Dein ist das Reich

Roman. 2. Auflage.
Buch (gebunden)
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Ein ungewöhnlicher Familienroman über ein verschwiegenes Kapitel deutscher Geschichte: die Beziehung zwischen christlichem Sendungsbewusstsein, Kolonialismus und Rassismus.

Die Familienerzählungen, die vom ländlichen Bayern an die Südsee führten, ware

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Produktdetails

Titel: Dein ist das Reich
Autor/en: Katharina Döbler

ISBN: 3546100093
EAN: 9783546100090
Roman.
2. Auflage.
Claassen-Verlag

3. Mai 2021 - gebunden - 480 Seiten

Beschreibung

Ein ungewöhnlicher Familienroman über ein verschwiegenes Kapitel deutscher Geschichte: die Beziehung zwischen christlichem Sendungsbewusstsein, Kolonialismus und Rassismus.

Die Familienerzählungen, die vom ländlichen Bayern an die Südsee führten, waren so behaftet mit Unglück und Nostalgie, dass sie, die Nachgeborene, sie stets von sich wies. Zumal die Großeltern auf der falschen Seite standen: Sie waren Kolonialisten, und zwar überzeugte. Doch jetzt will die Enkelin mehr wissen, sichtet die Spuren, die der Kolonialismus und zwei Kriege in ihrer Familie hinterlassen haben. Immer deutlicher entrollt sich vor ihr die exotische Welt Neuguineas, in die ihr Großvater Johann als abenteuerlustiger Missionar auszog, um die Heiden im Kaiser-Wilhelmsland zu bekehren. Eine vermeintliche Südsee-Idylle, geprägt von Bigotterie und Chauvinismus, in der sich die Wege vierer eigensinniger Menschen ihrer Großeltern schicksalhaft kreuzen. Klug und mit feinem Humor zeichnet die Erzählerin des Romans nach, wie die große Weltgeschichte über das kleine Leben der Familie hinwegfegt.

Portrait

Katharina Döbler, Jahrgang 1957, studierte Theaterwissenschaften, experimentierte als Kabarettistin und Punksängerin, schrieb das Theaterstück Schneeziegenmanöver (UA 2000) und Hörspiele. Als Journalistin arbeitet sie für den Rundfunk und Le Monde Diplomatique. 2010 erschien ihr viel beachtetes Romandebüt Die Stille nachdem Gesang. Die Autorin lebt in Berlin.

Leseprobe

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Pressestimmen

Ein sensibel und detailreich geschildertes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte, das man fasziniert liest. Ulrike Schädlich, Freundin

Gut recherchiert und spannend fiktionalisiert erzählt Katharina Döbler in 'Dein ist das Reich' von ihren Großeltern auf Gottes Mission in der deutschen Südsee. Edda Bauer, Galore

"DEIN IST DAS REICH wird die literarische Landkarte erneuern. Und sie um einen Ort, um einen Kontinent, auch eine Schuld erweitern." Elke Schmitter, Der Spiegel

Historisch aufklärend und emotional bewegend, vielschichtig und plastisch erzählt Katharina Döbler vom Kolonialismus in seiner konkreten Ausformung. Der Roman ( ) passt sehr gut in diese Zeit der Auseinandersetzung mit dem Rassismus und seinen Wurzeln. Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

In ihrem glänzend recherchierten und geschriebenen Familienroman Dein ist das Reich fragt Döbler nach den harten historischen Fakten hinter den sentimentalen Familienlegenden vom verlorenen deutschchristlichen Papua-Paradies. Sigrid Löffler, Falter

Diese breit ausgelegte, spannend komponierte und sehr informiert auch den kolonial-missionarischen Kern deutscher Vergangenheit offenlegende Familiengeschichte entfaltet ihre Aura durch die Fähigkeit Döblers, sich in die unterschiedlichen Charaktere insbesondere der Großeltern hineinzudenken. Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel

"....die bewegende und unerschrocken erzählte Geschichte einer deutschen Familie, und wie sie eine kollektive Wahnidee zu Tätern und Opfern gemacht hat."
Jörg Häntzschel, Süddeutsche Zeitung Jörg Häntzschel, Süddeutsche Zeitung

Katharina Döblers Roman kommt zur richtigen Zeit, um der deutschen Kolonialismusdiskussion Anschauungsmaterial zu liefern. Hans-Peter Kunisch, Die Zeit

Katharina Döbler erzählt die Lebensgeschichten ihrer vier höchst unterschiedlichen Protagonist:innen in einer geschmeidigen, stilsicheren Sprache. Mit den Mitteln der Empathie, aber auch mit liebevollem Humor erschließt sie ihr Denken und Fühlen, ihre Sehnsüchte, Träume und Irrwege und entwirft wie nebenbei ein Zeitpanorama vom Kaiserreich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Oliver Pfohlmann, taz

