Die Wächter

Roman. Originaltitel: The Guardians.
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In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Wächter
Autor/en: John Grisham

ISBN: 3453272218
EAN: 9783453272217
Roman.
Originaltitel: The Guardians.
Übersetzt von Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter, Imke Walsh-Araya
Heyne Verlag

2. März 2020 - gebunden - 447 Seiten

Beschreibung

In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird zum Tode verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt.


Trailer

Portrait

John Grisham ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Leseprobe

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Pressestimmen

»Mit Die Wächter hat John Grisham einen herausragenden Justizthriller geschrieben, der sich mit seinen Klassikern wie Die Jury und Die Kammer messen lassen kann.« Axel Knönagel, dpa

»In dem neuen Buch der Thriller-Legende John Grisham folgt eine spannende Wendung auf die nächste So packend, dass man den Roman in einem Rutsch durchliest.« Saskia Aaro, Freundin

»Grisham erzählt gewohnt rasant und fesselnd von Urteilen, die oft nur Vorurteile sind.« Andreas Lueg, ARD, Titel, Thesen, Temperamente

»Es gibt sie noch, die guten Thriller.« Gerhard Matzik, Süddeutsche Zeitung

»John Grisham will nicht nur unterhalten, sondern aufrütteln, und das gelingt hervorragend. Die Wächter liest sich spannend wie ein Drehbuch für einen rasanten Thriller ...« Daniella Baumeister, hr2 Kultur

»Mit seinem neuen Roman beweist der US-Starautor wieder, was er kann: Fesselnd erzählen, emotional und sogar komisch.« Michael Stoll, Rhein-Zeitung

»Ruhig erzählter Justizthriller, der Missstände im Rechtssystem der USA anprangert. Aufwühlend!« Hörzu

»Und auch, wenn er nie die Feinheiten der Rechtssprechung außer acht lässt, wirkt der Blick in den Paragraphendschungel bei dem Bestsellerautor alles andere als langweilig.« Westfalen-Blatt

