebter Band dieser Ausgabe bereits erschienen) und die 1958 erschienene - mit Vorsicht zu lesende, aber hochinteressante - Autobiographie "Das Ohr des Malchus" (1958) hervorzuheben.

Die Ausgabe, von der inzwischen sechs Bände erschienen sind, ist von einer mustergültig diskreten Opulenz der inneren und äußeren Ausstattung. Die angekündigten Bände lassen noch vieles von großem und größtem Interesse erwarten, wenn auch die Dissertation des bei Gundolf Promovierten über die Ironie bei Goethe nicht vorgesehen zu sein scheint.

Das unmittelbar anzuzeigende Buch ist - den Gesamtnutzen der Werkausgabe einmal vorausgesetzt - aber eine Enttäuschung. Die beiden Romane, die der nun erschienene achte Band enthält, stammen aus der zweiten Hälfte der vierziger Jahre. "Keine bleibende Stadt" ist Michael Winklers Übersetzung des 1945 entstandenen Textes "No Continuing City"; "Sterne der Dämmerung" ist 1948 bei der "Stuttgarter Büchergilde" fast gänzlich unbeachtet erschienen. Einige Texte Reglers besitzen sprachliche Kraft, aber gerade den beiden hier vorliegenden attestiert der Herausgeber nüchtern, daß sie sich "gewiß nicht vorbehaltlos oder auch nur zu einem beträchtlichen Teil als künstlerisch gelungen" bezeichnen lassen. Das ist milde ausgedrückt.

Diese Romane können das Interesse des Lesers eigentlich nur als Zeugnisse eines Scheiterns beanspruchen. Der Versuch, die Gegenwart der Vereinigten Staaten wiederzugeben, erstickt in hohem Ton und mechanischem Klappern. Ist schon Dos Passos, dem "Sterne der Dämmerung" gewidmet ist, ein heute sehr problematischer und von ungeheurer Langeweile umlauerter Autor, so sind diese beiden amerikanischen Romane Reglers blasse Exerzitien zu Themen wie der Wiedereingliederung der GIs nach dem Krieg und den Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Friedenswirtschaft (etwa bei den Werften, wo es Massenentlassungen gibt). Man muß sich sehr abmühen, um der höflichen Einladung des Herausgebers zu folgen, "die nahezu unbekannten Werke eines wichtigen Zeitzeugen als historische Dokumente zu verstehen". Dieser Band dürfte der banalste des ganzen heroischen Unternehmens bleiben.

Der Gesamtausgabe aber wollen wir viel Glück wünschen. In seiner material- und gedankenreichen Studie "Der Stalinismus und die Renegaten", die 1991 bei Metzler erschienen ist, zitiert Michael Rohrwasser eine mündliche Äußerung von Glaser: "Renegat, das ist die große Sache überhaupt . . . Wir haben nicht die Partei, sie hat uns verraten. Die Renegaten und Häretiker haben uns das Beste gegeben, was wir bekamen: Es sind die Widersteher". Diesem hochverdienten Pathos nun noch ein leises Zitat von Silone hinzugesellt, dann haben wir im Schnittpunkt so etwas wie den geschichtlichen Ort Reglers: "Warum habe ich vier Jahre gebraucht, um mich von einem Widerspruch freizumachen, dessen Lösung mich kaum länger als ein, zwei Minuten beschäftigen würde?" JOACHIM KALKA

Gustav Regler: "Werke". Herausgegeben von Gerhard Schmidt-Henkel und Ralph Schock. Band 8, herausgegeben von Michael Winkler: Keine bleibende Stadt /

Sterne der Dämmerung. Verlag Stroemfeld/Roter Stern, Basel und Frankfurt am Main 1997, 612 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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