Daraus hat Katharina Döbler einen aufregenden Roman gemacht, der klug und emotional packend persönliche Schicksale und Weltgeschichte der vergangenen rund 120 Jahre reflektiert. Peter Claus, Die Rheinpfalz
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Stefan G.
von Stefan G. - Hugendubel Buchhandlung Frankfurt am Main Steinweg - 10.07.2021
Katharina Döbler erzählt eine ungewöhnliche Familiengeschichte während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die die Protagonisten bis ins koloniale Neuguinea führt. Döblers Roman hat mir sehr gut gefallen und ihr erzählerischer Ton mich von der ersten Seite an begeistert!
Bewertungen unserer Kunden
Schwierig zu lesen
von raschke64 - 21.07.2021
Deutsche Kolonialgeschichte - hier speziell in Neuguinea - da gibt es nicht viele Bücher außerhalb von Sachliteratur. Umso mehr war ich auf dieses Buch gespannt. Doch um es vorwegzunehmen - ich wurde enttäuscht. Die Autorin beschreibt die Geschichte ihrer Großeltern: Marie, Heiner, Linette, Johann (Namen wurden von ihr geändert). Diese werden über eine christliche Mission als Missionare nach Neuguinea, speziell Kaiser-Wilhelms-Land, geschickt. Sie unternehmen die Reise aus ganz unterschiedlichen Gründen. Johann ist überzeugt, Heiner reizt das Land und die Bearbeitung dessen, Marie muss eher unfreiwillig heiraten. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen und jeder der Personen ist anders, teilweise passen sie eigentlich gar nicht zusammen. Sie fühlen sich überlegen (dem Zeitgeist entsprechend) gegenüber den "Wilden", lernen kaum die Sprache des Landes und pochen auf ihre christlichen Überzeugungen. Aus heutiger Sicht - und das Geschilderte ist gerade mal 100 Jahre her - ist es schon erschreckend. Aber damals war es normal. Die Autorin übernimmt das - anfangs war das für mich ungewöhnlich. Doch natürlich wollte sie die damaligen Sichtweisen so authentisch wie möglich schildern. Allerdings kommt das alles eher als ein Sachbericht bei mir an. Nicht wie ein Roman. Die Figuren blieben irgendwie "kraftlos". Die zeitliche Einordnung der wechselnden Kapitel fällt schwer. Das Lesen ist irgendwie zäh und meine Empathie mit den Personen hält sich in engen Grenzen. Dazu werden sehr oft Fotos benannt - und diese dann ganz ausführlich beschrieben. Das fand ich furchtbar ermüdend. Ich musste mich oft zum Weiterlesen zwingen bzw. habe auch Seiten quer gelesen. Das ist schade, denn das Thema ist an sich interessant. Die Umsetzung allerdings - da hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Ich möchte niemanden vom Lesen abhalten, kann es aber auch niemandem empfehlen.
Spannende Einblicke in ein wenig beachtetes Kapitel deutscher Geschichte
von Karinita - 05.07.2021
Die Autorin Katharina Döbler erzählt mit schöner Sprache die Geschichte ihrer eigenen Vorfahren und beleuchtet ein vergleichsweise wenig beachtetes Kapitel deutscher Geschichte, die Kolonialzeit, auf spannende Art und Weise. Ich bin der Erzählerin gern gedanklich gefolgt, weg aus Bayern in die Welt ihrer Großmutter Linette nach Neuguinea, wo sie nach dem ersten Weltkrieg als Missionarsfrau gelebt hat. Schon allein die Schilderungen dieser für die junge Frau ganz fremden, exotischen Welt und wie sie auf sie gewirkt hat, haben mich sehr beeindruckt. Das Buch ist also nicht nur historisch interessant, sondern auch eine Reise in eine andere Ecke unserer Erde, und nicht zuletzt ist es auch eine spannende Familiengeschichte, geprägt von vielen Aufbrüchen und Neuanfängen und den schwierigen Lebensumständen einer Generation zwischen zwei Weltkriegen.
enttäuschend
von nonostar - 29.06.2021
Katharina Döbler erzählt mit Deiin ist das Reich die - teilweise fiktionalisierte - Geschichte ihrer Großeltern. Diese waren Teil der Missionarsbewegung , die in Neuguinea, die Ende des 19. Jahrhunderts das Kaiser-Wilhelm-Land übernahmen. Dieser Teil der deutschen Geschichte ist nicht oft Gegenstand von Büchern, weswegen ich sehr gespannt war, was Döbler darüber zu erzählen hat. Die Kolonialisten waren überzeugt von ihrer Arbeit, sie wollten die heidnischen Ureinwohner bekehren und dem christlichen (protestantischen) Glauben zuführen, sie aus ihrer niederen und unzivilisierten Welt befreien. Nur ihr Weg hin zum Glauben war der richtige, die abergläubischen und heidnischen Riten wurden als Teufelswerk verbannt. Die Missionare stehen oben, die anderen Völker unten. Dies hat zur Folge, dass die damaligen Ansichten geprägt waren von Vorurteilen sowie herablassenden und rassistischen Äußerungen. Was damals Gang und Gäbe gewesen sein mag, hat heute für mich keinen Platz mehr in Literatur. Doch leider übernimmt Döbler diese Ausdrucksweise nahezu unkommentiert. Sie schreibt zwar Sie hatte dabei geholfen, den Neuguineern den Schmerz der Unterlegenheit zuzufügen, ihnen ihre Würde zu nehmen und ihr Land und ihre Kultur. Das war Beihilfe zu einem weitreichendem Verbrechen, das nur zu verdammen war, und ich verdammte es, aus vollem Herzen. , doch solche Vorwürfe werden erst ab ca. 60% des Buches verstärkt eingebracht. Das ist für mich zu spät und ich finde, in der heutigen Zeit muss man hier kritischer und bedachter schreiben. Man kann das Gefühl und Verhalten von damals auch anders verdeutlichen. Hätte mich nicht schon die Sprache enorm abgeschreckt, so wäre ich spätestens beim Aufbau des Buches ins Stolpern geraten. Döbler schreibt in Form der Enkelin, die die Geschichte ihrer Großeltern entdeckt. Letztere erarbeitet sie in Form eines Berichtes, der das Leben der Großeltern vor und während der Kolonialisierung schildert. Diese Berichte sind immer wieder durchbrochen von kürzeren Passagen der Ich-Erzählerin, in denen sie mehr oder weniger die Gegenwart schildert. Leider herrscht zwischen beiden Erzählsträngen ein nahezu fließender Übergang, so dass es mir oftmals - v.a. am Anfang - schwer fiel, direkt zuzuordnen, in welcher Zeit und bei welchen Protagonisten ich mich jetzt befinde. Beim Wechsel von der Gegenwart zur Kolonialzeit streut sie Bilder ihrer Großeltern ein. Diese Bilder werden dem Leser jedoch nicht direkt gezeigt, sondern lediglich in ausführlichen Worten beschrieben. Dieses Stilmittel ist zwar ungewöhnlich, hat mich aber eher genervt als dass es mir für den Lesefluss geholfen hätte. Größtenteils habe ich diese Absätze dann auch einfach übersprungen. Auch das Leben in der Kolonie, die familiären und nicht-familiären Beziehungen, der Umgang