»Fesselnd und erschreckend.« Rainer Rönsch, Sächsische Zeitung

»Der neue Roman von John Grisham zeigt wie selten davor seine erzählerischen Stärken.« Arno Renggli, St. Galler Tagblatt
Bewertungen unserer Kunden15
Ein Roman mit Potential
von Anonym - 19.09.2020
Nachdem Grishams letzte Romane oft inhaltlich sehr dünn und nur wenig spannend waren, obwohl er lange Zeit einer meiner Lieblingsautoren gewesen ist, versuchte ich es aufgrund der positiven Rezensionen mit The Guardians , Grisham eine neue Chance zu geben. Enttäuscht hat mich das Buch zwar nicht, von einem Toptitel ist es aber leider auch ein ganzes Stück entfernt. Dabei klingt der Inhalt grundsätzlich sehr spannend und vielversprechend: In Seabrook wird vor 22 Jahren der Anwalt Keith Russo erschossen. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv, so dass rein auf Indizien-Basis der Afroamerikaner Quincy Miller verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die sich darum bemühen, die Fälle von unschuldig Verurteilten neu aufzurollen. Und Millers Fall bringt Dinge ans Licht, die den Glauben an das Rechtssystem verblassen lassen... Allein die Aktualität der Thematik spricht schon für sich. Die Tatsache, dass ein junger Afroamerikaner verurteilt wird, obwohl er allenfalls lose mit der Tat in Verbindung gebracht werden kann, zeigt nur zu deutlich, welche rassistischen und diskriminierenden Tendenzen in unserer Gesellschaft existieren. An verschiedenen Stellen im Roman wird dies - auch an weiteren Fällen, die am Rande thematisiert werden - deutlich. Dementsprechend ist die Aussage des Romans nicht nur aktuell, sondern auch äußerst gelungen und liefert genug Stoff zum Nachdenken. Auch Grishams Schreibstil ist durchaus gelungen. Er erzählt anschaulich und nachvollziehbar, so dass der Roman angenehm zu lesen ist. Doch damit hören die positiven Aspekte leider weitgehend auf, denn die Handlung selbst ist zu dünn konstruiert, als dass sie einen gesamten Roman tragen würde. Dementsprechend sind die am Rande thematisierten Fälle keineswegs nur ergänzendes Beiwerk, sondern leider notwendig, um überhaupt einen anständigen Roman zu kreieren. Da diese Nebenhandlungen aber eher verwirren als helfen, zudem auch nur äußerst begrenzt zur Charakterentwicklung beitragen, blieb ich als Leser etwas verwirrt zurück. Mir wäre eine deutlich stringentere Handlungsführung mit klarem Fokus lieber gewesen, gerade da die Haupthandlung selbst durchaus Potential bietet, intensiviert und ausgeweitet zu werden. Schwach ist auch die Tatsache, dass die Figuren insgesamt recht blass bleiben. Anwalt Post, der den Fall übernimmt, tritt als äußerst positive Figur auf, der sich letztlich nur für andere einsetzen will und deswegen auf fast alles in seinem Leben verzichtet. Zwar gibt es Hinweise, wie es zu diesem Entschluss gekommen ist, doch die Ausführungen bleiben viel zu knapp und liefern allenfalls Ansätze, um eine tiefergehende Figurencharakteristik zu ermöglichen. Letztlich fehlt aber auch die wirkliche Spannung, da die Ermittlung keineswegs wirklich komplex ist und weder Action noch eine wendungsreiche Erzählung geboten werden. Die Story ist ohne Zweifel interessant, aber das, was Grisham daraus macht, bleibt eben doch nur an der Oberfläche. Somit ist es letztlich ein Roman, der auf einer guten Idee basiert, durchaus Stoff zum Nachdenken bietet und sich gut lesen lässt, der aber eben auch vieles ungesagt lässt und die vielen Möglichkeiten, die sich bieten, allenfalls in Ansätzen nutzt. Schade, denn hier wäre mehr Potential drin gewesen.
Ein toller Roman
von Thomas Jessen - 29.06.2020
