Was dir bleibt

Roman. Originaltitel: À train perdu.
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Gladys ist 76 Jahre alt. Eines Tages besteigt sie ohne jede Ankündigung den Northlander-Zug, um spurlos aus ihrem kanadischen Dorf zu verschwinden. Die Nachbarn und Freundinnen sind besorgt, was mag sie dazu bewogen haben, ihr gut eingerichtetes Lebe … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Was dir bleibt
Autor/en: Jocelyne Saucier

ISBN: 3458178783
EAN: 9783458178781
Roman.
Originaltitel: À train perdu.
Übersetzt von Sonja Finck, Frank Weigand
Insel Verlag GmbH

1. Oktober 2020 - gebunden - 253 Seiten

Beschreibung

Gladys ist 76 Jahre alt. Eines Tages besteigt sie ohne jede Ankündigung den Northlander-Zug, um spurlos aus ihrem kanadischen Dorf zu verschwinden. Die Nachbarn und Freundinnen sind besorgt, was mag sie dazu bewogen haben, ihr gut eingerichtetes Leben aufzugeben? Bald wird klar: Gladys reist über Tausende von Kilometern und in Dutzenden Zügen durch die Weiten Nordkanadas. Sie kehrt zurück an die Orte ihrer Kindheit und spricht auf ihrem Weg mit unzähligen Menschen. Doch was genau führt sie im Schilde, und vor allem: Aus welchem Grund hat sie ihre hilfsbedürftige Tochter Mirana zurückgelassen?
Was verbindet uns miteinander? Wie viel Nähe gestehen wir den anderen zu, wo beginnt unsere eigene Freiheit? Was dir bleibt ist ein Roman von unbändiger Lebenskraft. Eine bewegende Geschichte, die durch die Wälder Kanadas führt und tief unter die Haut geht.