mit den Ureinwohnern werden sehr ausschweifend geschildert. Das Erzählte fühlt sich oftmals zäh an und so habe ich für diese 430 Seiten auch sehr lange gebraucht, da ich mich immer wieder zum Weiterlesen aufraffen musste. Döbler hat es nicht geschafft, mir ihre Figuren oder deren Leben in irgendeiner Form näher zu bringen, niemand sticht so wirklich heraus und so vermischt sich oft alles. Bei den Dialogen verzichtet Döbler auf jegliche Anführungszeichen, was mich jedoch nicht wirklich gestört hat. Viele hatten damit Probleme, doch die redenden Personen erschließen sich gut fand ich. Dein ist das Reich endet mit dem 2. Weltkrieg und im Unterschied zu den vorherigen Aspekten des Buches mochte ich Döblers Herangehensweis ehier sehr. ZUm ersten Mal konnte ich eine Art Verbindung zu den Figruen aufbauen, ich konnte ihre Gedanken nachvollziehen. Sehr eindrücklich schildert sie hier das Aufkommen Hitlers, den die beiden Hauptfamilien erst aus der Ferne und später hautnah miterleben. Die Abscheu der einen und die Begeisterung des anderen stehen sich hier gegenüber. Ich hätte mir gewünscht, dass Döbler auch den Rest des Buches über so intensiv und lebensnah aufgebaut hätte. Doch leider ist Dein ist das Reich in dieser Form weitestgehend eine Enttäuschung.
Eine Familiengeschichte vor dem Hintergrund der Kolonialzeit
von Helena H. - 21.06.2021
"Wie viele andere hatte ich das familiäre Kreisen um eine Vergangenheit satt, die nie greifbar wurde. Eine Vergangenheit, die wie ein Geisterschiff aus einem opaken Nebel auftauchte, kaum dass die Familie versammelt war." Fiktive Literatur, die sich mit der deutschen Kolonialgeschichte befasst, ist äußerst rar. Umso gespannter war ich auf Katharina Döblers Roman ¿Dein ist das Reich¿. Bereits das Buchcover ist ein wahrer Blickfang: Vor schwarzem Hintergrund sieht man blaulilaschillernde Palmenblätter. Es lässt erahnen: Die deutsche Kolonialgeschichte ist ebenso dunkel wie schillernd. Dazu kommt der ausgeklügelte Titel. "Dein ist das Reich" - ein Zitat aus dem Vaterunser, übertragen auf die deutschen Missionare, die das Wort Gottes den "unzivilisierten" Völkern brachten und gleichzeitig deren Reich zu ihrem eigenen machten, von der Arbeitskraft der "Wilden" und der Flora profitierten. Bei "Dein ist das Reich" handelt es sich um Autofiktion. An den Anfang des Buches ist ein Familienstammbaum gesetzt worden. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Großeltern der Erzählerin, die gleichzeitig die Autorin ist. Wie man der Danksagung der Autorin am Ende des Romans entnehmen kann, sind zumindest die Namen geändert worden. Die Erzählerin spricht in Ich-Form, erzählt aus ihren Erinnerungen, die insbesondere um ihre Großeltern väterlicherseits, Marie und Heiner, und die Großmutter mütterlicherseits, Linette, (der Großvater mütterlicherseits, Johann, ist Ende des Zweiten Weltkrieges gestorben) kreisen. Das meiste erfährt sie von Linette, die ihrer Enkelin viel erzählt - doch sind diese Erzählungen oftmals von Ort und Zeit entkoppelt, sodass die Zuhörerin erst mit der Zeit das Erzählte in einen Kontext zu stellen vermag. Die Erzählerin geht folgendermaßen vor: Sie greift auf eine Erinnerung aus ihrer Kindheit, Jugend oder Erwachsenenzeit zurück, beschreibt ein Bild aus dem Familienalbum, um so dann in die Zeit der Fotoentstehung überzuleiten - dabei wird die Ich-Erzählerin von einem personalen Erzähler abgelöst, der abwechselnd aus Maries, Heiners, Linettes und Johanns Perspektive berichtet. Wie viel auf Fakten und Erzählungen beruht und wie viel der Phantasie der Autorin entsprungen ist, bleibt dabei ungewiss. Vieles dürfte auf der Vorstellungskraft der Autorin beruhen. Deshalb ist ¿Dein ist das Reich¿ als Roman angelegt und als solcher auch zu verstehen. Die einzelnen Figuren zeichnet Katharina Döbler authentisch und lebensecht. Sie sind greifbar, menschlich und charakteristisch, sodass man als Leser leicht in ihre Perspektiven eintaucht. Weniger greifbar bleibt dabei der Kontext des Kolonialismus, zu sehr bleiben die Einheimischen von Papua-Neuguinea - damals in die drei Zonen Holländisch-Neuguinea, Britisch-Neuguinea und Kaiser-Wilhelms-Land aufgeteilt ¿ im Hintergrund. Natürlich ist es schwer von Geschehen zu erzählen, die man nicht selbst miterlebt hat. Doch auch für mich als Leserin war es ein zähes Unterfangen, in die Geschichte einzutauchen und dem Geschehen zu folgen. Erschwert wurde es mir zusätzlich durch fehlende Anführungszeichen bei direkter Rede. Höchste Konzentration ist bei diesem Buch geboten, die mir stellenweise gefehlt hat, weshalb ¿Dein ist das Reich¿ zu einer zähen Lektüre für mich wurde. Nichtsdestortrotz bewundere ich die Autorin sehr dafür, dass sie ein derartig schwieriges Unterfangen unternommen und zu Ende geführt hat. Dafür gebührt der Autorin der allerhöchste Respekt und vielleicht werde ich den Roman bei einer zweiten Lektüre in der Zukunft mehr genießen können.
Deutsche Familien in Papua Neu Guinea, vielleicht etwas langatmig
von dj79 - 13.06.2021
Der Familienroman von Katharina Döbler thematisiert das Leben von deutschen Missionaren und ihren Umgang mit den Einheimischen in Papua Neu Guinea. Die ursprünglich aus der Umgebung von Neuendettelsau stammenden Familien Mohr und Hensolt begeben sich nach dem Ersten Weltkrieg ins sogenannte "Kaiser-Wilhelmsland", um dort die Heiden zu bekehren. Begleitet von einem starken Glauben, einem aus heutiger Sicht extrem konservativen Erziehungsparadigma und ein bisschen Abenteuerlust treten zunächst die Herren die wochenlange Reise an. Die Frauen werden nach einigen Jahren nachgeholt. Vieles von dem Gelesenen ist heute unvorstellbar wie die Missionierung an sich und die selbstverständliche Ausnutzung der Papua als Arbeitskräfte auf den Plantagen. In einer geradlinigen, sachlichen Erzählweise berichtet die Ich-Erzählerin auf Basis von Fotos und Erinnerungen ihrer Verwandten von dem teilweise entbehrlichen und beschwerlichen, aber auch recht exotischen Leben zwischen Finschhafen, Heldbach und Sattelberg. In meiner Wahrnehmung ist die Erzählerin dicht an den Erinnerungen geblieben, wodurch manches im Ungefähren bleibt, möglicherweise geschönt wirkt. Es wird zwar von Züchtigung und einer Art Verbannung berichtet, Details dazu werden ausgelassen, wodurch die Wahrheit im Nebel verschwommen bleibt. Interessant war die Geschichte für mich trotzdem. Die langen Zeithorizonte zwischen Verlobung und Hochzeit bzw. zwischen der Ausreise der Männer und Nachholen der Frauen, die Partnerwahl überhaupt waren unglaublich für mich. Irgendwie angenehm fand ich die Festigkeit im Glauben der Protagonisten, ich kenne niemanden, der sich allein mit Hilfe des Glaubens selbst so viel Hoffnung machen kann. Erfrischend war zudem das Setting der Geschichte in Papua Neu Guinea. Es ist eher selten, dass deutsche Familiengeschichten zwischen den Weltkriegen so weit entfernt vom Heimatland erzählt werden. Die knapp fünfhundert Seiten waren durch die langen Kapitel nicht immer einfach zu lesen. Die Sprache war nicht zu anspruchsvoll, durch den sachlichen Stil war der Roman für mich jedoch etwas langatmig. Dennoch empfehle ich die Lektüre. Der Roman gewährt Einblicke, die einem in den Mainstream-Berichten dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte ansonsten verborgen bleiben.