Was soll man zu einem Roman des großartigen John Grisham schreiben. Für mich ist das wieder ein toller Roman ganz in der Tradition von "Die Kammer" oder "Die Jury". Wie üblich greift er aktuelle Themen auf wie den Rassismus und nicht zu vergessen seine Kritik am amerikanischen Justizsystem. Mit geschickt eingefügten Wendungen macht er es den Hobbyermittlern unter seinen Lesern nicht leicht vor den letzten Seiten zu einem Ergebnis zu kommen. Die Figuren sind wie immer fein herausgearbeitet und wirken durch die Bank echt und lebendig. Er gibt dem Leser die Möglichkeit die Gefühle der Protagonisten nachzuvollziehen und so auch manche Entscheidung dieser Verständlich. Die Schauplätze sind wie gewohnt zu einem Teil die Gerichtssäle Amerikas, was aber für mich die wichtigsten Schauplätze waren. Ich könnte auch mal wieder einen Roman aus seiner Feder lesen, der komplett in Gerichtssälen spielt. Seine Kritik am Amerikanischen Justizsystem hat er teilweise versteckt angebracht und zum Teil auch offen. Erschütternd waren für mich die Vorverurteilungen, die doch bewiesen dass manche Urteile dem Angeklagten jede Chance zu einem fairen Prozess nahmen. Die Spannung lag zu Beginn auf einem eher nicht allzu hohen Niveau, nahm aber stetig zu und steigerte sich bis zum furiosen Finale. Natürlich gab es dank der Detailverliebtheit des Autors zu der einen oder anderen Länge, jedoch hat mich das seltsamerweise kaum gestört. Für mich waren das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!
Hochklassiger Justizthriller
von Manfred Fürst - 15.06.2020
Der nächste hochklassige Justizthriller von John Grisham DIE WÄCHTER; der englische Originaltitel THE GARDIANS, weist bereits auf das zentralen Thema des Romans hin, den Guardian Ministries, eine von Vicki Gourley gegründete Organisation, die unschuldig einsitzende Häftlinge freizubekommen - zu rehabilitieren - versucht und dem engagierten Mitarbeiter Cullen Post, ehemals Rechtsanwalt, dann von Gott zum Priester berufen. Noch zwei Mitarbeiter im Team: François ("Frankie") Tatum, der erste Häftling, dem Cullen Post aus dem Gefängnis befreit hatte, ein unsichtbarer Spürhund und Mazy Ruffin, Leiterin der Prozessabteilung und Braintrust. Für zwei Fälle - Duke Russell, Vergewaltiger und der Mordfall Keith Russo mit Quincy Miller - beanspruchen die Mitarbeiter von Guardian Ministries besonders. Inzwischen sitzt der 51-jährige Quincy Miller seit 22 Jahren unschuldig im Gefängnis. Ihre intensiven Recherchen sind sehr zeitaufwendig, decken Korruption und den latenten Rassismus, die Manipulationsmöglichkeiten der Polizei und Staatsanwaltschaft, gefälschte Beweise, erlogene Gutachten auf und sind zudem lebensgefährlich. John Grisham, ehemaliger Rechtsanwalt schildert authentisch das System der US-Strafverfolgung: Nicht Recht zu sprechen, sondern zu verurteilen, denn jemand, der angeklagt ist, muss auch schuldig sein. Die schönsten und emotionalsten Zeilen je gelesen: Als Duke Russell mit Handschellen in den Gerichtssaal des Berufungsgerichts geführt wird und die Richterin das erste Urteil und damit die Verurteilung aufhebt und zu Quincy sagt: "Mr. Russell, Sie können gehen." Die Zutaten zum Mordfall Keith Russo mit Quincy Miller: Eine Drogengang und auch noch ein mexikanisches Drogenkartell, ein korrupter Sherif, die Ermordung eines Anwalts an seinem eigenen Schreibtisch, ein Fehlurteil und ein versuchter Auftragsmord, um eine Rehabilitierung zu verhindern - kein alltäglicher Fall. Für die US-Richter ist jeder, der angeklagt wird, schuldig und muss ins Gefängnis, und der Gerechtigkeit wird immer Genüge getan. John Grisham seziert ein System, dem die Ungerechtigkeit immanent ist. Grisham geht in diesem Justizthriller sehr ins Detail des US-Rechtssystems, das muss man aushalten, nichtsdestoweniger wird hohe Spannung erzeugt; nicht unbedingt eine literarische Hochleistung, doch ein sehr routiniert geschriebener Pageturner und bestsellerverdächtig.
Langsam zurück zu alter Manier
von Lasszeilensprechen - 08.06.2020
Als der Anwalt Keith Russo in Seabrook, Florida ermordet wird, wird der junge Afroamerikaner Quincy Miller trotz mangelnder Beweise verhaftet und zu Tode verurteilt. Er schreibt einen Brief an einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht haben, unschuldige Menschen vor der Todesstrafe zu bewahren und aus dem Gefängnis herauszubekommen. Cullen Post übernimmt den Fall und gerät damit selbst in große Gefahr. Nachdem ich mit den letzten Büchern von John Grisham wenig warm geworden bin, war ich gespannt, wie es mir diesmal ergeht. Tatsächlich gefiel mir Die Wächter wesentlich besser, auch wenn es noch lange nicht an seine Bestseller rankommt. Warum ich es besser fand, als Forderung oder