Portrait

Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der kanadischen Provinz New Brunswick, arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wurde verfilmt. Saucier lebt heute in einem Zehn-Seelen-Ort im Wald, im nördlichen Québec.Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).
Bewertungen unserer Kunden
Eine letzte Reise
von Everett - 23.10.2020
Zu dieser Geschichte, der Erzählung von Gladys plötzlichem Aufbruch, fällt es mir ein we-nig schwer etwas zu schreiben. Gladys ist 76 Jahre alt, lebt in Kanada zusammen mit ihrer Tochter. Dann setzt sie sich ohne Ankündigung in einen Zug und startet zu einer Reise mit diversen Zügen in Kanada. Die Bewohner ihres Wohnortes sind am Rätseln, wohin und warum stieg Gladys einfach in den Zug? Der unbekannte Erzähler stößt auf ihre Geschichte und verfolgt sie, ist selber fasziniert von Zügen und er muss scheinbar Gladys Weg erforschen. Als Leser verfolgt man seine Gedanken und seinen Weg, trifft auf viele Personen, die den Weg nur streifen und natür-lich auf Gladys, die in einem School Train aufwuchs, was etwas sehr interessantes aus der Vergangenheit ist. Der Erzählstil ist anders, ein wenig gewöhnungsbedürftig. So gibt es viele Abschweifungen, Unklarheiten. Der Erzähler muss sich erstmal selbst sortieren und durch die Geschichte finden. Als Leser blieb ich bei jeder auftauchenden Person auf Abstand. Interessante Leu-te, die mir aber nicht näher kamen. Ich blieb den ganzen Roman über eher distanziert und schwanke mit meiner Meinung über den Roman. Einerseits Gladys Geschichte und Weg, andererseits so viele Verzweigungen und Distanziertheit, kein roter Faden. Aber dann kann man den Roman nicht einfach zuklappen und vergessen, er bleibt noch lange haften und hat etwas Besonderes. Da ist dieser Schreibstil dann fast schon wieder toll zu nen-nen. Was mir besonders gefällt ist das Coverbild. Es zeigt so viel und dadurch kann man schon auf die Reise gehen.
Das Leben ist eine Reise
von Kleine Meerjungfrau - 23.10.2020
Leise und doch eindringlich erzählt die Autorin davon, wie verwoben wir im Leben und im Sterben miteinander sind und wie sehr gemeinsame Erinnerungen durch dunkle Zeiten tragen können. Wunderbar!
Wohin geht Gladys Reise?
von Magnolia - 22.10.2020
Es gehört schon viel Mut dazu, alles zurückzulassen. So einfach gehen - das macht wohl keiner. Noch dazu, wenn man seit Ewigkeiten da lebt und das nicht alleine. Gladys mit ihren 76 Jahren tut genau dies. Sie steigt ohne Gepäck in den Northlander. Ihre Tochter Lisana lässt sie mit ihrer Todessehnsucht zurück, die Nachbarn sind fassungslos. Wir sind in den Weiten Kanadas und spüren ihrer Reise mit dem Zug nach, immer ein wenig zu spät, um sie anzutreffen. An das Buch hatte ich so meine Erwartungen. Und dann war es ganz anders. Es dauerte schon ein wenig, bis ich mich in die Erzählweise einfinden konnte. Nicht, dass es nicht fesselnd gewesen wäre, wobei "fesselnd" das falsche Wort ist. Jedoch musste ich erst von meiner ganz eigenen Vorstellung runter, musste und wollte mich in das Buch, in Gladys Geschichte, einfühlen. Und genau das sollte man. Ihrer Reise folgen, sich dem Erzähler anschließen, ihren Spuren folgen. Der Erzähler schweift immer wieder ab, bringt dem Leser so nach und nach das Umfeld, die wichtigsten Menschen aus Gladys Leben, nahe. Berichtet von ihren Stationen, ihren kurzen Aufenthalten bei Freunden, um dann - ohne den Grund für ihre Odyssee zu offenbaren - wieder in eine andere Richtung zu reisen. Sie begegnet der jungen Janelle, freundet sich mit ihr an. Gladys, die immer ein selbstbestimmtes Leben führte, hat auch hier ihren festen Plan. Sie hält alle Fäden in der Hand, gibt die Regeln vor. Das wusste sie von der Stunde an, als sie aus ihrem Haus trat. Wohin und warum sie geht, wie und mit wem das alles enden sollte. Jocelyne Sauciers Buch lässt mich nachdenklich zurück, ich habe es gerne gelesen, es lässt mich nicht so schnell los. Vieles bleibt lange offen, nicht alles wird und soll letztlich geklärt sein. Ich lege es nicht einfach weg und greife mir das nächste. Gedanklich bin ich noch ne Weile bei Gladys und ihrer Geschichte. Manche Bücher brauchen einfach Zeit, man muss sich auf sie einlassen oder es bleiben lassen. Einfach so nebenbei lesen geht hier nicht. "Was dir bleibt" - ein etwas anderes Buch, das nicht alles erklären will: Einfach sich zurücklehnen und die Geschichte auf sich wirken lassen, dem Gelesenen nachspüren.
Die letzte Zugfahrt
von Buecherseele79 - 19.10.2020