Auf Südsee-Mission
von Webervogel - 05.06.2021
"Dein ist das Reich" - was für ein mächtiger Titel. Er scheint gleich auf Mehreres anzuspielen: auf das Gottvertrauen der Protagonisten, aber auch auf das Reich Gottes, das sie den Papua auf Neuguinea nahebringen wollen. Die Idee, in ein fremdes Land einzudringen und den Einheimischen die eigene Kultur aufzuzwingen, könnte ebenfalls mitschwingen. Denn um all das geht es in diesem Buch, in dem die Autorin Katharina Döbler ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet. 1913 verlassen Döblers spätere Großväter Heiner Mohr und Johann Hensolt ihre fränkische Heimat und begeben sich auf eine lange Schiffsreise - noch nicht ahnend, dass sie dadurch dem Ersten Weltkrieg entgehen werden. Die jungen Männer sind von dem lutherischen Missionswerk in Neuendettelsau entsandt und auf dem Weg nach Kaiser-Wilhelms-Land, wie die deutsche Südsee-Kolonie heißt. Johann wird dort als Missionar arbeiten und Heiner als Pflanzer für die Bewirtschaftung einer Palmenplantage verantwortlich sein. Beide sind erst Anfang zwanzig. Nach dem Ersten Weltkrieg wird die Kolonie australisches Mandatsgebiet, doch die deutschen Missionsabgesandten dürfen bleiben und sogar ihre Bräute aus Deutschland nachholen. Marie und Linette sind grundverschieden und lernen sich auch erst viele Jahre später kennen, da die Familien in unterschiedlichen Teilen Neuguineas leben. Doch ihre Kinder, von denen sich zwei - Döblers Eltern - nach dem Zweiten Weltkrieg verloben werden, eint die Sehnsucht nach dem inzwischen verlorenen Paradies. Man kann sich heute kaum vorstellen, wie es ist, die Heimat zu verlassen, um in einem Land zu leben, das man nur von ein paar Reiseberichten und Schwarzweißfotografien kennt. Und dann geht es noch nicht mal "nur" um das Leben in der Fremde, sondern sie soll auch noch nach deutschen Vorstellungen bewirtschaftet und gestaltet werden, die indigenen Völker erzogen und missioniert. Die vier Franken glauben an ihren Auftrag, gehen mit der Herausforderung jedoch so unterschiedlich um wie mit dem später aufkeimenden Nationalsozialismus. Döblers Roman tastet sich behutsam an die fiktionalisierten Schicksale ihrer Großeltern heran. Immer wieder werden alte Fotos und ihre Erinnerungen an Gespräche mit Familienangehörigen beschrieben. Doch am Lebendigsten lesen sich die Geschehnisse in Neuguinea. Was Kolonialismus bedeutet, wie Mission funktioniert - oder eben auch nicht: Döbler macht diese Themen nahbar. "Dein ist das Reich" ist keine leichte oder bequeme Kost, der koloniale Rassismus und die Verkennung der politischen Entwicklung schmerzen ab und zu richtiggehend. Die unterschiedlichen Haltungen von Linette, Johann, Marie und Heiner regen außerdem zum Nachdenken an: Welche Irrungen sind im historischen Kontext nachvollziehbar - und welche nicht? Was macht Macht mit Menschen? Eine spannende Ergänzung wäre die Sicht der Papua auf die beschriebenen Missionsabgesandten, doch diese hätte den Roman sicher gesprengt. "Dein ist das Reich" zerrt ein Stück eher unbekannter deutscher Kolonialgeschichte ans Licht, gewährt einen vielschichtigen Zugang dazu und trägt dazu bei, es vor dem Vergessen zu bewahren.
Deutsche Missionare in Neuguinea - ihre Mission und ihr Ende
von Kaffeeelse - 31.05.2021
Dieses Buch ist ein Knaller. Diese Formulierungen, diese Schreibe hauen mich richtig um. Katharina Döbler trifft mit ihrer Art der Schreibe genau meinen Nerv. Dabei ist dieses Buch nicht ganz einfach geschrieben. Katharina Döbler erzählt die Geschichte ihrer Familienangehörigen, dabei webt sie aber immer wieder ihre eigenen Gedanken in die Geschichte mit ein und man muss wirklich sehr aufpassen, von wem das Geschriebene jetzt herkommt. Dabei schreibt sie nicht nur, dieses Buch ist autobiographisch, zeigt die Geschichte der Familie Döbler, beruht auf wahren Begebenheiten. Aber nicht die ganze Geschichte. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem missionarischen Handeln der Familie Döbler in Neuguinea. Dabei beschreibt Katharina das Handeln der Missionare recht sarkastisch, beschreibt aber auch das Leben der Einwohner Neuguineas recht anschaulich, erwähnt verschiedene Gruppen der über tausend verschiedenen papuanischen und melanesischen Stämme, verdeutlicht ihr Leben, vor den Missionaren und mit diesen, verdeutlicht die Konflikte und die falschen Interpretationen südseeischen Lebens seitens der deutschen Missionare. Die ja auch Menschen mit recht eingeengten Lebenssichten sind, was uns auch heute noch begleitet. Leider!!! Dabei landen die verschiedenen Mitglieder der Familie auch an verschiedenen Stellen der Insel und beschreiben dabei auch verschiedene Gruppen der Bewohner, bewohnen dabei aber auch von verschiedenen Mächten kolonisierte Gebiete in Neuguinea. Dabei fehlt natürlich auch das politische Kalkül nicht. Das Buch ist ein Plädoyer gegen den Kolonialismus, gegen die Missionierung und für die Menschlichkeit! Ein wichtiges und richtiges Buch! Zeigt es doch auch den deutschen Kolonialismus und das Erstarken der Nationalsozialisten in der damaligen Zeit und es verdeutlicht den Charakter dieser politischen Gruppierung. Und dieses Buch zeigt hervorragend die Natur des Menschen, den Wolf in all seiner schillernden Art! Ein Buch, dem ich viele viele Leser wünsche und das eigentlich genau zur richtigen Zeit kommt!!!
Weltgeschichte trifft Familiengeschichte - eine Aufarbeitung
von xxconny - 25.05.2021