Das Bekenntnis ? John Grisham besinnt sich wieder mehr auf das, was er wirklich kann. Als Hauptfigur agiert der ambitionierte Anwalt Cullen Post, der sich auf Äußerste bemüht, ein Stückchen Gerechtigkeit im fehlerbehaften Justizsystem der Amerikaner zu schaffen. Diverse Gefängnisbesuche, Beschlüsse und Verhandlungen schaffen mal wieder einen komplexen Einblick in den Gerichtssaal und was sich darum reiht. Langsam zurück zur alter Spur finde ich allerdings deshalb, weil immer noch die Spannung nicht so sehr erzeugt wird, als dass einen das Buch richtig mitnimmt. Es gibt so viele Personen und zum Teil wenig sagende Situationen, die das Buch unnötig in die Länge ziehen und die Spannung damit dämpfen. So schwankte mein Interesse je nach Abschnitt mal zwischen super bis gelangweilt. Letztendlich fand ich jedoch die ganzen Hinweise zu fehlerhaften Beweislagen und die sehr persönliche Erzählweise sehr gut. Zumal der Fall, der auch wieder Rassismus thematisiert, realistisch wirkt und nicht aktueller sein könnte. 4 Sterne gibts von mir.
Rettet die Unschuldigen!
von mareike_liest - 24.05.2020
In den USA sitzen eine Vielzahl unschuldig Verurteilter im Gefängnis, einige von ihnen sogar in den Todeszellen. Für manche von ihnen wird die Guardian Ministries zur letzten Hoffnung. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zu unschuldig Verurteilten zu entlasten und zu rehabiliteren. Cullen Post übernimmt den Fall von Quincy Miller, der durch Falschaussagen zum Tode verurteilt wurde und seit 22 Jahren im Gefängnis sitzt. Doch als Post anfängt, nach den damaligen Zeugen zu suchen und diesen ins Gewissen redet, erscheinen auch die damals verantwortlichen Staatsbediensteten auf dem Plan .Und die sind von Posts Eifer alles andere als begeistert. Wie immer ein Grisham, der begeistert.
Zu Unrecht im Gefängnis
von Marianne - 04.05.2020
Cullen Post hat seine Berufung gefunden, doch der Weg dahin war steinig. Als Anwalt erleidet er einen Nervenzusammenbruch als er einen Jugendlichen verteidigen soll, der seine bösartige Tat überhaupt nicht bereut. Als Post sich erholt hat, entscheidet er sich Priester zu werden. Als er im Rahmen der Gefängnisseelsorge einen Gefangenen kennenlernt, der zu Unrecht verurteilt wurde, setzt er sich für ihn ein und hilft ihm freizukommen. Nun hat Post seine Lebensaufgabe gefunden. Er schließt sich einer gemeinnützigen Organisation an, die sich aufopfernd für unschuldige Gefangene einsetzt. Alle Unkosten werden durch Spendengelder gedeckt, denn die Gefangenen sind mittellos. Post lebt sehr bescheiden, denn er muss immer daran denken, wie viel schlechter es seinen unschuldigen Mandaten im Gefängnis geht. In diesem Buch erlebt der Leser mit, wie Post um die Freilassung von zwei Männern kämpft. Der Erste, dem Vergewaltigung und Mord zur Last gelegt werden, entgeht nur knapp einer Hinrichtung. Kurz danach kann Post eindeutig seine Unschuld beweisen. Er zögert den nächsten Fall anzunehmen, denn er weiß, dass er damit sein Leben aufs Spiel setzt. Es geht um Quincey, einem schwarzen Mann. Quincey sitzt schon seit zweiundzwanzig Jahren im Gefängnis, weil er seinen Scheidungsanwalt getötet haben soll. Post ist davon überzeugt, dass ein gefährlicher Drogenring hinter dem Mord steckt. Im Laufe der Vermittlungen erfährt er, wie skrupellos die Bande gegen Störenfriede vorgeht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Cullen Post erzählt, dem sympathischen Priester und Anwalt. Auch seine Mitarbeiter wachsen dem Leser schnell ans Herz, mit ihrer Selbstlosigkeit und Aufopferungsbereitschaft. Das Unrecht eines Systems, in dem Unschuldige verurteilt und gar getötet werden, ist verstörend. Im Anhang erklärt der Autor, dass dieses Übel der Wirklichkeit entspricht. Sehr viele dieser zu Unrecht Verurteilten sitzen jahrelang, von allen vergessen, im Gefängnis. Sie haben niemanden, der sich für sie einsetzt. An einigen Stellen ist der deutsche Text unverständlich, das liegt vermutlich an Übersetzung oder Lektorat. Schwierig sind auch die vielen Namen, die genannt werden. Vermutlich entspricht es den Tatsachen, dass ein Fall vor verschiedene Richter kommt, aber beim Lesen sind die Namen der vielen Richter, Anwälte und Klienten verwirrend. Anders als bei einigen anderen Bücher von John Grisham, ist das Ende vorhersehbar, und auch wenn die Geschichte spannend ist, ist sie nicht so dramatisch wie manche seiner anderen Werke. Trotzdem wurde mit diesem Buch ein wichtiges Thema sehr gut umgesetzt. Es ist gut, dass auf dieses großes Unrecht aufmerksam gemacht wird. Fazit: Ein weiteres lohnendes Buch eines beliebten Autors, mit liebenswerten Charakteren und einer wichtigen Botschaft. Sehr empfehlenswert!