Gladys steigt einfach in den Zug uns ist weg. Keiner weiss wohin die Reise gehen soll, keiner wurde eingeweiht. Und wie kann es Gladys wagen ihre Tochter Liana alleine zu lassen? Liana die doch so Sehnsucht nach dem Tod hat und immer wieder versuchte sich umzubringen. Alle sorgen sich um Gladys und starten eine Suchaktion, denn keiner möchte sich um Liana kümmern¿ " Sie glauben, dass Gladys am Morgen des 24. September einfach drauflosgefahren war, ohne feste Strecke im Kopf, ohne eine Plan, "wie eine Flaschenpost im Meer", eine Flaschenpost, die sich von einem Zug zum nächsten treiben ließ, ganz gleich, in welche Richtung er unterwegs war, wichtig war nur eins: sich schaukeln, wiegen, davontragen lassen vom Rattern der Räder, in die Geborgenheit eines Waggons, der dem Waggon ähnelte, in dem sie zur Welt gekommen war." (Seite 91) Ich mag die Bücher und vor allem den Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es meist einige Zwischentöne einzubauen die sich sehr langsam offenbaren. So ist es auch hier, womöglich ist es hier am stärksten zu bemerken. Der Einstieg hier ist mir diesmal schwer gefallen da die Geschichte von einer Person erzählt wird die Gladys nicht persönlich kannte und eigentlich "nur" einen Beschwerdebrief an die Bahngesellschaft schicken wollte weil die Zugverbindungen in die "Wildnis" immer stärker eingeschränkt werden sollen. Gerade zu Beginn erklärt der Erzähler unheimlich viel über Züge und schweift regelrecht ab. Jedoch beweist die Autorin auch hier wieder ein Händchen für eine sehr bildhafte Beschreibung mit einem Zug durch Kanada zu fahren, dieses Gefühl von Freiheit, Natur und Abenteuer kommt an den Leser sehr gut ran. Von der Thematik der "school trains" und ihre Faszination ganz zu schweigen. Obwohl Gladys in ihrer Geschichte nicht selbst erzählt habe ich sie stets bewundert und in mein Herz geschlossen. Durch alte Wegefährten, Nachbarn, Freunde (zumindest nennen sie sich so), ehemalige Mitschüler und Bekannte wirft jeder seine Meinung und Ansicht zu Gladys in diesen grossen Topf. Es war sehr interessant wie die Menschen Gladys gesehen haben. Gerade als sie mal nicht so handelt wie gewünscht. Es wird keine komplette Auflösung in diesem Buch geben. Manche Dinge sind gewiss, viele jedoch reine Spekulation. Gerade das Ende ist auf der einen Seite so untypisch und aberwitzig, dann aber doch mit dem Hintergrund - keiner hat die wahren Beweggründe je gehört und nun muss es aber trotzdem einen geben, egal wie bescheuert die Theorie auch sein mag. Man mag fast sagen- typisch Mensch eben. Die schon erwähnten Zwischentöne beziehen dich hier auf die verschiedensten Ansichten zum Thema Sterben und Tod. Was bleibt einem zum Ende hin wirklich? Sind Freunde auch noch für dich da wenn du mal einen ganz anderen Weg gehst? Können Fremde Freunde oder sogar Familie werden? Wer bestimmt unser Leben denn wirklich? Das Buch wird viele Erwartungen vielleicht übertreffen, aber ebenso viele enttäuscht zurücklassen. Mich persönlich konnte die Autorin, trotz Anfangsschwierigkeiten, wieder gefangen nehmen, ich war auf einer wunderschönen Zugfahrt durch das wilde Kanada und habe die Zwischentöne des Buches sehr genossen.
Auf Spurensuche
von gst - 19.10.2020
Was das Cover verspricht, hält der Inhalt des Romans: Eine Zugfahrt durch Kanadas Weiten. Die LeserInnen begleiten die unterschiedlichsten Reisenden im Northlander, im Transcontiental und anderen Zügen. Wer sich eine ungefähre Übersicht verschaffen will, kann das anhand des Vorsatzblattes machen. Die Reise von Gladys Comeau führt durch den Norden von Ontario und Québec, zuerst nach Süden, dann nach Westen, weiter nach Osten und schließlich wieder nach Norden. Niemand versteht, warum sie ihre lebensmüde Tochter alleine zurückließ, nachdem sie 54 Jahre lang um deren Wohlergehen besorgt war. Aufgebaut ist die Geschichte wie eine Reportage, geschrieben von einem Englischlehrer, der verhindern will, dass noch mehr Zugstrecken stillgelegt werden. Er liebt Züge ("durch meine vielen Reisen und die Begegnungen, die ich dabei machte, entdeckte ich eine neue Art zu leben" - Seite 214) und beschreibt seine Reiseerlebnisse. Seine Erzählweise mäandert von hundertsten ins tausendste und man hat oft das Gefühl, dass er den Faden verliert. Auf diese Weise entstehen herrliche Porträts der unterschiedlichsten Menschen. Besonders eindrücklich ist die Geschichte des "school-trains". Gladys, als Tochter des reisenden Lehrers in diesem Zug geboren, hat als Kind mit ihrer Familie darin gewohnt und das Land und seine Einwohner kennengelernt. Deutlich wird auch, wie wichtig die Züge für all die Einwanderer der vergangenen Jahrhunderte waren. Seite 89: "Sie waren genauso Kinder der Schienen wie Kinder des Waldes, und viele von ihnen blieben ein Leben lang bei der Eisenbahn. Sie arbeiteten als Bremser, Lokomotivführer, Telegrafist, Fahrdienstleiter." Ich habe mich auf dieser Reise sehr wohl gefühlt, fast als säße ich selbst im Zug. Mit Interesse lauschte ich den Erkenntnissen des Erzählers und "erfuhr" im wahrsten Sinne des Wortes mehr über Gladys und die Menschen, die sie kannten. Für mich war das Lesen ein richtiger Genuss. Den Gegensatz zwischen der journalistischen Herangehensweise des namenlosen Erzählers und den Aussagen von Gladys Freunden und Bekannten empfand ich als sehr lebendig. Trotz der Verirrungen "Irgendwann wusste ich nicht mehr, wo ich war" (Seite 248) verlor mich das Buch nur ein einziges Mal für kurze Zeit. Für mich ein Lesehighlight im Coronajahr. Den Namen der kanadischen Autorin werde ich mir merken!
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