Die Cover-Gestaltung des Buches ist sehr schön gemacht. Die bunten Farben auf schwarzem Grund stechen gut ins Auge. Die Autorin arbeitet mit dem Roman ihre Familiengeschichte auf. Sie beschäftigt sich mit der Kolonialisation und der Mission, die in der Generation ihrer Großeltern die Familien- und die Weltgeschichte prägten. Die Charakter der Figuren sind gut ausgearbeitet und lassen einen Einblick in rassistische Denkmuster zu, mit denen man sich als weiße Person sonst wenig beschäftigen muss. Das finde ich großartig, weil es helfen kann, diese Denkmuster zu durchbrechen, wenn man sie hinterfragt. Insgesamt ist das Buch wenig spannend geschrieben, was vielleicht den Einen oder Anderen im Lesefluss stört, ich finde das jedoch nicht weiter schlimm, weil es zur Geschichte und den Inhalten passt. Insgesamt findet die Autorin eine sehr gute Form, die wahren Begebenheiten und Eigenschaften ihrer Familie so zu erzählen, dass sie für den Leser/die Leserin gut nachvollziehbar sind und regt zum Hinterfragen der Geschichte, der Kolonialisation, der Mission und ihrer Denkmuster an. Das ist ein wertvoller Beitrag zur aktuellen Debatte!
Unser ist das Reich, und die Folgen bis heute...
von dbrown - 25.05.2021
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland, waren für arme Bauernsöhne und Töchter die Kolonien in Papua Neuguinea, die einzige Möglichkeit aus dem Land zu kommen, und ein Leben freier als zu Hause zu führen. Der Weg führte über die evangelische Mission ausgehend von Neuendettelsau in Mittelfranken. So beginnt die Familienchronik der Autorin Katharina Döbler. Deren Großmutter, immer ein wenig anders und voller Geschichten, führt die Autorin in eine andere sehr fremde, sehr unbekannte Welt. Als junge Braut eines Missionars bekommt sie eine Ausbildung um ihrem Gatten hilfreich zur Seite stehen zu können. Doch wird sie erst nach Ende des ersten Weltkrieges aufbrechen um das Ehegelöbnis einzugehen. Anhand der eigenen Familiengeschichte erzählt die Autorin die unrühmliche Kolonialgeschichte des deutschen Kaiserreiches in Papua Neuguinea. Die Verquickung von armen Deutschen und kolonialisierten sogenannten Wilden mittels Missionierung um an Resourcen zu gelangen, die Europa und Deutschland nur durch Ausbeutung anderer Länder und deren Bewohner erreichen konnte zeigt die fatalen Auswirkungen, die uns Europäer bis heute prägt. Und nicht nur das, denn auch die Nachgeborenen der betroffenen Länder leiden auch heute noch unter diesen teilweise sehr brutalen Einbrüchen ihrer Zivilisationen. Wer sich für diesen Teil unserer Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts aus der Sicht der Auswanderer und deren Erlebnisse interessiert, ist hier gut bedient. Allerdings sollte man sich auf einen komplexen Roman, mit vielen Zeitsprüngen und Sichtweisen einstellen. Nicht leicht zu lesen, jedoch hoch interessant.
Menschenfischer
von Moma58 - 25.05.2021
Katharina Döbler nahm mich auf 480 Seiten in eine völlig fremde Welt und in ein absolut fremdes Metier mit. Ich habe mich darauf eingelassen und es mit keiner einzigen gelesenen Seite bereut. Es ist kein Roman - es ist ein Werk. Zum Inhalt: Aus dem damals verschlafenen bäuerlichen Neuendettelsau brechen vier junge Leute, voller Tatendrang und Gottes Wort im Gepäck als Missionare nach Neuguinea auf. Mit ihnen erlebe ich als Leserin eine ungewöhnliche und bewegende Familiengeschichte über zwei Kriege hinweg. Die Geschichte spielt in einer bunten, exotischen, entbehrungsreichen, arbeitsreichen aber zufriedenen Welt. Aber die vier waren Kolonialisten ... Ein in Büchern selten beschriebenes Thema in einer selten beschriebenen Landschaft. Eine Geschichte, die von zwei Seiten aus zwei Sichten erzählt wird. Einmal von den Missionaren und deren Frauen und einmal von Linettes Enkeltochter, die in Rückblicken und aus der Erinnerungen ihrer Großmutter erzählt. Die Missionare brachten allerdings nicht nur Gottes Wort nach Neuguinea, sie brachten auch Krankheiten und die allzu deutsche Lebensart dorthin. Besonders erwähnenswert sind für mich die detailgenau beschriebenen Schwarzweiß-Fotos, die die einzelnen Abschnitte bereichern. Der nicht immer ganz einfache Schreibstil deckt die Zeitspanne von zwei Kriegen facettenreich ab und schildert bewegend und emotional das damalige Leben im vermeintlichen Paradies. Unbedingt lesenswert weil: Ein selten be- und geschriebenes Thema, interessant und ungewöhnlich aufbereitet.
Unbekannte Kolonialgeschichte
von usto - 24.05.2021
Deutsche Missionare in Neuguinea zwischen 1913 und dem zweiten Weltkrieg- ein wirklich interessantes Thema. Die Personen werden authentisch dargestellt und man kann ihre Aktionen nachvollziehen, auch wenn sie nicht nach den eigenen Vorstellungen handeln. Was mir nicht gefällt, ist, das die Erzählerin (die Enkelin der handelnden Personen) ihre Verwandtschaft ständig beurteilt. Natürlich ist die eigene Entwicklung immer in der Gescichte der Eltern begründet. Aber die Gedanken darüber könnte sich der Leser selber machen. Außerdem springt das Buch ständig zwischen verschiedenen Personen und Handlungsorten hin und her, was das Lesen manchmal etwas mühsam macht. Insgesamt ist das aber trotzdem ein lesenswertes Buch, das einen Einblick in das Leben und Denken der Leute gibt, die auszogen, um den Glauben in die Welt zu tragen.
Mission impossible
von Kassandra - 22.05.2021
Katharina Döblers Protagonistin Linette hat einen interessanten Familienstammbaum. So weit weg von Neuendettelsau wie nur möglich, zog es beide Großelternpaare, nämlich nach Papua-Neuguinea zu den "Wilden". Und es ist auch die Geschichte der Autorin. Ihre Eltern waren tatsächlich die Kinder von Missionaren und sind laut einem Interview mit Katharina Döbler, nie so richtig in Deutschland angekommen. Das gab Anlass für Forschungen, die sie weit in die Vergangenheit führten. Die damalige Kolonie "Kaiser-Wilhelmsland" wurde von Missionaren, Händlern, Bauern und Soldaten aus Deutschland heimgesucht, um das Land auszubeuten und die "Eingeborenen" dem "rechten Glauben" zuzuführen. Das liest sich authentisch, wortreich und in großer Detailfülle. Ein üppiges Bouquet aus Erinnerung und Analyse. Die Autorin schafft es, anschaulich zu vermitteln, wie man damals dachte und fühlte, ohne dem jedoch Beifall zu zollen oder sich darüber zu erheben. Für mich klingt ihre Kritik am damals herrschenden Welt-und Menschenbild angenehm sachlich bei allem Aberwitz, der beschrieben wird. Das ist wirklich toll gemacht. Was mir gar nicht gefallen hat war, dass die wörtliche Rede nicht nicht durch Satzzeichen verdeutlicht wurde, was meinen Lesefluss erheblich gestört hat. Ich musste die Geschichte schon sehr aufmerksam lesen, immer wieder verhakte sich mein Geist im mäandernden Erzählstrom und ich wusste nicht mehr recht, wer denn nun wer ist. Ein gewaltiges Sittengemälde in einer sehr eigenen, aber stimmigen Sprache ist entstanden. Wer danach noch immer eine romantische Vorstellung von Mission und Kolonialisierung hat, dem ist nicht zu helfen.