Fesselnder und bewegender Justizthriller
von Hilal Türe - 04.04.2020
Zum Inhalt: Cullen Post ist Anwalt und Geistlicher zugleich und kämpft bei Guardian Ministries, einer kleinen gemeinnützigen Organisation mit sehr bescheidenen Finanzmitteln, für die zu Unrecht verurteilten armen Seelen, die jahrzehntelang in ihren Todeszellen einsitzen und hilflos auf ihr Ende warten. Quincy Miller ist so ein unschuldiger Häftling, der vor 22 Jahren für einen Mord verurteilt wurde. Angeblich soll er aus Wut seinen damaligen Scheidungsanwalt erschossen haben. Die Beweismittel sind mehr als dürftig gewesen und dennoch entging er mit einer Jury-Stimme ganz knapp dem endgültigen Todesurteil. Für Post beginnt eine Suche nach neuen Beweisen für Millers Unschuld. Doch diesmal begibt er sich auch selbst in Lebensgefahr, als er es mit einem Drogenkartell und korrupten Polizisten zu tun bekommt... Meine Leseerfahrung: Vorweg ist anzumerken, dass dieser Grisham einen eher ungewöhnlichen Schreibstil in der Präsenzform bietet, was dazu führt, dass man direkt in die Geschichte einsteigt und in dem rasanten Erzählstil gefangen ist. Nach den Vorgänger-Büchern war ich endlich froh, den Autor wieder auf Hochtouren zu erleben. Es ist aber dennoch kein typischer Justizthriller. Die Story ist angelehnt an eine tatsächlich existierende gemeinnützige Organisation namens Centurion Ministries und ist inspiriert von einem wahren Fall. So hat man hier eine ausgesprochen gute Mischung aus einer True-Crime Atmosphäre mit Cold-Case-Elementen, da ein über Jahrzehnte zurückliegender fiktiver Fall von Anfang an neu aufgerollt wird und eine gut durchdachte akribische Ermittlungsarbeit beginnt, bei der man quasi mit an Bord ist und alles hautnah miterleben darf. Demzufolge wirken sowohl die Charaktere als auch die jeweiligen Settings absolut authentisch.  Ich habe schon so einige Bücher gelesen, die sich mit Fehlurteilen des amerikanischen Justizsystems auseinandersetzen. Es ist ein absolut brisantes Thema, das schon seit Urzeiten ein großes Problem der amerikanischen Gesellschaft darstellt. Nicht selten sind unter den zu Unrecht Verurteilten junge Männer mit afroamerikanischen Wurzeln, was ich in Anbetracht der heutigen Zeit schockierend finde. Es zeigt, dass Rassismus immer noch tief verwurzelt in der amerikanischen Gesellschaft besteht und seit der abgeschafften Rassentrennung keinen Milligramm seiner Existenz in den weißen Köpfen eingebüßt hat. Nachdem ich so dermaßen gefesselt mit Quincy Millers Schicksal mitgelitten und -gefiebert habe, ob er seine wohlverdiente Freiheit tatsächlich auch wiedererlangt, war ich am Ende zutiefst aufgewühlt, dass ich sogar Tränen in den Augen hatte. Grisham verarbeitet gekonnt wahre Tatsachen in dieser bewegenden Story und zeigt wieder einmal auf, dass die amerikanischen Gerichte größtenteils immer noch geprägt von Vorurteilen sind. Zudem gewinnen wir einen verstörenden Einblick in die miserable Beweisführung der 90er Jahre, als völlig unterirdisch ausgebildete Sachverständige die Gerichte zu vielen untragbaren Fehlurteilen verleitet haben, weswegen so viele unschuldige Häftlinge in US-Gefängnissen sitzen. Und wieder einmal kann man sich nur glücklich schätzen, nicht in den Staaten zu leben... Fazit: Die Wächter ist ein absolut herausragender Grisham-Roman, der sich an die früheren erfolgreichen Bestseller des Autoren anknüpft und zeigt, wie großartig und fesselnd ein Justizdrama erzählt werden kann. Ein Muss für jeden Grisham-Liebhaber, aber auch ein guter Einstieg für Neu-Fans von Justizthrillern dieser Art.
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