Wessen Reich???
von R M - 19.05.2021
Das Buch Dein ist das Reich von Katharina Döbler erzählt die Geschichte von zwei Familien, die in der Zeit der Weltkriege als Missionare in Papua Neuguinea leben. Das Cover verrät absolut gar nichts zum Inhalt, finde ich. Auch der Titel ist mehrdeutig und geheimnisvoll, was mir Lust gemacht hat auf das Buch. Das Thema finde ich hochspannend. Ich weiß relativ wenig über diese geschichtlichen Zusammenhänge, man bekommt einen neuen Blickwinkel auf die nationalsozialistische Zeit. Zwischenzeitlich hat der Roman einige Längen, in denen nicht sehr viel passiert, was aber andererseits gut in der Stimmung führt, die damals dort herrschte. Die Protagonisten sind durchweg interessante Persönlichkeiten, deren Lebenswege zwar verwoben, aber dennoch ganz unterschiedlich sind. An manchen Stellen musste ich mich konzentrieren, um zu wissen, um wen es gerade geht...
Interessante Familiengeschichte zur Zeit des deutschen Kolonialismus
von Anonym - 19.05.2021
Dieser Roman handelt von der tatsächlich existenten Neuendettelsauer Mission, die seit den 1880er Jahren ihre Missionare aus Bayern nach Papua-Neuguinea, dem damaligen Kaiser-Wilhelms-Land, zum Zwecke der Missionsarbeit entsandte. Zwei solcher Missionsfamilien sind die Mohrs und die Hensolts, deren Familiengeschichte in dem Zeitraum 1913 bis 1948 in der Gegenwart die Ich-Erzählerin, eine Nachfahrin, erzählt. Ihre Schilderungen gründen dabei auf Erzählungen ihrer Großmutter und anderen zahlreichen Verwandten sowie aufgefundener Fotos. Ich habe sie als sehr lehrreich empfunden. Unsere heutige Ansicht über Missionierung, die uns an Kolonialismus, deutsche Überlegenheit, christliches Sendungsbewusstsein und Bekehrung denken lässt, findet leider zumeist Bestätigung. Das Leben der Deutschen in der tropischen Südsee mutet sehr abenteuerlich und exotisch an, fast märchenhaft. Und so liest sich die Geschichte auch, soweit sie den in Übersee spielenden Teil betrifft. In krassem Gegensatz dazu steht das Leben der Familie in Deutschland, wohin sie zum Teil schon in den 1930er Jahren, zum Teil nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrt ist. Hier hatte der Nationalsozialismus auch unter den Missionaren großen Einfluss. Bis in die Gegenwart tun sich nie geheilte Verletzungen innerhalb der Familie auf, weil die Kinder ohne die Eltern nach Deutschland zur Schulausbildung geschickt wurden und in Heimen und bei Pflegeeltern aufwuchsen. Heranwagen sollte sich an das Buch nur jemand, dem es nicht zu beschwerlich ist, sich durch die verworrenen Beziehungen der Romanfiguren untereinander zu kämpfen. Eine große Hilfe sind dabei aber der Stammbaum und eine geografische Karte am Buchanfang. Erschwerend kommt hinzu, dass wörtliche Rede überhaupt nicht kenntlich gemacht ist. Auch die religiösen Ausführungen müssen evtl. wiederholt gelesen werden, um sie verstehen zu können. Das Buch ist sehr empfehlenswert.
Gottes Wort in Neuguinea
von S.Kuehn - 19.05.2021
Dein ist das Reich von Katharina Döbler ist eine Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Die Autorin verarbeitet hier die Geschichte ihrer Großeltern, die viele Jahre in einer deutschen Kolonie in Neuguinea verbrachten. Die Zeitspanne umfasst beide Weltkriege. Das Buch muss sehr aufmerksam gelesen werden, da hier verschiedene Erzählstränge von den Familien Reinhardt und Mohr ausgearbeitet werden und auch von verschiedenen Zeiten berichtet wird. Es dauerte lange, bis ich den Archipel der Geschichten im Meer des familiären Schweigens zu erforschen begann. Die Autorin berichtet hier anhand von Fotos, die sie genau beschreibt, von Tagebüchern, erzählten Überlieferungen und eigenen Recherchen. Am Anfang steht ein Stammbaum, der zur Erfassung der Geschichte sehr hilfreich ist und auf den Buchdeckeln sind innen auch Karten der Kolonialreiche abgebildet. Viele Jahre Geschichte und auch Missionstätigkeit werden hier sehr lebendig und anschaulich geschildert. Dadurch, dass die Enkelin aus heutiger Zeit erzählt und durchaus eine kritische Sicht auf die Dinge hat, entsteht hier ein ganz besonderer Erzählstil, dem sich aber durchaus gut folgen lässt. Die sachliche Herangehensweise macht auch sehr emotionale und tragische Erlebnisse ertragbarer. Vieles aus dieser Zeit der Kolonialisierung und auch der Missionare und den Hintergründen der Menschen, die so fern ihrer Heimat ihre Lebenspflicht sahen, ist mir hier erst verständlich geworden. Ein Buch, für das man sich Zeit und Ruhe nehmen muss, damit es funktioniert, mir hat es sehr gefallen.
Interessantes Thema, aber der Schreibstil ist nicht meiner
von Nerwen_1205 - 18.05.2021
In "Dein ist das Reich" arbeitet die Autorin ihre eigene Familiengeschichte auf. Ihre Großeltern waren in der Missionsarbeit in der deutschen Kolonie in Neuguinea beschäftigt. Ihre Geschichte wird über mehrere Jahre verfolgt, beginnt vor dem ersten Weltkrieg und endet nach dem zweiten Weltkrieg. Die Erzählstruktur ist komplex. Mamchmal erinnerten mich die Schilderungen eher an einen Bericht. Die Geschichte wird aus der Perspektive unterschiedlicher Personen und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Die Autorin wechselt häufig unvermittelt zwischen den Perspektiven und Zeiten. Ebenso gibt es einige Längen. Ich habe das Lesen daher als mühsam empfunden. Ich musste häufig Lesepausen einlegen und habe daher verhältnismäßig lange für dieses Buch gebraucht. Aufmerksames Lesen ist auf jeden Fall notwendig, um der Geschichte folgen zu können. Auf der anderen Seite ist das Thema interessant. Das Buch befasst sich mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte, das aus meiner Sicht zu wenig aufgearbeitet wird. Ich finde es mutig, dass sich die Autorin mit der Beteiligung ihrer eigenen Familie am Kolonialismus und der Missionsarbeit (später auch die Unterstützung der Nazis thematisiert) befasst - vor allem da (oder vielleicht gerade weil) sie damit hadert. "Dein ist das Reich" bietet jedenfalls einen interessanten Einblick in das Innenleben der Missionare und ihre Überzeugungen sowie das Leben in den ehemaligen Kolonien. Es ist erschreckend wie abfällig, ja sogar schon minderwertig, das Leben der "faulen Wilden" von den Missionaren gesehen wird. Anderen den eigenen Glauben und die eigene Lebensweise aufzuzwingen, hat etwas unglaublich überhebliches. Vollständig überzeugen konnte mich das Buch - trotz des Themas -  jedoch leider nicht. Das liegt vor allem an den oben aufgeführten Punkten zur Erzählstruktur und dem Schreibstil, der für mich nicht ideal war.
Fesselnder Familienroman über das Leben in den Kolonien
von Literaturhexe - 18.05.2021
Mit diesem Roman hat Katharina Döbler im Wesentlichen die Familiengeschichte ihrer Großeltern zu Papier gebracht. Ausgangspunkt sind die Erzählungen ihrer Großmutter Linette über ihre in ¿Kaiser-Wilhelms-Land¿ verbrachten Jahre, das eine deutsche Kolonie in Neuguinea war: ¿Bis dahin war ich nie auf den Gedanken gekommen, ihre Erzählungen an irgendeiner Art von Wirklichkeit zu messen. Sie waren die Märchen meiner Kindheit, die auf dem langsamen Fluss ihrer hohen, leisen Stimme dahinzogen, unerklärlich, schrecklich und schön.¿ (S. 8) Der Roman berichtet vorwiegend chronologisch über die Jahre 1913 bis 1948 und ist in vier Teile gegliedert. Im Mittelpunkt stehen vier junge Leute aus der fränkischen Provinz: Johann, Heiner, Marie und Linette. Die Depression hat ihren Familien vieles abverlangt, die Zeiten sind schwer, nachgeborene Kinder haben kaum Aussicht auf Erbschaft oder Berufsausbildung. Aus dieser Situation heraus erhoffen sich die Vier Perspektiven für ein besseres Leben. Die evangelische Diakonie in Neuendettelsau sucht Missionare und Pflanzer zum Einsatz in den deutschen Kolonien in Neuguinea. Johann Hensolt und Heiner Mohr sehen das als Chance und lassen sich anwerben. Johann ist von Idealismus getrieben, er möchte Gottes Wort als Missionar in die Welt tragen. Heiner hat eher pragmatische Gründe und sieht sein Talent für die Landwirtschaft. Beide reizen die Möglichkeiten in der Neuen Welt. Heiner geht als erster und erarbeitet sich den Posten als Verwalter auf einer Kokos-Plantage, er bringt den ¿Wilden¿ deutsche Gründlichkeit und Effektivität bei. Johann reist über die Inseln, um die indigenen Völker zu christianisieren. Die Diakonie legt viel Wert darauf, dass die jungen Männer auch eine Gefährtin an ihrer Seite haben. Es wirkt unkonventionell, wie die beiden Männer zu ihren Ehefrauen kommen: Bei Heiner ist es ein Arrangement, bei Johann ist es Liebe und Gottvertrauen. Die Grenzen für Frauen in jenen Zeiten sind weit enger gesteckt als für Männer. Insofern ist es ernüchternd mitzuerleben, wie berechtigte weibliche Ambitionen durch Eheschließung beendet werden und sich die Frauen fremden Interessen beugen müssen. Der Roman beschreibt die Erlebnisse der beiden Familien Hensolt und Mohr in Neuguinea mit Höhen und Tiefen. Man erfährt sehr viel über das Leben in den Kolonien, über die Schwierigkeiten, die die Menschen vor Ort hatten. Das fremde Klima, die wunderschöne, geheimnisvolle Landschaft, verschiedenartige Volksstämme, Sprachbarrieren, Krankheiten, die dominante Reichskolonialverwaltung¿ ¿ über allem der Glaube an Gottes Wort, an die Missionierung der Ungläubigen und an die weiße Herrenrasse¿ Es ist herausfordernd, sich mit der abstrusen Denkungsart der damaligen Kolonialherren auseinanderzusetzen, die im krassen Gegensatz zum heutigen Selbstverständnis steht. Die Autorin zeigt bewusst anhand verschiedener Charaktere die Ausprägungen des Kolonialismus, die die historischen Tatsachen möglichst realistisch wedergeben sollen: Es gibt Rassismus, Ausbeutung, Vorurteile und Mythen über Kannibalismus; aber auch Freundschaft, Respekt sowie gutgemeinte Unterstützung, die allerdings nicht darüber hinweg täuschen dürfen, dass sich alle Weißen als überlegenes Volk betrachten. Döbler zeigt die Gewissenskonflikte der Protagonisten ebenso wie zeitkritische eigene Reflexionen. Der Leser bekommt ein gutes Gespür dafür, was die Kolonialisierung alles in Unordnung gebracht hat und wie stark die bleibenden Folgen sind. Das geht weit über Glaubensfragen hinaus. Wirtschaftliche Interessen spielen eine wichtige Rolle, die Gier der Kolonialverwaltungen wächst, Gott scheint vielfach nur Fassade für Ausbeutung und das Streben nach Reichtum zu sein. Die Überheblichkeit der Weißen ist beispiellos: ¿Dass er und die anderen Weißen dort Gäste waren, kam ihm gar nicht in den Sinn. Wie die meisten Missionare hatte er kaum einen Begriff von den Sitten, gegen die sie andauernd verstießen. Sie hielten sich an die göttlichen Gebote, da konnte nichts falsch sein.¿ (S. 95) Zudem tummeln sich neben den Deutschen auch Holländer und Briten auf den Inseln ¿ mit jeweils unterschiedlichen Zielen. Die indigene Bevölkerung ordnet sich zwar überwiegend dem mächtigen Anutu (Gott)und seinen Helfershelfern unter, es kommt aber auch zu Widerstand und Gewalt. Die Jahre in den Kolonien wirken in der Familie der Schriftstellerin generationenübergreifend nach, sie haben auch der nachfolgenden Generation Trennung, Schmerz und Traumata beschert, unter denen sie leidet: ¿Neuguinea war für mich ein mythologischer Ort im Bett meiner Mutter. Es war das Paradies, das bekanntlich im Jenseits liegt, der Garten Eden, den man nicht betreten konnte, weil ein bewaffneter Engel davorstand. Aber meine Mutter stahl sich heimlich hinein, im Nebel mit schlechtem Gewissen. Wenn sie abtauchte in ihr Neuguinea, mussten wir Kinder sagen, sie ist krank, sie ist gerade nicht bei Kräften, sie braucht Schonung, sie ruht sich aus¿¿ (S. 55) Man kann nur ahnen, welche Folgen das für die Erzählerin selbst hatte. Über Jahre hinweg muss die Autorin an diesem Buch gearbeitet und akribisch recherchiert haben. Neben überlieferten Anekdoten und Geschichten (¿Überlieferungen, das weiß ich heute, bestehen zum großen Teil aus Verschwiegenem.¿ (S. 12)) hat sie Erinnerungsstücke, Briefe, Dokumente und Fotografien zusammengetragen, die sie in den Roman einbindet. Diese Einschübe machen deutlich, dass hier wahre Begebenheiten im Mittelpunkt stehen, die fiktional aufgearbeitet wurden. Alles wird zusammengetragen und in den Kontext zur Weltgeschichte gestellt. Der Erzählstil lässt Erlebnisse und Figuren sehr authentisch wirken. Die Ich-Erzählerin ergänzt das Vergangene und erläutert ihre Quellen. Sie schont auch die eigenen Ahnen nicht, die zum Teil Unterstützer der Nazis waren. Das Ganze ist ungemein fesselnd. ¿Dein ist das Reich¿ ist kein reiner Unterhaltungsroman. Katharina Döbler verfolgt aus meiner Sicht einen literarisch-biografischen Ansatz. Das Buch erfordert ein aufmerksames Lesen. Mich hat der Roman fasziniert, ich habe viel über den Kolonialismus aus der persönlichen Perspektive der Protagonisten erfahren. Das Buch regt zu weiteren themenbezogenen Recherchen an. Gelungen ist auch die haptische Ausstattung des Verlages mit augenfälligem Cover, einer Landkarte als Vorsatzblatt und dem hilfreichen Familienstammbaum. Ein sehr lesenswerter Roman!
Von Gott gewollt?
von Katrin - 17.05.2021
Die deutsche Kolonialzeit ist ein Thema, über das ich noch viel zu wenig weiß. Deshalb hat mich Katharina Döblers Roman ¿Dein ist das Reich¿ sehr neugierig gemacht, denn darin behandelt sie die Geschichte ihrer Großeltern. Beide Großväter kamen mithilfe des lutherischen Neuendettelsauer Missionswerks nach Neuguinea, damals noch Kaiser-Wilhelm-Land genannt, wo sie die Einheimischen missionieren beziehungsweise eine Plantage leiten sollten, die Ehefrauen standen ihnen dabei unterstützend zur Seite, ganz wie es als Aufgabe der Frauen gesehen wurde. Die meisten Geschichten hat Döblers Großmutter Linette erzählt, doch sie ¿waren die Märchen meiner Kindheit, die auf dem langsamen Fluss ihrer hohen, leisen Stimme dahinzogen, unerklärlich, schrecklich und schön.¿ Es dauert lange, bis sich die Autorin näher mit ihrer Familiengeschichte beschäftigt und versucht, die Lücken in den Erzählungen zu schließen. ¿Überlieferungen, das weiß ich heute, bestehen zum großen Teil aus Verschwiegenem. Ich habe lange geglaubt, es wäre alles gesagt, habe sehr wenig gefragt.¿ Sie nähert sich der Geschichte ihrer Großeltern und Eltern in Romanform an, die Eckdaten stimmen, doch die Leerstellen füllt sie selbst aus. Dabei bleibt sie dicht an den Figuren, erzählt aus ihrer (vermuteten) Sicht vom Leben in Neuguinea. Die Familien bleiben auch nach Ende der deutschen Kolonialzeit, also nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, dort, erst der Zweite Weltkrieg beendet diesen Teil der Familiengeschichte. Keine*r der Großeltern erscheint dabei wirklich sympathisch, da sie auf unerträgliche Weise von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt sind. Auch später, nach dem Krieg, wird den verloren gegangenen Kolonien nachgetrauert, nie an der Richtigkeit der Missionsarbeit gezweifelt. Die Weißen und die christliche Religion stehen auf einer angeblich höheren Stufe, die Einheimischen müssen bekehrt werden, und wenn dabei ihre Kultur zerstört wird, finden das vielleicht ein paar der Beteiligten bedauerlich, aber letztendlich unvermeidlich. Döbler verwendet für die Dialoge keine Anführungszeichen, deshalb wirken die rassistischen Ansichten unmittelbar und es ist oft kaum erträglich zu lesen, wie die dargestellten Personen die Menschen in Neuguinea sehen. Selbst der eine Großvater, der sich für die Sprache und Kultur vor Ort interessiert, sogar eine Beziehung zu einer Einheimischen beginnt, sieht sich immer als überlegen an und zweifelt nie an der Richtigkeit seiner Aufgabe. Allerdings wird durch diese Nähe zu den Rassismen der vier Protagonist*innen deutlich, wie verankert dieses Denken in der damaligen Bevölkerung war und wie sehr es sich seitdem erhalten hat. Es ist die Basis, auf der sich der Nationalsozialismus problemlos ausbreiten konnte, es wundert daher nicht, dass zwei der Großeltern begeisterte Anhänger*innen werden. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob die Ansichten der Großeltern anders als durch die verwendete rassistische Sprache hätten ausgedrückt werden können oder ob es notwendig ist, um die Kontinuität des rassistischen Denkens in Deutschland darzustellen. Dieser Roman zeigt auf jeden Fall viele Verknüpfungen auf, die im öffentlichen Diskurs gern übersehen werden. Exotisierende Darstellungen und abwertende Beurteilungen anderer Menschen und Kulturen werden auch heute noch von einem Großteil der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen, doch die gerade beginnende Diskussion um die Rückgabe geraubter Kunstwerke in den deutschen Museen lässt hoffen, dass die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialzeit erst am Anfang steht. Dieser Roman zeigt, dass es höchste Zeit ist, sich neben dem Nazierbe auch mit dem kolonialen Erbe unserer Familiengeschichten auseinanderzusetzen.
eine interessante Geschichte
von v_im_wunderland - 17.05.2021
Das Cover hat mich angesprochen, da es eine Geschichte für mich von der Südsee verspricht. Und genau um diese geht es auch, auch wenn es nicht so geheimnisvoll oder romantisch ist, wie es das Cover verspricht. Denn es geht um 2 deutsche Missionarsfamilien, die Auswandern, um genau dies zu tu, zu Missionieren. Dabei wird auf die Familiengeschichte der beiden Paare eingegangen und auch aus den verschiedenen Zeitepochen, sehr gut recherchiert, berichtet. Die Autorin schafft es, dass man sich zu jedem Zeitpunkt des Buches gut abgeholt fühlt und dem Erzählstrang immer folgen kann. Man lernt viel über die Arbeit der Missionare in weiter Ferne und auch wie es sich zu dieser Zeit gelebt hat. Das Buch ist ein sehr gutes und solides Buch, ohne großartige Wendungen oder sonst irgendwelcher völlig verrückten Begebenheiten, aber genau dies braucht es auch nicht, da es so gut geschrieben ist.
Nur eine Familiengeschichte
von Leseschwalbe - 16.05.2021
Die Palmwedel auf dem Buchcover passen gut zum Inhalt, denn der Roman spielt in der deutschen Kolonialzeit und erzählt die Geschichte zweier Missionars-Familien in Neuguinea. Die von Johann Hensolt und seiner Frau Linette und und von Heiner Mohr und seiner Marie. Es ist eine spannende Erzählung darüber wie einfache Leute in Neuendettelsau an der Missionsschule ausgebildet wurden und dann in der Südsee als Missionare tätig waren. Die Autorin hat in vier Zeitabschnitten von 1913 bis 1946 die Geschichte der beiden Paare, ihres Umfeldes und den zeitgeschichtlichen Kontext gut recherchiert und verknüpft. Schön ist die Ahnentafel gleich am Anfang, so kann man die einzelnen Personen besser zuordnen. Aus dem Zitat im Prolog: Sie schenkte mir ihre Geschichte und ihre Lücken darin ist ein absolut lesenswertes Buch geworden.
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